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Weizenmischbrot mit Joghurt

Das wahrscheinlich letzte Brot aus meinem jetzigen Backofen. Unsere Backhausfrau Christa hat schon wieder ihren Ofen angeschmissen und somit ist für mich schon eine Weile wieder Schluss mit Brot backen (und das nächste backe ich hoffentlich in der neuen Küche - so ein Umzug kann sich ganz schön verzögern).


Dieses Brot wollte ich euch aber nicht vorenthalten, auch wenn es schon eine Weile her ist, als ich es gebacken habe. Denn war fast noch schneller weg als das Farmhouse Tin Loaf, das meine Mädels begeistert gegessen haben. Bei diesem hier hat nämlich auch der Hausherr kräftig zugegriffen.
Nach einem Tag war nur noch das Riebele (ein Endstück) übrig, und das war noch schön saftig.


Außer dem Joghurt im Titel kommt noch Sauerteig (bei mir in Form eines der Tütchen mit dem pastösen Fertigsauerteig aus dem Mühlenladen/ gibts aber auch im Supermarkt) in den Teig.

Beides macht das Brot schön säuerlich. Der kleine Anteil an Roggenmehl sorgt für eine etwas erdig-rustikalere Note und eine bessere Frischhaltung als mit reinem Weizenmehl. Durch den hohen Weizenmehlanteil wird aber zusammen mit der Hefe trotzdem eine luftig lockere Krume erreicht.

Grundlage war ein Rezept aus der Backbibel von Allam/MacGuiness, das ich aber etwas angepasst habe (und ich wollte nicht anfangen, wegen 2 bis 3 Broten mir einen Sauerteig heranzuziehen, da lohnt sich der Aufwand und Rohwareneinsatz nicht wirklich).
Ich habe wieder mal gemerkt, dass meine alte Küchenmaschine beim Kneten von größeren Hefeteigmengen langsam an ihre Grenzen kommt. Geht das Euch auch so - entweder schnauft die Maschine ganz schön beim Kneten oder kaum habt ihr mal mehr als 6 Eier für Biskuit in der Schüssel, schon schwappt der Teig raus (und die Mädels freuen sich über den zusätzlichen Teig zum Aufschlecken - und ich mich übers zusätzliche Putzen)?
Mein Traum wäre nicht wie bei so vielen der Designklassiker schlechthin (die rote Kitchen Aid), sondern diese Kenwood hier. Die würde bestimmt nicht beim Anblick der 8 Packungen Puderzucker in Stöhnen ausbrechen, wenn ich mal wieder Gelatinefondant machen will...
Deshalb gibt es in diesem Rezept nur die Angaben für einen einzelnen, nicht zu großen Brotlaib, der dafür aber auch nicht altbacken wird.


Weizenmischbrot mit Joghurt

1 Beutel Sauerteig, fertig zur Verwendung (75 g Inhalt)
110 g Roggenmehl, Type 1150
340 g Weizenmehl, Type 550
50 g Naturjoghurt
250 ml Wasser
10 g Hefe
1 EL brauner Zucker
10 g Salz

Zuerst alle Zutaten in eine Schüssel geben. Ich habe das Handrührgerät mit Knethaken und eine verschließbare Schüssel genommen. Zuerst 4 Minuten auf niedriger, dann 6 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig wird mit der Zeit immer glatter und elastischer.
Denn Deckel auf die Schüssel (oder auch ein angefeuchtetes Küchentuch) legen und 30 Minuten gehen lassen.

Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem ca. 2,5 cm dicken Rechteck ausrollen. Den Teig an der Längsseite gedanklich dritteln und zuerst das rechte, dann das linke Drittel auf das mittlere einschlagen. Um 90° drehen, nochmals auswellen und auf die gleiche Weise wieder einschlagen.

Weitere 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Zu einem länglichen Laib formen. Das geht am besten durch erneutes ausrollen auf 2,5 cm Dicke. Jetzt von der kurzen Seite aus die oberen Ecken wie 2 kleine Ohren einfalten und fest drücken, dann unter Spannung den Teig straff aufrollen. Abdecken und 10 Minuten auf der Arbeitsfläche liegen lassen.

Das Brot auf ein Backblech legen, dabei die Rolle noch in die länge ziehen, bis ein ca. 30 cm langer Laib entstanden ist. Ein Küchentuch mit etwas Wasser befeuchten und den Laib nochmals ungefähr 1 bis 1 1/2 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich um ungefähr 2/3 vergrößern.
Während der Teig geht (ca. 20 Minuten, bevor er in den Ofen kann), den Ofen auf 250°C vorheizen.
Das Brot in den Ofen schieben. Den Garraum mit Wasser aus einer Spritzflasche (oder einer auf den Ofenboden gegossenen Tasse Wasser) befeuchten und die Tür sofort schließen. Temperatur auf 220°C reduzieren.
Nach 30 Minuten kann nachgeschaut werden, ob das Brot fertig ist. klingt es beim Klopfen auf die Unterseite hohl, dann ist es fertig durchgebacken. Ansonsten noch maximal weitere 10 Minuten backen (bleibt es noch länger drin, wird die Kruste sehr hart und dick sowie das Innere trocken).

Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Noch leicht warm mit einem Hauch schmelzender Butter einfach himmlisch


Kommentare:

  1. Ich backe schon seit gut 10 Jahren alles für uns selbst und habe bis zum Oktober letzten Jahres alles von Hand geknetet. Dann war es endlich soweit. :-) Und jetzt würde ich sie nie wieder hergeben wollen, die Kenwood. :-)
    Liebe Grüße und schöne Ostertage,
    Eva

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    1. Dann bist du also auch kein Anhänger der Kitchen Aid :-) Gefallen würde sie mir schon, aber ich glaube, technisch ist einfach eine Kenwood besser (und hat jedenfalls für mich noch andere Vorteile). Hast du auch den Patisserie"haken" bei deiner Kenwood dabei?

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  2. Liebe Barbara,
    Erst einmal möchte ich dir und deinen Lieben ein fröhliches Osterfest wünschen. Deine beiden Mädels waren sicher scon sehr aufgeregt.
    Nun zu deinem Brot. Dieses werde ich mit Sicherheit nachbacken . Es hört sich so schön einfach und lecker an, dass ich nächste Woche gleich losgehen werde, um fertigen Sauerteig zu kaufen.
    Jetzt wünsche ich euch noch zwei schöne Tage, hoffentlich nicht zu arbeitsreich.
    Maren

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    1. Ich wünsch dir verspätet auch ein schönes Ostern und freue mich, wenn du dieses wirklich leckere Brot nachbäckst. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

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