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Schokoladeneis mit Erdnussbutter-Patties

Das ist ein Rezept speziell für unseren Hausherrn - er liebt Erdnüsse, Eis und Schokolade.


Das Rezept zum Eis lief mir im Netz schon einige Male über den Weg - und der Urheber des zugehörigen Eisbuches steht ja schließlich auch in meinem Regal - David Lebovitz mit The Perfect Scoop . Ein Rest Erdnussbutter stand dagegen schon eine Weile im Vorratsschrank. Das schrie geradezu nach den ebenfalls im Buch aufgeführten Peanut-Butter-Patties.
So mit einem Erdnussliebhaber zuhause und so....


Außerdem wollte ich mal ausprobieren, wie das Schokoeis von David im Vergleich zu dem eifreien von Jeni Britton Bauer ist (Aber ich kann wirklich nicht sagen, welches jetzt nun im Endeffekt besser ist...)

Ich habe ein paar Abkürzungen genommen, zum Beispiel die Eigelbe direkt mit der Milch erwärmt, das geht schneller und ist spülfreundlicher, da eine Schüssel Abwasch wegfällt.
Auch die Patties habe ich nicht hübsch in Form "getropft" mit zwei Teelöffeln sondern wie unten beschrieben kleine unregelmäßige Quadrate gemacht.

Es war das selbstgerührte Lieblingseis meiner Kleinen, und da sie ja schon etwas mäkelig beim Essen ist (es ist gerade alles Igitt, sogar stinknormale Kartoffeln, wenn sie etwas größer sind als normal), sagt das ja schon so einiges aus.

Damit qualifiziert es sich doch sicher auch zum Sommer Event von Simone in ihrer S-Küche:

 


Schokoladeneis mit Erdnussbutter-Patties


140 g Zartbitterschokolade, fein gehackt
500 ml Sahne
20 g Kakaopulver
250 g Vollmilch
1500 g Zucker
1 Prise Salz
5 Eigelb
1/4 Teelöffel gemahlene Vanille

Die Hälfte der Sahne in einen Topf geben. Kakaopulver dazufügen und unter Rühren zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren und 30 Sekunden lang leicht köcheln lassen. Vom Herd ziehen, gehackte Schokolade hinzufügen und rühren bis eine homogene Mischung entstanden ist. Dann restliche Sahne hinzugeben und zu einer glatten Masse vermengen. Alles in eine große Schüssel geben, dabei den Topf sorgfältig mit einem Plastikschaber auskratzen.
Milch, Eigelbe, Zucker und Salz in den gleichen Topf geben und unter Rühren mit einem Schneebesen erwärmen, bis die Masse eine Temperatur von 82 - 84°C erreicht.
Es darf auf keinen Fall kochen, sonst gerinnt die Eiermasse!

Die warme Creme sofort durch ein Sieb zur Schokoladen-Sahnemasse geben. Vanille hinzufügen und alles gründlich verrühren.
Im kalten Wasserbad unter Rühren abkühlen. Zugedeckt im Kühlschrank einige Stunden, oder über Nacht gut durchkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdnusspatties herstellen.
Dazu einfach Erdnussbutter und Puderzucker glatt rühren. In einen frischen Gefrierbeutel geben, den Beutel verschliessen (dabei die Luft herausdrücken) und die Masse zu einer ca. 3 mm dicken Schicht platt drücken. Einfrieren.

Die Eismasse nach Herstelleranleitung der Eismaschine gefrieren lassen.
Kurz vor Ende des Gefrierprozesses die Erdnuss-Puderzuckerplatte aus dem Gefrierschrank nehmen, den Beutel aufschneiden und die Platte mit einem Pizzaroller oder scharfen Messer in Quadrate von ca. 1,5 cm Kantenlänge schneiden.

Das Eis aus der Maschine nehmen und in einen Behälter Füllen, dabei die Patties einschichten, evtl. zum Schluss einmal kräftig durchrühren und im Tiefkühlschrank nochmals ca. 2 h nachgefrieren.

