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Meine erste Konfitorte

... war fürs Nachbar"kind".
Obwohl sie glaube ich jetzt kirchlich mit der Konfirmation als erwachsen gilt.


Die zugehörige Mama wünschte sich ein aufgeschlagenes Buch mit Foto und dem passenden Text sowie ein paar Röschen (die ich dann zu einer Ranke gebunden habe).


Leider fehlte mir etwas die Übung im Eindecken und der Fondant wollte gleich drei mal ausgerollt werden, weil er immer wieder an meiner Arbeitsplatte festklebte. Letztendlich musste er sich doch meiner Hartnäckigkeit ergeben und wurde einfach zweigeteilt auf den Kuchen gelegt (und der Schnitt durch das Lesebändchen abgedeckt...).
Seine Rache waren unzählige Hubel, die ich unter den Blümchen und dem Bild zu verstecken versuchte.

Naja, sagen wir mal so -  mit den Rosen war ich eigentlich halbwegs zufrieden....

Das Buch selbst bestand aus einer Nussbuttercreme nach Pierre Hermé, dem Schokoladenbiskuit Alhambra und der Haselnuss-Mandeldaquoise nach William Curley sowie einem ganz normalen Mürbteig als Unterlage und mit einer Zartbitterganache eingestrichen. In der Kombination war das aber schon ganz schön süß...



Eiskalt erwischt von Sven und Eis vom Grill

Ja, hier habt richtig gelesen ... heute gibt es Eis vom Grill. Das hätte auch gut zu meinem ursprünglich geplanten Titel dieser Reihe (Heiß auf Eis) gepasst (das klang mir aber zu abgedroschen).
Aber ehrlich gesagt habe ich ja schon auf Eis vom Grill (in welcher Form auch immer) gehofft, als sich Sven vom Gasprofi24 - Blog für den Gastbeitrag gemeldet hat. Auf dem Blog geht es für Foodblogger etwas ungewohnt auch um anderes als Essen - Schwerpunkt ist das Gas - und all seine Anwendungsgebiete - Kochen, Grillen, Schweißen oder Heizen und mehr. Deshalb finden sich dort auch genügend Rezepte, aber auch Tipps zum Thema Gasgrill. Aber lest selbst, was man tolles aus der Kombination heiß und kalt zaubern kann:

Eis vom Grill – oder wie man ein leckeres Eis-Dessert mit einem Gasgrill zubereitet

Wenn man den Aussagen diverser Grillexperten glauben darf, dann gibt es tatsächlich fast nichts, was man mit der entsprechenden Technik, Know-how und einem gewissen Maß an kulinarischer Experimentierfreudigkeit nicht auf einem modernen Gasgrill zubereiten kann. Wirklich fast nichts? Im Falle der Kombination Eis und Grill hatten wir anfangs so unsere Zweifel.


Immerhin sind Hitze und Eis nicht unbedingt zwei Dinge, die man auf den ersten Blick miteinander in Verbindung bringen würde. Aber – um dies gleich vorweg zu nehmen – es funktioniert tatsächlich und dementsprechend gibt es heute ein passendes Rezept mit Anleitung, wie Ihr ein köstliches Eis-Dessert auf dem Grill zubereiten könnt. Neben den passenden Zutaten hier aber noch der Hinweis, dass dies unbedingt ein Gasgrill sein sollte, ansonsten dürfte die Zubereitung schwierig bzw. zum reinen Glücksspiel werden. Aber zur Sache.
Eis, Eier, Erdbeeren und noch mehr - das Rezept für Eis vom Grill

Wir gehen mit dem vorliegenden Rezept einfach mal von einer kleineren Gruppe von 4-6 Personen aus, sodass sich die gemachten Mengenangaben hierauf beziehen. Wer eine größere Gruppe mit Eis vom Grill versorgen möchte, braucht eigentlich nur die entsprechenden Mengenangaben hochrechnen. Wir haben das Rezept mit Erdbeeren und Vanilleeis ausprobiert, aber gerade in Bezug auf die gewählten Früchte und die Eissorte sind der eigenen kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Folgende Zutaten werden für das Rezept benötigt:

·        6 Tortelettes
·        500 Gramm frische Erdbeeren (möglichst kleine Früchte, die bereits einen gewissen Süßegrad erreicht haben nehmen, dann braucht man ggf. auch weniger Zucker zu nehmen)
·        6 Eier
·        8 Esslöffel Puderzucker
·        Und natürlich Eis. Hier am besten eine große Packung einer hochwertigen Sorte kaufen.

