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Schokoküchlein mit Zimtganache


Das sind jetzt keine richtigen Weihnachtsplätzchen mehr, da sie durch die Ganachefüllung nicht wochenlang lagerfähig sind. Deshalb gibt es sie bei mir auch erst nach Weihnachten. Zumindest ich könnte zimtgewürzte Sachen das ganze Jahr über essen (und mache das auch). Uns haben sie zum Weihnachtskaffee am besten frisch gefüllt geschmeckt, da sind die Küchlein noch knackig.

Das Rezept stammt aus dem wunderbaren Buch "Schokolade: Meisterkreationen zum Selbermachen " von William Curley. Jetzt ist es wohl zu spät, es sich zu Weihnachten zu wünschen (aber man kann notfalls ja andere Geschenke dafür eintauschen, oder das Geldkuvert darin investieren).
Mit reiner dunklen 70%igen Schokolade wird die Ganache zu herb und der Zimtgeschmack kommt nicht richtig durch. Im "normalen" Supermarkt kann man aber keine Schokolade mit 66% Kakaogehalt kaufen, also habe ich mich im Rechnen geübt und das Mengenverhältnis so ausgerechnet, dass der Kakaogehalt den 66% entspricht, aber mit gängigen Schokoladen erreicht wird.
Im Original mit Zimtstange wegen feinerem Aroma. Diese 30 Minuten in der heißen Sahne ziehen lassen.
Übrige Ganache schmeckt auch als einfache Trüffel in Kakao gewälzt sehr lecker.

Schokoküchlein mit Zimtganache

Teig:
170 g Mehl
10 g Kakaopulver
160 g weiche Butter
65 g Puderzucker
30 ml Milch
 
Ganache:
150 g Sahne
1/2 TL gemahlener Zimt (oder nach Geschmack mehr; oder 1/2 Zimtstange)
107 g dunkle Schokolade mit 70 % Kakao, fein gehackt
18 g Milchschokolade, fein gehackt
12 g weiche Butter
 
 
 
Für den Teig Butter und Puderzucker schaumig schlagen. Milch unterrühren. Mehl und Kakaopulver mischen und ebenfalls unterheben.
Ofen auf 180°C vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
Den Teig mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Sterntülle in 40 Kreisen von ungefähr 3,5 cm Durchmesser aufspritzen und 20 Minuten backen.
 
 
In der Zwischenzeit die Ganache zubereiten. Dazu die Sahne mit dem Zimt aufkochen. Schokolade in eine hitzefeste Schüssel geben. Wenn gemahlener Zimt verwendet wird, kann danach gleich die heiße Sahne über die Schokolade gegossen werden. Ansonsten lässt man die Sahne 30 Minuten ziehen, entfernt die Zimtstange und erhitzt die Sahne nochmals.
Nach kurzem Stehen lassen mit dem Teigschaber zu einer glatten Masse verrühren, Butter zugeben und erneut rühren.
Zum Verfestigen die Füllung eine Stunde kühl stellen, dann auch in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und auf die Hälfte der Küchlein einen Ganachekreis auf die flache Seite spritzen. Jeweils mit einem weiteren Küchlein bedecken, sanft andrücken und vollständig fest werden lassen.
 



Minz-Schoko-Baiser und wie ich sie weiter verwertet habe

Jetzt habe ich das richtige Verhältnis von Eiweiß und Zucker für halbwegs gelingsichere Baisers gefunden. Mann wiegt einfach das vorhanden Eiweiß ab und verdoppelt dieses Gewicht. Soviel Zucker sollte man dann nehmen.

Aber ich wollt auch noch ein bisschen rumexperimentieren und habe versucht, Baisers mit Minzearoma zu fabrizieren. Der einfachste Weg ist wie meist des direkte und so habe ich es mit Minzöl versucht, allerdings mit ein bisschen Bammel.
Ich sah den ganzen schön festen Eischnee schon sich verflüchtigen und sich zu einer Suppe verdünnisieren. Eischnee und Öl sind ja beim Backen so was wie natürliche Feinde. Nur ein Hauch Öl in der Rührschüssel beleidigt das Eiklar ja so sehr, dass es sich überhaupt gar nicht aufschlagen lässt. Aber da ich gefühlte 100 Eiweiße übrig hatte, ging ich ganz verschwenderisch das Risiko einfach mal ein.



Und die beiden haben sich dann doch angefreundet. Ich war mit 3 Tropfen sehr vorsichtig, aber die Dosierung hat für uns ziemlich gut gepasst. Das Wichtigste ist wahrscheinlich der Zeitpunkt. Zucker und Eiweiß müssen komplett aufgeschlagen sein, dann habe ich nur noch kurz das Öl draufgeträufelt und ganz schnell untergehoben.

