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Schoko-Birnen-Gugelhupf - sponsored Post

Vor einer Weile wurde ich von www.meincupcake.de angeschrieben, ob ich nicht an einer Zusammenarbeit interessiert bin.
Schon als ich nur ganz kurz reinschaute wurde mir schnell klar - eindeutig ja.
Ich glaube, es ist fast der Onlineshop mit dem größten Angebot an Backzubehör und Kram zum Tortendekorieren, den ich kenne.


Sie schreiben selber von sich:

Der deutschsprachige Shop www.meincupcake.de existiert seit Anfang des Jahres 2010. Die Idee zur Gründung des Online-Shops stammt von der Geschäftsführerin, Frau Kyoungmi Handke. Sie ist selber leidenschaftliche Hobby-Bäckerin und hat bei der Umsetzung ihrer Rezepte immer wieder feststellen müssen, dass hochwertiges Zubehör zum Backen sowie zum Dekorieren von Torten, Cupcakes, Muffins und Cakepops in Deutschland nur sehr schwer zu finden ist. 

Bis heute kümmert sich Kyoungmi persönlich um den Einkauf der in unseren Online-Shops angebotenen Waren. Besonderen Wert legen wir auf ein breites Sortiment und höchste Qualität der Produkte. So umfasst unser Angebot derzeit über 5.000 verschiedene Artikel der bekanntesten Marken und Hersteller. Des Weiteren sind für uns eine rasche Bestellabwicklung sowie ein schneller und kompetenter Kundenservice besonders wichtig. Alle Bestellungen, die bis 14 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag bearbeitet und, sofern ein Zahlungseingang vorliegt oder es sich um einen Kauf auf Rechnung handelt, umgehend zum Versand bereitgestellt. Dementsprechend müssen unsere Kunden in aller Regel nicht länger als drei Werktage auf die Zustellung der Ware warten. 

 Neben www.meincupcake.de, gibt es eigene Shops für Backfans und Tortenkünstler in Österreich, Frankreich sowie Großbritannien und auch ein richtiges Ladengeschäft in Köln.
 
Ich habe mir folgende Artikel ausgesucht (nachdem ich gefühlt eine Woche nur mit Stöbern beschäftigt war und immer wieder hin und her überlegt habe - habe ich schon mal geschrieben, dass ich mich mit Entscheidungen irgendwie schwer tue?):
 
 
Damit ihr nicht leer ausgeht, habe ich für Euch zumindest ein Rezept dabei, dass ich mit Hilfe des erhaltenen Zubehörs gebacken und dekoriert habe.

 
Aber nicht nur irgendeins. Es ist ein ganz spezieller Gugelhupf, von dem ihr ohne Reue noch ein Stückchen mehr vernaschen könnt. So braucht ihr euch nicht wundern, warum auf dem Anschnittbild keine Birne zu sehen ist - die sind nämlich komplett püriert im Teig versteckt. Dadurch wird der Kuchen wunderbar saftig, und das "mit ohne" Butter und praktisch nur einem Schuss Öl (wir müssen gerade milchproduktfrei kochen und backen). Durch das Aufkochen des wird auch der letzte Rest Schokogeschmack aus dem Kakaopulver herausgeholt - probiert es aus, das lohnt sich wirklich.
 
Das Rezept habe ich mal wieder von Dan Lepard geklaut. Der nennt in "The Alchemists Chocolate Cake" und für solche Backexperimente bin ich ja sowieso immer zu haben. Laut seinen Angaben hat dieser Schoko-Birnen-Kuchen nur ein Viertel des Zuckers und die Hälfte des Fettgehalts eines typischen (englischen) Rührkuchens.
Ich finde das Rezept passt ganz wunderbar in die Vorweihnachtszeit. Dann hat man nämlich beim Kuchen schon ein paar Kalorien gespart (und das noch ohne geschmackliche Abstriche) und kann sich noch ein paar Plätzchen oder Lebkuchen genehmigen.
Wer mag kann auch noch etwas Zimt in den Teig geben, das schmeckt bestimmt auch sehr gut. Oder etwas kleingeschnittene Schokolade, aber dann war es nichts mit Kaloriensparen:-)

 

Schoko-Birnen Gugelhupf

 
1 Dose Birnenhälften mit Saft (425 ml Inhalt)
75 g Kakaopulver
125 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
50 ml Walnussöl (schmeckt bestimmt super, hatte ich aber nicht, nur normales Sonnenblumenöl)
3 Eier
225 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
 
Zuerst die Birnen abgießen und dabei den Saft auffangen. Das müssten so ungefähr 125 ml sein.
 
