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Dienstag, 22. Juli 2014

Lemon-Curd-Eiscreme

Dieses Eis hier ist die Express-Variante des in diesem Jahr schon vorgestellten Zitronen-Sahne-Eises. Hier wird nämlich nicht zuerst noch ein Zitronensirup hergestellt, sondern einfach Lemon Curd verwendet ( wenn man den allerdings extra für das Eis macht, dann ist nix mehr mit schneller).

Bei uns gehört Zitroneneis einfach zum Standardprogramm im Sommer und muss für uns dieses Jahr auch noch als Trost für den wahrscheinlich ausfallenden Urlaub herhalten. Und wenn mich das Fernweh packt und ich gerade ausnahmsweise kein Zitroneneis im Tiefkühlschrank habe, dann muss auch mal dieser Foodguide mit seiner Übersicht über die besten Spezialitäten unserer liebsten Urlaubsziele als Trostmittel herhalten. Oder eben auch mal als Inspirationsquelle für neue sommerliche Rezepte.

 
Jetzt aber endlich zum Eis, denn noch gibt es ja hier Zitroneneis.
Wer meine Rezepte langsam kennt, erkennt an der Zutatenliste, dass ich auf das Grundrezept von Jeni Britton Bauer zurückgegriffen habe. Der Rest, also die Idee, Lemon Curd und in welcher Menge reinzumischen, ist aber auf meinem Mist gewachsen.
 
Wahrscheinlich durch die im Lemon Curd verwendeten Eier wird das Eis noch cremiger als gewohnt, aber (leider?) auch nicht so ganz erfrischend sauer wie das erste Zitroneneisrezept. Also insgesamt eher ein Kindereis, dass aber sicher auch von Erwachsenen nicht verschmäht wird. Und kindgerecht im Zitronenkopf bekamen meine Mädels das Eis auch serviert.

 

Lemon Curd-Eiscreme

 
450 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
40 g Frischkäse (mit Raumtemperatur)
300 g Sahne
150 g Zucker
2 EL Honig (im Original Glukosesirup)
1 Prise Salz
200 g Lemon Curd
 
In dieser Zeit kann wieder die Eisbasis hergestellt werden.
Dazu 4 EL der Milch abnehmen und mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
Die restliche Milch, Zucker, Sahne, Zitronenschalen und Honig in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen, bis die Mischung deutlich andickt.
Frischkäse in der kleinen Schüssel mit dem Salz glatt rühren und einen kleinen Teil der heißen Milchmischung unterrühren. Dann dieses in den großen Topf geben und gut verrühren. Lemon Curd gut unterrühren.

Im Kühlschrank oder besser in einem Eisbad komplett abkühlen lassen.
Die Basis in die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren.
Verschließbare Vorratsbehälter am besten auch schon vorher in den Tiefkühlschrank stellen und nur kurz wieder herausnehmen, um das fertige Eis darin abzufüllen. 

Ich fülle meistens auch was von dem frisch gefrorenen Eis in Lutschförmchen ab. Das gefällt meinen Mädels besser als "Kugeleis" - sie mögen Eis am Stiel irgendwie lieber (und es wird nicht so "kristallig" wie nur eingefüllter Fruchtsaft.




Samstag, 19. Juli 2014

Holunderblütenmuffins

Und wieder mal was schnelles für Zwischendurch. Bei dieser Hitze will man schließlich nicht lange in der Küche stehen und vor allem den Backofen eigentlich gar nicht bis nur so kurz wie nötig anschalten.

Durch den Holunderblütensirup sind diese Muffins aber geschmacklich sehr interessant. Ich hatte noch etwas übrig und wusste nicht so recht, was damit anfangen, also habe ich kurzerhand etwas davon in einen Standardmuffinteig gekippt und dafür entsprechend Zucker und Flüssigkeitszugabe verringert. Also prima geeignet, wenn man langsam alles , was mit Hugo zu tun hat, nicht mehr sehen kann und doch noch einen Rest Sirup hat, der  schon fast seine besten Tage hinter sich hat.

