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Kärntner Reindling

Bei  Zorra geht es diesen Monat zusammen mit Susi von Prostmahlzeit unter dem Titel "Österreich Kulinarisch" um die österreichische Küche. Auch für Hobbybäcker natürlich ein sehr reizvolles Thema.
Nach fleissigem Kochbuchwälzen war ich nicht viel schlauer, so viele Köstlichkeiten schrien "Probier mich! Iss mich!". Ich konnte mich fast nicht entscheiden zwischen Mozartknödeln, Papagenotorte, Pinkafelder Herrentorte, Ischler Törtchen oder Topfenpalatschinken und sämtlichen Strudelvarianten. Doch dann fiel mein Blick auf ein eher unscheinbares Gebäck: Den Kärntner Reindling. Und da uns der Sinn eher nach den Macarons nach was Bodenständigerem war, war sofort klar: Der wird es. 
Ein Hefekuchen in Form eines Gugelhupf, gefüllt mit reichlich Butter, Nüssen, Rosinen, Zucker und Zimt.


Doch kaum war die Wahl gefallen, stand ich vor dem nächsten Problem. Für den Kärntner Reindling gibt es ungefähr genauso viele Varianten wie für Käsekuchen bei uns. Und jede ist natürlich die beste. Mal mit, mal ohne Nüsse, mal mit Butter in der Füllung, mal mit Vanillepudding. Letztendlich habe ich diesen hier aus 3 verschiedenen Rezepten zusammengebastelt, die alle versprechen "original" zu sein. Deshalb muß das Ergebnis in der Summe ja auch so gut wie original sein ;-). Aber letztendlich ist das auch ziemlich wurscht, Hauptsache es schmeckt. Und das hat es getan. Durch die Butter in der Füllung wird der Hefeteig  lecker und mürbe.


Kärntner Reindling

Teig:
300 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz 
Schale einer unbehandelten Orange (oder 1/2 Tl getrocknete und gemahlene Orangenschale)
1 Msp. gemahlene Vanille
15 g Hefe
1 Ei
100 ml Milch, lauwarm
40 g zimmerwarme Butter

Füllung:
40 g Rosinen
80 g Butter, zerlassen
80 g Haselnüsse, geröstet und gehackt
50 g Zucker
1 EL Zimt 
1 TL geriebene Orangenschale

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu alle trockenen Zutaten mischen und in eine Schüssel geben. Die restlichen Zutaten für den Teig zugeben und alles zu einem glatten, geschmeidigen und nicht zu weichen Teig verkneten.
Zudecken und an einem warmen Ort ca. 1 h (bis er das Volumen derdoppelt hat) gehen lassen.
Dann den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. 10 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Rosinen mit etwas kochendem Wasser begiessen (nur so viel, daß sie gerade eben bedeckt sind) und ziehen lassen.
Nach der Ruhezeit den Teig zu einem ca. 20 x 40 cm großen Quadrat ausrollen. Mit der Butter bestreichen und den restlichen Zutaten bestreuen. Zum Schluß die Rosinen kurz in einem Sieb abtropfen lassen und auch aufstreuen.
Von der breiten Seite her aufrollen. Eine Gugehupfform mit ca. 20 cm Durchmesser gut ausfetten. Die Teigrolle hineinlegen, zudecken und nochmals 45 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Herd auf 175°C vorheizen. 
Wenn der Reindling fertig gegangen ist, auf der untersten Schiene ca. 45 - 50 min backen.
Nach dem Backen kurz in der Form abkühlen lassen und zum vollständigen Abkühlen auf ein Kuchengitter stürzen.

Mit Puderzucker bestreut geniessen und dabei vom nächsten Urlaub in Kärnten träumen...



Quarkmousse mit Tonka-Pfirsichen

Heute gibt es mal wieder ein Dessert. Aber nicht irgendwas, sondern ein Rezept aus meiner Experimentierküche: eine sommerlich leichte und sehr lockere Quarkcreme auf Basis eine Apfelzabaglione mit fruchtigen Pfirsichen. Lecker wars!
Natürlich kann man die Pfirsiche auch selbst pochieren, aber ich war zugegebenmassen etwas faul und habe schnöde Pfirsiche aus der Dose genommen. Frische sind jetzt ja noch nicht so aromatisch, wenn man denn überhaupt welche bekommt.

Quarkmousse mit Pfirsichen

Für die Mousse:
2 Eigelbe
50 ml Apfelsaft (oder für Erwachsene: süßer Weißwein)
20 g Zucker
3 Blatt Gelatine ( oder 4 g gemahlene)
225 g Sahnequark
40 g flüssiger Honig
150 ml Sahne

1 Dose Pfirsiche
1/4 Tonkabohne, gerieben (oder etwas gemahlene Vanille)
geraspelte weiße Schokolade

Zuerst die Pfirsiche gut abtropfen lassen und klein würfeln. Tonkabohne oder Vanille untermischen und auf 6 Schälchen verteilen.

Gelatine einweichen. In der Zwischenzeit die Eigelbe, den Apfelsaft und den Zucker in eine hitzefeste Schüssel geben und 5 bis 6 min lang über einem kochenden Wasserbad mit dem Handrührgerät schaumig schlagen (so lange , bis die Hitze "im Finger sticht").
Quark in eine Schüssel geben.
Das Wasserbad ausleeren und in dem Topf den Honig erhitzen, vom Herd nehmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Unter den Quark ziehen, dann den Ei-Apfelschaum unterheben.
Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterheben. Auf den Pfirsichen verteilen.
Mindestens 4 h im Kühlschrank fest werden lassen und kurz vor dem Servieren mit der geraspelten Schokolade betreuen.

Lasst´s Euch schmecken!


Rhabarber-Anis-Macarons -Experiment fast geglückt

Eine Premiere für mich. Ich habe noch nie Macarons gebacken. Und da gerade Rhabarberzeit ist und in so gut wie jedem Blog es dazu Kuchenrezepte gibt (auch hier schon) wird es mal Zeit, etwas neues auszuprobieren. Beim Küchenplausch läuft ja sowieso noch das Rhabarberevent.

http://kuechenplausch.files.wordpress.com/2013/04/rhabarberbanner.jpg 

Also hab ich mich mal hingesetzt und überlegt, was man mir Rhabarber alles noch so anfangen könnte und die Überlegungen gingen von Kompott über zu Eis, zu Rhabarbercurd und sind schließlich in einer Creme zum Füllen von Macarons gelandet. Dann sollte noch was geschmacklich passendes, würziges mit rein und so landete ich wieder bei einem Experiment. Das Würzige kommt in Form von Anis in die Macaronsschalen.

