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Kokosnusscheesecake mit peppiger Ananassauce

Wie schon einmal beim Pina-Colada-Sorbet geschrieben, mag ich die Kombination Kokos-Ananas wirklich gerne. 


Einen Kokosnusscheesecake wollte ich schon länger mal backen. So ungefähr seit ich bei Anna das/die (?) Creamed Coconut gesehen habe; habe ich mir überlegt, was man daraus sonst noch machen könnte. Dann bin ich im Supermarkt zufällig über eine Packung gestolpert, die ich einfach mal mitgenommen habe. Falls jemand das nicht kennt: so sieht es aus:



Und seither lag sie rum. Wie so oft, brauchte ich nochmal einen äußeren Anstoß, um mir wirklich was "Gscheites"  zu überlegen. 
Und der kam mit Zorras Geburtstags-Pürierevent.  


Ich hatte mir dieses Rezept eigentlich schon ausgedacht, nur dann kam ein Schub Brombeeren mit den Hortensiencupcakes dazwischen. 

Hier aber auf keinen Fall die Cream of Coconut in der Dose verwenden, die ist viel zu flüssig und süß. 

Aber ich wollte den Kuchen noch unbedingt backen, für mich hörte sich das alles zusammen ziemlich lecker an, also habe ich 2 Tage nach den Cupcakes wieder den Pürierstab und Ofen angeschmissen und an die Arbeit gemacht. Und hier darf der Pürierstab nicht nur einmal ran, er ist praktisch im Dauereinsatz. Also sehr geeignet, um ihn mal wieder so richtig aus dem Schönheitsschlaf zu wecken und auf Touren zu bringen.

Wer Kokos mag, ist hiermit im siebten Himmel - versprochen. Wer Pina Colada, amerikanischen Cheesecake und diese weißen Kokoskugeln (ganz ohne Schokolade) mag sowieso...

Für das Rezept benötigt man eine Springform mit ungefähr 20 bis 22 cm Durchmesser. Wer fleißiger ist als ich, macht die Creamed Coconut nach Annas Anleitung selbst (oder wer sie nicht auftreiben kann), wer nicht, der nimmt wie ich ein Päckchen.

Für die Ananassauce brauchte ich 2 Anläufe, um die richtigen Gewürze (und die Dosierung zu finden). Im ersten Anlauf habe ich noch eine einige winzelige Nelke nur mitgekocht (und vor dem pürieren entfernt). Das Ergebnis war grauenhaft, alles hat nur penetrant nach Nelke geschmeckt (mich schüttelts jetzt noch). Der zweite Anlauf war aber tausendmal besser. Wer der ganzen Gewürzesache aber nicht traut, lässt sie einfach ganz raus. 
Und wer noch Sauce, aber keinen Kuchen mehr übrig hat, der kann sie auch wunderbar über Vanilleeis gießen. Ist auch sehr lecker (auch wenn die Sauce an sich nicht besonders hübsch aussieht, das kommt von den Gewürzen).




Kokosnusscheesecake mit würziger Ananassauce

Boden:
120 g Butterkekse
40 g Kokosraspeln
1 große Prise Salz
40 g Butter, geschmolzen

Chessecakemasse:
320 g Frischkäse (mit Zimmertemperatur)
140 g Zucker
6 Eigelbe (die Eiweiße bitte anderweitig verwenden)
1/4 TL Vanille, gemahlen
1 große Prise Salz
340 g Saure Sahne oder Schmand
200 g Creamed Coconut

Ananassauce:
180 g Ananas (bereits gewürfelt gewogen)
60 g Zucker
1 Msp Vanille, gemahlen
1Msp Piment, gemahlen
1 Msp Ingwer, gemahlen
2 Körner Szechuanpfeffer, leicht zerdrückt

Belag und Deko:
frische Früchte nach Wunsch, Ananas und geröstete Kokosraspel

Ofen auf 175° C vorheizen. Eine Springform mit ca. 22 cm Durchmesser bereitstellen.

Die Kekse zusammen mit den Kokosraspeln und dem Salz im Universalzerkleinerer (Zubehörteil des Pürierstabs) zu feinen Bröseln zerkleinern. Butter zugeben und nochmals kurz laufen lassen. Die Bröselmasse in die Springform geben und fest drücken (von Hand oder z. B mit einem Fleischklopfer).

Für die Cheesecakemasse den Frischkäse mit dem Zucker in einer Schüssel glatt rühren. Eigelbe nach und nach unterrühren. Dann Vanille und Salz. 
Creamed Coconut mit dem Pürierstab in einer extra Schüssel oder wieder mit dem Universalzerkleinerer zu einer feinen Paste verarbeiten. Zusammen mit der Sauren Sahne zur Eigelb-Frisckäsemasse geben.
Die fertige Masse in die Springform auf den Bröselboden geben.
In den Ofen stellen und die Temperatur sofort auf 130°C reduzieren. Ungefähr 60 min backen, dann vorsichtig an der Form rütteln. Der Kuchen soll in der Mitte nur noch leicht wabbeln (anonsten lieber 15 min länger backen). Den Ofen ganz ausschalten und den Kuchen noch eine Stunde darin stehen lassen. Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen. Erst am nächsten Tag servieren, dazu in der Form aufbewahren (diese aber gut abdecken und den Kuchen am besten in den Kühlschrank stellen).

Kurz vor dem Servieren aus der Form nehmen und ungefähr 2 h vorher die Sauce zubereiten.

Für die Sauce wird die gewürfelte Ananas zusammen mit dem Zucker in einen kleinen Topf gegeben. 1 Stunde ziehen lassen, dabei bildet sich etwas Sirup. Die Gewürze zugeben und kurz aufkochen lassen. Nochmals 10 minuten ziehen lasssen, dann die Szechuankörner entfernen und das ganz mit dem Pürierstab zu einer fein pürierten Sauce mixen.

Auf den Cheesecake giessen und nach Wunsch mit Anansstücken, Kokosnuss und anderen frischen Früchten dekorieren.

Tipp:
Wer mag gibt noch etwas Kokosextrakt dazu (ca. 1/2 TL), dann wird der Kokosgeschmack stärker. Ich habe aber keins verwendet und auch nicht ins Rezept geschrieben, da es nicht ganz einfach aufzutreiben ist.


1 Kommentar:

  1. Erinnert mich irgendwie an Pina Colada, hier einfach mit Gewürzen. Gefällt mir.

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