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Kastenweißbrot oder Farmhouse Tin Loaf nach Dan Lepard

Zur Zeit kann ich ein paar lange aufgesparte Brotrezepte ausprobieren, da unsere Backhausfrau gerade Urlaub macht und dadurch die wöchentlichen Brotlieferungen der Oma mit Backhausbrot ausfallen. Meine Kinder sind durch das selbstgebackenen Holzbackofenbrot von ihr schon ein wenig verwöhnt und wollen kein Bäckerbrot essen, es schmeckt ihnen einfach nicht.


Warum das jetzt aber ein Bauernhofbrot ist kann ich nicht genau sagen. Vielleicht, weil es dem Bauern genügend Zeit lässt, dazwischen immer wieder was zu arbeiten anstatt ständig dem Blubbernden Teig zuzugucken.

Auf jeden Fall ist es aber ein kleines Weißbrot mit einer geringen Hefezugabe zum Vorteig, der lange stehen gelassen wird. Dadurch wird der Teig aromatischer und hält die Feuchtigkeit besser.

Dan Lepard hat eine spezielle Knettechnik entwickelt, indem er den Teig mehrmals nur sehr kurz in Abständen von 10 bis 15 Minuten bearbeitet. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da der Teig zu Beginn extrem klebrig wirkt, was sich normalerweise aber schon nach dem zweiten Kneten erheblich verbessert.

Leider hat es uns nur einen Tag gereicht, aber es wurde gleich Nachschub bestellt (also war es wieder nix mit noch mehr Rezepte ausprobieren).



Farmhouse Tin Loaf

Vorteig:
225 ml lauwarmes Wasser
5 g Hefe
175 g Mehl Type 550

Hauptteig:
175 g Mehl Type 550
1 TL Salz
25 g Butter

Öl zum Kneten

Die Zutaten zum Vorteig werden in einer verschließbaren Schüssel mit einem Holzkochlöffel verrührt und für ungefähr 4 Stunden oder auch über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen.

Nach dieser Zeit wird die Butter mit den Fingern in den Mehlanteil (das in eine große Schüssel geschüttet wurde) für den Hauptteig gerieben, bis sie nicht mehr sichtbar ist. Das Salz untermischen.

Den Vorteig komplett zugeben und alles so kurz wie möglich zu einem klebrigen Teig verkneten.
Mit einem Tuch zudecken und 10 Minuten stehen lassen.
Den Teig sanft und nur kurz (ca. 10 Knetbewegungen) mit eingeölten Händen durchkneten, dann 15 Minuten abgedeckt stehen lassen, nochmals auf gleiche Weise kneten, abdecken und weitere 15 Minuten stehen lassen. Jetzt folgt eine Teigruhe (abgedeckt) von 30 Minuten.

Eine kleine Kastenform von ca. 20 cm Länge buttern und ausmehlen.
Den Teig auf einer geölten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 2 cm Rechteck flach drücken, dessen eine Seite ungefähr 16 cm lang ist. Von dieser Seite her straff aufrollen und in die Kastenform legen.

Mit einem Küchentuch zudecken und ca. 90 Minuten gehen lassen.
Nach 70 Minuten den Backofen auf 220°C vorheizen.

Den fertig gegangenen Teig in den Backofen stellen. Mit einer Sprühflasche (wie zum Pflanzen besprühen) etwas Wasser in den Backofen spritzen (bis die Oberfläche des Brotes glänzt) und schnell die Tür verschließen.
Nach 20 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot in weiteren 25 Minuten fertig backen.
Aus der Form nehmen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen.

Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen.




Kommentare:

  1. Wow, ihr bekommt regelmässig frischgebackenes Brot von der Oma? Da bin ich SEHR neidisch!
    Dein Brot braucht sich aber auch nicht verstecken. Das sieht - im wahrsten Sinne - zum Reinbeißen aus.

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    1. Danke dir! Unser Dorfbackhaus ist sehr gut ausgelastet, da wird von Dienstag bis Freitag 2 mal gebacken, geschätzt jeweils ca.30 große Laibe. Und jeden Dienstag geht ein so großer an uns, dass er fast die ganze Woche reicht ;-)

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