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Buchvorstellung: Manuela Kjeilen - Die Backfee Zuckersüß

Der Verlag Lifestyle Busse Seewald hat sich wohl zur Aufgabe gemacht, die schönsten Backbücher des deutschen Buchhandels auf den Markt zu bringen.


Nach dem Buch "Süße Liebe"* von Asa Swanberg im letzten Sommer ist jetzt das Backbuch "Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen"* von Manuela Kjeilen erschienen. Wieder mit wunderschönen Fotos, dieses mal aber mehr im pastelligen Stil der sechziger Jahre.

Manuela Kjeilen ist eine der bekanntesten Bloggerinnen Norwegens. Auf Passionforbaking lässt die 5-fache Mutter ihrer kreativen Ader freien Lauf und tobt sich mit Süßem aller Art aus. Hier wird das Herz jedes Hobbybäckers und Zuckerjunkies schwach. Seit ich durch das Buch die Seite entdeckt habe, könnte ich mich jedes mal, wenn ich sie aufrufe, festlesen. Wie es sich als Bloggerin gehört, hat sie auch die meisten Bilder des Buches selbst fotographiert.
Die Bilder sind wie der Blog. Nicht übervoll mit Dekoartikeln, aber ein paar hübsche Accesoires. Alles sehr pastellig und auch manchmal leicht kitschig, aber sehr schön. Und total im Sixties-Stil (der wohl auch der bevorzugte Kleidungsstil der Autorin ist, wie man auf den zahlreichen Bildern von ihr sehen kann - aber die Anzahl der Fotos von ihr hält sich noch in erträglichen Grenzen).


Beim ersten Aufschlagen war ich wirklich begeistert, weil es einfach nur so schön anzuschauen war (oh Mann, ich glaube, ich bin langsam auch vom Rosa-Virus, an dem meine beiden Prinzessinnen leiden, erkrankt - und das obwohl ich rosa eigentlich schon immer gehasst habe).
Die Autorin hat eine eindeutige Schwäche für Oreokekse und Frischkäse. Insgesamt sehr amerikanisch angehaucht, das fällt auch beim schnellen Durchblättern auf.

Das Buch beginnt mit einem sympathischen Vorwort, es gibt ein paar Backtipps und noch Hinweise für ein Starterpaket. Da die Autorin doch einiges mit Fondant und für Cupcakes mit unterschiedlichen Tüllen usw. arbeitet, sollte man sich das gut anschauen. Allerdings kann man ihre Rezepte auch ohne das "Zuckerdrumherum" zubereiten.

Dann geht es direkt mit folgenden Kapiteln los:
  • Cupcakes
  • Cookies
  • Kuchen
  • Sweets
Bei den Cupcakes stellt sie "ihr" Grundrezept mit (fertiger) Vanillesauce vor, was mich persönlich etwas gestört hat, aber die kann auch durch Sahne oder Milch und etwas Vanille ersetzt werden.
Zu jedem der 19 Cupcake Rezepte gibt es ein Frosting (bekannte wie Vanilla Cream Cheese, Italian Meringue, aber auch nicht so süße Alternativen).
Viele Cupcakes werden noch extra zum Topping mit z.B. Lemon Curd oder Konditorcreme gefüllt.
So entstehen dann so interessante Zusammenstellungen wie Schoko-Lakritz-Cupcakes mit Zitronenfüllung (im Buch hat das ganze aber einen poetischeren Namen) oder Oreo Brownies Cupcakes (mit Himbeertopping und Schokosauce). Zwischen den Cupcakerezepten finden sich aber auch noch weitere Rezepte, wie z.B. für Marshmallowfondant und auch Anleitungen zum perfekten Spritzen des Frostings oder der Herstellung von Dekorationen aus Fondant (Knöpfe, Blümchen,...).
Also ein "Allroundpaket" für Cupcakefans.



Mich persönlich hat aber das folgende Kapitel noch mehr angesprochen. Hier gibt es Cookies in Töpfchen (Baked Cookie Cups), Moon Pies (hatte ich noch nie gehört) Oreo Chocolate Cheeesecake Cookies oder auch Cookies mit Kartoffelchips und Schokolade (die mache ich auf jeden Fall!). Und natürlich dürfen Macarons nicht fehlen, hier Schoko-Salzkaramell und Erdbeere.



Dann geht es an die Kuchen. Hier ist alles zu finden: vom einfachen Rührkuchen, der kein Butter und an dessen Stelle geschlagene Sahne enthält, über die mit SugarVeil dekorierte Torte bis hin zu Cheesecakes und Brownies. Auf ein Rezept haben sich meine beiden gleich gestürzt, eine "Vintage Vanilla Candy Cake", komplett mit Perlen aus den Zuckerarmkettchen von früher bedeckt (aber auch das Kuchenrezept dazu ist interessant, es enthält nämlich nur Eiweiß, aber anders als Angel Food Cake auch Butter). Viele Brownierezepte, z.B. mit Daims und Kaffemeringue- oder Keksteigtopping. Auch Caramel Crunch Brwonies hören sich für mich sehr lecker an.
Und auch wieder Dekotipps, z. B. zum Herstellen von Zuckerrosen oder zum arbeiten mit dem oben genannten SugarVeil Icing oder kleine Extrarezepte zum Herstellen von. Fruchtsirups o.ä.


Im Kapitel Sweets geht es um kleinere Naschereien. Dabei handelt es sich vorwiegend um unterschiedlich dekorierte Cakepops und Marshmallows in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber auch Baiser und ein Peanut brittle mit Cranberries und Schokolade.

Am Schluss gibt es noch ein ausführliches Register und -hier ganz wichtig, wegen dem Zuckerdekokram- eine Seite mit Bezugsquellen.

Aber ein Buch soll ja nicht nur optisch überzeugen, hauptsächlich kommt es auf die Rezeptbeschreibung und das Endergebnis an.
Jedes Rezept erstreckt sich über 4 Seiten, davon sind ungefähr 2 1/2 Bilder der Arbeitsschritte und des Ergebnisses. Nach einer kleinen persönlichen Einleitung folgen die Mengenangaben (Vorsicht: Manuela backt für eine Großfamilie! So sind die Rezepte z.B. für 24 Cupcakes, einem normalen Haushalt reicht die Hälfte).
Anschließend die Auflistung der Zutaten, dann Beschreibung im Fließtext (manchmal inkl. Variationstipps).
Die Zutaten sind bis auf ein paar Ausnahmen (Lakritzpulver, die Aromen für die Marshmallows) eigentlich gängig und in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Nur eben das Handwerkszeug für die manchmal etwas aufwendigeren Dekorationen nicht (manches braucht man nicht unbedingt, zum Ausdünnen eines Randes geht auch für den Anfang mal nur ein Zahnstocher und die Handfläche, was die Autorin leider nicht schreibt).

Die Rezepte (und auch Anleitungen) lesen sich schlüssig, nicht nur bei den von mir ausprobierten folgenden Rezepten:

Wie man unschwer herauslesen kann, gefällt mir das Buch wirklich gut.

Und wer neugierig geworden ist:

Manuela Kjeilen
Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen *
Verlag Lifestyle Busse Seewald
ISBN : 978-3772473746








Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag Lifestyle Busse Seewald zur Verfügung gestellt, was meine persönliche Meinung zum Buch aber in keinster Weise beeinflusst hat.

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