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Donnerstag, 31. Juli 2014

Dulce de Leche-Eiscreme

Was tun mit einer angebrochenen Dose Dulce de Leche (karamelisierter gezuckerter Kondensmilch) bei der größten Hitze?
Da vergeht selbst mir mal die Lust auf was karamellig-schokoladiges.
 
Also hab ich sie kurzerhand mal mit ein paar anderen Zutaten eingefroren und so geht sogar Karamell als Erfrischung durch. Vorbild war mein Lemon Curd-Eis von letztens und was da schon ganz gut geklappt hat müsste mit diesem süßen und doch recht fetthaltigem Zeug auch ganz gut funktionieren. Ich habe mich ja schon mal ein bisschen über Trockenmasse und die Konsistenz von Eis ausgelassen und hier wird das wohl zum Maximum getrieben.
Kondensmilch an sich hat schon mehr Trockenmasse als Sahne und Milch. Zusammen mit dem zusätzlich enthaltenen Zucker und einem nicht unbeträchtlichen Fettgehalt erhöht sich das ganze dann noch weiter.
 
Und heraus kommt dadurch das cremigste Eis, dass ich je selbst hergestellt habe - und das auch noch direkt aus dem Tiefkühlschrank.
Geschmacklich ist es wirklich lecker (jedenfalls für Karamelljunkies) und erinnert deutlich an die Sahne-Muh-Muhs. Der einzige Nachteil ist, dass das Eis auch fast genau so süß ist - und wahrscheinlich auch nicht wirklich weniger Kalorien hat. Aber wer es einmal probiert hat, vergisst das.
 
Wer die mag, wird dieses Eis lieben!

 

Dulce de Leche-Eiscreme

 
450 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
40 g Frischkäse (mit Raumtemperatur)
300 g Sahne
150 g Zucker
2 EL Honig (im Original Glukosesirup)
1 Prise Salz
250 g Dulce de Leche (fertig aus der Dose)
 
In dieser Zeit kann wieder die Eisbasis hergestellt werden.
Dazu 4 EL der Milch abnehmen und mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
Die restliche Milch, Zucker, Sahne, Zitronenschalen und Honig in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen, bis die Mischung deutlich andickt.
Frischkäse in der kleinen Schüssel mit dem Salz glatt rühren und einen kleinen Teil der heißen Milchmischung unterrühren. Dann dieses in den großen Topf geben und gut verrühren. 200 g des Dulce de Leche gut unterrühren.

Im Kühlschrank oder besser in einem Eisbad komplett abkühlen lassen.
Die Basis in die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren.
Verschließbare Vorratsbehälter am besten auch schon vorher in den Tiefkühlschrank stellen und nur kurz wieder herausnehmen, um das fertige Eis darin abzufüllen. Die restlichen 50 g Dulce de Leche grob unterstrudeln. Das sieht hübsch aus und man hat den Karamellgeschmack unterschiedlich intensiv an verschiedenen Stellen.






Montag, 28. Juli 2014

Brautpaar



In diesem Jahr gab es auch ein Brautpaar zu modellieren (aber ohne Früchteherz).

Wie immer aus 50% Gelatinefondant und 50% Blütenpaste mit etwas CMC.

Die Brautträgt unter den Haaren einen Schleier, den man nur in der Rückenansicht sieht (von hinten sieht der Bräutigam aber irgendwie ziemlich schief aus, wenn ich mir das Foto so betrachte...)

Ich hoffe, euch gefällts


Samstag, 26. Juli 2014

California - Himbeer-Zitrusschnitten mit Kokos

Das hört sich doch richtig sommerlich an, oder?


Und wenn in Kalifornien alles so gut schmeckt wie das hier, dann wandere ich direkt aus.

Hier trifft eine erfrischende Mousse aus Orange, Blutorange und Grapefruit mit weißer Schokolade auf eine lockere Himbeermousse. Jede Mousse allein ist schon geschmacklich ein kleiner Sommernachtstraum, aber hier werden sie zusammen mit einer leichten Kokosdaquoise (eine Art Biskuit, nur mit Eiweiß) gestapelt zu einem richtigen Sommertortenerlebnis.

Und da Clara von Tastesheriff diesen Monat (gebackene) Sommerrezepte sucht, bekommt sie von mir hiermit praktisch DAS Sahneschnittchen unter den Sommerrezepten.

