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Käsekuchen-Steckerleis mit Erdbeerstreifen

Passend zur Rückkehr des Sommers noch ein drittes Rezept von Nicole Stich aus dem Buch "Sweets ". Schneller geht fast nicht, nur das Einfrieren dauert etwas länger.

Super für den kleinen Eishunger und die Lust auf american Cheesecake zwischendurch. Schön cremig und doch auch fruchtig. Weil es so einfach und doch so lecker war, kann ich heute gar nicht so viel dazu schreiben.

Ich geh dann mal schauen, ob ich die Zutaten nochmal alle im Kühlschrank habe, bis morgen ist hier nichts mehr übrig...

Bei uns gab die Menge 7 Steckerleis aus den kleinen Eisförmchen des bei mir nicht so, aber bei anderen umso mehr beliebten Plastikküchengeräteherstellers mit dem langen Umtauschrecht.



Käsekuchen-Steckerleis mit Erdbeerstreifen

abgeriebene Schale 1/2 unbehandelten Zitrone
125 g Doppelrahmfrischkäse
125 g Schmand
75 g Sahne
50 g Vanillezucker
ca. 50 g Erdbeermarmelade

Zitronenschalemit Frischkäse und Schmand glatt rühren. Sahne und Zucker zugeben und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Erdbermarmelade glatt rühren und über die Frischkäsecreme kleckseln, dann nur ganz grob vermischen, so daß alles noch marmoriert bleibt.
In die Förmchen füllen und mind. 12 h im Gefrierschrank fest werden lassen.

Zum Lösen aus der Form kurz unter heißes Wasser halten und dann schnell losschlecken.







Streuselkuchen mit Schokocreme

Heute gibt es doch noch nicht das gestern angekündigte Rezept für Stieleis, da dieses hier auch noch auf seine Veröffentlichung wartete und irgendwie mal wieder kein so richtiges Eiswetter ist.

Sonntags vor dem Urlaub wurde nochmals Bestandsaufnahme im Kühlschrank gemacht, welche verderblichen Lebensmittel noch aufgebraucht werden mussten.
Viel zu finden war nicht mehr: 2 Eier, ein halber Würfel Hefe, Milch und Butter. Es sollte aber trotzdem noch irgendwie Kuchen daraus fabriziert werden. Da blieb dann fast nur noch ein Hefekuchen übrig, damit wäre dann die Hefe weg und so viele Eier braucht man auch wieder nicht dazu.

Nach ein paar Überlegungen kam mir ein Streuselkuchen in den Sinn. Es sollte aber kein normaler sein, sondern würzig, knusprig und doch gleichzeitig saftig.
In Skandinavien wird sehr viel Hefegebäck mit Kardamom gemacht, dann würde das in den Streuseln sicher schon passen.
Saftig im Sinne von fruchtig ist es letztendlich nicht geworden, aber schön feucht und cremig. Kardamom passt ja schließlich auch sehr gut zu Schokolade und so kam noch zwischen Hefeteig und Knusperstreuseln eine Lage Schokoladenkonditorcreme. Jetzt hatte ich nur noch ein Eiweiß übrig, aber keine Lust mehr, damit irgendwas zu machen.
Deshalb durfte das Eiweiß kurzerhand auch in den Urlaub - und wanderte in Tiefkühlschrank.

Das Ergebnis hat ein bisschen lustig ausgesehen, wie eine Berglandschaft mit knusprigen Streuselgipfeln und saftigen Creme-Seen in den Tälern.



Die Mengenangaben sind für eine runde Springform mit 26 cm Durchmesser. Durch einfaches Verdoppeln kann man aber auch einen Blechkuchen daraus machen. Die Backzeit ändert sich dadurch nicht.

