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Ich geh heute spielen...

... und zwar auf Barbaras Spielwiese. Und damit wir dort nicht verhungern, weil die Hausherrin gerade auswärts ist, habe ich ein bisschen weihnachtliches Gebäck mitgebracht.

Es handelt sich um Biberle, eine Mischung aus Lebkuchen mit gebackenem Marzipan. Wer neugierig ist, sollte dort dringend vorbeischauen.



Organisiert wurde das ganze über die Facebookgruppe ""Übern Tellerrand".

Foto



Bis zum nächsten Beitrag, dann wieder hier.

Vanillekipferl

Bei uns gibt es immer eine bunte Mischung aus bewährten Klassikern und neuen Rezepten für die Bredla zu Weihnachten.

Einer der Klassiker schlechthin, die nie fehlen dürfen, weil sie die absoluten Lieblinge meiner großen sind, sind Vanillekipferl.

Dieser Teig hier eignet sich besonders zum Backen mit Kindern, denn er enthält überhaupt kein Ei und somit kann bedenkenlos beim Helfen genascht werden. Auch die Zuckermenge hält sich im Rahmen.

Durch das fehlende Ei ist das Gebäck auch noch wunderbar mürbe, allerdings so sehr, das noch warme Kipferl sehr bruchgefährdet sind. Also bitte unbedingt etwas abkühlen lassen, bevor man sie anfasst (obwohl, dann hat man einen Grund, gleich zu probieren).

Hier also die allerbesten Vanillekipferl. Und bitte wirklich nur mit Butter nachmachen, alles andere schmeckt nicht wirklich!


Vanillekipferl

Teig:
Mark einer Vanilleschote oder 1/4 TL gemahlene Vanille
200 g weiche Butter
70 g Zucker
250 g Mehl
100 g geriebene Haselnüsse
 
Zum Bestäuben:
ca. 100g Puderzucker, gemischt mit 1/4 TL gemahlener Vanille
 
Butter und Zucker mit der Vanille schaumig rühren.
Mehl und Haselnüsse unterkneten.
 
Den Teig ungefähr 2 Stunden kühl stellen.
 
2 Bleche mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180°C vorheizen.
 
Von dem Teig walnussgroße Stückchen abnehmen, zwischen den Händen zu ca. 5 cm langen Röllchen "wutzeln" und zu Kipferln biegen.
Auf die Bleche setzen und in 10 bis 12 Minuten hellbraun backen.
 
Nach dem Backen etwas abkühlen lassen (Bruchgefahr!).
Puderzucke/Vanillemischung in eine kleine Schüssel geben und die Kipferl kurz darin wälzen.
 
Zum Aufbewahren vollständig ausgekühlt in Blechdosen verpacken
 
 


Weiche Schokoprinten

Seit Jahren die beliebtesten Lebkuchen bei uns (naja, auch ein paar Jahre lang die einzigen...).
Uns gefällt einfach die Kombination: ein nur leicht schokoladiger, aber würziger Teig, ein paar Fruchtstückchen (bei uns meist gewürfelte getrocknete Aprikosen statt Rosinen) und dann noch schön knusprig durch den Grümmelkandis.
Und er kann auch zur Herstellung von Lebkuchenhäusern verwendet werden (bei einem Haushalt mit Kindern immer gern gesehen), wobei meine Kinder diesen Lebkuchen dann sogar mitessen und nicht nur die Dekoration aus Süßkram.

Die Lebkuchen selbst werden bei passender Lagerung relativ schnell halbwegs weich.

Wer keinen Grümmelkandis hat, kann, soweit er einen starken Mann zu Hause hat, auch versuchen, normalen Kandiszucker klein zu kriegen. Ich hab es allerdings nur einmal versucht... eine Ladung gebacken und mir fast die Zähne an den immer noch zu großen Kristallen ausgebissen. In dem Jahr gab es Lebkuchen für Gäste nur nach vorherigem Zahncheck (Hast Du Dritte? - Wackelt was im Gebiss? - Wie stabil sind deine Zähne noch? ....)

Man kann sie nach dem Backen noch mit Schokolade bestreichen, mir persönlich sind sie aber "pur" am liebsten (dann hat man auch noch ein paar Kalorien für all die anderen leckeren Plätzchen frei)

Aber die Lebkuchen erfordern etwas Vorplanung, der Teig muss nämlich eine Woche ruhen, bevor er fertiggemacht und verarbeitet wird.



Weiche Schokoprinten

Für den Vorteig:

500 g Honig
4 EL Orangensaft
75 g Grümmelkandis oder anderer feiner brauner Kandis
50 g Zucker
50 g Rosinen, gewaschen, abgetrocknet und gehackt (oder Cranberries oder getrocknete Aprikosen)
1 EL Pottasche
3 EL Rum
450 g Mehl
1/2 TL gemahlene Vanille
2 TL Zimt
1 TL geriebene Schale einer unbehandelten Orange
jeweils 1/2 TL Anis, Ingwer, Kardamom und Koriander, alles gemahlen

Zum Fertigstellen:
150 g Mehl

100 g Mandelstifte
optional: ca. 250 g Zartbitterkuvertüre

Wichtig:
Der Vorteig muss eine Woche ruhen, bevor gebacken werden kann. In dieser Zeit säuert der Teig und kann erst dadurch die Pottasche dazu bringen, die Lebkuchen zu lockern. Auch für das Aroma ist die lange Teigruhezeit sehr zuträglich.

Honig mit dem Saft leicht erwärmen. Kandis und Zucker unterrühren und abkühlen lassen.
Gehackte Trockenfrüchte zufügen.

Rum und Pottasche in einer kleinen Tasse mischen und mit den restlichen Zutaten für den Vorteig in einer verschließbaren Schüssel mit Hilfe eines hölzernen Kochlöffels zu einem homogenen Teig verkneten.
Schüssel mit Deckel gut verschließen und mindestens 1 Woche bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Nach dieser Woche das restliche Mehl unterkneten.

Backofen auf 180°C vorheizen und mehrere Bleche mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf möglichst wenig weiterem Mehl ausrollen (5 mm dick) und in 3x6 cm große Rechtecke schneiden (man kann aber auch verschiedenen Formen ausstechen).
Diese auf die Bleche legen, mit den Mandelstiften bestreuen und nacheinander im Ofen ca. 10 Minuten backen.