ICH BACKS MIR - meinen Sommer:

ichbacksmir tastesheriff

Und auch noch ein Event läuft zur Zeit bei dem diese Schnitten sehr gut passen, auch wenn man es ihnen zuerst nicht ansieht: Kurz vor Schluß hüpfen sie nämlich noch rüber zu Friederike von Fabelhafte Desserts, wo noch bis morgen das Event "Alles im Kasten" läuft.
Mir ist nämlich vor kurzem eine Riesenschweinerei ein übles Missgeschick mit meinem rechteckigen Backrahmen und einem zu kleinen Kuchen passiert (davon erzähl ich aber beim passenden Rezept demnächst mehr - wer genaues wissen will sollte dann auf Birne-Helene-Schnitten achten) und deshalb habe ich meine Kastenform als "Schnittchenbackrahmen" missbraucht. Und es hat sogar wunderbar geklappt, denn daraus kann nun wirklich gar nichts auslaufen.

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Schön wäre es auch gewesen, wenn mir selbst das Rezept eingefallen wäre, aber die Sommerhitze hat mal wieder mein Hirn in Dauersiesta geschickt und so habe ich in einem neuen Buch (Torten und Törtchen, Herausgeber Matthias Mittermeier) geblättert und dort dieses Rezept von Bernd Siefert, das sich genügend sommerlich anhörte, gefunden. Dort allerdings noch mit einer Schicht Bittermandelgelee, was sich für mich aber relativ, wie soll ich das jetzt schreiben, bäh gewöhnungsbedürftig angehört hat.

Da das Buch für Konditoren/Patissiers und dadurch erheblich größere Mengen ausgelegt ist, ist mein Rezept hier für eine Kastenform mit den Massen 10x30 cm runtergerechnet und hat ziemlich schiefe Mengenangaben. (Man merkt dem Buch auch sonst an, das es an Profis gerichtet ist - manchmal fühle ich mich bei den Zutatenlisten eher an das Chemielabor aus Unizeiten als an eine Küche erinnert, und so schön dekorieren könnte ich auch nach einer Konditorenlehre nicht).

Zitrusschnitten

California

 
Kokosdaquoise:
94 g Eiweiß
31 g Zucker
16 g gemahlene Mandeln
78 g Puderzucker
62 g Kokosraspeln
17 g Mehl
 

Zitrusfrüchtemousse:

15 g Puderzucker

1 Eigelb

40 g Orangensaft, frisch gepresst

30 g Grapefruitsaft
30 g Blutorangensaft
Abrieb einer unbehandelten Orange
2 g Gelatine, gemahlen und eingeweicht
63 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
125 g geschlagene Sahne

 
Himbeermousse:
5,5 g Gelatine gemahlen und eingeweicht
140 g Himbeeren, püriert
28 g Eiweiß
38 g Zucker
95 g geschlagene Sahne
 
weiße Schokoladenglasur:
1 g Gelatine, gemahlen und eingeweicht
4 g Wasser
10 g Sahne
12 g Glucose (Traubenzucker oder auch Dextrose, als Ersatz normaler Puderzucker)
20 g Milch
65 g weiße Schokolade, fein gehackt
 
Den Backofen für die Daquoise auf 160°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und ein Rechteck von 19 x 28 cm Kantenlänge aufzeichnen .
Das Eiweiß steif schlagen und dabei den normalen Zucker einrieseln lassen. Alle restlichen Zutaten der Daquoise mischen und locker unterheben.
Innerhalb des gezeichneten Rechtecks verteilen und glatt streichen (läuft beim Backen etwas breit, am ende hat man dann die Masse, die man braucht).
20 Minuten lang backen, dann sofort vom Papier lösen und auf ein Gitter stürzen.
 
Sobald die Daquoise vollständig kalt ist, in 2 Streifen von 10 x 30 cm zurechtschneiden.
 
Die Kastenform wie auf dem Bild gezeigt mit passend geschnittenem Backpapier auslegen und die kurzen Seiten einfach frei lassen. Dadurch lassen sich die Schnitten sehr leicht aus der Form lösen (dabei die Kanten aber gut falten).


 
 
Die Schnitten müssen umgekehrt eingeschichtet werden, da sie gestürzt werden.
 
