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Ausstecherle mit Zimtzucker

Schon wieder Zimt, dieses Mal nach einem Rezept von Christophe Felder.


Der Teig ist relativ weich und nicht ganz einfach zu bearbeiten, aber er schmeckt sowohl roh als auch gebacken sehr lecker.

Die dunkle Farbe der Pinguine kommt von einem Löffelchen Kakao im Teig.
Und meine Große hat sich mit ihrem Pinguinausstecher ausgetobt. Zwar nicht direkt das Oberweihnachtsmotiv, aber immerhin winterlich (im Gegensatz zu letztem Jahr als die beiden Hasen und Schmetterlinge für Weihnachten ausgestochen haben).

Im Eifer des Gefechts ist ein kleine Christbaum der Kleinen auf dem Kopf eines Pinguins gelandet - ich fand das irgendwie witzig und so haben wir es doch wieder etwas weihnachtlich:


Ausstecher mit Zimtzucker


Schokoladenmürbteig:
100 g weiche Butter, gewürfelt
100 g Zucker
1 Ei
1 EL Milch
200 g Mehl, Type 405
1 TL Kakaopulver
1 TL Zimt
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
 
Belag:
150 g brauner Zucker
1 TL gemahlener Zimt

Wasser zum Bestreichen

 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig schlagen. Ei und Milch unterschlagen.
Mehl mit den anderen trockenen Zutaten mischen. Vorsichtig untermengen und dabei so wenig wie möglich rühren.

Mindestens 2 h kühl stellen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und nach belieben Figuren wie Sterne, Herzen,... ausstechen.

Den braunen Zucker in einer kleinen Schüssel mit dem Zimt mischen.

Die Plätzchen nur ganz leicht mit Wasser bepinseln und die feuchte Seite in den Zimtzucker tauchen.

Auf den Blechen verteilen und sofort 15 bis 20 Minuten knusprig goldbraun fertig backen.


 

Bloggerwichteln - weihnachtliche Geschenke aus der Küche

Auch ich habe beim Bloggerwichteln von Sarah aus dem Knusperstübchen mitgemacht.

Banner-Blogger-Wichteln

Meine Tauschpartnerin war Sia von Sia´s Soulfood und ich hoffe, ich habe ihren Geschmack mit dem von mir verschickten Paket halbwegs getroffen.
Ich habe mich mal etwas an dem, was eben "Soulfood" für mich ist, orientiert.

Aber zuerst kommt das Paket, dass ich von ihr erhalten habe:


Der Postbote brachte mir ein Paket mit 3 liebevoll weihnachtlich verpackten Köstlichkeiten. Es waren würziger Winterhonig (mit Mandarine, Sternanis und Zimt), Traubensenf und winterlicher Spekulatiusschokolade enthalten. Natürlich musste alles gleich probiert werden und (was mich gar nicht verwundert hat) - es hat auch alles sehr lecker geschmeckt. Vor allem der Traubensenf hat mich positiv überrascht, da ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie er schmeckt.

Wer neugierig auf die Rezepte ist, sollte sich dringend bei Sia umschauen. Und bei ihr gibt es auch noch viel mehr Köstlichkeiten. Vor allem auch immer wieder ein paar Vitamine und Gesundes mehr als bei mir hier ;-), nämlich auch Herzhaftes. Ich kannte den Blog schon vorher, war dort aber nur etwas unregelmäßig zu Gast. Das ändert sich so langsam, denn sie hat tolle Rezepte (ja, wir ernähren uns eigentlich ganz normal und nicht nur von Süßem und dazu hole ich mir auch Ideen von Blogs) und macht sehr schöne Bilder.

Der Inhalt des von mir verschickten Päckchens war komplett süß und bestand aus einer Mischung meiner bis dahin gebackenen Weihnachtsgutsle, einer hoffentlich heil angekommenen Flasche Orangenkardamomsirup und Maronen-Mandeltrüffeln (meiner ersten "richtigen" Pralinen).
Vor lauter Aufregung habe ich vergessen, ein Bild vom Gesamtpaket zu machen, aber bei Sia könnt ihr es euch hier anschauen.

