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Schäumle

Schäumle oder auch anderswo Baiser bzw. Meringuen genannt lieben meine Mädels (und ich auch).
So schön knusprig und doch luftig-leicht (aber leider auch sehr süß) - wenn sie nur nicht so bröseln wurden. Man könnte meinen unter dem Stuhl meiner Kleinsten (wenn sie denn mal sitzen bleibt) hat sich ein Schneesturm ausgetobt.
Deshalb übernehme oft ich die Herrschaft über die Schäumle und brösel sie meinen Süßen übers Eis. Manchmal wandern sie auch heimlich (sonst gibts Geschrei, daß das nicht meine seien) in/auf eine Torte.

Durch die viele Eis- und sonstige Cremeherstellung in letzter Zeit hat sich wieder eine Riesenmenge an eingefrorenem Eiweiß angesammelt. Auf dem Blog gibt es schon ein Verwertungsrezept, diese Katzenzungen hier.
Schäumle gibt es, wenn ich mal keine Lust auf Backexperimente habe (und zum Selbstschutz, ich esse die Dinger schneller auf, als man das Eiweiß steif schlagen kann). Und weil ich vor kurzem erst  Himbeer-Mandel-Biskuits gebacken hatte, zur Freude meiner Süßen jetzt endlich mal wieder.

Mit eingefrorenem Eiweiß haben sie bisher auch nicht so gut geklappt, da das Eiweiß sich nicht so richtig steif schlagen lies.
Jetzt habe ich in meiner mangelnden Geduld die Ursache gefunden. Man sollte nicht versuchen, sie steif zu schlagen solange noch Eiswürfelchen drin herumschwirren. Das ganze muss komplett aufgetaut sein und am allerbesten Raumtemperatur haben.

In meinem Rezept wird bei einer relativ hohen Temperatur angefange. Dadurch werden die Schäumle zwar nicht mehr rein weiß, bekommen dadurch aber eine leichte Karamellnote, die sich, wie ich finde, sehr gut auf den Geschmack auswirkt (sonst schmeckt es ja nach nicht viel außer nach süß)



Schäumle

4 Eiweiß
240 g Zucker

Die Eiweiße mit dem Handrührgerät sehr schaumig schlagen. Darauf achten, dass die Rühschüssel und -besen komplett fettfrei sind (sonst wird nichts steif). Langsam den Zucker einrieseln lassen und dabei weiterschlagen, bis die Masse steif ist und glänzt. Beim Probieren oder Verreiben zwischen den Fingern sollten kaum mehr Zuckerkristalle zu spüren sein.
Ofen auf 140°C vorheizen. In der Zwischenzeit 2 Backbleche mit Papier auslegen und mit 2 Teelöffeln Häufchen darauf verteilen (oder wer es ordentlicher und schöner mag, nimmt den Spritzbeutel).
Die Bleche in den Ofen stellen und 20 min die Temperatur beibehalten, dann auf 100°C runterstellen, einen Kochlöffel so in die Tür klemmen, dass ein Spalt offen bleibt und noch ungefähr 2 h weiter trocknen lassen (die endgültige Zeit hängt von der Größe ab, umso größer die Schäumle, umso länger brauchen sie).
Zum Schluss eines vorsichtig auseinander brechen, ob es innen noch feucht ist. Wenn ja , noch länger trocknen lassen. Ansonsten einfach den Backofen ausschalten, den Rest aber so lassen, bis sie ganz ausgekühlt sind.

Trocken, am besten in einer Blechdose, aufbewahren, so halten sie mindestens eine Woche

Kommentare:

  1. Gibt keine schönere Eiweiss-Verwertung als Baiser, finde ich. Das mit der höheren Temperatur muss ich mal ausprobieren. Karamellnote klingt nämlich lecker.

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  2. Ich liebe Schäumle, Baiser etc. Gut gelungen!

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  3. Na dann bin ich unter Erwachsenen zum Glück nicht die einzige, die dieses Zeug so gerne mag. Da fällt mir ein Stein vom Herzen ;-), ich dachte schon, ich bin nicht ganz normal

    Liebe Grüße,
    Barbara

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  4. Ich bin ein großer Baiser-Fan! Es macht auch immer wieder Spaß, neue Sorten zu creieren. Du bist nicht allein!! LG, Simone

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  5. Meine werden immer gleich gelblich, ist echt nervig aber wenigstens schmecken sie noch

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