Also zuerst die Zitrusfrüchtemousse zubereiten. Eigelb, Säfte, Puderzucker und Orangenabrieb unter ständigem Rühren in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auf 85°C erwärmen. Von der Hitzequelle nehmen.
Gelatine zugeben und unter weiterem Rühren auflösen.
Die Kuvertüre zugeben, kurz rühren, dann 2 Minuten stehen lassen und die weich gewordene Kuvertüre vollständig unterrühren.
Sobald die Masse zu gelieren beginnt, die Sahne unterheben und die komplette Mousse in die Kastenform geben. Glatt streichen und in den Gefrierschrank stellen.
 
Danach kommt direkt die Himbeermousse. Gelatine mit etwas Himbeermousse in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze auflösen, dann in 3 Portionen nacheinander das restliche Himbeerpüree zugeben und jeweils gut unterrühren.
Eiweiß steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Unter das Himbeerpüree heben.
Anschließend die steife Sahne unterheben.
 
Die Hälfte der Himbeermousse auf das Zitrusmousse geben (eventuell in das halbfeste Zitrusmousse mit einem Löffel in der Mitte eine Rinne ziehen, das sieht dann im Anschnitt hübsch aus). Mit einem Daquoisestreifen belegen, die restliche Himbeermousse aufstreichen und den zweiten Daquoiseboden darauf legen.

 
Mindestens 2 h im Tiefkühlschrank fest werden lassen.
 
Dann die Schokoglasur herstellen. Milch, Sahne und Glukose aufkochen. Gelatine zugeben und auflösen. Kuvertüre wie für die Zitrusmousse in der heißen Flüssigkeit schmelzen und gut umrühren. Bei Bedarf mit dem Pürierstab homogenisieren.
 
Die Kastenform aus dem Gefrierschrank nehmen. Die Schnitten an den Kopfenden mit einem Messer lösen und dann auf die gewünschte Servierplatte stürzen.
Die Glasur oben verteilen, am besten mit einer kleinen Palette oder einem Messer. Am Rand darf ruhig etwas nach unten laufen. Da die Schnitten sehr kalt sind, wird der Guss schnell fest.
 
Nach Wunsch mit Himbeeren, Orangen-oder Zitronenschnitzen und eventuell Schokolade verzieren und warten, bis die Schnitten vollständig aufgetaut sind (schmeckt aber auch halbgefroren sehr lecker!)
 
Ich hoffe, mein gebackener Sommer schmeckt euch so gut wie uns,


Dienstag, 22. Juli 2014

Lemon-Curd-Eiscreme

Dieses Eis hier ist die Express-Variante des in diesem Jahr schon vorgestellten Zitronen-Sahne-Eises. Hier wird nämlich nicht zuerst noch ein Zitronensirup hergestellt, sondern einfach Lemon Curd verwendet ( wenn man den allerdings extra für das Eis macht, dann ist nix mehr mit schneller).

Bei uns gehört Zitroneneis einfach zum Standardprogramm im Sommer und muss für uns dieses Jahr auch noch als Trost für den wahrscheinlich ausfallenden Urlaub herhalten. Und wenn mich das Fernweh packt und ich gerade ausnahmsweise kein Zitroneneis im Tiefkühlschrank habe, dann muss auch mal dieser Foodguide mit seiner Übersicht über die besten Spezialitäten unserer liebsten Urlaubsziele als Trostmittel herhalten. Oder eben auch mal als Inspirationsquelle für neue sommerliche Rezepte.

 
Jetzt aber endlich zum Eis, denn noch gibt es ja hier Zitroneneis.
Wer meine Rezepte langsam kennt, erkennt an der Zutatenliste, dass ich auf das Grundrezept von Jeni Britton Bauer zurückgegriffen habe. Der Rest, also die Idee, Lemon Curd und in welcher Menge reinzumischen, ist aber auf meinem Mist gewachsen.
 
Wahrscheinlich durch die im Lemon Curd verwendeten Eier wird das Eis noch cremiger als gewohnt, aber (leider?) auch nicht so ganz erfrischend sauer wie das erste Zitroneneisrezept. Also insgesamt eher ein Kindereis, dass aber sicher auch von Erwachsenen nicht verschmäht wird. Und kindgerecht im Zitronenkopf bekamen meine Mädels das Eis auch serviert.

