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Donnerstag, 24. April 2014

passend zur Jahreszeit - Heckenrosen

Ich hab mal wieder ein bisschen mit Blütenpaste gespielt. Das Ergebnis sind zwei Heckenrosenzweige, die aber etwas unterschiedlich aussehen.




Zum einen hatte ich nicht genug Blätter, deshalb ist ihre Anordnung auch nicht botanisch korrekt.

Und dann habe ich sie noch unterschiedlich eingefärbt, einmal die Farbe nur vorsichtig aufgetupft, da sie ja eigentlich nicht besonders "farbig" sind, aber das wurde leider irgendwie fleckig.



Beim zweiten Sträußchen habe ich dann die Farbe mit etwas weiß vermischt und so ging es dann auch viel besser



Dienstag, 22. April 2014

Tiramisutorte mit Toffeeäpfeln und etwas in eigener Sache - der Umzug geht los

Im letzten Post schrieb ich von der Verzögerung unseres Umzugs - und zack werde ich auf einmal davon überrollt. Unserem Hausherrn fiel ziemlich spontan ein, dass das Brückenwochenende zum ersten Mai doch ein guter Umzugstermin wäre. Da unsere Treppe (und noch ein paar andere Sachen) immer noch nicht fertig ist (aber bis dahin auf jeden Fall kindersicher), bin ich doch einigermaßen aus den Wolken gefallen und jetzt etwas geplättet. Trotz vielem Ausmisten in letzter Zeit gibt es hier massig zu tun - daheim packen und auf der Baustelle noch Treppe streichen, den Fußboden im Wohnzimmer ölen,... alles meine Arbeit, die bis dahin erledigt sein sollte. Ein paar Sachen sind urplötzlich auch schon umgezogen - unter anderem der Tisch, den ich als Untergrund zum Fotografieren immer benutze (und der auch normalerweise meine Laptopunterlage ist).
Hier geht es also drunter und drüber, ich werde kaum zum Backen (und noch weniger zum Bloggen)und auch nicht besonders oft zum Beantworten von Kommentaren usw. kommen.
Aber ein paar Beiträge habe ich noch vorbereitet, deshalb wird es auch immer wieder mal einen Post geben. Und dann hoffe ich, dass in 2 bis 3 Wochen das schlimmste überstanden ist und ich auch wieder etwas Zeit und Muse haben werde, was Süßes frisch zu produzieren (was hier in den letzten 2 Wochen schon fast nicht mehr gemacht wurde - mein Blog lebt gerade aus dem Vorrat).

Den Anfang macht diese Tiramisutorte von Adolf Andersen, die mich schon eine Weile anlachte, bevor sie in endlich den Backofen kam. Das ist zwar schon wieder eine Weile her, aber ich habe sie mir extra für den Umzug aufgehoben.


Als ich sie gebacken habe, hatte ich einen großen Becher Mascarpone übrig, den ich mir ursprünglich für etwas anderes besorgt hatte und konnte sie in Angriff nehmen. Das besondere an ihr ist, dass sie massig viel Mascarpone und wenig Sahne, dafür aber auch Milch in der Creme enthält. Die Mokkatränke habe ich weggelassen, da Kinder mitessen, dafür waren Toffeeäpfel drin, die meine Idee waren und auch geschmacklich sehr gut dazu gepasst haben.

Deshalb hatte ich ein wenig Angst, dass die Creme nicht luftig werden würde und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ich wollte die Mascarpone etwas aufschlagen und habe dabei wohl etwas zu heftig gerührt - und dabei hat sie sich komplett verflüssigt. Da reichte die Bindungskraft von Ei und dem bisschen Gelatine nicht mehr aus, um eine halbwegs standfeste Creme zu bekommen. Deshalb musste ich mit 2 EL Sofortgelatine etwas nachhelfen (da mir die Zeit auch noch ausging).

Und das Ergebnis: platt wie ein Flunder, aber geschmacklich sehr lecker. Sie würden sich wohl besser als kleine Petit-Four-Würfelchen wie die Tiramisuschnitten von Maren machen.


