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Weiche Schokoprinten

Seit Jahren die beliebtesten Lebkuchen bei uns (naja, auch ein paar Jahre lang die einzigen...).
Uns gefällt einfach die Kombination: ein nur leicht schokoladiger, aber würziger Teig, ein paar Fruchtstückchen (bei uns meist gewürfelte getrocknete Aprikosen statt Rosinen) und dann noch schön knusprig durch den Grümmelkandis.
Und er kann auch zur Herstellung von Lebkuchenhäusern verwendet werden (bei einem Haushalt mit Kindern immer gern gesehen), wobei meine Kinder diesen Lebkuchen dann sogar mitessen und nicht nur die Dekoration aus Süßkram.

Die Lebkuchen selbst werden bei passender Lagerung relativ schnell halbwegs weich.

Wer keinen Grümmelkandis hat, kann, soweit er einen starken Mann zu Hause hat, auch versuchen, normalen Kandiszucker klein zu kriegen. Ich hab es allerdings nur einmal versucht... eine Ladung gebacken und mir fast die Zähne an den immer noch zu großen Kristallen ausgebissen. In dem Jahr gab es Lebkuchen für Gäste nur nach vorherigem Zahncheck (Hast Du Dritte? - Wackelt was im Gebiss? - Wie stabil sind deine Zähne noch? ....)

Man kann sie nach dem Backen noch mit Schokolade bestreichen, mir persönlich sind sie aber "pur" am liebsten (dann hat man auch noch ein paar Kalorien für all die anderen leckeren Plätzchen frei)

Aber die Lebkuchen erfordern etwas Vorplanung, der Teig muss nämlich eine Woche ruhen, bevor er fertiggemacht und verarbeitet wird.



Weiche Schokoprinten

Für den Vorteig:

500 g Honig
4 EL Orangensaft
75 g Grümmelkandis oder anderer feiner brauner Kandis
50 g Zucker
50 g Rosinen, gewaschen, abgetrocknet und gehackt (oder Cranberries oder getrocknete Aprikosen)
1 EL Pottasche
3 EL Rum
450 g Mehl
1/2 TL gemahlene Vanille
2 TL Zimt
1 TL geriebene Schale einer unbehandelten Orange
jeweils 1/2 TL Anis, Ingwer, Kardamom und Koriander, alles gemahlen

Zum Fertigstellen:
150 g Mehl

100 g Mandelstifte
optional: ca. 250 g Zartbitterkuvertüre

Wichtig:
Der Vorteig muss eine Woche ruhen, bevor gebacken werden kann. In dieser Zeit säuert der Teig und kann erst dadurch die Pottasche dazu bringen, die Lebkuchen zu lockern. Auch für das Aroma ist die lange Teigruhezeit sehr zuträglich.

Honig mit dem Saft leicht erwärmen. Kandis und Zucker unterrühren und abkühlen lassen.
Gehackte Trockenfrüchte zufügen.

Rum und Pottasche in einer kleinen Tasse mischen und mit den restlichen Zutaten für den Vorteig in einer verschließbaren Schüssel mit Hilfe eines hölzernen Kochlöffels zu einem homogenen Teig verkneten.
Schüssel mit Deckel gut verschließen und mindestens 1 Woche bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Nach dieser Woche das restliche Mehl unterkneten.

Backofen auf 180°C vorheizen und mehrere Bleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf möglichst wenig weiterem Mehl ausrollen (5 mm dick) und in 3x6 cm große Rechtecke schneiden (man kann aber auch verschiedenen Formen ausstechen).
Diese auf die Bleche legen, mit den Mandelstiften bestreuen und nacheinander im Ofen ca. 10 Minuten backen.

Wer ein Lebkuchenhaus machen will, sollte den Teig als große Platte backen und danach aus dieser Lebkuchenplatte mit Hilfe von Schablonen die einzelnen Hausteile ausschneiden. So hat man bessere Kanten und ein standsichereres Haus.

Nach Wunsch nach dem kompletten Auskühlen noch mit Kuvertüre bestreichen.



Kommentare:

  1. Bei diesem Rezept kann ich nur sagen: Gut Ding braucht Weile. Du bist auf jeden Fall schon für Weihnachten gerüstet.
    Liebe Grüße
    Anna

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  2. Das stimmt, und sie werden immer besser, umso länger man sie aufbewahrt.

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  3. Finde ich ja toll, dass du dein traditionelles Lebkuchenrezept mit uns teilst. Danke schön!
    Liebe Grüße
    Maren
    Http://maluskoestlichkeiten.wordpress.com

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  4. Die gibt es daheim bei den Eltern auch jedes Jahr. Schokoprinten müssen einfach sein. Dass Du die Rosinen gegen Aprikosen eintauschst, macht Dich gleich noch sympathischer *lach* Ich bin auch kein großer Rosinenfan.

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  5. Danke Euch beiden. Und dieses Jahr sind die Printen gar nicht erst richtig fest geworden, man kann sie schon essen.
    Auch mit Cranberries schmecken sie noch um Längen besser als mit Rosinen ;-)

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  6. Sieht super lecker aus, werde ich in der nächsten Weihnachtszeit ausprobieren :)

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