 

Lemon Curd-Eiscreme

 
450 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
40 g Frischkäse (mit Raumtemperatur)
300 g Sahne
150 g Zucker
2 EL Honig (im Original Glukosesirup)
1 Prise Salz
200 g Lemon Curd
 
In dieser Zeit kann wieder die Eisbasis hergestellt werden.
Dazu 4 EL der Milch abnehmen und mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
Die restliche Milch, Zucker, Sahne, Zitronenschalen und Honig in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen, bis die Mischung deutlich andickt.
Frischkäse in der kleinen Schüssel mit dem Salz glatt rühren und einen kleinen Teil der heißen Milchmischung unterrühren. Dann dieses in den großen Topf geben und gut verrühren. Lemon Curd gut unterrühren.

Im Kühlschrank oder besser in einem Eisbad komplett abkühlen lassen.
Die Basis in die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren.
Verschließbare Vorratsbehälter am besten auch schon vorher in den Tiefkühlschrank stellen und nur kurz wieder herausnehmen, um das fertige Eis darin abzufüllen. 

Ich fülle meistens auch was von dem frisch gefrorenen Eis in Lutschförmchen ab. Das gefällt meinen Mädels besser als "Kugeleis" - sie mögen Eis am Stiel irgendwie lieber (und es wird nicht so "kristallig" wie nur eingefüllter Fruchtsaft.




Samstag, 19. Juli 2014

Holunderblütenmuffins

Und wieder mal was schnelles für Zwischendurch. Bei dieser Hitze will man schließlich nicht lange in der Küche stehen und vor allem den Backofen eigentlich gar nicht bis nur so kurz wie nötig anschalten.

Durch den Holunderblütensirup sind diese Muffins aber geschmacklich sehr interessant. Ich hatte noch etwas übrig und wusste nicht so recht, was damit anfangen, also habe ich kurzerhand etwas davon in einen Standardmuffinteig gekippt und dafür entsprechend Zucker und Flüssigkeitszugabe verringert. Also prima geeignet, wenn man langsam alles , was mit Hugo zu tun hat, nicht mehr sehen kann und doch noch einen Rest Sirup hat, der  schon fast seine besten Tage hinter sich hat.

Wer nicht weiß, was drin ist, kommt nicht drauf. Man schmeckt nur, dass es eben anders schmeckt und das noch dazu ziemlich gut ;-) Mein Mann, der gerade anfängt ein bisschen auf seine Kurven  auf seine Linie zu achten, hat ohne mit der Wimper zu zucken sich ruckzuck 3 geschnappt und vernichtet.
Das sagt glaube ich schon alles.


Wer hat Lust,auf ein bisschen Frühling auf dem Kuchenteller?

Muffins mit Holunderblütensirup

Holunderblütenmuffins


170 g Butter, weich
180 g Zucker
1 Prise Salz
2 Eier
140 g saure Sahne
40 ml Holunderblütensirup
200 g Mehl (Type 405)
1/2 TL Backpulver

 
Ofen auf 170°C vorheizen, ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min). Holunderblütensirup zugeben und ebenfalls unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd mit der sauren Sahne in ca. 3 Portionenzugeben und jeweils gut unterheben.
 
Gleichmäßig in die Förmchen verteilen und in 25 Minuten goldbraun backen.
Sobald sie fertig sind, 10 Minuten im Blech ruhen lassen, dann herausnehmen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
 


Mittwoch, 16. Juli 2014

Dulce de Leche - Karamell-Popcorn

Mann, was für ein langer Name für so eine kleine Knabberei!

Ich probiere schon eine Weile am perfekten Popcorn herum. Die Ursprungsvariante Popcorn poppen -Zucker und Zimt drüber war noch nie so das wahre - das ganze Süße lag dann unten in der Schüssel und das Popcorn blieb eigentlich geschmacksneutral.
Die "verbesserte" Variante mit im gleichen Topf zuerst karamellisiertem Zucker und dann den Popcornmais dazuzuschmeissen hat auch nicht funktioniert, weder mit hartem noch mit weichem Butterkaramell. Das Ende war immer ein Topf mit verbranntem Popcorn und viel Spülarbeit.

Aber jetzt habe ich wohl meine Methode gefunden. Wie es geht, findet ihr im Rezept. Ein bisschen aufwendiger ist es schon, aber das Ergebnis hat mich und die beiden kleinen Testesserinnen komplett überzeugt. Ein toller Geschmack, nicht nur karamellig süß, sondern durch das Dulce de Leche auch noch irgendwie cremig.
Das abschließende Backen im Ofen sorgt dafür, dass die Karamellsauce zu einem superknusprigen Überzug wird - einfach empfehlenswert.