Alternativ lassen sich zum Beispiel auch noch Marmeladen, Puddings, eine Sauce oder Schokostreusel hinzufügen. Für den ersten Versuch empfehlen wir aber, es relativ einfach zu halten und ein Gefühl für die richtige Mischung und den Umgang mit dem Gasgrill zu bekommen.

Zubereitung

Haben wir alle Zutaten bereit, können wir mit der eigentlichen Zubereitung des Eis vom Grill beginnen. Das Ganze lässt sich eigentlich innerhalb von 10 – 15 Minuten relativ schnell bewerkstelligen. Aber der Reihe nach:

·        Die Erdbeeren waschen und trocknen. Überflüssiges Grün entfernen und die Früchte abschließend vierteln.

·        Zunächst das Eiweiß vom Eigelb trennen. Dann das Eiweiß zusammen mit ca. 6-8 Löffeln Puderzucker in eine Schüssel geben und so lange mit einem Rührgerät oder Mixer durchmengen, bis ein fester Eischnee entsteht. Wichtig ist hierbei, dass darauf geachtet wird, dass diese Masse auch möglichst steif ist.
 
 

·        Anschließend werden die Torteletts mit den Erdbeeren belegt. Hier darauf achten, dass man möglichst kleine Stücke hat, die den gesamten Boden bedecken.



·        Dann jeweils eine Kugel Eis in die Mitte der belegten Torteletts platzieren und diese möglichst umfassend mit dem vorher angerührtem Eischnee bedecken.

Parallel zu den Vorbereitungen sollte man den Grill schon mal auf eine Temperatur von ca. 200 Grad vorheizen. Wichtig ist hier, dass Euer Grill über einen verschließbaren Deckel verfügt, mit dem ein indirektes Grillen möglich ist. Ansonsten dürfte die Sache mit dem Eis vom Grill nicht klappen. Wenn man etwas länger vorheizt, geht es auch schneller. Wie hoch man die Temperatur allerdings drehen kann, haben wir nicht ausprobiert. Insofern empfehlen wir, bei den genannten 200 Grad zu bleiben.

 
·        Hat der Grill die gewünschte Temperatur erreicht, kommen die belegten Torteletts auf den Rost und werden anschließend ca. 10 Minuten bei geschlossenem Deckel bei indirekter Hitze gegrillt.

·        Beginnt der Eischnee eine bräunliche Farbe zu bekommen, ist das Eis vom Grill fertig und kann frisch vom Grill serviert werden.
 
 
·        Tipp: Um das Verkohlen der Tortelett-Böden zu verhindern, am besten noch etwas Alufolie zum Entkoppeln vom Rost unterlegen. Einige Leute haben dies auch mit Backpapier erfolgreich probiert.
 
 
Viel Spaß und guten Appetit. :)
 
Vielen Dank an Sven für den informativen und leckeren Beitrag. DAs sieht doch nach einem perfekten Abschluss für den Grillabend aus.
Ich hätte nicht gedacht, dass das gar nicht so kompliziert ist. Jetzt fehlt uns wohl nur noch der passende Grill zum Ausprobieren...
Aber ich bin mir sicher, dass der ein oder andere Leser die passenden Gerätschaften dazu bei sich auf dem Balkon stehen hat (und auf einen Versuch mit einem normalen Grill kann man es ja auch mal ankommen lassen).
 
 
 
 
 

Autoreninfo: Sascha Busch, Nadine Kolzem und Sven Giese bloggen für GasProfi24 unter blog.gasprofi24.de über alle Themen aus der Welt der Gase und Gasprodukte. Dass dabei Grillen auch eine große Rolle spielt, versteht sich von selbst. :)

Foto-Credit: © 2015 Sven Giese für GasProfi24




3 freche Mäuse...

