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Hortensiencupcakes mit Him- und Brombeeren

Zur Zeit gibt es in Nachbars Garten sehr viele Brombeeren, die von seinen 7 Kindern aber allesamt verschmäht werden. Deshalb macht es ihm nichts aus, wenn wir ab und zu (so ungefähr auf jedem Gang von und zum Kindergarten...) welche naschen oder auch mal ein paar mehr mitnehmen.

Außerdem steht noch Zorras 9. Bloggeburtstag mit dem Event von Braun an. Deshalb zuerst einmal: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)  

Anfang des Jahres habe ich bei Luna ein Exemplar des Kochbuches vom letzten Jahr gewonnen. Jetzt wollte ich mir nicht die Chance entgehen lassen, eventuell selbst ein Rezept beisteuern zu können.

Deshalb fing ich mal mit Überlegen an:
  • auf einem süßen Blog kann es ja eigentlich nur Geburtstagskuchen geben
  • es soll hübsch aussehen, aber noch viel besser schmecken (und nicht unbedingt eine große Zuckerblumen- oder Sonstwas-Deko drauf, aber schön bunt, allerdings ohne künstliche Farbe)
  • aber Blumen zum Geburtstag sind doch auch immer schön...
  • dabei muss was püriert werden, oder wenigstens das Zubehör eines Pürierstabs benutzt werden
  • ich will was fruchtiges machen, das lässt sich so gut kleinmatschen
Die Entscheidung zum Backen war also schnell gefallen, aber dann... auf einmal fiel mir nichts mehr ein von den Rezepten, die ich mir irgendwo mal gemerkt hatte zum Nachmachen, bei denen auch der Pürierstab zum Einsatz kam - ich hatte irgendwie immer Käsekuchen im Kopf.
Und dann war es auf einmal ganz einfach. Als ich mal wieder mit 2 brombeerverschmierten, lilamündigen Kindern im Kindergarten ankam hatte ich endlich die vielleicht richtige Idee (aber Käsekuchen ist nur aufgehoben, das wird mein zweiter Beitrag zum Event). 

Entfernt erinnerte ich mich daran, mal Cupcakes mit gespritzten Hortensien im Netz gesehen zu haben, aber mit irgendeinem ziemlich süßen Frosting (in blau-lila eingefärbt) drauf. Gefunden habe ich sie nicht mehr, also habe ich mal in Eigenregie nachgebastelt.

Brombeeren färben ziemlich stark lila, da hatte ich schon mal eine Farbe. Spontan fiel mir nichts natürlich wachsendes ein, das noch eine schöne blaue Farbe gibt, deshalb bin ich vom Farbschema etwas abgewichen und habe Himbeeren für eine rosa Farbe benutzt.

Und dann wollte ich eine leichte Creme, nichts mit 100 000 Kalorien oder wo man schon vom ansehen Bauchspeck ansetzt, schließlich sollen bei Zorra ja noch die ganzen anderen Leckereien der anderen Blogger reinpassen.

Das ist jetzt mein Ergebnis:


Hortensien-Cupcakes mit Himbeer-und Brombeer-Sahne-Mousse (und noch Beeren innen drin)

Die Creme lässt sich leider nicht mit ganz so definierten Rändern spritzen, wie ein richtiges amerikanisches Frosting, deshalb habe ich zum Andeuten der Blütenmitten noch Zuckerperlen reingesetzt. Die Marmorierung der Blüten bekommt man durch teelöffelweises Einschichten der beiden Cremes in den Spritzbeutel. 
Man braucht eine relativ große geschlossene Sterntülle, ich habe diese benutzt:




So, nochmal ein Bild aus einer etwas anderen Perspektive und dann schnell noch mal das Rezept:

Wem das ganze Blütengedöns zu aufwendig ist, der spritzt einfach einen großzügigen Swirl drauf.


Hortensiencupcakes

Teig:
150 g Butter, weich
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
3 Eier
150 g Mehl (Type 405)
1 1/2 TL Backpulver

jeweils 50 g Brombeeren und Himbeeren

Fruchtmousses:

150 g Himbeeren
150 g Brombeeren
2 x 75 g Gelierzucker 2:1
200 g Sahne

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen, eine Muffinform mit 12 Papierförmchen auslegen

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver und mischen und vorsichtig unterheben.
Den Teig in die 12 Förmchen geben und die Beeren darauf verteilen. 
Ca. 15 Minuten backen, dann herausnehmen und aus der Form nehmen und komplett auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Fruchtmousses zubereiten. 
Dafür werden zuerst die Brombeeren mit dem Gelierzucker in einem kleinen Topf erhitzt. Nach 3 bis 4 Minuten Köcheln das Ganze pürieren und möglichst schnell und vollständig durch ein Sieb in eine kleine Schüssel streichen (bevor alles geliert), um die Kerne zu entfernen. Zum Abkühlen beiseite stellen.
Die Prozedur mit den Himbeeren wiederholen.
Solange die Fruchtpürees abkühlen die Sahne steif schlagen und jeweils 100 g unter das Brombeer- und Himbeerpüree heben.