Den Saft zusammen mit dem Kakaopulver und dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Dabei ständig gut rühren, sonst brennt die Masse unten an.
Nach dem ersten Aufblubbern sofort vom Herd nehmen und in eine hohe Rührschüssel geben, zusammen mit den Birnenhälften und Vanille (in der Schüssel solltet ihr auch mit dem Pürierstab hantieren können).
 
15 Minuten abkühlen lassen. In dieser Zeit die Gugelhupfform ausfetten und den Ofen auf 170° C vorheizen.
 
Mit dem Pürierstab zu einer glatten Mischung pürieren.
 
Die Eier zugeben und unterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und gut unterheben.
 
In die Form füllen und 40 Minuten lang backen (Garprobe nicht vergessen).
 


Adventskalender

In meinem Testpaket von Silikomart war auch ein Adventskalender zum Selberbefüllen.
Die Idee kommt mir sehr entgegen, da ich eigentlich zum Adventskalenderbasteln zu untalentiert (und faul) bin, aber ja gerne mal in der Küche was rumexperimentiere.


Hier ging der erste Versuch mit einer Fruchtganache durch einen Rechenfehler meinerseits total daneben - sogar tiefgekühlt waren die einzelnen Teile noch sehr weich (yippieh, ich habe eine neue Art, weiches Eis zu machen erfunden ;-)  ).


Also habe ich mich von Pierre Herme inspirieren lassen und sein Rezept für die Pralinen "Balthazar" für uns etwas angepasst.
Der gute Mann weiß was schmeckt und gelingt, was man von mir ja nicht immer behaupten kann.
Und was passt besser in einen schokoladigen Adventskalender als ein dezenter Hauch von Zimt?

Wie ihr sehen könnt, beinhaltet das Paket eine Form mit 25 süßen Weihnachtsmotiven. 24 davon werden in die Palette mit den Vertiefungen gelegt, die dann in die Kalenderschachtel geschoben wird. Das letzte ist für den Tag danach (oder wie bei mir schon für lange vorher ...)

Meine Ganache lies sich nach dem Kristallisieren wunderbar leicht aus den Förmchen lösen und die Gussteile hatte eine schön glänzende Oberfläche, was sich für Schokoladengiessformen auch gehört.


Milchschokoladenganache mit Zimt

 
90 g flüssige Sahne
10 g Zucker
5 g Zimt
70 g Schokolade mit 60% Kakaogehalt
110 g Schokolade mit 32% Kakaogehalt
30 g weiche Butter, gewürfelt
 
 
Die Schokolade fein hacken und in einer Schüssel über einem Wasserbad schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
 
Den Zucker als dünne Schicht auf den Boden eines kleinen Topfes streuen. Zimt darüberstreuen und ohne Rühren erhitzen, bis sich ein goldbraunes Karamell gebildet hat.
Die Sahne unterrühren und die Mischung aufkochen lassen. Dabei gut rühren, damit sich das Karamell komplett löst.
 
Die Zimtsahne über die geschmolzene Schokolade geben und in Spiralen von innen nach außen rühren, bis sich eine homogene Mischung gebildet hat.
Bei einer Temperatur zwischen 40 und 45°C die Butter Würfel für Würfel zugeben, dabei weiter in Spiralen rühren.
Sobald auch hier alles homogen vermischt ist, die Ganache in die Silikonform gießen.
Zum Festwerden in den Kühlschrank geben und dort mindestens 4 h, besser über Nacht kristallisieren lassen.
Aus der Form lösen, in die einzelnen Kästchen verteilen und hoffen, dass die Kinder mal vergessen einen Tag aufzumachen ;-)
 

 
Da ich nicht genau wusste, wie viel Ganache ich brauche, hatte ich ungefähr ein Viertel zu viel gemacht. Wenn ihr keine weiteren Silikonförmchen habt, könnt ihr die Mischung auch direkt in der Schüssel fest werden lassen und dann mit Teelöffeln kleine Kugeln formen und diese wie Trüffeln in Kakaopulver wälzen.


Ausprobiert: die Lambertz-Geschenktruhe - Sponsored Post

Heute gibt es ausnahmsweise mal nichts Selbstgebackenes. "Nur" eine gute Alternative zu Selbstgebackenem. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alle, die hier bei mir oder auch auf anderen Foodblogs mitlesen, ebenso viel Zeit oder Muse mitbringen, um alles selbst zu machen.

