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Heidesand in sommerlich

Klassische Weihnachtskekse zu dieser Jahreszeit? Das geht - sogar in richtig lecker. Der Vorteil an Sommerkeksen liegt auch eindeutig auf der Hand. Man hat den Ofen nur kurz an - weniger Hitze in der Küche und trotzdem lecker Selbstgebackenes.
Und schnell geht es außerdem noch.


Natürlich würde ich jetzt nicht wirklich Weihnachtskekse backen.
Aber Heidesand kann man wunderbar eine Sommerkur verpassen.
Ein wenig Tonkabohne und frischen Zitronenabrieb in den Teig, schon schmeckt das ganze tropisch frisch und nicht nach Tannenbaum und Kaminfeuer.


Das einzige Problem ist, dass man direkt wieder Nachschub braucht, und der Ofen ja dann doch wieder länger an ist...



Zitronenheidesand mit Tonkabohne

225 g Butter
100 g Zucker
1/2 Tonkabohne, frisch gerieben
Abrieb einer unbehandelten und gewaschen Zitrone
2 g Fleur de Sel
320 g Mehl
 
zum Wälzen: brauner Zucker
 
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und entweder von Hand oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts so kurz wie möglich zu einem homogenen Teig verkneten.
 
Den Backofen auf 180° C vorheizen und 2 Backbleche mit  Backpapier auslegen.
Den Teig halbieren und jede Hälfte zu einer ca. 5 cm dicken Rolle formen.
Diese in dem braunen Zucker wälzen und dann in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden.
Auf den Blechen verteilen und die Kekse ca. 20 Minuten (evtl. etwas länger, wenn sie noch keine Farbe haben) backen. Sie sollten goldbraun sein.
Auf einem Gitter abkühlen lassen.
 


Eiskalt erwischt mit Barbara und Himbeer-Haferflocken-Sahne-Eis

Nein, heute schreibe ich nicht wieder selbst einen Beitrag, das bleibt euch erspart.

Aber ich habe heute einen ganz besonderen Gast, und zwar meine Namensvetterin Barbara von Barbaras Spielwiese.
Sie gehört praktisch schon zum Foodbloggerurgestein und war eine der ersten (soweit ich weiß), die einen Foodblog gegründet hat, wie sie schreibt, eher durch Zufall.
Sie legt viel Wert auf schnelle, unkomplizierte und schmackhafte Küche mit viel Gemüse. Auch Süßes und Eis hat sich schon so einiges in ihrem umfangreichen Archiv angesammelt.
Was ich an ihren Bilder schön finde, ist, das sie ihre Wiese/ihren Garten unabhängig von Wind und Wetter als Fotohintergrund benutzt.
Auch sie betreibt  wie, Nele, die vor zwei Wochen hier zu Gast war, einen Zweitblog, in dem sie über ihre weitere Leidenschaft (die auch ihr Berufsleben bestimmt) berichtet - das Reisen: Barbaras Spielwiese - Reiseblog.

Ich selbst durfte auch schon mit einem Rezept bei ihr zu Gast sein, jetzt kommt quasi der Gegenbesuch.
Und ich bin von dem Rezept begeistert. Sie hat sogar an eine jugendfreie Variante für meine Mädels gedacht. So steht dem Eisglück fürs Wochenende nichts mehr im Wege (außer vielleicht, dass sich meine Eismaschine die nächsten Tage nicht in meiner Nähe aufhält...). Leider war ihr Weg zu "meinem"Eis ein bisschen mühsam. Warum? Das könnt ihr direkt selbst lesen:

Vor einigen Wochen hat Barbara angefragt, wer Lust hat, ein Eis mitzubringen. Virtuell natürlich, als Gastbeitrag auf ihrem Blog. Eis mag ich und an Ideen für leckeres Eis mangelt es bei mir nie. Außerdem kenne ich Barbara schon länger, auch virtuell, sie hat nämlich bei meiner Gastblog-Aktion in der Adventszeit 2013 bei mir gebloggt, und zwar ihre Biberle. Ich habe also keine Sekunde nachgedacht und sofort zugesagt!
 
Hier bin ich also, Barbara bei Barbara zu Besuch. Mich bzw. meinen Blog Barbaras Spielwiese  kennt vielleicht der eine oder andere, ich dokumentiere dort schon recht lange, was ich koche, backe oder trinke.
 