Wer nicht weiß, was drin ist, kommt nicht drauf. Man schmeckt nur, dass es eben anders schmeckt und das noch dazu ziemlich gut ;-) Mein Mann, der gerade anfängt ein bisschen auf seine Kurven  auf seine Linie zu achten, hat ohne mit der Wimper zu zucken sich ruckzuck 3 geschnappt und vernichtet.
Das sagt glaube ich schon alles.


Wer hat Lust,auf ein bisschen Frühling auf dem Kuchenteller?

Muffins mit Holunderblütensirup

Holunderblütenmuffins


170 g Butter, weich
180 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
140 g saure Sahne
40 ml Holunderblütensirup
200 g Mehl (Type 405)
1/2 TL Backpulver

 
Ofen auf 170°C vorheizen, ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min). Holunderblütensirup zugeben und ebenfalls unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit der sauren Sahne in ca. 3 Portionenzugeben und jeweils gut unterheben.
 
Gleichmäßig in die Förmchen verteilen und in 25 Minuten goldbraun backen.
Sobald sie fertig sind, 10 Minuten im Blech ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
 


Mittwoch, 16. Juli 2014

Dulce de Leche - Karamell-Popcorn

Mann, was für ein langer Name für so eine kleine Knabberei!

Ich probiere schon eine Weile am perfekten Popcorn herum. Die Ursprungsvariante Popcorn poppen -Zucker und Zimt drüber war noch nie so das wahre - das ganze Süße lag dann unten in der Schüssel und das Popcorn blieb eigentlich geschmacksneutral.
Die "verbesserte" Variante mit im gleichen Topf zuerst karamellisiertem Zucker und dann den Popcornmais dazuzuschmeissen hat auch nicht funktioniert, weder mit hartem noch mit weichem Butterkaramell. Das Ende war immer ein Topf mit verbranntem Popcorn und viel Spülarbeit.

Aber jetzt habe ich wohl meine Methode gefunden. Wie es geht, findet ihr im Rezept. Ein bisschen aufwendiger ist es schon, aber das Ergebnis hat mich und die beiden kleinen Testesserinnen komplett überzeugt. Ein toller Geschmack, nicht nur karamellig süß, sondern durch das Dulce de Leche auch noch irgendwie cremig.
Das abschließende Backen im Ofen sorgt dafür, dass die Karamellsauce zu einem superknusprigen Überzug wird - einfach empfehlenswert.

Zwar ist es kein richtiges Sommerrezept, aber es ist eindeutig knusprig und eindeutig sommerlicher als aller andere Knuspersüßkram, der mir so eingefallen wäre.
Deshalb geht dieses Knabberzeug auch noch an Sarah vom Knusperstübchen für ihr tolles Sommerevent:

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Leider dieses Mal kein so schönes Bild, aber das Lesen der Zutaten macht ja auch schon Appetit:

Karamellpopcorn

Dulce de Leche Popcorn

75 g Popcornmais
2 EL Öl
 
Überzug:
 
100 g Dulce de Leche (bei mir aus der Dose, den Rest habe ich eingefroren)
55 g Zucker
55 g brauner Zucker
40 g Butter

Den Mais entsprechend der Anleitung auf der Verpackung in einem genügend großen Topf poppen lassen. Im Topf lassen

In der Zwischenzeit den Backofen auf 170°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
In einem kleinen Topf bei milder Hitze alle Zutaten unter rühren erwärmen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.
Temperatur erhöhen, bis das Ganze blubbernd kocht, dann wieder die Temperatur verringern und noch ungefähr 1 Minute weiter köcheln lassen.

Diese Karamellsauce über das Popcorn gießen und mit einem Holzspatel gut umrühren.
Die klebrige Mischung auf die Bleche verteilen und im Ofen in 10 bis 12 Minuten goldbraun backen.
Auf den Blechen komplett auskühlen lassen und ggf. entstandene Popcornklumpen zerdrücken.
 