Eiskalt erwischt mit Sarah und Zitronen-Buttermilch-Maracuja-Eis

Auf geht's heute in den kühlen (?) Norden.
Wer kennt es nicht, das Knusperstübchen mit seiner Hausherrin Frau Knusper alias Sarah?
Unter den Foodbloggern dürfte es jedenfalls so gut wie keinen geben, der zumindest nicht mal kurz bei ihr vorbeigeschaut und etwas mitgeknuspert hat.
Aber das ist ja auch kein wunder, bei diesen Rezepten und den genialen Photos dazu.
Außerdem startet Sarah immer wieder tolle Bloggeraktionen wie z. B. dieses Jahr schon zum zweiten Mal die kulinarische Entdeckungsreise (bei der meine Werkstatt auch zum zweiten Mal dabei war), das Bloggerweihnachtswichteln oder auch den Knuspersommer.

Es geht nicht immer knusprig bei ihr zu, aber auf jeden Fall immer lecker. Das beweist auch ihr Rezept, dass sie heute zum Eis-Freitag mitgebracht hat:Ei


Hallo Ihr Lieben,

heute darf ich Euch eines meiner liebsten Eissorten zeigen. Ich? Ich bin Sarah aus dem Knusperstübchen und blogge seit fast zwei Jahren über süße und herzhafte Lieblinge, die mir schon so manchen Tag versüßt und viele meiner Lieben glücklich gemacht haben. Nicht immer knuspert es, aber eins ist gewiss, uns hat es geschmeckt. ;)
 
 

So auch dieses erfrischende Buttermilch-Eis. Früher als Kinder haben mein Bruder und ich uns ja in den Sommerferien die Bäuche tatsächlich meist ausschließlich mit Eis vollgeschlagen. Großes Mittag gab es da nicht und meine Großeltern haben uns nur zu gerne mit einem oder auch zwei oder drei Eis verwöhnt. Mein liebstes Eis war schon damals das fruchtige, gelbe Solero Eis. Kennt Ihr das? Das mit dem gelben Fruchtmantel und dem Vanilleeis-Kern. Oh, ich habe es geliebt.
 
 
Als ich dieses Eis hier vorbereitete, hatte ich zwar ein ähnlich erfrischendes Eis im Kopf, an Solero habe ich aber zunächst nicht gedacht… Bis ich es fix und fertig aus dem Eisfach holte und der fruchtige Duft mir in die Nase stieg. Diesen Duft kennst Du doch. Ohhhh ganz schnell war der Löffel gezückt und es wurde probiert… und tatsächlich es schmeckt ein bisschen nach Solero und ist dabei verführerisch cremig. Ihr möchtet auch? Dann kommt jetzt für Euch und natürlich für Dich, liebe Barbara, das Rezept. Vielen lieben Dank, dass ich Dein Gast sein darf. J

 
Einkaufsliste:

Das Eis:

500ml Buttermilch
3 Zitronen
100ml Maracuja-Saft
150g Zucker
4 Eigelbe
Mark ½ Vanilleschote
1EL Speisestärke
200ml Sahne
 

Für das Topping:

Saft von 6 Maracujas
50ml Ananassaft
Saft einer Orange
2-3 EL Zucker
1TL Speisestärke

 
Und so geht’s:

Zitronen reiben und pressen. Saft gemeinsam mit der Buttermilch zum Kochen bringen. Eigelb mit dem Zucker cremig aufschlagen. Unter rühren die warme Buttermilchmasse zu den Eigelben geben, weiter rühren und erneut auf die Kochplatte stellen. Speisestärke in etwas Wasser auflösen und gemeinsam mit dem Vanillemark in die Buttermilchmasse rühren. Unter rühren weiter erhitzen bis die Masse deutlich eindickt. Von der Kochstelle nehmen und direkt mit Frischhaltefolie belegen. Abkühlen lassen. Sahne cremig aufschlagen und unter die abgekühlte Buttermilchcreme rühren. Nun  für 30 Minuten in die Eismaschine geben oder in das Eisfach stellen und alle 30 Minuten gut umrühren. Wenn die Masse die Konsistenz von Softeis hat, in Silikonformen füllen und auskühlen lassen.