Wie Barbara mag ich auch Süßes, habe aber - vielleicht ja zum Glück - nicht immer die Zeit und genügend Esser, um mich da wirklich auszutoben. Bei mir gibt's also nicht so häufig Kuchen, Torten, Pralinen, Desserts oder Eis wie ich das gerne hätte.
 
 
Für Barbara wollte ich erst ein Minz-Sorbet machen, das aber richtig Murks wurde, zu minzig, seltsam bräunlich und seltsam im Geschmack, was ich zum Glück merkte, bevor ich es gefroren habe. Die süße Flüssigkeit wanderte in die Tonne... Also habe ich mich nochmal hingesetzt und überlegt, dass ich für Barbara mit den letzten Himbeeren im Garten ein etwas exotisches Eis ausprobieren könnte, das ich schon ewig einmal machen wollte. Es stammt aus einem Buch namens Eiscreme von Susanna Tee basiert auf dem schottischen Dessert Cranachan und wird nach dessen zweitem Namen Cream-Crowdie-Eis genannt. Es besteht aus Hafer, Himbeeren, Sahne, Whisky und Honig.
Also, losgelegt... Am Anfang soll man Haferschrot im Backofen rösten. Das habe ich mit Haferflocken gemacht und fand es etwas fad, außerdem dachte ich mir, dass das im Eis nicht so knusprig wird wie ich das gerne hätte. Also habe ich weiter gelesen, das Eis bestand nur aus Sahne, 625 g extrafette Sahne, hmm... Beides fand ich nicht so toll und habe dann doch wieder improvisiert und alles ganz anders gemacht, mit karamellisierten Haferflocken und etwas gezuckerter Kondensmilch in der Eismasse.
 
 
 
Heraus kam ein super cremiges Eis, das wunderbar fruchtig wird durch die kalten Himbeerstückchen, die sich beim Rühren schön verteilen. Die knusprig karamellisierten Haferflocken machen sich im gefrorenen Eis auch super, sie geben den nötigen Crunch. Wunderbar!
 
Und da ich weiß, dass Barbara Kinder hat, die vielleicht gerne mitessen: Mit Orangensaft statt Whisky schmeckt es sicherlich genauso gut! :-)
 
 
Hier mein Rezept:
 

Himbeer-Haferflocken-Sahne-Eis


ergibt ca. 700 Milliliter cremiges Eis
 
Zutaten
Für den Haferflockenkrokant:
75 g Haferflocken
2 EL Zucker
 
Für die Eismasse:
400 g Sahne
1 EL Feinster Zucker
200 ml gezuckerte Kondensmilch
2 EL Whisky (ersatzweise Orangensaft)
2 EL Honig

 
125-150 g Himbeeren
Einige Minze- oder Melisseblättchen
 
Zubereitung
Die Haferflocken auf einem Backblech im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft ca. 10 Minuten rösten, dabei 2x wenden. Zucker in einer Pfanne schmelzen und ganz leicht karamellisieren lassen. Die Haferflocken zufügen und gut vermischen, so dass sie vom Karamell bedeckt sind. Auf einen Teller geben und abkühlen lassen.
 
Die Sahne mit dem Zucker steif schlagen. Honig und Kondensmilch unterrühren. Whisky unterziehen. Die Creme in die Eismaschine (wer keine hat, s.u.) füllen und nach Anleitung des Herstellers gefrieren. Wenn das Eis fast gefroren ist, den Großteil des Haferflockenkrokants und der Himbeeren unterrühren lassen.
 
Das Eis fertig gefrieren lassen und mit den restlichen Himbeeren und dem restlichen Haferflockenkrokant servieren. Wer mag, dekoriert noch mit je einem Minze- oder Melisseblättchen.
 
Tipp: Man kann das Eis auch ohne Eismaschine zubereiten, dafür die Creme in einen geeigneten Behälter füllen und offen 2 Stunden lang gefrieren, bis die Masse am Rand fest wird. Dann mit einer Gabel, einem Schneebesen oder der Küchenmaschine glatt rühren. Nochmal einfrieren, nochmal rühren und dann die Haferflockenmasse und die Himbeeren unterrühren. Weitere 2-3 Stunden gefrieren, bis das Eis fest ist.
 
Quelle: inspiriert vom Cream-Crowdie-Eis von Susanna Tee, Buch Eiscreme - Der perfekte Genuss, ziemlich abgewandelt

Danke für die Einladung zum Gegenbesuch!
Es hat Spaß gemacht, und ein wenig vom Eis ist noch da; falls Du je in der Gegend bist, Barbara, dann bist Du herzlich eingeladen, nicht nur virtuell.
 