 






Sonntag, 13. Juli 2014

Kokos-Sanddorn-Torte mit ein bisschen Orchideen

Zum 60. Geburtstag meine Mutter sollte es schon eine etwas besondere Torte sein.
Sie wünschte sich Blümchen, der Rest war ihr egal. Und da es genügend Mitesser gab, wollte ich mal eine etwas außergewöhnlichere Geschmacksrichtung ausprobieren.


Ich musste nicht lange überlegen - ich griff gleich zu Matthias Ludwigs und dem Rezept für Kokos-Sanddorn-Törtchen, die ich auch schon bei Maren bewundert hatte. Wie so oft bei mir habe ich die Törtchen in eine normal große Torte umgemodelt (26 cm Durchmesser).

Sie kommt erfrischend fruchtig mit dem typisch leicht herben Sanddorngeschmack daher. Vor dem Tortengenuss hatte ich aber leider einige Hürden zu überwinden. Zum einen gibt es bei uns hier im Süden Deutschlands Sanddorn in jedweder Form fast nirgends zu kaufen. Ich wurde erst bei der dritten Anlaufstelle im Reformhaus in Form von Saft fündig (und der war dann auch nicht wirklich günstig).


Das zweite Problem war die Kokoscreme (ähnlich gekocht wie eine Panna Cotta), die leider überhaupt nicht geklappt hat und sich beim Festwerden im Tiefkühler in 2 Phasen getrennt hat - was ich leider erst am Morgen des Geburtstages bemerkt habe. Der untere Teil war eine klare wirklich zähe und ziemlich geschmacksneutrale Gummischicht, der obere eine sehr weiche Kokospampe. Warum das passiert ist weiß ich nicht. Irgendwo habe ich mal was darüber gelesen, warum sich Panna Cotta manchmal trennt - es hatte was mit der Hitze und der Abkühlungszeit zu tun, aber mir fällt es nicht mehr ein.
So musste ich mir schnell einen Plan B einfallen lassen - für einen erneuten Versuch fehlte mir Zeit (und zugegebenermaßen auch Lust, ich wollte nicht noch einen Gummireifen produzieren).
So bin ich auf eine Mousse aus weißer Schokolade und Kokosmilch umgeschwenkt, was geschmacklich und von der Konsistenz her auch perfekt gepasst hat.

Obendrauf kamen noch ein paar selbstgemachte Orchideen aus Blütenpaste. Zusammen mit ein paar Biskuitkrümeln und etwas weißer Schokolade sah das gar nicht so schlecht aus ;-)


Kokos-Sanddorn-Torte

dunkler Wiener Boden:
6 Eier
240 g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Salz
200 g Mehl
35 g Kakaopulver
35 g Butter, geschmolzen
 
Kokosmousse:
70 g Kokosmilch
10 g Zucker
4 g gemahlene Gelatine, eingeweicht
150 g weiße Schokolade, fein gehackt
140 g Sahne
 
Sanddornmousse:
150 ml Sandornsaft
8 g Gelatine, eingeweicht
20 g Honig
2 Eigelbe
60 g Zucker
300 ml Sahne
 
Am besten zuerst die Kokosfüllung zubereiten, dann kann sie tiefgekühlt werden und gut als Einlage in die Sanddornmousse gesetzt werden. Man benötigt dafür einen verstellbaren Tortenring , den man auf 16 cm Durchmesser einstellt. Eine eben Unterlage, die auch mit eingefroren werden kann bereitstellen und mit Frischhaltefolie abdecken. Den Tortenring daraufstellen und die Folie am Rand hochziehen  oder wenigsten ringsrum einen eng anliegenden Wulst formen, so kann nur sehr wenig auslaufen.