Zwar ist es kein richtiges Sommerrezept, aber es ist eindeutig knusprig und eindeutig sommerlicher als aller andere Knuspersüßkram, der mir so eingefallen wäre.
Deshalb geht dieses Knabberzeug auch noch an Sarah vom Knusperstübchen für ihr tolles Sommerevent:

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Leider dieses Mal kein so schönes Bild, aber das Lesen der Zutaten macht ja auch schon Appetit:

Karamellpopcorn

Dulce de Leche Popcorn

75 g Popcornmais
2 EL Öl
 
Überzug:
 
100 g Dulce de Leche (bei mir aus der Dose, den Rest habe ich eingefroren)
55 g Zucker
55 g brauner Zucker
40 g Butter

Den Mais entsprechend der Anleitung auf der Verpackung in einem genügend großen Topf poppen lassen. Im Topf lassen

In der Zwischenzeit den Backofen auf 170°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
In einem kleinen Topf bei milder Hitze alle Zutaten unter rühren erwärmen, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.
Temperatur erhöhen, bis das Ganze blubbernd kocht, dann wieder die Temperatur verringern und noch ungefähr 1 Minute weiter köcheln lassen.

Diese Karamellsauce über das Popcorn gießen und mit einem Holzspatel gut umrühren.
Die klebrige Mischung auf die Bleche verteilen und im Ofen in 10 bis 12 Minuten goldbraun backen.
Auf den Blechen komplett auskühlen lassen und ggf. entstandene Popcornklumpen zerdrücken.
 
 






Sonntag, 13. Juli 2014

Kokos-Sanddorn-Torte mit ein bisschen Orchideen

Zum 60. Geburtstag meine Mutter sollte es schon eine etwas besondere Torte sein.
Sie wünschte sich Blümchen, der Rest war ihr egal. Und da es genügend Mitesser gab, wollte ich mal eine etwas außergewöhnlichere Geschmacksrichtung ausprobieren.


Ich musste nicht lange überlegen - ich griff gleich zu Matthias Ludwigs und dem Rezept für Kokos-Sanddorn-Törtchen, die ich auch schon bei Maren bewundert hatte. Wie so oft bei mir habe ich die Törtchen in eine normal große Torte umgemodelt (26 cm Durchmesser).

Sie kommt erfrischend fruchtig mit dem typisch leicht herben Sanddorngeschmack daher. Vor dem Tortengenuss hatte ich aber leider einige Hürden zu überwinden. Zum einen gibt es bei uns hier im Süden Deutschlands Sanddorn in jedweder Form fast nirgends zu kaufen. Ich wurde erst bei der dritten Anlaufstelle im Reformhaus in Form von Saft fündig (und der war dann auch nicht wirklich günstig).


Das zweite Problem war die Kokoscreme (ähnlich gekocht wie eine Panna Cotta), die leider überhaupt nicht geklappt hat und sich beim Festwerden im Tiefkühler in 2 Phasen getrennt hat - was ich leider erst am Morgen des Geburtstages bemerkt habe. Der untere Teil war eine klare wirklich zähe und ziemlich geschmacksneutrale Gummischicht, der obere eine sehr weiche Kokospampe. Warum das passiert ist weiß ich nicht. Irgendwo habe ich mal was darüber gelesen, warum sich Panna Cotta manchmal trennt - es hatte was mit der Hitze und der Abkühlungszeit zu tun, aber mir fällt es nicht mehr ein.
So musste ich mir schnell einen Plan B einfallen lassen - für einen erneuten Versuch fehlte mir Zeit (und zugegebenermaßen auch Lust, ich wollte nicht noch einen Gummireifen produzieren).
So bin ich auf eine Mousse aus weißer Schokolade und Kokosmilch umgeschwenkt, was geschmacklich und von der Konsistenz her auch perfekt gepasst hat.