Derweil für das Topping Maracujas aushöhlen. Die Masse gemeinsam mit dem Ananassaft, Orangensaft und dem Zucker zum Kochen bringen, durch ein Sieb geben. Erneut aufkochen. Speisestärke mit etwas Wasser verrühren und unter rühren in die Masse geben bis sie leicht eindickt weiter köcheln lassen. Abkühlen.
 
 

Sobald das Eis fest ist, dieses aus den Formen drücken. Etwa einen Teelöffel Sauce (je nach Größe auch mehr oder weniger) in die Form geben und das Eis in die Form drücken – Sauce verteilt sich gleichmäßig. Nochmals in den Frost stellen. Etwa 20 Minuten vor dem Servieren aus dem TK nehmen, auf Dessertteller vorsichtig stürzen und servieren.




Kürbisgugelhupf mit Ingwer

Immer wieder versuche ich, auch Gemüse in süßen Kuchen unterzubringen. Denn meistens werden die Kuchen dadurch schön saftig (leider manchmal auch mit Tendenz zum "Runtersitzen"), bleiben es auch eine kleine Weile und sind weniger süß.


Mein Lieblingsgemüse dazu war bisher immer Zucchini. Auch Versuche mit Roter Beete im Schokokuchen haben ich und meine Versuchsobjekte bereits hinter mir - mit mäßigem Erfolg, denn eigentlich mag ich die überhaupt nicht und konnte mich deshalb auch nur schwer überwinden, sie in Kuchenform zu essen.


Mit Kürbis hatte ich schon das eine oder andere Rezept entdeckt, aber mich mangels der passenden Saison nicht daran versucht.
Naja, dem konnte letztendlich abgeholfen werden, indem ich im Tiefkühlschrank auf eine Portion davon gestoßen bin, die sich vorsichtig unter den Zwetschgen, die so langsam vor der neuen Ernte abgearbeitet werden, versteckt hatten.
Ich hatte keine Gnade und verwurstelte sie zu diesem würzigen Gugelhupf. Denn das muss man ihm lassen, er ist würzig, wirklich kräftig würzig. Und durch den Ingwer auch leicht scharf. Und davon ist wiederum so viel drin, dass der Kuchen wahrscheinlich zusammen mit dem Kürbis schon fast wieder gesund ist.

Das Gute zuerst: vom Kürbis schmeckt man absolut nichts. Das Gemüse ist ja allein, vornehm ausgedrückt, eher geschmacksneutral. Egal was man daraus kocht, es schmeckt vorwiegend nach dem, was man noch dazugibt.
Hier ist es neben Ingwer eben eine kräftige Mischung aus dem Weihnachtsgewürzregal. Aber zumindest ich mag das ja (wenn es nicht gerade 30 Grad im Schatten hat...)
Und supersaftig ist der Kuchen auch - deshalb sollte der Kuchen, wenn es sehr warm ist, lieber im Kühlschrank aufbewahrt werden (sonst freuen sich die Mikroorganismen über ein Festmahl und der Gugel schimmelt schnell).
Ein leider nicht so schöner Nebeneffekt des sehr saftigen ist, dass der Teig eben die oben genannte Tendenz zum Runtersitzen hat.
Bei mir war es zwar nur an manchen Stellen so und wahrscheinlich war ich selbst schuld daran, da ich zu früh nachgeschaut habe, ob der Kuchen schon durch ist.


Das Rezept stammt aus dem Buch Verführerische Torten: Kann denn Backen Sünde sein? - Himmlische Kuchen, üppige Torten und süße Kleinigkeiten , erschienen bei Edition Fackelträger und war mein erstes Testrezept für die noch folgende Buchvorstellung.
Ich würde sagen: Zum Nachbacken weiterempfohlen. Für Kinder aber nur bedingt geeignet (außer sie mögen es würzig). Wenn das Kürbispüree schon fertig ist, ist der Kuchen ratzfatz zusammengerührt.
Mir war der Kuchen schon saftig und süß genug, deshalb habe ich die im Rezept verwendete Karamellglasur durch einen Schokoladenguss ersetzt.