Einen Spritzbeutel mit großer geschlossener Sterntülle (dadurch bleiben bei den Blüten die Mitten etwas frei) versehen. Die Cremes abwechselnd so mit einem Teelöffel einfüllen, dass möglichst von beiden immer etwas auf einer Ebene ist (also schon durcheinander, aber eben jeweils 1 TL Brombeer neben einem Löffel Himbeer, damit gibt es dann "marmorierte" Blüten. 
Auf jedes Cupcake zuerst einen äußeren Kreis Blüten aufspritzen (dabei nicht zu stark drücken, sonst sieht das ganze nicht mehr nach Blüten aus), dann die Mitte wild mit Blütentupfern füllen.
Zum Schluss kann man noch die Blütenmitten mit farblich passenden Zuckerperlen andeuten, muss aber nicht (dadurch schmecken sie nicht besser, ist nur Kosmetik)





Vanillebrötchen

Für dieses typisch schwedische Gebäck habe ich schon öfters verschiedenen Rezepte gesehen. Unter anderem lachte es mich schon in "Backen mit Leila von Leila Lindholm an, wurde aber bisher leider nie nachgebacken (mein Mann steht nicht so auf Vanillecreme).
Als ich jetzt das kürzlich erschienene "Süße Liebe" von Asa Swanberg vom Verlag Lifestyle Busse Seemann als Rezensionsexemplar erhielt (Danke!), hatte ich endlich die passende Ausrede - dieses Rezept musste zu Testzwecken einfach ausprobiert werden. 



Der Teig muss gut geknetet werden, da er durch die sehr hohe Hefemenge im Rezept nur relativ kurz aufgehen darf (und sonst kann er sich nicht genug entwickeln). Am fertigen Gebäck schmeckt man auch etwas die große Menge, aber ich denke, dass ist so gewollt.

Von der Füllung hatte ich etwas übrig, aber sie schmeckt auch pur sehr lecker. Für das nächste Mal muss ich wohl einfach größere Löcher bohren.

Und das Backen geht durch die sehr hohe Temperatur auch sehr schnell. Dadurch bekommen sie nur eine dünne, zarte Kruste, was sehr gut zu der weichen Vanillecreme passt.

Vanillebrötchen

Hefeteig:
300 ml Milch
100 g Butter
50 g Hefe
550 g  Mehl (Type 550) 
85 g Zucker
1/2 TL Salz
2 TL Vanillezucker

Vanillecreme:
300 g Sahne
1 Ei
3 EL Zucker
2 EL Vanillezucker
2 EL Maisstärke

Kondensmilch oder 1 verquirltes Ei zum Betreichen

Für den Teig alle trockenen Zutaten (ausser der Butter) in eine große Schüssel geben. 
Butter schmelzen und Milch dazugeben, Auf 37°C erwärmen (nicht höher, sonst nimmt das die Hefe einem übel und stellt die Arbeit ein). Die Hefe in eine kleine Schüssel bröckeln und nach und nach mit der Milchmischung glatt rühren.
Zur Mehlmischung geben und zu einem glatten Teig kneten.
30 Minuten abgedeckt gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Vanillcreme zubereiten. Dazu alle Zutaten in einem kleinen Topf mischen und unter Rühren aufkochen lassen. Dabei entseht eine dicke Creme. Zugedeckt zum Abkühlen beiseite stellen.

2 Bleche mit Backpapier auslegen. Den Teig in 2 Hälften teilen und jeweils eine Rolle daraus formen. Jede Rolle nochmals in 10 Teile schneiden. Diese kleinen Stücke rundwirken ( zu Kugeln formen) und auf den Backblechen verteilen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen. 
In dieser Zeit den Backofen auf 250°C vorheizen.
In jede Kugel mit dem Daumen mittig ein Loch drücken und dieses mit der Vanillecreme füllen. Wenn es geht, oben den Teig wieder etwas zusammendrücken (hat bei mir nicht funktioniert). Nochmals 10 Minuten ruhen lassen und mit Kondensmilch oder dem verquirltem Ei bestreiche.
Im Ofen ca. 8 min backen, nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.
Schmeckt ganz frisch am besten


Nektarinenkuchen, verdreht

Bei Susanne von Magentratzerl stieß ich auf diesen gestürzten Nektarinenkuchen



Da ich Nektarinen sehr gerne mag, aber noch nie was mit ihnen gebacken hatte, musste natürlich trotz Affenhitze der Backofen angeschmissen werden (als ich ihn gebacken habe war es noch sehr heiß) und der Kuchen zumindest in Grundzügen nachgebacken werden (also Nektarine und gestürzt). Wie Susanne schreibt, gibt der braune Zucker eine leckere Karamellschicht. Den Rosmarin habe ich wegen zwei mäkeligen Mädchen, die alles, was irgendwie nach Kräutern aussieht, aus dem Essen picken,weggelassen.
Und dann habe ich noch ein anderes Teigrezept genommen, da ich noch sehr viel Naturjoghurt im Kühlschrank stehen hatte und das folgende Rezept schon länger auch mal ausprobieren wollte (wieder mal von Rose Levy Beranbaum aus dem Lieblingsbackbuch)




verdrehter Nektarinenkuchen

170 g Butter, weich
200 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
2 Eier
150 g Naturjoghurt
200 g Mehl (Type 405)
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron

Belag:
2 EL brauner Zucker 
4 Nektarinen, in Spalten geschnitten

Ofen auf 180°C vorheizen, den Boden einer Form mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand fetten.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Backpulver und Natron mischen. Abwechselnd in ca. 3 Portionen mit dem Joghurt zugeben und jeweils gut unterrühren.