Aber trotzdem muss keiner auf süßen Genuss verzichten, vor allem nicht zur Genusszeit schlechthin, der Weihnachtszeit. Denn im Handel gibt es (neben manchen nicht so guten) einige sehr gute Markenprodukte wie diese hier in der Geschenkebox enthaltenen.


Ich muss zugeben, ich wusste schon ungefähr, auf was ich mich einlasse und habe mich deshalb auch sehr auf die vielen Lebkuchen, Dominosteine und anderen Leckereien gefreut. Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der noch nie ein Produkt von Lambertz oder einer seiner Tochterfirmen wie Kinkartz, Weiss (ist zufälligerweise bei uns ganz in der Nähe in Ulm) oder Haeberlein-Metzger probiert hat. Und wahrscheinlich haben schon manche eurer Omas, Uromas oder aus noch weiter zurückliegenden Generationen mit Hochgenuss Lebkuchen von einer dieser Firmen zu Weihnachten verzehrt, denn Lambertz wurde (als ältestes Unternehmen der Firmengruppe) schon 1688 in Aachen gegründet und steht seit damals für Qualität. Vor allem für seine Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen, Mozartkugeln (da könnte ich mich reinlegen....) und Dominosteine ist Lambertz nicht nur in Deutschland bekannt sondern gehört damit auch zu den weltweit führenden Anbietern für Backwaren dieser Art.

Jetzt aber zur Geschenktruhe. Als das große Paket bei uns gut verpackt ankam und ich nur kurz bemerkte "Das werden die Lebkuchen sein" war die Kleine nicht mehr zu bremsen.
Sie rannte zur Schublade, holte die Schere und hievte sich die noch verschlossene, mit 1,7 kg Weihnachtsgebäck prall gefüllte, Schachtel vom Tisch.
Bevor ich richtig reagieren konnte, hatte sie den Karton schon zur Hälfte offen...

Ich habe sie dann doch lieber gebremst, denn ich wollte nicht wirklich, dass die edle, mit alten Firmenmotiven bedruckte Truhe aus echtem Holz, in der die einzelnen Gebäcke noch verpackt sind, aus Versehen beschädigt wird.
Dann wurde die Truhe zuerst andächtig bestaunt (Sind da wirklich so viele Lebkuchen drin?), bevor sie vorsichtig geöffnet wurde - und die Kinder dann noch das weihnachtlich rote Einschlagpapier zurückschlagen durften.

Was sich darin befindet ist laut Beschreibung das Beste aus dem Hause Lambertz:
  • eine Blechdose „Zum Fest“ mit 300 g gemischter Lebkuchen, Dominosteinen und Zimtsternen,
  • 200 g Mozartkugeln
  • 100 g Mandel-Spitzkuchen
  • 100 g Dessert-Spitzkuchen
  • 200 g Schoko-Printen
  • 200 g Schoko-Lebkuchen
  • 200 g Schoko-Spekulatius
  • 175 g Domino-Mischung
  • 100 g Honig-Saft-Printen
  • 200 g Lambertz-Time (Lebkuchenmischung)

...und wird wohl auch von Lambertz selbst an Staatsoberhäupter und andere wichtige Persönlichkeiten verschenkt. Da fühlte ich mich ja schon ein wenig geschmeichelt...

Und andere wahrscheinlich auch. Jetzt zu Weihnachten wäre die Geschenktruhe sicher ein besonderes Geschenk für Geniesser, die Schokolade und Lebkuchen lieben. Und sehr schön finde ich die Möglichkeit, die Truhe direkt verschicken zu lassen und sie trotzdem zu personalisieren,
 indem eine per Post zuvor an Lambertz geschickte Karte mit in das Paket gelegt wird.

 
Wir machten uns zuerst an die Dose "Zum Fest", da hier schon eine schöne Auswahl an Gebäcken enthalten ist. Natürlich waren zuerst die Dominosteine in den Mündern meiner Töchter verschwunden (unser Hausherr durfte noch nicht, war aber mehr als neidisch und sagte immer wieder, wir sollen ihm auch was aufheben) - vor allem die weißen.


Ich mag mehr mit Schokolade überzogene Lebkuchen, am besten noch mit Nüssen/Mandeln oder etwas anderem Knusprigen (wie in den Honigprinten) und wurde geschmacklich nicht enttäuscht. Was mich aber am meisten überrascht hat, waren die Zimtsterne. Normalerweise verschmähe ich die immer, die Angelegenheit war mir bisher immer zu trocken. Aber diese hier waren ganz anders - außen leicht knusprig, innen saftig, nussig und natürlich zimtig. Einfach lecker!


