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Sucht noch jemand einen Weihnachtskuchen? Zimtkuchen mit Himbeeren nach Pierre Herme

... und doch nicht ganz original. Dafür aber zeitsparender.

Die Kochpoetin macht es vor und bäckt sich furchtlos durch PH10: Patisserie von Pierre Hermé.
Ich habe mich langsam auch daran getraut (mir war bisher irgendwie die Umrechnerei zu lästig) und mach mal was einfaches daraus nach.

Und zwar habe ich mir den Cake Garance vorgenommen. Einen Zimtbiskuit (so steht es im Buch, auch wenn es eher ein Rührteig ist), mit Himbeeren und Feigen.
Wahrscheinlich schmeckt die Kombination wirklich super, aber ich brauche hier niemandem mit Feigen ankommen. Doch auch die Kombination Zimt und Himbeeren allein hörte sich schon sehr gut an.
Wer das Original backen will, muss für die von mir berechnete Teigmenge noch 40 g weiche Feigen unterheben. Und nach dem backen sollte der Kuchen noch mit einer Stricknadel oder ähnlichem eingestochen werden und diese Löcher dann mit (möglichst selbstgemachtem - das hat ja jeder so einfach im Schrank stehen) heißem Feigengelee gefüllt werden (ca. 400 g, also richtig heftig viel). Auch den Fondantguss habe ich mir gespart.

Und das Ergebnis ist wirklich lecker. Der "Biskuit"teig ist schon einem Rührteig ähnlich, aber irgendwie zarter und er schmilzt richtiggehend im Mund.
Der Zimt ergänzt die Himbeeren sehr gut und harmoniert mit den Mandeln im Teig.
Aber die Zimtmenge ist schon sehr groß und man schmeckt ihn  sehr deutlich (was ja jetzt zur Vorweihnachtszeit auch sehr gut passt) - also nicht unbedingt ein Kuchen für den Sommer oder für Zimtverachter.

Das Rezept erfordert im Original ein etwas anderes Verhältnis von Eigelb und Eiweiß, da sowohl Eigelb, ganze Eier und Eiweiß verwendet werden. Bei der Umrechnerei kam dann zum Teil 1/5 Ei heraus. Ich war so frei und habe die Mengen etwas "geglättet".

Zimtkuchen mit Himbeeren

3 Eigelb
1 Ei
186 g Puderzucker
184 g weiche Butter
118 g gemahlene Mandeln
28 g Milch
 
3 Eiweiß
44 g Zucker
 
92 g Mehl
10 g Zimt, gemahlen
 
100 g Himbeeren
 
Ofen auf 150°C vorheizen. Eine Kastenform von ca. 30 cm Länge fetten und ausmelieren.
 
Zuerst Puderzucker und Butter schaumig schlagen, dann  die Mandeln und nach und nach die Eigelbe und das ganze Ei unterschlagen. Zum Schluss die Milch unterrühren.
 
Die Eiweiße zu einem cremigen Schaum schlagen und den Zucker dabei einrieseln lassen.
 
Mehl und Zimt mischen.
 
Das geschlagene Eiklar unter die Eigelbmasse heben und dabei das Mehl einrieseln lassen.
 
Die Hälfte des Teiges in die Kastenform geben. Die Himbeeren darauf verteilen und den restlichen Teig einfüllen.
 
Sofort in den heißen Ofen schieben und auf Umluft schalten. Insgesamt 75 Minuten backen, aber Garprobe nicht vergessen. Wenn noch feuchte Krümel an einem hineingestochenen Holzstäbchen kleben, lieber noch etwas länger backen.
 
Den heißen Kuchen aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen und komplett abkühlen lassen.
 
Es wird eine Haltbarkeit von 10 Tagen angegeben (obwohl ich da mit den frischen Himbeeren etwas kritisch bin, also wenn, dann nur im Kühlschrank - allerdings sollte er bei Zimmertemperatur verzehrt werden)
 
 






Kommentare:

  1. Das hört sich echt lecker an. ....wird gleich mal nachgebacken ;-)

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  2. Hey, das ist mein altes Gemüsemesser. ;-)
    Schön, dass du dich auch wagst! Den Garance haben wir auch schon einmal genauer angeschaut und sind auch über die "Bohrungen" gestolpert. Ich werde bis zur Himbeerzeit warten und den Zimt dann wohl etwas reduzieren. Ich wünsche dir und deiner Familie wunderschöne, entspannte Weihnachten!
    Liebe Grüße,
    Eva

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  3. hallo meine liebe!
    deine letzten einträge waren alle mal wieder bombe! habe vielen dank! folge dir ja beifb unter mia he. kann dort zur zeit leider nicht liken und kommentieren :( verfolge dich aber still :)
    ich wünsche euche eine schöne weihnachtszeit mit ganz viel sinnlichkeit und liebe<3
    viele liebe und herzliche grüße mia

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  4. Hallo Eva, in der Zwischenzeit haben wir auch den/das Millefeuille Milena (mein Schulfranzösisch ist nicht mehr so alltagstauglich) gebacken und halb vernichtet. Allerdings war die Hälfte der Gäste nicht ganz so überzeugt (das liegt aber eher daran, das ein Teil der Verwandschaft eher nach dem Motto lebt: Was der Bauer nicht kennt (fr)isst er nicht), ich fand es richtig toll.

    Hallo Mia, danke für dein Kompliment und schön, daßß du wieder ein Lebenszeichen von dir gibst!

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