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DER Apfelkuchen meiner Kindheit

Den gab es oft, da auch meine Mutter schon dem Backwahn verfallen war, als Backen noch altmodisch war (und der Kochbuchsammelsucht, was sich nicht alles vererbt...).
Und es war mein absoluter Lieblingsapfelkuchen. Lange war er in Vergessenheit geraten, aber da zur Zeit ja in vielen Blogs in Kindheitserinnerungen geschwelgt wird (Stevan Paul mit seinem neuen Buch ist Schuld daran), kam er mir wieder in den Sinn ... und am nächsten Tag schon in den Ofen.

Weil es der beste Apfelkuchen überhaupt ist, sollen noch andere dran teilhaben und ich gebe ihn an Persis von "Ein Keks für unterwegs" weiter: 

Keks unterwegs

Der Clou: geschlagene Sahne im Guss macht ihn locker und trotzdem saftig und der Geschmack...

Ganz bin ich meinen Erinnerungen aber nicht treu geblieben. Um dem ohnehin schon besten Apfelkuchen aller Zeiten noch die Krone aufzusetzen, habe ich statt dem normalen Mürbteig einen Mandelmürbteig verwendet .. und es war noch besser.
  

Apfel-Sahne-Kuchen

Mürbteig:
225 g Mehl
50 g Mandeln, gemahlen
150 g Butter
100 g Puderzucker
1 kleines Ei
etwas gemahlene Vanille
ggf. ein Schuß Sahne

Belag:
4 bis 5 säuerliche Äpfel
Saft einer Zitrone

Guss:
150 g weiche Butter
125 g Zucker
1 Ei
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
100 g Mehl
250 g Sahne

Wer mag: 100 g Mandelblättchen und 1 EL Zucker

Zuerst den Mürbteig zubereiten. Dazu alles ausser dem Mehl grob zusammenkneten. Dann das Mehl zugeben und kneten, bis ein homogener Teig entstanden ist. Ist er zu bröselig, etwas Sahne zugeben.
Am besten 30 Minuten kühl stellen.

In der Zwischenzeit Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und ausmelieren.
Äpfel schälen, achteln und Kernhausstücke entfernen. Mit Zitronensaft beträufeln, um ein Verfärben zu verhindern. 

Ofen auf 180 °C vorheizen. Mürbteig ausrollen und den Boden der Springform damit auslegen. Mit dem restlichen Teig einen ungefähr 4 cm hohen Rand in die Springform formen.

Für den Guss wird eine Art Rührteig hergestellt, indem Butter, Zucker, Ei und Zitronenschale schaumig geschlagen werden. Mehl zufügen und nur kurz unterrühren.
Sahne steif schlagen und unterheben.
Den Guss auf den Äpfeln verteilen, dann evtl. noch Zucker und Mandelblättchen darauf verteilen.

Der Kuchen braucht ca. 55 bis 60 Minuten im Ofen. Nach dem Backen komplett in der Form erkalten lassen.



Kommentare:

  1. Der sieht ja lecker aus! Und Mandeln im Mürbteig erinnern mich gleich an Vanillekipferl...

    LG Anna

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  2. Stimmt, so ähnlich schmeckt der Mürbteig auch (und Vanillekipferl gehören an Weihnachten bei uns zum Pflichtprogramm, daß sind immer die ersten die weg sind). Vielleicht lag es daran, daß er noch leckerer war?

    Liebe Grüße,
    Barbara

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  3. Danke für Deinen leckeren Kuchen als Beitrag zum Event! So einen ähnlichen Apfelkuchen kenne ich auch aus meiner Kindheit. Bei uns waren aber (leider Gottes) Rosinen in der Füllung. Die habe ich immer rausgepult :o)

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  4. Hallo Persis, das mit den Rosinene verstehe ich gut, hab ich auch immer gemacht ( und jetzt machen es meine Mädels...)

    Süße Grüße,
    Barbara

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  5. Hallo,

    unser Apfelbaum hängt voller Äpfel und deshalb backe ich zzt alle 2-3- Tage Apfelkuchen :-)
    Deinen habe ich am WE nachgebacken und übereinstimmend haben wir festgestellt, dass dieser einer der Leckersten der letzten Woche ist. Und dass ich ihn nächstes WE wieder backen muss :-I

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    1. Hallo Gaby, das freut mich sehr, dass der Kuchen auch euch so gut schmeckt und nicht nur uns!

      Liebe Grüße,
      Barbara

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