Fast geglückt aber, weil nur ein Teil der Macarons schöne Füßchen bekommen hat. Seltsamerweise das erste und das letzte Blech (das letzte Blech habe ich in die unterste Schiene geschoben, nachdem mir 2 Bleche "daneben" gingen. Das sah dann so aus:




Außer in Form von Tortendeko bin ich sonst nicht so der Freund von Farbe in Lebensmitteln, weshalb ich weder für die Füllung noch für die Macaronschalen einen Farbstoff benutzt habe.

Geschmacklich waren sie sehr lecker. Die Füllung ist nur fein säuerlich, mit ebenfalls nur leichtem Rhabarbergeschmack. 
Da werden nicht meine letzten Macarons gewesen sein. Aber ganz ehrlich verstehe ich den Hype darum nicht so ganz. Soooo toll sind die Dinger dann auch wieder nicht (vielleicht hatte ich aber auch nur zu viele und konnte sie am Schluß nicht mehr sehen). Mir ist ein richtiges Stück Kuchen (ok ok, auch nicht jeder) oder Hefezopf fast lieber.

Für die Macaronsschalen habe ich mich strikt an ein  Rezept von Christphe Felder gehalten, habe aber festgestellt, daß es Unmengen an Macarons gibt. Für das nächste Mal werde ich deutlich weniger machen und die Mengen auf ca. 3 Eiklare umrechnen.

Hier ist mein Ergebnis:

Rhabarber-Anis-Macarons

200 g Puderzucker
200 g gemahlene Mandeln (bei mir auch ohne Haut)
50 ml Wasser
200g Kristallzucker
2 x 75 g Eiweiß (ca. 5)
1 große Msp Anis, gemahlen

Füllung:
1 TL gemahlene Gelatine
10 ml Wasser
150 g Rhabarber, geptzt gewogen und in Stücke geschnitten
20 ml Wasser
130 g Zucker
3 kleine Eier
175 g Butter in Stücken

Zuerst die Füllung zubereiten. Dazu die Gelatine in den 10 ml Wasser einweichen. Rhabarber und 20 ml Wasser in einen kleinen Topf geben und zum ochen bringen. Köcheln, bis sich der Rhabarber, fast weich ist. Im Topf mit dem Stabmixer zu einem sehr feinen Püree durchmixen. Zucker und Eier zugeben und unter ständigem Rühren bis zum Siedepunkt erhitzen und die MIschung spürbar eindickt. Von der Kochstelle nehmen und die Gelatine unterrühren. Butter in Stücken zugeben und rühren, bis sie komplett geschmolzen ist. Zudecken und im Kühlschrank weiter abkühlen lassen (ca. 2 h), bis die Creme eine streichfähige Konsistenz erreicht hat.

In der Zwischenzeit die Macaraons zubereiten.
Backofen auf 180°C vorheizen.
Dann werden die gemahlenen Mandeln und der Puderzucker im Blitzhacker 30 sec lang gemischt und anschliessend durch ein feines Sieb gegeben.
75 g Eiklar in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben.
Das Wasser wird zusammen mit dem Kristallzucker in einem Topf erhitzt, bis er zu Kochen beginnt. Ab jetzt die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren und gleichzeitigmit der Küchenmaschine die 75 g Eiklar steif schlagen.
Sobald das Thermometer eine Temperatur von 118-119°C anzeigt, den Sirup bei laufender Küchenmaschine (mittlere Geschwindigkeit) in einem dünnen Strahl zugeben. Falls das Eiklar steif ist, bevor die Temperatur erreicht ist, das Rührwerk nur noch auf niedrigster Stufe laufen lassen.
Die Meringuemasse bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis sie handwarm ist.
Währenddessen werden die restlichen 75 g Eiklar und der Anis unter die Puderzucker-Mandelmischung gegeben und zu einer relativ festen Mandelmasse untergerührt.
Etwas Meringue zur Mandelmasse geben und so diese geschmeidiger rühren. Die restliche Meringue zugeben und mit einem Gummispatel unterheben.
Die Masse muß am Ende Zähflüssig sein.
Ein (oder gleich 4) Backbleche mit Backpapier auslegen und mit Hilfe eines Spritzbeutels Tupfen mit 4 cm Durchmesser aufspritzen.
Ich habe die Bleche 30 min stehen gelassen und erst dann gebacken (hab ich woanders als Tip gelesen), Christophe Felder bäckt sie gleich.
Gebacken werden sie 10 bis 12 min, ggf. das Backblech nach der halben Zeit um 180 Grad drehen.

Die abgekühlten schalen werden vor dem Füllen an der Unterseit in der Mitte leicht eingedrückt, damit mehr Füllung reinpasst.
Auf die Hälfte der Schalen die Füllung verteilen, mit den restlichen Schalen abdecken und diese leicht andrücken.
Im Kühlschrank aufbewahren.

Es kann sein, daß etwas Füllung übrigbleibt. Diese kann in einem verschlossenen Gefäß bis zu 2 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden und schmeckt z.B. auch auf Toastbrot sehr lecker.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


schnelle Orangen-Mohnmuffins

Heute aus Zeitmangel zwischen Wandvergipsen auf der Baustelle nur ein kurzes Rezept ohne viel blabla, aber in einer besonderen Backform. Wieder mal ein Rezept von Dan Lepard.
Aber auch Gipser haben Hunger und da es aber sehr lecker war:


Orangen-Mohn-Muffins

180 g Zucker
2 Eier
130 g Schmand
120 ml Sonnenblumenöl
geriebene Schale 1 Orange (unbehandelt)
200 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron 
1 Prise Salz
1 EL Mohnsamen

Ofen auf 180°C vorheizen und Muffinblech vorbereiten.
Zucker und Eier dickschaumig aufschlagen. Nacheinander Schmand, Öl und Orangenschale unterrühren.
Mehl sieben und mit Backpulver, Natron und Salz mischen. Unter die Eimischung heben.
Auf 12 normale Muffinförmchen verteilen und ca. 20 min backen.