Den braunen Zucker für den Belag auf den Boden der Form streuen. Darauf spiralförmig die Nektarinenspalten verteilen. Den Teig darübergeben. 
Ca. 40 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. 
Den Kuchen mit einem Messer vom Rand lockern und diesen dann entfernen.
Die Servierplatte auf den Kuchen legen und alles zusammen schnell umdrehen.


Ein Grüßle aus meiner süßen Werkstatt, besonders an Susanne 

Und dann geht noch ein Gruß an Sandra, zu deren Event "Urlaubsfeeling" ich den zusammengeklauten Kuchen einreiche. 
 
Meist machen wir Urlaub, wo es schön warm und sonnig ist und auch ein bißchen Wasser zur Abkühlung hat. Was dabei nicht fehlen darf, ist frisches Obst in rauhen Mengen. 
Wie oben schon geschrieben gehört Nektarine zu meinem Lieblingsobst, besonders wenn sie noch etwas knackig sind.
Und seit ich im Sommer vor 6 Jahren, als ich mit meiner großen Tochter schwanger war, die Dinger wortwörtlich kiloweise verspeist habe, ist nicht nur der Duft einer Nektarine bei mir mit dem Wort "Sommer" verbunden, sondern auch mit dem besonderen Gefühl dieser Zeit.

Ein kleines Arbeitstreffen von Tortenverrückten

Am Mittwoch, den 21.08 war es endlich soweit und das im Torten-Talk-Forum schon lang geplante Treffen mit zuerst 3, dann 4 Tortentanten fand statt. Um 10 Uhr fielen wir in das Biobistro in Ehingen ein und überschwemmten den Laden mit Tortenkram, Tortengequatsche und Zuckerkrümeln.
Ich war schon sehr gespannt auf die beiden anderen, Caro von der Backwerkstatt, die auch auf "Mit Liebe gebacken" bloggt und Simone. Beide waren richtig nett und wir haben uns von Anfang an so gut unterhalten, dass wir den eigentlichen Zweck unseres Treffens, nämlich gemeinsam Rosen und Orchideen zu basteln und sich Tricks bei den anderen abzuschauen, zuerst komplett vergaßen.
Als wir dann endlich die Blütenpaste auspackten, hat Caro, die schon einmal einen Rosenkurs besucht hat, uns ihre Art, Rosen zu basteln gezeigt (eine Mischung aus Bettys Buch und was sie im Kurs gelernt hat).
Das waren unsere Ergebnisse:

 Simones Rose
Caros Rose (die kleinste Lilafarbene)
meine Rose

Ich hatte vor 2 oder 3 Jahren mal Orchideen gemacht und sollte das ein bisschen zeigen. Aus Zeitmangel im Vorfeld (die Baustelle lässt grüßen...) habe ich mich leider nicht besonders gut vorbereitet (ich gelobe aber Besserung für das nächste Mal !!!!).

Aber wir hatten Glück und Veronika aus dem Forum kam (mit einer tollen Torte zum Anschauen im Gepäck) auf der Durchreise zu einer Hochzeit vorbei. Sie hat erst vor Kurzem bei Robert Haynes einen Rosenkurs besucht und sie hatte für uns noch wirklich wertvolle Tipps zum Blumenbasteln dabei...


Veronikas mitgebrachte Rosen auf der Torte

Danke nochmal!

Der Tag ging für mich sehr schnell vorbei (für meine kleine Tochter, die kurzfristig mit musste wohl nicht ganz so schnell und die sich zur Aufgabe gemacht hatte, möglichst viel Zucker aufzuessen und meine Orchideenteile zu zerstören ;-)) und ich fand ihn auch richtig schön.
 Ich freu mich schon auf ein nächstes Treffen und bin gespannt, ob sich uns noch jemand anschließt.
Nochmal einen besonderen Dank an Caro für die Organisation und an die Leute vom Biobistro, die uns so nett ertragen haben!




Noch ein Abschlußbild mit unseren Werken, von den Orchideen habe ich leider keine einzelnen Fotos
von links nach rechts: Simone, Caro, Veronika und ich

Holunderblüteneislollies

Ich habe immer noch eine angefangene Flasche selbstgemachten Holunderblütensirup im Kühlschrank stehen und sollte ihn wohl so langsam mal verwerten.

Da ich süße Getränke nicht so gerne mag (am liebsten nur sauren Sprudel), wird er eben anderweitig verwertet und so habe ich mir dieses Rezept, angelehnt an ein Rezept für ein Holunderblütensorbet (allerdings mit Likör und weniger Zitrone) der Icecreamists einfallen lassen. Herausgekommen sind sehr geschmacksintensive Eislollies in ganz speziellen Formen (ein Geburtstagsgeschenk meiner Schwestern). Hier kann man sich nämlich noch etwas Hugo-ähnliches in Eishülle nachbauen, indem man einfach einen Schluck Sekt in die Öffnung gießt.

Das Rezept passt schliesslich auch noch gut hier rein:

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser



Holunderblüteneislollies

300 ml Wasser
70 g Zucker
8 EL Holunderblütensirup
45 ml Zitronensaft

Wasser und Zucker in einem breiten Topf aufkochen und ca. 5 min köcheln lassen. Vom Herd nehmen Holunderblütensirup und Zitronensaft unterrühren und abkühlen lassen. In 6 kleine Stieleisförmchen (es gehen natürlich auch andere) füllen und mindestens 12 h gefrieren lassen.





