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Apfelstrudeltorte nach Myriam Zumbühl

Die Kombination Quark-Apfel hätte ich jetzt nicht direkt mit einem typischen Apfelstrudel in Verbindung gebracht, schmecken tut es aber trotzdem gut.


Ansonsten sind die Zutaten wirklich apfelstrudel-typisch: Äpfel, Zimt, Vanille, Mandeln und natürlich Strudelteig.

Der wird im Originalrezept nicht selbst gemacht, sondern kommt fertig ausgerollt aus dem Supermarkt. Aber irgendwie ist schweizerischer Strudelteig wohl anders als schwäbischer ... ich hatte eine Packung mit 250 g gekauft, sollte aber nur 120 g (oder 4 bis 5 grosse Blätter) benötigen. Im Endeffekt waren die 250 g aber noch fast zu wenig. Ich konnte nur 3 1/2 Blätter aus der Menge bekommen und hatte nur mit Mühe und Not genügend übrig, um oben den Teig halbwegs dekorativ zu knüllen.
Wahrscheinlich ist der schweizerische dünner ausgerollt, also hätte ich wohl besser Filoteig genommen, der ja wirklich papierdünn ist ( und den nächsten mache ich sowieso mal selber, der aus der Packung war schon beim auspacken ziemlich trocken).

Das Rezept ist von Myriam Zumbühl aus ihrem neuen Buch "Myriams Kuchen, Tartes & Co.", daß ich demnächst hier vorstelle.

Am besten schmeckt der Kuchen fisch, langes Aufbewahren bekommt ihm nicht, da der Strudelteig sehr schnell durchweicht und der Kuchen so den eigentlichen Reiz aus dem Kontrast zwischen knackiger Hülle und saftig-cremigem Innenleben verliert.

Apfelstrudeltorte

Teig:
1 Packung Strudelteig mit 250 g Inhalt, alternativ Filoteig
2 großzügige EL Butter
 
Füllung:
4 große, säuerliche Äpfel
3 Eier, getrennt
400 g Sahnequark mit 40% Fettgehalt
180 g Creme fraiche
3 gehäufte EL Vanillepuddingpulver (im Original "ohne Kochen", ich habe normales genommen, das funktioniert auch)
125 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
1 TL Zimt
1 Prise Salz
1 Hand voll Mandelblättchen
 

Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen, den Rand fetten
Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Äpfel waschen und entkernen, wer mag kann sie ungeschält lassen. Grob reiben oder in streichholzstiftgroße Stäbchen schneiden.
Das Eiklar zu einem lockeren Schnee aufschlagen.
Sämtliche anderen Zutaten der Füllung miteinander verrühren. Dann zuerst die Apfelstückchen und zum Schluss den Eischnee unterheben.

Für den Teig die Butter schmelzen. 1 Teigblatt in die vorbereitete Springform legen, dabei sollte etwas "Überschuss" aus der Form hängen. Mit Butter bepinseln und das nächste Teigblatt quer dazu auflegen. Weiter so verfahren - Butter pinseln - Teig darauf, bis nur noch ein Teigblatt übrig ist.
Die Füllung auf den Teigblättern verteilen und glatt streichen. Den Teig"überschuss" auf die Füllung klappen und locker darauf drappieren, Bei mir war in der Mitte noch Füllung sichtbar, darauf habe ich das letzte Teigblatt zerknüllt gelegt.

Das ganze nochmals mit Butter besreichen und ca. 60 Minuten backen (bis die Füllung fest geworden ist).
Vor dem Servieren aus der Form lösen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Süsse Grüße,


Kommentare:

  1. Das in einem Backbuch auf Fertig-Teig zurückgegriffen wird, finde ich etwas ungewöhnlich. Aber die Torte an sich gefällt mir sehr.

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  2. Erinnert mich an Burek, dass es in Kroatien zum schwarzen Kaffee am Morgen verkauft wurde. Nur der Teig ist mehr wie Filoteig statt Strudelteig. Also eine spur fester. Und statt der Äpfel war eine Quarkfüllung drinnen. Da das aber so super lecker war, denke ich dass Dein Strudeltorte dem nicht nachsteht und auch super lecker ist.

    Liebe Grüße
    Anna

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  3. Das sieht sehr lecker aus :o)
    Liebe Grüße, Renate

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  4. Strudelteig selber zu machen traue ich mich, glaube ich, nicht. Ich denke Filoteig wäre tatsächlich das richtige gewesen. Die Torte sieht aber trotz 'Materialmangel' klasse aus :-).

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  5. Danke für eure vielen Kommentare, ich glaube, so viele hatte ich nach nur einem Tag noch nie. Freu!

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