Und dann kam mir noch die spontane Idee, dass das mit irgendwie Schokolade doch bestimmt noch viel besser sein würde. Ich erinnerte mich dunkel an die Backbibel mit in Kakao gewälzten Baisers, was mir aber zu umständlich  war (nach einem habe ich aufgegeben). Deshalb gab es nur einen Hauch mit einem Sieb obendrauf, den ich dann mit dem Finger mehr oder weniger dekorativ eingerührt habe.


Die Weiterverwertung waren selbstgegossene Zartbitterschokotafeln, deren Rückseite mit Bröseln der Baiser bestreut waren, die ich für ein Wichtelgeschenk unbedingt ausprobieren wollte gebraucht habe. Und das war dann so richtig gut (schade, dass ich davon welche verschenken musste...).


Minz-Schoko-Baiser

3 Eiweiß (100 g)
200 g Zucker
3 Tropfen Pfefferminzöl
ca. 30 g Kakaopulver

Das Eiweiß so lange schlagen, bis es schaumig ist und weiche Spitzen bildet.
Zucker langsam einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Die Masse beginnt zu glänzen und wird dick-schaumig.
Minzöl auf den Schaum träufeln und vorsichtig unterheben.

Ofen auf 120°C vorheizen. Meringuemasse mit 2 Teelöffeln als kleine Häufchen auf 2 mit Papier ausgelegte Bleche setzen. Dabei beachten: umso größere Schäumle man macht, umso länger brauchen sie zum Trocknen. Ich habe Häufchen  mit ungefähr 5 cm Durchmesser gemacht.
Für diese Größe muss man ungefähr 2 1/2 h Stunden Trockenzeit im heißen Ofen rechnen.

Kakaopulver mit Hilfe eines kleinen Siebes über die Eiweißmasse stäuben. Wer mag, befeuchtet den Finger mit Wasser und zieht vorsichtig Spitzen aus dem Eiweiß und "rührt" dabei leicht das Kakaopulver unter.

In den Ofen schieben. Auf Umluft schalten und mit einem Holzkochlöffel den Ofen einen Spalt offen halten.
Nach Ablauf der Zeit einen Tupfer vorsichtig zerbrechen und nachschauen, ob sie wirklich durchgetrocknet sind, notfalls länger drin lassen.



Fröhliche Weihnachten...

...ich verabschiede mich auch in eine kleine Weihnachtspause. Am 24. feiert unsere Große ihren 7. Geburtstag und danach sind hier alle ein bisschen urlaubsreif. Deshalb wird es über die Feiertage bis ins neue Jahr auch etwas ruhiger hier werden.


Ich wünsche allen, die sich bisher hierher verirrt haben frohe Weihnachten, besinnliche Feiertage und sage Dankeschön für die netten Kommentare und das treue Lesen.

Bei uns muss aber der Weihnachtsmann selbst auch als Geschenk herhalten (und bekommt selbst wieder nichts...) und so winkt Euch noch mal eine ganze Horde zu:

Sucht noch jemand einen Weihnachtskuchen? Zimtkuchen mit Himbeeren nach Pierre Herme

... und doch nicht ganz original. Dafür aber zeitsparender.

Die Kochpoetin macht es vor und bäckt sich furchtlos durch PH10: Patisserie von Pierre Hermé.
Ich habe mich langsam auch daran getraut (mir war bisher irgendwie die Umrechnerei zu lästig) und mach mal was einfaches daraus nach.

Und zwar habe ich mir den Cake Garance vorgenommen. Einen Zimtbiskuit (so steht es im Buch, auch wenn es eher ein Rührteig ist), mit Himbeeren und Feigen.
Wahrscheinlich schmeckt die Kombination wirklich super, aber ich brauche hier niemandem mit Feigen ankommen. Doch auch die Kombination Zimt und Himbeeren allein hörte sich schon sehr gut an.
Wer das Original backen will, muss für die von mir berechnete Teigmenge noch 40 g weiche Feigen unterheben. Und nach dem backen sollte der Kuchen noch mit einer Stricknadel oder ähnlichem eingestochen werden und diese Löcher dann mit (möglichst selbstgemachtem - das hat ja jeder so einfach im Schrank stehen) heißem Feigengelee gefüllt werden (ca. 400 g, also richtig heftig viel). Auch den Fondantguss habe ich mir gespart.

Und das Ergebnis ist wirklich lecker. Der "Biskuit"teig ist schon einem Rührteig ähnlich, aber irgendwie zarter und er schmilzt richtiggehend im Mund.
Der Zimt ergänzt die Himbeeren sehr gut und harmoniert mit den Mandeln im Teig.
Aber die Zimtmenge ist schon sehr groß und man schmeckt ihn  sehr deutlich (was ja jetzt zur Vorweihnachtszeit auch sehr gut passt) - also nicht unbedingt ein Kuchen für den Sommer oder für Zimtverachter.

Das Rezept erfordert im Original ein etwas anderes Verhältnis von Eigelb und Eiweiß, da sowohl Eigelb, ganze Eier und Eiweiß verwendet werden. Bei der Umrechnerei kam dann zum Teil 1/5 Ei heraus. Ich war so frei und habe die Mengen etwas "geglättet".

