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Boston Cream Donuts

Irgendwie lustig. Alles was gerade bei mir an Süßem in der Küche produziert wurde passt auf einmal zu irgendeinem Blogevent.



So ist es auch mit diesen Dingern . Wir bereiten langsam aber sicher unseren Umzug vor und ich sortiere ungefähr 2000 Taschenbücher. Dabei fiel mir die Stephanie Plum-Reihe von Janet Evanovich in die Hände, die ich vor ungefähr 15 Jahren (oder ein bisschen mehr) geradezu verschlungen habe, und auch seither immer wieder herausgeholt habe, um sie nochmals zu lesen. Ich konnte nicht anders und musste kurz durchblättern. Und da fiel mein Blick auf das Wort Donut, gefüllt mit Vanillecreme.
Ich erinnerte mich daran, daß das die Lieblingssorte der Hauptperson ist und dachte mir, die könnte ich auch mal machen...



...schwupps stand ich an der Friteuse. (Ok es hat schon ein bisschen gedauert, der Hefeteig musste ja noch aufgehen).

Und dann sah ich kurz darauf die Ankündigung zu Zorras derzeitigem Blogevent zusammen mit Bella kocht: Roadtrip durch die USA

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

Das passte ja wie die Faust aufs Auge - und dann auch noch zur langsam in Hochform kommenden Faschingszeit.

Und schmecken tut das ganze auch noch. Ein saftiger Hefeteigkringel wird mit vanilliger Konditorcreme in das mittige Loch gefüllt und das Ganze noch mit Schokolade überzogen. Das kann doch nur gut sein...
Es sieht zwar mehr aus wie ein Berliner mit Schokoguss, aber im Grunde ist der Unterschied ja auch nicht so riesig (gibt es überhaupt einen?).

Der Teig ergibt ca. 20 Donuts. Wenn die Creme nicht ausreicht (das hängt ein bißchen von der Größe des Loches in der Mitte ab), kann man die restlichen auch nur in Zucker und Zimt wälzen oder eben ohne Füllung mit Schokolade überziehen.


Boston Cream Donuts

Hefeteig:
100 ml Milch, lauwarm
2 EL Wasser
2 TL Trockenhefe
50 g Zucker
350 g Mehl
50 g weiche Butter
2 Eier
1 EL Vanillezucker

Konditorcreme:
125 ml Milch
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Eigelb
20 g Zucker
10 g Maisstärke
 
Schokoladenguss:
ca. 200 g temperierte Schokolade

Zum Frittieren:
ca. 500 ml Sonnenblumenöl

Für den Hefeteig das Mehl in eine verschließbare Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. In die Mulde die Milch und das Wasser gießen sowie darin die Hefe mit einem EL des Zuckers auflösen.
10 Minuten stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem homogenen Teig verkneten. 30 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und weitere 30 Minuten gehen lassen.
 
Solange der Hefeteig geht  die Konditorcreme zubereiten. Dazu wird die Milch mit der Vanille aufgekocht. In einer hitzefesten kleinen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker und der Stärke glatt rühren. Die kochende Milch unter Rühren langsam zugeben und sehr gut verrühren. Dann das Ganze zurück in den Topf geben und unter weiterem Rühren aufkochen lassen. Die Mischung ungefähr noch 5 Minuten leicht blubbern lassen (damit der Stärkegeschmack verschwindet, dabei aber immer schön rühren).
Die Creme ggf. in eine kleine Schüssel füllen, direkt auf die Creme eine Frischhaltefolie drücken (dann bildet sich keine Haut) und zum Abkühlen beiseite stellen.

Den fertig gegangenen Hefeteig kurz durchkneten und ungefähr 1 cm dick ausrollen. Mit einer runden Form (ich habe eine kleine Schüssel mit 7 cm Durchmesser genommen) Kreise ausstechen. Das innere Loch habe ich mit dem breiten Ende einer Spritztülle (ca. 2 cm Durchmesser) ausgestochen. Restlichen Teig wieder zusammenkneten, auswellen und weitere Donuts ausstechen.

Die Donuts nochmals 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit kann das Öl erhitzt werden. Das geht am besten in einer Fritteuse, aber auch ein Topf auf dem Herd eignet sich.
Sie werden bei 170°C frittiert. Das Erreichen der Temperatur prüft man am besten mit einem Thermometer (bei der Fritteuse nicht notwendig) oder mit dem Stil eines Holzkochlöffels. Wenn kleine Luftbläschen aufsteigen ist die richtige Temperatur erreicht.
Zuerst eine Seite der Donuts, dann umdrehen und die andere goldbraun ausbacken. Immer in Portionen zu 3 bis 4 Stück, bei mehr kühlt das Öl zu sehr ab und das Gebäck saugt sich mit Fett voll.

Abkühlen lassen und dann das Loch mit der Vanillecreme füllen (am besten mit einem Spritzbeutel und der Lochtülle) und die Oberfläche mit Schokolade überziehen.

Schmeckt ganz frisch am besten. 

Kommentare:

  1. Donats mochte ich früher unheimlich gern, habe sie vor Ort in ihrer Heimat genossen. Es ist eine gute Idee, sie selbst zu machen. Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Wenn Du mal keine Lust auf Torte hast, probier es einfach aus. Ich finde sie ganz frisch und noch leicht warm am allerbesten (da sind sie mir viel lieber, als die vom Bäcker)

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  2. Uii die sehen unglaublich köstlich aus ... Da hätte ich jetz auch gern einen :D

    Viele liebe Grüße chrissi
    von http://chrissitallys.blogspot.de/

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    1. Leider keiner mehr da, sonst hätt´ ich jetzt einen eingepackt...

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  3. Unglaublich, dass du mitten im Umzug noch Zeit findest zu Backen, Barbara.
    Da fällt mir ein, dass ich immer noch nicht diese italienischen, frittierten Teile für meinen Mann gemacht habe - grrr, dieses olle Frittieren!
    Liebe Grüße
    Maren

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    1. Naja, so ganz umziehen tun wir noch nicht, nur mal alles vorbereiten - also mal aussortieren, welche Bücher ich nicht mehr ganz so dringend im Wohnzimmerschrank brauche oder Küchenkram, den ich eh nicht benutze aussortieren - so dass es dann, wenn es so weit ist, viel schneller geht.

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  4. Liebe Barbara,

    vielen Dank für deinen Beitrag!
    Wenn ich das nächste mal frittiere (kommt nicht so oft vor, da ich keine Fritteuse habe und auch keine will, deshalb mach ich das im Topf und dann gleich mehrere Sachen hintereinander) werde ich mal Donuts machen, wollte ich nämlich schon immer mal ausprobieren und ich liiiebe Boston Creme...

    VG Bella

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    1. Du wirst sehen, selbst gemacht ist viel besser als gekauft...

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  5. Hallo Barbara! Die Bücher Habe ich früher auch gelesen :)! Ich habe allerdings erst vor kurzem von einer Donutkette meinen ersten Boston Cream Donut probiert und war ehrlich gesagt nicht soo begeistert. Ich bin mir aber sicher, dass es selbstgemacht tausend mal besser schmeckt! Lecker sieht es auf jeden Fall aus! Liebe Grüße, Nadine

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    1. Das mit den Büchern ist ja lustig. Ich mag sie auch heute noch sehr gerne, allerdings sind mir die neueren doch langsam etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen

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