Die Rezepte der Gutsle findet ihr zum Teil schon hier auf dem Blog (die Printen, Vanillekipferl, Bärentatzen, Zimtschneckenkekse, Sesam-Schoko-Florentiner, Anistaler) der restliche Teil kommt aus anderen Quellen (Minzgrübchen, Florentiner Ringli) oder erst noch mit der Zeit (Kokosspritzgebäck, Ausstecher mit Zimtzucker).

Der Orangen-Kardamom-Sirup von Bettina Matthaei machte kurz nach Erscheinen ihres Buches Das große Buch der Gewürze eine ganze Rund durch die Bloggerwelt. Da muss ich dann wohl nicht mehr viel schreiben, wie lecker er ist. Jetzt hatte ich endlich die passende Ausrede, mir auch ein paar Fläschchen davon zu köcheln - das Bloggerwichteln.
Wenn ihr nicht ganz so eine Schweinerei macht wie ich, dann habt ihr am Schluss 3 Fläschchen Sirup à ca. 200 ml. Verwendungsmöglichkeiten findet ihr am Ende des Rezepts.
Wichtig dabei: Ihr müsst wirklich sauber arbeiten! Und füllt den Sirup am besten noch sehr heiß ab. Ich musste die Arbeit nach der ersten Flasche unterbrechen und konnte dann erst später die restlichen Flaschen abfüllen, die mir dann leider verdorben sind, trotz ausgekochten Flaschen (eine davon war aber zum Probieren geöffnet und dann wahrscheinlich auch zu warm gelagert).

meine süße Werkstatt


Orangensirup mit Kardamom

Zutaten & Zubereitung
1 l frisch gepressten Orangensaft mit 400 g Kristallzucker auf kochen. 12 Kardamomkapseln im Mörser anstoßen. 2 Zitronen auspressen, mit Kardamom und 2 Lorbeerblättern (nach Belieben frisch oder getrocknet) zum Orangensaft geben. Im offenen Topf 30–40 Min. sprudelnd kochen. Der Saft dickt dabei sirupartig ein. Lorbeer und Kardamomkapseln entfernen. In saubere, heiß ausgespülte Flaschen füllen.

Kühl und dunkel – am besten im Kühlschrank – lagern. Noch ungeöffnet mind. 6 Monate haltbar.

Verwendung:
– Mit Prosecco oder Mineralwasser
– In Tee und Espresso
– Zu Vanilleeis, dunkler Mousse au Chocolat oder zu Crepes
– Für Vinaigrettes und Dressings



Auch Pralinen standen schon lange auf meiner Liste der mal auszuprobierenden süßen Sachen. einer der Hauptgründe, warum ich bisher noch keine gemacht habe war die meist recht große Menge, die man aus einem Rezept erhält, kombiniert mit der Angst vor der Versuchung, dann alle selbst aufzuessen. Und ich konnte mich dann auch nie wirklich entscheiden, welche Sorte es denn dann sein soll. Auch hier ging es mir so, bis ich die Maronenmousse einen Tag bevor ich eigentlich Jasmin- oder Szechuanpfefferpralinen machen wollte ausprobiert hatte. Das hat alle meine noch relativ wagen Pläne umgeworfen, so gut hat mir das Mousse geschmeckt und zudem war noch etwas Maronenpüree übrig, mit dem ich dann unbedingt noch was richtig Schokoladiges machen wollte.
Und das war kein Fehler. Ich finde schon wieder, das es nur ein Fehler war, dass nicht schon früher gemacht zu haben.
Das Rezept habe ich bei William-Curley in seinem Buch Schokolade gefunden und mit ein paar winzigen Änderungen direkt nachgemacht. Aber Vorsicht: das gibt wirklich unendlich viele Pralinen. Sorgt dafür, dass ihr ein paar verschenken müsst, sonst kugelt ihr euch bald.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu kleine Trüffelkugeln gespritzt habe, aber mir hat die im Rezept angegebene Menge an Überzugsmasse bei weitem nicht gereicht. Ich habe dann einen Teil der restlichen Pralinen in Kakaopulver gewälzt.