 
Leider wohnt Barbara nicht gleich um die Ecke bei mir, sonst wäre ich schon längst bei ihr auf der Matte gestanden.
Aber ein ganz dickes Danke für das tolle Rezept! Ich hatte hier auch schon mal ein Cranachan, aber nicht als Eis, deshalb kann ich mir den Geschmack zumindest ungefähr vorstellen. Und würde jetzt am liebsten sofort die Eismaschine anschmeißen ;-)
 


Rosen über Rosen

In letzter Zeit habe ich viele Rosen gemacht.
Langsam bekomme ich Übung :-)


Die Bilder sind nicht immer optimal, aber ich wollte sie trotzdem mal zeigen








Eiskalt erwischt mit Tanja und Erdbeer-Kirsch-Sahneeis mit Tonkabohne

Letzte Woche habe ich Tanja von "Liebe und Kochen" noch ein Törtchen zum Bloggeburtstag geschickt, heute ist sie selbst bei mir zu Gast.


Für meine Freitagsreihe hat sie ein Erdbeer-Kirsch-Sahneeis mit Tonkabohne mitgebracht.
Auf ihrem Blog führt sie die Leidenschaft ihrer ganzen Familie zum Kochen und Backen fort. Sie  möchte die Rezepte ihrer weit verstreuten Familie sammeln, nachkochen und natürlich darüber berichten - und die zugehörigen Geschichten dazu erzählen.
Mit einem ungarischen Vater und einer schwäbischen Mutter mit französischen Vorfahren (die Oma wohnt im Nördlinger Ries, das ist gar nicht weit von mir) kommen da spannende Rezepte und Geschichten zusammen.


Für ihren Gastpost hat sie eines meiner Lieblingsgewürze verwendet - Tonkabohne. Da hilft es wohl nichts, dieses Eis muss auch in  meinen Tiefkühlschrank!



Los geht's:
Hallo Ihr lieben Leserinnen und Leser von Barbaras süßen Werkstatt!

 
Mein Name ist Tanja und ich koche, schreibe, genieße und lebe für meinen Blog „Liebe & Kochen“. Die liebe Barbara feiert ja die wunderbare Eiszeit ganz besonders und lädt viele tolle Bloggerinnen und Blogger zu sich ein. Ich habe mich natürlich sehr geehrt gefühlt, als ich auch gefragt worden bin, hier einen Artikel und ein Rezept beizutragen. 

Es ist warm, es ist heiß und es wird noch heißer! Da kommt Eis in allerlei Variante doch gerade recht! Oder nicht?! So war ich letztens wahnsinnig glücklich, als ich ein super einfaches Rezept im Netz entdeckt habe, das ganz ohne Ei auskommt. Mit Ei bin ich einfach nicht so glücklich, aber der Nachteil ist immer „steinhartes“ Eis, was den Genuss natürlich schmälert. Gemma Stafford aus Irland war hier meine Rettung bei der Suche nach einem Eis, das ohne Ei trotzdem cremig und süß wird! So einfach und doch  so lecker! 
Es ist fruchtig, cremig und süß - und wenn man möchte auch noch knusprig!
 

 
Erdbeer-Kirsch-Sahneeis mit Tonkabohne und Kornblumenblüten
Für ca. 1L Eis

Eis
400ml Sahne
400ml gezuckerte Kondensmilch
ja 150g Kirschen und Erdbeeren
1/4 Tonkabohne gerieben

Deko 
1 EL Kornblumenblüten getrocknet

mind. 3 Stunden im Gefrierschrank. 

 
Zunächst die Sahne sehr steif schlagen und dann die gezuckerte Kondensmilch langsam einfließen lassen und weiter auf mittlerer Stufe mit dem Schneebesen weiter schlagen. Noch einmal die Masse ca. 1/2 Minute gut schlagen und dann die Kirschen, Erdbeeren (kleingeschnitten) hinzugeben sowie die Tonkabohne reiben und gut unterheben. 

Die Masse nun in eine gefriergeeignete Schüssel geben und für mindestens 3 Stunden in den Gefrierschrank geben. 

Vor dem aufteilen das Eis ca. 5 Minuten vorher aus dem Tiefkühler nehmen und dann können nach Belieben Kugeln genascht werden!

