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Holunderblütenposset mit Keksbröseln und Himbeeren

Um wenigstens ein paar der Kalorien, die sich hier auf meinem Blog breit machen (und langsam auch auf meiner Hüfte), loszuwerden gehe ich einmal in der Woche sporteln. Vor den Sommerferien findet traditionell das Abschlußgrillen statt. Auch hier bringt jeder einen Salat oder ähnliches mit, die Geburtstagskinder seit dem letzten Fest (wir haben auch einen Saisonauftakt, eine Weihnachtsfeier,...) normalerweise Sekt. Ich bin immer noch kein großer Salatkünstler (was will man auch von jemanden erwarten, der mit 30 das erste Mal Salat gegessen hat), Geburtstag hatte ich auch, also habe ich statt Sekt und Salat einen Nachtisch mitgebracht.

Zur Zeit habe ich leider nicht soviel Zeit für den Blog. Mein Hausherr hat Urlaub, genauso wie die Zwerge. Vielleicht hat der eine oder andere schon mitbekommen, daß wir gerade bauen. Deshalb werkeln wir gerade sehr viel an der neuen Küche statt in der alten. Aber so bekomme ich meinen Rezeptestau auch ein bißchen in den Griff ;.)
 

Bei einem Posset handelt es sich um Sahne, die mit Zucker und viel Zitronensaft aufgekocht wird. Beim Abkühlen sollte sich das ganze dann verfestigen. In den Sektgläsern hat es das auch getan, da ich aber nicht so viele hatte und auch noch zwei Schüsseln voll machte, habe ich, warum auch immer, in den Schüsseln eher eine Zitronensauce fabriziert. Um noch eine andere Geschmackkomponente rein zu bekommen, wird noch Holunderblütensirup verwendet.
Als Einlage kamen Cantuccinibrösel rein (die saugen sich komplett voll und sind dann weich) sowie frische Beeren (diese beiden Teile sind von Nicole Stich geklaut). 

Ich habe das Rezept wieder auf 4 Personen runtergerechnet, ich denke, auch wenn die Creme sehr lecker ist, wird doch niemand die Menge für 20 Personen schaffen.


Fruchtiges Holunderblütenposset mit Cantuccini

350 ml Sahne
75 ml Zitronensaft (ca. 2 1/2 Zitronen)
75 g Zucker
20 g Butter
50 ml Holunderblütensirup

ca. 150 g frische Beeren, bei mir eine Mischung aus Jostas, Himbeeren und Johannisbeeren, verlesen, gewaschen und trocken getupft

ca. 100 g Cantuccini, grob gehackt

Sahne, Zucker und Butter in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und das Ganze kocht. Hitze etwas reduzieren und den Zitronensaft unterrühren. Wieder zum Kochen bringen und ungefähr 5 Minuten blubbern lassen, dann von der Hitzequelle nehmen und den Sirup unterrühren. Ungefähr 15 Minuten abkühlenlassen.

In der Zwischenzeit die Beeren und Keksbrösel auf 4 Gläser verteilen.

Zum Schluss die Holundersahne durch ein Sieb auf die Beerenmischung gießen und die Gläser mindestens 3 h, besser länger, im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach Wunsch noch mit noch mehr frischen Beeren dekorieren.
Am besten eiskalt genießen, sonst verflüssigt sich das ganze wieder etwas. 



Orangen-Schoko-Biskuitrolle - als Baumstamm verkleidet

Ich glaube, ich probiere langsam keine  Biskuitrollenteige mehr aus. Irgendwie werden alle viel trockener als mein Standardrezept und brechen auch viel leichter. So auch hier.

Deshalb wurde die Schokoganache nicht glatt darüber gegossen sondern einfach ein Rindenmuster eingekratzt, damit die vielen Bruchstellen nicht so auffallen (ein Baum ist ja schließlich auch nicht kerzengerade und glatt gewachsen). 


Trotz alledem war sie geschmacklich gut. Mit der Ganache (lecker, aber eine ganz schöne Schokobombe...) und dem Lebkuchengewürz im Teig vielleicht nicht gerade ein typischer Sommerkuchen. Die Füllung besteht aber aus einer mit Sahne vermischten Orangensabayon und ist sehr locker und luftig leicht. Der O-Saft wird um die Hälfte eingekocht, wobei sich das Aroma konzentriert und man weniger Flüssigkeit für gleich viel Geschmack binden muss. Dann wird der Saft im Wasserbad mit Eigelb aufgeschlagen und vermehrt sein Volumen um ein Vielfaches. Also eine wirklich große Schüssel nehmen, sonst muss man nicht nur wie ich die Schüssel wechseln sondern leider auch noch den Herd und die Wände putzen.

Hier im Rezept trotzdem der verwendete Biskuitrollenteig (vielleicht habe ich ihn ja nur etwas zu lange gebacken, dann werden sie ja auch schon mal ein bisschen zickig).