Noch kurz zum Kürbispüree. Meins war von einem Butternutkürbis, den ich geschält und in Spalten geschnitten mit etwas Wasser weich gekocht und dann püriert hatte.
Das kann man auch direkt für den Kuchen machen, es muss nicht vorher eingefroren sein.



Kürbisgugelhupf mit Ingwer


185 g Butter
1/2 TL Salz
1 TL gemahlene Vanille
5 cm frischer Ingwer, fein gerieben
275 g brauner Zucker
3 Eier
450 g Weizenmehl
1 1/2 TL Backpulver
3 TL gemahlener Ingwer 
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
1/4 TL gemahlene Nelken
3/4 TL Natron
250 ml Buttermilch
350 g pürierter Butternutkürbis

Dekoration:
ca. 100 g temperierte Vollmilchkuvertüre


Den Backofen auf 180° C vorheizen und eine Gugelhupfform mit etwa 2,5 l Fassungsvermögen ausfetten (entspricht ungefähr einem Durchmesser von 22 bis 24 cm).
Butter, Salz, Vanille, Ingwer und Zucker miteinander hellschaumig aufschlagen.
Die Eier nacheinander gut unterschlagen.
Das Mehl mit Backpulver, Natron und sämtlichen Gewürzen mischen und abwechselnd mit der Buttermilch unterheben.
Das Kürbispüree unterrühren und den Teig in die Backform geben.

Auf der untersten Schiene im Backofen ca. 50 Minuten backen (das war bei mir viel zu kurz, ich habe 15 Minuten mehr gebraucht). Garprobe machen und Backzeit ggf. verlängern.

Der Kuchen duftet jetzt verführerisch nach den Gewürzen.
Trotzdem noch 15 Minuten in der Form abkühlen lassen und erst dann auf ein Kuchengitter stürzen.
Komplett erkalten lassen, dann mit der Schokolade beträufeln und nach Wunsch noch mehr dekorieren.



Eiskalt erwischt mit Kristin und Mascarpone-Buttermilch-Eis

Kristin isverbirgt sich hinter dem Blog Fräulein Zebra. Hauptberuflich ist sie Studentin, nebenberuflich kann man ihre Leckereien in einem kleinen Bamberger Café genießen.

Sie bloggt über alles, was ihr Spaß macht, deshalb findet man neben Rezepten auch DIY-Ideen (ich finde den Bommel-Teppich super. aber wer macht mir diese vielen Bommel, Wolle hätte ich genug...), Reisetipps und Fotografie auf ihrer Seite.
Das ein oder andere Eis findet man bei ihr auf dem Blog, aber heute hat sie uns eins mitgebracht.
Fast hätte ihr die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber ihr zweibeiniges Zebra hat zum Glück tatkräftig mitgeholfen, damit ihr hier heute ein Eis seht:

Huhu ihr Lieben!
Ich freue mich wirklich sehr heute auf Barbara’s wundervollem Blog zu Gast zu sein – auch wenn das fast in die Hose gegangen wäre. Warum? Wer mich in letzter Zeit mal bei Fräulein Zebra besucht hat hat vielleicht mitbekommen dass ich vor kurzem versehentlich meine Festplatte gelöscht habe. Wie sich gestern herausgestellt hat war das aber noch nicht das Ende meiner Pechsträhne, denn gestern hat sich mein Laptop dann komplett verabschiedet. Tschüss mein treuer Freund – ich hab die Zeit mit dir genossen!


Jetzt stand ich allerdings ziemlich blöd da, so ganz ohne Laptop und mit halbfertigem Blogpost. Zum Glück gibt es im Leben immer wieder Leute auf die man sich verlassen kann und die es einfach schaffen irgendwo eine Lösung her zu zaubern. In diesem Sinne ein Hoch auf Mr. Zebra und all die anderen guten Seelen da draußen! Ihr habt euch wirklich ein Eis verdient…
 
Und davon hab ich gleich eine richtig große Portion dabei: Was haltet ihr von Mascarpone-Buttermilch-Eis? Das ist gleichzeitig reichhaltig und frisch und einfach unglaublich cremig. Eine Eismaschine braucht ihr dafür keine – nur ein gutes Gefrierfach und ein bisschen Geduld. Zum perfekten Dessert wird das Eis mit einer fruchtigen Nektarinen-Maracuja-Sauce, die, ebenso wie das Eis, im Handumdrehen zubereitet ist.
 
