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Geburtstagskuchenmarathon - Spiegeleierkuchen

Wenn bei uns jemand Geburtstag hat ist immer schwer was los. In der Zwischenzeit sind es 14 Erwachsene (nur Omas, Opas, Tanten und Onkel) und 6 Kinder. Dementsprechend viele Kuchen stehen auf dem Tisch. Man will ja schließlich für jeden was dabei haben und dann auch noch ein bißchen was ausprobieren, von dem man weiß, daß man es für den Alltag nicht unbedingt machen kann (zu cremig, zu aufwendig oder die "normalen" Mitesser zu skeptisch).
Den Anfang macht ein Spiegeleierkuchen. Eigentlich ein ganz normaler Kuchen den es bei meiner Mutter früher öfters gab, dann aber in Vergessenheit geriet. Als ich beim letzen Spiegeleieressen erzählte, daß es  sogar einen Kuchen gibt, der Spiegeleierkuchen heißt, war für die kleine klar: ich will zum Geburtstag einen Spiegeleierkuchen.
Sie hat sich aber einen Kuchen mit richtigen Spiegeleiern vorgestellt, meine Beschreibungen wollte sie nicht ganz verstehen. Also bekam sie ihren Wunschkuchen. Damit sie auch sieht, wie er in Wirklichkeit aussieht und schmeckt. Leider wars wohl nicht so ganz ihr Ding. Allerdings hat er der Großen und den anderen Kindern gut geschmeckt.

Spiegeleierkuchen

Belag:
2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
80 g Zucker
750 ml Milch
500 g Creme fraiche oder Schmand
1 große Dose Aprikosen (Saft aufgefangen)

Teig:
150 g Butter
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
3 Eier
300 g Mehl
2 gestr. TL Backpulver
2 EL Milch

Guß:
500 ml Flüssigkeit (Saft der Aprikosen, mit Wasser aufgefüllt)
50 g Zucker
2 Päckchen Tortenguß ( klar)

Zuerst aus den 750 ml Milch mit dem Zucker und dem Pulver einen Pudding entspr. Packungsanweisung zubereiten. Abkühlen lassen und dabei ab und zu umrühren.

Ofen auf 180°C vorheizen.
Rührteig zubereiten. Dazu Butter, Zucker, Sla und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nacheinander jeweils für ca. 1 min einrühren.
Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd portionsweise mit der Milch unterrühren. Auf einem mit Backpapier ausgelegt großen viereckigem Backblech ausstreichen.
Pudding mit der Creme Fraiche glatt rühren und gleichmäßig auf den Teig streichen.
Aprikosen mit der Wölbung nach oben darauf verteilen.
30 min backen und Abkühlen lassen.
Guß zubereiten und auf dem Kuchen verteilen.





Cheesecake-Schoko-Muffins

Heute nur kurz ein Rezept, bevor die gro0e Backorgie zum 3. Geburtstag unserer Kleinen los geht. Das Rezept stammt ursprünglich aus einem alten Dr. Oetker Buch, inzwischen aber mit eigenen Anpassungen.

 Cheesecake-Schoko-Muffins

Käsecreme:
175 g Doppelrahm-Frischkäse
25 g Schmand
1 TL geriebene Orangenschale
1 kleines Ei

Teig:
100 g Zartbitterschokolade
50 g Butter
2 Eier
140 g Zucker
1 TL Vanillezucker
120 g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Ofen auf 175°C vorheizen.
Zuerst Schokolade und Butter in der Mikro bei halber Leistung schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Mehl mit Salz und Backpulver mischen.
Eier, Zucker und Vanillezucker hellschaumig schlagen. Dann Schoko-Butter-Masse unterrühren und zum Schluß die Mehlmischung.
Den Schokoteig in ca. 12 Muffinförmchen geben.
Für die Käsecreme alle Zutaten glatt rühren. Über den Schokoteig geben und mit einer Gabel (oder einem Löffelstiel) versuchen zu Marmorieren (geht nicht immer einfach, da je nach Eigröße die Konsistenzen der beiden Massen ziemlich unterschiedlich sein kann).
25 Minuten backen.