Tiramistorte mit Toffeeäpfeln

Mandelbiskuit:
40 g Butter, verflüssigt
25 g Weizenmehl
25 g Weizenstärke
3 Eigelb
20 g Marzipanrohmasse
1/4 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
3 Eiweiß
60 g Zucker

Zum Bestreichen:
50 g dunkle Kuvertüre

Mascarponesahne:
80 ml Milch
100 g Zucker
3 Eigelb
500 g Mascarpone
2 Blatt Gelatine, eingeweicht
70 g Sahne

Toffeeäpfel:
3 große nicht zu saure Äpfel
30 g Butter
70 g Zucker

Zum Bestreuen:
40 g Kakaopulver

Tränke (optional):
100 ml Espresso
80 ml Mokkalikör

Zuerst die Mandelbiskuits herstellen. Dazu 2 Backbleche mit Backpapier auslegen, auf das jeweils 1 Kreis mit 26 cm Durchmesser aufgezeichnet ist.

Ofen auf 190°C vorheizen.
Marzipan bei mittlerer Stufe in der Mikro leicht erwärmen, so verteilt es sich besser im Teig.
Mit Eigelb, Vanille und Salz schaumig aufschlagen.
Eiweiß und Zucker zu Schnee schlagen, eine kleinen Teil unter die Eigelbmasse rühren, dann den Rest zusammen mit Mehl und Stärke unterheben.

Mit einem Gummispatel innerhalb der Kreise auf dem Backpapier glatt streichen und ungefähr 8 Minuten backen.

Sofort nach dem Backen mit der Kuvertüre dünn bestreichen, dann die Schokolade fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Mascarponecreme herstellen.
Die Milch mit dem Zucker in einem kleinen Topf mischen und zum Kochen bringen. Die Eigelbe in einer hitzefesten Schüssel bereitstellen und leicht verschlagen. Die heisse Milch unter Rühren zu den Eigelben geben, dann die ganze Mischung wieder in den Topf schütten und unter weiterem Rühren auf 85°C (oder bis die Creme merklich eindickt) erhitzen. Mascarpone nur leicht glatt rühren und unter die Eicreme heben.
Sahne steif schlagen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und ebenfalls in einem kleinen Topf unter leichtem Erhitzen auflösen, dann zur Sahne geben und gut unterschlagen.
Die Sahne unter die Ei-Mascarponemischung heben.

Für die Toffeeäpfel, die Äpfel schälen, entkernen und in ungefähr 1 cm große Würfel schneiden.
Butter in einem Topf erhitzen, bis sie schäumt, dann den Zucker zugeben (als dünne Schicht auf dem Topfboden, also einen eher großen Topf wählen) und hellbraun karamellisieren lassen. Die Äpfel zugeben und unterheben. Nur noch ungefähr 2 Minuten kochen, sonst werden die Äpfel matschig.

Jetzt folgt der Zusammenbau:
Den ersten Biskuitboden auf eine Servierplatte (Schokoladenseite nach unten) stellen. Einen Tortenring auf 26 cm einstellen und damit durch Drücken auf den Biskuitboden die Ränder begradigen (auch gleich beim zweiten Boden machen).
(Mit der Hälfte der Tränkflüssigkeit bestreichen, soweit verwendet)
Tortenring gleich an Ort und Stelle belassen und die Toffeeäpfel einfüllen, dabei außen einen 2 cm breiten Rand lassen.
Die Hälfte der Mascarponecreme einfüllen.
Den zweiten Boden auflegen (,erneut Tränken) und die restliche Creme einfüllen.
Im Kühlschrank mindesten 3 h kalt stellen, dann erst den Tortenring entfernen und mit dem Kakaopulver bestreuen.

In diesem Sinne: Viele Worte, wenig Torte ;-)


Samstag, 19. April 2014

Weizenmischbrot mit Joghurt

Das wahrscheinlich letzte Brot aus meinem jetzigen Backofen. Unsere Backhausfrau Christa hat schon wieder ihren Ofen angeschmissen und somit ist für mich schon eine Weile wieder Schluss mit Brot backen (und das nächste backe ich hoffentlich in der neuen Küche - so ein Umzug kann sich ganz schön verzögern).