Zimtkuchen mit Himbeeren

3 Eigelb
1 Ei
186 g Puderzucker
184 g weiche Butter
118 g gemahlene Mandeln
28 g Milch
 
3 Eiweiß
44 g Zucker
 
92 g Mehl
10 g Zimt, gemahlen
 
100 g Himbeeren
 
Ofen auf 150°C vorheizen. Eine Kastenform von ca. 30 cm Länge fetten und ausmelieren.
 
Zuerst Puderzucker und Butter schaumig schlagen, dann  die Mandeln und nach und nach die Eigelbe und das ganze Ei unterschlagen. Zum Schluss die Milch unterrühren.
 
Die Eiweiße zu einem cremigen Schaum schlagen und den Zucker dabei einrieseln lassen.
 
Mehl und Zimt mischen.
 
Das geschlagene Eiklar unter die Eigelbmasse heben und dabei das Mehl einrieseln lassen.
 
Die Hälfte des Teiges in die Kastenform geben. Die Himbeeren darauf verteilen und den restlichen Teig einfüllen.
 
Sofort in den heißen Ofen schieben und auf Umluft schalten. Insgesamt 75 Minuten backen, aber Garprobe nicht vergessen. Wenn noch feuchte Krümel an einem hineingestochenen Holzstäbchen kleben, lieber noch etwas länger backen.
 
Den heißen Kuchen aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen und komplett abkühlen lassen.
 
Es wird eine Haltbarkeit von 10 Tagen angegeben (obwohl ich da mit den frischen Himbeeren etwas kritisch bin, also wenn, dann nur im Kühlschrank - allerdings sollte er bei Zimmertemperatur verzehrt werden)
 
 






Butterausstecherle mit Zitrone

Ein weiterer Klassiker in unserer Weihnachtsbäckerei.
Lange Zeit waren Ausstecher bei uns nicht besonders beliebt, da ein klassischer 1-2-3 Mürbteig manchmal doch etwas langweilig schmeckt.


Diese hier schmecken nicht langweilig, sondern leicht zitronig und sind durch den im Vergleich zum Standardrezept leicht höheren Anteil an Butter und Zucker etwas mürber.
Einfach ausprobieren, dann wisst ihr, was ich meine.

Beim Verzieren können sich Kinder wunderbar austoben (bei meiner Kleinen sah man teilweise vor lauter Zuckergedöns keine Kekse mehr...)


Butterausstecherle mit Zitrone

250 g Mehl
150 g weiche Butter
125 g Puderzucker
1 Ei
abgeriebene Schale 1/2 unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz

zum Bestreichen: etwas Kondensmilch
Zum Bestreuen: Zuckerdekore/-streusel nach Wunsch


Butter und Puderzucker schaumig schlagen. Ei, Zitronenschale und Salz unterrühren.
Mehl zugeben und möglichst schnell zu einem homogenen Teig verkneten.

Mindestens 2 h kalt stellen, da der Teig sonst zu weich ist.
Ca. 4 mm dick auswellen und mit Förmchen nach Wunsch ausstechen.

Diese auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen, mit der Kondensmilch dünn bestreichen und mit Deko bestreuen.
Im auf 180°C  vorgeheizten Backofen goldgelb ausbacken.


Gewürzplätzchen

Wer sich hier schon ein bisschen umgeschaut hat, hat sicher schon bemerkt, dass ich gerne mit Gewürzen herumexperimentiere.
Und was nicht näher, als eine große Dosis typische Weihnachtsgewürze nicht nur in Lebkuchen, sondern auch in Kekse zu packen.
Also hab ich etwas herumprobiert und mir diese Plätzchen ausgedacht.

Sie kommen ganz unscheinbar daher, sind im Mund dann aber das glatte Gegenteil. Mich haben sie auf den ersten Bissen überzeugt.
Sehr kräftig würzig, halbwegs in der Mischung ausgewogen (uns haben sie allen geschmeckt) und noch mit Honig und Rübensirup angereichert.

Nur meine beiden Hilfskräfte beim Ausstechen haben leider nicht mit dem vollen Weihnachtsprogramm mitgezogen. Die Ausstecherwahl viel auf Pilze, Schmetterlinge, Konfetti (mit einer Lochtülle) und sogar Ostereier (Mädchen in der Prinzessinenphase, mehr brauche ich wohl nicht zu schreiben...). Deshalb habe ich auf eine weitere Dekoration mit Zitronenzuckerguss verzichtet (sonst hätte ich wohl rosa Blümchen drauf spritzen müssen) und es gibt die Kekse eben "nackig".
Nur unter Androhung, dass das Christkind vielleicht beleidigt ist, wenn kein Tannenbaum oder wenigstens etwas, was es in der kalten Jahreszeit gibt, mit auf dem Kekseteller liegt, konnten sie davon überzeugt werden, ein paar andere Motive auszuprobieren.

