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Creme brulée mit Passionsfrucht

Mein neuer Küchenbrenner konnte nach langer Ruhepause vor dem ersten Einsatz nun sehr schnell nochmal ein bisschen Feuer spucken und durfte eine knackige Karamellschicht auf eine feine und fruchtige Creme brulée brennen.

Ich hatte noch einen kleinen Rest Maracujapüree eingefroren, dessen Menge geradezu perfekt für dieses Rezept passte.

Der Maracujageschmack ist deutlich bemerkbar, aber doch so schwach, dass er nicht alles dominiert. Ich hätte ihn lieber ein bisschen stärker gehabt, aber dass ist ja Geschmackssache (ich habe noch ein Rezept von Pierre Herme durchgelesen, da war das Verhältnis Maracuja:Sahne ungefähr 1:2, soviel hatte ich aber ja nicht mehr da).

Trotzdem war das Ergebnis ziemlich lecker, vor allem jetzt, wo das Wetter immer herbstlicher wird und man sich schon wieder nach frischem Obst und Urlaub sehnt.

Das Ursprungsrezept ist (schon wieder) von Nicole Stich aus "Sweets " - in der Zwischenzeit weiß ich schon gar nicht mehr, warum ich das Buch zuerst überhaupt nicht wollte. Allerdings habe ich die Zubereitung etwas spülfreundlicher gestaltet, das ganze in einer einzigen großen Form gemacht und zusätzlich die Creme vor dem Erhitzen im Wasserbad zur Rose abgezogen (d. h. erhitzt, bis sie eindickt), dadurch verkürzt sich die Garzeit im Ofen erheblich. Für das Garen im Ofen habe ich mich an Pierre Hermé gehalten, der die Temperatur niedriger einstellt als Nicole Stich, dafür aber kein Wasserbad benutzt.
 

Creme brulée mit Passionsfrucht

50 g Passionsfruchtpüree (aus 4 bis 5 Früchten)
1/4 TL gemahlene Vanille
350 g Sahne
40 g Zucker
4 Eigelb
 
ca. 60 g brauner Zucker zum Bestreuen und Karamellisieren
 
Eigelbe und Zucker in einen kleinen Topf geben und glatt rühren. Sahne in einem dünnen Strahl zugießen und dabei weiterrühren.
 
Den Topf auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze unter weiterem Rühren auf ungefähr 85°C erhitzen. Man kann die Temperatur mit einem Küchenthermometer messen, man bemerkt es aber auch ohne, da im Bereich zwischen 80 und 85°C die Creme deutlich eindickt.
Das Erhitzen kann eine ganz schöne Weile dauern, deshalb können Ungeduldige auch zu Beginn höher schalten. Dann darf der Topf aber nicht aus den Augen gelassen werden, sonst gibt es süßes Rührei! (Spätestens bei 50° C würde ich aber schnell die Temperatur runterschalten)
 
Ofen auf 100°C vorheizen (Umluft). Eine große feuerfeste Form ( bei mir ca. 22 x 22cm) oder mehrere kleine hitzefeste Förmchen (6 mit ungefähr 10 cm Durchmesser) bereitstellen.
Creme hineingeben.
Die große Form hat bei mir 30 Minuten gebraucht, die kleineren brauchen schätzungsweise 15 Minuten. Lieber etwas früher als zu spät nachschauen! Die Creme sollte zwar etwas gefestigt erscheinen, aber in der Mitte noch wackeln ( das gibt sich beim Abkühlen).
 
Herausnehmen, abkühlen lassen und 4 bis 5 h im Kühlschrank fester werden lassen.
 
Kurz vor dem Servieren mit dem Zucker bestreuen und mit dem Küchenbrenner vorsichtig karamellisieren (nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmeckt es schnell angebrannt).
 
Am besten sofort servieren, um den Kontrast heißes Karamell und kühle Creme voll auszukosten.
 


1 Kommentar:

  1. Und wieder diese wunderbare Passionsfrucht, die ich hier nicht noch nicht gefunden habe... Dieses Rezept hätte sicher auch zu Zorras spanischen Blogevent, der jetzt am laufen ist, gut gepasst.
    Liebe Grüße und einnen schönen Sonntag
    Anna

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