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Himbeer Cranachan nach Nigel Slater

Schon der Name hört sich knusprig-krachig an, oder? Die Schotten haben also den Namen für ihr Nationaldessert genau passend gewählt.



Nigel Slater beschreibt die Kombination in seinem Buch Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube die Kombination aus Haferflocken und Himbeeren als magisch. Dem kann ich nur zustimmen. Hier ist alles drin: cremig, weich und knusprig genauso wie sahnig, fruchtig und karamellig. Denn beim Mischen der heißen Haferflocken auf dem ebenfalls heißen Backblech mit dem Zucker passiert wirklich etwas magisches: der Zucker schmilzt und karamelisiert leicht, wodurch sich um einen Teil der Haferflocken ein knusprig-süßer Mantel bildet.

Und das fast im Handumdrehen ohne viel Aufwand mit Karamell kochen usw.
Deshalb heute auch nicht soviel Vorgeschreibsel sondern gleich ein tolles Rezept.

Himbeer-Cranachan

175 g Haferflocken (ich habe blütenzarte genommen)
80 g heller Muscovado-Zucker
300 ml Creme double
150 g Himbeeren (bei mir TK aus dem letzten Sommer, aber aufgetaut)
 
Ich habe mich nicht an den Backofengrill getraut, weil ich Angst hatte, die Haferflocken gleich zu verbrennen und deshalb den Backofen nur auf 200°C vorgeheizt.

Die Haferflocken auf ein Backblech geben und goldbraun anrösten, dabei mit Adleraugen beobachten. Der Unterschied zwischen knusprig und verbrannt kann nur ein paar Sekunden bedeuten.

Den Zucker sofort unter die heißen Haferflocken mischen.

Die Creme double leicht cremig schlagen. Sie soll aber nicht steif werden.

Frische Himbeeren leicht zerdrücken (bei aufgetauten erledigt sich dieser Schritt von selbst) und mit der Haferflocken-Zucker-Mischung unter die Creme double heben.

Entweder in eine große oder 4 kleine Schüsseln füllen und noch eine Stunde kalt stellen, bevor das Cranachan serviert werden kann.



Zufälligerweise passt das Rezept sehr gut zum gerade laufenden Haferflockenevent vom Küchenplausch (war aber nicht so geplant, das Cranachan war schon aufgegessen, bevor ich es sah).

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Kommentare:

  1. Hm, das klingt absolut köstlich! Ich ahbe nur das "Gemüse-Tender", aber auch darin befinden sich einige Schätzchen. Ich habe übrigens noch nie Crème double im Laden gesehen. Woher hast du sie?
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Hallo Eva, bei uns gibt es sie ganz normal im Kühlregal, allerdings ziemlich teuer. Meistens mische ich mir einen Ersatz aus halb-halb Sahne und Mascarpone. Das schmeckt eigentlich genauso und ist von der Konsistenz sehr ähnlich. (Bald kommt noch eine Buchvorstellung zu dem tollen Buch und noch ein paar Proberezepte)

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  2. Oh wie lecker ist das denn?! Von diesem Zucker hatte ich bisher nichts gehört bzw. gelesen. Ist das eine besondere Art von braunem Zucker? Das Rezept hängt bereits ausgedruckt am Kühlschrank. Danke :)
    Liebe Grüße Renate

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    1. Muscovadozucker findet man bei uns am ehesten im Reformhaus. Er schmeckt irgendwie kräftiger und leicht karamellig. Aber ich glaube, hier könnte man ihn auch durch normalen braunen Zucker ersetzen.

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  3. Hmm das hört sich ja lecker an =)

    Viele Grüße
    Fiona
    (http://worldwildfood.blogspot.de/)

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  4. Uii das hört sich echt köstlich an ! Und auch garnicht so schwer ;) Währe definitiv einen Versuch Wert denke ich ;)
    Habe übrigens auch an dem Blogevent teilgenommen ( http://chrissitallys.blogspot.de/2014/01/muslipop-ige-pinguine-cute-cerealpops.html ) freue mich falls du mal vorbei schauen möchtest ^^

    Liebe Grüße Chrissi

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    1. Es ist wirklich schon fast mehr als einfach. Ich geh mich mal bei dir umschauen...

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  5. Ich esse Cranachan furchtbar gerne, und genau zwar genau so, wie Du ihn zubereitest, nämlich ohne Alkohol. Lecker schaut das aus!

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    1. Bei meinen süßen würde Alkohol nicht so gut ankommen. Erstens will ich das gar nicht (das kommt noch früh genug...) und zweitens grusseln sie sich zum Glück schon vor dem Geruch ;-)

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  6. Obwohl ich schon in Schottland war ist mir dieses leckere Dessert bisher durch die Lappen gegangen. Und dann noch so schön einfach. Ich habe mir auch mal das Buch von Nigel Slater angesehen. Klingt interessant! Oh Mann, noch mehr Bücher!!
    Liebe Grüße
    Maren

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