 Liebe Grüße aus meiner süßen Werkstatt


 

Eine kleine Meerjungfrau...

..hat sich unsere Kleine zum Geburtstag gewünscht. Eigentlich wollte ich ihr einen Raben machen, aber ihr Wunsch ist mir Befehl. Dabei habe ich eine kleine Photodokumentation meiner Arbeitsschritte (keine richtige Anleitung) gemacht - vielleicht kann ja jemand was damit anfangen. Bei Wunsch schreib ich es auch genauer auf.

Leider ist sie, wie an der Hautfarbe leicht zu erkennen, ganz untypisch für Meerjungfrauen, etwas zu lange in der Sonne gelegen. Ich finde, durch die dunkle Hautfarbe wirkt das Gesicht leider etwas "affenartig".
Modelliert habe ich mit diesem Fondant, zu dem ich noch etwas CMC zugefügt habe.
Wenn sie komplett trocken ist und sich gut umsetzen lässt, werde ich noch ein schöneres Bild von ihr einstellen.

Aus der blauen Kugel eine Tropfenform herstellen und das dünne Ende einschneiden
Endlich einen Einsatz für den ominösen Orangenschäler, den es mal bei T*upper auf jeder Party gab




Noch ein bißchen Busen ankleben (und zurechtrücken),anziehen, dann 1 Tag trocknen lassen
Beim Kopf habe ich das Fotografieren vergessen, ich hoffe, man erkennt trotzdem halbwegs wie es gemacht wurde (Tülle für den Munddann aufbiegen mit dem Dresden Tool, Zähne usw. eingeklebt, Löcher für die Augen...)


Noch eine kleine Krone


Endlich fertig!

Liebe Grüße aus meiner süßen Werkstatt









Gedeckter Bratapfelkuchen

Es sollte ein gedeckter Apfelkuchen sein. Aber kein normaler, daß kann ja schliesslich jeder. Sondern ein bißchen aufgepeppt, mit ein bißchen backtechnischen Schnickschnack.

Nach Inspektion der Vorräte kam ein "Bratapfelkuchen" heraus, der uns sehr gut geschmeckt hat. "Bratapfel" aus verschiedenen Gründen: Zimt und Marzipan in der Apfelfüllung, jedoch mit getrockneten Aprikosen statt den obligatorischen Rosinen (die mögen wir nicht so gerne), noch ein Nussbiskuit dazu gepackt (das hatte ich irgendwo mal in einem Buch gesehen) und fertig wars. Lecker hats geschmeckt, aber beim nächsten Mal würde ich mehr Äpfel nehmen.

Das Rezept ist für eine runde Form mit 26 cm Durchmesser.


Gedeckter Bratapfelkuchen

Mürbteig:
150 g kalte Butter, gewürfelt
300 g Mehl 
75 g Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
gemahlene Vanille nach Geschmack

Biskuitteig:
3 Eier
50 g Zucker
50 g Mehl
50 g gemahlene Nüsse
1TL Backpulver

Füllung:
5 kleine Äpfel
80 g getrocknete Aprikosen
100 g Marzipan, grob gerieben 
1 Zitrone, Saft davon
1 TL Zimtpulver

Zusätzlich:
ca. 3 EL  Aprikosenmarmelade
evtl Zitronenguss aus 75 g Puderzucker und 3-4 EL Zitronensaft

Backofen auf 180°C vorheizen.
Für den Mürbteig alle Zutaten miteinander verkneten, bis ein Teig entsteht. Es dürfen ruhig noch Butterstückchen sichtbar sein ( wird dann mürber). Bei Bedarf noch etwas kaltes Wasser zufügen. Kaltstellen.

Für den Biskuit die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Trockene Zutaten mischen und untermelieren. In eine Springfotm mit 26 cm Durchmesser geben und ca. 15 min backen.
Leicht abkühlen lassen und in der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.

Äpfel schälen und klein würfeln. Restliche Zutaten für die Füllung untermischen.