Über die Mozartkugeln muss ich nichts extra schreiben - nur mmmmh reicht wohl...

Die Truhe steht jetzt sozusagen griffbereit im Wohnzimmer und ist noch nicht ganz ihres leckeren Inhalts beraubt. Ich befürchte allerdings, dass der Inhalt bei weitem nicht bis Weihnachten durchhält.

Und wer nicht ganz so großen Lebkuchenhunger hat, der wird im Onlineshop trotzdem noch fündig. Es gibt auch kleinere Geschenkverpackungen oder auch das komplette Programm von #Lambertz in Einzelverpackungen.

Ich bedanke mich noch herzlich bei der Firma Lambertz, die uns das Paket zum Probieren zur Verfügung gestellt hat.



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Verflixt und zugeknöpft - LemonCurd-Himbeer-Schnecken

Eigentlich ein richtiges Sommergebäck, denn diese Schnecken kommen eher sehr sauer daher. Aber sauer im positiven Sinn von erfrischend-fruchtig. Aber gerade im Winter kann man auch mal ganz gut einen süßen Vitamin-C-Stoß gebrauchen.


Allerdings hätte ich sie wohl vor dem Backen wohl wirklich besser zugeknöpft als hinterher, damit die Füllung aus Lemon Curd sich nicht so sehr verdünnisiert. Geschmacklich war sie eindeutig noch da, aber optisch war sie fast nicht mehr wahrnehmbar. Und vielleicht hätten die Schnecken dann nach dem Backen nicht mehr so locker gewickelt ausgesehen, was sie vorher eindeutig nicht waren.

Um die optischen Mängel etwas zu vertuschen, habe ich dann doch lieber einen dicken Zuckerguss draufgemacht und zur Ablenkung ein paar bunte Knöpfe drauf drapiert.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Die Backfee. Süß und salzig " von Manuela Kjeilen. Dort dreht es sich hauptsächlich um Hefegebäck in allen Variationen.


Der Hefeteig zu diesen Schnecken ist ein eher reichhaltiger, der durch einen verhältnismäßig hohen Buttergehalt an Briocheteig erinnert (naja, es hat mich auch irritiert, das im Buch dieser Teig unter dem Namen "süßes Hefegebäck" abgedruckt ist und 4 Seiten später das haargenau gleiche mit dem Titel "Brioche").
Er enthält Milchpulver (gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt als Magermilchpulver, ist also nicht so schwer aufzutreiben), viel Eier und eine extrem hohe Menge an Hefe.
Der hohe Hefeanteil ist mir schon öfters bei skandinavischem Gebäck aufgefallen (Leila Lindholm macht es auch so) und obwohl ich Testrezepte sonst eigentlich immer genau nachbacke, habe ich hier die Hefemenge halbiert. Dafür bekam der Teig dann eben die doppelte Gärdauer, so gleicht sich das auch wieder aus. Aber ich wusste schon im Voraus, das wir selbst den etwas starken Hefegeschmack sonst nicht so mögen würden.

Das Lemon Curd kann man gut schon einen Tag im Voraus machen, dann ist es auch schön abgekühlt und lässt sich leichter verstreichen. Im Vergleich zu dem im Sommer vorgestellten Lemon Curd nach Heston Blumenthal hat es verhältnismäßig viel Ei und Zitrone drin. Dadurch kommt auch der Eigeschmack mehr durch und es schmeckt viel säuerlicher.


Lemon-Curd-Himbeer-Schnecken

Lemon Curd:
Saft von ca. 2 unbehandelte Zitronen (100 ml)
2 TL geriebene Schale der unbehandelten Zitrone
60 g Butter, gewürfelt
75 g brauner Zucker
4 Eigelbe

Hefeteig:
400 g  Mehl (Type 550) 
35 g Milchpulver
50 g Zucker
1/4 TL Salz
42 g frische Hefe (ein Würfel)
50 ml Wasser
3 Eier
1 Eigelb
150 g zimmerwarme Butter, gewürfelt

zusätzliche Füllung:
150 g Himbeeren

zum Bestreichen vor dem Backen:
1 Eiweiß

Puderzuckerglasur:
250 g Puderzucker
Saft von ungefähr einer Zitrone


Die Zitronen waschen, die benötigte Menge an Schale mit einer Reibe abhobeln und auspressen. 100 ml Saft abmessen (bei mir waren das genau die 2 Zitronen).
Saft und Schalenabrieb der Zitrone mit den restlichen Zutaten in eine kleine Schüssel geben und auf ein kochendes Wasserbad stellen. Der Boden der Schüssel sollte das heiße Wasser nicht berühren. Unter ständigem Rühren bei erwärmen, bis die Masse deutlich andickt.
Da ich wusste, dass der Curd noch in den Schnecken mit gebacken wird, habe ich es dann mit dem Erhitzen gut sein lassen. Zum pur Essen die Hitze reduzieren und die Temperatur unter Rühren noch 10 Minuten halten.
Abkühlen lassen.
 
