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Erdbeerschnitten

Bald beginnt die richtige Erdbeersaison mit heimischen Beeren. Jedes Jahr wird es schwieriger, die Kinder davon abzuhalten, sich auf die meist geschmacksfreien frühen Beeren im Supermarkt zu stürzen. Um uns ein bisschen darauf einzustimmen, habe ich deshalb mit einem kleinen Rest tiefgekühlter Erdbeeren Erdbeerschnitten mit Mascarpone und Kardamom gemacht.
Die Kombination klingt vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, ist es aber auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden, Kardamom und Erdbeere ergänzen sich nämlich hervorragend.
 
Grundlage war mein erster Wiener Boden, den ich in meinem Leben gebacken habe (ich kann das selbst nicht glauben, dass ich das so lange nicht ausprobiert habe). Bisher gab es bei mir immer meinen normalen Biskuit (ohne Butter, dafür aber mit heißem Wasser), der sehr saftig und fluffig ist.
Dieser hier ist weniger süß und feucht, dadurch deutlich leichter zu schneiden und "standhafter". Er würde sicher ein Tränken mit Sirup oder was alkoholischem nicht übel nehmen.
 
Um eine luftige Creme zu erhalten, ist hier wichtig, die Sahne und Mascarpone nicht nur zu mischen, sondern richtig aufzuschlagen. Die Mischung wird zwar nicht so fest wie Sahne pur, man kann aber eine deutliche Volumenzunahme und Verfestigung bemerken.
 

Erdbeerschnitten mit Kardamom
Wiener Boden:

2 Eier
85 g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Salz
65 g Mehl
20 g Speisestärke
40 g Butter, geschmolzen

Erdbeermascarponefüllung:

4 g gemahlene Gelatine (1/2 Päckchen)
200 g pürierte Erdbeeren
50 g Zucker
1/4 TL frisch gemahlener Kardamom
250 g Mascarpone
100 g Sahne

Dekoration:

200 g Sahne
einige Waffelröllchen,
etwas pürierte Erdbeeren
 
Zuerst den Boden herstellen. Dazu den Ofen auf 190° C vorheizen. Ich habe einen eckigen Backrahmen mit ca. 20 x 23 cm Kantenlänge genommen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestellt.
Die Eier, Zucker Salz und Vanille auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Speisestärke zusammen sieben  und unter die Eimasse heben, dann die Butter untermelieren.
Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.
Dazu die Gelatine mit 2 EL Wasser 5 Minuten quellen lassen.
Erdbeeren und Zucker sowie Kardamom mischen.
Mascarpone zusammen mit der Sahne in eine Rührschüssel geben und locker aufschlagen. Das braucht mindestens 4 Minuten.

Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf zusammen mit 3 EL des Erdbeerpürees auflösen. Noch auf der Hitzequelle das restliche Erdbeerpüree zugeben.

Sobald es leicht anzieht (sich verfestigt) zügig unter die Mascarponesahne heben.

Den Wiener Boden der Länge nach halbieren, so dass man 2 Streifen mit je 10 x 23 cm erhält.

Einen davon auf die Servierplatte legen und warten, bis die Mascarpone-Beerenmischung sich auch leicht verfestigt hat (ich musste eigentlich gar nicht warten).
Die Hälfte davon auf den Boden geben und bis zum Rand glatt ausstreichen (wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt einen Backrahmen und stellt ihn außen rum, ich habe aber keinen gebraucht, die Füllung wurde so schnell stabil). Mit dem zweiten Boden bedecken und die restliche Füllung darauf verteilen (geht am besten mit einer kleinen Palette). Auch an der Rändern die evtl. leicht herausgedrückte Creme glatt streichen.

Für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, dann die Sahne steif schlagen, den Rand damit einstreichen (ich habe mit einem Dekorkamm Linien reingezogen) und oben nach eigenem Geschmack Rosetten oder ähnliches aufspritzen.
Erdbeerpüree aufträufeln und mit Keksen dekorieren.

Ich hoffe euch schmeckts genau so wie uns!

Kommentare:

  1. Yummy...sieht sehr lecker aus!
    Lieben Dank für's Rezept!
    Viele Grüße
    Britti

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    1. Gern geschehen! Und falls Du den Kuchen nachbäckst, würde mich deine Meinung sehr interessieren!

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  2. Liebe Barbara, ohne deine Experimente würde mir in der Bloggerlandschaft etwas fehlen. Ich bin wirklich immer begeistert, was du tolles ausprobierst. Erdbeeren und Kardamom! Kann ich mir spannend vorstellen. Muss ich mal bei Gelegenheit zusammen ausprobieren.
    Das mit den Erdbeeren kann ich übrigens bestätigen. Es reizt ja schon, wenn sie so früh im Supermarkt liegen. Aber für mehr, als Deko reichen sie meist nicht. Ich habe auch meine vom letzten Jahr vollreif eingefrorenen Beeren rausgeholt... wirst sehen ;-)
    Liebe Grüße Maren

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    1. Liebe MaLu, danke für dein Kompliment (aber meine Expereimente werden meistens nicht so schön wie deine ;-) ) - und ich bin schon sehr gespannt, was du aus deinen Erdbeeren zauberst!

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  3. Hui, die Schnitten sehen aus wie im Bilderbuch! Ich habe im Tiefkühlschrank auch noch selbstgeernete Erdbeeren aus dem letzten Jahr. Nur wenn ich welche zur Dekoration brauche, greife ich auf frische zurück. Ich kann die heimischen Erdbeeren kaum noch erwarten.

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    1. Danke Persis. Ich mache es meist auch wie du und verwende oft tiefgekühlte (die meisten püriere ich schon vor dem einfrieren, aber nicht alle und ich will auch endlich richtig frische Erdbeeren, die auch nach was schmecken!

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