Einfacher kleiner Zwetschgenkuchen

Heute gibt es schon wieder ein ganz normales Rezept, aber er passt gerade jetzt so gut rein, weil eben auch jetzt langsam heimische Zwetschgen auftauchen (ausser bei uns; der Baum, der letztes Jahr fast unter Zwetschgen zusammengebrochen ist, hatte dieses Jahr eine einzige drauf  - und die ist mitsamt ihrem Bewohner unreif runtergefallen) und verarbeitet werden wollen. Und manchmal ist das Einfache einfach auch das beste. 
Mürbteig-Zwetschgen-Zimtstreusel und sonst nichts an Schnick-Schnack.
Hier ein schnelles fruchtiges Rezept für eine kleine Tarteform mit 20 cm Durchmesser. Ein Rezept, wie es hier bei uns schon seit Ewigkeiten gebacken und gegessen wird. Allerdings im Kleinformat, weil er frisch am besten schmeckt und sich so auch mit einer kleinen Menge Zwetschgen zu Beginn der Saison schon backen lässt.


Zwetschgenkuchen

Buttermürbteig:
90 g Mehl
60 g kalte Butter
30 g Zucker
1 Eigelb
1 Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille

500 g Zwetschgen

Streusel:
60 g Mehl
50 g Zucker
50 g kalte Butter
1/2 TL Zimt

Ofen auf 180° C vorheizen. Tarteforme mit Hebeboden und 20 cm Durchmesser bereitstellen. 
Die Zutaten für den Mürbteig einfach so kurz wie möglich miteinander verkneten. Rund auswellen und die Tarteform damit auslegen.

Zwetschgen entsteinen und kreisförmig von außen nach innen den Boden damit belegen.

Für die Streusel ebenfalls alle Zutaten zu einem krümeligen Teig verkneten. Auf den Zwetschgen verteilen, dann die Tarte ca. 30 min backen.
In der Form komplett abkühlen lassen, erst dann herausheben.






Chocolate Chip Muffins

Bei all der Rezepteprobiererei aus Büchern und mit selbst Ausgedachtem hat vor allem der Rest der Familie auch mal Lust auf was Altbewährtes. Ab und zu, wenn sie ganz brav waren (oder selbst mich mal die Lust auf Experimente verlässt), wird dieser Wunsch auch erfüllt, so wie hier.

Diese Muffins sind ja eigentlich einer der Klassiker schlichtweg und wahrscheinlich schon zu tausenden verbloggt worden. Aber dann kommt es auf ein Rezept mehr auch nicht mehr an, besonders, wenn das Ergebnis so lecker und das Rezept so idiotensicher ist wie hier. 


Chocolate Chip Muffins

175 g weiche Butter
80 g Zucker 
1 Msp gemahlene Vanille
4 Eier
200 g Mehl
75 g Speisestärke
2 gestrichene TL Backpulver
75 g Zartbitterschokolade, in Stücke geschnitten


Backofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit Papier- oder Silikonförmchen auslegen.
Butter, Zucker und Vanille hellschaumig rühren. Die Eier nacheinander zugeben und jeweils gut unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver gut mischen und auf die Eimasse sieben. Schokostückchen auch zu geben und alles zusammen gut unterheben.



Teig in die Förmchen geben und in ca. 25 min goldbraun backen.

Zum Abkühlen nach 10 Minuten aus der Form nehmen.



Pistazienknuspertarte mit Kirschen

Dieses Rezept von Pierre Hermé wollte ich schon ewig nachbacken, aber immer kam etwas dazwischen, was vorher noch ausprobiert werden wollte und gerade besser passte. Bevor es nun ganz in Vergessenheit geriet und ich die Creme Fraiche wieder mal für was anderes aufbrauchen würde, hab ich sie dann doch lieber schnell zum Sonntagskaffee gebacken.
Das Rezept selbst stammt aus dem Buch "Kochen " von Jill Norman, erschienen bei DK. In diesem Buch versuchen viele verschiedene Profis, dem Leser/Nachkocher die Grundlagen und auch kompliziertere Techniken beizubringen, inklusive kleinen Kapiteln über verschiedene Länderküchen. Pierre Hermé steuerte die Kapitel "Tartes & Süsses Gebäck" sowie "Desserts" bei.

Und das lange Warten hat sich gelohnt. Pierre Hermé versteht es, verschiedene Aromen und Konsistenzen beeindruckend zu kombinieren. Der Boden ist mürb und knusprig, zergeht aber trotzdem beinahe auf der Zunge. Die Füllung ist cremig mit zartem Pisatzien- und Bittermandelaroma und harmoniert sehr gut mit den Kirschen. Obendrauf kommen wieder als knuspriger Kontrast knackige Mandelstreusel, mit Kardamom aromatisiert.
Allerdings kann man kaum mehr als ein Stück davon essen.
Ein paar Abweichungen vom Rezept musste ich aber in Kauf nehmen. Meine Tarteform hat statt 26 cm einen Durchmesser von 28 cm (war aber gerade hoch genug, eine kleinere Form wäre übergelaufen). Und ich hatte keine frischen Kirschen und habe so welche aus dem Glas verwendet. Ausserdem sollte noch ein EL Kirschwasser in den Teig, wwas ich wegen den Kindern ersatzlos weggelassen habe.

