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Buchvorstellung: Fotografie al dente

Schon wieder ein Buch...aber dieses Mal sind so gut wie keine Kalorien drin, ganz sicher.

Wie die meisten Foodblogger packte auch mich ziemlich bald nach Beginn des Bloggens der Ehrgeiz, schönere Bilder als nur mit Draufhalten und Losknipsen auf dem Blog zu veröffentlichen.
Die Grundausstattung war eigentlich schon vorhanden - eine (schon etwas ältere) digitale Spiegelreflexkamera und die Objektive aus dem Set. Ich versuchte, mit Hilfe der Bedienungsanleitung und ein bisschen schönerer Deko, meine Fotos zu verbessern.Trotzdem war ich oft nicht so ganz mit meinen Knipsereien zufrieden.

Kurz vor Weihnachten zog dann ein Festbrennweitenobjektiv mit großer Blende bei mir ein (so kann man ja den Hintergrund schön "verschwimmen" lassen).
Aber ich wollte mehr wissen -Technisch und das DrumRum wie anrichten,...- und forschte nach der passenden Literatur. Vieles auf englisch, da traute ich mir die Fachbegriffe aber nicht so richtig zu. Wenig auf deutsch und auch nicht so toll bewertet bzw. mehr für Profis, die dann so arbeiten, dass man das Ganze nachher nicht mehr essen kann.



Und dann stieß ich auf "Fotografie al dente " von Jana März und Co., das mir jetzt vom Franzis Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Mir hat das Buch direkt beim ersten Durchblättern sehr gut gefallen. Es ist eigentlich genau für Foodblogger gemacht (so ist auch eine der Autorinnen Bloggerin) und richtet sich auch an diese.

Im ersten Kapitel  "Foodausrüstung für Einsteiger" wird auf die Ausrüstung, d.h. Kameras, Objektive, Lampen usw.  eingegangen und die jeweiligen Vor - und Nachteile erklärt. Anhand von Bildern wird anschaulich der Unterschied direkt verdeutlicht. Die Grundaussage ist immer, daß man auch mit einfachen Mitteln sehr gute Bilder machen kann (und es wird auch gezeigt, wie).

Dann geht es um "Aufbauten und Lichtquellen". Hier lernt man die Einstellungsmöglichkeiten an der Kamera kennen und wie man mit natürlichem und künstlichen Licht arbeitet ( wie wirkt Licht, das aus verschiedenen Richtungen kommt, wie kann ich es und dadurch eventuelle Schatten abschwächen oder auch verstärken).

Ein weiteres Kapitel dreht sich rund um die "Zubereitung". Damit sind Unter- und Hintergründe, Farbgestaltung und-lehre und die Verwendung von Geschirr, Besteck und weiteren Dekomitteln sowie die Dekoration des fertigen Essens selbst gemeint. Wieder gespickt mit vielen Tipps, wie man sich auch mit begrenzten Mitteln helfen kann oder einfach durch die passende Farbwahl eine bestimmte Stimmung beim Betrachter auslöst.

Damit geht es direkt über zum sogenannten "Anrichten". Hier wird auf die Komposition und Anordnung der Gegenstände und des Gerichts, dass auf das Bild soll, eingegangen.
Man lernt die verschiedensten Perspektiven und ihre Wirkung auf ein Bild genau so kennen wie das Spiel von Licht und Schatten und die unterschiedliche Wirkungen eines mit verschiedenen Blendenöffnungen aufgenommenen Bildes.

Dann kommt noch die "kreative Fotoküche". mit sehr vielen technischen Tipps und der Umsetzung von ein paar "Spielereien". Es wird erklärt, wie man das perfekte Foto von spritzenden Flüssigkeiten hinbekommt oder wie man Kaffeedampf auf ein Bild bannen kann.
In diesem Kapitel hat mir der Abschnitt mit den häufigsten Fehlern in der Foodfotografie sehr angesprochen. Hier fand ich mich irgendwie direkt wieder (in der Zwischenzeit schäme ich mich fast für das erste Bild von Eis, dass ich veröffentlicht habe).



Zum Abschluss gibt es noch ein kleines Kapitel über die Bildbearbeitung mit Picasa und Lightroom. Aber das werden wohl auf immer und ewig chinesische Dörfer für mich bleiben (obwohl, wer weiß, wenn ich mal ganz viel Zeit habe...jucken würde es mich ja schon). Und, für Blogger wieder sehr interessant, Tipps zur Veröffentlichung der Bilder im Internet.

Das ganze wird noch abgerundete durch einen Ausflug ins Web der Foodies mit vielen Linktipps zum Satt gucken.

Das ganze Buch ist sehr liebevoll gestaltet. Zwischen den Kapiteln finden sich nämlich noch kleine Rezepte von Foodbloggern mit der entsprechenden fotografischen Umsetzung und auch Interviews mit Foodfotografen (teilweide Blogger, teilweise von Agenturen oder selbständig). Ich finde es spannend zu lesen, wie viele erst durch Umwege zur Foodfotografie gekommen sind.

Auf allen Fotos sind die Kameraeinstellungen vermerkt und man sieht bei vielen Bildern direkt, welche Veränderung z. B. des Lichteinfalls durch einen Diffusor oder Reflektor was bewirkt.

Das Alles ist aber nicht trocken erklärt. Das Buch liest sich sehr leicht und einfach verständlich.
Und ich habe gemerkt, dass ich noch vieles zu lernen habe. Aber ich glaube fast, daß nicht nur Anfänger wie ich das Buch gerne verwenden werden, sondern dass auch schon etwas Fortgeschrittenere noch einige Tipps und Tricks finden können.

Also gehe ich jetzt lieber ein bisschen Knipsen und lasse für die neugierigen nur noch die Buchdaten da.

Jana Mänz & Co
Fotografie al dente
Franzis Verlag
ISBN: 978-3645602693




Kommentare:

  1. Muss ich noch was sagen, Barbara? Du ahnst es schon! Ich glaube, wir können zusammen eine Bücherei aufmachen, oder? Wenn's also mit dem Job nicht mehr läuft weißt du ja bei wem du dich melden kannst :-D ! - Aber mal im ernst: Das Buch ist wirklich toll! Nur wo ich die Zeit hernehmen soll, all die Dinge umzusetzen und auszuprobieren. Das steht nicht drin ;-) .
    Liebe Sonntagsgrüße
    Maren

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    1. Ich merks mir mal, am besten ein Buchcafe. Leckere selbstegmachte Kuchen und Torten mit der passenden Literatur - Backbüchern ;-)

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    2. Also das hört sich absolut nach meiner Vorstellung an!!

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  2. Wow das Buch klingt ja interessant! Ich selber muss das Fotografieren wohl noch ein wenig üben . Daher währe das Buch tatsächlich eine Überlegung wert ...Mal schauen Ostern kommt ja bald ^^. Aber danke für die review !

    Liebe grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.com

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    1. Ich würde mal behaupten, dass mir das Buch ein gutes Stück geholfen hat (wenn ich mir mal die Bilder von vor einem Jahr anschaue...da schäme ich mich in der Zwischenzeit schon manchmal fast)

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  3. Liebe Barbara, vielen lieben Dank für deine schöne Rezension. Als eine der Autorinnen freue ich mich, dass unser Buch gut ankommt.
    Viele Grüße, Jana

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