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Kärntner Reindling

Bei  Zorra geht es diesen Monat zusammen mit Susi von Prostmahlzeit unter dem Titel "Österreich Kulinarisch" um die österreichische Küche. Auch für Hobbybäcker natürlich ein sehr reizvolles Thema.
Nach fleissigem Kochbuchwälzen war ich nicht viel schlauer, so viele Köstlichkeiten schrien "Probier mich! Iss mich!". Ich konnte mich fast nicht entscheiden zwischen Mozartknödeln, Papagenotorte, Pinkafelder Herrentorte, Ischler Törtchen oder Topfenpalatschinken und sämtlichen Strudelvarianten. Doch dann fiel mein Blick auf ein eher unscheinbares Gebäck: Den Kärntner Reindling. Und da uns der Sinn eher nach den Macarons nach was Bodenständigerem war, war sofort klar: Der wird es. 
Ein Hefekuchen in Form eines Gugelhupf, gefüllt mit reichlich Butter, Nüssen, Rosinen, Zucker und Zimt.


Doch kaum war die Wahl gefallen, stand ich vor dem nächsten Problem. Für den Kärntner Reindling gibt es ungefähr genauso viele Varianten wie für Käsekuchen bei uns. Und jede ist natürlich die beste. Mal mit, mal ohne Nüsse, mal mit Butter in der Füllung, mal mit Vanillepudding. Letztendlich habe ich diesen hier aus 3 verschiedenen Rezepten zusammengebastelt, die alle versprechen "original" zu sein. Deshalb muß das Ergebnis in der Summe ja auch so gut wie original sein ;-). Aber letztendlich ist das auch ziemlich wurscht, Hauptsache es schmeckt. Und das hat es getan. Durch die Butter in der Füllung wird der Hefeteig  lecker und mürbe.


Kärntner Reindling

Teig:
300 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz 
Schale einer unbehandelten Orange (oder 1/2 Tl getrocknete und gemahlene Orangenschale)
1 Msp. gemahlene Vanille
15 g Hefe
1 Ei
100 ml Milch, lauwarm
40 g zimmerwarme Butter

Füllung:
40 g Rosinen
80 g Butter, zerlassen
80 g Haselnüsse, geröstet und gehackt
50 g Zucker
1 EL Zimt 
1 TL geriebene Orangenschale

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu alle trockenen Zutaten mischen und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Teig zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen und nicht zu weichen Teig verkneten.
Zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 h (bis er das Volumen derdoppelt hat) gehen lassen.
Dann den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. 10 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Rosinen mit etwas kochendem Wasser begiessen (nur so viel, daß sie gerade eben bedeckt sind) und ziehen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig zu einem ca. 20 x 40 cm großen Quadrat ausrollen. Mit der Butter bestreichen und den restlichen Zutaten bestreuen. Zum Schluß die Rosinen kurz in einem Sieb abtropfen lassen und auch aufstreuen.
Von der breiten Seite her aufrollen. Eine Gugehupfform mit ca. 20 cm Durchmesser gut ausfetten. Die Teigrolle hineinlegen, zudecken und nochmals 45 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Herd auf 175°C vorheizen. 
Wenn der Reindling fertig gegangen ist, auf der untersten Schiene ca. 45 - 50 min backen.
Nach dem Backen kurz in der Form abkühlen lassen und zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Mit Puderzucker bestreut geniessen und dabei vom nächsten Urlaub in Kärnten träumen...



Kommentare:

  1. Sieht der lecker aus! Und die Form dazu ist ein wahrer Traum. Und danke für die vielen Tipps für den Österreich Event. Ich hab schon soviel gezeigt, dass ich mir nun echt etwas Neues einfallen lassen muss. Mozartknödeln, Papagenotorte und Pinkafelder Herrentorte waren noch nicht dabei. Schön langsam sollte ich auch etwas dazu bloggen.

    Liebe Grüße
    Anna

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  2. Ein Reindling! Wie schön!
    Das find ich spannend, dass es auch Rezepte mit Pudding drinnen gibt. Das wusste ich nicht. Aber du hast sicher recht: Bei solchen Rezepten gibt es sicher sehr viele, die sich "original" nennen. Da muss man dann das auswählen, das für einen selber am besten passt. Und deines würde mir auch sehr gut gefallen.

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  3. Hallo,
    die Form ist aber leider gar nicht österreichisches , sondern ein Urlaubsmitbringsel meiner Mutter aus dem Elsass. Ich hab aber extra ein Foto mit dem Reindling drin gemacht, damit sie hier auch mal verewigt wird.
    Und eine Papgenotorte wird es hier bei uns auch demnächst geben.

    Liebe Grüße,
    Barbara

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