Wer ein Lebkuchenhaus machen will, sollte den Teig als große Platte backen und danach aus dieser Lebkuchenplatte mit Hilfe von Schablonen die einzelnen Hausteile ausschneiden. So hat man bessere Kanten und ein standsichereres Haus.

Nach Wunsch nach dem kompletten Auskühlen noch mit Kuvertüre bestreichen.



zimtige Haferflocken-Cranberry-Cookies

Tina von Lunch for One sucht internationale Plätzchen und meine Kleine wünscht sich dringendst schon "Bredla" (Weihnachtsplätzchen). Ich finde es fast noch ein wenig zu früh dafür, deshalb gab es Cookies, aber mit Zimt doch schon ein bisschen weihnachtlich angehaucht (und der Duft zieht sehr verführerisch durchs ganze Huas, vielleicht sollte ich doch bald...).

Außerdem habe ich mit Erstaunen beim kurzen Durchgucken festgestellt, dass es hier ja Süßes in rauen Mengen gibt, aber bisher kein einziges Keks- oder Cookiesrezept. (Ich hab ja auch letzten Winter erst nach Weihnachten angefangen zu bloggen).

Also gibt es (wie ich vermute) eine englisch-australische Plätzchenmischung.

Blogevent Plätzchen aus aller Welt

”Blogevent
Ich hab schon gar nicht mehr gewusst, wie lecker frisch gebackene Kekse duften und dann auch noch schmecken

Im Original ist es ein Rezept mit getrockneten Sauerkirschen von Dan Lepard aus "Short and Sweet " (das ich wieder bei Valentinas Kochbuch gefunden habe und dann unbedingt zum Geburtstag wollte).
Getrocknete Sauerkirschen fand ich gerade nicht im Vorratsschrank (obwohl ich dachte, ich hätte vor einer Weile mal welche gekauft, aber ich glaube, die habe ich liegengelassen, weil ich noch Cranberries daheim hatte). Also sind diese als sicher nicht minder leckerer und auch bestimmt nur unwesentlich weniger saurerer Ersatz reingewandert.

Die folgende Menge ist allerdings nur die halbe Rezeptmenge und ergab trotzdem zwei gut gefüllte Bleche (ungefähr 24 recht große Cookies). Die ganze Menge wäre uns zu viel gewesen, vor allem, da Cookies frisch gebacken am besten schmecken.



Haferflocken-Cranberry-Cookies

110 g weiche Butter
180 g brauner Zucker
20 g Zucker
1 Ei
1/2 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener Zimt
150 g Mehl
1 TL Natron
100 g blütenzarte Haferflocken
100 g getrocknete Cranberries

Ofen auf 180°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann das Ei unterrühren.
Mehl, Gewürze und Natron mischen und ebenfalls unter die Eimasse rühren.
Zuletzt Haferflocken und getrocknete Cranberries zugeben und mit einem Spatel unterheben.
Kleine Häufchen in der Größe von einem gehäuften Esslöffel auf die Backpapiere setzen, genügend Abstand zwischen den Häufchen lassen, da die Cookies breit laufen.

Ungefähr 13 Minuten backen, aber nur so lange, bis die Häufchen zuerst breit gelaufen und dann etwas aufgegangen sind und einen leicht braunen Rand aufweisen.

Vor dem Verpacken in eine Keksdose auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

 
 




Zwei Comics - im übertragenen Sinn süß

Ich sitze jetzt hier schon eine Weile und überlege, wie ich die Kurve zu den folgenden zwei Büchern kriege und warum ich sie hier in einem süßen Blog vorstelle. Bei beiden geht es im weiteren Sinn ums Essen, aber eigentlich nicht direkt um Süsses.
 
Nimmt mir jemand ab dass ich die beiden Hauptpersonen süß finde?
Das ist nämlich wirklich so, auch wenn sie eigentlich grundverschieden sind.
Gemeinsam ist ihnen nur der für Kochbücher außergewöhnliche Comicstil.

Hab ich jetzt die Kurve gekratzt?


Zum einen handelt es sich um "Kann den Kochen Sünde sein" vom französischen Blogger Guillaume Long. Nette Zeichnungen, aber irgendwie kam bei mir der Humor nicht immer an. Nach der Hälfte des Buches begann ich zuerst an mir zu zweifeln. Ich kapierte die meisten der witzig gemeinten Strips zu doppeldeutigen Küchenbegriffen einfach nicht.
Und dann viel es mir wie Schuppen vor die Augen. Wahrscheinlich ist das Buch eigentlich voll mit doppeldeutigen Wortspielen, die man aber nur im französischen Original versteht und die durch die teilweise wohl zu wörtliche und auch etwas holprige Übersetzung verloren gingen.
Trotzdem musste ich ab und zu schmunzeln und habe das Buch auch gerne gelesen. Auch die vereinzelt eingestreuten Rezepte und "Schautafeln" zu Lebensmitteln/Küchengeräte sind gut gemacht (und sogar manchmal lehrreich). Er illustriert seine mit mehr oder weniger kulinarischen Genüssen gespickten Reisen nach Budapest und Venedig. Und auch, seine netten Versuche, seinem wortkargen Sportskumpel Küchentricks zu entlocken. Fast am besten hat mir sein Loblied an die Knoblauchmühle gefallen.

Guillaume Long:                                                                                                                                                        Kann denn Kochen Sünde sein?: Ein Comic für Genießer                                                       
ISBN: 978-3-551-78580-0
Carlsen Verlag



Das zweite handelt von Alain Passard und ist in einem ganz anderen Stil gehalten. Der Autor Christophe Blain begleitete den mit 3 Sternen prämierten Koch, der sich hauptsächlich der Erneuerung der Gemüseküche verschrieben hat annähernd 3 Jahre lang durch den Küchenalltag.
Und dieser ist auch genau in Comicbildern festgehalten. Man kann die Hektik im abendlichen Küchenwahnsinn richtig spüren und auch den Geruch der Erde in seinen 3 Gemüsegärten. Man kriegt Lust auf den von Koch und Schreiberling andächtig bewunderten "Rosenstrausskuchen". Und ich glaube aufs Wort, dass Alain Passard nach getaner Arbeit noch von Groupies umlagert wird.