Für den Teig alle trockenen Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben. In die Mitte eine Mulde formen und darin das Wasser reingeben. Die Hefe unter leichtem Rühren im Wasser auflösen. 
Die restlichen Zutaten zugeben und auf mittlerer Stufe ca. 20 Minuten kneten. Der Teig erscheint zu Beginn etwas weich, das wird aber.
 
Den Teig abdecken und 45 Minuten gehen lassen(auf das doppelte Volumen). 

Backofen auf 180°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
 
Den Teig zu einem Rechteck von ca. 50 x 30 cm Kantenlänge ausrollen. 
Das Lemon Curd aufstreichen, die Himbeeren leicht zerdrücken und darauf verteilen.

Von der längeren Seite aus straff zu einer Rolle aufwickeln. Diese Rolle in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und die Schnecken auf die Backbleche setzen.

Abdecken und nochmals 10 Minuten gehen lassen. Mit dem Eiweiß bestreichen und beide Bleche gleichzeitig bei Umluft goldbraun ausbacken.

in der Zwischenzeit kann die Puderzuckerglasur zubereitet werden.
Dazu den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit soviel Zitronensaft glatt rühren, bis eine sehr dicke Paste entsteht.

Die noch heißen Schnecken damit bestreichen (dann wird der Guss schneller fest) und, wer mag, noch mit ein bisschen Deko verzieren.
Rosa Zuckerstreusel würden sich sicher auch ganz gut darauf machen


Die Gewinner meiner Auslosung

Wir haben fleißig in der Lostrommel gerührt und meine beiden Glücksfeen haben gezogen (deshalb gab es auch zwei Gewinner und nicht einen oder drei - das hätte Streit gegeben).




Falls ihr meine wunderschöne deutliche Handschrift nicht lesen könnt:
die glücklichen Gewinner sind
Andibandi
und
Mandy

Ich werde die Gewinner kontaktieren, um die nötigen Daten an Wayfair weiterleiten zu können.

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Gewinn!
Ihr dürft mir gerne schreiben, was ihr euch ausgesucht habt, ich bin ja schließlich nicht neugierig ;-)




Buchvorstellung: William & Suzue Curley - Patisserie

Von wegen jetzt ist eine Weile Ruhe mit Buchsvorstellungen. Da habe ich wohl doch zu viel versprochen und noch zwei Buchvorstellungen für Euch auf Lager.
Aber an dem Buch heute kommt wohl kein Backsüchtiger vorbei, ohne zumindest reingespickelt zu haben - und wer das getan hat, hat auch schon verloren.


Nach William Curleys Erstlingswerk "Schokolade: Meisterkreationen zum Selbermachen "  hat der Verlag Dorling Kindersley nun auch sein zweites Buch, dass er zusammen mit seiner japanischen Frau Suzue geschrieben hat, veröffentlicht. Es nennt sich schlicht "Patisserie " und verspricht einen spannenden Inhalt - französische Patisserie, klassisch und auch modern interpretiert von einem schottischen Meisterpatissiers und einer japanischen Patissière.

William Curley ist in seinem Berufsfeld sehr bekannt und erfolgreich. Er wurde mit dem Master of Culinary Art 2013 ausgezeichnet, war Pastry Chef of the Year und 4 mal Britain´s Best Chocolatier. Lange Zeit seiner Karriere arbeitete er in verschiedenen, teilweise mit Michelin-Sternen ausgezeichneten, Restaurantküchen, wie das "La Tante Claire" , bevor er die Leitung der Patisserie des Savoy in London übernahm, wo er auch seine Frau Suzue kennenlernte . Sie stammt aus einer Gastronomenfamilie aus Osaka und hat auch eine klassische Kochausbildung, bevor sie bei Le Cordon Bleu in Paris sich zur Patissière ausbilden lies.
Zusammen betreiben sie inzwischen 3 sogenannte "Boutiques", vertreiben einen Teil ihrer Produkte auch online und geben ihr umfangreiches Wissen auch direkt in den unterschiedlichsten Kursen weiter.