Mascarpone-Buttermilch-Eis
für ca. 1l Eiscreme

·        2 Eier

·        125g Zucker

·        250g Mascarpone

·        500ml Buttermilch

 Die Eier in einer großen Rührschüssel für 2 Minuten hellcremig aufschlagen. Den Zucker nach und nach dazu geben und etwa eine Minute weiterrühren. Dann zunächst den Mascarpone unterrühren, dann die Buttermilch. In eine große, tiefkühltaugliche Tupperdose füllen und für 4-6 Stunden kaltstellen. Alle 30-60 Minuten durchrühren damit das Eis schön cremig bleibt.
 
Für ganz Ungeduldige habe ich einen Trick für euch. Friert die Masse in kleinen Silikonförmchen oder Eiswürfelbehältern ein – wenn alles gefroren ist könnt ihr die kleinen Portionen in eine Schüssel geben und kurz mit dem Pürierstab mixen. So spart ihr euch etwas Zeit und das Rühren fällt auch weg.

Nektarinen-Maracuja-Sauce
für ca. 250ml
·        2 Nektarinen

·        125ml Maracujanektar

Für die Sauce die Nektarinen entkernen und in grobe Stücke schneiden. Mit dem Maracujanektar pürieren und durch ein Sieb streichen.
Dann einfach beides zusammen – oder auch einzeln – servieren und genießen!
 
Wenn ihr jetzt tatsächlich noch mehr von mir, meinem Chaos und meinen Rezepten lesen wollt freue ich mich sehr, wenn ihr mich mal bei fraeuleinzebra.com besuchen kommt.

Habt ein zauberhaftes Wochenende & bleibt süß!

xo Kristin
Liebe Kristin, vielen Dank, dass du bei mir zu Besuch warst mit diesem zebratastischen Rezept -und wehe ihr besucht sie nicht, das werdet ihr bereuen ;-)



Baiser-Schichttorte Melba - Kooperation

Dieser luftige Traum ist sozusagen eine Allzweckwaffe - man kann sie sowohl als Dessert als auch auf dem Kuchenteller servieren.


Die Basis, also der Baiser, erinnert an eine Pavlova, nur das sie noch opulenter daherkommt (wir wollen ja schließlich mal so richtig hochstapeln, mit mindestens zwei Schichten, gell?).
Oder auch an ein der zur Zeit recht beliebten Meringuerollen, nur ohne das kniffelige Zusammenrollen.


"Richtigen" Anlass für diesen Turmbau gab es eigentlich keinen (außer mal wieder der Schreck beim Öffnen der Tiefkühlschranks mit dem folgenden Anblick der ebenfalls hoch gestapelten Behältnisse an im Kälteschlaf befindlichen Eiweißen).
Zusammen mit der Lust, mal wieder den Backofen anzuschmeißen (es hatte mal ausnahmsweise eine Nacht abgekühlt) und dem schlechten Gewissen, das schon länger zugeschickte Probepaket "Fix für fruchtige Desserts" von Sweet Family - Nordzucker mal endlich auszuprobieren, entstand dann ein neues Lieblingsdessert.


Nach nur 20 Minuten Backzeit (also doch auch fast bei Hochsommer-Temperaturen machbar), ein bisschen Abkühlzeit und kurzem Werkeln mit Sahne und Beeren könnt ihr euch auf das perfekte Rezept gegen Süßhunger freuen. Und das schmeckt sogar in der größten Sommerhitze, den der Boden ist ja eigentlich nur luftig-leichte Schaummasse und kein schwerer Rührteig.

meine süße Werkstatt

Bei mir mit Himbeeren, aber es lässt sich mit allen Arten an Beeren zubereiten, auch hitzeempfindlichen wie Erdbeeren. Das praktische an dem "Fix für fruchtige Desserts" ist nämlich, dass es ein Kaltbindemittel ist, d.h. damit angerührte Pürees müssen nicht aufgekocht werden, um anzudicken.
Ihr dürft also losexperimentieren und Brombeeren, Johannisbeeren oder was der Garten sonst noch so hergibt auf und in eure Baisertorte stapeln.