Orangen-Schoko-Biskuitrolle

Teig:
4 Eier
50 g Zucker
1 Prise Salz
90 g Mehl
1 EL Lebkuchengewürz
1 EL Zucker zum Aufrollen

Orangencreme:
Schale einer unbehandelten Orange
300 ml Orangensaft
2 Eigelb
1 EL Vanillezucker
4 g Gelatine gemahlen
250 ml Sahne

Schokoladenganache:
150 g Zartbitterschokolade
100 ml Sahne
50 g Butter
25 g Zucker

Zuerst den Biskuit herstellen. Dazu den Backofen auf 200°C vorheizen und ein großes viereckiges Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Eier mit dem Schneebesen sehr schaumig aufschlagen, dabei Zucker und Salz einrieseln lassen. Mehl mit dem Gewürz vermischen und vorsichtig unterheben. Auf dem Backblech verteilen und ca. 12 min backen. In der Zwischenzeit ein sauberes Geschirrtuch auf einer genügend großen Fläche auslegen und mit etwas Zucker bestreuen. Sobald die Biskuitplatte  fertig gebacken ist. Diese auf das Tuch stürzen, das jetzt oben liegende Papier mit kaltem Wasser einpinseln und vorsichtig abziehen. Eng aufrollen und so aufgerollt vollständig abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit zuerst Schokocreme zubereiten, denn sie ist muß auch komplett abkühlen, um streichbar zu werden.
Dazu die Schokolade fein hacken. Sahne mit Butter und Zucker aufkochen, vom Herd ziehen und die Schokolade zugeben. Kurz stehen lassen, bis die Schokolade schon etwas weich ist und erst dann rühren, bis sich alles gut vermengt hat. Beiseite stellen und mit der Orangencreme weitermachen.

Gelatine mit etwas Saft einweichen. Der O-Saft wird mit der Orangenschale und dem Vanillezucker in einen Topf gegeben und zum Kochen gebracht. Solange kochen, bis nur noch 150 ml übrig sind, dann vom Herd ziehen. Ein Wasserbad vorbereiten. Dazu Topf mit Wasser füllen, erhitzen und eine passende hitzefeste Schüssel bereithalten, die auf den Topf passt, ohne mit dem Boden in Berührung zu kommen.Die beiden Eigelbe in diese Schüssel geben und auf das heiße Wasserbad stellen. Sofort mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen und dabei den noch heißen Saft in einem dünnen Strahl eingießen. Schlagen bis der Schaum sich beim Finger-Hineinstecken sehr heiß anfühlt und dann die eingeweichte Gelatine darin unter Weiterschlagen auflösen. 
Vorsicht: eine genügend große Schüssel nehmen; Die Masse nimmt sehr stark an Volumen zu!

Von der Hitzequelle nehmen und unter langsamem Rühren abkühlen lassen (geht am schnellsten jetzt in einem kalten Wasserbad).
Die Sahne steif schlagen und unter den Orangenschaum heben. Masse im Kühlschrank etwas anziehen lassen.

Die Biskuitplatte wieder entrollen und mit der Orangencreme bestreichen. Am besten im Kühlschrank ziemlich fest werden lassen und erst dann so straff wie möglich aufrollen.

Die Oberfläche mit der Schokocreme bestreichen und mit einer Gabel eine Art Hozrelief einritzen.

die Bis


Das Sandmännchen

Für meine kleine Nichte zum 6. Geburtstag.

Auf die Frage, was ihr Lieblingstier sei, antwortete sie mit "Regenwurm".
Ich hätte ja eine Regenwurmtorte ganz lustig gefunden, aber ich glaube, die anderen Geburtstagsgäste nicht so (von wegen appetitanregend...). 
Als ihre Lieblingssendung bezeichnete sie das Sandmännchen, deshalb habe ich mich einfach dafür entschieden. 

Aber irgendwie hat es ein Eigenleben entwickelt. Zuerst hatte es deutlich sichtbar eine Hose. Irgendwie ist die aber beim Trocknen unter den Mantel geschrumpft, so dass man nichts mehr von ihr sieht. Dadurch ist er auch ein bißchen bucklig geworden, aber das echte Sandmännchen ist ja auch nicht mehr so ganz jugendlich und hat ein paar Jährchen auf dem Buckel. Ich denke, dieses hier wird nicht ganz so alt werden, da wird es vorher von ein paar kleinen Süßschnäbeln vernichtet.





""Arme Prinzessinen" als Verwertung von altbackenem Hefezopf

Ich habe vor kurzem gesehen, dass es in der Zwischenzeit sogar Bücher über die Verwertung von übrig gebliebenem Brot gibt. Für dieses Rezept braucht man meiner Meinung nach allerdings kein Extra-Buch. Eigentlich auch fast kein Rezept.

Das hier gab es nämlich unter dem Namen "Arme Ritter" schon in meiner Kindheit, allerdings mit alten Brötchen. Manche kennen es vielleicht auch als French Toast. 
Wir hatten was vom Hefezopf übrig, deshalb wurden jetzt etwas etwas luxuriösere und süßere "Arme Ritter" draus, die ich meinen Kindern als "Arme Prinzessinnen" verkauft habe (diese rosa Prinzessinnen-Phase hat doch auch ab und an mal was Gutes), damit sie sie auch essen - mit Rittern lockt man kein kleines Mädchen an den Esstisch (das kommt wohl erst später - mit Rittern auf Motorrädern).

Dazu gab es Apfelmus und Zimtzucker.




Arme Prinzessinnen


5 dicke Scheiben alter Hefezopf
2 Eier
100 ml Sahne
1 große Prise Zimt
1 Prise Muskat, frisch gemahlen
1 Prise Salz
Butter zum Ausbraten

Alles außer dem Zopf in einer flachen Schüssel oder einem Suppenteller gut verrühren. Eine große Pfanne mit Butter erhitzen. Die Zopfscheiben ggf. einmal in der Mitte halbieren, damit sie besser in die Pfanne passen. Aber vor dem Braten werden sie noch durch die Eiersahne gezogen. Dabei gut reindrücken, damit der Zopf sich auch etwas vollsaugen kann. Direkt in die heiße Pfanne geben und bei nicht zu starker Hitze goldbraun ausbraten (sonst sind sie außen schwarz, innen aber noch nicht durch).

