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Minz-Schoko-Baiser und wie ich sie weiter verwertet habe

Jetzt habe ich das richtige Verhältnis von Eiweiß und Zucker für halbwegs gelingsichere Baisers gefunden. Mann wiegt einfach das vorhanden Eiweiß ab und verdoppelt dieses Gewicht. Soviel Zucker sollte man dann nehmen.

Aber ich wollt auch noch ein bisschen rumexperimentieren und habe versucht, Baisers mit Minzearoma zu fabrizieren. Der einfachste Weg ist wie meist des direkte und so habe ich es mit Minzöl versucht, allerdings mit ein bisschen Bammel.
Ich sah den ganzen schön festen Eischnee schon sich verflüchtigen und sich zu einer Suppe verdünnisieren. Eischnee und Öl sind ja beim Backen so was wie natürliche Feinde. Nur ein Hauch Öl in der Rührschüssel beleidigt das Eiklar ja so sehr, dass es sich überhaupt gar nicht aufschlagen lässt. Aber da ich gefühlte 100 Eiweiße übrig hatte, ging ich ganz verschwenderisch das Risiko einfach mal ein.



Und die beiden haben sich dann doch angefreundet. Ich war mit 3 Tropfen sehr vorsichtig, aber die Dosierung hat für uns ziemlich gut gepasst. Das Wichtigste ist wahrscheinlich der Zeitpunkt. Zucker und Eiweiß müssen komplett aufgeschlagen sein, dann habe ich nur noch kurz das Öl draufgeträufelt und ganz schnell untergehoben.

Und dann kam mir noch die spontane Idee, dass das mit irgendwie Schokolade doch bestimmt noch viel besser sein würde. Ich erinnerte mich dunkel an die Backbibel mit in Kakao gewälzten Baisers, was mir aber zu umständlich  war (nach einem habe ich aufgegeben). Deshalb gab es nur einen Hauch mit einem Sieb obendrauf, den ich dann mit dem Finger mehr oder weniger dekorativ eingerührt habe.


Die Weiterverwertung waren selbstgegossene Zartbitterschokotafeln, deren Rückseite mit Bröseln der Baiser bestreut waren, die ich für ein Wichtelgeschenk unbedingt ausprobieren wollte gebraucht habe. Und das war dann so richtig gut (schade, dass ich davon welche verschenken musste...).


Minz-Schoko-Baiser

3 Eiweiß (100 g)
200 g Zucker
3 Tropfen Pfefferminzöl
ca. 30 g Kakaopulver

Das Eiweiß so lange schlagen, bis es schaumig ist und weiche Spitzen bildet.
Zucker langsam einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Die Masse beginnt zu glänzen und wird dick-schaumig.
Minzöl auf den Schaum träufeln und vorsichtig unterheben.

Ofen auf 120°C vorheizen. Meringuemasse mit 2 Teelöffeln als kleine Häufchen auf 2 mit Papier ausgelegte Bleche setzen. Dabei beachten: umso größere Schäumle man macht, umso länger brauchen sie zum Trocknen. Ich habe Häufchen  mit ungefähr 5 cm Durchmesser gemacht.
Für diese Größe muss man ungefähr 2 1/2 h Stunden Trockenzeit im heißen Ofen rechnen.

Kakaopulver mit Hilfe eines kleinen Siebes über die Eiweißmasse stäuben. Wer mag, befeuchtet den Finger mit Wasser und zieht vorsichtig Spitzen aus dem Eiweiß und "rührt" dabei leicht das Kakaopulver unter.

In den Ofen schieben. Auf Umluft schalten und mit einem Holzkochlöffel den Ofen einen Spalt offen halten.
Nach Ablauf der Zeit einen Tupfer vorsichtig zerbrechen und nachschauen, ob sie wirklich durchgetrocknet sind, notfalls länger drin lassen.



1 Kommentar:

  1. hallo barbara!
    ein toller post :) schön das dir das experementieren gelungen ist! die sehen toll aus!
    vlg mia he
    wünsche euch schon einmal einen guten rutsch ins neue jahr! <3

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