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Lemon Curd nach Heston Blumenthal

Eigentlich sollte es heute hier gar kein Rezept geben, denn ich bin eigentlich zu Besuch bei Yushka und ihrem Blog Sugarprincess.


Dort gibt es heute ein Rezept für diese tolle Beeren-Baisertorte mit Zitrone aus der süßen Werkstatt:

 
 
Für dieses Rezept braucht man Lemon Curd, den es zwar auch in guter Qualität zu kaufen gibt, der selbstgemacht aber eben doch noch einen Ticken besser schmeckt. Deshalb dachte ich, dann kombiniere ich die beiden Rezepte eben und es gibt ausnahmsweise 2 an einem Tag.
 

Lemon Curd habe ich schon ein paar mal gemacht. Vor 2, 3 Jahren das erste Mal für die gleiche Torte, wie jetzt wieder (weil mein Schwager sie damals so toll fand), als letztes wieder etwas ähnliches für die Erdbeer-Zitronentorte vor einer Woche. Aber bei allen war mich der immer sehr starke Beigeschmack nach Ei etwas zu viel und ich fand den Beigeschmack ziemlich störend.
Der Grund dafür war wahrscheinlich, dass ich bisher immer Rezepte verwendet habe, die (fast) nur Eigelb verwenden.

Heston Blumenthal macht es etwas anders. Er nimmt ganze Eier (und nur noch ein einzelnes Eigelb zusätzlich). Mir scheint der Eigeschmack nicht ganz so penetrant, deshalb habe ich jetzt wahrscheinlich MEIN Lemon Curd-Rezept gefunden. Trotzdem aber cremig und zitronig frisch.

Allerdings habe ich doch etwas anders gemacht als der Meister persönlich. Er erhitzt nämlich nur kurz auf 70 Grad, bis die Masse eindickt. Mir war das salmonellentechnisch etwas zu kritisch, da ich den Curd schon 5 Tage vor Verzehr hergestellt habe. Deshalb habe ich die Temperatur unter ständigem Rühren 10 Minuten gehalten (wobei die Temperatur des Eindickens laut meinem Thermometer bei 72°C lag, weshalb ich auch diese Temperatur gehalten habe).

Lemon Curd 

4 unbehandelte Zitronen
170 g Butter, gewürfelt
220 g brauner Zucker
5 Eier
1 Eigelb

Die Zitronen waschen und mit einem Gemüseschäler von dreien das gelbe der Schale in Streifen dünn abschälen (möglichst kein weißes mit runter schälen, sonst wird es nur bitter).
Dann die Zitronen auspressen und 150 ml Saft abmessen (bei mir waren das genau die 4 Zitronen).
Saft und Schalenstreifen der Zitrone mit den restlichen Zutaten in eien kleinen Topf geben und unter ständigem rühren bei mittlerer Hitze erwärmen, bis der Zucker sich aufgelöst hat und die Butter geschmolzen ist. Das kann schon mal 10 bis 15 Minuten dauern. Dann die Temperatur etwas erhöhen und die Mischung laut Rezept unter ständigem Weiterrühren auf 70° C, bei mir bis 72°C laut Thermometer erhitzen.
Heston Blumenthal nimmt den Curd sofort von der Kochplatte, ich habe noch weitere 10 Minuten die Temperatur gehalten und dabei gerührt.

Den heißen Curd durch ein feines Sieb direkt in saubere Gläser (am besten sterilisiert) streichen und sofort verschließen.
Abkühlen lassen und dann genießen.

 
Man kann mit dem Curd nicht nur leckere Tortenfüllungen wie hier machen. Es lässt sich auch zu einem leckeren Eis verwerten (dazu kommt bald ein Rezept), direkt auf Brot oder Brötchen streichen und ganz lecker schmeckt es auch mal zu Mandelmadeleines, die ganz dekadent direkt eingetunkt werden.


Kommentare:

  1. Liebe Barbara, ich habe deine wunderschöne Torte schon bei Sugarprincess bewundert.
    Mit dem Lemon Curd gehts mir genau wie dir. Auch ich mag den Eigelbgeschmack nicht, wenn er zu stark durchkommt. Ich verwende das Rezept von Aurelie Bastian mit reichlich Zitronenabrieb und genau wie du, lasse ich das Curd längere Zeit schwach köcheln. Dann ab in die sterilisierten Gläser und dann hält das Curd wirklich lange.
    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende
    Ganz Liebe Grüße Maren

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    1. Hallo Maren, die Baisertorten sehen ja eigentlich immer schön aus. Ich muss mir mal das Rezept von Aurelie Bastian ansehen gehen auf ihrem tollen Blog.

      Ein Grüßle zurück, Barbara

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