Am besten direkt aus der Pfanne auf die Teller und den eigenen Prinzessinnen vorsetzen.



Hallo Bloglovin Follower,

So ein Murks, nochmal kurz:
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Deshalb kurz nochmal neu auf den Bloglovin-Icon drücken, damits auch funtioniert.

Sorry für den vielen Murks hier die letzten Tage. Ich hoffes, daß es das jetzt war.



Challah mit getrockneten Cranberries

Eines der wenigen Rezepte von Cynthia Barcomi, die wiederholt den Weg in meinen Backofen gefunden haben. (Das dürfte ja schon mal für das Endergebnis sprechen ;-))



Das Rezept ist aus ihrem ersten Buch ("Cynthia Barcomi's Backbuch "), allerdings heute statt mit Rosinen mit getrockneten Cranberries, weil wir Rosinen einfach nicht so gerne mögen. Die Backprozedur habe ich etwas geändert (Anbacken bei hoher Temperatur, dann runterstellen).

Auch finde ich die Rezeptmenge für einen normalen 4-Personen-Haushalt viel zu hoch gegriffen (Hefegebäck schmeckt frisch einfach am besten), weshalb ich immer nur die halbe Menge mit 660 g Mehl mache.
Das gibt immer noch einen sehr großen Zopf.

Challah selbst ist ein jüdisches Sabbatbrot und ähnelt stark einem normalen Hefezopf. Der Unterschied ist, dass der Teig statt mit Milch mit Wasser  und statt mit Butter mit Pflanzenöl zubereitet wird.


Challah mit getrockneten Cranberries

660 g  Mehl (Type 550) 
50 g Zucker
1/2 TL Salz
40 g getrocknete Cranberries
1/2 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
275 ml Wasser
65 ml Sonnenblumenöl
1 Ei

Kondensmilch zum Betreichen

Für den Teig alle trockenen Zutaten (außer der Prise Zucker) in eine große Schüssel geben. 
Dann die Hefe zerbröckeln und mit der Prise Wasser in das Wasser geben. % Minuten stehen. 
Das  Hefegemisch in die Schüssel mit der Mehlmiaschung geben, Ei und Öl dazuschütten.  Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. 

Den Teig abdecken und 45 min gehen lassen. 
Ofen auf 220°C vorheizen.
Kurz durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen und zu Kugeln formen. Nochmals zudecken und 10 min ruhen lassen, dann zu langen Strängen formen und zu einem Zopf flechten (ich flechte meistens von der Mitte aus, dann kann man die Enden schöner formen).
Auf ein Blech legen und zugedeckt nochmals 30 min gehen lassen.

Mit Kondensmilch betreichen und Hagelzucker bestreuen.
Im Ofen ca. 30 min backen, dabei die Temperatur gleich zu  Beginn des Backens auf 180°C herunterschalten.

Schmeckt auch gut mit Butter und Marmelade bestrichen.

Und ich habe mich wohl zu früh gefreut mit dem Umzug, mir hat es vorhin alles zerschossen und ich bin vorerst doch wieder unter "blogspot" erreichbar.



Unter neuer Adresse erreichbar - guckt mal oben

Vielleicht hat das gestern ja jemand gemerkt. 
Die Süsse Werkstatt ist auf eine eigene Domain umgezogen.
Tata:
http://www.meinesuessewerkstatt.de/
Bitte meldet Euch, falls irgendwas nicht mehr funktioniert (die Follower zeigt es nicht mehr ganz zuverlässig an und meine Blogroll hat es zerhauen, die mache ich aber nachher gleich neu). Normalerweise müsste alles weitere aber noch funktionieren, da der Blogger-Blog weiter besteht und praktisch die Basis bleibt (das Ganze funktioniert über eine Umleitung auf die Domain)
Vielleicht war es nicht ganz geschickt, eine Umlaut-Domain zu wählen, aber darüber kann ich mir später Gedanken machen, jetzt freue ich mich erst mal, daß es überhaupt funktioniert hat. Irgendwie fand ich mich doch etwas blöd und habe das ganze auf doch ohne Umlaut sondern mit "ue" geändert. Ich glaube zwar nicht, daß sich viele hierher verirren, die kein Ü auf der Tastatur haben, aber man weiß ja nie ;-)


Ein Grüßle aus meiner süssen Werkstatt, heute abend gibt es auch noch mal ein Rezept

Erdbeersorbet - mehr Erdbeere geht fast nicht...

Die Erdbeersaison läuft ja endlich auf Hochtouren, auch in Omas Garten. Und auch wenns so lecker ist, jeden Tag Erdbeerkuchen geht auf Dauer auch nicht.
Deshalb gab es gestern wohl ein Fall von Gedankenübertragung bei uns: Meine Große hat sich auf dem Heimweg vom Kindergarten selbstgemachtes Erdbeereis gewünscht. Kaum daheim, war Oma noch im Garten und hat gefragt, ob wir nicht Erdbeeren für ein Eis gebrauchen könnten.
Da haben wir natürlich gleich zugegriffen und die Eismaschine angeschmissen.

Und hier passt das Eis doch gut rein:

http://kuechenplausch.files.wordpress.com/2013/05/erdbeerbanner2.jpg

Dieses Eis ist fast Erdbeere pur. Es schmeckt total leicht und erfrischend. Das Originalrezept ist von Tessa Kiros aus ihrem Buch "Familien-Rezepte. Bunt wie das Leben ".
Statt Milch habe ich aber etwas Sahne genommen, dass wird ein bisschen cremiger und die Menge ist ja auch nicht so riesig. 
Ich finde, ein Schuß Sahne/Milch in Sorbets verbessert ihren Geschmack erheblich, auch wenn man davon nichts herausschmeckt und die Farbe auch nur minimal "pastelliger" wird.