... tummelten sich auf dem Geburtstagskuchen meiner Kleinen für den Kindergarten. Und machten sich schon mal daran, den "Käse"kuchen zu verspeisen.

 
Bevor sie auf den Kuchen durften, hatten sie aber erst noch Fototermin mit mir, dann ich fand sie eigentlich ganz süß...
 
 
 
Ich habe sie nach einer Idee von Carlos Liscchetti aus seinem Buch Animation in Sugar modelliert.
 

 
Und zu guter Letzt fanden sie auch noch ihren Weg auf den gewünschten ganz normalen Rührkuchen mit Schokolinsen.
Und durften kein Eis schlecken, wie es hier aussieht.
 




Eiskalt erwischt von Cinnamon & Coriander und Ingwer Mascarpone Eis mit Erdbeer-Swirl und Amarettini-Stückchen

Vielleicht wartet ihr seit meiner Ankündigung letzte Woche schon genauso gespannt wie ich auf den ersten eiskalten Beitrag meiner Sommerreihe hier.


Ich bin mir sicher, dass ihr von dem zugleich würzigen, cremigen, fruchtigen und auch noch knusprigen Eis, dass uns Kiki von Cinnamon and Coriander serviert, genauso begeistert seid wie ich.
Das wird schnellstmöglich nachgemacht!


Hallo ihr Lieben,
Ich bin Kiki und blogge seit 2013 auf meinem Blog „Cinnamonand Coriander“ meine süßen und herzhaften Küchen-Kreationen.
Es ist mir ein absolutes Vergnügen heute den Startschuss zu Barbaras Blog-Event "Eiskalt erwischt" geben zu dürfen.
Das Eiscreme-Event kommt mir wirklich gerade recht, steht doch meine treue Eis-Maschine - liebevoll Giovanni genannt - schon seit Monaten auf der Küchentheke bereit und wartet geduldig darauf, dass ich ihn aus seiner Hibernation erwecke.
Und es ist wohl eine Gnade, dass er es als unbelebtes Objekt nicht mitbekommen muss, wenn ich mal wieder einen verdächtigen, ovalen Plastik-Behälter an ihm vorbei ins Eisfach schmuggle.
Denn ich habe einfach eine Schwäche für das gefrorene Glück und breche allzu oft ein, wenn ich an den einschlägigen Sorten im Supermarkt vorbeilaufe.
Ihr kennt das sicher!
 
 
Und das ist eigentlich eine Schande, denn beim Eis-machen kann man doch so wunderbar kreativ sein! So habe ich heute ein paar meiner Lieblings-Aromen zu einem herrlich erfrischenden, cremigen Eis-Traum kombiniert!

Ich bringe euch eine sommerfrische Sorte mit, die klassische italienische Zutaten, wie Mascarpone und Amarettini mit den Aromen von lieblich -süßen Erdbeeren und erfrischend-frecher Zitrone vereint. Um dieser Sorte noch das gewisse Etwas zu verleihen, fügen wir der Mascarpone-Basis außerdem etwas frisch geriebenen Ingwer bei!
Denn der harmoniert ganz wunderbar mit den Erdbeeren, die ja bekanntlich Schärfe mögen.

Lasst euch nicht von den vielen Komponenten abschrecken. Das Eis ist wirklich im Nu zusammengerührt !
 
 

Für 4 Personen bzw. einen kleinen Eis-Behälter braucht ihr:

250 ml Sahne
200 ml Vollmilch
150 g Mascarpone
4 Eigelb
Schale und Saft 1 großen Zitrone
2 El Ingwer, frisch gerieben
75 g Zucker
Mark ½ Vanilleschote
1 Portion Erdbeer-Swirl: Rezept siehe unten
2 Handvoll Amarettini

Mascarpone mit Zitronensaft mischen.
Sahne, Milch, Vanillemark +Schote und Ingwer in einem Topf erhitzen, die Zitronenschale zugeben und 15 Minuten ziehen lassen.
Die Mischung durch ein Sieb geben.
Eigelb und Zucker vermischen und unter Rühren in einem dünnen Strahl die Sahne-Mischung zugeben.
Die Mischung zurück auf den Herd stellen und unter Rühren andicken lassen (höchstens
auf 80 Grad kommen lassen).
Die Mischung vom Herd nehmen und Mascarpone einrühren.
Die Eis-Basis gut kühlen, bevor ihr sie in die Eis-Maschine gebt und das Eis nach Anweisungen
des Herstellers cremig rühren lasst.