Dann Kokosmilch und Zucker aufkochen. Von der Hitzequelle nehmen und die Gelatine darin unter Rühren auflösen. Die gehackte Schokolade zugeben, kurz umrühren und 2 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit die Sahne cremig aufschlagen.
Die Kokos-Schokomischung erneut durchrühren, jetzt müsste sich die Schokolade komplett aufgelöst haben. Sobald diese Mischung sich nur noch handwarm anfühlt (also 35°C hat), die Sahne unterheben.
In den vorbereiteten Tortenring füllen und ca. 2 h oder länger tiefgefrieren.


Als nächstes die Böden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Ich habe ein mit Backpapier ausgelegtes Blech  genommen und eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser.

Die Eier, Zucker Salz und Vanille auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl und Kakao Speisestärke zusammen sieben und dann unter die Eimasse heben, danach die Butter untermelieren.
Ungefähr 1/3 der Biskuitmasse in die runde Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Die restliche Masse auf das Backblech streichen (auf einer Größe von ungefähr 40 x 21 cm) und nach dem runden Boden in 12 bis 15 Minuten fertigbacken (hiervon bleiben später beim Zusammenbau etwas übrig).
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und den runden Boden auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, den eckigen auf dem Blech.

Jetzt geht es an die Sanddornmousse.
Dazu 50 ml des Saftes mit dem Honig auf ca. 60 bis 70°C erwärmen (nicht kochen). Gelatine darin auflösen. Restlichen Saft untermischen.
Eigelb und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig aufschlagen, bis die Masse eine Temperatur von ca. 80°C erreicht hat.
Unter die Sanddornmasse heben.
Sahne luftig aufschlagen und ebenfalls unterheben.

Dann folgt der Zusammenbau.
Den runden Boden auf eine Servierplatte legen. einen Tortenring ungefähr 4 cm größer einstellen und darum herum stellen.
Den rechteckigen Boden der Länge nach in ungefähr 7 cm breite Streifen schneiden und hochkant an der Innenseite des Tortenrings rund um den bereits eingelegten Biskuit aufstellen. Hier wird etwas übrig bleiben. Den restlichen gebackenen Boden kann man wie ich zur Deko mitverwenden oder z. B. für ein Trifle oder Cakepops verwenden (er lässt sich auch sehr gut einfrieren).
Den Tortenring eng ziehen, so dass eine komplett mit Biskuit ausgelegt Art "Schüssel" entsteht.
Darin eine dünne Schicht Sanddornmousse verstreichen.
Die tiefgekühlte Kokosmousse mittig einlegen. Am besten funktioniert das Lösen und Einlegen auf folgende Weise: am Rand zwischen Ring und Mousse mit einem Messer entlangfahren, dann auf die Sanddornmousse stürzen und die Frischhaltefolie nur nach oben abziehen.
Mit restlicher Sanddornmousse bedecken.

Zum Festwerden mindestens 3 h in den Kühlschrank stellen, dann kann der Tortenring entfernt werden und die Torte nach Wunsch dekoriert werden.

Sie wurde von allen Testessern sehr gelobt (außer meinen Mädels " Mama, die gelbe Creme schmeckt mir nicht ... und die weiße auch nicht, ich mag eigentlich nur die Blumen essen...) und war sehr schnell vom Büffet verschwunden.




Donnerstag, 10. Juli 2014

Zupfzopf reloaded und meine Gewürzmischung "sweet & spicy"

Der Zupfzopf ist bei uns ein richtiger Klassiker, der eigentlich, falls ich mal nachfrage, was ich backen soll (was sehr selten vorkommt, lieber mache ich das, was mir gerade in den Kram passt), immer als eines der ersten Vorschläge kommt.
(Mein Gott, was war das für ein verschachtelter Satz).
Aber Yushka sucht jetzt das Lieblingsessen unserer Kinder, deshalb bekamen sie endlich mal wieder die Chance auf ihr Lieblingsgebäck.

http://www.sugarprincess-juschka.blogspot.de/





Andere kennen es als Pull-Apart-Brot, aber meine Mädels haben das nicht so recht verstanden. Mit unserer Übersetzung konnten sie aber was anfangen, weil es genau das beschreibt, was sie mit dem "Zopf" machen - sich immer wieder ein Stück abzupfen.

