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Johannisbeertarte mit Pistazien

Wenn es etwas Gebackenes gibt, was hier selten zu finden ist, dann sind das neben Cookies auch Tartes.

Ich backs mir und Tastesheriff mal wieder, dieses mal zum Thema Tartes (Diese hier war nicht zum Thema geplant, schon vorher gemacht, aber nicht gebloggt):

ichbacksmir tastesheriff

Ich kann euch keinen direkten Grund nennen, vielleicht sind Tartes meinen Mitessern nicht "kuchig" genug? Jedenfalls sind Rührkuchen und Co. doch deutlich beliebter.


Aber für Johannisbeeren gibt es fast keine bessere Möglichkeit sie zu Verbacken als in einer knusprigen Tarte (oder natürlich in einem schwäbischen Träubleskuchen - für den hatte ich aber leider nicht genug der säuerlichen Früchtchen).


Deshalb kramte ich mal wieder Christophe Felders Buch "Die hohe Schule der Patisserie" raus und probierte sein Rezept für eine Tarte mit roten Beeren und Pistazien aus.
Wer besonders buttrigen Mürbteig mag, der liegt hier genau richtig. Im Vergleich zum Zucker spart er nämlich dabei in der Teigunterlage nicht.
Was mich etwas verwundert hat ist, das der Teig nicht vorgebacken wird (was ihm meiner Meinung nach gut getan hätte) und das er für den Guss laut Rezepttext die Pistazien im Ganzen verwendet (was man auf den Bildern so nicht sieht). Aber egal, zumindest die Kleine mag ja die grünen "Nüssle" (die auch der einzige Grund sind, warum sie Jagdwurst mag) sehr gerne und die Große pickt sie wenigstens nicht raus.

Frisch war die Tarte geschmacklich in Ordnung, aber jetzt nicht unbedingt die kulinarische Entdeckung des Jahres. Ob das daran lag, dass ich nur Johannisbeeren und keine gemischten Beeren verwendet habe? Wer weiß? Vielleicht probiert ja noch jemand das Rezept aus und erzählts mir dann...
Seltsamerweise hat sie uns aber am nächsten Tag, durchgezogen und frisch aus dem Kühlschrank viel besser geschmeckt :-)

Johannisbeertarte mit Pistazien 

feiner Mürbteig:
185 g weiche Butter
1 kleines Eigelb (10 g, wenn es mehr wiegt, einfach die entsprechende Grammzahl weniger Milch nehmen)
25 g lauwarme Milch
1TL Zucker
1 TL Fleur de Sel
250 g Mehl
 
Belag:
200 g Johannisbeeren, frisch oder tiefgekühlt (bereits von den Rispen entfernt)
 
Guss:
3 Eier
25 g gemahlene Mandeln
100 g Zucker
150 g flüssige Schlagsahne
30 g ganze geröstete Pistazien
25 g Butter, geschmolzen
1/2 EL Mehl
(nach Wunsch: 1/2 EL Kirschwasser, ich habe einen Tropfen Bittermandelaroma genommen)
 
Für den Mürbteig einfach alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten und dann abgedeckt ungefähr 60 Minuten kühl stellen.
 
Denn Backofen auf 180°C vorheizen und eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser (und wenn möglich mit Hebeboden) bereitstellen. Sie muss nicht eingefettet werden, der Boden hat genug Butter, damit sich die Tarte später gut löst.
 
Für den Guss zuerst die Eier schaumig aufschlagen, dann alle restlichen Zutaten (bis auf die Pistazien) zugeben und weitere 2 Minuten schlagen.
 
Den Mürbteig in der Größe der Tarteform ausrollen und die Form damit auslegen(oder einfach mit den Händen reindrücken).
 
Die Johannisbeeren und die Pistazien auf dem Mürbteig verteilen und den Guss darauf gießen.

 
Die Tarte 40 Minuten im heißen Ofen goldbraun backen.
Zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen und erst nach dem vollständigen Auskühlen vorsichtig aus der Form nehmen.
 
Am besten vor dem Servieren noch leicht mit Puderzucker bestäuben.

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