Streuselkuchen mit Schokocreme

Hefeteig:
100 ml Milch, lauwarm
21 g Hefe 
250 g Mehl
25 g Zucker
25 g Butter, weich
1 Ei 
1 Prise Salz

Schokocreme:
250 ml Milch
1/2 Päckchen Schokopuddingpulver (19 g)
25 g Zucker
50 g Zartbitterschokolade (70% Kakaogehalt), gehackt
1 Eigelb

Streusel:
100 g Mehl
50 g Butter, weich
50 g Zucker
1/2 TL Kardamom

Zuerst den Hefeteig zubereiten. Dazu die Hefe in der Milch verrühren und aus dieser Mischung mit 2 EL Mehl und 1 TL Zucker einen dünnflüssigen Vorteig herstellen. 15 bis 30 min gehen lassen.
Das Mehl und alle andren restlichen Zutaten für den Hefeteig in einer Schüssel grob mischen, dann den Vorteig zugeben und kräftig zu einem glatten Teig verkneten.
Zugedeckt ungefähr eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Puddingcreme und Streusel zubereiten.
Dazu nach Packungsanweisung, nur mit den oben angegebenen Mengen einen Pudding zubereiten. Nach dem Aufkochen den Pudding von der Kochstelle nehmen und die Schokolade unter Rühren darin schmelzen lassen. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, das Eigelb zügig unterrühren. Bei Seite stellen.
Für die Streusel werden alle Zutaten in einer kleinen Schüssel nur grob mit den Händen zu einem krümeligen Teig verrieben.

Springform mit Backpapier auslegen. den gegangenen Hefeteig reinlegen und bis zum Rand flach drücken. Schokocreme darauf verteilen und zum Schluss die Streusel darauf geben. Nochmals 15 min gehen lassen und in der Zeit den Ofen auf 180 °C vorheizen.
In 30 min goldbraun backen, vollständig abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestreut servieren.







Rückmeldung aus dem Urlaub

Wir sind gestern früh um eins wieder glücklich daheim angekommen. Die Küchenaktivitäten halten sich bisher noch sehr im Rahmen (die gefühlten 5 kg Souvenir aus dem Urlaub sollen sich nicht noch weiter vermehren), nur die Waschmaschine muss schon wieder richtig arbeiten und läuft auf Hochtouren. 
Man sollte nicht glauben, was kleine Mädels für einen Verbrauch an Urlaubsfummeln haben... der rosa Wäscheberg ist ungefähr doppelt so hoch, wie der unseres Hausherrn und meiner zusammen.

Und wie es bei einem richtigen Urlaub sein sollte, war es sehr schön (und auch ein bisschen viel heiß), aber wir haben uns auch alle wieder auf zu Hause gefreut (vor allem auf die Arbeit auf der Baustelle ;-))

Ab morgen gehts hier wieder los, mit einem Stileis, dass meine zwei professionelle Eistesterinnen hier bis dahin wahrscheinlich probiert und auch hoffentlich für gut befunden haben.

Bis morgen!



Hurra, Hurra, die Post ist da...

Es soll Menschen geben, die ihren Arbeistgeber über alles lieben. So auch die Dame, für die dieser Tortentopper gedacht ist. Sie arbeitet bei der Post und hat einen Faible für Posthörner. Also muß ganz einfach logischerweise auch ein solches auf die Torte.
Aber kein echtes, das hält kein Kuchen (und auch nicht die Zähne der Geburtstagsgäste) aus, sondern eines aus Zucker. 
Hier ist es.
Tröten kann man damit allerdings nicht.




Nach dem "Fototermin" musste ich leider nochmal spachteln, weil  mir das ganze große Stück vorne abgebrochen ist. Sch...ade

So, das wars jetzt aber endgültig vor dem Urlaub. 
Mal sehen, ob sich hier in der Zwischenzeit jemand herverirrt. Ich hoffe, ihr besucht mich nach dem Urlaub wieder!



Quarkreistöpfchen mit Zwetschgenkompott

Heute gibt es das wahrscheinlich letzte Rezept, bevor wir uns in den Urlaub verabschieden. Unsere zwei Mädels haben schon gepackt (seit ungefähr einer Woche;-)). Wir Großen müssen noch, bevor es am Dienstag Nacht endlich losgeht in Richtung Süden.

Aber nun also das zweite Testrezept von Nicole Stich aus dem Buch "Sweets ".
Die Wahl fiel auf "Quarkreistöpfchen mit Pflaumen", bei uns allerdings mit Zwetschgenkompott, damit vielleicht bis in 5 Jahren endlich die tiefgekühlten Zwetschgen aus der mehr als reichlichen Ernte letztes Jahr aufgebraucht werden (jetzt liegen nur noch 4 Beutel drin, jipieh! - die Cranberries sind ja jetzt fast geschafft).