Aber neben dem Einblick in die Küche gibt es auch mit 15 Rezepten für meist kleinere Gerichte einen Blick in die Teller, jeweils zuerst im "normalen" Kochbuchstil aufgeschrieben und dann noch mit dem Meister in Aktion gezeichnet. Bisher konnte ich noch keines ausprobieren, sie hören sich aber allesamt sehr interessant an und sind auch sicher nicht normale Hausmannkost.

Christophe Blain:                                                                                                                                                     In der Küche mit Alain Passard
ISBN: 978-3943143744    
Verlag: Reprodukt

Beide Bücher sind jetzt passend zur Weihnachtszeit neu erschienen und bieten sich damit als nette Geschenkidee für Menschen, die gerne mal ein etwas anderes Kochbuch verschenken wollen, an.




Zitronen-Mandel-Madeleines

Schon wieder Madeleines, aber sie lassen uns einfach nicht los.
Damit sie saftig bleiben, ist allerdings wichtig, dass sie nicht zu lange und zu dunkel gebacken werden, sonst werden sie durch die geringe Größe schnell hart und trocken (ist mir beim ersten Blech passiert).
Ansonsten wieder sehr lecker, fast so schnell weg wie gemacht, nur etwas trockener und damit von der Konsistenz eher wie ein Rührkuchen.


Zitronen-Mandel-Madeleines

50 g Butter
2 Eier
65 g Zucker
1 Prise Salz
75 g Mehl, Type 405
75 g gemahlene Mandeln
Abrieb 1/4 unbehandelten Zitrone
 
Butter in einem kleinen Topf schmelzen und dann wieder etwas abkühlen lassen.
Eier, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und zu einer hellen, schaumigen Masse aufschlagen.
Mehl und Mandeln zusammen auf den Eischaum sieben und mit dem Zitronenabrieb vorsichtig unterheben. Zum Schluss noch die Butter zugießen und unterheben.
 
Den Teig abgedeckt ungefähr eine Stunde ruhen lassen.
Ofen auf 200°C vorheizen und ein Madeleinesblech leicht einfetten.
Die Vertiefungen jeweils zu ungefähr 2/3 füllen und die Madeleines im heißen Ofen in ca. 12 Minuten goldbraun ausbacken.
 
Mit Puderzucker bestäubt servieren.



winterlicher Baumkuchen mit Marzipan und Nougat

Viele Baumkuchenrezepte, die ich bisher gelesen habe, nehmen eine Art Rührteig mit Marzipan. Und so oft ich die verschiedenen Rezepte auch nachgebacken habe, meist war das Ergebnis eine eher trockene Angelegenheit. (Manchmal konnte man meinen, es wäre ein echter "Baum"kuchen, wenn einem Krümel in Sägespänenkonsistenz am Gaumen kleben)


Dieser hier ist etwas anders. Der Teig selbst ist eine Art Wiener Biskuit (nur mit höherem Fettanteil) und dadurch sehr saftig, mit zwei dünnen Marzipanschichten und, weil ich so gerne mit Gewürzen backe, habe ich ihn etwas weihnachtswürzig aufgepeppt und Piment und Kardamom noch in den Teig geschmissen.
Gekrönt wird das ganze von einer dicken Schicht Nougat und knusprigen Mandelstiften.

Eigentlich müsste das ganze ja ziemlich lecker sein. Aber dazu muss man sich ein bisschen in Geduld üben. Man kommt ungefähr eine Stunde nicht aus der Küche, da circa alle 5 Minuten neuer Teig in die Form gestrichen werden muss. Also ist das ganze eher eine Beschäftigung für kalte Tage, an denen man am liebsten den Backofen umarmen würde.
Zum anderen sollte man sich auch mit dem Anschneiden einen Tag Zeit lassen und den Kuchen gut durchziehen lassen.
Wir waren das nicht und man merkt einen deutlichen Unterschied. Am ersten Tag hatte der Kuchen noch einen schwer zu beschreibenden, irgendwie pfannkuchenartigen Geschmack und auch eine ähnliche Konsistenz.
Am nächsten Tag waren die Aromen und die Feuchtigkeit besser ausgeglichen und der Kuchen deutlich schmackhafter.

Baumkuchen eignet sich gut zum Vorbereiten, da er durch längeres Lagern eher an Geschmack gewinnt (und auch mindestens 1 Woche haltbar ist). Wer ihn noch länger vor dem Verzehr backen will, kann ihn auch sehr gut einfrieren, dann jedoch den Nougat erst nach dem Auftauen auf den Kuchen geben.


würziger Baumkuchen

110 g Butter 
6 Eier, getrennt
120 g Zucker
1 große Prise Salz
45 g Sahne
55 g Mehl, Type 405
55 g Speisestärke
1/4 TL gemahlene Vanille
1 große Prise Piment
1/4 TL gemahlener Kardamom
 
100 g Marzipan
 
150 g Nougat
20 g Mandelstifte
 
Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen und wiederetwas abkühlen lassen.
 
Backofengrill auf 250 °C vorheizen.
Das Eiweiß der getrennten Eier in einer Rührschüssel zu einem cremigen Schnee aufschlagen. Salz und Zucker unter weiterem Schlagen in einem dünnen Strahl zuschütten.
Eigelbe unterrühren. Es entsteht ein sehr heller, gelblicher Schaum.
Die Sahne unterheben.
Mehl und Speisestärke sieben und die Gewürze untermischen.
Die Mehlmischung vorsichtig unter den Eischaum heben.
 
Den Boden einer Kastenform (30 c lang) mit einem zurechtgeschnittenen Backpapier auslegen.
Eine dünne Schicht Teig darauf verteilen und unter dem heißen Grill hellbraun backen (das dauert ca. 5 Minuten).
Aus dem Ofen nehmen und die nächste Teigschicht auftragen und wieder hellbraun backen.
 
In der Zwischenzeit das Marzipan zu einer Platte von 30 cm Länge und der doppelten Breite der Kastenform auswellen (geht am besten mit etwas Puderzucker). So mit dem Messer halbieren, das man 2 mal die Größe der Kastenform erhält.
 
Erneut den Kuchen aus dem Ofen nehmen, eine der Marzipanplatten auflegen und erneut mit einer dünnen Teigschicht bestreichen. Wieder wie oben backen.
 