Magnolien zur Hochzeit

Vielleicht ist es jemand aufgefallen, ich habe gestern und vorgestern hier ein bißchen umgebaut. Manche Schriftgrößen verändert (ich werde ja langsam auch etwas älter und wenn ich meinen eigenen Blog nicht mehr lesen kann, wärs ja auch nichts). Der Header hat mir von Anfang an nicht so gefallen (das Bild war irgendwie so reingepfuscht) und nachdem meine Schwester sagte, die Torte darin sieht aus wie ein Hut, machte ich mich doch endlich an die Arbeit.
Auch diese Torte sieht ein bißchen aus wie ein Hut. Ich hatte einfach nicht die passende Unterlage dazu.

Die Cousine meines Mannes hat letzten Freitag standesamtlich geheiratet. Sie arbeitet auch im Kindergarten, in den meine 2 Mädels gehen und zum Überraschungsauftritt der Kinder gab es noch eine kleine Überraschungshochzeitstorte von uns dazu.

Passend zum Frühling habe ich einen Magnolienast (der mich ein paar Nerven gekostet hat) drauf gesetzt. Insgesamt ist alles fast ein bißchen sehr rosa geworden, aber ich wollte es farblich passend machen.
Drin ist eine Sachertorte (Durchmesser 18 cm), gefüllt mit Himbeerkonfitüre und Zartbitterganache.

Hier ein paar Bilder der ersten komplett eingedeckten Torte seit ungefähr 2 Jahren:






Ich freue mich, wenn ihr schreibt, ob Euch diese Torte gefällt oder nicht

Pfefferminz Brownies

So, hier endlich das versprochene Überraschungsrezept für eine Verwendung der Peppermint Patties.
Damit kehre ich wieder zurück zu David Lebovitz. Allerdings nicht um ein Eis zu machen, sondern für Pfefferminzbrownies.
Erfrischend minzig-schokoladig- einfach eine leckere Abwechslung. Aber Vorsicht beim Öffnen des heißen Backofens, ich hab noch nie beim Anblick eines frisch gebackenen Kuchens so heulen müssen. Nicht weil er so scheußlich aussah, aber die Dämpfe des Pfefferminzöls schlagen gleich auf die Tränendrüsen. Also lieber in Deckung gehen! 

Beim Vorbereiten des Backblechs sollte man auch Vorsicht walten lassen und auf jeden Fall zurechtgeschnittenes Backpapier verwenden. Die geschmolzenen Patties wirken nach dem Abkühlen des Kuchens wie Superkleber und man bekommt die Brownies fast nicht mehr raus.
Der Browniestücke sehen etwas seltsam aus, als ob eine Maus daran geknabbert hätte (die geschmolzenen Patties hinterlassen Löcher, die dann von einer Art Pfefferminzsirup-getränkten Kuchenteil umgeben sind). 
David Lebovitz gibt noch zusätzlich ein paar Tropfen Pfefferminzöl in den Teig, aber ich habe es weggelassen. So schmeckt auch mal ein Bissen nur schokoladig und nicht alles penetrant nach Pfefferminze.

Wieder kein besonders schönes Bild, irgendwie kann ich Schokokuchen nicht photographieren. Aber man sieht wenigstens ein "Mauseloch".


Pfefferminz Brownies

115 g Butter
170g Zartbitterschokolade
25 g Kakaopulver
200 g Zucker
3 Eier
140 g Mehl 
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150g Pfefferminzpatties, in Stücke gebrochen
optional: 100g gehackte Wal- oder Pekannüsse

Ofen auf 175°C vorheizen.
Einen rechreckoigen Backrahmen mit 20 cm Seitenlänge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen.
Butter und Schokolade in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren bei sehr niedriger Stufe schmelzen. Von der Hitzequelle nehmen und zuerst das Kakaopulver, dann den Zucker einrühren.
Die Eier jeweils einzeln unterschlagen, danach das Minzöl und zum Schluss das mit Salz und Backpulver vermischte Mehl sowie die Nüsse und die zerbröckelten Peppermint Patties.
In die Form geben und 35 bis 40 min backen.
Komplett abkühlen lassen.


Buchvorstellung - The Icecreamists

Schon wieder eine Buchvorstellung hier, aber jetzt war ja wenigstens ein bißchen Sonnenschein, deshalb muß das jetzt einfach sein.

Dieses Jahr ist beim Fackelträger Verlag ein sehr ungewöhnliches Eisbuch erschienen. Es steht im krassen Gegensatz zu sämtlichen von mir mal durchgeblätterten oder gelesenen Eisbüchern. Keine Sommer-Sonne-Eisbecher-Bilder in sanften,pastelligen Farben. Sondern ein richtig cooles Buch von einem coolen Typen - Eiscreme für die richtig harten Jungs (wer würde sonst Eis in schwarzen Eiswaffeln oder Totenkopfgläsern servieren?). Layout und Design sind sehr außergewöhnlich (und auch ein bißchen Geschmackssache), genau wie der Autor - allerdings ganz im Stil, wie es die Eisdielen auch sind.



Matt O`Connor ist Mitgründer der Icecreamists und nennt deshalb auch sein Buch so -  "The Icecreamists -Exklusive Eiscreme und andere Laster".
In der (hoffentlich) wohl nicht ganz ernst gemeinten Einführung lernt man ihn und seinen Weg zum Icecreamist etwas genauer kennen. Als ehemaliger politischer Aktivist (er gründete eine Vaterrechtsorganisation) mit Hang zu öffentlichkeitswirksamen Aktionen, die wohl auch ab und zu mit Festnahmen endeten, verlegte er seine überschüssige Energie auf eine neue Mission: Die Befreiung der Welt durch Eiscreme. Dafür lernte er die Herstellung von italienischer Eiscreme von der Picke auf, fügte seinen Hang zu provozierenden und aufsehenerrregenden Aktionen dazu (hat jemand von Euch schon mal Muttermilcheis hergestellt?) und machte so die Icecreamists zu einer der bekanntesten Eisdielen in GB.

Aber jetzt endlich mal zum Buch. Es ist in folgende Kapitelstruktur aufgeteilt:
  • Einführung
  • Boutique- Eiscreme
  • Sorbetti
  • Cocktails
  • Eisbeben, Eisbecher & Desserts
  • Eislollies
In der Einführung stellt Matt O`Connor sich und die Icecreamists vor (siehe oben). Aber es folgen auch Hinweise zur Verwendung des Buchs, die Grundlagen (Alchemie) der Eisherstellung und was sonst noch zu beachten ist (Die zehn Gebote der Kühle). Dahinter verbergen sich Tipps wie (etwas umformuliert)  "Das Eis am besten frisch verzehren und dazu rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen."