Die Töpfchen waren gut, aber jetzt auch keine kulinarische Offenbarung. Der Quark macht das ganze leicht säuerlich und diese Geschmackskomponente kannten meine zwei Mädels in Milchreis nicht. Und schwupps musste durfte ich die gesamte Portion alleine essen (unser Hausherr verweigert alles, in dem ein Milchprodukt noch deutlich sichtbar und dabei noch cremig-fließend ist).
Das Rezept für das Zwetschgenkompott ist als Tipp mit beim Rezept enthalten und das hat mir mit dem karamelisierten Zucker wirklich gut geschmeckt.

Die Menge ergibt 6 bis 8 Schüsselchen.




Quarkreistöpfchen mit Zwetschgenkompott

Quarkreis:
900 ml Milch (evtl. mehr)
4 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
Zimt nach Geschmack
150 g Milchreis
250 g Sahnequark (40 % Fett)

Zwetschgenkompott:
2 EL Zucker
50 ml Wasser
250 g Zwetschgen in Spalten (TK)
Zimt nach Geschmack

Milch mit Salz, Zucker und Zimt aufkochen lassen, dann den Milchreis unter rühren einrieseln lassen. In ca. 25 min bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen (Deckel geschlossen), bis der Reis weich ist. Ab und zu Umrühren nicht vergessen, sonst brennt alles an!
Etwas abkühlen lassen, dabei wird der Milchreis noch dickflüssiger (quillt nach). Wenn es zu trocken erscheint, noch etwas Milch nachgießen. 
In der Zwischenzeit das Zwetschgenkompott zubereiten. 
Dazu den Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamellisieren lassen und dann vorsichtig (spritzt!) das Wasser zugeben. Aufkochen lassen und die noch gefrorenen Zwetschgen unterrühren. Köcheln bis sie weich sind und nach Belieben mit Zimt würzen.

Dann den Quark zugeben und gut vermischen.

Für die Originaltöpfchen zuerst etwas Zwetschgenkomptt in die sehr sauberen Behältnisse (z.B. Joghurt- oder Marmeladegläser) geben und den Milchreis darüber verteilen. Dicht verschliessen und im Kühlschrank aufbewahren (sind so mehrere Tage haltbar).

Wir haben den Milchreis als unterste Schicht direkt in Servierschüsselchen gegeben, da er bei uns eigentlich zum sofortigen Verzehr bestimmt war.
Meine Mädels wollten kein Zwetschgenkompott sondern Apfelmus, was auch gut gepasst hat.


Bis bald!


Cranberry-Orangen-Sorbet

Langsam aber sicher sollten die eingefrorenen Fruchtvorräte aus dem Vorjahr verwertet werden, um Platz für das frische Obst, das hoffentlich bald kommt zu schaffen. Aber nach dem Wetter draussen ist es ja fraglich, ob wir überhaupt mal irgendwas reif bekommen. Trotzdem gibt es schon wieder ein Eisrezept, dieses Mal mit einem Rest Cranberries, der aus den Tiefen meines Gefrierschrankes auftauchte (jetzt ist nur noch ein bißchen übrig, mit dem ich noch irgendwas machen muß).
Ich stand vor der Wahl, ob ich eine reines Cranberry-Sorbet mache (Rezept von Jeni Britton Bauer, die Farbe im Buch fand ich schonbeim ersten Durchblättern so toll) oder dieses hier nach David Lebovitz , gemischt mit Orangensaft. Nachdem aber die Cranberry-Pistazientorte Ende Februar doch etwas herb war, habe ich mich für die wohl "sanftere" Sorte entschieden. 
Aber die pink-rote Farbe schlägt trotzdem schön durch und das Sorbet ist geschmacklich gut ausgewogen, man kann sowohl die Cranberries als auch die Orangen noch gut rausschmecken, und die Kombination dieser beiden hat uns sehr gut gefallen.
Das Sorbet schmeckt wirklich nicht zu herb oder sauer, aber trotzdem schön erfrischend (na, wie sollte es mit Eis auch anders sein, blöde Formulierung). Mit Hilfe der Eismaschine wird es nicht grieselig und nach kurzem Antauen (5 Minuten) lässt es sich auch noch nach einigen Tagen sehr gut portionieren.