Alternativ gebt ihr die Mischung in eine Kastenkuchen-Form – oder in eine alte Eis-Creme Dose und stellt sie ein paar Stunden in das Gefrierfach, wobei ihr alle 30 Minuten mit einer Gabel umrühren müsst.

 
Für den Erdbeer – Swirl

3 El Erdbeer-Marmelade
6 Erdbeeren
1 El Zitronensaft

Früchte mit Zitronensaft und Erdbeer-Marmelade in einem Food-Processor pürieren und bis zur Verwendung kühlen.

Ist euer Eis von der Maschine bzw. von Hand cremig gerührt, könnt ihr es nun mit dem Erdbeer-Swirl durchziehen.

Dazu gebt ihr jeweils 1/3 der Ingwer-Mascarpone Basis in eure Eis-Form und verteilt nach jeder Schicht etwas Erdbeer-Swirl auf der Masse. Zerdrückt ein paar Amarettini grob mit der Hand und streut die Keks-Stückchen darauf. Darauf kommt wieder eine Schicht Eis-Basis usw.

Stellt das Eis noch ca 1-2 Stunden in das Gefrierfach, damit es etwas fester wird.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und einen Eis-reichen Sommer!

Bis bald,
Eure Kiki

Wow, was für ein tolles Eisrezept! Ich bedanke mich bei Kiki für das wunderbare Rezept und kann nur ganz dick unterstreichen, dass sich ein Besuch auf ihrem Blog garantiert lohnt!
Sie tobt sich noch viel lieber und fantasievoller als ich mit Gewürzen aller Art aus. Immer wenn ich ihren Blog besuche und die tollen Bilder sehe, kann ich die Gerichte praktisch schon schnuppern.
Bei ihr findet man wortwörtlich Rezepte mit Pep.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat euch neugierig gemacht und ihr schaut nächste Woche wieder vorbei. Ich verrate nur so viel: es wird gleichzeitig heiß und kalt.



sahnig - luftige Himbeer-Schokowürfelchen

wobei die Himbeeren ziemlich gut versteckt sind.


Oder hat jemand sie auf dem Bild gefunden?

Zum einen sind sie in Form von ganz normaler Konfitüre in einer dünnen Schicht auf dem saftigen Schokobiskuit verteilt, zum anderen gut getarnt in der Schokomousse.
Die bekommt davon eine sehr leckere herb-säuerliche, aber auch fruchtig frische Note.

So haben die Würfelchen nicht mal einen Hauch rosa an sich ;-)
Und das obwohl sie auch zur Geburtstagsfeier unserer Kleinen gedacht waren...

Die Creme habe ich mir von Pierre Hermé geklaut, der sie mit noch ein paar anderen Bestandteilen für seine Torte "Rive Gauche" verwendet. Und natürlich wieder etwas für uns angepasst (den Himbeertee weggelassen, nicht ganz so umständlich verarbeitet,...).
Und trotz meiner Verstümmelungen Vereinfachungen ist diese Mousse noch ein Genuss.
Zusammen mit fertiger Konfitüre und einem einfachen Schokobiskuit steht dem schnellen Tortengenuss nichts mehr im Wege.



Himbeer-Schoko-Würfelchen


Schokoladenbiskuit:
2 Eier
100 g Zucker
70 g Mehl
20 g Kakaopulver
25 g Butter, geschmolzen und wieder leicht abgekühlt

Füllung:
2 gehäufte EL gute Himbeerkonfitüre

Himbeerschokomousse:
85 g Himbeeren (ohne Kerne, also ungefähr zu Beginn ca. 130 g)
33 g Zucker (1)
2,5 g Pektin
8 g Honig
185 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt, fein gehackt
25 g Butter
60 g Milch
50 g Zucker (2)
3 Eigelb
400 g Sahne, geschlagen