Der Mürbteig ist kein klassischer 1-2-3-Teig sondern enthält kaum Zucker, ist butterreicher und mit weniger Ei, dafür aber etwas Milch als Flüssigkeitszugabe.
Vorsicht: Die Rezeptmenge für den Boden, die ich hier angebe, ist viel zu viel. Sie reicht für 3 Tarteformen mit 28 cm (oder 6 Formen mit 20 cm). Deshalb sollte der Teig in 3 Teile geteilt werden und 2 davon landen bei mir immer im Tiefkühlschrank (was sehr praktisch ist, man muß bei der nächsten Tarte dann nicht auch noch einen Boden machen, sondern einfach daran denken, den Teig rechtzeitig rauszuholen).




Pistazienknuspertarte mit Kirschen

Boden (Pate brisée):
375 g weiche Butter, in Stücke geschnitten
2 TL Salz
2 TL Zucker
1 Eigelb
100 ml Milch
500 g Mehl

Füllung:
1 Glas Kirschen (Saft abgegossen und gut abgetropft)
50 g Pistazienkerne, abgezogen
2 Tropfen Bittermandelessenz/ -aroma
125 g weiche Butter
125 g Puderzucker
(1 EL Kirschwasser)
125 g gemahlene Mandeln
12,5 g Speisestärke
2 Eier
25 g Pistazienkerne, abgezogen und grob gehackt
150 g Creme fraiche

Streusel:
50 g weiche Butter
50 g Zucker
50 g gemahlene Mandeln
1 große Prise Kardamompulver
1 Prise Salz (oder Fleur de Sel)

Zuerst den Boden herstellen. Dazu Butter, Salz, Zucker und Eigelb in einer Schüssel verrühren. Die lauwarme Milch in einem dünnen Starhl unter Weiterrühren zugiessen. Das Mehl zugeben und unterkneten, bis ein halbwegs homogener Teig entstanden ist (man darf ruhig noch etwas Butterstreifen sehen). Den Teig in Frischhaltefolie verpacken und 2 Stunden kühl stellen. Nach der Kühlzeit den Teig dritteln und 2 Teile einfrieren, einen Teil auswellen und eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser auslegen (muß nicht ausgefettet werden, der Teig enthält genug Fett, damit er nicht kleben bleibt).

Während der Teig für den Boden kühlt wird die Füllung vorbereitet. Dazu werden die 50 g Pistazien mit dem Bittermandelaroma im Universalzerkleinerer solange gehäckselt, bis sich eine feine Paste gebildet hat. (Wahrscheinlich muß man ab und zu kurz ausschalten, öfnnen und alles wieder auflockern bzw. von den Wänden kratzen).
Butter mit Pistazienmasse und Puderzucker schaumig schlagen. Nach und nach Mandeln, Speisestärke, (Kirschwasser), Eier, die geahckten Pistazien und die Creme fraiche zugeben und bei niedrigster Stufe unterrühren.

Für die Streusel werden alle Zutaten in einer Schüssel mit den Fingern zu einer krümeligen Masse verrieben.

Ofen auf 180° C vorheizen. Dann folgt der Zusammenbau. Die ausgelegte Tarteform mit einer dünnen Schicht der Füllung bestreichen, Kirschen darauf verteilen und die restliche Füllung darüber geben. Glatt streichen und 10 Minuten backen.
Herausnehmen, Streusel darauf verteilen und weitere 30 Minuten backen.

Wer mag, bestäubt das ganze vor dem Servieren noch mit Puderzucker. 






Die Hochzeitstorte - das Früchteherz mit Joghurtcreme

Darauf habe ich mich schon länger gefreut: mein Großprojekt für diesen Sommer. Die Braut (Cousine meines Mannes) wünschte sich ein etwas größeres Früchteherz als Hochzeitstorte. "Nur" Früchte wollte ich aber wiederum nicht (ich finde, eine Hochzeitstorte darf schon etwas besonderes und auch ein bißchen aufwendiger sein), und so gab es darunter noch eine leichte Joghurtsahnecreme und weil ich es nicht lassen konnte, ein kleines Brautpaar aus Modellierfondant.




Gebraucht habe ich drei Bleche von meinem bewährten Biskuitrollenteig (mal ausnahmsweise keine Experimente), allerdings habe ich durch das Zurechtschneiden auch  einige Abschnitte zum Probieren gehabt (Die Platte war ca. 60x80 cm groß). Oben drauf verteilten sich jeweils 1,2 kg Sahne und Joghurt mit ein paar anderen Zutaten und ungefähr 4 kg frisches Obst in Form von Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Nektarinen, Weinbergpfirsichen, Trauben (und einer untergemogelten Dose Mandarinen) - insgesamt eher rot gehalten.

Ein bisschen Probleme mit dem Gelieren hatte ich in unserer Dachwohnung schon. Morgens um 6, als ich die Creme mit etwas mehr Gelatine anrührte, war es noch halbwegs kühl, vor allem, da ich 2 große Kühlakkus unter die Torte mit einem improvisierten Alufolientortenrand packte und alles wurde ziemlich schnell fest. 

Mein improvisierter Tortenrand:



Als ich dann das frische Obst holte und um 10 zurück war, hatte sich die Füllung schon etwas selbständig gemacht und einen, wenn auch kleinen, Weg auf den Tisch gefunden. So wurde sie kurzerhand mit allem gefrorenen, was meine Schwiegermutter und ich auftreiben konnten "umzingelt" und in den Keller verfrachtet. 
Fertigmachen konnte ich sie dann erst im Kühlraum der Festhalle, da sie sich ohne unterstützenden Rand bei 38 Grad im Schatten wahrscheinlich sonst im Kofferraum selbständig gemacht hätte.