Cranberry-Orangen-Sorbet

180 g Cranberries, frisch oder TK
250 ml Wasser
150 g Zucker
geriebene Schale einer unbehandelten und gewaschenen Orange (oder 1 TL getrocknetes Orangenschalenpulver)
375 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst (geht aber auch mit Saft aus der Flasche)
wer mag (wir nicht): 1 bis 2 TL Grand Marnier oder Cointreau

Die Cranberries mit dem Wasser, Zucker und der Orangenschale in einen Topf geben (Vorsicht: keinen Alutopf verwenden!). 1 Minute lang kochen lassen, dann zugedeckt 30 min abkühlen lassen.
Die Cranberry-Mischung mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Wer mag, gibt alles noch durch einen feinen Sieb um evtl. vorhandene größere Schalenreste zu entfernen (den Schritt habe ich weggelassen, ich fand das Püree fein genug).
Saft und, falls verwendet, Likör unterrühren.
In die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren. Im Gefrierschrank noch ungefähr 2 h fester werden lassen, dann hat es eine richtig gute Konsistenz, um ohne anzutauen verteilt zu werden.

Farblich der Hit bei kleinen Mädels, die voll in der Prinzessinnenphase sind.
Lasst´s Euch schmecken, jetzt , wo endlich mal ein bißchen die Sonne rausspickelt.



Schoko-Cola-Muffins

In nächster Zeit werden ein paar Rezepte aus Nicole Stichs neuem Buch "Sweets " ausprobiert. Das Buch passt ja wie die Faust aufs Auge hier rein.

Los geht es mit Schoko Cola-Muffins, die eigentlich Cola-Peanutbutter-Cupcakes sind.
Wir hatten weder die benötigte Erdnussbutter noch Mascarpone zu Hause (und bei der sonntäglichen Hitze sowieso keine Lust auf was Cremiges), deshalb gab es nur die "Unterlage".

Die Muffins sind sehr schnell zusammengerührt, supersaftig, eher etwas kompakt und  schön schokoladig. Ich hatte einen etwas stärkeren Colageschmack erwartet, aber meine Mädels waren ganz wild drauf, nachdem sie das mit der Cola hörten.

Die Teigmenge passt wie angegeben genau für 12 Förmchen.




Schoko-Cola-Muffins

100 g weiche Butter
100 g Muscovadozucker (oder anderer dunkelbrauner Zucker)
50 g Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
40 g Kakaopulver
200 ml Cola

Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen.
Butter und Zucker hellschaumig rühren. Die Eier nacheinander zugeben und jeweils gut unterrühren. Salz zugeben. Mehl und Backpulver gut mischen und auf die Eimasse sieben. Gut unterrühren und dabei die Cola zugiessen.
Teig in die Förmchen geben und ca. 22 min lang backen (Stäbchenprobe!, an der Färbung sieht man nämlich nicht so richtig).

Aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Ein kleiner süßer Koffeinschub zur Kaffezeit für die Nicht-Kaffeetrinker.



Ein süßer kleiner Wonneproppen.

Und zwar süß im wahrsten Sinne des Wortes. Die Cousine meines Mannes wurde zum zweiten Mal Mama. Zu ihrem kleinen Leo gibt es jetzt noch ein kleines Schwesterchen namens Mia.
Und von uns für sie demnächst noch diesen Zwerg hier aus Zucker:


Das Baby ist wie immer komplett aus Modellierfondant, mit einem Zahnstocher zur Stabilisierung durch die Mitte gepickst.

Ich hoffe, die kleine Zucker-Mia gefällt Euch!