Gewürzplätzchen

150 g weiche Butter
1 1/2 TL Zimt, gemahlen
1 1/2 TL getrockneter Ingwer, gemahlen
je 1/4 TL Vanille und Anis, gemahlen
je eine große Prise Muskat und Nelke
1 Prise Salz
75 g Zucker
25 g Zuckerrübensirup
25 g flüssiger Honig
1 Ei
250 g Mehl, Type 405
20 g Kakao
1/2 TL Backpulver
 
Butter mit dem Zucker, Salz und den Gewürzen schaumig schlagen. Sirup und Honig unterschlagen, dann das Ei unterrühren.
 
Mehl, Kakao und Backpulver mischen. Unter die Eimasse rühren und das Ganze abgedeckt im Kühlschrank ungefähr 2 Stunden ruhen lassen.
 
Backofen auf 180°C vorheizen. 2 Bleche mit Backpapier auslegen (wir haben 3 gebraucht).
Auf möglichst wenig Mehl nicht zu dünn ausrollen (ca. 5mm)und die gewünschten Formen ausstechen.
Ungefähr 15 Minuten lang backen, sie sollten nicht zu hart werden.
Nach dem Abkühlen können sie wie Lebkuchen mit Zuckerguss aus Zitronensaft und Puderzucker und kleinen Süßigkeiten verziert werden.




Ischler Sterne



Ich mag mit Marmelade gefüllte Bredla eigentlich nicht so gerne, meistens ist mir das ganze dann irgendwie zu klebrig-süß. Aber die Kinder haben es sich gewünscht und außerdem bringt es ein bisschen Farbe auf den Plätzchenteller

Wenn man wie hier aber relativ saures (selbstgemachtes) Johannisbeergelee verwendet, finden sie auch vor mir Gnade. Ich könnte die fein-knuspernden Vanillekekse aber auch nur pur essen.

Ischler Sterne

200 g Mehl
120 g weiche Butter
120 g Zucker
1 Ei
1/2 TL Vanille, gemahlen
1 Prise Salz

zum Füllen:
 ca. 4 gehäufte EL Johannisbeergelee
 

Butter und Zucker schaumig schlagen. Ei, Vanille und Salz unterrühren.
Mehl zugeben und möglichst schnell zu einem homogenen Teig verkneten.

Mindestens 2 h kalt stellen, da der Teig sonst zu weich ist.

Ofen auf 200°C vorheizen.

Teig ca. 3 mm dick auswellen und Sterne ausstechen. Die Hälfte der Kekse braucht in der Mitte ein Loch. Wenn man keinen speziellen Ausstecher mit Loch hat, kann man sich mit z.B. einer runden Sahnespritztülle behelfen (so habe ich es gemacht).

Die Sterne auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und im heißen Backofen goldgelb ausbacken.

Nach dem Abkühlen das Gelee in einem kleinen Topf erwärmen, bis es zähflüssig ist.
Auf jeden Keks ohne Loch mit einem Teelöffel eine kleine Portion setzen und mit einem "löchrigen" Stern bedecken.
Falls das Loch nicht genügend gefüllt ist, notfalls nach dem Zusammensetzen nochmals leicht auffüllen.

Vor dem Verpacken über Nacht antrocknen lassen. Wer mag streut noch Puderzucker drüber.



Ich bin schon wieder auswärts...

und zwar bei Astrid von Arthurs Tochter kocht.

Sie war auf der Suche nach Törtchen oder anderem gebackenem Süßen. Und weil es bei mir ja mehr als genug Süßes gibt und ich zur Zeit schon schwer ins Schwitzen komme, um meine Plätzchenrezepte unters Volk zu bekommen, habe ich mich bei ihr gemeldet.



Es gibt dort heute eine absolut oberleckere Apfel-Minzetorte, die völlig zu Unrecht schon eine Weile bei mir warten musste, um endlich veröffentlicht zu werden. Ich denke, jetzt hat sie einen mehr als würdigen Platz gefunden.



Bärentatzen

Wer jetzt an die trockenen und harten muschelförmigen Dinger in dicker Zuckerkruste denkt, liegt (zum Glück) falsch. Das hier ist viel viel besser, praktisch gesehen der "König" auf unserem Plätzchenteller.


Jetzt kommen endlich (nicht nur) meine Lieblinge, natürlich gespritzt und mit Schokolade. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, mit Marzipan im Teig und Nougat gefüllt.

Die gab es auch schon bei meiner Mutter und das Rezept habe ich mir beim Auszug vor 11 Jahren geklaut.
Ohne Bärentatzen gibt es bei uns keine Weihnachten, es müsste einfach ausfallen. Schon als meine Schwestern und ich noch klein waren, waren diese am begehrtesten. Wir drehten den Teller so lange, bis wir gesehen hatten, wo sie herausspickeln, um dann darauf zu lauern, wann irgendein Erwachsener sie frei geräumt hatte und sofort zuzuschnappen (bei uns galt die Regel, was man anfasst, ist man, aber immer ein Bredle nach dem anderen und wenn man selbst freiräumte, war vielleicht ein anderer schneller...)

