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Buchvorstellung "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen

Heute stelle ich Euch mal ein reines Tortenbuch vor.


Es handelt sich um das unter "AV Buch" im Cadmos Verlag erschienene Buch von Adolf Andersen namens "Traumhafte Torten ".
Bei dem Autor handelt es sich um den Inhaber der in Hamburg und Umgebung ehemals sehr bekannten und beliebten Konditorei "Cafe Andersen", das inzwischen leider geschlossen wurde. Er wurde vom "Feinschmecker" als einer der 10 besten Konditoren in Europa ausgezeichnet.

Das Buch lässt bereits beim ersten Durchblättern das Herz jedes Süßschnabels höher schlagen. Jedes der rund 50 Rezepte ist mit einem Bild versehen und macht direkt Lust aufs Nachbacken. Man findet sämtliche Klassiker wie Schwarzwälder-Kirsch-, Käsesahne oder Sachertorte (in 4 Variationen!) der Tortenbäckerei versammelt, aber auch nicht so gängige (jedenfalls mir als Schwäbin) Torten wie Maharani-, Kanzlei- oder Schöppenstedter Sahnetorte. Die Rezepte sind sehr vielseitig, von fruchtig über schpkoladig bis zu eiskalt.

Das Buch selbst unterteilt sich nach einer Einleitung des Autors in folgende Kapitel:
  • Wichtig zu Wissen
  • Sahnetorten
  • Obsttorten
  • Cremetorten
  • Gebackene Torten
  • Eistorten 
Die meisten Rezepte sind tendenziell etwas aufwändiger mit manchmal bis zu 3 verschiedenen Cremes, aber es gibt auch schneller zu realisierende Torten (z. B. Obsttorten mit einer Konditorcreme). Somit sind es nicht unbedingt Rezepte für "Zwischendurch", aber für festliche Kaffeetafeln genau richtig.


Das Kapitel "Wichtig zu Wissen" definiert die Grundlagen und Begriffe, die später in den Rezepten verwendet werden, deshalb ist es für den "Nachbäcker" wichtig, diese Anfangsseiten nicht zu überblättern, besonders, wenn man kein so geübter Tortenbäcker ist.
Herr Andersen verwendet ,wie es in Konditoreien üblich sein sollte, nur sehr hochwertige Zutaten. Einige der Cremes werden mit Ei zusätzlich zur Gelatine abgebunden (wird aber meist erhitzt, außer in den Buttercremes, was ich für mich anders machen werde).
Es wird viel mit Wiener Masse gearbeitet, aber es gibt auch z.B. Montego- oder Panamaböden, die nur mit Eiklar auskommen und sich so sehr gut zur Verwertung von übriggebliebenen aus der Zubereitung von Cremes eignen.


Was ich sehr positiv finde ist die durchgängig sparsame Verwendung von Zucker, ohne das der Geschmack leidet (jedenfalls bei unseren Tests).



Bei den Rezepten findet sich oft noch ein Extra-Tipp oder eine kleine Geschichte zum Rezept, was mir immer sehr gut gefällt. Auch gibt es für jede Torte Nährwertangaben (nur nicht so genau hinsehen!).



Nachgebacken habe ich bisher:
gebackene Käsetorte - eine willkommene Abwechslung zu den heute eher üblichen schweren amerikanischen Käsekuchen
Rhabarber-Vanille-Sahnetorte - der auch unseren Rhabarberverweigerern geschmeckt hat.
Sachertorte Version 3 -ein "normales" Rezept, gut geschmeckt, aber nicht verbloggt

Das Buch wird mich noch öfters in die Küche begleiten, ich habe ziemlich viele Rezepte zum Nachbacken markiert. Aber da man ja nicht jeden Tag Torte essen kann, wird es schon eine Weile dauern (sonst passe ich bald nicht mehr in meine winzige Küche).
Mal sehen, was als nächstes im Ofen landet... vielleicht eine Mignontorte oder doch lieber eine Caracastorte mit Krokant? Im Kindergarten steht bald der Oma-Opa-Tag an und dann will ein Kuchenbüffet bestückt sein...

Wer Interesse an dem Buch bekommen hat:

Adolf Andersen
Traumhafte Torten
AV-Buch/Cadmos-Verlag
ISBN 978-384047008-0  
Preis 19,90

1 Kommentar:

  1. Immer wieder Interessant so Tortenbücher. Danke für diese schöne Buchbesprechung. Ich bin schon gespannt auf Deine nächsten Torten aus diesem Buch.

    Liebe Grüße
    Anna

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