Baisertorte Melba


Baiser:
4 Eiweiß
215 g Zucker
1 TL Speisestärke
1 TL Zitronensaft

Füllung und Topping:
250 g Schlagsahne
250 g Himbeeren
60 g Sweet Family - Fix für fruchtige Desserts
1 großer Pfirsich

Für das Baiser den Backofen auf 160°C vorheizen und ein rechteckiges Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Eiweiße luftig ausschlagen. Sobald sich ein halbwegs stabiler Eiklarschaum gebildet hat, den Zucker esslöffelweise unter ständigem Rühren unterschlagen.
Zum Schluss Speisestärke und Zitronensaft unterheben.

Mit einem Esslöffel die Baisermasse in Form von 2 Rechtecken von ca. 10 x 30 cm auf  das Backblech setzen und 20 Minuten backen.

Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und dann zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter setzen.

150 g der Himbeeren mit dem Fixprodukt fein pürieren. Die restlichen Beeren unterheben und das Ganze 15 Minuten stehen lassen, damit es andickt.

Die Schlagsahne steif schlagen.

Dann kann gestapelt werden. Zuerst eine Baiserplatte auf eine Servierplatte legen. Mit der Hälfte der Schlagsahne bestreichen. Die Hälfte der Fruchtmischung darauf klecksen und marmorartig unterziehen.
Mit der zweiten Baiserplatte bedecken, dann wieder zuerst Schlagsahne, dann Frucht darauf verteilen und leicht marmorieren.
Den Pfirsich in feine Spalten schneiden (evtl. mit Zitronensaft bepinseln, damit sie nicht braun wird) und dekorativ auf das Früchtpüree legen.
Möglichst schnell servieren, sonst weicht die Knusperkruste des Baisers durch.



Torte ist Torte, auch nur mit Baiserboden, oder? Deshalb schicke ich sie schnell noch zu Yushka rüber für ihre Tortensammlung im August:
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Eiskalt erwischt mit Martha und Ananas-Papaya-Eis

Heute verwöhnt euch eine ausgemachte Expertin in Sachen Eis, denn Martha von Eismacherin - selbstgemachtes Eis ist am Start.
Auf ihrem Blog dreht sich alles ums Eis. Es gibt Rezepte, Buchempfehlungen, Links zu Eisrezepten von anderen Bloggern, Tipps für Eisdielen oder auch Veranstaltungen rund ums Eis.
Obwohl sie beruflich rein gar nichts mit der Eismacherei zu tun hat und sich alles selbst beigebracht hat, hat sie so einen riesengroßen Fundus an tollen Eisrezepten geschaffen, durch den ich mich gerne einmal komplett "durchfrieren" würde.
Auch dieses Rezept hier macht da keine Ausnahme.
 
 
Cremiges Ananas-Papaya Eis
 
Eis, im Sommer. Ja, wann denn wenn nicht jetzt? Allerdings bringe ich hier euch und der lieben Barbara heute ein Eis mit, das euch zu jeder x-beliebigen Jahreszeit den Sommer auf den Teller zaubert. Wir bedienen uns ganz einfach an tollen exotischen Früchten und zaubern uns so ein bisschen Karibik- und Südseefeeling.
Dieses Eis wird ganz wunderbar cremig, enthält aber weder Milch noch Sahne. Nein, Eier bzw. Eigelbe sind auch nicht enthalten. Wir überlassen hier die Farbe ganz den Früchten, für die Sämigkeit sorgt die Kokosmilch und die Bindung erhält es durch das Johannisbrotkernmehl. Wobei letzteres nicht zwingend notwendig ist, aber später dabei hilft schöne Kugeln zu formen.
Und nein, diese Eissorte braucht ihr nicht erst 10-20 Minuten stehen lassen, wenn ihr sie dem Gefrierschrank entnommen habt. Ihr könnt sofort anfangen eure Eiskugeln zu portionieren.
Also auf gehts. Nur keine Scheu. Mittlerweile müsstet ihr ja die reinsten Profis in der Eismacherei sein, nach den vielen Eisrezepten, die Barbara hier ja bereits in ihrer schönen Beitragsreihe veröffentlicht hat. Ja, ihr braucht einen Topf und einen Herd, aber schwierig ist diese Sorte nicht. Dafür aber umso leckerer.