Ein erstes Durchblättern katapultiert einen direkt in eine andere Welt. Ich konnte das Buch am Anfang nicht mehr aus den Händen legen, ich war zu neugierig. Tolle Bilder mit teilweise sehr aufwendig dekorierten essbaren Kunstwerken - da musste ich immer genau nachlesen, aus was das jetzt besteht. Aber kann man das auch zu Hause nachbacken?
Da hatte ich so meine Zweifel.

Schon die einzelne Zeile "Eine Meisterklasse in der Patisserie" auf hinteren Umschlagsseite beschreibt das Buch sehr gut.

Es ist nämlich in zwei grundsätzliche Bereiche aufgeteilt - zuerst die Grundlagen und Grundrezepte, dann die unterschiedlichste Anwendung der dort gewonnenen Kenntnisse im Patisserieteil.

Zum Beginn steht ein Vorwort von Pierre Hermé sowie eine Einführung über die beiden Persönlichkeiten hinter dem Buch. Ein Ausflug in die Geschichte der Patisserie mit ihren bekanntesten Persönlichkeiten vervollständigt die Einleitung, um anschließend direkt in das Kapitel "Grundlagen" überzugehen.

Hier werden sämtliche Zutaten mal ausführlicher, mal kürzer beschrieben und oft auch bildlich dargestellt, auch auf die etwas ausgefalleneren japanischen Zutaten wird jeweils eingegangen. Es finden sich teilweise Tipps zum Lagern oder für Alternativen.
Auf die gleiche Weise wird die benötigte Ausstattung abgehandelt.
Anschließend gibt es den sehr interessanten Teil mit Tipps & Tricks zu Grundlagen wie das Arbeiten mit dem Wasserbad, Verwendung von Gelatine oder die trockene und feuchte Herstellung von Karamell.

 
Auch zu den Grundlagen gehören die im folgenden Abschnitt behandelten Teigarten.
Genaue Rezepte für verschiedene Mürbe- und Blätterteige sowie Brandmasse, für Hefeteige, Biskuit-, Baiser- und Daquoisemasse. Alles jeweils Schritt für Schritt beschrieben und ausführlichst bebildert. Es gibt zum Beispiel Rezepte für fünferlei Mürbeteige (Varianten nicht mitgerechnet) mit genauer Beschreibung, wofür man welchen Teig normalerweise benutzt und Querverweisen, in welchen Rezepten im Patisserieteil derjenige verwendet wird.

Die gleiche Vorgehensweise und Detailgenauigkeit findet man dann auch bei den restlichen Unterkapiteln für Cremes, Eiercremespeisen, Bayrisch Creme & Mousse, Sirup & Glasur, Konfitüre mit Pate de Fruit & Kompott, marinierte Früchte, Nusspaste & Karamell sowie Dekorationen.

Wer jetzt noch nicht völlig erschlagen ist, dem wird der nun folgende Patisserieteil den Rest geben.
Auch hier gibt es eine weitere, feinere Unterteilung:

  • Klassiker  - diverse französische und auch britische Tartes und Blätterteiggebäcke , teilweise wirklich klassisch, teilweise in modernen Varianten wie beispielsweise eine Ananas - Tarte-Tatin, Bakewell Tarts oder eine Tarte Breton mit Schokolade und Birne. Die hier vorgestellten Gebäcke sind mit verhältnissmäßig wenig Aufwand zu realisieren (sofern man an der Deko etwas Abstriche macht)
  • Petits Gateaux - kleine Törtchen, die als Einzelportionen konzipiert sind. Hier tobt sich William Curley richtig aus - es gibt nur wenige einfache Rezepte wie die von mir nachgebackenen Karamell-Chantilly. Die anderen Gebäcke wie Zitrusschnitten, Kaffee-Walnuss-Daquoise oder Grüntee-Adzukibohnen-Kuppeln erfordern eher viele Einzelbestandteile und dadurch Zeitaufwand
  • Entremets (mehrschichtige Torten) hier fand ich die Auswahl durchweg ansprechend und auch vom Aufwand her eher vertretbar als die kleinen Törtchen. Eher fruchtige Torten wie Nektarine mit Cassis oder rote Johannisbeeren mit Fromage Frais wechseln sich mit schokoladigen Köstlichkeiten wie Jaffa Cake (mit Orange und Nougat) oder einer Schokoladen-Maronenrolle ab. 2 Rezepte für Eistorten vervollständigen dieses Kapitel
  • Macarons - kein Buch über französische Patisserie kommt ohne sie aus. Hier mit einem Grundrezept für Himbeermacarons und 13 klassischen (Blaubeer-Zitrone, Pistazie-Kirsch, Schoko-Nougat) und modernen Macarons (Sesam-Marone, paprika-Shiso, Apfel-Jasmin). Ich habe nicht getestet, ob das Grundrezept funktioniert. Die Füllungen bestehen immer aus zwei Komponenten, einer cremigen Ganache oder Creme Mousseline und z.B. einer fruchtigen aus Kompott
  • Verrines - ein relativ kleines Kapitel mit Dessserts im Glas. Dabei finden sich wieder modernisierte Klassiker wie Crème Caramel mit Zitronenthymian oder außergewöhnliche Kreationen wie die Apfel-Edamame-Verrine (mit Wasabi)
  •  Kuchen & Küchlein beinhaltet das was wir hier als "trockene Kuchen" bezeichnen würden, also ohne Creme, Füllung oder frische Früchte. Es gibt schottischen Dundee-Cake, japanisch angehauchte Madeleines (mit Kinakopulver) und Financiers (mit Houjicha), französisches Far Breton oder auch Möhren Küchlein mit Schokolade
  • Petits fours bilden den Abschluss der Rezepte. Jeweils drei Varianten für trockene, mit Mandeln, frische (also mit Creme oder Obst) oder Confiserie (ein absolut verführerisches Rezept für Johannisbeer-Marshmallows ist hier zu finden...)
Den wirklichen Abschluss des Buches bildet die Angabe von Bezugsquellen für Zutaten (sehr wichtig für die doch schwer aufzutreibenden japanischen Spezialitäten) sowie Ausstattung auf der letzten Seite.



Die Rezepte sind immer gleich aufgebaut.
Zu Beginn eine kleine Einleitung (woher stammt das Rezept, der Name,...).
Dann links die Zutaten bzw. Verweise auf die benötigten Grundrezepte sowie eine Auflistung der benötigten Ausstattung, rechts auf der gleichen Seite die Schritt-für Schritt-Anleitung, getrennt nach einzelnen Bestandteilen und Zusammenbau. Ergänzt wird das Rezept durch ein großes Bild des Endprodukts sowie einer Reihe kleinerer Abbildungen einzelner wichtiger Arbeitsschritte.

das waren meine Testrezepte:
Auch wenn das Buch einem nicht gerade als Schnäppchen erscheint, ist es im Vergleich zu Büchern anderer Patissiers seines Kalibers recht günstig (und auch dort hat man die teilweise Umrechnerei). Alleine schon das Wissen, das im Grundlagenteil vermittelt wird, rechtfertigt meiner Meinung nach den Preis.
Die Bilder sind umwerfend und auch das, was wir probiert haben war sehr lecker und die meisten anderen Rezepte lesen sich mindestens genau so lecker. Meine Gebäcke werden zwar nie so aussehen wie abgebildet, aber was solls.
Auf jeden Fall bietet das Buch auch genügend Anregung und Inspiration für eigene Kreationen und mit dem Grundlagenteil ist man auch bestens dafür gerüstet, diese mit Erfolg umzusetzen.

Ansonsten bin ich etwas zwiespältig. Das Buch ist wirklich toll, aber mich stört etwas die Hin- und Herblätterei, da in den Rezepten fast immer auf Rezepte aus dem Grundlagenteil verwiesen wird. So kann es sein, dass sich ein zuerst recht kurz aussehendes Rezept doch noch als etwas aufwändiger entpuppt.
Auch mit den angegebenen Mengen hatte ich teilweise meine Probleme. Oft muss umgerechnet werden, da nur z.B. die halbe Menge des Grundrezepts gebraucht wird. Wie schnell schleichen sich dabei kleine Rechenfehler ein...
Oder aber es wird (scheinbar) die ganze Menge an Tränksirup verwendet - was aber beinahe ein Liter Flüssigkeit für eine Teigplatte mit 2 Eiern und 15 g Mehl wäre. Da hat man am Ende im besten Fall Suppe ;-)
Also Kopf einschalten nicht vergessen!




Um wirklich alle Rezepte ganz getreu nach zu backen muss man wohl schon ein richtige ambitionierter Hobbybäcker oder eben Profi sein. 4 Cremes und zwei verschiedene Böden und zur Deko noch Macarons sowie selbst gefertigte Schokoladensegel - das ist auch mir zu viel des Guten. Da steckt dann für haushaltsübliche Mengen an Gebäck wirklich fast zu viel Aufwand dahinter.
Aber man kann ja schon mal bei der Deko etwas Abstriche machen und muss auch nicht alle Cremes verwenden (oder nur einen der Böden,...).