Erdbeersorbet


500 g Erdbeeren, geputzt gewogen
375 ml Wasser
180 g Zucker
20 ml Zitronensaft (1/2 Zitrone)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
4 EL Sahne

Zuerst wird aus Wasser, Zucker, Zitronensaft und -schale ein Sirup gekocht. Dazu alles in einem Topf zum Kochen bringen und dabei Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vom Herd nehmen und 10 min abkühlen lassen.
In dieser Zeit die Erdbeeren mit dem Stabmixer in einem hohen Gefäß pürieren.
Zitronenschale aus dem Sirup entfernen, mit dem Erdbeerpüree mischen und die Sahne unterrühren.
Mit einem Deckel verschliessen und im Kühlschrank komplett abkühlen lassen.
Erst dann in die Eismaschine geben und nach Herstelleranweisung gefrieren.


Ergibt ca. 1 Liter Sommer pur



Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt


Laugen-Sesam-Grissini

Bei uns war Nachbarschaftshock. Dazu bringen die meisten neben ihrem Grillzeug und Getränken noch etwas für die Allgemeinheit mit. Da ich kein großer Held im Salatmachen bin, haben wir was zum Knabbern mitgebracht. Die Stangen haben allen gut geschmeckt und deshalb gibt es heute mal ausnahmsweise ein herzhaftes Backrezept.



Auf das Rezept bin ich bei Johann Lafer gestoßen. Allerdings habe ich die Laugen-Grissini nicht mit Kümmel und Salz bestreut, sondern mit Sesam. Eine kleine Extraportion Vitaminchen kann ja nicht schaden.

Hierzu würde auch noch ein cremiger Käsedip sehr gut passen, aber dazu müsst ihr euch anderswo was suchen - 2 herzhafte Rezepte in einem Post auf einem süßen Blog geht doch irgendwie definitiv zu weit ;-)

Der Teig selbst ist extrem weich und lässt sich nur mit viel Mehl auswellen. Beim Transport aufs Backblech sind die Grissinis immer länger geworden, deshalb lieber in nicht zu dünne Streifen schneiden. Sonst sehen sie aus wie meine mit schlanker Taille und dickem Kopf und Füssen.

Laugen-Sesam-Grissini

300 g Mehl (Type 550)
2 TL Salz
10 g Hefe
2 EL Sonnenblumenöl
200 ml Wasser

etwas Öl zum Bestreichen
ca. 250 ml Brezellauge
ca. 4 EL Sesamsaat

Alle Zutaten von Hand oder mit dem Knethaken des Handrührgeräts gründlich zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel Formen, in eine verschließbare Schüssel legen, mit Öl einpinseln und 30 min gehen lassen.
Backofen auf 230°C vorheizen.

2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Einen alten Backpinsel oder einen Silikonpinsel bereit halten.
Den Teig mit auf einer gut bemehlten Fläche ausrollen (ca. 1 cm dick). Auch die Teigrolle und die Teigoberfläche großzügig mit Mehl bestäuben.
Mit einem scharfen Messer oder dem Pizzarädchen in 1 cm breite Streifen schneiden und auf das Backblech legen.
Mit der Brezellauge bestreichen. Wer mag, kann auch ca. 1 l Lauge in eine Schüssel geben und die Teigstreifen durchziehen (aber Einweghandschuhe anziehen, Brezellauge ist ätzend!). 
Sofort mit Sesam bestreuen und auf der untersten Schiene in 6 bis 8 min goldbraun backen.




Buchvorstellung Michel Roux "Süßes"



Heute gibt es schon wieder ein Dessertbuch im Rahmen der Themenwoche von Arthurs Tochter, mein zweiter und leider auch letzter Beitrag. 
Es handelt sich um "Süßes: 150 Törtchen und Desserts " von Michel Roux. Und ist schon bei mir eingezogen, als es diesen Blog hier noch gar nicht gab.






Michel Roux betreibt in der Nähe von London erfolgreich das sternegekrönte Restaurant "Waterside Inn".

Im Vergleich zum Vorgängerbuch "Ofenfrisch" (mit dem allerbesten Pizzateig) nehme ich dieses Buch allerdings viel öfter zur Hand. Für mich sind hier viel reizvollere Rezepte enthalten - es geht eben nur um Süßes in allen Formen und Geschmacksrichtungen.


So sind die Kapitel sämtlichen vorstellbaren Erscheinungsarten, in denen Süßes auf den Tisch kommen kann gewidmet. Nach einer Einleitung geht es mit den 150 Rezepten in folgenden Kapiteln los:

- Fruchtdesserts (Melonen-Paprika-Gazpacho, pochierte Birne mit Dattel-Feige-Füllung)
- Cremes & Zabaiones (Maronencreme mit Karamellsauce, Kirschzabaione)
- heiße Soufflés & süße Puddings (Passionsfrucht-Kiwi-Soufflé, Kardamom-Reis-Puddings)
- Crepes, Teigtaschen & Beignets (Bananen-Soufflé-Crepes, Beerenbeignets)
- Eiscremes, Sorbets & Granitas (Lavendeleiscreme, Blutorangensorbet, Kaffee-Orangen-Granita)
- Biskuits & Baisers (Baiser-Beeren-Türmchen, Mango-Charlotte)
- Mousses, Parfaits & Bayrische Cremes (Schokoladenmousse mit Lavendelsahne, Anisparfait)
- Tartes & Pies (Ananas-Brombeer-Pie, Windbeutelpyramide, Kataifi)
- Kuchen & Torten ( Bretonische Törtchen, schwedischer Käsekuchen
- Pralinen & Gebäck (Fruchtgelee aus schwarzen Johannisbeeren, Tuiles)
- Grundlagen (Grundrezepte)