Für den Biskuitboden den Backofen auf 190°C vorheizen. Einen rechteckigen Backrahmen auf Kantenmasse von 25 x 25 cm einstellen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen.
Die Eier zusammen mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät, mit dem Schlagbesen versehen, sehr luftig aufschlagen (ca. 10 Minuten).
Das Mehl mit dem Kakaopulver mischen, darauf sieben und sehr vorsichtig unterheben. Die Zutaten sollen nur gerade so eben eingearbeitet sein. Die Butter dazu gießen und ebenfalls so kurz wie möglich durch Unterheben einarbeiten.
Im Backofen auf der untersten Schiene ca. 15 Minuten backen.
Herausnehmen, den Rand lockern und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Den Biskuitboden auf eine Servierplatte legen und mit der Himbeerkonfitüre bestreichen. Erneut mit dem Tortenrand umstellen.

Für die Himbeerschokomousse die Himbeeren in einen kleinen Topf geben und aufkochen lassen. Durch eine Passiermühle mit kleinstem Locheinsatz drehen oder durch ein Sieb drücken, um die kleinen Kerne zu entfernen.
Zucker (1) mit Pektin vermischen und zügig zu den heißen Himbeeren geben. Gut rühren und den Honig zufügen. Wieder auf den Herd stellen und weiter rühren. So insgesamt ca. 3 Minuten köcheln lassen.
Von der Hitzequelle nehmen und die Schokolade zugeben. 2 Minuten stehen lassen, dann umrühren, Die Schokolade müsste jetzt vollständig geschmolzen sein, ansonsten noch etwas rühren.
Die Butter in kleinen Stückchen zugeben und jeweils gut unterrühren.
Die Schoko-Himbeermischung beiseite stellen.
Einen Topf mit etwas Wasser füllen und eine genau passenden Schüssel einhängen. Der Schüsselboden sollte das Wasser nicht berühren.
In diese Schüssel die Milch, die Eigelbe und Zucker (2) geben.
Unter ständigen Aufschlagen mit dem Schneebesen das Wasserbad erhitzen, bis die so entstehende Eigelbschaummasse eine Temperatur von 83°C erreicht hat.
Aus dem heißen Wasserbad nehmen und weiterrühren, bis die Masse sich nicht mehr warm anfühlt (man kann diesen Prozess erheblich beschleunigen, wenn man die Schüssel in eine zweite Schüssel mit kaltem Wasser hängt, dieses Mal sollte das Wasser aber die gefüllte Schüssel berühren).
Ein Viertel der Schoko-Himbeermischung unter den Eischaum heben, dann den Rest.
Zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben.

Diese Mousse auf den Biskuitboden geben und glatt streichen.
Über Nacht kühl stellen.
Vor dem Servieren den Tortenrand entfernen und nach Wunsch dekorieren.
Ich habe etwas stilisierte "M"s aufgespritzt (weil unsere Tochter Maria heißt) und noch Schokotäfelchen verwendet.

Eiskalt erwischt - Start der Sommerreihe in meiner süßen Werkstatt und noch Sanddorneis

Hallo ihr da draussen, heute startet eine Premiere auf meinem kleinen Blog.
Obwohl es die süße Werkstatt jetzt schon über zwei Jahre gibt, habe ich noch keine Themenreihe veröffentlicht, geschweige den Gastblogger hier auf meinem Blog gehabt.
Das sollte sich ändern.
Und was passt besser zum Sommer und in einen süßen Blog als das Thema Eis.
 
Eis selberzumachen beschäftigt mich schon einige Zeit. Nach den ersten erfolglosen Versuchen nur im Tiefkühlschrank hatte ich zu meiner Küchenmaschine ein Zusatzgerät mit Kühlakku. Das Eis wurde besser, aber der Akku hielt nicht ewig durch und warum auch immer, er lieferte am Ende nicht einmal für eine Portion Eis genug Kälte. Seit vor nun ungefähr 3 Jahren eine Kompressormaschine bei uns eingezogen ist, bin ich zumindest im Sommer ständig im Eisfieber.
Die Liebe zum Eis hat uns praktisch eiskalt erwischt. Bei entsprechendem Wetter vergeht bei uns kein Tag ohne eine kleine eiskalte Erfrischung. Mit der Zeit haben sich dafür auch einige Rezepte unter dem Label "Eis" hier angesammelt. Aber das hat uns nicht gereicht -  wir wollten mehr!
 