Maronen-Mandel-Trüffel

Zutaten:
330 g Sahne
30 g flüssiger Honig (Originalrezept: Invertzucker)
125 g Maronenpüree nach diesem Rezept hier oder siehe unten
380 g Edelbitterschokolade mit 65% Kakaogehalt, gehackt (oder eine Mischung aus 70 %iger und 60%iger Schokolade, jeweils 190 g)
125 g Milchschokolade mit 32% Kakaogehalt, gehackt
225 g dunkles Nougat (aus dem Backregal, keine Nussnougatcreme!;Originalrezept selbstgemachtes Nougat)
50 g weiche Butter

Überzug:
100 g geröstete Mandelsplitter
500 g temperierte Edelbitterschokolade

Zubereitung:

2 Backbleche mit Backpapier belegen.

sahne und Honig in einem kleinen Topf aufkochen. Von der Hitzequelle nehmen und das Maronenpüree einrühren, bis es sich komplett aufgelöst hat.

In einer Schüssel auf einem Wasserbad beide Schokoladesorten schmelzen( bei ca. 45°C).
Die etwas abgekühlte Maronensahne zugeben und langsam unterrühren, bis die Masse wieder homogen ist.
Nougat in Würfeln zugeben, etwas weich werden lassen und dann ebenfalls komplett unterrühren.
Zum Schluss die Butter in Würfeln zugeben und solange rühren, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist.
Vom Wasserbad nehmen und die so entstandene Ganache etwa eine Stunde abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank.

Mit Hilfe eines Spritzbeutels und einer Lochtülle mit ca. 12 mm Durchmesser. kleine Häufchen mit 2 cm Durchmesser auf die Backpapiere spritzen.

An einem kühlen und trockenen Ort in ca. 2 Stunden fest werden lassen.

Zum Überziehen die temperierte Schokolade (Methode: hier) mit den gehackten Mandeln mischen und die Pralinen mit einer Gabel vollständig eintauchen (es muss nicht unbedingt eine Pralinengabel sein!).

Mit Hilfe einer zweiten Gabel auf dem Papier absetzen und die Umhüllung vollständig fest werden lassen.

Kühl, trocken und möglichst luftdicht/vor Fremdgerüchen geschützt aufbewahren.

Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.






Dinkelbrötchen nach Hannes Weber

Etwas kompakter als die Seelen, dafür aber auch schneller gemacht. Eher mehr wie normale Tafelwecken, aber nicht ganz so luftig. Dafür aber mit dem typisch leicht herben, nussigem Dinkelaroma.


Die Krume ist weniger feucht als bei meinen Seelen und der Teig auch relativ fest. Für mich neu das Kochstück, das für eine bessere Feuchthaltung und verzögerte Alterung sorgen soll. Ob es was gebracht hat? Keine Ahnung. Aber ich muss zugeben, dass sie am zweiten Tag besser schmecken als schon etwas ältere Dinkelseelen (die mir dafür frisch viel besser schmecken), aber eben schon etwas trocken und krümelig.

Ich habe dann auch noch ein paar Tage dieses Rezept vom Plötzblog getestet. Und das war wirklich gut, viel besser als diese hier und zugegebenermaßen auch als meine Seelen. 
Dort ist das Kochstück mit einem höheren Wasseranteil und so um einiges leichter in den Teig einzuarbeiten.
Hier hatte ich damit nämlich schon ein bisschen Probleme, den Klumpen noch unterzukriegen.
Für mich bei Brötchen eher untypisch ist die Verwendung von Eigelb. Den Sinn dahinter verstehe ich noch nicht so ganz (wahrscheinlich als eine Art Emulgator, aber ich finde nichts, was dort emulgiert werden soll).