Die Vielfalt ist also riesig. Hier findet garantiert jeder etwas, vom Anfänger bis zu Experten. Es sind Klassiker/aufgepeppte Klassiker sowie neue Kreationen zu finden. Die Rezepte sind sehr schön bebildert, zu jedem Rezept gibt es mindestens ein Bild, teilweise auch Bilder der Arbeitsschritte (v.a. bei den Grundrezepten). 
Man bemerkt allerdings auch Herkunft bzw. jetzigen Wirkungsort von Michel Roux, viele Rezepte sind französisch bzw. britisch angehaucht (viele Tartes, das Puddingkapitel).

Michel Roux geht mit großer Präzision an die Rezepturen heran, nicht nur bezüglich der Zutatenmengen, auch im Hinblick auf erforderliche Temperaturen und Zeiten. So ist ein Zuckerthermometer für das Nachkochen aus diesem Buch ein doch recht hilfreiches Küchenutensil.


Die Rezepte sind alle ähnlich aufgebaut. Viele Rezepte, aber nicht alle, haben eine kleine Einleitung (woher kommt das Rezept, was passt noch dazu,..).
Dann sind die Zutaten aufgelistet, gefolgt von der Herstellungsart im Fließtext. Oft sind auch noch Haltbarkeitszeiten angegeben.

Ich habe schon einiges ausprobiert, bisher hat fast alles geklappt. Da das Buch aber noch aus meiner Vorbloggerzeit stammt hier nur die "Highlights" meiner Versuche bzw. die verbloggten Rezepte und der einzige Fehlschlag, wobei das aber auch an mir gelegen haben kann:

- Zitronencreme - seeeehr sauer, aber schön cremig und lecker
- französisches Baiser (nach der Puderzuckerzugabe bitte nicht mehr schlagen, sonst fällt alles zusammen) - hat auf diese Art nicht so ganz geklappt, nach zu langem Rühren viel der Eischnee in sich zusammen
- Zimteis - ein eher winterlisches Eis für Gewürzfans, sollte ich dringend mal wieder machen, damit ich es verbloggen kann
- Zitronenkuchen - bleibt schön saftig und ist nicht zu zitronig
- Erdbeermousse (nach Rezept Himbeermousse)- hier
- Quarkmousse - so ähnlich wie das hier
- Katzenzungen mit Schokoguss - waren ratzfatz weg

- Himbeer-Mandelbiskuits - hier zu bewundern
- Crema Catalana - hier


Was ein bisschen stört, ist, das in vielen Rezepten im Zutatenregister nur auf ein Grundrezept wie. z.B. italienischen Baiser hingewiesen wird (das dann von den Mengen her aber wieder nicht ganz passt und umgerechnet werden muss). So entpuppt sich manchmal ein Rezept, dass aussieht, als wäre es schnell zu bewältigen als doch ziemlich aufwendig und zeitintensiv. Allerdings lassen sich einmal zubereitete Grundrezept auch ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren und man hat somit gleich was für die nächste Portion - und die will man definitiv auch, wenn man mal probiert hat.

Wer Hunger bekommen hat:
Michel Roux
Süßes - 150 Törtchen und Desserts
Umschau-Verlag
ISBN: 9783865287366 






Himbeer-Mandel-Biskuits

Noch ein Eiweißverwertungsrezept nach Schäumle und Katzenzungen .

Solch kleine Küchlein schwirren schon länger durch die Blogs. Manchmal heißen sie Financiers, manchmal Friands und manchmal wie hier einfach nur Biskuits. 
Diese Version hier ist von Michel Roux aus seinem Buch "Süßes: 150 Törtchen und Desserts ". Im Vergleich zu manchen anderen Rezepten wird hier die Butter nicht nur geschmolzen sondern leicht gebräunt. Dadurch entsteht im Endgebäck ein etwas komplexeres, nussigeres Aroma.


Das Rezept ist wirklich sehr schnell zusammengerührt. Leider hatte ich nicht die Originalförmchen (oval, 3x5cm und 2 cm tief). Deshalb habe ich sie in einer Silikonform für 12 Superminitartelettes gebacken und den Rest in einer Herzform für Muffins (eben nur den Boden ca. 1,5 cm hoch befüllt)


Himbeermandel-Biskuits

65 g Butter
40 g Mehl
1/4 TL Backpulver
120 g Puderzucker, gesiebt (evtl. etwas mehr zum Bestäuben)
45 g gemahlene Mandeln
1 Prise gemahlene Vanille
4 Eiweiß
ca. 50 g Himbeeren

Zuerst die Butter in einem kleinen Topf vorsichtig erwärmen, bis sie zu blubbern beginnt. Die Temperatur halten. Die festen Bestandteile setzen sich am Boden ab und beginnen zu bräunen. Nicht zu dunkel werden lassen. Vom Herd ziehen.

Mehl mit Backpulver, Puderzucker und Mandeln mischen.
Die Eiweisse in eine Schüssel geben und die Mehlmischung gut unterrühren (mit einem Holzlöffel). Butter zugeben und ebenfalls rühren.
Den Teig 5 bis 10 min ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 170°C vorheizen und die Backfomen gut ausfetten (Bei mir 6 Herzen und 12 Minitartelettes, es geht auch eine Minimuffinform).
Teig auf die Förmchen verteilen (nicht zu hoch, nur ca. 1.5 cm). In jedes Minitartelette eine Himbeere drücken, in die größeren Förmchen 3 bis 4.
10 bis 12 min backen, kurz in der Form abkühlen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.