Die Hälfte des Mürbteigs rund in der Größe der Form auswellen. Den Biskuit aus der Form nehmen, Mürbteigboden einlegen. Den Boden mit der Aprikosenmarmelade bestreichen und Biskuit auflegen. Auf den Biskuit die Apfelfüllung verteilen. Die andere Hälfte des Mürbteigs ebenfalls dünn auswellen und als Deckel auf die Äpfel geben.

45 Minuten backen und wenn gewünscht noch heiß mit dem Zitronenguss bestreichen.
Aufpassen, daß er nicht gleich weggegessen wird.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt,


Ich hab mal ein bißchen umgebaut...

.... mit neuem Header und einer Unterschrift, jetzt ist für heute mal genug.

Vielleicht will mir ja jemand schreiben, wies ihm gefällt, oder was ich besser machen könnte?







Ein Geburtstagsrezept für Frau Bushcooks Kitchen

Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum zweiten Bloggeburtstag Bushcooks-kitchen. Und weil es eine große Geburtstagsparty für alle, die Lust haben gibt, bringen wir ein bißchen (wie könnte es anders sein) was Süßes mit.

Es gibt eine leckere Erdbeermousse mit den restlichen tiefgekühlten und pürierten Überbleibseln aus der letztjährigen Erdbeerschwemme.

Da ich als mehr oder weniger fleissige Blogmitleserin (aber nicht Kommentiererin- blödes Wort) von ihrer Kochbuchsammelleidenschaft weiß, habe ich mir ein Rezept aus einem schönen Buch ausgesucht.
Im Original ist es ein Himbeermousse von Michel Roux aus dem Buch "Süßes". Aus dem Buch habe ich leider noch nicht so viel ausprobiert, deshalb war es jetzt endlich mal an der Zeit, es wieder hervorzuholen (und zu gucken, ob Valentinas Kochbuch mit seiner sehr guten Bewertung recht hat). Und sie haben recht! Ein so leckeres, luftig-leichtes und doch cremiges Fruchtmousse habe ich noch nie gegessen.
Das schöne daran ist auch die Varriierbarkeit des Rezepts. Im Original ist es mit Himbeeren, es funktioniert wohl aber mit fast allen Obstsorten (Kirschen, Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, ...)  

Eigentlich, so die Mengenangabe, soll das Rezept für min. 8 Personen ausreichen (da 1 1/2 fache Menge, ich hab die Menge an das, was wir da haben angepasst). Bei uns wurde es durch 2 sehr gierige Kinder und einer Mama, die fast nichts abbekommen hat, niedergemacht.


Erdbeermousse

für den Baiser:
2 Eiweiß
120 g Zucker
30 ml Wasser

Mousse:
ca. 4 g Gelatine
375 g Erdbeerpüree
Baiser von oben
150 ml Sahne
2 EL Himbeergeist (optional)

Zuerst den Baiser herstellen. Dazu Wasser und Zucker in einem Topf mischen. Aufkochen lassen und bis 121°C erhitzen (mit dem Zuckerthermometer kontrollieren). Das dauert seine Zeit, deshalb in der Zwischenzeit die Eiweisse steif schlagen. Beim Erreichen von 121°C den Zuckersirup sofort unter Weiterschlagen zu den Eiweissen geben und bei kleinster Stufe ca. 15 min weiterrühren, bis die Masse erkaltet ist.

Dann gehts an die Mousse. Gelatine in Wasser (oder dem Himbeergeist ) einweichen.
Mit einem Schneebesen das Baiser unter die Erdbeeren heben. Sahne steif schlagen und auch unterheben. Gelatine bei milder Hitze auflösen. Zum Temperaturangleich etwas von der Mousse einrühren, dann die Gelatinemischung zügig aber vorsichtig unterheben.
In Portionsgläser o.ä. füllen, mind. 4 h Kaltstellen und nach Wunsch dekorieren (z. B. mit gehackten Pistazien).