Dann folgt mit den "Boutiqueeiscremes" das erste Rezeptekapitel. Hierbei handelt es sich im Prinzip um traditionelles italienisches Gelati mit jeweils einem besonderen "Twist" o.ä..
Deshalb ist die Grundmischung aus Vollmilch, Creme Double, Ei und Zucker auch immer die Selbe, jeweils noch mit geschmacksgebenden Zutaten oder anderen Extras wie z.B. pürierten Donuts oder stimulierenden Reagenzien vermischt. Deshalb sind einige Sorten eher süß, da in der geschmacksgebenden Zutat noch Zucker drin ist, andere wie "dunkle Schokolade" eher herb, da eben nur noch Kakao und 70%ige Schokolade zugegeben wird.
Jede Eiscreme bekommt einen ausgefallenen Namen und eine einleitende Anekdote, am Ende des Rezepts folgt im "Nachschlag" eine kurze Geschmacksbeschreibung und noch Querverweise, wo diese Eiscreme noch verwendet wird (inkl. Seitenzahl - sehr praktisch).

Die Rezepte sind noch in Untergruppen wie "Klassiker - leicht verdreht", "Schurken und Exzentriker" oder "Sündige Verführungen" eingeteilt. Der Titel ist Programm - es finden sich hier Vanilleeis, Dulce de Leche-eis, aber auch so ungewöhnliche Sorten wie Lakritzeis oder Popcorn-Eiscreme.


Das Rezeptelayout der Sorbetti (und auch der restlichen Rezepte im Buch) ist gleich aufgebaut.
Basis des Sorbettis selbst ist hier allerdings ein Zucker-Wassersirup. Auch hier finden sich Klassiker (Zitrone, Holunderblüte)und verfeinerte Sorbetti ( Guave, Glüh- und Portwein,...oft mit einem Schluck Alkohol).

Alkoholisch geht es auch im Kapitel Cocktails weiter. Sie basieren auf den zuvor hergestellten Eiscremes, in Kombination mit Spirituosen und teilweise anderen Zutaten serviert. Hier kann man dann bei Erwachsenen Eindruck schinden, vor allem, wenn das ganze dann noch flambiert oder mit Baiser überbacken wird. Ich habe vor allem die erfindungsreichen Namen der Cocktails beeindruckend gefunden ;-)


Etwas familiengerechter geht es wieder in den abschliessenden beiden Kapiteln Eisbeben, Eisbecher & Desserts sowie Eislollies zu. Hinter Eisbeben verbergen sich Rezepte für Milchshakes mit Eis, bei den Desserts handelt es sich z.B. um Eissandwiches, fritiertes Eis (liest sich sehr spannend, das wird garantiert nochmal nachgemacht) oder Schokofondue mit Eis. Mit Eislollies auf Basis von Roséchampagner könnte ich unsere Turnmädels begeistern.

Bisher nachgemacht habe ich folgende Rezepte:
Las Vegas - Eiscreme mit dunkler Schokolade. Hat auf die Art leider gar nicht funktioniert, obwohl ich mich genau ans Rezept gehalten habe (vielleicht ist aber statt reinem Kakaopulver Kabapulver gemeint?). Die Eiscremebasis hatte die Konsistenz eine Buttercreme und ließ sich erst nach Verdünnen mit Milch in der Eismaschine rühren. Geschmacklich seeeeehr herb und schokoladig, Konsistenz nach 4 h im TK sehr fest.
Chocland Yard - Eiscreme mit Haselnussschokolade. Die war dafür ein echter Knaller, Konsistenz im TK auch am nächsten Tag wie frisch aus der Eisdiele und geschmacklich auch sehr gut

Ein halbwegs gut ausgestatteter Haushalt kann die meisten Rezepte ohne Probleme nachmachen, vor allem wenn er ein gut sortiertes Barfach (gibt es das überhaupt noch?) hat. Nur einige Zutaten sind nicht im Supermarkt zu bekommen, was aber über das Internet auch kein großes Problem darstellt. 
Mir haben es vor allem die ausgefalleren Sorten angetan, von denen ich sicher noch einige ausprobieren werde. Die nächste Eissorte schon in Planung (Es geht dann ins "Schlaraffenland" mit einer Apfel-Zimt-eiscreme)
Leider ist kein Rezept für die schwarzen Eiswaffeln drin (werden aber bestimmt mit Sepiatinte eingefärbt o.ä.). Wenn man, wie ich, ein Kochbuch komplett liest, ist dieses hier schon manchmal ein bißchen anstrengend  und für mich stellte sich ab und zu schon die Frage:
Hat der wirklich einen an der (Eis-)Waffel oder tut der nur so?


Falls jemand Interesse an einem ausgeflippten und ausgefallenen Eisbuch hat:

Matt O`Connor
The Icecreamists- Exklusive Eiscreme und andere Laster
Edition Fackelträger
ISBN: 978-3-7716-4526-7

Und wie ist Eure Meinung zu dem Buch? Darauf bin ich auf jeden Fall sehr gespannt.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Schokohaselnusseiscreme

Das Rezept aus dem Buch "The Icecreamists" von Matt O´Connor habe ich ausprobiert, um bald das Buch auch richtig hier vorstellen zu können.
Es nennt sich im Original "Chocland Yard" und es handelt sich um ein italienisches Gelatirezept, kombiniert mit Nussnougatcreme.
Sehr lecker und trotzdem schnell zuzubereiten, da man nicht vorher noch mit Nüssen hantieren muß (obwohl ich ja gerne Nougat und so Zeug auch mal selber mache).

Besonders geeignet für "süße" Kinder und Männer, die auch mal ein Nutellabrot zum Frühstück nicht verachten.