 

Dinkelbrötchen

 
Brühstück/Kochstück:
50 g Dinkelmehl (Type 630)
50 ml Wasser
 
Hefeteig:
140 ml Wasser
310 g Dinkelmehl (Type 630)
7 g Hefe 
5 g Honig oder Zuckerrübensirup
7 g Butter, weich
1 Eigelb
7 g Salz

 
Zuerst das Brühstück zubereiten. Dazu Mehl und Wasser in einem kleinen Topf glatt rühren (geht besser als die vorgeschlagene Variante, das Mehl ins heiße Wasser einzurühren). Erhitzen, bis es zu blubbern beginnt und von der Hitzequelle ziehen.
Komplett abkühlen lassen.
Das Brühstück zusammen mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt ungefähr eine Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 21 x 21 cm großen Quadrat flach drücken.
Mit einem scharfen Messer in 7 x 7 cm große Stücke teilen, also 9 Brötchen.

Auf ein Backpapier legen und mit einem angefeuchteten Küchentuch bedeckt nochmals 90 Minuten gehen lassen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppelt haben.

Rechtzeitig den Backofen mit dem Blech auf 240°C vorheizen.
Die Brötchen noch 2 bis 3 mal schräg einschneiden, dann das heiße Blech mit dicken Topflappen herausnehmen, das Backpapier mit den Brötchen schnell darauf ziehen und ab in den Ofen damit.

Nach 20 Minuten sollten die Brötchen goldbraun und durch sein.
Wer es schafft, sollte sie auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Aber noch warm sind sie wirklich fast am besten (wie alle Brötchen).



Zimtschneckenkekse mit Extraknusper

Mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Und mit Zimt mich (und Schokolade, und Karamel, und ...).


Vor einigen Jahren waren Snickerdoodles an Weihnachten fast meine Favoriten (gleich hinter den heißgeliebten Bärentatzen). In der Zwischenzeit gibt es sie lieber das ganze Jahr über immer wieder. Dann haben wir a) öfters was davon und b) kann ich eine Sorte mehr Weihnachtsplätzchen backen.
Zimtschnecken mit Hefeteig kann ich auch in der größten Sommerhitze verdrücken, es gab schon ein Zimt-Vanilleeis und ein Apfel-Zimteis hier, unser Zupfzopf mit massig Zimt drin überlebt keinen Tag.

Äh...habe ich schon erwähnt, dass wir Zimt mögen?

Naja, ... Hier also eine Möglichkeit, Zimtschnecken als Kekse zu verpacken und so etwas länger was davon zu haben.
Und für eine extra Portion Knusper sorgen noch ein paar gehackte Nüsse in der Füllung.

...Mist, jetzt muss ich ein paar Krümel aus der Tastatur kratzen...


Zimtschneckenkekse

Teig:
110 g Puderzucker
275 g Mehl Type 405
110 g Butter
30 ml kaltes Wasser

Füllung:
40 g Butter, geschmolzen
30 g brauner Zucker
1 TL Zimt
4 gehäufte EL gehackte Haselnüsse

Zuerst den Teig herstellen. Dazu Mehl und Puderzucker in einer Schüssel mischen.
Dann wie für Scones die Butter mit den Fingerspitzen in die Mehlmischung reiben. Es dürfen gerne noch Butterstücke erkennbar sein, dann wird das Gebäck blättriger.
Das Wasser zugeben und alles zu einem zusammenhängenden Teig verarbeiten.

Ungefähr 2 h oder auch über Nacht luftdicht verpackt (z.B. in einer Schüssel mit Deckel) kühö stellen.

Den Ofen auf 190°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig kurz durchkneten, dann zu einem Rechteck von einer Größe von ca. 40 x 25 cm ausrollen.

Mit der geschmolzenen Butter bestreichen.
Zucker und Zimt mischen und aufstreuen.
Auch die Nüsse dazu streuen.