Liebste Grüße,
Eure Tanja von Liebe & Kochen
 


Liebe Tanja, vielen Dank für die neue Verwendungsmöglichkeit meiner Lieblingsbohne :-), die tollen Bilder und überhaupt das Rezept!


Vorsicht herzhaft - Pumpernickel-Grissini

Es war mal wieder Nachbarschaftshock angesagt. Meine Salatkünste haben sich seit dem letzten Jahr immer noch nicht erheblich gebessert, also beschloss ich einfach, mal wieder die jetzt schon fast traditionellen Grissini wieder mitzubringen. Die letzten Jahre habe ich die Nachbarschaft schon mit diversen Varianten beglückt, z. B. diese Laugen-Sesam-Grissini oder die Variante mit Parmesan. 


Damit es nicht langweilig wird musste aber nochmals eine neue Sorte her.
Und dabei bin ich auf Deb Perelmans Rezept im The Smitten Kitchen Cookbook gestoßen.


Die sah schon mal gut aus, auch wenn das Rezept selbst sich zuerst etwas abenteuerlich anhört. Kakao? Zuckerrübensirup?
Das war mir aber letztendlich egal, denn in diesen kleinen Mengen dient zuerst mal der Kakao wohl nur als Farbgeber (Pumpernickel ist je etwas dunkler...) und der Sirup als Nahrung für die Hefe.


Der Kümmel steuert eine kräftig würzige Note bei (bei der Menge hatte ich so meine Bedenken, aber er sticht nicht zu sehr raus).

Meine einzige Änderung zum Originalrezept war die Verwendung von Dinkelvollkornmehl statt normalem Weizenvollkornmehl. Einfach aus dem Grund, weil ich das eine da hatte und das andere eben nicht.

Also insgesamt ein schönes neues und vor allem schmackhaftes Knusperrezept. Wenn sie auch etwas unscheinbar daherkommen ;-)
Und deshalb schicke ich es auch noch schnell rüber zu Sarahs Knuspersommer:

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So, und da ist jetzt das Rezept:


Pumpernickel-Grissini


250 g Mehl, Type 550
60 g Dinkel-Vollkornmehl
30 g Frischhefe
2 TL Zuckerrübensirup
2 TL Zucker
240 ml lauwarmes Wasser
2 EL Kakaopulver
4 TL Kümmelsaat
3 gestrichene TL Salz
4 EL Olivenöl

Zubereitung
Das Mehl mit dem Kakao; Salz und Kümmel in eine Schüssel geben und grob mischen.
Mit einem Löffel in der Mitte eine Mulde hineindrücken.
Hefe zerbröseln und in die Mulde geben. Zuckerrübensirup und Zucker zu der Hefe geben und die Mulde mit dem Wasser auffüllen. Leicht mit etwas Mehl vom Muldenrand verrühren. So entsteht ein dünnflüssiger Vorteig.
Eine Viertelstunde stehen lassen, bis die Hefe anfängt zu arbeiten (das wird an den sich bildenden Blasen sichtbar).
Öl zum Vorteig geben und alles zusammen mit den Knethaken des Handrührgeräts (oder von Hand) zu einem glatten Teig verkneten. 
Abgedeckt eine Stunde gehen lassen, dann durchkneten und auf einer gut bemehlten Unterlage zu einem großen, ca. 0,5 cm dicken Rechteck ausrollen. Die Höhe des Rechtecks sollte etwas kürzer als die längere Seite eures Backblechs sein.
Nochmals ca. 30 Minuten, abgedeckt mit einem Küchentuch, gehen lassen.
 
Backofen auf 200°C vorheizen und alle Bleche, die ihr findet, mit Backpapier auslegen (ich musste in 5 Ladungen backen)
Das Rechteck mit dem Pizzaroller in 0,5 cm breite Streifen schneiden und diese auf den Backblechen verteilen. Falls nicht genügend Bleche vorhanden sind, einfach solange abgedeckt liegen lassen.
Die Grissinis nebeneinander auf ein Backblech legen und für 10 Minuten backen.

Zum Abkühlen auf ein Gitter legen und das nächste Blech backen, solange, bis alle Teigstreifen aufgebraucht sind.
Einige Stunden so offen liegen lassen, damit die Grissini noch nachtrocknen können.

Am besten in einer Blechdose aufbewahren.
 
