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Tiramisutorte mit Toffeeäpfeln und etwas in eigener Sache - der Umzug geht los

Im letzten Post schrieb ich von der Verzögerung unseres Umzugs - und zack werde ich auf einmal davon überrollt. Unserem Hausherrn fiel ziemlich spontan ein, dass das Brückenwochenende zum ersten Mai doch ein guter Umzugstermin wäre. Da unsere Treppe (und noch ein paar andere Sachen) immer noch nicht fertig ist (aber bis dahin auf jeden Fall kindersicher), bin ich doch einigermaßen aus den Wolken gefallen und jetzt etwas geplättet. Trotz vielem Ausmisten in letzter Zeit gibt es hier massig zu tun - daheim packen und auf der Baustelle noch Treppe streichen, den Fußboden im Wohnzimmer ölen,... alles meine Arbeit, die bis dahin erledigt sein sollte. Ein paar Sachen sind urplötzlich auch schon umgezogen - unter anderem der Tisch, den ich als Untergrund zum Fotografieren immer benutze (und der auch normalerweise meine Laptopunterlage ist).
Hier geht es also drunter und drüber, ich werde kaum zum Backen (und noch weniger zum Bloggen)und auch nicht besonders oft zum Beantworten von Kommentaren usw. kommen.
Aber ein paar Beiträge habe ich noch vorbereitet, deshalb wird es auch immer wieder mal einen Post geben. Und dann hoffe ich, dass in 2 bis 3 Wochen das schlimmste überstanden ist und ich auch wieder etwas Zeit und Muse haben werde, was Süßes frisch zu produzieren (was hier in den letzten 2 Wochen schon fast nicht mehr gemacht wurde - mein Blog lebt gerade aus dem Vorrat).

Den Anfang macht diese Tiramisutorte von Adolf Andersen, die mich schon eine Weile anlachte, bevor sie in endlich den Backofen kam. Das ist zwar schon wieder eine Weile her, aber ich habe sie mir extra für den Umzug aufgehoben.


Als ich sie gebacken habe, hatte ich einen großen Becher Mascarpone übrig, den ich mir ursprünglich für etwas anderes besorgt hatte und konnte sie in Angriff nehmen. Das besondere an ihr ist, dass sie massig viel Mascarpone und wenig Sahne, dafür aber auch Milch in der Creme enthält. Die Mokkatränke habe ich weggelassen, da Kinder mitessen, dafür waren Toffeeäpfel drin, die meine Idee waren und auch geschmacklich sehr gut dazu gepasst haben.

Deshalb hatte ich ein wenig Angst, dass die Creme nicht luftig werden würde und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ich wollte die Mascarpone etwas aufschlagen und habe dabei wohl etwas zu heftig gerührt - und dabei hat sie sich komplett verflüssigt. Da reichte die Bindungskraft von Ei und dem bisschen Gelatine nicht mehr aus, um eine halbwegs standfeste Creme zu bekommen. Deshalb musste ich mit 2 EL Sofortgelatine etwas nachhelfen (da mir die Zeit auch noch ausging).

Und das Ergebnis: platt wie ein Flunder, aber geschmacklich sehr lecker. Sie würden sich wohl besser als kleine Petit-Four-Würfelchen wie die Tiramisuschnitten von Maren machen.


Tiramistorte mit Toffeeäpfeln

Mandelbiskuit:
40 g Butter, verflüssigt
25 g Weizenmehl
25 g Weizenstärke
3 Eigelb
20 g Marzipanrohmasse
1/4 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
3 Eiweiß
60 g Zucker

Zum Bestreichen:
50 g dunkle Kuvertüre

Mascarponesahne:
80 ml Milch
100 g Zucker
3 Eigelb
500 g Mascarpone
2 Blatt Gelatine, eingeweicht
70 g Sahne

Toffeeäpfel:
3 große nicht zu saure Äpfel
30 g Butter
70 g Zucker

Zum Bestreuen:
40 g Kakaopulver

Tränke (optional):
100 ml Espresso
80 ml Mokkalikör

Zuerst die Mandelbiskuits herstellen. Dazu 2 Backbleche mit Backpapier auslegen, auf das jeweils 1 Kreis mit 26 cm Durchmesser aufgezeichnet ist.

Ofen auf 190°C vorheizen.
Marzipan bei mittlerer Stufe in der Mikro leicht erwärmen, so verteilt es sich besser im Teig.
Mit Eigelb, Vanille und Salz schaumig aufschlagen.
Eiweiß und Zucker zu Schnee schlagen, eine kleinen Teil unter die Eigelbmasse rühren, dann den Rest zusammen mit Mehl und Stärke unterheben.

Mit einem Gummispatel innerhalb der Kreise auf dem Backpapier glatt streichen und ungefähr 8 Minuten backen.

Sofort nach dem Backen mit der Kuvertüre dünn bestreichen, dann die Schokolade fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Mascarponecreme herstellen.
Die Milch mit dem Zucker in einem kleinen Topf mischen und zum Kochen bringen. Die Eigelbe in einer hitzefesten Schüssel bereitstellen und leicht verschlagen. Die heisse Milch unter Rühren zu den Eigelben geben, dann die ganze Mischung wieder in den Topf schütten und unter weiterem Rühren auf 85°C (oder bis die Creme merklich eindickt) erhitzen. Mascarpone nur leicht glatt rühren und unter die Eicreme heben.
Sahne steif schlagen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und ebenfalls in einem kleinen Topf unter leichtem Erhitzen auflösen, dann zur Sahne geben und gut unterschlagen.
Die Sahne unter die Ei-Mascarponemischung heben.

Für die Toffeeäpfel, die Äpfel schälen, entkernen und in ungefähr 1 cm große Würfel schneiden.
Butter in einem Topf erhitzen, bis sie schäumt, dann den Zucker zugeben (als dünne Schicht auf dem Topfboden, also einen eher großen Topf wählen) und hellbraun karamellisieren lassen. Die Äpfel zugeben und unterheben. Nur noch ungefähr 2 Minuten kochen, sonst werden die Äpfel matschig.

Jetzt folgt der Zusammenbau:
Den ersten Biskuitboden auf eine Servierplatte (Schokoladenseite nach unten) stellen. Einen Tortenring auf 26 cm einstellen und damit durch Drücken auf den Biskuitboden die Ränder begradigen (auch gleich beim zweiten Boden machen).
(Mit der Hälfte der Tränkflüssigkeit bestreichen, soweit verwendet)
Tortenring gleich an Ort und Stelle belassen und die Toffeeäpfel einfüllen, dabei außen einen 2 cm breiten Rand lassen.
Die Hälfte der Mascarponecreme einfüllen.
Den zweiten Boden auflegen (,erneut Tränken) und die restliche Creme einfüllen.
Im Kühlschrank mindesten 3 h kalt stellen, dann erst den Tortenring entfernen und mit dem Kakaopulver bestreuen.

In diesem Sinne: Viele Worte, wenig Torte ;-)


Kommentare:

  1. Tiramisu und Toffeeapfe ... das klingt sehr, sehr lecker. Und solange es schmeckt, ist die Optik Nebensache! Einer meiner absoluten Lieblingskuchen sieht nach dem Backen IMMER aus, als wäre er schon mal auf den Boden gefallen. Mir Wurscht!

    Ich wünsche euch eine möglichst stressfreie Umzugszeit!

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  2. Danke dir. Von deinem Lieblingskuchen würde ich gerne mal ein Bild sehen (oder wenigstens wissen, was drin ist)

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