Eiscreme mit Haselnussschokolade

250 ml Vollmilch
125 ml Creme double
2 Eigelbe
88 g extrafeiner Zucker
150 g Nussnugatcreme wie z.B. Nutella

Milch und Creme double bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen, bis sie dampft, aber noch nicht kocht. Dabei ab und zu umrühren.
Gleichzeitig in einer großen und hitzebeständigen Schüssel Zucker und Eigelbe schaumig schlagen. 
Topf vom Herd nehmen, Nussnougatcreme unter die heisse Milch rühren.
Diese Nussschokomilch unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben. Die gesamte Mischung zurück in den Topf leeren und unter ständigem Rühren zur Rose abziehen (Temp. ca. 85°C). Nicht aufkochen lassen, sonst gerinnt das Ei.
Zurück in die Schüssel geben und auf Raumtemperatur abkühlen lassen (dauert ca. 30 min), dann abdecken und im Kühlschrank mind. 6 h stehen lassen, besser noch über Nacht.
Nach Herstelleranweisungen in der Eismaschine gefrieren und dann noch mindestens 2 h im Tiefkühler fester werden lassen.

Ein eiskaltes Grüßle


Buchvorstellung "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen

Heute stelle ich Euch mal ein reines Tortenbuch vor.


Es handelt sich um das unter "AV Buch" im Cadmos Verlag erschienene Buch von Adolf Andersen namens "Traumhafte Torten ".
Bei dem Autor handelt es sich um den Inhaber der in Hamburg und Umgebung ehemals sehr bekannten und beliebten Konditorei "Cafe Andersen", das inzwischen leider geschlossen wurde. Er wurde vom "Feinschmecker" als einer der 10 besten Konditoren in Europa ausgezeichnet.

Das Buch lässt bereits beim ersten Durchblättern das Herz jedes Süßschnabels höher schlagen. Jedes der rund 50 Rezepte ist mit einem Bild versehen und macht direkt Lust aufs Nachbacken. Man findet sämtliche Klassiker wie Schwarzwälder-Kirsch-, Käsesahne oder Sachertorte (in 4 Variationen!) der Tortenbäckerei versammelt, aber auch nicht so gängige (jedenfalls mir als Schwäbin) Torten wie Maharani-, Kanzlei- oder Schöppenstedter Sahnetorte. Die Rezepte sind sehr vielseitig, von fruchtig über schpkoladig bis zu eiskalt.

Das Buch selbst unterteilt sich nach einer Einleitung des Autors in folgende Kapitel:
  • Wichtig zu Wissen
  • Sahnetorten
  • Obsttorten
  • Cremetorten
  • Gebackene Torten
  • Eistorten 
Die meisten Rezepte sind tendenziell etwas aufwändiger mit manchmal bis zu 3 verschiedenen Cremes, aber es gibt auch schneller zu realisierende Torten (z. B. Obsttorten mit einer Konditorcreme). Somit sind es nicht unbedingt Rezepte für "Zwischendurch", aber für festliche Kaffeetafeln genau richtig.


Das Kapitel "Wichtig zu Wissen" definiert die Grundlagen und Begriffe, die später in den Rezepten verwendet werden, deshalb ist es für den "Nachbäcker" wichtig, diese Anfangsseiten nicht zu überblättern, besonders, wenn man kein so geübter Tortenbäcker ist.
Herr Andersen verwendet ,wie es in Konditoreien üblich sein sollte, nur sehr hochwertige Zutaten. Einige der Cremes werden mit Ei zusätzlich zur Gelatine abgebunden (wird aber meist erhitzt, außer in den Buttercremes, was ich für mich anders machen werde).
Es wird viel mit Wiener Masse gearbeitet, aber es gibt auch z.B. Montego- oder Panamaböden, die nur mit Eiklar auskommen und sich so sehr gut zur Verwertung von übriggebliebenen aus der Zubereitung von Cremes eignen.


Was ich sehr positiv finde ist die durchgängig sparsame Verwendung von Zucker, ohne das der Geschmack leidet (jedenfalls bei unseren Tests).



Bei den Rezepten findet sich oft noch ein Extra-Tipp oder eine kleine Geschichte zum Rezept, was mir immer sehr gut gefällt. Auch gibt es für jede Torte Nährwertangaben (nur nicht so genau hinsehen!).



Nachgebacken habe ich bisher:
gebackene Käsetorte - eine willkommene Abwechslung zu den heute eher üblichen schweren amerikanischen Käsekuchen
Rhabarber-Vanille-Sahnetorte - der auch unseren Rhabarberverweigerern geschmeckt hat.
Sachertorte Version 3 -ein "normales" Rezept, gut geschmeckt, aber nicht verbloggt

Das Buch wird mich noch öfters in die Küche begleiten, ich habe ziemlich viele Rezepte zum Nachbacken markiert. Aber da man ja nicht jeden Tag Torte essen kann, wird es schon eine Weile dauern (sonst passe ich bald nicht mehr in meine winzige Küche).
Mal sehen, was als nächstes im Ofen landet... vielleicht eine Mignontorte oder doch lieber eine Caracastorte mit Krokant? Im Kindergarten steht bald der Oma-Opa-Tag an und dann will ein Kuchenbüffet bestückt sein...

Wer Interesse an dem Buch bekommen hat:

Adolf Andersen
Traumhafte Torten
AV-Buch/Cadmos-Verlag
ISBN 978-384047008-0  
Preis 19,90

Rhabarber-Vanille-Sahnetorte

Die Rhabarberzeit ist bei uns auf der Alb jetzt auch in vollem Gange und das Gemüse spriesst bei dem viel-Regen-und-ab-und-zu-Sonne-Mix wie wild. Deshalb habe ich mich auch am Rhabarberstock meiner Schwiegermutter vergriffen (die selbst gar nicht so gerne Rhabarberkuchen mag, ich aber eigentlich auch nicht, genauso wie der Rest der Belegschaft in der süßen Werkstatt).
Aber Rhabarber auf diese Art wurde sogar von unserem Chef hier mehr oder weniger gelobt ("Kann man essen"- auf schwäbisch ist ja nich geschimpft schon genug gelobt).
Es handelt sich um einen lockeren Nussbiskuit, bestrichen mit säuerlichem Rhabarberkompott und bedeckt von cremiger Vanillesahne. Wieder ein Rezept von Adolf Andersen aus dem Buch "Traumhafte Torten".
Und weil beim Küchenplausch gerade das hier
RhabarberBanner
noch läuft, darf die Torte dort auch noch mitmachen.


