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Dampfnudeln mit karamellisiertem Apfelkompott

Eine weitere Verwertungsmöglichkeit von Schrumpeläpfeln, bevor es hoffentlich bald mit frischem einheimischen Obst wie Rhabarber, Erdbeeren usw. losgeht.
Diese Dampfnudeln stehen bei uns immer mal wieder als süßes Mittagessen auf dem Programm. Früher habe ich Dampfnudeln (die in der Milch gekochten Variante) mit ihrer weichen schwammigen Haut gruselig gefunden. Erst durch die Art, wie meine Schwiegermutter sie kocht, konnte ich mich mit ihnen anfreunden. Jetzt haben wir sie durch das Karamelisieren der Äpfel nochmal verbessert.
Der Vorteil an diesem Rezept ist der sparsame Umgang mit Geschirr, es gibt sehr wenig abzuspülen, da alles in einem Topf zubereitet wird. Ausserdem kocht sich die Beilage selber mit. Wichtig ist allerdings, daß Topf und Deckel hitzestabile Henkel/Knöpfe haben, die auch den Ofen aushalten (ich spreche aus Erfahrung ;-))
Wer allerdings unten eine Kruste will, hat Pech gehabt, das gibts hier nicht.
Zuerst wird ein Karamell hergestellt, zu dem die zerkleinerten Äpfel und noch ein paar Zutaten gegeben werden. Darauf werden dann die Hefeteigkugeln gesetzt und dann fertig gegart.



Dampnudeln mit karamelisiertem Apfelkompott

Für das Kompott:
6 große Äpfel, geschält, entkernt und in grob gewürfelt (ca. 2 cm groß)
60 g Zucker
1/2 Zitrone, Saft davon
50 ml Wasser (oder etwas mehr, wenn die Äpfel schon etwas mehlig sind)
1/2 TL Zimt, gemahlen
1 Msp. Vanille, gemahlen

Für den Dampfnudelteig:
500g Mehl
25 g Hefe
30 g Zucker
250 ml Milch
2 Eier
80 g warme Butter
1 Prise Salz

Zuerst den Hefeteig vorbereiten. Dazu die Milch lauwarm erhitzen. Dann das Mehl in eine Schüssel sieben. Eine Mulde formen und die Hefe reinbröckeln sowie 2 TL des Zuckers zugeben. Lauwarme Milch in die Mulde schütten und Hefe darin unter Rühren auflösen. Dabei darf ruhig auch etwas Mehl schon mit eingerührt werden, es sollte allerdings noch die Konsistenz einer giessbaren Flüssigkeit haben. 15 Minuten stehen lassen, dann die restlichen Zutaten (den restlichen Zucker nicht vergessen) zugeben und zu einem latten elastischen Teig kneten (von Hand oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts).
Ca. 1 h gehen lassen. Teigkugeln mit einem Durchmesser von 4 bis 5 cm formen und nochmals 15 min abgedeckt ruhen lassen.
Ofen auf 180°C vorheizen und in der Zwischenzeit die Äpfel vorbereiten (schälen, entkernen und in grob würfeln (ca. 2 cm große Stücke) und mit dem Zitronensaft mischen.
Den Zucker in einen ziemlich großen Topf geben und hellbraun karamlisieren. Kurz von der Hitzequelle nehmen und die Äpfel sowie das Wasser zugeben. Gewürze auf die Äpfel geben und die Teigkugeln draufsetzen. Mit einem dicht schliessenden Deckel bedecken.
Wieder auf die Hitzequelle stellen und ca. 10 min bei milder Hitze garen, dann den zugedeckten Topf in den Backofen stellen und weitere 35 min backen, möglichst ohne den Deckel zu öffnen.
Direkt heiß aus dem Ofen servieren.

Wer mag, isst noch Vanillesosse dazu.

1 Kommentar:

  1. Die Idee mit nur einem Topf gefällt mir auf jeden Fall schon einmal. Schrumpelige Äpfel fehlen allerdings im Haus, die sind bei uns noch immer sehr knackig. Was wohl kein Hindernis ist. Aber da ich ab und zu Mehlspeisen auf den Mittagstisch stelle, wäre das eine super Abwechslung, die ich noch nie gemacht habe. Danke für das Rezept.

    Liebe Grüße
    Anna

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