Heute ein Geburtstagsgrüßle aus meiner süssen Werkstatt und guten Appetit,
Barbara

Unser Lieblingspizzateig

Hier gibt es nicht nur Süßes aus dem Ofen. Ab und zu darf auch was salziges rein.  Mit salzigen Kuchen brauch ich allerdings hier nicht so oft ankommen, da zieht der oberste Mitesser die Nase hoch und mit ihm die Kinder (Was der Bauer nicht kennt...).
Ziemlich oft gibt es aber Pizza. Rezepte gibt es wie Sand am Meer, aber immer, wenn ich  mal wieder einen anderen Teig ausprobiert habe, lande ich dann doch trotzdem wieder bei dieser Variante. 
Sie ist zwar etwas aufwändiger, da der Teig in 2 Stufen hergestellt wird, aber das Ergebnis schmeckt lecker, ist wunderbar luftig und der Rand doch knusprig (und der Teig lässt sich auch gut verarbeiten).
Das Originalrezept ist von Michel Roux aus dem Buch "Ofenfrisch". Die Zutatenmengen sind gleich, allerdings macht Michel Roux eine ziemlich Wissenschaft aus der Temperatur der Zutatenund dem Kneten. Das ist mir zu blöd spare ich mir für den Hausgebrauch, denn die Pizza wird trotzdem sehr gut.
Die Menge reicht für 2 große Bleche (mit dünnerem Boden als auf dem Foto).

Pizza

1. Schritt:
450 g Mehl Type 550
330 ml Wasser
20 g Hefe

2. Schritt:
20 g Salz
25 g Zucker
50 ml Olivenöl extra vergine
120 g Mehl Type 550

1. Schritt: 
Mehl in eine große Schüssel (möglichst mit Deckel) geben, Mulde hineindrücken und dort die Hefe hineinkrümeln. Wasser zugeben und am besten mit einem Kochlöffel zu einem weichen (ziemlich klebrigen) Teig vermengen. Schüssel abdecken.
Ich stelle den Teig dann in den Kühlschrank und zwar : wenn es mittags Pizza gibt, wird der Teig am Vorabend angerührt und muß die Nacht über frieren, wenn es erst abends Pizza gibt wird der Teig noch vor dem Frühstück zubereitet und dann kalt gemacht gestellt.
Michel Roux lässt ihn aber bei 20 bis 24°C 8-12 h gehen.

2. Schritt:
Öl, Salz und Zucker auf den Teig geben und etwas vorvermischen. Mehl dazugeben und alles (vor allem am Anfang) vorsichtig  unterkneten, bis ein homogener Teig entsteht.
Nochmals 1 h ruhen lassen.

Backofen auf 220°C vorheizen (mit den Blechen im Ofen). Teig dünn ausrollen (falls Backpapier verwendet wird direkt darauf), nach Wunsch belegen, auf die heißen Bleche ziehen und ausbacken bis der Belag blubbert und der Rand knusprig braun ist.

Ein Grüßle aus meiner heute gar nicht süßen Werkstatt,
Barbara 

Rollfondant/Gelatinefondant nach Carlos Lischetti

Nachdem ich schon lange keinen Fondant mehr gemacht hatte, waren jetzt die tiefgekühlten Vorräte aufgebraucht und die Küchenmaschine musste mal wieder ran und ihre Muckis trainieren (damit die Kleine auch eine Fondantfigur auf ihre Geburtstagstorte kriegt).
Bisher habe ich den Fondant immer nach diesem Rezept hergestellt, war aber nicht immer zufrieden, da er mir irgendwie immer zu weich und klebrig geriet, trotz Reduktion der Flüssigkeitsmenge (wahrscheinlich liegts am Puderzucker).
Nachdem hier dann ein sehr schönes Modellierbuch vorgestellt wurde, konnte ich nicht wiederstehen und das Buch musste hier einziehen (ich habe auch wirklich schon ewig kein Zuckerkrambuch mehr gekauft).

