/

Backen auf Australisch - Jammy Lamingtons

Kuchen war sowieso aus und zu Zorras Blogevent-Jubiläum "Down Under" darf natürlich auch was Süßes nicht fehlen. 
Pavlovas kennt wahrscheinlich inzwischen fast jeder, deshalb wollte ich das nicht machen. Zum Glück habe ich ein Backbuch von Dan Lepard im Schrank stehen (ist ja auch ein Exil-Australier) und bin dort auch recht schnell fündig geworden.
Meine Nachbackliste für sein Buch "Short&Sweet" ist ungefähr einen Kilometer lang, aber dieses Gebäck stand nicht darauf. Ein Dank an Zorra, sonst hätten wir echt was verpasst.

Bei mir gibts Lamingtons, ein australisches Gebäck, das dort wohl zu bestimmten Tagen, den "Lamington Drives" von fleissigen Schulkindern für einen guten Zweck verkauft wird.


Eigentlich handelt es sich um Rührkuchenwürfel, von einem speziellen Guss umhüllt und damit die Finger nicht ganz so klebrig werden in Kokosraspeln gewälzt. Damit die Schweinerei aber noch größer wird (vor allem wenn Kinder mitbacken und -essen) ist das ganze noch mit Marmelade gefüllt (das kann aber auch weggelassen werden, dann sind sie halt nicht "jammy").
Der Guss erscheint am Anfang sehr flüssig, eher wie ein Sirup zum Tränken, also wirklich komplett abkühlen lassen, dann wird er etwas fester. Das Eintauchen geht am besten in einem hohen Gefäß mit einer langzinkigen Gabel ( ich habe eine Fleischgabel benutzt).
Anders als Dan Lepard habe ich den Kuchen allerdings in einem 20x20 cm großen Backrahmen gebacken und in kleiner Würfel (20 Stück) geschnitten, die aber für meinen Geschmack immer noch groß genug waren.
Die angegeben Marmeladenmenge reicht für die ganze Portion an Lamingtons, ich habe allerdings nur die Hälfte gefüllt und die ungefüllten waren mir ehrlich gesagt fast lieber.

Die Kinder haben schon Nachschub bestellt, allerdings dann mit Apfelgelee oder Nutella drin.


Jammy Lamingtons

Teig:
2 Eier, getrennt
150 g Zucker
75 g weiche Butter
1/2 TL gemahlene Vanille
200 g Mehl, Type 405
2 1/2 EL Maisstärke
2 TL Backpulver
150 ml Milch 

Füllung:
125 g Himbeermarmelade

Überzug:
4 EL Kakaopulver
125 g Puderzucker
125 g kochendes Wasser
25 g dunkle Schokolade, gehackt
100 g Kokosraspeln

Backofen auf 180° C vorheizen. Rechteckigen Backrahmen mit 17 cm Kantenlänge vorbereiten (einen größeren notfalls mit Alufolienstreifen verkleinern).

Die beiden Eiweiße mit 50 g des Zuckers zu steif schlagen.
In einer anderen Schüssel die Eigelbe, den restlichen Zucker, Butter und Vanille schaumig aufschlagen (dauert ca. 3 min).
Mehl, Maisstärke und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eigelbmischung rühren.
Zum Schluß das steife Eiklar unterheben.
In die Backform geben und 35 min backen.

In der Zwischenzeit den Überzug vorbereiten. Dazu Kakao und Puderzucker mischen, mit dem kochenden Wasser verrühren und die gehackte Schokolade in die heiße Mischung geben. Abkühlen lassen.

Den gebackenen Kuchen abkühlen lassen, Form entfernen und den Kuchen in 6 bis 8 Würfel schneiden.
Diese nocheinmal quer halbieren, die Marmelade aufstreichen und wieder zusammensetzen.
Vorsichtig in den Schokoguss tauchen und danach in den Kokosflocken wälzen. Immer wieder die Finger abschlecken (oder waschen), denn sie sehen auch bald aus wie Lamingtons.

Lassts Euch schmecken!


Kommentare:

  1. Yammi die sehen wirklich köstlich aus. Und vor allem mit Nutella (und vielleicht ein wenig Erdnussbutter) sicher auch eine wahre Gaumenfreude.

    Viele Grüße
    Ricki

    Food Blog & Scrapbooking Blog

    AntwortenLöschen
  2. Gut, dass ich das jetzt sehe, denn Lamingtons war auch so mein erster Gedanke für Zorras Blog-Event. Erinnern ja irgendwie an unser Magenbrot, nur das die Kokosraspeln die Glasur aussen rascher abtrocknen lassen und Vanille das Hauptgewürz ist. Mit Marmelade drin habe ich sie noch gar nicht gesehen. Das gibt dem Ganzen sicher einen tollen Kick. Mit Nutella sicher auch. Sie sehen auf jedem Fall bei Dir sehr lecker aus. Da würde ich auch gleich einen Nachschub bestellen.

    Liebe Grüße
    Anna

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe noch keine kilometerlange Nachkoch/Back-Liste mit australischen Rezepten, aber die Lamingtons stehen auch drauf und deine sehen verlockend lecker aus! Danke fürs Mitmachen am Event.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt los!