Zutaten für ca. 12-14 Kugeln:
200g fr. Ananas (bereits geschält)
200g Papaya
400ml Kokosmilch
220g Zucker
1 1/2 TL Johannisbrotkernmehl

Zubereitung:
Gebt zuerst die Ananasstückchen mit einem Teil des Zuckers in einen Topf und erhitzt diese dort. Damit zerstört ihr dieses spezielle Enzym, was Ananas in Verbindung mit eiweißhaltigen Produkten (auch pflanzlichen) so komisch schmecken lässt.
Nach einigen Minuten könnt ihr auch bereits die Kokosmilch dazu geben, genauso wie den restlichen Zucker. Nun braucht ihr die Mischung nicht weiter auf dem heißen Herd lassen. Gebt noch die Papayastücke hinzu und püriert oder mixt diese Mischung kräftig durch. Zuletzt gebt ihr das Johannisbrotkernmehl hinzu und rührt/mixt/püriert es klümpchenfrei in die Masse ein.
Lasst die Eisrohmasse nun mindestens auch Raum- besser Kühlschranktemperatur abkühlen und gebt sie anschließend in eure Eismaschine. Wahlweise könnt ihr die Masse natürlich auch von Hand zu Eis produzieren, denkt aber bitte daran die Masse immer mal wieder umzurühren, damit die Eiskristalle nicht zu groß werden.

Ein dickes Dankeschön an Martha: Vegane Rezepte gibt es bei mir bisher so gut wie gar nicht. Ich erinnere mich nur an eines, und das war nicht speziell als vegan geplant. Aber dieses Rezept hört sich sehr lecker an!



Vorsicht herzhaft - Minigugl mit Kräutern und Cheddar

Bisher war ich von herzhaften Muffins meist etwas enttäuscht - entweder zu trocken oder dann wieder extrem fettig. Das Rezept hat zum Glück beides nicht.
Es stammt eigentlich aus dem Mini Cupcakes - Buch von Renate Gruber, wurde von mir aber sozusagen "verguggelt".

Sie sind saftig, locker und schön klein. Dabei auch noch außen lecker knusprig. Was will man von einem salzigen Snack für Zwischendurch mehr.


Und der Geschmack? Ich fand sie superlecker (und die "Eingeweihten" auch. Ein paar Kinder, die auf Grund der Form etwas süßes erwarteten eher nicht so - im ersten Moment ;-)

 

Minigugl mit Cheddar und Kräutern


80 g Cheddar, fein gerieben oder ganz klein geschnitten
2 Eier
30 g Sonnenblumenöl
90 g Naturjoghurt
40 g gemischte Kräuter (bei mir Petersilie, Schnittlauch und Basilikum)
70 g Weizenmehl Type 405
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein (oder wer hat 2) Miniguglformen sehr gut ausfetten.

Die Eier mit dem Schlagbesen des Handrührgeräts auf höchster Stufe schaumig und hellgelb aufschlagen.
Öl und Naturjoghurt zugeben und unterschlagen. Die restlichen Zutaten kurz mischen, dann zugeben und nur noch kurz unterheben, bis sie halbwegs homogen untergearbeitet sind.

Die Hälfte des Teiges mit Hilfe eines Spritzbeutels in die Form füllen und ca. 20 Minuten backen. Mit der der zweiten Hälfte gleich verfahren.

Die Minis lösen sich eigentlich gut vom Rand und können deshalb auch gleich aus der Form genommen werden. Dann die Form noch leicht abkühlen lassen, nochmals einfetten und die zweite Ladung backen.