Dieses Brot wollte ich euch aber nicht vorenthalten, auch wenn es schon eine Weile her ist, als ich es gebacken habe. Denn war fast noch schneller weg als das Farmhouse Tin Loaf, das meine Mädels begeistert gegessen haben. Bei diesem hier hat nämlich auch der Hausherr kräftig zugegriffen.
Nach einem Tag war nur noch das Riebele (ein Endstück) übrig, und das war noch schön saftig.


Außer dem Joghurt im Titel kommt noch Sauerteig (bei mir in Form eines der Tütchen mit dem pastösen Fertigsauerteig aus dem Mühlenladen/ gibts aber auch im Supermarkt) in den Teig.

Beides macht das Brot schön säuerlich. Der kleine Anteil an Roggenmehl sorgt für eine etwas erdig-rustikalere Note und eine bessere Frischhaltung als mit reinem Weizenmehl. Durch den hohen Weizenmehlanteil wird aber zusammen mit der Hefe trotzdem eine luftig lockere Krume erreicht.

Grundlage war ein Rezept aus der Backbibel von Allam/MacGuiness, das ich aber etwas angepasst habe (und ich wollte nicht anfangen, wegen 2 bis 3 Broten mir einen Sauerteig heranzuziehen, da lohnt sich der Aufwand und Rohwareneinsatz nicht wirklich).
Ich habe wieder mal gemerkt, dass meine alte Küchenmaschine beim Kneten von größeren Hefeteigmengen langsam an ihre Grenzen kommt. Geht das Euch auch so - entweder schnauft die Maschine ganz schön beim Kneten oder kaum habt ihr mal mehr als 6 Eier für Biskuit in der Schüssel, schon schwappt der Teig raus (und die Mädels freuen sich über den zusätzlichen Teig zum Aufschlecken - und ich mich übers zusätzliche Putzen)?
Mein Traum wäre nicht wie bei so vielen der Designklassiker schlechthin (die rote Kitchen Aid), sondern diese Kenwood hier. Die würde bestimmt nicht beim Anblick der 8 Packungen Puderzucker in Stöhnen ausbrechen, wenn ich mal wieder Gelatinefondant machen will...
Deshalb gibt es in diesem Rezept nur die Angaben für einen einzelnen, nicht zu großen Brotlaib, der dafür aber auch nicht altbacken wird.


Weizenmischbrot mit Joghurt

1 Beutel Sauerteig, fertig zur Verwendung (75 g Inhalt)
110 g Roggenmehl, Type 1150
340 g Weizenmehl, Type 550
50 g Naturjoghurt
250 ml Wasser
10 g Hefe
1 EL brauner Zucker
10 g Salz

Zuerst alle Zutaten in eine Schüssel geben. Ich habe das Handrührgerät mit Knethaken und eine verschließbare Schüssel genommen. Zuerst 4 Minuten auf niedriger, dann 6 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig wird mit der Zeit immer glatter und elastischer.
Denn Deckel auf die Schüssel (oder auch ein angefeuchtetes Küchentuch) legen und 30 Minuten gehen lassen.

Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem ca. 2,5 cm dicken Rechteck ausrollen. Den Teig an der Längsseite gedanklich dritteln und zuerst das rechte, dann das linke Drittel auf das mittlere einschlagen. Um 90° drehen, nochmals auswellen und auf die gleiche Weise wieder einschlagen.

Weitere 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Zu einem länglichen Laib formen. Das geht am besten durch erneutes ausrollen auf 2,5 cm Dicke. Jetzt von der kurzen Seite aus die oberen Ecken wie 2 kleine Ohren einfalten und fest drücken, dann unter Spannung den Teig straff aufrollen. Abdecken und 10 Minuten auf der Arbeitsfläche liegen lassen.