Zum Abschluss von der Längsseite her so eng wie möglich aufrollen, so dass ihr eine ungefähr 40 cm lange Rolle habt. Für einen besseren Abschluss kann das Teigende der Längsseite kurz vor dem "Fertigaufrollen" mit etwas Wasser bepinselt werden und dann an den bereits aufgerollten Teig gedrückt werden.

Diese Rolle nun in 5 mm breite Scheiben schneiden und diese flach auf die Backbleche legen.
Etwas Abstand lassen, das das Gebäck leicht breiter wird.

Ungefähr 10 bis 12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und man sowieso schon mit der Nase an der Backofentür klebt, da man bei dem Duft sowieso nicht aus der Küche kommt.

Auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen und dabei die Küche verlassen (oder wenigstens versuchen, nicht alle schon aufzuessen).



Maronenmousse mit Hagebuttensauce

Wenn man bloggt, gibt es viele "erste Male" - der erste Post, der erste Besucher, der erste erhaltene Kommentar, die Teilnahme am ersten Blogevent... diese Liste lässt sich wohl beliebig erweitern.
Und bei mir kommen dazu noch viele erste Male an Zutaten, die ich sonst nie und nimmer verwendet hätte.
So auch hier bei dieser Maronenmousse.


Bisher habe ich die vorgegarten Maronen in ihren eingeschweißten Packs eher misstrauisch beäugt. Besonders appetitlich sehen sie ja auch wirklich nicht aus (ich schreib jetzt lieber nicht, an was ich da immer denken muss, sonst lest ihr nicht weiter und das wäre mehr als schade).

Und nach dieser Mousse weiß ich, dass ich wirklich was verpasst habe. Wenn ich das schon vor 10 Jahren probiert hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich 10 kg schwerer (naja, vielleicht hat es ja doch was positives, dass ich solange damit gewartete habe...).
Der Geschmack ist nicht leicht zu beschreiben, leicht süß und erdig, irgendwie herbstlich. In einem herzhaften Gericht kann ich sie mir deshalb immer noch nicht richtig vorstellen, aber der Anfang ist jetzt mal gemacht.

Dieses Mousse ist erfreulich unaufwendig und macht so richtig, richtig was her. Optisch vielleicht nicht, aber geschmacklich. Ich würde jetzt mal behaupten, euer Weihnachtsdessert ist gesichert!

Die Hagebuttensauce passt hervorragend dazu und setzt einen säuerlich-fruchtigen Kontrast zu der milchige-süßen und seeeehr luftigen Mousse.


Es lohnt sich also eigentlich, den ganzen Pack Maronen zu Püree zu verarbeiten (bei mir waren das 200 g - nehmt dann aber nur 200 ml Milch zum Aufkochen!) und gleich mindestens die doppelte Menge zuzubereiten. Wenn ihr diese Menge hier nehmt, habt ihr ca. 4 kleinere Portionen.


Maronenmousse mit Hagebuttensauce


Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronenmousse:
120 g des oben hergestellten Maronenpürees
5 g gemahlene Gelatine, 5 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht
40 g Zucker
45 ml Wasser
etwas geriebene Orangenschale
200 g Sahne
(optional: eine kleinen Schuss Rum, 20 ml)

Hagebuttensauce:
ca. 50 g Hägenmark / Hagebuttenmarmelade
1 TL Zitronensaft
etwas Wasser (je nachdem wie dünnflüssig die Sauce sein soll, lieber etwas weniger)

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.

Für die Mousse das Wasser mit dem Zucker und der Orangenschale aufkochen.
Das Maronenpüree zugeben, glatt rühren und nochmals aufkochen lassen.
Von der Hitzequelle nehmen und die Gelatine in der heißen Flüssigkeit unter rühren auflösen.
Abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Sahne luftig aufschlagen und nach dem Abkühlen der Maronenmasse vorsichtig unterheben.