Ich selbst habe ihn in einer 18 er Springform gebacken und die Mengen runtergerechnet (auser die Vanillesahne, 1 Eigelb lässt sich so schlecht teilen, davon habe ich den Rest für die Deko und anderweitig verwendet) 
Im Originalrezept wird eine 26 er Springformverwendet und für diese Größe sind auch die Angaben hier im Rezept.
Aber genug Vorgeplänkel, hier kommt endlich das Rezept (bevor der Rhabarrber noch höher hinaufschiesst):

Rhabarber-Vanille-Sahnetorte

Teig:
4 Eier
185 g Zucker
1 Pr. Salz
1 Pr. Zimt
1/4 TL Vanille, gemahlen
50 g sehr feine Biskuitbrösel (z. B. gemahlene Löffelbiskuits, es geht auch nur Mehl)
140 g gemahlene Walnüsse (oder Haselnüsse)
4 TL Sonnenblumenöl
35 g Butter, geschmolzen

Kompott:
350 g Rhabarber, geputzt und in Stücke zerteilt
100 g Zucker
1 Pr. Salz
65 ml Wasser
25 g Speisestärke

Vanillesahne:
25 g flüssige Sahne
10 g Zucker
1/4 TL Vanille, gemahlen
1 Eigelb
1 Blatt Gelatine, eingeweicht
350 g schaumig geschlagene Sahne

Verzieren (hab ich nicht genommen):
200 g Sahne, geschlagen
50 g Johannisbeerkonfitüre
100 g Vollmilchschokoraspel

Zuerst Backofen auf 180°C vorheizen und eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Für den Teig Eier, Zucker, Salz und Gewürze sehr stark schaumig aufschlagen. Die Masse muß hellgelb und sehr zähflüssig werden.
Biskuitbrösel und Nüsse unterheben, danach noch das Öl und die Butter.
In der Springform ca. 20 min backen und kurz Abkühlen lassen. Aus der Form nehmen und auf einer Tortenplatte mit einem Tortenring umschliessen.

Solange der Boden weiter abkühlt, das Rhabarberkompott zubereiten.
Dazu den Rhabarber in einem Topf zusammen mit Zucker und Salz aufkochen lassen, bis er weich ist. Speisestärke in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser glatt rühren und unter ständigem Rühren in den kochenden Rhabarber geben. Aufkochen lassen, bis eine puddingartige Konsistenz entsteht.
Auf dem Tortenboden verteilen.

Dann kommt die Vanillesahne. Dazu flüssige Sahne mit Salz und Zucker leicht aufkochen lassen. Das Eigelb schnell unterrühren und noch solange erhitzen, bis es abbindet.
Gelatine darin auflösen. Kurz abkühlen lassen, dann 1/3 der geschlagenen Sahne Unterheben, dann die Sahne-Eimischung unter die restliche Sahne heben. Die Mischung auf das Kompott geben, glatt streichen und mind. 2 h kühlen.

Tortenring entfernen. Mit dem Spritzbeutel 12 Rosetten aufspritzen und diese mit verflüssigter Konfitüre beträufeln. Die Mitte der Torte mit Schokoraspeln bestreuen.

Ein etwas aufwendigeres Rezept, aber es lohnt sich - unser Kuchen hat den Muttertagskaffee nicht überstanden.


Gebackene Käsetorte

Ein neues Backbuch will ausgetestet werden. Es handelt sich um "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen. Aus einer Fülle von Tortenrezepten kam dann ein Käsekuchen in den Ofen.
Dieser hier ist luftig locker und leicht, nicht zu süß. Das komplette Gegenteil der amerikanischen Cheesecakes.
Er wird mit relativ viel Flüssigkeit in Form von Milch in der Käsemasse gebacken, was den Kuchen wunderbar saftig, aber nicht zu säuerlich macht.
Das Steif Schlagen der Eiweiße sorgt für viel Luftigkeit. 
Am nächsten Tag hat er uns fast noch besser geschmeckt als frisch gebacken.
Wer es doch etwas süßer mag, kann, wie im Buch vorgeschlagen, den Kuchen mit Baiserbröseln bestreuen.


Gebackene Käsetorte

Mürbteig:
1 Eigelb
45 g Puderzucker
1Prise Salz
1/4 TL Vanille, gemahlen
90 g Butter
135 g Mehl Type 550

Käsemasse:
650 g Quark
1 große Prise Salz
125 g Mehl Type 550
abgeriebene Schale einer Zitrone
6 Eigelbe
5 Eiweiß
125 g Zucker
500 ml Milch

Zuerst den Mürbteig zubereiten. Dazu alles außer das Mehl kurz verkneten, dann das Mehl unterkneten, bis ein homogener Teig entsteht. In Folie geickelt im Kühlschrank mind. 1 h ruhen lassen.

Backofen auf 180°C vorheizen. Springform mit 28 cm Durchmesser ausfetten.
Den Mürbteig dünn ausrollen und in die Springform legen (nur den Boden bedecken). 10 min vorbacken.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten. Dazu Quark, Salz, Zitronenschale und Mehl glatt rühren. Unter Rühren die Eigelbe zugeben. Milch auf die Käsemasse geben.
Eiweiße und Zucker zu einem schaumig aufschlagen. 1/3 des Schnees auf die Milch geben und alles zusammen unterheben. Den restlichen Eischnee unterheben. 
Die Käsemasse auf den Mürbteig geben und bei 180°C ca. 75 min backen, dabei die Torte ggf. mit Pergamentpapier abdecken, damit sie nicht zu stark bräunt ( ich habe sie etwas zu spät abgedeckt). Gleich nach dem Backen vom Ring lösen und dann vollständig abkühlen lassen.
Die Quarkmasse geht während des Backens sehr hoch, fällt danach beim Abkühlen aber wieder etwas zusammen.

Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Peppermint Patties oder die müssen gar nicht schön sein

Schon wieder ein Rezept von David Lebovitz aus dem Buch "The perfect Scoop".
Diesesmal allerdings kein Eis, sondern etwas , was als "Mix-In" verwendet werden kann, also Stückchen, die unter das Eis gemischt werden.

Die meisten werden die kleinen Schokominztäfelchen, die man erst nach Acht essen darf kennen. Oder die deutsche Variante -Pfefferminztaler.
Der Vorteil vom Selbermachen ist hier allerdings, daß man sich die "Minzdosis" selbst aussuchen kann, mann nimmt einfach ein bißchen mehr oder weniger vom Pfefferminzöl und wird dann auch mehr oder weniger heftig "erfrischt" ...und dann haben diese Dinger hier keine Konservierungs- oder Sonstwas-Stoffe drin.