Das Brot auf ein Backblech legen, dabei die Rolle noch in die länge ziehen, bis ein ca. 30 cm langer Laib entstanden ist. Ein Küchentuch mit etwas Wasser befeuchten und den Laib nochmals ungefähr 1 bis 1 1/2 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich um ungefähr 2/3 vergrößern.
Während der Teig geht (ca. 20 Minuten, bevor er in den Ofen kann), den Ofen auf 250°C vorheizen.
Das Brot in den Ofen schieben. Den Garraum mit Wasser aus einer Spritzflasche (oder einer auf den Ofenboden gegossenen Tasse Wasser) befeuchten und die Tür sofort schließen. Temperatur auf 220°C reduzieren.
Nach 30 Minuten kann nachgeschaut werden, ob das Brot fertig ist. klingt es beim Klopfen auf die Unterseite hohl, dann ist es fertig durchgebacken. Ansonsten noch maximal weitere 10 Minuten backen (bleibt es noch länger drin, wird die Kruste sehr hart und dick sowie das Innere trocken).

Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Noch leicht warm mit einem Hauch schmelzender Butter einfach himmlisch


Donnerstag, 17. April 2014

Himmlische Wolke

Heute kommt ein genial einfaches Nachtischrezept, dass dazu auch noch genial lecker ist.



Ich glaube, von diesem Rezept gibt es genauso viele Varianten wie es Namen gibt. Mir ist es schon als "Rote Inge"/"Wilde Hilde"/"Rote Oma"/"Tote Oma" usw. über den Weg und auf den Teller gelaufen. Die Zusammensetzung und Verfahrensweise ist aber immer ziemlich ähnlich und basiert auf den gleichen 3 Grundzutaten: Schlagsahne, Baiser und gefrorene Himbeeren. Unsere Variante ist mit einem Hauch Vanille etwas luxuriöser und stammt aus dem "Kinder kocht!"-Buch, dass meine Mädels mit mir zusammen gerade testen.

Hier könnt ihr meine kleinste Helferin bei der Arbeit sehen - oder beim Versuch, was zu klauen... wer weiß das schließlich so genau...



Ich verspreche euch, einfacher geht es wirklich nicht. Man muss nur die Zeitangaben ungefähr einhalten. Wartet man zu kurz (was bei dem verführerischen Anblick durchaus passieren kann), sind die Himbeeren noch nicht ganz aufgetaut und dadurch etwas zu hart. Ich gebe ja zu, für einen Brunch ist es vielleicht etwas süß, aber über diese Wolke freut sich auch sicher der Osterhase (und noch ein paar mehr Süßschnäbel). Deshalb reiche ich das Rezept noch kurz vor Schluss bei Tina Tausendschön und ihrem österlichen Blogevent "Ach, du dickes Ei!" ein.




 
Himmlische Wolke
 
250 ml Schlagsahne
1 Päckchen Vanillezucker (wir: 1 TL selbstgemachter Vanillezucker)
75 g Baiser
250 g tiefgekühlte Himbeeren
 
Die Sahne und den Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und steif schlagen. Die Baiser grob zerbröckeln. Das geht eigentlich ganz gut von Hand, man kann sie aber auch in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz darüber rollen oder dem Fleischklopfer nicht zu stark darauf schlagen.
 
Baiserbrösel und Himbeeren zu der Schlagsahne geben und nur grob vermengen.
Die Schüssel mit Inhalt für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, dabei alle halbe Stunde umrühren.
Zum Schluss in eine große Servierschüssel oder mehrere kleine Portionsschüsselchen umfüllen und genießen.
 
Als Deko bieten sich Minzeblättchen und ein paar Himbeeren an.
 





Montag, 14. April 2014

Schoko-Karamell-Kuchen

Heute habe ich für Euch das Rezept eines nur äußerlich unscheinbaren Kuchens nach Pierre Herme (LAROUSSE Schokolade ), das mich schon lange angelacht hat. Schokolade in einem "normalen" Kuchen ganz ohne Creme, das geht auch unter der Woche. Und wir haben uns freudig geopfert und den ganzen Kuchen innerhalb kürzester Zeit aufgegessen.




Durch wenig Mehl saftig, sehr schokoladig und mit einem dezenten Karamellgeschmack - dafür würde ich so manche Torte stehen lassen.


Das besondere an dem Kuchen, ist das zuerst ein Butterkaramell aus dem ganzen Zucker gekocht wird. Dadurch ist der Kuchen nicht ganz so süß. Hierbei ist allerdings wichtig, die Butter wirklich durch kräftiges Rühren komplett in das Karamell einzuarbeiten und nochmals Aufzukochen, da man sonst auf Karamellstückchen beisst ( wenn sie klein sind ist das aber sicher auch nicht das schlechteste).