Dort fand ich dann auch ein etwas anderes Rezept für Gelatinefondant. Deutlich weniger Flüssigkeit, dafür mehr Glycerin und etwas CMC sowie Kokosfett. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden (nur das Problem mit "Krümeligwerden" beim Einfärben mit Extrared ist leider geblieben, da komme ich wohl nicht umhin, mir doch mal eine andere Rot zu kaufen - aber vielleicht hat ja auch hier jemand einen Tipp? - ich freue mich über jeden Kommentar).
Ich habe die Menge halbiert, da ich nicht so oft was brauche, im Originalrezept wird mit 2 kg Puzu gearbeitet.




Roll-/Gelatinefondant


60 ml Wasser
10 g Gelatinepulver
100 g Glucosesirup (bei mir Grafschafter Karamell)
15 g Glycerin
20 g weißes Fett (Kokosfett), geschmolzen
1 kg Puderzucker
1/2 TL CMC 
5 ml klare Vanilleessenz (bei mir 1/2 TL Citronensäure)

Wasser in einen kleinen Topf geben, Gelatine darüberstreuen und ca. 5 min quellen lassen.
Unter Rühren bei mittlerer Hitze auflösen (nicht Kochen lassen!).
Geschmolzenes Fett, Glucosesirup, Glycerin und Citronensäure/Vanilleessenz zugeben und gut unterrühren.
250 g Puderzucker mit dem CMC zusammen in die Schüssel der Küchenmaschine sieben. Mit dem Knethaken unter Rühren die Gelatinemischung einarbeiten. Soviel Puderzucker zugeben, bis sich eine dicke Paste bildet (und die Küchenmaschine fast schlapp macht).
Restlichen Puderzucker auf eine Arbeitsfläche geben, die Zucker-Gelatinepaste dazugeben und von Hand weiterkneten, bis die Paste nicht mehr klebt und  sich auseinanderziehen lässt, ohne gleich zu reissen.
In einem Gefrierbeutel luftdicht verschliessen und einen Tag "reifen" lassen (damit die Gelatine gut abbindet), erst danach verwenden oder zur Lagerung in den Kühlschrank oder Tiefkühler legen.

Ich habe einem kleinen Teil der Masse noch etwas mehr CMC zugefügt, um besser Modellieren zu können (die Kleine wünscht sich eine Meerjungfrau).

Ein Grüßle aus meiner süssen Werkstatt,
Barbara

Doughnuts für Kurzentschlossene

Bei uns sollte es kurz vor Ende der Faschingssaison und damit auch kurz vor Ende der Saison für Fettgebackenes noch Doughnuts geben. Vor allem auch weil ich dieses Rezept ohne Hefe, dafür mit Sauerrahm und Backpulver schon länger ausprobieren wollte. Der Vorteil ist, daß die Gehzeiten entfallen, man kann also schon schnell losmampfen.
Meinen Mitessern hats geschmeckt, mir selber auch, allerdings bleiben bei mir wohl Hefeteigdoughnuts der Favorit (geschmacklich und auch bei der Zubereitung.
Damit es nicht langweilig wird, haben wir gleich zwei Varianten gebastelt:

eine für den Fasching


und eine für den Valentinstag (mit zwei Herzausstechern)

Doughnuts mit Sauerrahm

2 Eier
250 g Zucker
200 g saure Sahne
45 g zerlassene Butter
1 EL geriebene Orangenschale
440 g Weizenmehl Type 550
1/2 TL Salz
1 Prise geriebene Muskatnuss
1EL Backpulver

Öl zum Frittieren

Die Eier in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät verquirlen, dabei den Zucker löffelweise unterschlagen, bis eine helle, schaumige Masse entstanden ist.
Saure Sahne, Butter und Orangenschale zugeben und gut unterrühren.
Mehl, Salz, Muskatnuss und Backpulver gut mischen und einmal durchsieben. Dann auch löffelweise unter die Eimasse rühren, aber nur solange bis alles eben vermischt ist.
Ist der Teig sehr klebrig, noch etwas Mehl zugeben.
Ca. 20 min ruhen lassen, dann5 mm dick ausrollen und Doughnuts ausstechen ( großer Kreis 6 cm, kleiner Kreis 1,5 cm Durchmesser oder mit zwei Herzausstechern). Restlichen Teig wieder zusammenkneten und nochmals auswellen.