Das Brautpaar und die Gäste waren begeistert (und geschmeckt hat es auch allen) - die Hochzeitstorte war trotz vieler anderer Kuchen ziemlich schnell verputzt.

Ich erspare Euch die Riesenmenge sondern gebe euch die Zutaten für ein rundes Blech mit 26 cm Durchmesser an.


Joghurtsahnetorte mit frischen Früchten

Biskuitteig:
3 Eier 
5 EL heißes Wasser
150 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
150 g Mehl Type 405
1 gestr. TL Backpulver

Joghurt-Sahnecreme:
420 g Sahne
420 g Joghurt
65 g Zucker
75 ml frisch gepresster Zitronensaft
15 Blatt Gelatine

Belag:
ca. 1 kg frisches Obst (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Trauben, Kiwis,....)
Guss:
125 ml Apfelsaft
125 ml Wasser
1 Päckchen Tortenguss

Ofen auf 175°C vorheizen und eine runde Backform mit Backpapier auslegen.
Eier und Wasser ca. 1 min schaumig rühren, dann den Zucker, mit der Vanille vermischt, einrieseln lassen und alles zu einer sehr schaumigen hellen Masse aufschlagen. Mehl und Backpulver mischen. Auf die Eimasse sieben und vorsichtig untermelieren. In die Backform geben und ca. 25 bis 30 min backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den Biskuit einmal quer teilen. Die untere Hälfte auf einer Tortenplatte mit einem Tortenring umschliessen und die Creme zubereiten.
Dazu Gelatine in etwas Zitronensaft einweichen. Die Sahne cremig aufschlagen und mit dem Joghurt vermischen.
Zucker, restlicher Zitronensaft und die eingeweichte Gelatine in einem kleinenTopf vorsichtig erwärmen, bis die Gelatine geschmolzen ist. 1/4 der Joghurtsahne unterrühren, dann alles zu restlichen Sahnecreme geben und sorgfältig unterheben. Auf den Boden geben und mit dem zweiten Biskuit bedecken.
Mindestens 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Zum Abschluß mit dem frischen Obst belegen und dem nach Packunsanweisung zubereiteten Guss begiessen. Sobald der Guss fest ist, kann der Tortenring entfernt und die Torte serviert werden.

Besonders lecker an sehr heißen Tagen!


Die Hochzeitstorte - das Brautpaar

Die Cousine meines Mannes hat Ende Juli geheiratet und ich durfte die Hochzeitstorte, ein großes Früchteherz machen. Als kleinen Vorgeschmack gibt es davon heute das dazu als Überraschung noch modellierte Brautpaar:


Die beiden haben im Original fast genau so gegrinst wie diese beiden hier.
Zum Modellieren habe ich eine 50:50-Mischung aus Modellierfondant und Blütenpaste verwendet.
Ich habe im Vorfeld von der Braut versucht rauszukriegen, wie ihr Brautkleid aussieht, aber sie konnte es nur sehr schwer beschreiben. Die einzige eindeutige Aussage war: "Es ist rosa". Aber in Wirklichkeit war es nur ein winzigster Auch von Rosa, eigentlich ein gebrochenes Weiß. Aber egal, Hauptsache, die Überraschung ist gelungen.



Orangen-Erdbeer-Sahnetorte mit Baiserstückchen

Wieder ein Rezept von Adolf Andersen aus seinem Buch "Traumhafte Torten ".
Allerdings habe ich das ganze noch um Baiserschalen als Tortenauflage ergänzt. Also schnell noch die allerletzten Erdbeeren schnappen - es lohnt sich!



Orangensaft und -schale kommt in die locker-leichte Creme, die sehr lecker und nicht zu süß schmeckt. Die Erdbeeren bleiben für diese Torte stückig und werden untergehoben bzw. oben drauf gesetzt, zusammen mit Schlagsahne und zerbrochenen Baisers.

Die Grundlage bildet ein Mandelbiskuit, der mir allerdings etwas zäh und dünn geworden ist - muss ich wohl nochmal ausprobieren (oder eben einen normalen nehmen). Das Eiweiß ließ sich nicht richtig aufschlagen, warum auch immer. 
Deshalb gibt es heute vieeeel Creme auf nur wenig Boden. Aber auch auf dem Bild im Buch ist der Boden jetzt nicht so riesig hoch, also eher eine Torte für Creme- und nicht so für Kuchenfans.
Auf den Mürbteig aus dem Originalrezept habe ich aus Zeitgründen verzichtet. Die geforderten Walnußstückchen im Biskuit habe ich durch gehackte Mandeln ersetzt.