Meiner Meinung nach gehört das Buch in jedes Backbuchregal - oder zumindest in meins. Anfänger werden aber teilweise schon allein von der Optik überfordert sein (und entmutigt gar nichts nachbacken - was sehr schade wäre).

Wer Lust auf dieses Buch bekommen hat:
William & Suzue Curley*
Patisserie*
Dorling Kindersley Verlag
ISBN: 978-3831026784

Noch mal ein Dankeschön an den Dorling Kindersley Verlag für die freundliche Überlassung des Buchs zur Rezension. Meine Meinung zu diesem Buch und dieser Artikel sind davon nicht beeinflusst.

Alle mit * versehenen Links sind Affiliate Links
 


Lütticher Waffeln

Jetzt gibt es schon wieder ein neues Waffelrezept. Obwohl ich ja behauptet habe, dass diese hier LINK unschlagbar sind.

In den Augen meiner Kinder wird es wohl auch so bleiben, den sie haben schon angemerkt, dass sie endlich wieder "normale" Waffeln möchten.


Die Kartoffelwaffeln schmeckten ihnen kalt nicht (meine Große nimmt am nächsten Tag gerne noch übrig gebliebene Waffeln mit in die Schule) und bei diesen hier hat sie gemeint, sie schmecken nach Zupfzopf (diesem hier). Wobei sie damit gar nicht mal so falsch liegt, denn Lütticher Waffeln werden mit einem recht gehaltvollen Hefeteig gebacken und haben eben durch die Hefe ein völlig anderes Aroma und auch eine etwas andere Konsistenz als gewohnt. Und wenn man den Teig in das Eisen gibt, gehen die Waffeln richtig dick auf. Ich war doch etwas erstaunt darüber.

Mir hat das aber sehr gut geschmeckt. Für mich war nur der Nachteil, dass man recht schnell davon genug hat, da sie doch wie man bei uns sagt "stopfen". Mann oder Frau ist schon fast nach einer Waffel pappsatt, auch wenn man zu gerne noch eine nehmen würde ;-). Und ich muss zugeben, ein wenig süß sind sie schon...

Das Rezept stammt aus dem zweiten, im August erschienenen Buch von Manuela Kjeilen Die Backfee. Süß und salzig.

Dort allerdings in der typischen Waffelform, rechteckig und tief "gewaffelt" (wie heißt das eigentlich richtig?). Aber mit der Erlaubnis, sie auch in der normalen Herzform zu backen (und das ist eben das einzigste Waffeleisen, das ich besitze).

Am besten ganz frisch und heiß aus dem Eisen genießen. Dabei gibt es mit den Beilagen fast keine Grenzen - geschmolzene Schokolade, Nuss-Nougatcreme, Eis mit frischen Früchten, Schlagsahne oder wie bei uns standardmäßig Apfelmus und Zimtzucker.

Übrig gebliebene Waffeln lassen sich sehr gut auftoasten und schmecken dann fast wie frisch.

Eine wichtige Zutat ist der nicht ganz einfach zu bekommende Perlzucker. Er ist ähnlich wie Hagelzucker, nur in noch gröberen Stücken und gibt dann knusprige kleine Karamellinseln (wobei damit der Teig wahrscheinlich auch nicht mehr ganz so süß schmeckt). Ich nahm ganz normalen Hagelzucker, dass funktioniert auch halbwegs, ist aber nicht original.

Lütticher Waffeln - Belgian Liege Sugar Waffles


1 Würfel frische Hefe (42 g)
175 ml Wasser, lauwarm
440 g Mehl
230 g weiche Butter
2 Eier
1/2 TL Salz
1 TL Vanillezucker
225 g Perlzucker

Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. In die Mulde das Wasser gießen und darin die Hefe auflösen.
5 Minuten stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem homogenen Teig verkneten, die Zuckerstückchen bleiben aber sichtbar.

Die Schüssel abdecken und den Teig darin 30 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Der Teig ist sehr wich, aber das gehört so.
 
Das Waffeleisen erhitzen und mit etwas Butter bepinseln. Für echte Lütticher Waffeln in eine rechteckiges Eisen jeweils 1 EL Teig geben. Für ganze Herzchen braucht man mindestens 2 EL.
Zuklappen und goldbraun ausbacken.
 
Lecker!