Schokoladen-Karamell-Kuchen

225 g Schokolade mit 60% Kakaogehalt
130 g Butter
1 Prise Meersalz
150 g Zucker
70 g Mehl
5 g Backpulver
4 Eier, getrennt

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine kleine Kastenform mit ungefähr 22 cm Länge mit Butter fetten und ausmelieren.
Die Schokolade fein hacken und die Butter würfeln.

In einem weiten Topf den Zucker in einer dünnen Schicht ausstreuen und bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen. Vom Herd nehmen und die Butter Stück für Stück unterrühren (am besten mit einem Holzspatel). Vorsicht, kann spritzen!
Es kann sein, dass nicht die komplette Butter sich so einarbeiten lässt. Das macht nichts, denn das Ganze wird sowieso nochmals unter Rühren aufgekocht, dann sollte sich wirklich alles zu einer einheitlichen Masse verbunden haben.

Die gehackte Schokolade zum heißen Butterkaramell geben, kurz stehen lassen und dann unterrühren. Eier trennen und jeweils die Eigelbe nacheinander komplett unter das Schokokaramell einarbeiten (dazu kann immer noch der Holzspatel verwendet werden).

Die Eiweiße steif  schlagen und unterheben.

Mehl und Backpulver mischen und noch als letztes unterheben.

Die Masse in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen.

Nach gut 40 Minuten dringt ein verführerisch schokoladiger Duft aus dem Backofen und erinnert einen daran, dass der Kuchen nun fertig ist und herauswill.
Jetzt nur noch aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen (das ist der schwierigste Teil), bevor er angeschnitten werden kann.

Samstag, 12. April 2014

Kastenweißbrot oder Farmhouse Tin Loaf nach Dan Lepard

Zur Zeit kann ich ein paar lange aufgesparte Brotrezepte ausprobieren, da unsere Backhausfrau gerade Urlaub macht und dadurch die wöchentlichen Brotlieferungen der Oma mit Backhausbrot ausfallen. Meine Kinder sind durch das selbstgebackenen Holzbackofenbrot von ihr schon ein wenig verwöhnt und wollen kein Bäckerbrot essen, es schmeckt ihnen einfach nicht.


Warum das jetzt aber ein Bauernhofbrot ist kann ich nicht genau sagen. Vielleicht, weil es dem Bauern genügend Zeit lässt, dazwischen immer wieder was zu arbeiten anstatt ständig dem Blubbernden Teig zuzugucken.

Auf jeden Fall ist es aber ein kleines Weißbrot mit einer geringen Hefezugabe zum Vorteig, der lange stehen gelassen wird. Dadurch wird der Teig aromatischer und hält die Feuchtigkeit besser.

Dan Lepard hat eine spezielle Knettechnik entwickelt, indem er den Teig mehrmals nur sehr kurz in Abständen von 10 bis 15 Minuten bearbeitet. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da der Teig zu Beginn extrem klebrig wirkt, was sich normalerweise aber schon nach dem zweiten Kneten erheblich verbessert.

Leider hat es uns nur einen Tag gereicht, aber es wurde gleich Nachschub bestellt (also war es wieder nix mit noch mehr Rezepte ausprobieren).



Farmhouse Tin Loaf

Vorteig:
225 ml lauwarmes Wasser
5 g Hefe
175 g Mehl Type 550

Hauptteig:
175 g Mehl Type 550
1 TL Salz
25 g Butter

Öl zum Kneten

Die Zutaten zum Vorteig werden in einer verschließbaren Schüssel mit einem Holzkochlöffel verrührt und für ungefähr 4 Stunden oder auch über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen.

Nach dieser Zeit wird die Butter mit den Fingern in den Mehlanteil (das in eine große Schüssel geschüttet wurde) für den Hauptteig gerieben, bis sie nicht mehr sichtbar ist. Das Salz untermischen.