Orangen-Erdbeertorte

Mandelbiskuit:
100 g Marzipanrohmasse
15 ml Milch
2 Eiweiß
50 g Zucker
40 g Mehl Type 405
2 EL gehackte Mandeln

Orangencreme:
60 ml Milch
100 g Zucker
3 Eigelb
30 ml Zitronensaft
60 ml Orangensaft + etwas zum Einweichen der Gelatine
geriebene Schale je 1/2 unbehandelten Orange und Zitrone
1/4 TL gemahlene Vanille
6 Blatt Gelatine oder 1 Päckchen gemahlene
500 g Sahne

400 g Erdbeeren, geputzt

Dekoration:
100 g Sahne
5 kleine oder 2 große Baiserschalen, gekauft oder selbst gemacht, grob zerkleinert
100 g Erdbeeren

Zuerst wird der Mandelbiskuit hergestellt. Dazu den Ofen auf 180°C vorheizen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
Die Milch mit dem Marzipan in der Mikrowelle leicht erwärmen und glatt rühren (das geht warm viel besser). Eiweiß und Zucker steif schlagen. Ca. 1/4 der Eiweissmasse unter die Marzipancreme rühren, dann den Rest unterheben. Mehl und Mandelstückchen mischen und unterheben.
In die Springform füllen, glatt streichen und ungefähr 12 bis 15 min backen. Leicht abkühlen lassen, dann auf eine Tortenplatte legen und mit einem Tortenring umschließen.

Für die Orangencreme Gelatine in etwas Orangensaft einweichen. Milch und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen. Die Eigelbe in einer Schüssel bereitstellen, die kochende Milch unter Rühren zuschütten und alles in den Topf zurückgeben. Weiter erhitzen, bis die Masse deutlich andickt. Säfte und geriebene Schale sowie Vanille unterrühren. Gelatine in der noch heißen Masse auflösen. Zum etwas Abkühlen beiseite stellen.

In der Zwischenzeit Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Sahne steif schlagen. Ein Viertel unter die Eigelbcreme rühren (zum Temperaturangleich), dann den Rest unterheben. Erdbeerstücke ebenfalls unterheben und die gesamte Masse auf den Tortenboden geben. Glatt streichen und mind. 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach dieser Zeit die Sahne für die Dekoration steif schlagen und mit einem Löffel tupfenförmig auf der Oberfläche verteilen. In die Zwischenräume Erdbeeren und Baiserstücke geben und möglichst bald servieren, da das Baiser sonst weich wird.



Schokoeis mit Peppermint Patties

Hier die die schon vor ewiger Zeit versprochene Verwendungsmöglichkeit für Peppermint Patties, die es aufgrund des vermurksten Rezeptes bisher nicht hierher geschafft hat.
Ganz einfach unter eine Schokoeiscreme mischen. Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Rezept für ein leckeres dunkles Schokoladeneis stehen. Das ging bei der Zubereitung aber gründlich in die Hose (siehe hier).
Deshalb dürft ihr euch in den Tiefen des www heute selbst ein Rezept suchen (oder warten bis ich eins veröffentliche) und dieses zugegebenmassen auch wenig ansprechende Foto (das eigentliche Rezept erspare ich Euch, es ist aber aus dem sonst eigentlich ganz guten Buch The Icecreamists ) darf bei Zorras und Pimpimellas Blogevent mitmachen.



Unter das von Euch ausgesuchte und sicher viel bessere Eisrezept werden frisch gefroren ca. 150 g Peppermint Patties pro 500 ml gemischt, nachgefroren im Tiefkühler und schon hat man eine richtige Erfrischung ;-)



Satz mit x ....war wohl nix
Trotzdem liebe Grüße aus meiner süßen Werkstatt

Schäumle

Schäumle oder auch anderswo Baiser bzw. Meringuen genannt lieben meine Mädels (und ich auch).
So schön knusprig und doch luftig-leicht (aber leider auch sehr süß) - wenn sie nur nicht so bröseln wurden. Man könnte meinen unter dem Stuhl meiner Kleinsten (wenn sie denn mal sitzen bleibt) hat sich ein Schneesturm ausgetobt.
Deshalb übernehme oft ich die Herrschaft über die Schäumle und brösel sie meinen Süßen übers Eis. Manchmal wandern sie auch heimlich (sonst gibts Geschrei, daß das nicht meine seien) in/auf eine Torte.

Durch die viele Eis- und sonstige Cremeherstellung in letzter Zeit hat sich wieder eine Riesenmenge an eingefrorenem Eiweiß angesammelt. Auf dem Blog gibt es schon ein Verwertungsrezept, diese Katzenzungen hier.
Schäumle gibt es, wenn ich mal keine Lust auf Backexperimente habe (und zum Selbstschutz, ich esse die Dinger schneller auf, als man das Eiweiß steif schlagen kann). Und weil ich vor kurzem erst  Himbeer-Mandel-Biskuits gebacken hatte, zur Freude meiner Süßen jetzt endlich mal wieder.

Mit eingefrorenem Eiweiß haben sie bisher auch nicht so gut geklappt, da das Eiweiß sich nicht so richtig steif schlagen lies.
Jetzt habe ich in meiner mangelnden Geduld die Ursache gefunden. Man sollte nicht versuchen, sie steif zu schlagen solange noch Eiswürfelchen drin herumschwirren. Das ganze muss komplett aufgetaut sein und am allerbesten Raumtemperatur haben.