Im Gegensatz zur ersten Version habe ich es mit einer selbstgemachten Gewürzmischung gefüllt, die ich euch heute verrate.
Dabei sind so gut wie alle meine Lieblingsgewürze enthalten - kein Wunder, dass es mir also ziemlich gut schmeckt. Und im Gegensatz zu ähnlichen gekauften Mischungen ist nicht so viel Zimt drin, sondern als Geheimzutat noch etwas Tonkabohne.
Und meine Mischung ist auch noch richtig vielseitig. Außer als Füllung für dieses Rezept kann man noch viel mehr damit anstellen.
Es macht sich gut statt Zimt als Streuselgewürz, in Makronen, Sandkuchen oder Baisers. Bei uns ist es zur Zeit mit Zucker gemischt der Ersatz für "Zucker und Zimt" zu allem, was normalerweise damit aufgepeppt wird.
In Eis, Panna Cotta oder als zusätzliches Gewürz mit in Vanillepudding gerührt macht es sich auch sehr gut - probierts mal aus! Und das wird kein Problem sein, denn es bleibt beim Herstellen des Zupfzopfs ein bisschen übrig (aber weniger ist so schlecht zu mischen, und die mühsamem Mahlarbeit soll sich ja auch lohnen).

Zuerst die Gewürzmischung:



Sweet & Spicy - süßes Universalgewürz
 
2 TL frisch gemahlener Anis
2 TL gemahlener Zimt
2 TL gemahlene getrocknete Orangenschale
1 TL Kardamom, frisch gemahlen
1 TL Vanillepulver
1/8 Tonkabohne, frisch gerieben
 
Alle Zutaten einfach vermischen und in einer gut verschließbaren Dose aufbewahren.

 
 
Und dann der Zupfzopf:

Pull-Apart-Bread
 
 
Zupfzopf auf unsere Art
 
Teig:
350 g Mehl Type 550
160 g Milch
20 g Frischhefe
50 g Butter
30 g Rohrohrzucker
1 Ei
1 Teelöffel Salz
 
Füllung:
70 g sehr weiche Butter
80 g Rohrohrzucker, noch besser: Muscovado Zucker (brauner, leicht feuchter Rohrzucker)
2 Esslöffel der Gewürzmischung


Für den Teig alle Zutaten in eine große Schüssel geben, dazu die Hefe zerbröckeln und die Butter kleinschneiden. Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. Geht natürlich auch in einer ausreichend großen und starken Küchenmaschine, meine hat aber nicht genug Muckis.
Den Teig abdecken und 1 h gehen lassen.
Kurz durchkneten und eine Kugel daraus formen.
Nochmals zudecken und 10 min ruhen lassen.

Teig zu einem ungefähr 1 cm dicken Rechteck ausrollen und mit Butter bestreichen.
Gewürzmischung und Zucker in einer kleinen Schüssel gut mischen und auf die Butter streuen. Dann in 6 Streifen schneiden (parallel zur längeren Seite des Rechtecks).

Diese aufeinander stapeln werden und diesen Stapel wieder in 6 gleich große kleinere Stücke bzw. Stapelhäufchen schneiden. Jeden dieser Stapel dann nacheinander aufrecht in eine gefettete Kastenform stellen, so dass man viele kleine Scheiben sieht).

Zudecken und nochmals 45 bis 60 Minuten gehen lassen.

Nach ca. 30 bis 45 Minuten (je nach Ofen) den Ofen auf 175°C vorheizen.
Dann in 30 bis 35 Minuten den Zupfzopf goldbraun backen, danach10 Minuten in der Form abkühlen lassen und dabei den Kindern auf die Finger klopfen, wenn sie schon jetzt daran herumzupfen wollen (Brandblasengefahr ;-) ).
Danach (soweit die Kinder sich noch abhalten lassen und nicht langsam ganz plötzlich extremen Hunger haben und ich dann schuld am verhungern bin ...) auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig abkühlen lassen.
 
