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Bananen-Schoko-Muffin und wie bekomme ich Bananen reif

Heute kommt nach längerer Zeit mal wieder Rose Levy Beranbaum zum Einsatz. Allerdings habe ich das Rezept an unseren Geschmack angepasst (Bananenkuchen pur ohne Schokolade kriege ich fast nicht runter) und einen Teil des Mehls durch Kakaopulver ersetzt, so schmeckt es nicht nur nach Banane, sondern auch noch schokoladig.

Rose hat auch einen Tip, um Bananen nachreifen zu lassen. Diese Methode ist aber nur für Bananen zu empfehlen, die noch püriert werden. Sie werden sehr süß und der Geschmack extrem bananig. Man nimmt sie einfach, wie sie sind und packt sie über Nacht in den Tiefkühler. Nach einer Nacht im Kälteschlaf kommen sie braun gebrannt wie frisch aus dem Urlaub wieder heraus. Ca. eine halbe Stunde auftauen lassen und sich dann beim Anfassen nicht ekeln, das ganze ist jetzt nämlich ziemlich schwabbelig (trotz Schale außen rum). Also lieber nicht direkt morgens nach dem Aufstehen machen, das könnte auf den Magen schlagen. Jetzt vorsichtig öffnen (nur am Zipfel) und in eine Schüssel quetschen, dann noch gründlich pürieren und schon fertig (auch wenn die Bananen gestern noch grün waren).

Die Muffins selbst werden erstaunlich lange nicht altbacken und lassen sich sehr gut auch im Kühlschrank aufbewahren (durch Öl statt Fett bleiben sie auch dort weich). Besonders gut würde sich auch noch ein Cream Cheese Frosting  (oder auch etwas weniger amerikanisch ein simpler Schokoguss) oben drauf machen.

Bei mir hat es 14 Muffins ergeben, man kann die Masse aber auch als Kuchen in einer Springform mit 26 cm Durchmesser backen.


Bananen-Schoko-Muffins

2 große reife Bananen, geschält, ergibt ca. 230 g Bananenpüree
120 g Schmand
2 Eier
2 TL Geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 TL gemahlene Vanille
170 g brauner Zucker
110 g Sonnenblumen- oder Rapsöl
180 g Mehl, Type 405
20 g Kakao
1 TL Natron
3/4 TL Backpulver
1/2 TL Salz

Ofen auf 175° C vorheizen und die Muffinförmchen vorbereiten.
Bananen und Schmand mit einem Pürierstab zu einem feinen Püree verarbeiten. Eier, Zitronenschale, und Vanille zugeben und nochmals durchpürieren.
Die Mischung in eine Rührschüssel geben und den Zucker zufügen. Bei mittlerer Geschwindigkeit ungefähr eine Minute rühren, dann das Öl in einem feinen Strahl unter Weiterrühren einfliessen lassen.

Mehl, Kakao, Natron, Backpulver und Salz mischen und auf die Eimasse sieben. Weitere 2 Minuten rühren, bis eine homogene Masse entsteht. 
In die vorbereiteten Förmchen füllen und ca. 25 Minuten backen.

Wenn aus dem Teig ein Kuchen gebacken werden soll, dann nimmt man eine Springform mit 24 bis 26 cm Durchmesser und erhöht die Backdauer auf ungefähr 40 Minuten.




Kommentare:

  1. Deine Schokomuffins sehen wirklich einladend aus. Wenn Bananen mit Äpfeln in dem gleichen Obstkorb gelegt werden, dann beschleunigen sie sich gegenseitig im Reifungsprozess. Ich halte sie daher immer getrennt. Geht nicht über Nacht, aber rascher als man es manchmal gerne hätte.

    Liebe Grüße
    Anna

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  2. Hallo Anna,
    Ja, das kenne ich auch (das liegt am Ethylen, ein "Reifungsgas", das Äpfel (und auch Birnen) und die Bananen zum Reifen bringen (hab mal in Lebensmittelchemie gut aufgepasst).

    Ich glaube, hier ist es der gleiche enzymatische Mechanismus, der auch bei Kartoffeln, die zu kalt gelagert werden, Stärke in Glucose (Traubenzucker) umwandelt.

    So genug geklugscheissert und noch ein Danke für deinen Kommentar!

    Liebe Grüße,
    Barbara

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    1. Danke für die Antwort. Ich werde es auf alle Fälle einmal ausprobieren. Da muss wohl noch ein Enzym oder sowas in der Kartoffel/Banane sein, denn wenn ich Stärke so einfriere, wandelt sich nichts um. :-)

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