In meinem Rezept wird bei einer relativ hohen Temperatur angefange. Dadurch werden die Schäumle zwar nicht mehr rein weiß, bekommen dadurch aber eine leichte Karamellnote, die sich, wie ich finde, sehr gut auf den Geschmack auswirkt (sonst schmeckt es ja nach nicht viel außer nach süß)



Schäumle

4 Eiweiß
240 g Zucker

Die Eiweiße mit dem Handrührgerät sehr schaumig schlagen. Darauf achten, dass die Rühschüssel und -besen komplett fettfrei sind (sonst wird nichts steif). Langsam den Zucker einrieseln lassen und dabei weiterschlagen, bis die Masse steif ist und glänzt. Beim Probieren oder Verreiben zwischen den Fingern sollten kaum mehr Zuckerkristalle zu spüren sein.
Ofen auf 140°C vorheizen. In der Zwischenzeit 2 Backbleche mit Papier auslegen und mit 2 Teelöffeln Häufchen darauf verteilen (oder wer es ordentlicher und schöner mag, nimmt den Spritzbeutel).
Die Bleche in den Ofen stellen und 20 min die Temperatur beibehalten, dann auf 100°C runterstellen, einen Kochlöffel so in die Tür klemmen, dass ein Spalt offen bleibt und noch ungefähr 2 h weiter trocknen lassen (die endgültige Zeit hängt von der Größe ab, umso größer die Schäumle, umso länger brauchen sie).
Zum Schluss eines vorsichtig auseinander brechen, ob es innen noch feucht ist. Wenn ja , noch länger trocknen lassen. Ansonsten einfach den Backofen ausschalten, den Rest aber so lassen, bis sie ganz ausgekühlt sind.

Trocken, am besten in einer Blechdose, aufbewahren, so halten sie mindestens eine Woche

Bienenstichbrioches...

...nach einem Rezept von Christophe Felder.
Sein Buch "Die hohe Schule der Patisserie " musste im Februar unbedingt mit aus der Buchhandlung, aber ich habe es bisher noch nicht geschafft, was daraus zu machen.
Als die wirklich hohe Schule würde ich den Inhalt jetzt aber nicht bezeichnen, eher die Grundschule. Es sind aber trotzdem einige interessante Rezepte drin (wenn ich mal mehr getestet habe, kommt auch mal eine Buchvorstellung).
Uns war der Sinn nach etwas nicht so süßem Hefegebäck.
Diese Brioches sind dann genau richtig. Allerdings habe ich nur die Hälfte der Füllung zubereitet, damit war die Menge für uns genau richtig, sonst hätte sich auch unnötig viel davon auf dem Backblech verteilt.
Bei der Teigbereitung bin ich von Rezept abgewichen. Ich mache meine Hefeteige am liebsten Abends und stelle sie dann über Nacht in den Kühlschrank. So auch hier. Durch die lange Ruhezeit im Kühlen finde ich, lässt sich der Teig leichter verarbeiten und hat auch mehr Aroma. Außerdem hat es den Vorteil, daß man ihn nur noch formen und das zweite mal gehen lassen muß, man ist also schon einiges schneller.
Auch die Baktemperatur habe ich von 180°C auf 200°C erhöht.
Die Brioches selbst sind im Geschmack zart buttrig, der Teig ist schön "faserig"-mürb, also genau so wie Brioches sein sollen. Der Belag macht sie etwas süßer und knusprig.
Wichtig ist auch, sie nach dem Ausformen nochmal sehr lange gehen zu lassen (am besten 2 1/2 h, nicht nur 2 wie im Buch angegeben, da auch der Teig noch sehr kalt ist) und sie in der letzten halben Stund doch deutlich noch an Volumen gewinnen.

Bienenstichbrioches

Teig:
250 g Mehl Type 405
30 g Zucker
1 TL Salz
3 Eier
10 g frische Hefe
165 g weiche Butter, in Stücken

1 Ei, verschlagen zum Bestreichen 

Belag:
50 g Honig
50 g Zucker 
Schalenabrieb einer halben Orange
50 g Butter
50 g Mandelblättchen

Für den Hefeteig alle Zutaten ausser die Butter der Reihe nach in eine Schüssel geben (am besten eine Schüssel, die man mit Deckel verschliessen kann) und mit dem Knethaken des Rührgerätes 2 bis 3 min verkneten. Dann die gewürfelte Butter zufügen, unterkneten und noch ca. 5 min weiterkneten, bis ein glatter und elastischer Teig entstanden ist.
Denn Deckel auf die Schüssel und ab in den Kühlschrank. Dort über Nacht stehen lassen (also ca. 8 -12 h).
Am nächsten Tag herausnehmen und den Teig auf einer gut bemehlten Fläche auf ca. 5-6 mm Stärke ausrollen. Kreise mit ca. 8 cm Durchmesser ausstechen. Die Randabschnitte zusammenkneten und erneut ausrollen und ausstechen. Ein Backpapier auf ein Blech legen und die Kreise darauf legen. Mit Frischhaltefolie oder einem leicht feuchten Tuch abgedeckt nochmals 2 1/2 h gehen lassen.
Nach 2 h den Ofen vorheizen (200°C) und den Belag zubereiten. Dazu Honig und Zucker in einem Topf sanft erhitzen. Orangenschale und Butter zugeben. Kurz (10 sec) aufkochen lassen. Die Mandelblättchen unterrühren und etwas abkühlen lassen.
Nach Ablauf der Garzeit die Teiglinge mit dem verschlagenen Ei bestreichen und jeweils ca. 2 TL Belag darauf verteilen. (Falls er nicht ausreicht, einfach die restlichen Teiglinge nur mit Hagelzucker bestreuen).

10 bis 15 min lang backen, bis sie goldbraun sind.

Am besten ganz frisch geniessen, so lange der Belag noch knackig ist.