Aber leider ist der Teig nicht ganz leicht handzuhaben, da er etwas hart und zäh ist. Da hat schon so mancher Spritzbeutel dran glauben müssen, weshalb ich jetzt auf eine Gebäckpresse umgestiegen bin (und mich jetzt nur noch ärgere, das nicht viel früher getan zu haben). Aber das Ergebnis ist mir jeden Spritzbeutel, den ich geschrottet habe und alle schmerzenden Oberarme wert. Wenn ich es so betrachte, habe ich ja vielleicht sogar etwas gespart, weil ich nicht in die Muckibude rennen musste. Und wenn man sich dafür ein bisschen anstrengen musste, schmeckt das Ergebnis gleich doppelt so gut (falls das hier überhaupt noch geht).

Bärentatzen

50 g Marzipan
150 g Zucker
2 kleine Eier
250 g weiche Butter
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
175 g (Weizen-)Stärke
50 g Kakaopulver
200 g Mehl
 
Füllung:
150 g Nougatmasse
 
Dekoration:
150 g Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre
 
Marzipan in der Mikrowelle bei niedrigster Stufe leicht erwärmen. Dadurch wird das Marzipan weicher und lässt sich besser im Teig verteilen.
 
Eier und Zucker mit dem Marzipan schaumig schlagen. Butter, Zitronenschale und Salz gut unterrühren und alles hellcremig aufschlagen. 
Stärke,
Kakaopulver und Mehl mischen. Zur Eiercreme geben und mit einem Spatel gut unterheben.
 
Backofen auf 180°C vorheizen.
 
Teig in einen Spritzbeutel (oder eine Gebäckpresse) mit Sterntülle geben und Stäbchen mit ca. 5 bis 6 cm Länge auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche spritzen. Dabei so spritzen:
Spritzbeutel senkrecht zur "Arbeitsfläche" halten und leicht drücken, so das ein am Untergrund haftender Tupfen entsteht. Druck beibehalten und auf der Arbeitsfläche leicht nach oben führen, die Richtung nach unten wechseln und nach 5 bis 6 cm Länge des Teigstrangs mit etwas stärkerem Druck wieder leicht zurück auf den Teigstrang führen und dort mit einer Art Tupfer abschließen (nicht mehr drücken).
 
In 12 bis 15 Minuten backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
 
Nougatmasse im Wasserbad weich werden lassen, mit einem Teelöffel eine kleine Menge auf die glatte Seite eines Stäbchens geben und etwas verteilen. Auf ein Backbrett oder ähnliches legen (am besten mit Papier belegt).Ein unbestrichenes Stäbchen sanft darauf drücken und so mit allen Stäbchen weitermachen, bis Nougat und Stäbchen aufgebraucht sind.
 
Sobald das Nougat fest geworden ist, die Kuvertüre temperieren und jeweils eine Spitze des Gebäcks eintauchen, etwas abtropfen lassen und zum Fest werden wieder auf das Backbrett legen.
 
 




Geschenkbox "Gutes von hier" - von uns getestet

Auch wenn es wohl nicht so aussieht, ernähren wir uns eigentlich ganz normal. Also auch von halbwegs gesunden Sachen (man muss den ganzen Zucker ja auch irgendwie ausgleichen).

Am liebsten sind uns regionale Produkte, gerne auch in Bioqualität. Deshalb griff ich auch gleich zu, als für die Box "7 Schwaben" von "Gutes von hier" Tester gesucht wurden, auch wenn es nicht in einen süßen Blog passt (ich hoffe, ihr verzeiht mir). Aber es gibt schließlich auch einen Rueblikuchen in der Box, dessen Rezept auf obigem Link irgendwo versteckt ist und nachgelesen und -gebacken werden kann.



Man konnte wählen, ob mit oder ohne Alkohol und so haben wir uns als Kinderhaushalt für die alkoholfreie Variante entschieden.

Als dann kurz vor dem 6.12. der Nikolaus Postbote mit dem Paket klingelte, haben wir uns sehr gefreut und meine Mädels haben sich sofort ans Aufpacken unseres 3-Gänge-Menüs gemacht.
Das Ganze ist liebevoll von psychisch kranken Menschen des RehaVereins Ulm, verpackt und enthält folgendes:
Als Aperitiv einen fruchtigen Prisecco mit Charakter von der Manufaktur Jörg Geiger. Eine Kokos-Kürbissuppe von Jimmy Schmids Herd in der Feldwirtschaft. Eine Tomaten-Fenchel-Sauce von Hottpott zu Familie Schauts handgemachten Bandnudeln, dazu ein Sirup von Tante Inge. Als Nachtisch Bäcker Masts schwäbischer Rübenkuchen im Glas. Dann noch eine Bienenwachs-Kerze aus der Werkstatt von Blumen Röder, ebenfalls von den psychisch kranken Menschen des RehaVereins Ulm handgezogen.