Vor dem Servieren evtl. mit Puderzucker bestäuben.


Nicole Stich - Sweets



Bei Astrid von Arthurs Tochter kocht geht es diese Woche in einer Themenwoche rund um Genussbücher. Auch ich bin dabei und stelle euch auch mindestens 2 (soweit ich es schaffe) meiner Genussbücher vor. Wie unschwer zu erraten, geht es bei mir mal wieder um Süßes und süße Bücher (obwohl es auch ein Genuss für mich ist, einen richtig spannenden Krimi zu lesen).



Eine der vielen Neuerscheinungen auf dem Kochbuchmarkt in diesem Frühjahr darf auf einem süßen Blog und in einer Genuss-Bücher-Woche natürlich nicht fehlen:



Das mittlerweile dritte Buch der Foodbloggerin Nicole Stich (delicious days) dreht sich rund um Süßes in allen Arten, die man sich nur vorstellen kann. Gebackenes, Gefrostetes, Gemixtes, Geknetetes,...die süße Vielfalt ist sehr groß.

Beim ersten Durchblättern stechen die schönen Bilder ins Auge. Die Rezepte sind durchgängig bebildert und schon auf den ersten Blick ist eine gute Mischung aus Klassikern und neuen Rezepten erkennbar. Hier endlich ein Rezept für Salzburger Nockerln, bei dem weder Eiweiß oder Eigelb übrig sind, dort den als Kind schon heißgeliebten Pfitzauf (er heißt hier allerdings Luftikus).




Nach der kurz gehaltenen Einleitung ("Diese Buch ist genau richtig für sie, wenn..." - alles unter diesem Punkt trifft auf mich zu, aber es war ja auch nicht anders zu erwarten) gibt es unter "Tipps und Tricks" noch ein paar Hinweise und dann geht es direkt mit den Rezepten los.




Die Kapitelaufteilung bietet Süßes von Morgens bis Abends und für jede Lebenslage:
- Frühstück (Waffeln, Müsli, Früchtebecher,...)
- Snacks (Cookies, Muffins,...)
- Mittagessen (süße Knödel, Strudel, Nockerl,...
- Teatime (Shortbread, Cupcakes,...)
- Gartenfest (Eis am Stiel, Obstsalat,...)
- Desserts (Cremes, Törtchen,...)
- Betthupferl (Kekse, Karamellen, Trüffel,...)



Die einzelnen Rezepte sind immer gleich aufgebaut. Zu Beginn kurze Infos zu Menge, Zubereitungszeit, Schwierigkeitsgrad und, was mir besonders gut gefällt, mit der  Angabe der Saison. Dann folgt die Zutatenliste und die Zubereitung ist Schritt für Schritt genau beschrieben. Am Ende des Rezeptes gibt es meist noch Tipps oder Erklärungen zum erfolgreichen Nachkochen. Wie bereits geschrieben, ist jedes Rezept mit Bild, und was ich auch gerne mag, mit einer kleinen Anekdote zum Rezept.

Die meisten Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus, die ein halbwegs gut sortierter Haushalt auch fast alle direkt zur Hand hat. Neben vielen Ideen, die sehr schnell zu verwirklichen sind  (3-erlei Brotaufstriche) gibt es auch aufwendigere Rezepte, wie z.B. Apfelstrudel oder Zeigenkäseparfait. Genauso kommen Anfänger und auch schon geübtere Süßschnäbel nicht zu kurz. Es gibt von sehr einfachen Rezepten (wie z.B. Pfannkuchen) bis hin zu komplizierteren/aufwändigeren die ganze Bandbreite (Kokoskaramellen mit Passionsfrucht).

Nach genauerem lesen so mein Buch ungefähr so aus: 



 ...vollgepflastert mit Merkzetteln

Vor allem die mir unbekannten Rezepte haben es mir wie immer angetan, auch wenn ich sicher ein paar der Klassiker ausprobieren werde (da weiß ich, daß es auf jeden Fall schmeckt). Aber Titel wie Limetten-Ingwer-Possett (schon mal mit Zitrone gehabt, seeeeehr erfrischend sauer), Cayucos Cookie mit Erdnuss oder Apfelkuchenporridge hören sich einfach zu verführerisch an.
Zum Glück wird, entgegen meinen Befürchtungen, sehr viel frisches Obst verwendet.

Folgende Rezepte habe ich bisher ausprobiert:
Cola-Peanutbutter-Cupcakes - nur den "Kuchenteil" davon, sehr saftig - schokoladig und lecker 
Quarkreistöpfchen mit Zwetschgenkompott - geschmacklich in Ordnung, aber bei uns nicht so der Hit
Käsekuchen-Steckerleis mit Erdbeeren - sehr schnell gemacht und auch genauso lecker

Die nächsten Rezepte sind schon ausgesucht...



Nicole Stich
Sweets - Himmlische Verführungen für den ganzen Tag
ISBN 9783833828928
Erschienen bei GU

Das Buch wurde mir freundlicherweise von GU zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!


Das vielleicht luxuriöseste Walnusseis der Welt

Zorra sucht für einen Kalender zusammen mit den kalifornischen Walnüssen die ultimativen Walnussrezepte. Das ist mein ultimatives Rezept, ich denke, wohl ein definitiv ein Sommerrezept.



Ich hatte bisher eigentlich kein wirklich besonders tolles Rezept und auch noch nicht soooo viel mit Walnüssen gemacht, obwohl ich sie eigentlich gerne mag ( aber sie sind eben mal auch ziemlich teuer) - und Brownies waren mir hierfür irgendwie zu normal.