Rhabarber-Ananas-Torte


Im Kindergarten war Oma-Opa-Nachmittag angesagt und die Mamis waren fürs Kuchenbüffet zuständig. Das war mein Beitrag, so ungefähr nach einem Rezept von Bernd Siefert aus der Sweet Dreams vom Februar. Ganz ohne Änderungen geht es bei mir aber fast gar nicht. Weil ich gerade kein einzelnes Eigelb brauchen konnte, habe ich das Eiweiß aus der Rhabarber-Erdbeermousse weggelassen und dafür 75 ml mehr Sahne genommen.
Außerdem keinen Ananassaft, sondern 1 Dose Ananas und diese dann mit dem Sirup püriert (ergab 650 ml) und den frischen Estragon habe ich komplett weggelassen, weil ich keinen hatte (und den getrockneten nicht einstreuen wollte, nicht daß das ganze irgendwie heuartig wird). Damit trotzdem etwas Anisgeschmack reinkommt, habe ich ein paar Krümel Anis fein gemahlen und unter den Biskuit gemischt. Und dann ging mir für die Dekoration noch der Rhabarber aus, obwohl ich schon bei meiner Schwester, Schwiegermutter und dem Nachbarn geschnorrt hatte. Deshalb gibts bei mir kein Streifenmuster, sondern gewickelte Rhabarberröschen.

Probieren konnte ich nicht, allerdings habe ich was von den Cremes abgezweigt, um wenigstens einen kleinen Geschmackseindruck zu bekommen. Besonders die Rhabarber-Erdbeermousse hat es mir angetan, die wird es mal wieder auf einer Torte geben.

Das Bild ist heute nicht so besonders, da der Kuchen schnell in den Kindi musste.


Das ist jetzt also "mein" Rezept, ich weiß nicht, ob Bernd Siefert es noch erkennen würde:


Rhabarber-Ananas-Torte

Biskuit:
3 Eier, getrennt
1 Prise Salz
125 g Zucker
abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange
100 g Mehl
50 g Haselnüsse, gemahlen und geröstet
1 1/2 TL Backpulver
1/4 TL Anis, fein gemahlen
50 g flüssige Butter, leicht gebräunt

Rhabarber-Erdbeermousse:
6 Blatt Gelatine (oder 1 Päckchen gemahlene)
300 g Rhabarberpüree
30 g pürierte Erdbeeren
140 g Zucker
375 g Sahne

Ananas- Rhabarbersahne:
12 Blatt Gelatine (oder 2 Päckchen gemahlene)
1 Dose Ananas in Stücken mit 565 g Füllmenge
Saft und Schale einer unbehandelten Orange
200 g Rhabarberpüree
Mark einer Vanilleschote (oder 1/2 TL gemahlene Vanille)
2 Zimtsstangen
50 g Zucker (der Sirup aus der Ananasdose ist schon gesüßt)
400 g Sahne

Verzierung:
im Originalrezept : 
3 bis 4 Stangen Rhabarber, mit dem Gemüseschäler in dünne Streifen                           geschnitten
1 Handvoll fein gehackter Estragon
200 ml Läuterzucker (100 ml Wasser mit 100 g Zucker kurz aufgekocht) zum Blanchieren des Rhabarbers
Bei mir:
eine einsame Rhabarberstange 
200 g steif geschlagene Sahne
ein winzeliger Rest Erdbeermarmelade

Zuerst das Rhabarberpüree für die Füllungen zubereiten. Dazu 550 g geputzten Rhabarber in Stücke schneiden und mit 50 ml Wasser aufkochen, bis die Stücke weich sind. Pürieren und in 2 Portionen teilen, einmal 300 g und einmal 200 g.

Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Für den Biskuit die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe und Orangenschale zugeben.
In einer Schüssel Mehl, Nüsse, Backpulver und Anis mischen und dann unter die Eimasse heben. Geklärte Butter zugeben und ebenfalls unterheben.
Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 min backen. 
Nach dem Abkühlen waagerecht in 2 Böden teilen. Einen der Böden auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umschliessen.

Rhabarber-Erdbeermousse:
Gelatine in 4 bis 6 EL Wasser mind. 10 min einweichen.
In der Zwischenzeit 300 g Rhabarberpüree in einem Topf mit den pürierten Erdbeeren  mischen und erwärmen. Gelatine darin auflösen. Zucker unterrühren (wenn man ihn erst jetzt dazu gibt, kühlt das Püree schneller ab). Wenn sich das Püree nur noch handwarm anfühlt die Sahne schaumig schlagen und unterheben. Auf dem unteren Boden (den mit dem Tortenring) verteilen und mindestens 2h kühl stellen.