Und so machten wir uns bald ans Probeessen.
Da der Hausherr nicht da war, gab es für uns 3 Prinzessinen ein richtiges Festmahl mit Kerzenschein.

Angestoßen haben wir fast stilecht mit unserem alkoholfreien Prisecco. Mir und meiner Großen hat der "Kindercocktail" sehr gut geschmeckt, der Kleinen war er nicht süß genug.


Die Portionen der Kürbissuppe mit Kokosmilch waren etwas klein, dafür war sie aber sehr lecker, cremig mit einer feinen Schärfe. Aber es sollten ja noch 2 Gänge folgen.


Es folgte eine große Portion Bandnudeln mit Tomaten-Fenchel-Soße. Die Nudeln waren wirklich sehr gut, die Soße ein bisschen Geschmackssache. Sie verbreitete einen kräftigen Knoblauchduft und ist leicht stückig, wodurch sie von meinen Mädels gleich gar nicht probiert wurde.
So blieb aber mehr für mich und mir hat sie geschmeckt (ganz schön scharf war sie auch).


Der Kuchen löste sich sehr leicht aus dem Glas und schmeckte saftig-nussig. Für mich war Rüblikuchen bisher eine eher schweizer Erfindung, aber wir Schwaben können ja bekanntlich alles (außer hochdeutsch) und somit auch einen leckeren Rüblikuchen produzieren.


Unser Begleitgetränk nach dem Prisecco war der Zitronenmelisse-Sirup mit Ingwer in Mineralwasser, von dem ich mir den Geschmack nicht so richtig vorstellen konnte. Ich war aber positiv überrascht, wie gut das schmeckt und sogar die etwas mäkeligere kleine Prinzessin hat kräftig getrunken. Hicks!

Ich finde, die Box könnte ein nettes Weihnachtsgeschenk für jemanden sein, der gern gut und regional isst und sonst womöglich alles hat.
Inzwischen gibt es auch noch mehr Varianten, eine Box aus Brandenburg und eine für die Region Neckar-Alb.


Die Sieben-Schwaben-Box wurde mir von GUTES VON HIER / reg.io als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt und dieser Bericht entspricht nur meinem persönlichen Eindruck.




Heute bleibt die Werkstatt zu...


... den ich habe mich im Adventskalender der Wolkenfee breit gemacht.

Wer trotzdem Lust auf was Süsses hat, darf mich heute dort gerne mal besuchen.
Und alle die Lust auf noch mehr haben, können sich liebend gerne hier bei mir umschauen.





Der Gastbeitrag bei Wolkenfee kam über die Facebookgruppe "Übern Tellerrand" zustande.


Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich schreibe, das es mal ganz andere Zimtsterne gibt.

Orangen-Mandel-Kugeln

Meine Große liebt ja Vanillekipferl über alles. Deshalb gehören sie zu den ersten Plätzchen, die vom Teller verschwinden (da auch unser Hausherr sie sehr gerne mag).



Jetzt habe ich für ernsthafte Konkurrenz gesorgt. Ein ähnliches Rezept wie unser Standardrezept, nur mit Mandeln statt Haselnüssen. Fast genauso schön mürb, aber anders aromatisiert.

Orangenschale und -likör sorgen für ein etwas herberes Aroma, dass aber sehr gut passt.
Wer keinen Likör in den Keksen mag, nimmt einfach dieselbe Menge Orangenblütenwasser.

Das Rezept stammt von Dan Lepard aus seinem Buch "Short and Sweet", der sie wiederum von dem griechischen Gebäck Kourambidies abgespickelt hat, das jedoch ohne Orange auskommt (kennt der den keine Vanillekipferl???).


Orangen-Mandel-Kugeln 

200 g weiche Butter
geriebene Schale von 2 unbehandelten Orangen
100 g Puderzucker
1 Eigelb
1/2 TL gemahlene Vanille
30 ml Cointreau oder Orangenblütenwasser
200 g gemahlene Mandeln
300 g Mehl, Type 405
1/2 TL Backpulver
 
Puderzucker zum Bestreuen
 
Butter, Orangenschale und Puderzucker werden cremig aufgeschlagen.
Eigelb, Vanille und Cointreau unterrühren.
Mandeln mit einem Spatel einrühren.
Mehl und Backpulver mischen, zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
 
Backofen auf 160°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen.
 
Walnussgroße Stücke vom Teig abnehmen (je ca. 20 g) und zu kleinen Kugeln rollen.
 
Die Kugeln auf die Bleche setzen und 25 bis 30 Minuten backen, dabei nicht zu stark bräunen lassen.
 
Nach dem Backen dicht an dicht auf den Blechen zusammenschieben und großzügig mit Puderzucker bestäuben.



Cassis-Schäumle

Ich habe eine neue Lieblingszutat zum Backen entdeckt. Wie in den Himbeer-Schoko-Spiralen schon geschrieben, eignen sich Fruchtpulver sehr gut, um Teige, die nicht viel Flüssigkeit vertragen, nicht nur optisch sondern auch geschmacklich aufzupeppen.
 