Im Kühlschrank gelieren lassen, dann in einen mit Sterntülle versehenen Spritzbeutel füllen und in dekorative Gläser spritzen. Nach Wunsch mit Schokoladendekor verzieren.

Für die Sauce einfach alle Zutaten glatt rühren.

Kurz vor dem Servieren oder auch erst bei Tisch die Hagebuttensauce darüberträufeln.




Schoko-Sesam-Florentiner

Heute habe ich eine absolute Neuerung bei uns im Gepäck. Sesam habe ich noch nie für Weihnachtsgutsle verwendet. Mir sah das bisher für eine Leckerei zu "gesund" und vollkornig aus, obwohl ich ihn eigentlich gerne mag. Aber eben auf Brötchen und Bagels.


Als ich nun auf der Suche nach einem etwas anderen Florentinerrezept über die Variation von William Curley in seinem Buch "Schokolade" gestolpert bin, blieb ich dort auch gleich hängen. Wenn die wirklich eines der Lieblingsgebäcke der Kundschaft waren, dann müssen sie einfach in meinen Backofen. Zumal sie auch ganz einfach und relativ schnell zu machen sind - kein Ausstechen und Co. Aber ihr solltet der stolze Besitzer eines scharfen wirklich scharfen Messers sein, damit die Knusperschicht unbeschadet zerschnitten werden kann.


Knusprig-mürber Schokoladenteig mit einem fast typischen Belag - nur um Kakaonibs ergänzt. Und diese gibt mein Vorratsschrank leider nicht her. Was er aber hergab war eine fast vergessene angebrochen Packung Sesamsamen, also hab ich einfach die genommen. Um doch noch etwas Schokoladiges oben drauf zu haben gibt es bei uns die Luxusvariante mit Schokosprengseln.

So ist das Gebäck wohl insgesamt etwas süßer als im Ursprung, aber es schmeckt trotzdem sehr lecker und knusprig.

Im Original wird der Teig nicht so dünn ausgerollt - aber ich wollte keine zu dicken Kekse, also ist hier in meinem Rezept die Backzeit an meine Kekse angepasst.

Schoko-Sesam-Florentiner

Schokoladenmürbteig:
185 g weiche Butter, gewürfelt
140 g Puderzucker
1 Eigelb, mit etwas Milch auf 25 g Gewicht aufgefüllt und verschlagen
250 g Mehl, Type 405
50 g Kakaopulver
 
Belag:
20 g Sahne
65 g weiche Butter
65 g Zucker
65 g Honig
80 g Mandelblättchen
50 g Sesamsaat
 
Dekoration:
50 g Zartbitterkuvertüre, temperiert
 
Für den Teig Butter und Zucker schaumig schlagen, mit Milch gemischtes Eigelb unterrühren.
Mehl und Kakao mischen. Vorsichtig untermengen und dabei so wenig wie möglich rühren.
 
Mindestens 30 Minuten luftdicht verschlossen kühl stellen.
 
Den Teig zu einem ca. 5 mm dicken Rechteck ausrollen (ca. 27 x 27 cm), am besten direkt auf einem Backpapier. Wenn platztechnisch möglich, nochmals 30 Minuten kühl stellen.
 
Den Ofen auf 180°C vorheizen.
In der Zwischenzeit zuerst den Belag herstellen.
Dafür werden Sahne, Butter, Zucker und Honig aufgekocht. Sobald es fröhlich blubbert, vom Herd nehmen und Mandelblättchen sowie Sesam unterrühren.
 
Den Schokoladenmürbteig mitsamt seinem Backpapier auf ein Blech legen. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und 15 Minuten lang vorbacken.
Den Belag gleichmäßig darauf verteilen, die Ofentemperatur auf  200°C erhöhen und nochmals 10 Minuten backen.
Auf dem Blech abkühlen lassen und dann mit der temperierten Kuvertüre beträufeln.
 