Den Vorteig komplett zugeben und alles so kurz wie möglich zu einem klebrigen Teig verkneten.
Mit einem Tuch zudecken und 10 Minuten stehen lassen.
Den Teig sanft und nur kurz (ca. 10 Knetbewegungen) mit eingeölten Händen durchkneten, dann 15 Minuten abgedeckt stehen lassen, nochmals auf gleiche Weise kneten, abdecken und weitere 15 Minuten stehen lassen. Jetzt folgt eine Teigruhe (abgedeckt) von 30 Minuten.

Eine kleine Kastenform von ca. 20 cm Länge buttern und ausmehlen.
Den Teig auf einer geölten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 2 cm Rechteck flach drücken, dessen eine Seite ungefähr 16 cm lang ist. Von dieser Seite her straff aufrollen und in die Kastenform legen.

Mit einem Küchentuch zudecken und ca. 90 Minuten gehen lassen.
Nach 70 Minuten den Backofen auf 220°C vorheizen.

Den fertig gegangenen Teig in den Backofen stellen. Mit einer Sprühflasche (wie zum Pflanzen besprühen) etwas Wasser in den Backofen spritzen (bis die Oberfläche des Brotes glänzt) und schnell die Tür verschließen.
Nach 20 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot in weiteren 25 Minuten fertig backen.
Aus der Form nehmen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen.

Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen.




Donnerstag, 10. April 2014

Unsere Osterlämmchen

Wir testen gerade ein richtig tolles Kinderkochbuch für die nächste Buchwoche von Arthurs Tochter kocht. Es handelt sich dabei um "Kinder kocht!" von Claudia Seifert und Co.

Da es gerade so gut passt (Ostern steht vor der Tür und wir haben eine Lämmchenform gewonnen), musste  dieses Rezept natürlich als erstes in den Ofen. Leider waren sie wohl 5 Minuten zu lang darin, sie sehen nämlich braun gebrannt wie frisch aus dem Urlaub aus.

Ein saftiger Marzipanrührteig mit Dinkelmehl sorgt für schmackhafte und nicht zu süße Lämmchen.

Wir haben sie getreu dem Rezept mit weißer Schokolade, aber ohne Kokosflocken (Mama, das schmeckt ja überhaupt gar nie nicht...) verziert. Leider etwas lustlos, da es schon Mittag war.

Deshalb sind unsere jetzt keine richtigen Kunstwerke der Patisserie, aber um 2 Kinder glücklich zu machen genau richtig.

Unsere Lämmchenform ist ziemlich klein, sie fasst nur die halbe Menge des angegebenen Teigs. Deshalb haben wir auf 2x gebacken. Für ein normal großes Lamm ist die Teigmenge genau richtig.


Osterlämmchen

100 g Marzipan
80 g Butter, weich
40 g Zucker
2 Eier
2 EL Milch
85 g Dinkelmehl (Type 630 oder normales Weizenmehl)
20 g Speisestärke
1 TL Backpulver

zum Verzieren: ca. 50 g weiße Kuvertüre und wer mag 2 EL Kokosflocken

 

Ofen auf 180°C vorheizen, die Lammform fetten, dann zusammensetzen und ausmelieren.
 
Für den Teig das Marzipan in der Mikrowelle bei halber Leistung in ungefähr 30 Sekunden weich werden lassen. Mit der Butter und dem Zucker schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und unterrühren.

In die Form füllen (bei der kleinen Form nur die Hälfte des Teiges).

Eine große Form wird ungefähr 45 Minuten gebacken, bei der kleinen reichen 25.

Nach dem Backen 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Mit der kleinen Form diese erneut einfetten, zusammensetzen und ausmelieren. Die zweite Hälfte des Teiges ebenso ausbacken.

Zum Verzieren wird zuerst der Boden des Lämmchens eben abgeschnitten und das Lämmchen auf eine stabile Unterlage gestellt.

in einem Topf Wasser aufkochen und von der Hitzequelle ziehen. Die Weiße Schokolade hacken, in eine hitzefeste Schüssel geben und über dem Topf mit dem heißen Wasser schmelzen.
Die Schokolade in einen kleinen Gefrierbeutel füllen, eine Ecke abschneiden und Locken oder ähnliches auf das Schaf malen. Zum Schluss noch die Kokosraspeln als Wolle drauf ...fertig!