Und das funktioniert auch sehr gut mit einer Baisermasse, die ja eigentlich sehr empfindlich ist. Dort ist es ja ziemlich schwer, einen anderen Geschmack als Zimt, Schokolade durch Kakaopulver oder Vanille (eben alles pulverförmige) unterzubringen.
Von Frucht konnten wir bisher nur träumen... und meine Mädels mögen doch Schäumle so gerne.
 
Aber Fruchtpulver sind, wie ich jetzt herausgefunden habe, die perfekte Lösung.
Hiermit bleibt die Masse schön standfest und lässt sich sehr gut spritzen.
 
Nur bei der Farbstabilität hat es etwas gehapert. Die anfangs schön rosafarbene Masse wurde im Backofen hellblau-lila. Wahrscheinlich ist der Farbstoff der schwarzen Johannisbeere nicht hitzestabil.
Also wird es bald einen Versuch mit Himbeere geben, sicher nicht weniger lecker.

 

Cassis-Schäumle

3 Eiweiß
125 g Zucker
50 g Puderzucker
5 g Fruchtpulver "schwarze Johannisbeere"

Das Eiweiß so lange schlagen, bis es schaumig ist und weiche Spitzen bildet.
Zucker langsam einrieseln lassen, dabei weiterschlagen. Die Masse beginnt zu glänzen und wird dick-schaumig.
Puderzucker mit dem Fruchtpulver mischen und mit einem Schneebesen vorsichtig unterheben.

Ofen auf 120°C vorheizen. Meringuemasse mit einem Spritzbeutel und Tülle nach Wunsch auf 2 mit Papier ausgelegte Bleche dressieren. Dabei beachten: umso größere Schäumle man macht, umso länger brauchen sie zum Trocknen. Ich habe nur relativ kleine Tupfer mit ungefähr 2 bis 3 cm Durchmesser gemacht.
Für diese Größe muss man ungefähr 1 1/2 bis 2 h Stunden Trockenzeit im heißen Ofen rechnen.
In den Ofen schieben. Dabei mit einem Holzkochlöffel einen Spalt offen halten.
Nach Ablauf der Zeit einen Tupfer vorsichtig zerbrechen und nachschauen, ob sie wirklich durchgetrocknet sind, notfalls länger drin lassen.


Himbeer-Schoko-Spiralen

Schwarz-Weiß Gebäck kann doch jeder...
...deshalb habe ich diesen Klassiker ein bisschen abgestaubt und dazu den Teig zuerst gründlich eingestaubt. Und zwar mit Himbeerpulver. Das ergibt als zusätzliche Farbe noch rosa und einen sehr leckeren Himbeergeschmack dazu. Und das ganz ohne künstliche Farb- und Aromastoffe.


Deshalb kann mein Plätzchenrezept auch bestimmt noch bei Julias Blogevent von German Abendbrot "Entstaubte Klassiker".


event

Seit ich im Sommer bei Madavanilla die Fruchtpulver gesehen hatte, geisterten sie mir im Kopf herum. Jetzt kurz vor Weihnachten brauchte ich endlich wieder Gewürze und da habe ich mir gleich Himbeere und schwarze Johannisbeere mitbestellt.
Anna von den himmlischen Süßigkeiten hat auch schon Fruchtpulver selbstgemacht, aber dazu reichte im Sommer die Ernte und die Zeit nicht mehr aus.

Das Pulver selbst riecht sehr fruchtig und ist schön fein gemahlen mit wirklich kräftiger Farbe. Ich war mir aber nicht sicher, wie Farbe und Geschmack sich beim Backen verhalten und so habe ich mir dieses Testrezept ausgedacht und die Farbpalette von Schwarz-Weiß-Gebäck einfach ein wenig erweitert.

Das Ursprungsrezept war auch ein ganz klassisches, nur für den Himbeerteig hatte ich keine Anhaltspunkte, wie viel man braucht, um die Himbeere raus zu schmecken und einen rosa Teig zu erhalten. Aber es hat schon im ersten Versuch hingehauen. Allerdings muss ich zugeben, dass es schon etwas aufwendiger ist, dreierlei Teige herzustellen. Aber ich finde, das Ergebnis lohnt sich nicht nur optisch, sondern vor allem auch geschmacklich.

Meine Mädels (und ich mit) hätten am liebsten schon den ganzen Teig genascht, so lecker schmeckte er. Und auch nach dem Backen kommt der Himbeergeschmack sehr gut raus.
Und das, ohne so künstlich zu schmecken, wie man es bei manchen Joghurts oder ähnlichem mit Himbeeraroma oft hat. Das Pulver besteht nämlich nur aus getrockneten Himbeeren, die fein vermahlen werden.