Sobald die Schokolade fest ist, die Teigplatte in ca. 4 x 4 cm große Quadrate schneiden. Auch kleinere Häppchen von nur 2 x 2 cm Größe sehen hübsch aus.
 
 

Anistaler

Habt ihr auch schon mal so viele Plätzchen auf einen Sitz gegessen, dass euch schon schlecht war?
Ich schon - früher und manchmal auch noch heute. Grund war und ist eigentlich immer noch der mehr als wohlgefüllte Gutsleteller meiner Mutter an Weihnachten. An die 30 Sorten waren bei ihr keine Seltenheit und wir Kinder durften zwar beim Backen helfen und dabei auch ein bisschen Naschen, aber der Großteil wurde sorgfältig verwahrt und kam erst an den Festtagen auf den Tisch. Da war dann natürlich klar, dass wir uns wie die Geier darauf stürzten.
Und wenn wir dann schon halb im Zuckerkoma waren, half nur noch eins - ein Springerle. Zwar auch sehr süß, aber mit der Geheimzutat an Weihnachtsgewürzen, die gegen Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Sodbrenne, also praktisch den Volkskrankheiten an Weihnachten, hilft - Anis.


Mit seinem lakritzartigen, aber auch süßlichen und fein-würzigem, Geschmack ist er sicher nicht jedermanns Sache und wird meist nur schwach dosiert. Aber bei Springerle gehört er eben in quasi voller Dröhnung dazu (ich muss zugeben, sonst würden die auch nach nicht viel schmecken, sie bestehen ansonsten nur aus Ei, Zucker und Mehl) und ich mag seinen Geschmack sehr gerne.
Und wenn wir uns eins davon geschnappt hatten, dann ging es uns auch schon fast gleich wieder besser.

Ich selbst habe noch nie Springerle gemacht. Erstens habe ich keine Sogenannten "Models" um sie in Form zu kriegen (wer nicht weiß, was das ist, schaut hier: Klick). Und zweitens ist die Herstellung ein bisschen knifflig, sie müssen nämlich ein Füßchen bekommen - und das wollen sie nicht immer. Wie bei Macarons muss man sie antrocknen lassen, aber länger (am besten über Nacht) und dann unten wieder anfeuchten.

Deshalb habe ich heute praktisch die "Schnellversion" dabei. Fix zusammengerührt, kein umständliches Formen und schnell gebacken - keine Wartezeit und kein Bangen, ob sie überhaupt locker werden und ihre Füßchen bekommen.

Das Rezept habe ich bei Bettina Matthaei gefunden (in ihrem Das große Buch der Gewürze. Von Bittersüß nach Feuerscharf , eines meiner Dauerlieblingskochbücher).

Wer Lakritze und Anis mag, wird diese Taler lieben. Denn der Anis Geschmack ist zwar in der Zuckerschicht außen rum ziemlich konzentriert, aber auch der Teig innen schmeckt lecker danach.

Und die Taler selbst sind dabei wunderbar mürb und knusprig.


Anistaler

 
125 g Butter
100 g Zucker
1 TL frisch gemahlene Anissamen
1 Prise Salz
200 g Weizenmehl Type 405
1 Eiweiß
 
zum Wälzen:
2 bis 3 EL brauner Zucker
1 TL frisch gemahlene Anissamen
 
Butter, Zucker, Salz und Anis miteinander verkneten.
 
Das Mehl dazugeben und ebenfalls unterkneten.
Zum Schluss das Eiweiß noch dazu und jetzt nur noch so lange kneten, bis es homogen eingearbeitet ist.
 
Aus dem Teig eine Rolle mit ca. 5 cm Durchmesser formen.
Brauner Zucker und die zweite Anismenge mischen und die Rolle darin wälzen.
 
 
Den Backofen auf 200°C vorheizen. 1 BAckblech mit Backpapier auslegen und die Rolle in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden.
 
Flach auf das Blech legen (meine haben alle auf eines gepasst) und im heißen Ofen solange backen, bis die Ränder der Kekse goldbraun werden.