Walnusseis aber essen wir sehr gerne und hier kommt jetzt ein etwas aufgmotztes Rezept, dass das Zeug zum absoluten Lieblingsrezept hat.

Zuerst einmal Walnuss in der Grundmasse und dann noch ein paar Extras: Zartbitter-Straciatella-Stückchen für schokoladigen Schmelz und einen etwas herberen Kontrast zur großen Portion knackigem gehackten Walnusskrokant, das, weil vor kurzem die Kombination Schoko-Kardamom so gut geklappt hat, noch ein bißchen Extra-Pep durch etwas Kardamom bekommt .

Das Walnusskrokant schmilzt ein bißchen in der Eismasse, aber nicht komplett und so bleiben (auch durch das Rösten der Walnüsse) trotzdem noch knackige Stücke übrig. So bekommt man kleine Karamellsossenpfützen im Eis.

In vielen Walnusseisrezepten kommt der Walnussgeschmack vom zugefügten Ahornsirup. Ich wollte aber "Walnuss pur" und habe nachdem ich ein Rezept für Mandeleis gefunden habe, beschlossen dieses als Basis für mein Walnusseis zu nehmen. Dazu werden geröstete Walnüsse zerkleinert und diese lässt man dann in einer Milch-Sahnemischung ziehen. Dabei gehen viele Aromastoffe in die Milch über, die den Geschmack gut annimmt.

Und wer es noch dekadenter mag, der zerbröselt ein paar Baiser (dabei tun es auch die gekauften, wir wollen ja kein Ganztagesprojekt aus einer Portion Eis machen) und gibt sie über das fertig gefrorene und portionierte Eis - und schon schwebt man im siebten Eishimmel (jedenfalls ich).

Wer trotzdem noch Zeit und Mitleid mit den "ausgelutschten" Walnüssen, die in der Milchmischung gezogen habe, der verteilt sie auf einem Backblech und lässt sie zuerst bei 100°C trocknen, bis sie sich nicht mehr feucht anfühlen. Dan streut man goßzügig Puderzucker darüber und stellt den Ofen auf 180°C. Wieder rein in den Ofen und karamelisieren lassen. So hat man noch was knuspriges zum Drüberstreuen.


Walnuss-Straciatellaeis mit Kardamomkrokant

200 g Walnüsse

Eis:
200 ml Milch
120 g Zucker
1 Prise Salz 
400 ml Sahne
4 Eigelb 
evtl. etwas Walnussöl

Kardamomkrokant:
120 g Zucker
1 große Msp- Kardamom

70 g Zartbitterschokolade mit 70% Kakaogehalt


Zuerst den Backofen auf 200°C vorheizen und die Walnüsse auf einem Backblech rösten, bis sie zu duften beginnen.

Die Nüsse abkühlen lassen und in 2 Portionen (einmal 110g, einmal 90 g) teilen. 

Die Nussportion mit 110 g fein hacken. Milch mit Zucker, Salz und 200 ml der Sahne in einem Topf erhitzen. Die gehackten Nüsse unterrühren, vom Herd ziehen und zugedeckt ungefähr eine Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit das Krokant zubereiten. Ein Backblech mit einer Silikonmatte oder Backpapier auslegen. Dann den Zucker in einem weiteren Topf hellbraun karamelisieren. Die Nussportion mit 90 g sowie den Kardamom unterrühren und das ganze auf das ausgelegte Backblech geben. Möglichst flach verteilen. Komplett abkühlen lassen und dann in ca. 1,5 cm große Stücke zerteilen/hacken.

Weiter geht es mit der Eisbasis.
Nach Ablauf der "Ziehzeit" die Milchmischung durch ein feines Sieb in eine Schüssel geben und sehr gut ausdrücken. 
Den Nussrest im Sieb entweder verwerfen oder wie in der Einleitung beschrieben später verwerten.
Die Milchmischung zurück in den Topf geben und erhitzen. In der jetzt frei gewordenen Schüssel 4 Eigelb verquirlen. Sobald die Milchmischung kocht, diese unter Rühren zu den Eigelben geben und dann das ganze zurück in den Topf leeren erhitzen, bis die Mischung deutlich dickflüssiger wird. Die restlichen 200 ml Sahne und ,soweit verwendet, ein paar ropfen Walnussö, lzugeben und die Eisbasis komplett abkühlen lassen (am besten zuerst über einem Eisbad kalt rühren und dannnoch im Kühlschrank).

Dann kommt endlich das Einfrieren. Dazu die Eisbasis in der Eismaschine nach Herstelleranleitung gefrieren (bei mir dauert das ungefähr 35 min). In der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen und wieder abkühlen lassen (sie sollte aber flüssig bleiben!).
Sobald das Eis fast fertig und fest ist, die Schokolade in einem dünnen Strahl in die laufende Eismaschine giessen. Die Schokolade wird sofort fest und durch das Rühren in kleine Blättchen zerteilt.

Das fertige Eis abwechselnd mit dem Kardamomkrokant in eine Gefrierschüssel schichten und im Gefrierschrank noch ca. 2 h etwas fester werden lassen.

Wirklich extrem lecker!






Holunderblüten-Erdbeer-Charlotte

Ich habe das Gefühl, eine Charlotte (was ist eigentlich die Mehrzahl von Charlotte? Charlottes oder Charlotten?) zu machen ist gerade in. Kaum habe ich eine gemacht, sehe ich auf sämtlichen Blogs und auch sonst wo überall welche. Aber vielleicht ist das wie beim Schwanger sein. Kaum ist man selbst schwanger (ich spreche jetzt von der Vergangenheit, nicht daß jetzt alle meinen hier ist Nummer 3 im Anmarsch), sieht man in der Bekanntschaft überall Kugelbäuche und Kinderwägen. (Ich glaube das hat irgendwas mit der geänderten Wahrnehmung zu tun, davor achtet man einfach nicht drauf).