Wenn man sie zerkrümelt in eine Eiscreme (Schoko, Vanille,...) schmeissen will, braucht man sich keine Gedanken um einen besonders schönen Schokoüberzug machen - man sieht ja sowieso nichts mehr davon. So wird es einem Teil von meinen gehen, deshalb gewinnen sie wohl auch keinen Schönheitspreis. Aber wer die Zeit und Muse hat kann natürlich alles rund ausstechen oder in schöne Quadrate schneiden. 
Es gibt auch noch andere Verwendungsarten dafür- direkt so essen oder ...das ist noch eine Überraschung und kommt in ein paar Tagen.


Pfefferminzpatties

225 g Puderzucker
45 ml Glucosesirup
2 TL Wasser
ca. 1/8 TL Pfefferminzöl
ca. 150 g Zartbitterschokolade

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit 1 EL des Puderzuckers bestäuben.
In einer Schüssel Wasser, Glucosesirup und Minzöl vermischen und nach und nach den Puderzucker zuerst einrühren, dann von Hand einkneten. Es kann sein, daß die Mischung am Anfang zu trocken erscheint, daß gibt sich aber mit der Zeit.
Ca. 1 cm dick rundlich auf das Backpapier streichen und mind. 8 h abtrocknen lassen, besser über Nacht.
Am nächsten Tag die Schokolade schmelzen. Die Minzzuckermasse in 6 "Tortenstücke" schneiden und überschüssigen Puderzucker abstreifen. Die Stücke großzügig mit der Schokolade bestreichen, umdrehen und die Unterseite ebenfalls bestreichen.
Die Schokolade fest werden lassen und danach in kleine Stücke zerbrechen.

In eine frisch eingefrorene Eiscreme rühren (reicht für ca. 1 l) oder gut eingepackt im Kühlschrank bis zu einen Monat bis zur Verwendung aufbewahren.



Peppermint Patties oder die müssen gar nicht schön sein

Schon wieder ein Rezept von David Lebovitz aus dem Buch "The perfect Scoop".
Diesesmal allerdings kein Eis, sondern etwas , was als "Mix-In" verwendet werden kann, also Stückchen, die unter das Eis gemischt werden.

Die meisten werden die kleinen Schokominztäfelchen, die man erst nach Acht essen darf kennen. Oder die deutsche Variante -Pfefferminztaler.
Der Vorteil vom Selbermachen ist hier allerdings, daß man sich die "Minzdosis" selbst aussuchen kann, mann nimmt einfach ein bißchen mehr oder weniger vom Pfefferminzöl und wird dann auch mehr oder weniger heftig "erfrischt" ...und dann haben diese Dinger hier keine Konservierungs- oder Sonstwas-Stoffe drin.

Wenn man sie zerkrümelt in eine Eiscreme (Schoko, Vanille,...) schmeissen will, braucht man sich keine Gedanken um einen besonders schönen Schokoüberzug machen - man sieht ja sowieso nichts mehr davon. So wird es einem Teil von meinen gehen, deshalb gewinnen sie wohl auch keinen Schönheitspreis. Aber wer die Zeit und Muse hat kann natürlich alles rund ausstechen oder in schöne Quadrate schneiden. 
Es gibt auch noch andere Verwendungsarten dafür- direkt so essen oder ...das ist noch eine Überraschung und kommt in ein paar Tagen.


Pfefferminzpatties

225 g Puderzucker
45 ml Glucosesirup
2 TL Wasser
ca. 1/8 TL Pfefferminzöl
ca. 150 g Zartbitterschokolade

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit 1 EL des Puderzuckers bestäuben.
In einer Schüssel Wasser, Glucosesirup und Minzöl vermischen und nach und nach den Puderzucker zuerst einrühren, dann von Hand einkneten. Es kann sein, daß die Mischung am Anfang zu trocken erscheint, daß gibt sich aber mit der Zeit.
Ca. 1 cm dick rundlich auf das Backpapier streichen und mind. 8 h abtrocknen lassen, besser über Nacht.
Am nächsten Tag die Schokolade schmelzen. Die Minzzuckermasse in 6 "Tortenstücke" schneiden und überschüssigen Puderzucker abstreifen. Die Stücke großzügig mit der Schokolade bestreichen, umdrehen und die Unterseite ebenfalls bestreichen.
Die Schokolade fest werden lassen und danach in kleine Stücke zerbrechen.

In eine frisch eingefrorene Eiscreme rühren (reicht für ca. 1 l) oder gut eingepackt im Kühlschrank bis zu einen Monat bis zur Verwendung aufbewahren.



Pfirsich-Kokos-"Eistüten" oder auch Cupcakes mit Frischkäsecreme

Philadelphia sucht zur Zeit hier die Tortenstars. Jeder, der mitmacht, bekommt ein kleines Geschenk und man kann, wenn die Jury das eingesandte Bild samt Rezept toll findet, über einen von 3  Cakewalks eins von jeweils 15 iPad Mini gewinnen und hat damit die Chance auf den Hauptgewinn, einen Reisegutschein.
Also, wer noch mitmachen will - ab in die Küche. 

Ich selbst habe wohl eher keine Starqualitäten, aber vielleicht diese Cupcakes hier. Dann wären es aber wohl am ehesten Törtchenstars...
Nichtsdestotrotz, der berühmte Frischkäse wird dabei wenigstens verwendet.

Mir hat die Idee gefallen, mal was in Eistüten zu backen und dann sollte noch ein bißchen Bezug zum Sommer und zu Eis her. Also eine Creme mit Frischkäse, Kokos und Pfirsich als Softeisersatz und ein etwas sommerliche Deko zusammengepfuscht, schon gibt es bei uns Eis, zwar nur gefälscht, aber nicht weniger lecker.
Und weil ich sie so süß fand, gibts heute ein paar Bilder mehr:

Damit nicht zu viel Flüssigkeit in die Creme kommt, habe ich Kokospulver, das normalerweise zum Anrühren mit Wasser zu Kokosmilch benutzt wird, verwendet. Der im Vergleich zu Kokosmilch viel intensivere Geschmack hat mir gut gefallen.
Ich kannte das bisher nicht. Ich denke das wird nicht nur mir so gehen, deshalb:


Grundlage für den Teig war dieses Rezept hier, allerdings in den Mengen und Zutaten ein bißchen angepasst. Das Rezept ergibt ungefähr soviel Teig und Creme, um eine Packung mit 16 kleinen Waffelbechern  zu füllen und dann noch 4 normal große Cupcakes zu Backen.
Eigentlich wollte ich größere Eistüten, habe aber nirgends welche bekommen.