Rhabarber-Ananassahne:
Gelatine mit 10 EL Wasser wie oben einweichen. Die gesamte Dose Ananas (inklusive Saft) sehr fein pürieren und 600 ml davon in einen Topf geben. Orangensaft und -schale sowie die Gewürze einrühren und alles aufkochen. Gelatine darin auflösen. Zimtstangen herausfischen.
Rhabarberpüree und restlichen Zucker unterrühren und kühl stellen. Wenn die Masse zu gelieren beginnt, die Sahne schaumig schlagen und unterheben. 

Die Hälfte der Ananassahne vorsichtig auf der Rhabarber-Erdbeermousse verteilen. Den zweiten Boden auflegen und die restliche Ananassahne darauf verteilen. Der Tortenring ist jetzt wahrscheinlich eben voll. Mindestens 4 h kühl stellen.

Zur Verzierung habe ich meine wenigen Rhabarberstreifen kurz im Läuterzucker blanchiert und auf Küchenpapier abtropfen lassen. (Läuterzucker nicht wegschütten, er schmeckt auch nach Rhabarber und kann wie Rhabarbersirup verwendet werden)
Den Tortenring entfernen und den Rand mit Sahne einstreichen. Oben Rosetten oder ähnliches aufspritzen. Die Rhabarberstreifen zu kleinen Röschen aufwickeln und daraufsetzen. Erdbeermarmelade in einem kleinen Topf schmelzen. Wer schlauer ist als ich, gibt sie dann in eine kleine Tüte, schneidet eine Ecke ab und beträufelt damit die Torte, Wer nicht so schlau ist, versucht es mit einem Teelöffel und und verkleckst damit die Torte so, daß sie nicht mehr so toll aussieht.

Viel Spaß beim Nachmachen (falls jemand mal zu viel Zeit übrig hat)


Schokoladenriegel mit Kokos-Karamellganache

Auch ein Rezept, das schon ewig in der Warteschleife auf ein Nachmachen wartet und mangels Anlass darauf stehen blieb.
Zur Zeit läuft aber auf dem Blog Tomateninsel ein Event zum Thema Schokolade und da passt es doch ganz gut rein. Ich brauche scheinbar immer einen kleinen Anstoss, um manche Rezepte in Angriff zu nehmen.

2. Blogevent Schokolade

So war der Plan: damit ich mich hier bald nicht nur durch die Welt kugle, wird eben der Großteil an meine mehr oder weniger lieben Mitmenschen in meinem Umkreis verschenkt (sollen die doch ein paar Rettungsringe kriegen...)...
... obwohl, als ich die Schokolade dann fertig hatte, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich für den Rest der Woche nicht lieber etwas mehr Sport einplane und doch alles selbst esse.
Mal schauen, am besten drehe ich jetzt gleich eine Rund durch den Wald.

Das Ergebnis war sehr lecker und macht richtiggehend süchtig (außer, man kann Kokos nicht ausstehen).

Das Rezept ist für eine Riegelform mit 5 Einzelriegeln à 50 g . Irgendwie passt aber mehr rein, den ich habe zum Verschliessen nochmals 50 g Schokolade extra erwärmen müssen (sind im Rezept eingerechnet). 
Weiße Schokolade eignet sich für Anfänger in Sachen "Tafeln giessen" besonders gut. Sie ist zwar hitzeempfindlicher als Vollmilch- und Bitterschoko und man muss sie deshalb am besten vorsichtig im nicht kochenden Wasserbad schmelzen und temperieren. Aber sie hat den großen Vorteil, daß sie sehr viel weniger dazu neigt, bei kleinen Temperierfehlern einen Grauschleier zu bekommen. Deshalb habe ich es dieses Mal also auch geschafft, schön glänzende Tafeln herzustellen.
Ursprünglich stammt das Rezpt von Frédéric Bau aus dem Buch "Schokolade - Die Kochschule" , allerdings habe ich für die Füllung etwas mehr Kokosraspeln genommen und dafür keinen Likör und das ganze eben auf meine Förmchen runtergerechnet.