Öl auf ca. 180 °C erhitzen (in der Fritteuse) und jeweils 2-3 Doughnuts zuerst von der einen Seite ca. 1 1/2 min goldbraun ausbacken, dann venden und von der anderen Seite fertigbacken.
Herausnehmen und auf Küchenpapier etwas entfetten.
Nach Wunsch dekorieren (Zimtzucker, Puderzucker, Zuckerguss, Schokolade,...)


samtiger Schoko-Amarettini-Kuchen

"Mama, der Kuchen schaut mich an!" sagte die Große nach dem Anschneiden des Kuchens. 


Es wäre wahrscheinlich schöner gewesen, die Amarettini am Ende kurz unter den Teig zu heben, anstatt alle in einer Schicht zu verteilen...aber da war es schon zu spät.

Das Rezept für den Schokokoteig ist wieder von Rose Levy Beranbaum und gibt einen locker-fluffigen, samtig-weichen und sehr leckeren Kakao-Schmandkuchen. Die Menge an Teig ist nicht so groß, in eine Kastenform mit 30 cm Länge würde eigentlich gut das 1 1/2 fache passen. Die weichen Amarettini lagen noch herum und von den Kindern hat sie keins pur richtig gemocht, deshalb wurden sie als "Marzipan" in den Teig gemogelt.
Wer Cupcakes mag, bekommt ca. 15 aus der angegebenen Menge (dann einfach 1 EL Teig in die Förmchen, ein weiches Amarettini reindrücken und mit mehr Teig bedecken). 
Genug geschwafelt, hier kommt das Rezept:

Schoko-Amarettinikuchen

200 g weiche Butter
200 g Zucker
2 Eier (Zimmertemperatur)
156 g Mehl
42 g Kakaopulver (nicht Kabapulver!)
3/4 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/2 TL Salz
160 g Schmand (oder Sour Cream)

ca. 100 g weiche Amarettini

Ofen auf 175°C vorheizen. Kastenform fetten und ausmelieren.
Butter und Zucker schaumig rühren. Eier einzeln nacheinander unterrühren, dazwischen jeweils ca. 1 min rühren.
Die restlichen trockenen Zutaten mischen und in ca. 3 Portionen abwechselnd mit dem Schmand unterrühren (nur so lange, bis ein halbwegs glatter Teig entstanden ist).
Amarettini unterheben.
Teig in die vorbereitete Form füllen und ca. 40 bis 45 min backen (mit einem Schaschlickstäbchen Garprobe machen).
Anmerkung:
Der Kuchen geht nicht so stark auf wie ein normaler Rührkuchen.

Ich hoffe er schmeckt Euch so wie uns, er war ratzfatz wieder weg
Ein Grüßle aus meiner süssen Werkstatt,
Barbara

Kokos-Baiser-Eis

Eigentlich heißt die Eiscreme nach einem lateinamerikanischen Kuchen "Tres leches" und es kommt auch in Kokossirup getränkter Kuchen hinein. Den habe ich mir gespart, hier gibts schon genug Kuchen.

Glücklicherweise wohnt seit letztem Sommer eine Kompressoreismaschine hierund mit ihr sind 2 schöne Eisbücher eingezogen. Dieses Rezept stammt aus dem Buch "Das beste Eis der Welt" von Jeni Britton Bauer. Ob das so stimmt weiß ich nicht, wir sind für die etwas teureren Eissorten im Supermarkt mit den dänischen Namen eigentlich zu geizig. Die bisher getetsteten Rezepte waren bis auf ein Erdbeereis aber immer lecker, deshalb wurde die Eismaschine ausgemottet, um den Rest Kokosmilch von den Muffins zu verwerten. Und damit sich das Spülen auch lohnt, haben wir noch ein Anis-Schoko-Eis fabriziert (Rezept kommt demnächst).

Ich hatte etwas mehr Kokosgeschmack erwartet und mit dem Baiser ist es ein richtiges Kindereis (süß). Ob´s das wohl nochmal geben wird? - Wenn dann nur mit einigen Änderungen. Aber schön cremig ist es auf jeden Fall und auch das Knusprige des Baisers ist ein schöner Texturkontrast.