Nochmals 3 Teigschichten auf diese Weise auftragen, dann kommt die nächste Marzipanschicht. Den restlichen Teig in ungefähr 4 bis 5 weiteren Teigschichten aufbrauchen.
 
Den fertigen Kuchen vom Rand lösen, etwas auskühlen lassen und dann gut verpackt bis zum nächsten Tag stehen lassen.
Am folgenden Tag das Nougat bei kleiner Hitze im Wasserbad schmelzen lassen und auf dem umgedrehten Kuchen verteilen (die als erstes gebackene Schicht sollte jetzt oben sein). Man kann gut etwas an der Seite herunterlaufen lassen und oben mit einer Gabel o.ä. Wellen hineinziehen.
 
Nach Wunsch noch den Rand mit gerösteten Mandelstiften bestreuen


Apfelküchle, das perfekte süsse Herbstessen

Im Herbst gibt es, zumindest bei uns, viele Äpfel, die eine lange Lagerung nicht vertragen, Zum einen, weil es ziemlich frühe Sorten und keine Lageräpfel sind, zum anderen Äpfel, die leicht beschädigt sind (durch Herunterfallen).
Und dann gibt es noch die Äpfel, die ein wenig schorfig oder verwachsen sind, zum Beispiel die aus dem Garten meiner Schwiegereltern, und die deshalb von den Kindern nicht so gerne gegessen werden.

Egal welche davon, als Apfelküchle kann man eine ziemlich große Menge ziemlich schnell davon loswerden, und das ganz ohne Gemecker (außer vielleicht beim Hausherrn, der süsses Mittagessen nicht so gerne mag, aber der bekommt dann eben was anderes schnelles).

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie schön symmetrische Dinge es in der Natur zu entdecken gibt. Als ich einen Apfel anschnitt musste ich das unbedingt fotografieren:


Am liebsten werden sie bei uns mit Zucker und Zimt gegessen, aber ab und zu (wenn die Kinder besonders lieb waren ;-)), bekommen sie auch eine Kugel Vanilleeis zu den heißen Küchle.


Apfelküchle

2 Eier
300 ml Milch
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
200 g Mehl
50 g Butter, zerlassen
 
5 bis 6 Äpfel
 
Öl oder Butterschmalz zum Ausbraten
Zimtzucker zum Bestreuen
 
Zuerst den Teig herstellen. Dazu die Eier in eine Rührschüssel geben. Zucker, Salz und Mehl zugeben. Milch dazu schütten. Alles zu einem zähflüssigen Teig verarbeiten. Zum Schluss die abgekühlte Butter unterrühren.
Den Teig ungefähr 30 Minuten ausquellen lassen.
 
In der Zwischenzeit. die Äpfel schälen und entkernen (mit dem Kernhausausstecher). Äpfel in Scheiben schneiden (ca. 7 bis 10 mm dick).
 
Reichlich Öl oder Butterschmalz in einer großen und tiefen Pfanne erhitzen. Die Apfelscheiben nacheinander durch den Teig ziehen, kurz abtropfen lassen und in das heiße Fett legen. Nach 2 bis 3 Minuten wenden, dann die zweite Seite goldbraun ausbacken. Der Apfel in der Mitte sollte nicht mehr fest sein, aber auch nicht komplett zerfallen.
 
Auf ein Teller o.ä. legen, mit Zimtzucker bestreuen und sofort servieren.



Ich wurde getagged ...

und wusste zuerst einmal nicht, was das ist.

Kann man das Essen?
Beisst das?
Oder ist das womöglich giftig?

Hoffentlich fängt man sich damit keinen Virus ein (weder ich noch mein lieber neuer Lapi, nachdem der PC schon an einem verschied)...

Nach ein bisschen Schnappatmung und genauerem Lesen der Mail von Sonnensofie war ich dann doch etwas beruhigt.
Das ist ja gar nichts Böses, sondern eigentlich was ganz Nettes. Kleine Blogs mit unter 200 abonnierten Lesern sollen sich besser vernetzen und bekommen von einem Blog, der bereits "getagged" wurde den/das Tag (?) weitergereicht, indem sie 10 Fragen in einem Post über sich beantworten sollen. Und damit die Vernetzung weitergeht, stellt man dann selbst 10 mehr oder weniger neugierige Fragen an 10 weitere Blogs.

Also versuche ich mal, mehr schlecht als recht die 10 Fragen von Sofie zu beantworten:

1. Wie beginnt ein perfekter Tag für dich?
Mit Sonnenschein, ein bisschen Ruhe (Kinder schlafen noch), einem guten Frühstück und dabei noch schnell ein bisschen was lesen

2. Was würdest du backen, wenn du deinem Lieblingsstar (wer ist das übrigens) einen Geburtstagskuchen backen dürfest?
Ich habe eigentlich gar keinen Lieblingsstar, und wenn, dann sind es nicht die Personen, die regelmäßig im Fernsehen auftauchen, sondern eher andere. Pierre Herme finde ich z.B. schon toll, aber dem was zu backen würde ich mich nicht trauen...

3. Bist du schon einmal nicht ans Telefon/Handy gegangen weil du gesehen hast, dass jemand bestimmtes anruft?
Pssst. Ja (aber bitte nicht weitersagen)

4. Wenn du dich von jetzt an nur noch von einer Sache ernähren dürftest, was wäre das?
Wenn man sich hier umsieht, dann wäre das eindeutig Schokolade....aber auf die Dauer wahrscheinlich auch nicht ganz so lecker. Deshalb tendiere ich schwer zu Linsen mit Spätzle (obwohl das figurtechnisch wahrscheinlich auch nicht besser ist).

