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Buchvorstellung - Rose´s heavenly Cakes

Heute gibt es hier mal eine Premiere. Weil ich nicht nur süchtig nach Süßem bin, sondern auch nach Back- und Kochbüchern, wird hier in Zukunft ab und zu eines meiner Bücher aus der inzwischen ziemlich beachtlichen Sammlung vorgestellt.

Den Anfang macht ein Buch, das sicher nicht so vielen bekannt ist, da es (bisher) nicht auf Deutsch erschienen ist. Es handelt sich um Rose´s heavenly Cakes von Rose Levy Beranbaum und war mein allererstes englischsprachiges Kochbuch. 
Aufmerksam wurde ich darauf bei Valentinas Kochbuch, weil es irgendeinen amerikanischen Preis als bestes Backbuch des Jahres gewonnen hatte.
Zuvor hatte ich schon bei der Tortentante immer wieder den Namen der Autorin in Zusammenhang mit der auch von ihr verfassten Cake Bible gelesen und wurde dann neugierig. Ich fand eine Seite, wo fleißige Bäcker sich das ganze Buch vornahmen und von vorne bis hinten alle Rezepte nachmachten.



In der Zwischenzeit ist es mein allerliebstes Backbuch. So viele Rezepte wie aus diesem Buch habe ich noch nie aus einem Buch nachgebacken und sie waren alle ein Erfolg. Gleichzeitig ist es auch durch die vielen schönen Bilder auch nur so zum Anschauen interessant. Man sieht ja schon am etwas zerlesenen Aussehen meines Exemplars, wie oft es benutzt wird.
Die Autorin geht sehr perfektionistisch und auch wissenschaftlich orientiert (das merkt man auch an ihrem Blog) an das Kuchenbacken heran. Deshalb kann man aber sehr viel über die Grundlagen der jeweiligen Teigbereitung, warum man was wie zugibt, worauf man bei den Zutatenachten muß usw. lernen. 

Es sind alle gängigen amerikanischen "Klassiker" drin, von verschieden Cheesecake-Varianten über diverse Cupcakes zu Chiffon- und Layercakes und dem, was wir als Rührkuchen kennen (Butter and Oil cakes), von einfach bis aufwendig.
Und dann gibt es noch viele mir vorher unbekannte Rezepte, mit ungewöhnlichen Zusammenstellungen oder etwas anderer Herangehensweise an die Zubereitung. So findet man Miettes Tomboy, einen Schokokuchen mit Buttermilch, Zachs la Bomba (mit Brombeerteemousse, Coconutcheesecake, Brownie Bars (mit Frischkäse im Teig), Financiers (sehr gut zur Eiweissverwertung,...) oder für Abenteuerlustige einen Schokokuchen mit Tomatensuppe in Teig und Ganache.

Ein bißchen für uns Europäer ungewöhnlich ist die Unterscheidung in cake flour (ich nehme Type 405), all-purpose flour (Type 550) und bleached all-purpose flour (hier gibt sie eine Anleitung, wie man es sich als "Kate Flour" selbst aus Type 550 herstellen kann, ich selbst nehme aber oft Type 405 als Ersatz, da für mich die Unterschiede in der Textur nur marginal bemerkbar sind). Dann verwendet sie für sehr wenige Kuchen noch Wondra Flour, das durch Instant-Mehl (gibt es in manchen gut sortierten Supermärkten) ersetzt werden kann.
Alle Rezepte haben die Zutaten auch nach Gewicht angegeben, was mir sehr wichtig ist.

Verbloggt habe ich noch nicht so viele Rezepte, ich bin ja noch nicht so lange dabei. Aber diese könnt ihr schon nachlesen:
Apfel-Knusperkuchen 
samtiger Schokokuchen
Two fat Cats Whoopie-Pies

Das Buch beginnt mit Grundlagentipps und ist dann in folgende Kapitel unterteilt:
  • Butter and oil cakes
  • Sponge cakes
  • mostly flourless cakes and cheesecakes
  • Baby cakes
  • Wedding cakes
  • Special effects and techniques 
  • Ingredients and basic Recipes
  • Equipment


Immer zu Anfang des Kapitels werden die "Besonderheiten" der Teigart erklärt wird, es gibt Tipps, die sich "Highlights for success" nennen und dann noch Tipps, falls mal was schief geht.
Vor jedem Rezept gibt es eine kleine Einleitung mit kleinen Geschichten zum Kuchen, es folgt ein Hinweis, was man vorbereiten muß ("Plan ahead"), eine ausführlichste Beschreibung aller Arbeitsschritte und am Ende der Rezepte gibt es oft noch weitere Tips fürs Gelingen (wen man z.B. eine andere Backform verwendet oder Zutaten austauschen muß).
Fast jedes Rezept ist bebildert.





Ein Schokoladenkuchen mit Tomatensuppe:

Dieser Kuchen war Teil der Hochzeitstorte meine Schwester:


Der leckerste Cheesecake, den ich je gegessen habe:



Im Kapitel Wedding Cakes gibt es dann noch Anleitungen zum Stapeln und Transportieren der Torten.

Dann folgen in Special effects and techniques u.a. ein kleiner Kurs zum Spritzen von Frosting und dem Arbeiten mit Schokolade sowie, wie man aus Schalen von Zitrusfrüchten Rosen herstellen kann.

In Ingredients and basic Recipes gibt es sehr ausführliche Erklärungen zu den einzelnen  Backzutaten (Herstellung brauner Butter oder Kate Flour, Ersatzmöglichkeiten...), auch mit möglichen Bezugsquellen.



In Equipment wird auf sämtliches benötigte Zubehör und die Anforderungen daran eingegangen.
Für mich sehr hilfreich ist dann die folgende Liste mit Rezepten die jeweils nur  Eigelb oder Eiweiß benötigen (mit der jeweiligen Menge aufgeführt).

Mir persönlich gefallen ihre Rezepte und das Buch an sich sehr viel besser als das, was Cynthia Barcomi in ihren Büchern bietet. Vor allem ist das Ergebnis meist nicht so süß, wie sonst in amerikanischen Rezepten.
Wenn ich von meinen gesamten Backbüchern nur eines behalten dürfte, wäre es dieses.

Falls das Interess geweckt ist:
Verlag John Wiley  Sons, Inc. 
ISBN 9780471781738

Auch Rose Levy Beranbaum ist inzwischen etwas geschäftstüchtiger geworden. So bietet sie über ihren Blog auch eine eigene Linie an Backhelfern und -zubehör und hat den für Motivtortenbäcker interessanten Cake Strip entwickelt, um oben ebene Tortenböden zu backen



Kommentare:

  1. Danke für die informative Vorstellung! Ich habe von Beranbaum nur die Cake und die Bread Bible - die Ergebnisse waren immer prima, sie beschreibt ihre Rezepte ja auch sehr ausführlich.

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  2. Ja, das stimt, es ist wirklich alles bis ins kleinste Detail beschrieben.

    Liebe Grüße,
    Barbara

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  3. Danke für diese schöne Rezension. Mit Fotos noch dazu. Gefällt mir sehr. Du hast auch einen sehr schönen Blog. Ich hab schon ein wenig herumgeschmöckert und Dich auf meinem süßen Blogroll gesetzt.

    Liebe Grüße
    Anna

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  4. Liebe Anna,
    Und ich danke dir für das Kompliment, da werde ich ja richtig rot ;-) Und dankeschön für das auf die Blogroll setzen.

    Ein Grüßle zurück,
    Barbara

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