Deshalb wird das Thema Eis uns auch hier auf dem Blog unter dem Motto "Eiskalt erwischt" von jetzt an bis fast Mitte September immer freitags durch den Sommer begleiten. 

 
Lasst euch eiskalt erwischen von:
 
Kiki von Cinnamon and Coriander
Sven von Gasprofi24
Anna von Eat&Feast
Indra von Photolixieous
Caro von Zuckergewitter
Viktoria von Viktorias kitchen secrets
Tina von The sisters kitchen
Nadia von Ganz einfache Küche
Jasmin von Was Du nicht kennst
Nele von Pralinenwahnsinn
Tanja von Liebe & Kochen 
Barbara von Barbaras Spielwiese
Isabelle von Übersee-Mädchen
Martha von Selbstgemachtes Eis
Kristin von Fräulein Zebra
Sarah aus dem Knusperstübchen
Maren von MaLu´s Köstlichkeiten
Janke von Jankes*Soulfood
Katrin von Soulsister meets friends

Dabei geht es nicht "nur" um selbstgemachtes Eis - es dreht sich auch darum, was man mit Eis noch so alles anstellen kann. Ich kenne keinen, der Eisshakes nicht mag, der sich weigern würde ein Stück Eistorte zu essen oder der auf einen tollen Eisbecher verzichten würde. Aber das ist noch nicht alles. Man kann Eis auch in etwas (essbares) einwickeln und damit  wunderbare Cocktails schütteln.
Wer weiß, vielleicht hat einer meiner Gastblogger sein Eis auch frittiert?
 
Ich bin selbst gespannt, was für Ideen und Rezepte meine Gastblogger mitbringen und hoffe, dass wir nicht nur "eiskalt erwischt" werden, sondern dass der Sommer auch richtig schönes Eiswetter bietet, damit ihr und wir richtig Lust auf Nachmachen bekommen.

Und damit ihr nicht allzu lange auf die Folter gespannt werdet, geht es nächste Woche am Freitag schon los.

Und für alle, die keine ganze Woche auf ein Eis warten wollen, habe ich gleich eine Portion mitgebracht, eine richtige Vitaminbombe zum Frühlingsstart!


Sanddorn hat einfach einen unverwechselbare Geschmack, den ich nur schwer beschreiben kann. Fruchtig, süß und doch auch leicht herb. Im letzten Jahr habe ich ihn in eine Sanddorn-Kokostorte gepackt. Diesen Frühling wollte ich nach dem Ausmotten der Eismaschine endlich mal das Eis machen, dass mir nach der Torte letztes Jahr den ganzen Sommer durch den Kopf gegeistert ist.
Da ich aber nie ein richtiges Rezept dafür fand, traute ich mich nicht so recht.


Jetzt habe ich es einfach gemacht und finde das Eis richtig lecker und erkläre es jetzt schon mal direkt zu einer Lieblingseissorte für diesen Sommer.
Kinder werden es vielleicht wieder nicht so recht mögen (außer man versenkt die Eiskugel unter einem Berg Baiserbrösel...).

Und ich habe endlich den Trick gefunden, wie ich Johannisbrotkernmehl  verwende, ohne dieses sandige Mundgefühl im Endprodukt zu haben. Man braucht einfach nur Geduld (habe ich schon mal erwähnt, dass das bei mir manchmal Mangelware ist...).
Durch das relativ lange Quellen im Sanddornsaft löste es sich komplett auf und das fertige Eis war auch nach längerer Aufbewahrung im Tiefkühlschrank sehr gut zu portionieren (obwohl ich auf die Verwendung von Eigelb komplett verzichtet habe).
Und geschmacklich hat es das Eis auch nicht beeinträchtigt.
Also: Versuch geglückt!


Sanddorneis

240 ml Sanddornsaft
4 g Johannisbrotkernmehl
80 g Zucker
20 g Traubenzucker (Dextrose/Glucose, gibt es meist auch bei den Süßungsmitteln im Supermarkt)
160 ml Milch
300 ml Sahne
 
 
Zucker und Johannisbrotkernmehl in einer Schüssel mischen.
Den Sanddornsaft zugießen und gut rühren
30 Minuten stehen lassen (dabei dickt der Saft etwas an).
 