Auch die Farbe hat gut gehalten, allerdings muss man schon ein bisschen aufpassen. Lässt man die Kekse nämlich nur einen Ticken zu lange im Ofen, geht die rosa Farbe langsam ins hellbraune über, also gegen Ende der Backzeit lieber einmal zu oft nachschauen.

Diese Kekse finden garantiert nächstes Jahr eine Wiederholung. Unbedingt ausprobieren!


Himbeer-Schoko-Spiralen

Vanilleteig:
1/4 TL Vanille, gemahlen
150 g weiche Butter
75 g Puderzucker
22 g Eigelb (ungefähr 1, siehe Anmerkung Rezept)
250 g Mehl, Type 405
 
Himbeerteig:


150 g weiche Butter

75 g Puderzucker

20 g Eigelb (ungefähr 1, siehe Anmerkung Rezept)

220 g Mehl, Type 405

20 g Himbeerpulver
 
Schokoladenteig:
90 g weiche Butter
45 g Puderzucker
15 g Eigelb (ungefähr 1, siehe Anmerkung Rezept)
140 g Mehl, Type 405
15 g Kakaopulver
 
Zuerst werden die Eigelbe von drei Eiern abgetrennt (Eiweiße anderweitig verwenden, z.B. für Baisers). In einer kleinen Schüssel die 3 Eigelbe leicht verquirlen und die zum jeweiligen Teig gehörende Menge abnehmen. Wenn für den Schokoladenteig die Menge nicht mehr ganz ausreicht (nicht alle Eigelbe sind immer gleich groß), die fehlende Menge mit flüssiger Sahne ergänzen.
 
Zuerst den Vanilleteig herstellen.
Dazu Butter, Zucker und Vanille schaumig schlagen, 22 g Eigelb unterrühren. Mehl vorsichtig untermengen.
Die restlichen Teige genauso herstellen, dabei die Vanille weglassen und Himbeer- bzw. Kakaopulver vor dem Unterkneten mit dem Mehl vermischen.

Alle Teige in Frischhaltefolie wickeln und ungefähr 1 h kalt stellen.

Vanilleteig auf etwas Mehl zu einer ungefähr 3 mm dicken möglichst rechteckigen Platte ausrollen. Das Gleiche mit dem Himbeerteig, in ein möglichst gleich großes Rechteck.


Beide Platten aufeinander legen und von der breiteren Seite aus so eng wie möglich wie für Schneckennudeln aufwickeln. Falls die entstandene Rolle zu dick geworden ist, diese durch Hin- und Her-Rollen auf einen Durchmesser von ungefähr 5 cm "verschlanken".



Den Schokoladenteig zu einem dünnen Streifen ausrollen, der die Länge der Teigrolle hat und so breit ist, das er die Rolle komplett umschließen kann (ungefähr 16 cm bei einem Durchmesser der Rolle von 5 cm). Den Teigstreifen mit etwas Wasser oder Milch einpinseln und die Vanille-Himbeerrolle darin gut einpacken. Die Naht gut festdrücken und ggf. die Rolle noch ein wenig hin- und her rollen.


Backofen auf 170°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen.
Die Rolle in ca. 8 mm dicke Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand auf den Blechen verteilen.
Ungefähr 12 Minuten backen, dann nachschauen und falls sie noch nicht durchgebacken sind, weitere 3 Minuten im Ofen lassen.

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

 





Schokoladenspritzgebäck

Nach der ersten Version Spritzgebäck mit schokoladiger-krokantiger Füllung wird jetzt die Dosis erhöht.
Keine Füllung, dafür der ganze Teig schokoladig. Außerdem eignet es sich prima zur Verwertung übriggebliebener Eiweiße, ohne Baiser machen zu müssen.


Das Rezept habe ich vor 2 Jahren schon mal gemacht, jetzt aber wieder gefunden im LAROUSSE Schokolade von Pierre Herme.

Auch hier ist wichtig, den Teig möglichst wenig zu rühren und zu bearbeiten, nachdem das Mehl hinzugefügt wurde. Nur so bleibt es richtig mürbe und sehr zart. Und bitte wieder nur Puderzucker verwenden, sonst beißt man auf den noch kristallinen Zucker.

Schokoladenspritzgebäck

250 g weiche Butter
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
260 g Mehl
30 g Kakaopulver
2 Eiweiße

Butter und Zucker mit dem Salz schaumig rühren.
Mehl und Kakao mischen. Eiweiße schaumig schlagen, aber nicht ganz steif. 
3 EL des Eiweißes unter die Butter-Zuckermasse heben, dann Mehl und restliches Eiweiß zugeben und so kurz wie möglich untermischen (nur bis ein homogener Teig entstanden ist, nicht mehr länger).

Backofen auf 180°C vorheizen.
Mit einem Spritzbeutel mit Sterntülle "W"s von ungefähr 3 x 5 cm Größe auf 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche spritzen ( oder der Gebäckpresse beliebige Formen, bei mir waren es kleine Tannenbäume).

Etwa 12 Minuten backen und vor dem Verpacken in einer Keksdose am besten auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.