Falls ihr also schon die Schnauze voll habt von diesen Dingern, bitte nicht weiterlesen. Falls ihr nur ein bisschen Respekt vor dem Zusammenbau habt oder einfach interessiert sind, bitte unbedingt weiterlesen. Das Ganze ist mit einem Tortenring und frisch gebackenen, noch knusprigen Löffelbiskuits (oder auch gekauften) nämlich eigentlich ein Kinderspiel. 
Und ihr würdet auch geschmacklich was verpassen. 
Mit Holunderblütensirup getränkter Biskuit, Erdbeerscheibchen, die mit Vanillezucker mariniert werden und dazu noch eine extra-luftige Vanillecreme hören sich doch schon mal nicht schlecht an. Und dann kommt zu dem normalen Biskuit als Unterlage noch die besonders lockeren selbstgemachten Löffelbiskuits, die fast auf der Zunge zergehen...

Und weils gerade zum Thema passt, schicke ich die Torte zusammen mit herzlichen Glückwünschen zum ersten Bloggeburtstag zu Marlenes sweet things und ihrem Beerenevent:



Genug geschwärmt, hier kommt das Rezept. Der Boden ist in einer Springform mit 26 cm Durchmesser gebacken, die Torte an sich ist durch den Rand dann etwas größer.




Holunderblüten-Erdbeer-Charlotte

Biskuitboden:
3 Eier
75 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Mehl

Löffelbiskuits (ca.22 für den Rand, der Rest für innen):
3 Eier 
30 g Zucker
30 g Puderzucker + mehr zum Bestäuben
80 g Mehl

Vanillecreme:
6 g gemahlene Gelatine
350 ml Milch
75 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille 
1 Prise Salz
2 Eigelb
600 g Sahne

Zum Tränken:
70 ml Holunderblütensirup

500 g Erdbeeren 
(6 abnehmen, der Rest in Scheiben geschnitten und in einer Schüssel mit 1 TL Vanillezucker bestreut)


Zuerst den Biskuitboden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe zugeben.
Mehl unter die Eimasse heben, dann die Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. 

Solange der Boden im Ofen ist, sind die Löffelbiskuits dran. Wieder die Eiweiße steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Nacheinander unter weiterem Schlagen die Eigelbe zugeben, dann den Puderzucker. Zum Schluß das Mehl unter die Eimasse heben.

Auf einem Backpapier 2x 2 Streifen im Abstand von ungefähr 8 cm aufzeichnen und das Papier dann umgedreht auf ein Backblech legen. Normalerweise sieht man die Striche jetzt noch. Einen Spritzbeutel mit runder Tülle (ca. 1 cm Durchmesser) direkt über der Tülle mit einer Wäscheklammer verschließen und in den Beutel die Biskuitmasse füllen (bei mir hat nicht alles auf einmal reingepasst, lieber nicht zu voll machen, sonst drückt es sowieso wieder oben raus). Ca. 24 "Stäbchen"  zwischen die Markierungen spritzen (also von einer zur nächsten, so werden alle schön gleich 8 cm lang). Falls noch Platz zwischen den Markierungen ist, mehr, aber der Rest muss nicht so schön gleichmäßig sein, der kommt eh in die Füllung (also reicht auch auf einem normalen Papier). Aber ungefähr 22 (lieber ein-zwei mehr, falls welche zerbrechen) werdet ihr für die Umhüllung brauchen. Wenn der Biskuit verbraucht ist, alles großzügig mit Puderzucker bestäuben und in 6 bis 8 min bei 160°C und Umluft goldbraun backen.

Endlich kommt die Vanillecreme dran. Dazu Gelatine in etwas Wasser einweichen. Milch mit Vanille Salz und Zucker in einem Topf aufkochen. Die Eigelbe in eine Schüssel geben und sobald die Milch kocht, diese unter Rühren dazugeben. Wieder zurück in den Topf geben und unter weiterrühren auf ca. 85°C erhitzen (die Milch dickt dabei leicht an). Von der Hitzequelle ziehen und die Gelatine darin auflösen.
Dann den Topf in ein kaltes Wasserbad stellen und unter gelegentlichem Rühren weitgehend Abkühlen lassen (auf ungefähr 40°C).
Sahne steif schlagen. 100 g davon abnehmen und für die Dekoration beiseite (kalt) stellen. Die restlichen 500 g unter die Eiermilch heben.

Den Biskuitboden auf einer Kuchenplatte in einen Tortenring legen, der ungefähr 2 cm größer eingestellt ist als der Boden. Die Löffelbiskuits senkrecht darum herum stellen, ggf. den Ring nachregulieren. Den Tortenboden mit ungefähr 2/3 des SHolunderblütensirups beträufeln, eine Schicht Erdbeeren und dann die Hälfte der Creme darauf verteilen.
Die restlichen Löffelbiskuits dich an dicht auflegen und mit dem restlichen Sirup bestreichen, dann die restlichen Erdbeeren und Creme.
Im Kühlschrank mind. 4 h fest werden lassen.
Dann mit der beiseite gestellten Sahne und den vorher abgenommenen Erdbeeren verzieren (und evtl. Schokoladenraspeln/Mandelblättchen,...) und den Tortenring Vorsichtig nach oben abziehen.

Fertig!