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Zimtschneckendampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce

Hab ich euch schon von meinem neuen "Spielzeug" in der Küche erzählt? In der neue Küche steht nämlich auch ein Einbaudampfgarer, der jetzt so langsam aber sicher auf Herz und Nieren geprüft wird. Nachdem ich schon ausgiebigst Gemüse, Reis und Kartoffeln (und auch etwas Fleisch) darin gekocht habe, sollte es jetzt auch endlich mal was nicht-herzhaftes sein.

Und da kam mir Stefanies Blogevent zum Hefeteig gerade recht. Gerade an dem Tag, als sie ihre Ankündigung veröffentlichte, hatte ich mir nämlich was zufällig passendes für den Dampfgarer ausgedacht. Wir machen öfters mal Dampfnudeln mit Apfelkompott, wie hier direkt in einem Topf. Nur das in der Zwischenzeit meine Fräuleins die Äpfel dazu nicht mehr unbedingt wollen (wir haben gerade mal wieder eine pingelige Phase und Apfelmus mit den klitzkleinsten Stückchen geht ja mal so was von gar nicht -  Mama wie kannst du nur!!!!).

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Meine Gedanken schwebten von Dampfnudel pur - was mir zu langweilig war - über Dampfnudeln mit Vanillesauce zu anderen Gewürzen. Und dann hatte ich endlich die Erleuchtung: Warum nicht mal den Dampfnudelteig ausrollen, eine Zimtschneckenfüllung darauf verteilen und dann einfach die Zimtschnecke zur Dampfnudel machen?

Gesagt, getan und das Ergebnis kann sich ganz gut sehen (und schmecken) lassen. Der einzige Haken ist, das es aus dem Dampfgarer nicht die schöne knusprige braune Schicht an der Unterseite gibt, die viele so gerne mögen - aber die gibt es bei unseren Apfeldampfnudeln auch nicht.
Und wer keinen Dampfgarer hat kann das ganze auch auf die herkömmliche Weise machen und die Schnecken in lauwarme Milch setzen und zuerst auf dem Herd und dann im Backofen garen.

Im Rezept findet ihr beide Vorgehensweisen, dann kann sich jeder die seinige raussuchen.
Das Rezept reicht für 6 hungrige Personen.

Das Vanillesaucenrezept stammt von Michel Roux aus seinem Buch "Süßes: 150 Törtchen und Desserts " und ist das beste, das ich kenne. Probiert es mal aus - man braucht nicht unbedingt Zimtschneckendampfnudeln dazu. Obwohl es natürlich sehr gut passt ;-).


Zimtschneckendampfnudeln mit selbstgemachter Vanillesauce

 
Teig:
250 ml Milch, Zimmertemperatur
25 g Hefe
30 g Zucker
500 g Mehl
2 Eier
etwas Salz
80 g weiche Butter
 
Füllung:
50 g Butter, geschmolzen
ca. 2 EL Zimt
4 EL brauner Zucker (oder mehr, je nach Geschmack)
 
Vanillesauce:
500 ml Milch
125 g Zucker, geteilt in 80 und 45 g
1 Vanilleschote, längs halbiert
6 Eigelb (die Eiweiße anderweitig verwenden, sie lassen sich auch sehr gut einfrieren)

Zuerst wird der Hefeteig hergestellt. Dazu das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde formen. In diese Mulde werden die zimmerwarme Milch, Zucker und die zerbröselte Hefe gegeben. Gut verrühren, dabei darf auch etwas Mehl mit eingearbeitet.
15 Minuten stehen lassen.

Die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem homogenen, elastischen Teig verkneten. Das kann bis zu 10 Minuten dauern, auch mit dem Knethaken im Handrührgerät oder in der Küchenmaschine.

Den Teig mit einem leicht angefeuchteten Tuch abdecken und 45 bis 60 Minuten gehen lassen (das Volumen sollte sich verdoppelt haben).

Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben, nochmals kräftig durchkneten und 5 Minuten ruhen lassen.
Ungefähr 1 cm dick zu einem großen Rechteck ausrollen.

Mit der Butter bestreichen. Zimt aufstreuen. Wenn nicht überall eine dünne Zimtschicht ist, einfach mehr verwenden. Zucker darüber streuen (auch hier sollte überall was davon sein).

Von der längeren Seite des Rechtecks aus möglichst eng zu einer langen Rolle aufrollen.
Diese in ungefähr 24 dicke Scheiben schneiden (waren bei mir ungefähr 6 cm hoch).

Garen im Dampfgarer:
Das ungelochte Blech dünn mit Butter ausstreichen.
Die Schnecken mit leichtem Abstand (1 cm) in das Blech setzen. Nochmals mit dem feuchten Tuch abdecken und 20 Minuten gehen lassen.
In den Dampfgarer schieben und die Temperatur auf 100°C stellen.
Einschalten.
Meine Dampfnudeln haben 30 Minuten gebraucht, bis sie gar waren, aber das kann von Dampfgarer zu Dampfgarer unterschiedlich sein

Konventionell mit Herd und Backofen:
Hierbei werden nochmals 250 ml Milch und 30 g Zucker benötigt.
Der verwendete Topf sollte ungefähr einen Durchmesser von 30 cm und hitzefeste Griffe und Deckel haben.
Milch und Zucker im Topf auf 35° C erwärmen. (Kann man gut testen: sie darf sich an der Unterlippe nicht warm anfühlen).
Die Schnecken hineinsetzen. Deckel auflegen und 20 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C vorheizen.
Dann die Dampfnudeln auf mittlerer Temperaturstufe auf dem Herd im Topf bei geschlossenem Deckel 10 Minuten garen.
Anschließend  (Deckel immer zu lassen) den Topf im heißen Backofen noch 35 Minuten backen.

In der Zwischenzeit kann die Vanillesauce hergestellt werden.
Dazu die Vanilleschote der Länge nach halbieren. Das Mark herauskratzen und zusammen mit der Milch, 80 g Zucker und dem Rest der Vanilleschoten in einem kleinen Topf zum Kochen bringen.

In der Zwischenzeit die Eigelbe und 45 g des Zuckers mit einem Schneebesen (oder dem Handrührgerät) schaumig rühren.  Die Eigelbmasse sollte hellgelb und dicklich-schaumig werden.
Die sehr heiße Milch unter ständigem Rühren zu den Eigelben geben, dann die entstandene Creme zurück in den Topf geben.
Bei milder Hitze auf 85°C erwärmen (zur Rose abziehen) und dabei nicht mehr Aufkochen lassen (sonst kann es sein, das es Rührei statt Vanillesauce gibt).

Beides Zusammen noch warm servieren und dabei glücklich lächeln, weil es so lecker geworden ist.

Uns schmecken Reste auch immer kalt, aber das ist nicht jedermanns Fall. 
 


Kommentare:

  1. Hmm die sehen absolut himmlisch aus ;) Super Rezept ^^

    Liebe grüße Chrissi
    von http://chrissitallys.blogspot.de/

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  2. Danke dir! Meinen Mädels haben sie auch gut gefallen - so die Schneckenform und ein bisschen mehr Geschmack in der Dampfnudeln.

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  3. Zimtschnecken in jeder Form. Als Dampfnudeln eine tolle Abwechslung. Beneide Dich um Deinen Dampfgarer, aber auch ohne macht das Dampfgaren viel Spaß.

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