 

Eiskalt erwischt mit Nele und Schokoladensorbet

Mal wieder Eiszeit - und eine Erfrischung haben wir uns ja auch redlich verdient.
Heute mit einem mir ganz besonders lieben Gast, denn Nele von Pralinenwahnsinn "kenne" ich schon länger. Als Schokoholic bin ich wohl zwangsläufig schon vor langer Zeit auf ihren Blog gestoßen.

Dort verwöhnt sie uns nicht nur mit den exklusivsten Pralinenrezepten, egal ob Kreationen außergewöhnlicher Chocolatiers oder eigene Rezeptentwicklungen, sie lässt ihre Leser auch an ihren Erfahrungen beim Umgang mit Schokolade teilhaben.
Welche Kuvertüre eignet sich am besten für Pralinen? Welche Methode ist die geeignetste, um Schokolade richtig zu temperieren? Diese und noch viel mehr Fragen beantwortet Nele zum einen auf ihrem Blog, zum anderen auch in den von ihr veranstalteten Workshops, bald auch in der eigenen Pralinenschule.

Und ein Blog ist ihr nicht genug, auf ihrem zweiten Blog Küchendelikte fröhnt sie ihrer Leidenschaft für Krimis und nicht immer ganz so süßen Genüssen.
Jetzt mache ich es aber nicht weiter spannend, sondern lasse meinen Gast zu Werke schreiten:

Nahezu jeder freut sich über Schokolade. Habt Ihr schon mal auf die leuchtenden Augen kleiner Kinder, wenn sie z. B. Kinderschokolade geschenkt bekommen, geachtet? Den „Großen“ kann man eine große Freude mit handgemachten Pralinen machen, aber auch Kindern. Mein kleines Patenkind, er wird jetzt stolzer Zweitklässler, mag auch schon als solch kleiner Mensch Pralinen und er teilt sie sogar, wenn es sein muss. ;-) Jeder mag Schokolade, oder?
Habt Ihr Euch schon einmal mit einer hochwertigen Tafel Original Beans Schokolade belohnt? Nein? Dann wird es Zeit! Ja, ich sehe ein, dass das Wetter momentan nicht ganz schokoladenfreundlich ist. Meist ist es zu heiß, um ein, zwei, drei Stücke gute Schokolade zu genießen. Sie schmilzt ja schon in der Hand, statt erst im Mund. Aber was haltet Ihr denn von Schokoladensorbet? Herrlich erfrischend, schön schokoladig, ganz ohne Sahne und wirklich einfach herzustellen. Ich habe Euch heute eins meiner Lieblingssorbets aus meinem Lieblings-Eisbuch mit meiner persönlichen Lieblingsschokolade mitgebracht. *loveiseverywhere*
 

Schokoladen-Sorbet – Ein Rezept für die Sinne
aus The Perfect Scoop von David Lebovitz
 
Zutaten
550 ml Wasser
200 g Zucker
75 g ungesüßtes Kakaopulver
Eine Prise Salz
170 g Lieblings-Zartbitterschokolade, z. B.
Piura Porcelana 75 % von Original Beans
1 /2 TL Vanilleextrakt

Zubereitung
In einem mittleren Topf 375 ml Wasser mit dem Zucker, der Prise Salz und dem gesiebten Kakao verrühren und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Sorbetbasis eine knappe Minute köcheln lassen. Rühren dabei nicht vergessen…
Den Topf von der Herdplatte ziehen, die in Stückchen gebrochene Schokolade hineingeben und unterrühren. Nun noch 180 ml Wasser und Vanilleextrakt hinzufügen, kurz verrühren und die Sorbetmasse in eine Schüssel umfüllen. Die Sorbetmasse kurz mit dem Pürierstab aufmixen und abkühlen lassen. Am besten stellt Ihe die Masse nach dem Abkühlen noch für ein, zwei Stunden in den Kühlschrank. Füllt nun die Masse in Eure Eismaschine und lasst das Sorbet nach Gebrauchsanweisung gefrieren. Sollte die Sorbetmasse zu dickflüssig sein, so rührt die Masse einmal kräftig durch, dann wird sie wieder etwas flüssiger. Wenn Eure Eismaschine fertig ist, heißt es nur noch „Genießen“…
Ihr habt keine Eismaschine? Kein Problem. Füllt die Eismasse einfach in eine Auflaufform und stellt diese in Euren Gefrierer. Rührt die Sorbetmasse alle 1 /2 Stunde mit einer Gabel durch. Nach vier bis fünf Stunden ist das Sorbet bereit zum Genießen.
 