Obendrauf kamen noch ein paar selbstgemachte Orchideen aus Blütenpaste. Zusammen mit ein paar Biskuitkrümeln und etwas weißer Schokolade sah das gar nicht so schlecht aus ;-)


Kokos-Sanddorn-Torte

dunkler Wiener Boden:
6 Eier
240 g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Salz
200 g Mehl
35 g Kakaopulver
35 g Butter, geschmolzen
 
Kokosmousse:
70 g Kokosmilch
10 g Zucker
4 g gemahlene Gelatine, eingeweicht
150 g weiße Schokolade, fein gehackt
140 g Sahne
 
Sanddornmousse:
150 ml Sandornsaft
8 g Gelatine, eingeweicht
20 g Honig
2 Eigelbe
60 g Zucker
300 ml Sahne
 
Am besten zuerst die Kokosfüllung zubereiten, dann kann sie tiefgekühlt werden und gut als Einlage in die Sanddornmousse gesetzt werden. Man benötigt dafür einen verstellbaren Tortenring , den man auf 16 cm Durchmesser einstellt. Eine eben Unterlage, die auch mit eingefroren werden kann bereitstellen und mit Frischhaltefolie abdecken. Den Tortenring daraufstellen und die Folie am Rand hochziehen  oder wenigsten ringsrum einen eng anliegenden Wulst formen, so kann nur sehr wenig auslaufen.

Dann Kokosmilch und Zucker aufkochen. Von der Hitzequelle nehmen und die Gelatine darin unter Rühren auflösen. Die gehackte Schokolade zugeben, kurz umrühren und 2 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit die Sahne cremig aufschlagen.
Die Kokos-Schokomischung erneut durchrühren, jetzt müsste sich die Schokolade komplett aufgelöst haben. Sobald diese Mischung sich nur noch handwarm anfühlt (also 35°C hat), die Sahne unterheben.
In den vorbereiteten Tortenring füllen und ca. 2 h oder länger tiefgefrieren.


Als nächstes die Böden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Ich habe ein mit Backpapier ausgelegtes Blech  genommen und eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser.

Die Eier, Zucker Salz und Vanille auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl und Kakao Speisestärke zusammen sieben und dann unter die Eimasse heben, danach die Butter untermelieren.
Ungefähr 1/3 der Biskuitmasse in die runde Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Die restliche Masse auf das Backblech streichen (auf einer Größe von ungefähr 40 x 21 cm) und nach dem runden Boden in 12 bis 15 Minuten fertigbacken (hiervon bleiben später beim Zusammenbau etwas übrig).
Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und den runden Boden auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, den eckigen auf dem Blech.

Jetzt geht es an die Sanddornmousse.
Dazu 50 ml des Saftes mit dem Honig auf ca. 60 bis 70°C erwärmen (nicht kochen). Gelatine darin auflösen. Restlichen Saft untermischen.
Eigelb und Zucker über einem heißen Wasserbad schaumig aufschlagen, bis die Masse eine Temperatur von ca. 80°C erreicht hat.
Unter die Sanddornmasse heben.
Sahne luftig aufschlagen und ebenfalls unterheben.

Dann folgt der Zusammenbau.
Den runden Boden auf eine Servierplatte legen. einen Tortenring ungefähr 4 cm größer einstellen und darum herum stellen.
Den rechteckigen Boden der Länge nach in ungefähr 7 cm breite Streifen schneiden und hochkant an der Innenseite des Tortenrings rund um den bereits eingelegten Biskuit aufstellen. Hier wird etwas übrig bleiben. Den restlichen gebackenen Boden kann man wie ich zur Deko mitverwenden oder z. B. für ein Trifle oder Cakepops verwenden (er lässt sich auch sehr gut einfrieren).
Den Tortenring eng ziehen, so dass eine komplett mit Biskuit ausgelegt Art "Schüssel" entsteht.
Darin eine dünne Schicht Sanddornmousse verstreichen.
Die tiefgekühlte Kokosmousse mittig einlegen. Am besten funktioniert das Lösen und Einlegen auf folgende Weise: am Rand zwischen Ring und Mousse mit einem Messer entlangfahren, dann auf die Sanddornmousse stürzen und die Frischhaltefolie nur nach oben abziehen.
Mit restlicher Sanddornmousse bedecken.

Zum Festwerden mindestens 3 h in den Kühlschrank stellen, dann kann der Tortenring entfernt werden und die Torte nach Wunsch dekoriert werden.

Sie wurde von allen Testessern sehr gelobt (außer meinen Mädels " Mama, die gelbe Creme schmeckt mir nicht ... und die weiße auch nicht, ich mag eigentlich nur die Blumen essen...) und war sehr schnell vom Büffet verschwunden.