Wenn ihr eine große Dose Pfirsiche nehmt, kann der Rest der Dose gewürfelt als Deko benutzt werden (oder für was anderes).

Und weil diese Cupcakes wirklich sommerlich sind, machen sie auch noch hier bei Marie von "Schätze aus meiner Küche" mit, damit es bei ihr richtig viele Sommerrezepte gibt.

Pfirsich-Kokos-Eistüten

1/4 TL Vanille, gemahlen
120 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
180 g Mehl 
20 g Kokospulver
1 1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 ml Milch
2 Pfirsichhälften, gewürfelt
1 Packung Waffelbecher (16 Stück)

Creme:
175 g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
200 g Sahne
50 g Zucker
1 Päckchen Sahnesteif 
30 g Kokospulver (bei mir der Rest aus der Packung)
3 Pfirsichhälften, püriert
2 gehäufte TL Sofortgelatine

Ofen auf 170 °C vorheizen.
Vanille, Butter und Zucker schaumig rühren. Eier einzeln zugeben und jeweils ca. 1 min unterrühren. Mehl, Kokospulver, Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eimischung rühren. Pfririschwürfel unterheben.
Blech mit Backpapier auslegen, Waffelbecher und 4 Einzelmuffinförmchen daraufstellen und Teig einfüllen. Ggf. mit einer Mischung aus braunem Zucker und Kokosraspeln bestreuen. 15 bis 20 min backen, aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Die Muffinsevtl. 5 bis 10 min länger backen

In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Dazu den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren. Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen und unter den Frischkäse heben.
Die Frischkäsemasse teilen. Unter die eine Hälfte das Kokospulver rühren, unter die andere Hälfte das Pfirsichpüree und die Sofortgelatine. Etwas stehen lassen, damit die Cremes fester werden
Von beiden Füllungen abwechselnd immer 2 EL in einen Spritzbeutel geben und auf die gebackenen Eistüten spritzen.
Kühl stellen und erst kurz vor dem Verzehr noch nach Wunsch dekorieren.

Also, ran an die Rührschüsseln und mitmachen

 


Pfirsich-Kokos-"Eistüten" oder auch Cupcakes mit Frischkäsecreme

Philadelphia sucht zur Zeit hier die Tortenstars. Jeder, der mitmacht, bekommt ein kleines Geschenk und man kann, wenn die Jury das eingesandte Bild samt Rezept toll findet, über einen von 3  Cakewalks eins von jeweils 15 iPad Mini gewinnen und hat damit die Chance auf den Hauptgewinn, einen Reisegutschein.
Also, wer noch mitmachen will - ab in die Küche. 

Ich selbst habe wohl eher keine Starqualitäten, aber vielleicht diese Cupcakes hier. Dann wären es aber wohl am ehesten Törtchenstars...
Nichtsdestotrotz, der berühmte Frischkäse wird dabei wenigstens verwendet.

Mir hat die Idee gefallen, mal was in Eistüten zu backen und dann sollte noch ein bißchen Bezug zum Sommer und zu Eis her. Also eine Creme mit Frischkäse, Kokos und Pfirsich als Softeisersatz und ein etwas sommerliche Deko zusammengepfuscht, schon gibt es bei uns Eis, zwar nur gefälscht, aber nicht weniger lecker.
Und weil ich sie so süß fand, gibts heute ein paar Bilder mehr:

Damit nicht zu viel Flüssigkeit in die Creme kommt, habe ich Kokospulver, das normalerweise zum Anrühren mit Wasser zu Kokosmilch benutzt wird, verwendet. Der im Vergleich zu Kokosmilch viel intensivere Geschmack hat mir gut gefallen.
Ich kannte das bisher nicht. Ich denke das wird nicht nur mir so gehen, deshalb:


Grundlage für den Teig war dieses Rezept hier, allerdings in den Mengen und Zutaten ein bißchen angepasst. Das Rezept ergibt ungefähr soviel Teig und Creme, um eine Packung mit 16 kleinen Waffelbechern  zu füllen und dann noch 4 normal große Cupcakes zu Backen.
Eigentlich wollte ich größere Eistüten, habe aber nirgends welche bekommen.

Wenn ihr eine große Dose Pfirsiche nehmt, kann der Rest der Dose gewürfelt als Deko benutzt werden (oder für was anderes).

Und weil diese Cupcakes wirklich sommerlich sind, machen sie auch noch hier bei Marie von "Schätze aus meiner Küche" mit, damit es bei ihr richtig viele Sommerrezepte gibt.

Pfirsich-Kokos-Eistüten

1/4 TL Vanille, gemahlen
120 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
180 g Mehl 
20 g Kokospulver
1 1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
150 ml Milch
2 Pfirsichhälften, gewürfelt
1 Packung Waffelbecher (16 Stück)

Creme:
175 g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
200 g Sahne
50 g Zucker
1 Päckchen Sahnesteif 
30 g Kokospulver (bei mir der Rest aus der Packung)
3 Pfirsichhälften, püriert
2 gehäufte TL Sofortgelatine

Ofen auf 170 °C vorheizen.
Vanille, Butter und Zucker schaumig rühren. Eier einzeln zugeben und jeweils ca. 1 min unterrühren. Mehl, Kokospulver, Backpulver und Salz mischen und abwechselnd mit der Milch unter die Eimischung rühren. Pfririschwürfel unterheben.
Blech mit Backpapier auslegen, Waffelbecher und 4 Einzelmuffinförmchen daraufstellen und Teig einfüllen. Ggf. mit einer Mischung aus braunem Zucker und Kokosraspeln bestreuen. 15 bis 20 min backen, aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Die Muffinsevtl. 5 bis 10 min länger backen

In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Dazu den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren. Sahne mit Sahnesteif und Zucker steif schlagen und unter den Frischkäse heben.
Die Frischkäsemasse teilen. Unter die eine Hälfte das Kokospulver rühren, unter die andere Hälfte das Pfirsichpüree und die Sofortgelatine. Etwas stehen lassen, damit die Cremes fester werden
Von beiden Füllungen abwechselnd immer 2 EL in einen Spritzbeutel geben und auf die gebackenen Eistüten spritzen.
Kühl stellen und erst kurz vor dem Verzehr noch nach Wunsch dekorieren.

Also, ran an die Rührschüsseln und mitmachen