5. Wie würdest du dich mit 5 Worten beschreiben?
leicht chaotisch, hilfsbereit, meist gut gelaunt, backwütig und experimentierfreudig

6. Für welche Sache gibst du zu viel Geld aus?
Definitiv Koch/- und Backbücher

7. Wenn du ein Star wärst, für was wärst du berühmt?
Ich kann eigentlich nichts besonders gut - außer in jedes Fettnäpfchen zu tappen, das es gibt

8. Welches Lied singst du, wenn du allein unter der Dusche stehst und dich keiner hört?
Muss ich das jetzt zugeben? Im Moment Laternenlieder (weil wir im Kindi gerade Laternenumzug hatten ;-)

9. An was denkst du gerade?
Wie viele Fragen kommen noch und hoffentlich finde ich auch 10...

10. Hast du ein Geheimrezept?
Nein, denn dass dürfte ich ja nicht bloggen, sonst wärs ja nicht mehr geheim ;-)


Und sauge mir dann in mühervoller Nachdenkarbeit diese 10 Fragen aus den Fingern:

1. Wie kamst Du zum Bloggen?

2. Mit was macht man dir eine besondere Freude?

3. Gibt es bei euch an Weihnachten ein Ritual das nie verändert werden darf?

4. Stadt- oder Landkind?

5. Was ist deine liebste Süßigkeit/dein liebstes süßes Essen?

6. Wohin würdest du jetzt gerne verschwinden?

7. Über was würdest du nie bloggen?

8. Hast Du ein "Bloggervorbild"?

9. Was geht in deiner Küche nie aus?

10. Was würdest Du am liebsten mal ausprobieren, traust dich aber nicht?


Und diese reiche ich jetzt schweißgetränkt nach soviel ungewohnter Hirntätigkeit an folgende Blogs weiter:



Und zu guter Letzt noch die Spielregeln:
  • Beantworte die 10 Fragen, die der Tagger dir gestellt hat
  • Denke dir selbst zehn Fragen aus, die du den Bloggern, die du taggen möchtest, stellst
  • Such dir zehn Blogs aus, die unter 200 Follower haben und tagge sie.
  • Erzähle es den glücklichen Bloggern (wichtig, sonst gerät das Ganze etwas ins Stocken).
  • Zurücktaggen ist nicht erlaubt.

Ufff, geschafft, jetzt geh ich wieder in die Küche, was leckeres backen (mag jemand Weihnachtskekse?)

Falls ihr neugierig auf die Beantwortung meiner Fragen seid, schaut mal hier nach (Liste wird noch ergänzt):

MaLu´s Köstlichkeiten


Hier und auf ihrem Blog sind ihre Antworten zu finden :
1. Wie kamst Du zum Bloggen?
Angefangen hat's eigentlich mit Macarons. - Meine Tochter schenkte mir letztes Jahr selbstgemachte Macarons zum Geburtstag. LECKER! Mein Ehrgeiz war geweckt, ich wollte unbedingt selbst welche backen. Nach dem Rezept gefragt, schickte sie mir einen Link zum Blog von Aurelie Bastian . Ihr Blog hat mir so gut gefallen, dass nach und nach bei mir der Gedanke Form annahm, es auch einmal zu versuchen. Wisst ihr, meine Kinder sind jetzt erwachsen und irgendwie verspürte ich die Lust etwas Neues, Spannendes zu beginnen. Etwas was meine Hobbys und Leidenschaften vereinen könnte. Was liegt da näher? Kochen und Backen macht mir seit meiner Kindheit Freude, Fotografieren liebe ich auch (auch wenn ich noch sehr üben muss) und, trotzdem ich bei der Arbeit am Computer sitze, macht es mir nichts aus, auch in der Freizeit daran zu sitzen.
2. Mit was macht man dir eine besondere Freude?
Darauf gibt es zwei widersprüchliche Antworten:  1. Mit freier Zeit nur für mich und ohne das Gefühl, dass jemand auf mich wartet. Einfach mal alleine sein. 2. Wenn ich all meine Lieben um mich versammelt habe, wir plaudernd, bei gutem Essen und einem Gläschen Wein, um den Tisch herum sitzen. Dann bin ich glücklich :-)
3. Gibt es bei euch an Weihnachten ein Ritual das nie verändert werden darf?
Wie ihr vielleicht wisst bin ich  keine zwanzig mehr ;-). Will heißen, dass ich schon ein paar mehr Weihnachtsfeste verbracht habe und inzwischen eines sicher weiß: Nichts ist beständiger als der Wandel.
Als Kind, zu Hause, gab es Rituale, die die Eltern geschaffen haben, wie dieses zum Beispiel:  Heiligabend,das gute Essen war verspeist, das Geschirr gespült und nun sollte es endlich an die Bescherung gehen. Wir waren SO AUFGEREGT! Aber nein, mein Vater bestand darauf, dass wir an so einem besonderen Abend noch einmal raus in den Stall gehen sollten, um nach den Tieren zu sehen. Und IMMER, wirklich IMMER war der Weihnachtmann, als wir wieder herein kamen, gerade aus dem Fenster gestiegen und auf seinem Schlitten davon gefahren! Na, sowas ärgerliches!! Aber er hatte uns immer schöne Geschenke da gelassen :-).
Später, als junger Erwachsener, ist man oft noch sehr dem Elternhaus verbunden, bis man eigene Kinder bekommt und neue Rituale schafft. In meinem Fall kam später eine Scheidung dazwischen. Wir haben aber versucht unseren Kindern die Rituale  zu erhalten.
Jetzt, wo sie erwachsen sind, kommen wir am späten Heiligabend zusammen, es folgt eine Bescherung mit Massen an Geschenkpapier, in dem die beiden Katzen toben, unsere Nachbarn kommen auch dazu und dann wird bis tief in die Nacht zusammen gesessen, das eine oder andere Gläschen Wein genossen und ohne Rücksicht auf Kalorien, Unmengen von Weihnachtsnaschis genossen.
4. Stadt- oder Landkind?
Landkind! Ich hatte eine wirklich schöne, behütete Kindheit, mit vielen verschiedenen Tieren, auf einem Bauernhof.
5. Was ist deine liebste Süßigkeit/dein liebstes süßes Essen?
Marzipankartoffeln! Die darf man mir nicht hinstellen! Da gibt's kein Halten! Verrückterweise mag ich aber nur die 'Billigen' vom Discounter.
6. Wohin würdest du jetzt gerne verschwinden?
Nirgendwo hin. Ich bin hier in unserem Haus, mit meinem Mann und unseren zwei Katzen sehr glücklich.
7. Über was würdest du nie bloggen?
Da fällt mir in Zusammenhang mit meinem Blog nichts ein. Es gibt keine peinlichen Kuchen :-D. Und über etwas anderes zu bloggen habe ich nie nachgedacht.
8. Hast Du ein "Bloggervorbild"?
Ja, eindeutig Aurelie Bastian. Sie führt ihren Blog mit solch einem Charme und einer Natürlichkeit, die ich einfach toll finde!
9. Was geht in deiner Küche nie aus?
Wenn ihr meinen Beitrag über die Solero Tarte gelesen habt, wisst ihr, dass ich zu den Vorrat 'sammelnden Eichhörnchen' gehöre. Mir geht selten etwas aus.
10. Was würdest Du am liebsten mal ausprobieren, traust dich aber nicht?
Also, wenn's ums Backen geht: Strudelteig. Ich sehe Sarah Wiener gerne dabei zu. Sie kann das einfach genial. Bei mir würde es wohl eher ein Schweizer Käse werden.
Ansonsten hätte ich eine ganze Menge, was ich mich nicht traue :(. Ich gehöre nicht unbedingt zu den Mutigsten. Lebe eher nach dem Motto: Lieber 5 Minuten feige, als ein Leben lang tot :-D. Aber wenn's drauf ankommt, kann ich schon mal über mich hinauswachsen.