Die restlichen Zutaten zugeben und gut unterrühren.
 
Die jetzt fertige Mischung in die Eismaschine geben und nach Herstellerangaben gefrieren lassen.
 
Entweder direkt servieren  oder in einen verschließbaren Behälter umfüllen und im Tiefkühlschrank aufbewahren.













Weiche Schoko-Erdnuss-Cookies

Mein Mann fährt gerade total auf Erdnüsse ab. Er knabbert sie nicht nur geröstet und gesalzen, er streut sie sich seit neuestem auch über sein Eis.
Grund genug, sie auch mal wieder zu Verbacken. Und da zur Zeit Kekse auch höher im Kurs stehen als Kuchen, entschied ich mich sehr schnell für eine selbst ausgedachte Variante der weichen Haselnuss-Schokoladen-Cookies von Nigel Slater aus seinem Buch Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube und ersetze die Haselnüsse durch Erdnüsse und den Muscovadozucker durch die unten aufgeführte Kombination aus Zuckerrübensirup und normalem Haushaltszucker.



Der Rezepttext hat nicht zu viel versprochen - es gibt sehr schokoladige Kekse mit leicht knusprigem Äußeren und einem weichen, kuchigen Kern. Und seeeeehr mächtig. Die Erdnüsse machen sich aber sehr gut darin ;-)

Da trifft es sich gut, dass Sibel von Insane in the Kitchen und Zorra vom Kochtopf gerade unter dem Motto "Death by Chocolate" sündig-schokoladige Rezepte.

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)

Wenn dass nicht wie die Faust aufs Auge zu diesen Cookies passt...

 
Wenn ihr nur wie empfohlen 9 Cookies aus dem ganzen Teig macht, braucht ihr nach solchen Megacookies kein Abendessen mehr. Ich habe 18 daraus gemacht. Das Ergebnis war mit  ca. 7 cm Durchmesser auch nicht gerade winzig und der größte Süßschnabel der Nachbarschaft hat nur einen davon geschafft.

Für was sie sich aber von der Konsistenz her durch ihre Weichheit perfekt eignen würden, sind Eissandwiches. Aber da muss ich noch ein bisschen rumprobieren, denn bei 2 von diesen Cookies und noch einer dicken Schicht Eis dazwischen wird selbst ein Elefant so satt, dass er eine Woche lang keinen Hunger mehr hat.


weiche Schoko-Erdnuss-Cookies

200g dunkle Schokolade mit mind. 70% Kakaogehalt
75 g weiche Butter
200 g Zucker
25 g Zuckerrübensirup (oder dunkle Melasse)
2 Eier, Größe M mit Raumtemperatur
1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
100 g geröstete und gesalzene Erdnüsse, gehackt
150 g Mehl, Type 405
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
 
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
 
Die Schokolade fein hacken, in eine hitzefeste Schüssel geben und über einem heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Dabei ab und zu umrühren.
Butter, Zucker, Sirup und Vanille hell schaumig aufschlagen. Nacheinander die Eier zugeben und jeweils gut unterrühren. Am Ende solltet ihr eine luftige, deutlich heller Masse als zu Beginn haben.
 
Die geschmolzene Schokolade unterrühren.
Mehl, Salz, Backpulver und Erdnüsse mischen, auf die Eiermasse geben und kurz unterheben.
 
Mit Hilfe von zwei Esslöffeln 18 Häufchen auf die beiden Backbleche setzen. Da die Cookies breit laufen, sollte man auf etwas Abstand achten und braucht die Häufchen auch nicht platt zu drücken.
Das erste Blech im heißen Ofen 10 Minuten lang backen, dann herausnehmen und das zweite Blech backen.
 
Die Cookies fühlen sich nach dieser Zeit noch sehr weich an und sind sehr fragil, deshalb muss man sie auf dem Backblech komplett abkühlen lassen, bevor man sie mit einem Messer vorsichtig lösen kann.
 
In einer Keksdose halten sie sich an einem kühlen und trockenen Ort einige Tage.