 


 
 
 
 
 
 
 


Montag, 7. Juli 2014

marmoriertes Vanille-Erdbeereis

Was gibt es im Sommer besseres als Eis. Dieses Jahr darf die Eismaschine sich im Vergleich zum letzten Jahr bei uns richtig austoben und kommt schon fast wöchentlich zum Einsatz.
Und weil Eis ja bekanntlich schön erfrischt (und das hatten wir gestern wirklich nötig), darf mein Eis noch beim 100. Blogevent von Zorra mitmachen, das dieses Mal mit Simone aus der S-Küche unter dem Motto "Zisch! Erfrisch mich" durchgeführt wird.

Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)

Bei unserer Kleinen ist besonders Erdbeereis beliebt. Die Große dagegen liebt Vanilleeis.
 

Deshalb lag es nahe, beides einfach zu kombinieren und praktisch einen Erdbeereisbecher gleich komplett einzufrieren - superfruchtiges Erdbeersorbet nach dem schon im letzten Jahr vorgestellten Rezept, eingestrudelt in cremiges Vanilleeis - und beiden Kinder (inklusive Mama und Papa) sind glücklich.
Natürlich schmecken die beiden Eissorten auch als einfache Kugeln direkt nebeneinander, aber so hübsch marmoriert flutschen sie noch viel besser in den Mund.

Der Einfachheit halber schreibe ich euch aber beide Rezepte nochmal hier rein.

Das Vanilleeis stammt wieder aus dem Buch von Jeni Britton Bauer, "Das beste Eis der Welt ".



marmoriertes Erdbeer-Vanilleeis 


Erdbeersorbet:

500 g Erdbeeren, geputzt gewogen

375 ml Wasser

180 g Zucker

20 ml Zitronensaft (1/2 Zitrone)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
4 EL Sahne

Vanilleeis:
450 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
1 ganze Vanilleschote, das Mark herausgekratzt
300 g Sahne
150 g Zucker
2 EL Glucosesirup (oder Honig)
1 Prise Salz 
40 g Frischkäse mit Raumtemperatur
 
Zuerst werden die beiden Eisgrundmischungen hergestellt.
 
Für das Erdbeersorbet wird aus Wasser, Zucker, Zitronensaft und -schale ein Sirup gekocht. Dazu alles in einem Topf zum Kochen bringen und dabei Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und 10 min abkühlen lassen.
In dieser Zeit die Erdbeeren mit dem Stabmixer in einem hohen verschließbaren Gefäß pürieren.
Zitronenschale aus dem Sirup entfernen und den Sirup mit dem Erdbeerpüree mischen. Die Sahne unterrühren.
Mit einem Deckel verschließen und im Kühlschrank komplett abkühlen lassen.
 
Für das Vanilleeis 4 EL der Milch abnehmen und mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
Die restlichen Zutaten inklusive dem Vanillemark und der Vanilleschote und außer dem Frischkäse in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen. Vanilleschote entfernen (abspülen und trocknen lassen).
Den Frischkäse glatt rühren und eine kleine Menge der heißen Eisbasis unterrühren (soviel, bis der Frischkäse langsam dünnflüssig wird), dann diese Mischung zur Eisbasis zurückgeben und gut unterrühren. Wenn möglich, im Eisbad abkühlen lassen,es geht aber auch in einer verschlossenen Schüssel im Kühlschrank.

Eine der beiden Grundmischungen in die Eismaschine geben und nach Herstelleranweisung gefrieren. Das fertige Eis eine mindestens große, möglichst flache gefriergeeignete Vorratsdose füllen. Diese sollte mindestens das doppelte Volumen des ersten Eises haben.
Sofort in den Gefrierschrank geben.
Die zweite Eisbasis in der Eismaschine gefrieren. Sobald sie fertig ist (bei mir hat das Eis in diesem Stadium immer eine softeisähnliche Konsistenz und lässt sich noch relativ gut rühren), diese Eissorte auf die erste in der Schüssel geben und mit einem Holzspatel, ähnlich wie bei Marmorkuchen, grob unterrühren. Die einzelnen Eissorten sollen noch gut zu erkennen sein!