 

TheCookiez

Henriette von Lanisleckerecke hat mir meine Fragen auch beantwortet:
1. Wie kamst Du zum Bloggen?
Ich liebe es zu kochen und wollte andere daran teilhaben lassen. Da ich aber nicht auch sämtliche kochuninteressierte Freunde in meiner FB-Liste damit nerven wollte, habe ich mich entschieden eine eigene Seite und kurz danach einen Blog zu erstellen, wo ich mich meinem Hobby Kochen ausführlich widmen kann :) Der Großteil meiner "Liker" auf FB besteht zwar aus meinem Freundeskreis, aber die haben sich wenigstens selbst dazu entschieden mir zu folgen. 
2. Mit was macht man dir eine besondere Freude?
Ich freue mich meist sehr über Kleinigkeiten, beispielsweise wenn mein Freund mir unseren Sohn abnimmt oder die Küche macht ohne das ich ihn gebeten habe. 
3. Gibt es bei euch an Weihnachten ein Ritual das nie verändert werden darf?
Eigentlich haben wir Weihnachten das Ritual, dass um 18 Uhr Bescherung ist, jeder muss ein Lied oder Gedicht aufsagen (für das erste Geschenk) und wenn alles ausgepackt ist gibt es Abendbrot (Kartoffelsalat, Würstchen, Heringssalat). Wie das dieses Jahr abläuft (das erste Weihnachten seit der Trennung meiner Eltern) weiß ich noch nicht, alle scheuen auch die Planung...
4. Stadt- oder Landkind?
Landkind! Obwohl ich auch bereits im Einzugsgebiet einer Großstadt gewohnt habe (Hannover <3) und diese Zeit nicht missen möchte. Letztlich bin ich der Meinung, dass es auf dem Land einfach schöner ist Kinder groß zu ziehen, auch wenn die wahrscheinlich spätestens mit Eintritt der Pupertät anderer Meinung sind...
5. Was ist deine liebste Süßigkeit/dein liebstes süßes Essen?
Gummibärchen! Leider muss ich den Konsum aktuell arg einschränken, weil ich aufgrund der Schwangerschaft davon Sodbrennen bekomme. Ganz verzichte ich trotzdem nicht *g*
6. Wohin würdest du jetzt gerne verschwinden?
Egal - Hauptsache Sonne, Strand und Meer ist vorhanden und nutzbar (mind. 30°C Außentemperatur).
7. Über was würdest du nie bloggen?
Gute Frage, ich habe bereits Shops vorgestellt, Bücher rezensiert und sogar über Beautyprodukte geschrieben (obwohl ich von letzterem eigentlich so gar keine Ahnung habe..). Auf ein Thema das für mich strikt nicht blogbar ist, bin ich bisher noch nicht gestoßen - vielleicht kommt das noch. 
8. Hast Du ein "Bloggervorbild"?
Nein, nur beim Start eine Menge Hilfe von einer Bekannten aus Facebook. 
9. Was geht in deiner Küche nie aus?
Zwiebeln! Was man liebt, hat man immer im Haus *g*
10. Was würdest Du am liebsten mal ausprobieren, traust dich aber nicht?
Ich würde wahnsinnig gern mal Fallschirmspringen (das würde ich mich vielleicht sogar trauen, ist aber unglaublich teuer). Niemals nie nicht trauen würde ich mir Bungeejumping! Da müsste wahrscheinlich von hinten einer schubsen, damit ich wirklich los lasse. 

Ich danke allen, die sich meinen Fragen gestellt haben!




Buchvorstellung - Schokolade - Die Kochschule

Meine zweite Buchvorstellung in dieser Themenwoche dreht sich ganz um mein Lieblingssuchtmittel -Schokolade.


Ariane Bill

Wer in meinem Blog ein wenig stöbert, wird schnell feststellen, dass Schokolade einer der am meisten verwendeten Zutaten ist.
Ich mache dafür ja irgendwie meinen Vater verantwortlich - schon bei ihm haben wir immer gewitzelt, dass in seinen Adern nicht Blut sondern Kakao fließt.

Und ausgesucht für die Vorstellung habe ich mir ein ganz besonderes Schokoladenbuch, eines meiner liebsten und zwar "Schokolade. Die Kochschule: 100 Techniken, 150 Rezepte, 450 Fotos" *aus dem Christian Verlag.


Was es besonders macht, ist der Autor Frédéric Bau und die Tatsache, dass das Buch Katharina von Valentinas Kochbuch nicht wirklich überzeugen konnte. Erst aufgrund ihrer Rezension kaufte ich mir das Buch, weil ich es einfach nicht glauben konnte. Und ich habe das Gefühl, dass sie einfach ein Händchen für die etwas murksigeren Rezepte im Buch hatte.
Klar hat es seine Schwächen (öfters fehlende Angaben für die Größen der Form, und die Zutatenmenge für den Pistazienkuchen kann einfach nicht sein).

Aber bisher waren für mich alle ausprobierten Rezepte einfach super.
Vor allem die eifreie Mousse au chocolat kommt immer wieder auf den Tisch, und das mag bei meiner Rezeptetestsucht ja schon etwas heißen.


Jetzt aber endlich zum Buch:

Geschrieben wurde es, wie oben schon erwähnt, von Frédéric Bau, dem Leiter der Schokoladenschule von Valrhona. Zu jedem Kapitel hat er sich noch Unterstützung von in Frankreich bekannten Patissiers gesucht, die das Anfangsrezept des Kapitels und einen kleinen Text über ihren Bezug zu Schokolade beisteuerten.