Kokos-Baiser-Eis

170 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
230 g Sahne
230 ml Kondensmilch
120 ml Kokosmilch
150 g Zucker
2 EL Glucosesirup 
1 Prise Salz

1 große Tasse zerbröselter Baiser

4 EL Milch abnehmen und mit der Speisestärke glatt rühren.
Die restlichen Zutaten ausser Salz und Baiser in einem großen Topf bei mittlerere Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen. Salz unterrühren.
Im Eisbad abkühlen lassen, in die Maschine geben und nach Angaben des Eismaschinenherstellers gefrieren lassen, bis das Eis dick und cremig ist.

Abwechselnd mit den Baiserbröseln in eine Aufbewahrungsbox geben, verschliessen und nochmals mind. 4 h im Gefrierschrank fest werden lassen.

Anis-Straciatella-Eis

Endlich gibt es das Anis-Schoko-Eis aus dem Buch "The perfect Scoop" von David Lebovitz.
Das Rezept ist eigentlich ein reines Aniseis, die Schokoladenstraciatella sind ein kleines Extra von uns.
Die etwas ungewöhnliche Geschmacksrichtung ist sehr lecker. Wer also an Weihnachten gerne Aniskekse ist, sollte das Eis unebdingt probieren


Anis-Straciatella-Eis

2 TL Anis, ganz
500 ml Sahne
250 ml Milch
130 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 1/2 EL flüssiger Honig
5 Eigelb
50 g Zartbitterschokolade, grob zerkleinert

Den Anis in einem kleinen Topf tocken anrösten, bis er zu duften beginnt.
250 ml Sahne, Milch, Puzu und Honig zugeben und kurz aufkochen lassen.
Vom Herd nehmen und 1h ziehen lassen. In einer Schüssel die Eigelb bereit stellen und verquirlen.
Sahnemischung nochmals aufkochen und unter Rühren zu den Eigelben geben.
Die gesamte Mischung wieder in den Topf zurückgeben, das Salz zugeben und zur Rose abziehen (erhitzen, bis die Mischung deutlich eindickt, ca. 85°C).
Vom Herd nehmen, restliche Sahne zugeben und durch ein Sieb in eine saubere Schüssel geben. Im Eiswasserbad möglichst rasch abkühlen lassen und in der Eismaschine gefrieren lassen (Dauer 25 - 30 min).
In der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen. Kurz, bevor das Eis fest ist in einem dünnen Strahl in die laufende Eismaschine laufen lassen.
Im Gefrierschrank vollständig fest werden lassen und nicht alles gleich aufessen!

Ein Grüßle aus meiner süssen Werkstatt,
Barbara

Nußhörnchen

Gestern gabe es bei uns zum Sonntagskaffee Nußhörnchen aus Plunderteig.

Plunderteig ist etwas aufwendiger herzustellen, ähnlich einem Blätterteig, nur mit Hefeteig als Grundteig und etwas weniger Fett. Die Hefe sorgt zusätzlich zu den dünnen eintourierten Butterschichten für Lockerung. Insgesamt sind auch etwas weniger Touren (Schichten) nötig als bei Blätterteig. Trotzdem ist das fertige Gebäck schön feinblättrig.
Bei uns wird Plundergebäck in Bäckereien meißtens als "süße Stückle" verkauft, also neben Nußhörnchen auch als Schneckennudeln, Quarktaschen, Puddingteilchen,... oder eben in Form von Croissants.
Es lohnt sich, gleich die doppelte Menge an Plunderteig herzustellen, und die zweite Portion einzufrieren (funktioniert sehr gut).

