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Rhabarber-Joghurteis mit einem Hauch Honig

Diesen Monat wird es bei Zorra vom Kochtopf und ihrem monatlichen Blogevent frisch und griechisch. Sie sucht nämlich Rezepte mit griechischem Joghurt.

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Griechischer Joghurt eignet sich besonders gut zum Herstellen von Eis oder auch Frozen Joghurt. Er ist nämlich bereits ein so genannter "Abtropfjoghurt". Das heißt, man kann sich das etwas lästige "Sieb-mit einem Mulltuch-auslegen-und-über-Nacht-in-den-Kühlschrank-stellen" sparen. Das wäre nämlich für ein richtiges Frozen Joghurt nötig. Durch das Abtropfen des Wassers (also Senkung des Wassergehalts) wird nämlich nicht nur der prozentuale Fettgehalt, sondern auch der Eiweißgehalt im Joghurt erhöht. Und dadurch hat er eine höhere Trockenmasse in der Eisgrundmasse als mit normalem oder nicht abgetropften Joghurt, was wiederum eine bessere Cremigkeit des Eises bewirkt.


 
Theoretisch könnte man auch normalen Joghurt nehmen. Allerdings braucht ihr dann aber ungefähr 1 kg Naturjoghurt und solltet ihn dann eben in einem mit einem sauberen Passier- oder Mulltuch ausgelegten Sieb (das in eine große Schüssel gehängt wurde) über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Macht man das nicht, wird das Joghurteis sehr fest und hat kleine Wasserkristallen, vom Geschmack her ist es eher wässrig.

 
Man kann auch sehr gut am Rohstoffaufwand bei der Herstellung von griechischem Joghurt sehen, warum Fett- und Protein- (Eisweiß-)gehalt höher sind. Um 1 Kilogramm griechischen Joghurt herzustellen, werden ca. 4 l Milch benötigt (wobei eben vor allem Eiweiß, aber auch Fett durch das Abtropfen im Joghurt bleiben). Für einen konventionellen "deutschen" Joghurt braucht die Molkerei aber nur 1 l Milch. Da könnt ihr auch sehen, woher (zumindest ein Teil) des Preisunterschiedes herkommt.
 
Nu aber endlich Schluss mit der Klugscheißerei und ein paar Worte zum Eis.
Grundlage war ein Rezept von Jeni Britton Bauer, dass ich schon vor 2 Jahren gemacht habe, damals mit selbst abgetropftem Joghurt (hier werden dann 1 kg normaler Joghurt gebraucht, die man abtropfen lässt. Von der verbliebenen Joghurtmasse im Sieb werden dann 400 g benötigt).
 
Diese Mal habe ich es soweit verändert, dass ich eben griechischen Jogurt genommen habe und statt Glucosesirup Honig (was ja sehr gerne zu griechischem Joghurt serviert wird).
Mir gefällt das Eis geschmacklich sehr gut: Frisch, leicht säuerlich und doch cremig und etwas sahnig. Der Rhabarbergeschmack ist deutlich wahrnehmbar, aber nicht so dominant. Bei mir essen dieses Eis deshalb auch diejenigen, die Rhabarber in Kuchenform eigentlich gar nicht mögen -also praktisch alle außer mir ;-)
 


Rhabarber-Joghurt-Eis

Grundmasse Eis:
400 g griechischer Joghurt
350 ml Vollmilch
2 EL Speisestärke
60 g Frischkäse (mit Raumtemperatur)
120 g Sahne
150 g Zucker
2 EL Honig
 
Rhabarberkompott:
250 g frischer Rhabarber, geschält und in 2 cm lange Stücke geschnitten
70 g Zucker
 
Zuerst das Kompott herstellen.
Dazu den Ofen auf 150° C vorheizen. Den Rhabarber mit dem Zucker in einer kleinen Auflaufform (ca. 20 x 20 cm) mischen und dann 45 Minuten lang im Ofen backen. Immer wieder mal umrühren, dann zerfällt der Rhabarber schön.
nach Ablauf der Backzeit herausnehmen und komplett abkühlen lassen.
 
In dieser Zeit kann die Eisbasis hergestellt werden.
Dazu 4 EL der Milch abnehmen und mit der Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
Die restliche Milch, Zucker, Sahne und Honig in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen und 4 min kochen lassen.
Die angerührte Speisestärke einrühren und nochmals 1 min aufkochen lassen.
Frischkäse in der kleinen Schüssel glatt rühren und einen kleinen Teil der heißen Milchmischung unterrühren. Dann dieses in den großen Topf geben und gut verrühren.

Das abgekühlte Rhabarberkompott und den Joghurt zugeben. Gut vermischen (es dürfen aber noch einzelne Rhabarberfasern sichtbar sein).
Im Kühlschrank oder Eisbad komplett abkühlen lassen, dann in die Eismaschine geben und nach Herstelleranleitung gefrieren lassen.
Verschließbare Vorratsbehälter am besten auch schon vorher in den Tiefkühlschrank stellen und nur kurz wieder herausnehmen, um das fertige Eis darin abzufüllen.

Jetzt kann der Sommer kommen!




Kommentare:

  1. Von mir aus kannst du gern öfter "klugscheißen". ;-) Ich lerne immer gern. das Eis klingt köstlich. Leider habe ich keine Eismaschine. Welche besitzt du und bist du mir ihr zufrieden?
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Hallo Eva, ich habe eine Unold Cortina (eine Kompressormaschine), die ich mir vor 2 Jahren geleistet habe. Davor hatte ich so ein Kühlakkudingens zur Küchenmaschine, das aber nicht mehr so richtig funktioniert hatte (und auch nur relativ wenig Eismasse fassen konnte).
      Eigentlich bin ich mit ihr zufrieden, aber so eine Maschine ist eben auch ganz schön schwer und braucht einiges an Platz ;-) Allerdings kommt auch hier das Eis in einer eher softeisähnlichen Konsistenz aus der Maschine und muss noch ein bisschen nachgefroren werden (das ist aber bei allen "Rührmaschinen" wohl so). In der Zwischenzeit gibt es aber auch schon wieder neuere Modelle

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  2. Ich nehme mir gleich eine Kugel mit und danke für den Theorieteil, da hab ich eine Menge gelernt!

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    1. Danke dir für dein Lob, so als alter (ähm, nicht wörtlich nehmen bitte) "Eismacherhase",

      Liebe Grüße, Barbara

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