Freitag, 4. Juli 2014

Lemon Curd nach Heston Blumenthal

Eigentlich sollte es heute hier gar kein Rezept geben, denn ich bin eigentlich zu Besuch bei Yushka und ihrem Blog Sugarprincess.


Dort gibt es heute ein Rezept für diese tolle Beeren-Baisertorte mit Zitrone aus der süßen Werkstatt:

 
 
Für dieses Rezept braucht man Lemon Curd, den es zwar auch in guter Qualität zu kaufen gibt, der selbstgemacht aber eben doch noch einen Ticken besser schmeckt. Deshalb dachte ich, dann kombiniere ich die beiden Rezepte eben und es gibt ausnahmsweise 2 an einem Tag.
 

Lemon Curd habe ich schon ein paar mal gemacht. Vor 2, 3 Jahren das erste Mal für die gleiche Torte, wie jetzt wieder (weil mein Schwager sie damals so toll fand), als letztes wieder etwas ähnliches für die Erdbeer-Zitronentorte vor einer Woche. Aber bei allen war mich der immer sehr starke Beigeschmack nach Ei etwas zu viel und ich fand den Beigeschmack ziemlich störend.
Der Grund dafür war wahrscheinlich, dass ich bisher immer Rezepte verwendet habe, die (fast) nur Eigelb verwenden.

Heston Blumenthal macht es etwas anders. Er nimmt ganze Eier (und nur noch ein einzelnes Eigelb zusätzlich). Mir scheint der Eigeschmack nicht ganz so penetrant, deshalb habe ich jetzt wahrscheinlich MEIN Lemon Curd-Rezept gefunden. Trotzdem aber cremig und zitronig frisch.

Allerdings habe ich doch etwas anders gemacht als der Meister persönlich. Er erhitzt nämlich nur kurz auf 70 Grad, bis die Masse eindickt. Mir war das salmonellentechnisch etwas zu kritisch, da ich den Curd schon 5 Tage vor Verzehr hergestellt habe. Deshalb habe ich die Temperatur unter ständigem Rühren 10 Minuten gehalten (wobei die Temperatur des Eindickens laut meinem Thermometer bei 72°C lag, weshalb ich auch diese Temperatur gehalten habe).

Lemon Curd 

4 unbehandelte Zitronen
170 g Butter, gewürfelt
220 g brauner Zucker
5 Eier
1 Eigelb

Die Zitronen waschen und mit einem Gemüseschäler von dreien das gelbe der Schale in Streifen dünn abschälen (möglichst kein weißes mit runter schälen, sonst wird es nur bitter).
Dann die Zitronen auspressen und 150 ml Saft abmessen (bei mir waren das genau die 4 Zitronen).
Saft und Schalenstreifen der Zitrone mit den restlichen Zutaten in eien kleinen Topf geben und unter ständigem rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Butter geschmolzen ist. Das kann schon mal 10 bis 15 Minuten dauern. Dann die Temperatur etwas erhöhen und die Mischung laut Rezept unter ständigem Weiterrühren auf 70° C, bei mir bis 72°C laut Thermometer erhitzen.
Heston Blumenthal nimmt den Curd sofort von der Kochplatte, ich habe noch weitere 10 Minuten die Temperatur gehalten und dabei gerührt.

Den heißen Curd durch ein feines Sieb direkt in saubere Gläser (am besten sterilisiert) streichen und sofort verschließen.
Abkühlen lassen und dann genießen.

 
Man kann mit dem Curd nicht nur leckere Tortenfüllungen wie hier machen. Es lässt sich auch zu einem leckeren Eis verwerten (dazu kommt bald ein Rezept), direkt auf Brot oder Brötchen streichen und ganz lecker schmeckt es auch mal zu Mandelmadeleines, die ganz dekadent direkt eingetunkt werden.