 Nußhörnchen

Plunderteig:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe (21 g)
25 g Zucker
10 g Salz
300 ml kalte Milch
250 g Butter

Alles außer der Butter zu einem festen Hefeteig verkneten (am besten mit der Küchenmaschine) und im Kühlschrank ca. 2 h in einer zugedeckten Schüssel gehen lassen (oder über Nacht).
Die nicht zu feste Butter zwischen 2 Bögen Backpapier oder Haushaltsfolie ca. 20 x 20 cm groß ausrollen.
Den gekühlten Teig  ca. 40 x 20 cm ausrollen und die Butter auf die rechte Seite des Teiges legen, linke Seite darüberklappen und Teigüberhang sehr fest zusammendrücken (damit später keine Butter rausdrücken kann). Teigplatte um 90° drehen und zu einem ca. 20 x 90 cm großen Rechteck ausrollen. Die lange Seite der Teigplatte gedanklich dritteln. Das untere Drittel auf das mittlere legen, dann das obere auf diese beiden. Es sind drei Schichten entstanden. In Folie eingeschlagen 30 min im Kühlschrank ruhen lassen. Dann nochmals insgesamt 3 mal ausrollen und wie beschrieben zusammenfalten. Den Teig dabei jeweils um 90" drehen und jedesmal 30 min ruhen lassen.
Einfrieren oder Weiterverarbeiten:
Den fertigen Plunderteig ca. 5 mm dick ausrollen und für Nußhörnchen in spitze Dreiecke schneiden. Füllung zubereiten.

Nußfüllung:
70 g Puderzucker
70 g Butter
1 geh. TL geriebene Orangenschale
100 g gemahlene Haselnüsse

Alle Zutaten zusammenrühren.
In die Mitte der Basis der Dreiecke vom Rand aus einen kleinen Schnitt machen und jeweils einen geh. TL Füllung auf den Teig geben. Die Basis etwas auseinanderziehen und zu Hörnchen aufrollen. Auf einem Backblech zugedeckt nochmals ca. 45 min gehen lassen. Nach Wunsch mit verquirltem Ei bestreichen.
Backofen auf 200 °C vorheizen, dann auf 180°C runterstellen und 20 bis 25 min goldbraun backen.

Und dann kann man losknuspern...

Ein Grüßle,
Barbara




Ein Rezept gegen Sonnensehnsucht...

... und Winterfrust.
Die Kinder wollten Muffins, keinen Kuchen. Die Bäckerin hatte keine große Lust auf Experimente, nur fruchtig-sommerlich sollte es sein. Deshalb nahm ich mein Standardmuffinrezept, von dem ich weiß, daß der Teig immer schmeckt (aber nicht mehr aus welchem Buch er ursprünglich stammt). Bei einem Kontrollgang durch die Vorräte fand sich eine Dose Kokosmilch, Tonkabohnen und eine Mango. Bei meinem "Zuckerzeug" lag ganz einsam noch eine Orchidee, die mir nicht schön genug gewesen war für ein Gesteck auf einer Torte (und sie ist wohl auch botanisch nicht ganz richtig gebunden). Die durfte dann noch mit aufs Bild, bevor sie von der Kleinen als Lolli mißbraucht wurde.

Heraus kam das: 

Weil bei uns nicht alle Mango mögen, habe ich nur die Hälfte der Muffins mit ihr gemacht, die andere Hälfte mit TK-Himbeeren.

Tonka-Kokos-Mango-Muffins

1/4 Tonkabohne, gerieben
180 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
300 g Mehl 
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
225 ml Kokosmilch
1 Mango, gewürfelt (oder 1/2 Mango und 1 große Handvoll TK-Himbeeren)

Ofen auf 175 °C vorheizen.
Tonkabohne, Butter und Zucker schaumig rühren. Eier einzeln zugeben und jeweils ca. 1 min unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit der Kokosmilch unter die Eimischung rühren. Mangowürfel unterheben (oder Teig in zwei Hälften teilen, unter die eine Hälfte die Mango, unter die andere die Himbeeren).
Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, Teig einfüllen und ggf. mit einer Mischung aus braunem Zucker und Kokosraspeln bestreuen. 20 - 25 min backen
Ergibt 12-15 Stück

Wir haben noch ein paar der Muffins mit leicht gesüßter geschlagener Sahne und Mangowürfeln verziert.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt,
Barbara