Das Buch ist zweigeteilt. Zuerst kommt die Kochschule, die in weitere Einzelkapitel mit Grundrezepten aufgegliedert ist, dann der Rezepteteil, der zum Teil auf Grundlegendes aus der Kochschule zurückgreift.


In der Kochschule erfährt man, wie Schokolade verarbeitet wird (das richtige temperieren) und worauf man wann achten muss. Man lernt Grundlegendes über die Herstellung von Pralinen, über verschiedene Füllungsmöglichkeiten von Pralinen und zum Herstellen von Dekoren, das Giessen von Hohlfiguren, über Cremes und Mousses sowie auch Grundrezepte für verschiedene Teige und noch mehr. Alles wird begleitet von übersichtlichen step-by-step-Fotos und zahlreichen Tipps.
Es folgt ein Kapitel über "Grundwissen Schokolade", indem unter anderem genauer auf die Zusammensetzung verschiedener Schokoladen eingegangen wird, erklärt wird, wie sie am besten aufbewahrt wird, erläutert wird, was das Etikett verrät und wie Schokolade verkostet wird.

Dann kommt der Rezepteteil aufgegliedert in folgende Unterkapitel:
- Große Klassiker (Sachertorte, Schwarzwälder Kirsch, Operatorte)
- Tartes und Törtchen (Haselnusswellen, Ananas-Mango-Törtchen, Birnen-Schoko-Tarte)
- Kleine Versuchungen (Churros, versch. Schoko-Panna-Cottas, Marzipanmousse)
- Köstliches zur Kaffeestunde (diverse Getränke, Macarons, Madeleines)
- Geeiste Desserts (Geeiste Nuss-Schokomousse, Kakaobohneneis)
- Für besondere Anlässe Glasgow, Flora, Klemanga)
- Pralinen und Konfekt (Schokolutscher, Jasmintrüffel, Knusperecken)
- Neue Trends (einige pikante Rezepte, Schokogelee)


Jedes Rezept ist mit dem Endergebnis bebildert. 
Es enthält Angaben zu Schwierigkeit, Anzahl der Portionen, Zubereitungs- und Kühlzeit sowie der verwendeten Utensilien.
Das Rezept selbst ist in die Zubereitung der einzelnen Komponenten untergliedert (pro Komponente ein Abschnitt im Fließtext.
Meist gibt es noch einen hilfreichen Tipp am Schluss des Rezepts sowie Querverweise auf die benötigten Kapitel aus dem Kochschulteil.


Bei den Klassikern handelt es sich meist nicht um die traditionellen Originalrezepte sondern um modernisierte Varianten.

Im Anschluss an den Rezepteteil findet sich noch u.a. ein Glossar und zwei eher spärlich ausfallende Register.



Folgende Rezepte habe ich bereits ausprobiert, die wenigsten sind davon aber auf dem Blog zu finden:
- Schokoladencupcakes - lange Zeit unsere liebsten, sehr locker und doch saftig
- Sachertorte - wenn ich da nicht einen Fehler bei der Gelatinemenge im Überzug gemacht hätte ...
- Nougat - einfach und doch so gut als Ausgangsbasis für viele andere Leckereien
- Mousse au chocolat (eifrei) - hier
- Nuss-Nougat-Rolle - war uns fast ein bisschen zu süss
- Schokoladenküchlein mit Zitrusstreuseln - eine sehr leckere Eiweissverwertung - solange man Orangeat und Zitronat fast pulverisiert
- Vanillecupcakes - wie die Schokovariante ein gutes Basisrezept
- gefülltes Spritzgebäck - hier werde ich ausnahmsweise zum Wiederholungstäter, das steht wieder auf der Liste für die Weihnachtsplätzchen
- Schoko-Karamellbonbons - die könnten wir eigentlich auch mal wieder machen...
- Kaffeecreme der Operatorte - nicht so ganz meins, aber ich mag auch keinen Kaffee


Dem Buch selbst ist noch eine DVD zugefügt, die die wichtigsten Technik in bewegten Bildern, aber ohne Erklärungen zeigt.

Wer es sich noch genauer anschauen will oder Interesse an dem Buch hat:
Frederic Bau:                                                                                                                                   Schokolade. Die Kochschule: 100 Techniken, 150 Rezepte, 450 Fotos
ISBN: 978-3-86244-071-9
Christian Verlag   *

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Cream Cheese Brownies

Zum Laternenfest im Kindergarten bringt jeder was Essbares oder auch Flüssiges (Glühwein für die Großen, Punsch für die Zwerge und die nicht ganz so trinkfesten), damit man danach noch ein bisschen gemütlich in der Kälte stehen und dabei etwas tratschen kann. ;-)

Gebacken habe ich sie schon in verschiedenen Versionen, deshalb nahm ich dieses Rezept aus dem Buch von Myriam Zumbühl als letztes Testrezept. Das Ergebnis war deshalb auch keine Überraschung, aber die Kombination aus Schokoteig und Frischkäsecreme schmeckt eben einfach gut.

Eine Mutter meinte: "Schmeckt wie gebackene Schokolade"

Zum Rezept: Ich habe keine Browniebackform, deshalb habe ich meinen normalen rechteckigen Backrahmen mit 20 x 23 cm genommen statt der 18 x 27 cm großen Form. Die im Rezept angegebene Backtemperatur von 220°C erschien mir sehr hoch, weshalb ich den Kuchen nur bei 200°C und dafür etwas länger gebacken habe.

Das hier war also mein Beitrag für die Fütterung der Raubtiere:


Cream Cheese Brownies

Teig:
125 g Butter
125 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
2 Eier
200 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
75 g Mehl

Belag:
200 g Frischkäse (Vollfettstufe)
1 Eigelb
70 g Zucker
1/4 TL gemahlene Vanille

Ofen auf 200 °C vorheizen. Backrahmen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen oder Brownieblech mit einem Backpapier auslegen.

Schokolade grob zerkleinern und mit der Butter in einem kleinen Topf auf niedriger Stufe schmelzen lassen. Zum etwas Abkühlen beiseite stellen.