Schokoladetafeln mit Kokos-Karamellganache

200 g weiße Schokolade mit 35% Kakaogehalt (Valrhona)

16 g Zucker
60 ml Kokosmilch (oder 40 ml und 20 ml Kokoslikör)
95 g weiße Schokolade mit 35% Kakaogehalt (Valrhona)
12 g Kokosraspeln, geröstet

100 g der weißen Schokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen lassen und temperieren (auf 23°C abkühlen lassen , dann wieder leicht auf 32° C erwärmen), dabei aufpassen, daß sie nicht über 45° C erhitzt wird.

Die trockenen und frisch ausgeriebenen Riegelförmchen mit einer dünnen Schicht der Schokolade ausgiessen und die Schokolade fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Dazu die weiße Schokolade wieder über einem Wasserbad schmelzen lassen und warm halten. Kokosmilch zum erhitzen. Den Zucker in einem kleinen Topf hellbraun karamelisieren und sofort die heiße Kokosmilch zugeben. Aufkochen lassen, bis sich der Karamell vollständig in der Kokosmilch gelöst hat.

Ein Drittel der Kokos-Karamellmischung zu der geschmolzenen Schokolade geben und kräftig unterrühren. Die anderen beiden Drittel auf die gleiche Weise nacheinander zugeben.
Kokosraspeln unterrühren. 
Die Füllung auf ca. 28°C abkühlen lassen und am besten mit einer kleinen Tüte, von der eine Spitze abgeschnitten ist, in die mit weißer Schokolade ausgegossenen Förmchen spritzen. Darauf achten, daß die Förmchen nicht bis zum Rand gefüllt werden.

Mindestens 2 h kalt stellen, dann die restlichen 100 g weiße Schokolade temperieren und  damit die Schokoadenriegel in Form einer dünnen Schicht Schokolade verschliessen. Mit einem Scharfkantigen Messer oder Palette sauber abziehen.

Über Nacht in den Förmchen auskristallisieren lassen und erst am nächsten Tag herauslösen.
Die Ganachefüllung ist aber erst nach ca 48 h richtig fest.



Eis wie im Schlaraffenland-Apfel-Zimt Eiscreme

Meine Mädels hatten Ferien und wollten auch mal Eis machen.
Da meine Erfahrung mit dem Icecreamistsbuch bisher etwas zwiespältig war, wollte ich ein Rezept daraus ausprobieren.
Ihre Wahl viel auf eine Eiscreme mit dem Namen "Schlaraffenland", eine Sorte mit Apfel-Zimt-Geschmack, passend zum eher herbstlichen Wetter.
Da wir mal wieder keine Creme double zu Hause hatten, habe ich einfach Sahne genommen und das ursprüngliche Mischungsverhältnis von Milch und Creme double etwas geändert (mehr Sahne, weniger Milch).


 Apfel-Zimt-Eiscreme

200 ml Vollmilch
175 ml Sahne
2 Eigelbe
88 g extrafeiner Zucker
100 g Apfelmus
2 TL Zimt

Optional: 100 ml Aceto Balsamico

Milch und Creme double bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen, bis sie dampft, aber noch nicht kocht. Dabei ab und zu umrühren.
Gleichzeitig in einer großen und hitzebeständigen Schüssel Zucker und Eigelbe schaumig schlagen. 
Topf vom Herd nehmen und die Milchmischung unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben. Die gesamte Mischung zurück in den Topf leeren und unter ständigem Rühren zur Rose abziehen (Temp. ca. 85°C). Nicht aufkochen lassen, sonst gerinnt das Ei.
Zurück in die Schüssel geben und auf Raumtemperatur abkühlen lassen (dauert ca. 30 min), dann abdecken und im Kühlschrank mind. 6 h stehen lassen, besser noch über Nacht.
Am nächsten Tag das Apfelmus und den Zimt gut untermischen (am besten mit einem Pürierstab).
Nach Herstelleranweisungen in der Eismaschine gefrieren ( wenn Aceto Balsamico verwendet wird, diesen am Schluss nach und nach unterheben) , aus der Maschine nehmen und noch mindestens 2 h im Tiefkühler fester werden lassen.

Jede Portion zum Servieren nochmals mit etwas Zimt bestäuben.