Ich wünsche Euch ein sonniges, nicht zu heißes Wochenende mit vielen schattigen und schönen Plätzen. J
Schokoladige Grüße
Nele
 
Nele, vielen Dank für die etwas andere Art, Schokolade auch im Sommer zu genießen!
Ich freue mich, dass du bei mir zu Gast warst.

Holler die Waldfee ;-) - Holunderblüten-Pfirsich-Torte

 
 
Holla, was für ein fruchtig frisches Törtchen (ok, ok Törtchen ist ein klitzekleines bisschen zu verniedlichend, den eigentlich ist dieses Ding ganz normal groß mit seinen 26 cm Durchmesser). Aber so irgendwie passt es/sie doch wunderbar noch ganz schnell zur Geburtstagsparty von Tanja und ihrem Blog Liebe & Kochen .

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Denn eigentlich war die Torte auch eine Geburtstagstorte.
So langsam musste ich den von meiner Mutter selbst gebrauten Holunderblütensirup in Angriff nehmen. Das er überhaupt so lange rumstand, hat mich doch einigermaßen verwundert, aber so hatte ich wenigstens genug, um ihn in dieser supersommerlichen Torte zu versenken.


Ich hoffe, ihr habt auch noch etwas da, denn ihr werdet das Nachbacken nicht bereuen.

Eine luftige, fein säuerliche und wunderbar cremige Mousse verbirgt sich hier mal ganz unüblich zusammen mit Pfirsichen (anstatt der normalen Kombination mit Erdbeeren) zwischen zwei recht dünnen, dafür aber umso flaumigeren Böden aus Löffelbiskuitteig.
Damit eignet sich die Torte auch hervorragend für ein Dessertbüffet, den der Teig ist hier fast nur eine leckere Beigabe und nicht sättigender Hauptbestandteil.



Der Holundergeschmack ist wirklich sehr prägnant, verträgt sich aber gut mit dem Steinobst.

 

Holunderblüten-Pfirsich-Torte

Löffelbiskuitmasse:
3 Eier 
3 Eigelbe
85 g Zucker
55 g Mehl

Holunderblütenmousse:
1 Päckchen gemahlen Gelatine (9g)
2 El frisch gepresster Zitronensaft
250 ml Holunderblütensirup
200 g saure Sahne
400 g Sahne

1 Dose Pfirsiche, abgetropft


Zuerst sind die Löffelbiskuits dran. Dazu 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und 2 Kreise mit 24 cm Durchmesser markieren.
den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen, dabei 35 g des Zuckers einrieseln lassen. In einer extra Schüssel die Eigelbe zusammen mit den restlichen 50 g Zucker hellschaumig aufschlagen.
Die Eiweißmasse unterheben.
Zum Schluss das Mehl vorsichtig unterziehen.
Jeweils eine Hälfte der Biskuitmasse auf ein Blech geben und zu einem 24 cm breiten Kreis ausstreichen (läuft beim Backen etwas breit, dann hat man wieder die Standardgröße von 26 cm).
Nacheinander die Biskuitkreise in jeweils ca. 12 Minuten goldbraun ausbacken.
Auf ein Kuchengitter stürzen und das Backpapier abziehen.


Dann kommt die Holunderblütenmousse dran.
Dazu Gelatine in etwas Wasser einweichen und 5 Minuten stehen lassen.
Die Hälfte des Sirups  in einen Topf geben, die eingeweichte Gelatine zugeben und bei milder Hitze unter Rühren auflösen.
Den restlichen Sirup sowie den Zitronensaft zugeben und von der Hitzequelle nehmen.
Sahne steif schlagen und die saure Sahne unterheben.


Sobald der Holunderblütensirup zu gelieren beginnt unter die Sahne heben.

Einen der beiden Biskuitböden auf einer Kuchenplatte legen und mit einen Tortenring fest umschließen.

Eine dünne Schicht der Mousse auf den Boden geben, dann die Pfirsichhälften darauf geben (mit der Mulde nach unten)
Mit der restlichen Mousse bedecken und zum Schluss den zweiten Boden auflegen.
Im Kühlschrank für mindestens 4 h, besser über Nacht fest werden lassen.
Am nächsten Tag den Tortenring vorsichtig mit einem Messer lösen und entfernen.
Mit etwas Puderzucker bestäuben und Holunderblüten dekorieren.