In der Zwischenzeit Eier, Zucker, Vanille und Salz schaumig schlagen. Die Schokoladenmasse dazugeben und unterheben.
Mehl auf die Masse sieben und ebenfalls unterheben.

In der gewählten Form verteilen.

Für den Belag alle Zutaten miteinander glatt rühren und mit dem Esslöffel in kleinen Portionen auf den Schokoteig setzen. Mit einer Gabel oder einem schmalen Messer ein Marmormuster durch die beiden Teige ziehen.

Ich habe ungefähr 35 Minuten gebacken. An der Oberfläche sollte sich eine Kruste gebildet haben, das Innere aber noch etwas feucht sein (aber nicht mehr wabbeln).

Backrahmen entfernen oder den Kuchen mit dem Papier aus der Form heben und vor dem Aufschneiden komplett auskühlen lassen.
 

Buchvorstellung - Myriams Kuchen Tartes & Co.

In meinem ersten Beitrag zur Themenwoche "Jeden Tag ein Buch" von Arthurs Tochter kocht dreht sich wieder um das Hauptthema hier - Backen.



Ariane Bill

Dieses Mal geht es um Myriams Kuchen, Tartes & Co.: Süss und salzig backen - Rezepte für das ganze Jahr * von Myriam Zumbühl.


Myriam Zumbühl ist eine Kochbuchautorin und Journalistin aus der Schweiz, die aber weit in der Welt herumgekommen ist, eine eigene Kochsendung hatte und auch den Blog Once upon a cakestand betreibt (leider schon lange nicht mehr aktualisiert).


Das Buch gefiel mir schon beim Aufschlagen. Mal was ganz neues - keine Cupcakes in einer Neuerscheinung!
Gleich nach den Titelblättern kommt die liebevolle Widmung für ihre Großmutter mit einem sympathischen Bild. Auch in der Einleitung sieht man, wie wichtig ihr Familie und Freunde sind und wie sie die Autorin beeinflusst haben.



Beim genaueren Ansehen blieb der gute Eindruck zuerst bestehen.
Die weitere Einteilung ist nach den Jahreszeiten gegliedert. Myriam bäckt sich mit uns mit Hilfe von saisonalen Produkten durchs Gartenjahr. Im Frühling gibt es Resteverwertung für Lageräpfel, frischen Rhabarber und frühe Erdbeeren. Der Sommer ist sämtlichen Beeren und Pfirsichen/Nektarinen gewidmet. Im Herbst dann Stein- und Kernobst. Im Winter wird schließlich auf Zitrusfrüchte und haltbares wie Äpfel oder haltbar gemachtes zurückgegriffen. 
Etwas überrascht war ich über die vielen herzhaften Gebäcke (aber positiv), vor allem in den Herbst- und Winterkapiteln findet man einiges.

Frühling: Lachsquiche, Cheesecake mit pochiertem Rhabarber, Ricotta-Pasta-Tarte
Sommer: Schoko-Zimt-Kuchen mit Beeren, Creme-fraiche-Cheesecake mit Feigenkompott
Herbst: Apfel-Taleggio-Tarte, Biercake mit Steinpilzen, Cheesecake im Glas mit Mirabelle
Winter: Randen-Blutorangen-Pizza, Pastis Gascon, Rüeblikuchen, Paris Brest



  Jedes Rezept ist bebildert. Die Bilder sind auf das wesentliche konzentriert: das Backwerk und nur wenig (SchnickSchnack) drum herum (mal ein bisschen Blumen aus dem Bauerngarten, mal ein altes Besteckteil). Mir persönlich gefallen sie sehr gut.
Auch gibt es zu den meisten Rezepten eine persönliche und warmherzige Einleitung. Man hat das Gefühl, die Autorin würde am liebsten mit einem in der Küche stehen und vom Teig naschen. Ihr gelingt es, zumindest bei mir, auch ungeliebtere Zutaten schmackhaft zu machen.
Das Rezept an sich ist übersichtlich in einzelnen Punkten gegliedert und verständlich beschrieben- links der Text, direkt daneben die Zutaten, zusammen mit der Angabe für die Grösse der Form. Keines braucht mehr als eine Seite Platz - also kein Umblättern beim Backen nötig.

Sie spielt viel mit Gewürzen (ist nicht umsonst mit Tanja Grandits befreundet) und Ricotta ist auch eine gerne verwendete Zutat.
Leider wird sehr viel fertig gekaufter Teig Blätterteig und Strudelteig verwendet. Ich weiß ja, dass nicht jeder so ambitioniert ist, und alles selber machen will, aber als Alternative hätte ich wenigstens ein Grundrezept dafür nicht schlecht gefunden. Für aufwendigere Projekte wird auch mal fertig gekaufter Mürbteig verwendet (was ich nicht so toll finde, da das wirklich schnell selbst gemacht ist, und in vielen anderen Rezepten der Mürbteig frisch hergestellt wird - aber ich muss es ja nicht so halten).



Die meisten Rezepte sind eher nicht zu anspruchsvoll und damit auch für Anfänger geeignet. Manche kamen mir auch aus anderen Büchern schon bekannt vor, manches, wie die Erdbeer-Sahne-Torte sind bekannte Klassiker, trotzdem sind auch einige ungewöhnliche Ideen (s.o. Ricotta-Pasta-Tarte, Randen-Blutorangen-Pizza) enthalten, vor allem die pikanten Cakes kannte ich so bisher nicht.

Ausprobiert habe ich bisher folgende Rezepte:
- Madeleines mit Orange haben mit unsere Madeleinesleidenschaft entfacht: hier
- Apfelstrudeltorte ist auch gelungen und hat geschmeckt: hier
- Cream Cheese Brownies kann man sich hier zu Gemüte führen - Schokolade pur

und es werden sicher noch einige folgen (ganz fest auf der Liste steht der Zucchini-Schokoladencake, denn neue Zucchinikuchenrezepte sind hier immer willkommen, um meinen Mitessern ein bisschen Gemüse unbemerkt unterzujubeln)

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom AT-Verlag zur Verfügung gestellt und wird mich sicher noch eine Weile in der Küche begleiten. Danke!

Myriam Zumbühl                                                                                                                                 Myriams Kuchen, Tartes & Co.: Süss und salzig backen - Rezepte für das ganze Jahr *
ISBN 978038007456
AT Verlag

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