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karamelliges Apfel-Crumble

Zeit für ein letztes Testrezept von Nigel Slater und sein Buch Tender: Obst. Er nennt ihn „üppiger Apfel Crumble“, ich habe ihn lieber umgetauft, da ich das üppig etwas irreführend finde. Hier geht es nämlich nicht um eine fett- und zuckertriefende Streuselschicht oben drauf. Was dieses Crumble üppig macht, ist das Karamellisieren der Äpfel mit braunem Zucker, bevor sie mit Streuseln bedeckt in den Ofen wandern. Allerdings fällt dadurch auch der Abwasch etwas üppiger aus, man braucht nämlich noch eine extra Pfanne (was mich aber in diesem Fall nicht so sehr gestört hat, denn geschmacklich lohnt es sich auf jeden Fall).


Beim Karamellisieren in der Pfanne kann man auch etwas abschätzen, wieviel Flüssigkeit das Crumble noch zusätzlich braucht. Für Nigel Slater ist es perfekt, wenn es eine Konsistenz hat, die einem sehr saftigen weichen Apfelkompott mit Stückchen ähnelt. Wenn die Äpfel also zu trocken sind, lieber etwas Wasser und/oder Zitronensaft dazugeben.
Im Originalrezept wird das Crumble in eine Backform gegeben, die ungefähr 1,5 l fassen sollte, Durchmesser wird keiner angegeben. Mir hat aber die Idee, jedem einen eigenen Crumble zu machen, besser gefallen. Und so gab es bei uns 8 kleine Förmchen (mit jeweils ca. 8 bis 10 cm Durchmesser) aus den unten angegeben Mengen (so hatte jeder 2, das war sogar noch besser).
Aber beim nächsten Mal würde ich doch etwas ändern. Das Crumble schmeckt an und für sich schon sehr lecker, aber ich persönlich liebe Zimt zu Äpfeln und werde deshalb nächstes Mal noch etwas davon zu den Streuseln geben.
Und die mit Vanille aromatisierte Sahne, die auf den noch warmen Crumbles leicht schmilzt, wird es auf jeden Fall auch nochmal dazu geben (Nigel Slater hat sicher nur vergessen, sie in seinem Rezept zu erwähnen, da kommt sie nämlich nicht vor).

 
Karamellige Apfel Crumbles

Apfelfüllung:
850 g säuerliche Äpfel
Saft einer halben Zitrone
75 g brauner Zucker
30 g Butter
 
Streusel:
95 g Butter
150 g Mehl
45 g brauner Zucker
1 EL Wasser

Ofen auf 180°C vorheizen. Eine große Backform (1,5 l Inhalt) oder 8 kleine hitzefeste Förmchen (ca. 8 cm Durchmesser) bereitstellen.
Äpfel schälen, entkernen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Zitronensaft und brauner Zucker untermischen.
Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen, bis sie zischt. Die Apfelzuckermischung zugeben und eine Weile köcheln lassen, ohne zu viel herumzurühren (sonst zerfallen sie). Erst wenn der austretende Saft ziemlich verdunstet ist, umrühren. Die Äpfel sollten leicht anbräunen und der Zucker an manchen stellen leicht karamellisiert sein.
In die Backform/Förmchen geben. Angebackenen Zucker mit etwas Waser und/oder Zitronensaft und einem Spatel lösen und ebenfalls zu den Äpfeln geben.
Für die Streusel werden Mehl und Butter mit den Fingern in einer Schüssel miteinander verrieben, bis keine Butterstückchen mehr sichtbar sind. Dann wird der Zucker grob untergemischt und diese Mischung mit dem Wasser beträufelt. Vorsichtig Kneten, bis sich zusammenhängende Streusel bilden.
Über den Äpfeln verteilen und im Ofen goldbraun backen. Bei der großen Form dauert das 40 bis 50 Minuten, die Einzelförmchen brauchen  nur ca. 35 Minuten.

Wer mag, schlägt noch einen Becher Schlagsahne luftig auf (aber nicht steif), gibt ein bis 2 Teelöffel Vanillezucker dazu und serviert das zu den Crumbles.


Kommentare:

  1. Die Idee mit den kleinen Portionsförmchen finde ich auch viel schöner und, genau wie du, würde mir auch Zimt zum Crumble fehlen. Hach, ich kann's mir genau vorstellen...warm und knusprig...ich glaub ich muss mal in die Kuche ;-)
    Liebste Grüße Maren

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