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Johannisbeer-Mandel-Törtchen (mit noch ein paar Himbeeren)

Heute wird es schon wieder nussig. Besser gesagt mandelig. Aber zu vielen Früchten und Beeren und vor allem zum Herbst passt das einfach perfekt.

Johannisbeer-Marzipan-Törtchen


So wurde das zweite Testrezept aus Nigel Slaters Küchentagebuch auf den ersten Blick doch recht ähnlich zum ersten. Aber nur auf den ersten Blick. Denn eigentlich sind die Backwerke komplett unterschiedlich. Während beim Birnen-Nusskuchen der Reiz in den unterschiedlichen Texturen (knusprig, locker, weich, saftig) und der eher sanften Kombination Birne-Zimt liegt, gibt es hier weniger Texturkontrast sondern macht der Reiz des Gebäcks der Kontrast der sauren Beeren zum süßen Marzipan aus. Das Besondere hier ist, dass das Marzipan in relativ großen Stücken gelassen wird und man so beim Genuss immer wieder direkt auf ein Stückchen stößt. So kann man sich das (etwas nervige und) mühsame Zerkleinern des Marzipans, um es vollständig in den Teig einzuarbeiten, mit ruhigem Gewissen sparen. Insgesamt eher weiche und saftige, aber nicht langweilige Törtchen.

Da die Formen relativ klein sind geht das Gebäck bei ausreichendem Aufschlagen auch ohne Backpulver gut auf. Wer keine Förmchen in einer passenden Größe hat, kann gut auch Muffins daraus backen und die Backzeit entsprechend reduzieren (ich würde mal ca. 30 Minuten backen). Was ich nicht machen würde, ist, eine größere Backform zu nehmen und daraus einen ganzen Kuchen zu backen - die Wahrscheinlichkeit, dass der Kuchen nach dem Backen zusammenfällt wäre mir zu groß.

Hier kamen endlich mal wieder meine Minikastenformen zum Einsatz. Ende der 90er waren sie eine Zeitlang recht modern. Obwohl ich damals noch keinen eigenen Haushalt hatte, kaufte ich mir irgendwann mal welche (nur weil sie günstig zu haben waren) - um sie nie zu benutzen. Sie mussten sage und schreibe 15 Jahre warten, um benutzt zu werden - und kommen bei uns in letzter Zeit dafür lustigerweise immer öfter zum Einsatz (auch wenn nicht alles darin gebackene verbloggt wird).

 



Johannisbeer-Mandel-Törtchen


Teig:
180 g weiche Butter

180 g Zucker
2 Eier

80 g Mehl

150 g Mandeln, gemahlen

100 g Marzipan
200 g Beeren (bei mir viele Johannisbeeren und ein paar Himbeeren, es gehen auch Blaubeeren)
 
Ofen auf 180°C vorheizen und die Formen vorbereiten. Wie oben schon beschrieben, habe ich 6 kleine Kastenformen im Verbund mit einer Größe von 8 x 10 cm genommen. Es eignen sich aber auch genauso viele runde mit einem Durchmesser von ca. 10 cm.
Egal welche es letztendlich werden - einfach ausfetten und ausmelieren. Oder wie ich auf dem Bild mit Backpapier auslegen.
 
Für den Teig Butter und Zucker sehr schaumig schlagen. Eier nacheinander einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Mandeln mischen und unter die Ei-Zuckermasse heben.
Zum Schluß das Marzipan in ungefähr 1 cm große Würfel schneiden und nur kurz unterheben.
Diesen stückigen Teig in die vorbereitete Formen füllen und glatt streichen.

Noch die Beeren darüber streuen und für 40 Minuten ab in den Ofen mit den Törtchen.
 
Vor dem Servieren komplett abkühlen lassen und dann mit Puderzucker bestäubt geniessen.




Kommentare:

  1. Große Marzipanstücke zum Draufbeißen - das klingt nach "meinem" Gebäck! Ich glaube, die Küchlein mache ich mal zum Wochenende nach. Meinst Du, man könnte die Beeren durch Apfel ersetzen, oder sorgen sie für eine Feuchte und "Matschigkeit" im Teig, die Äpfel unter Umständen nicht leisten?
    Ich habe übrigens auch kleine Kastenformen - halt diese Silkon-Minis, die man seit einigen Jahren zusammen mit einem Buch kaufen kann. Du erinnerst mich daran, dass ich sie mal wieder aus dem Schrank hervorkramen und benutzen sollte.

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    1. Mit Apfel müsste eigentlich auch gut funktionieren, das stelle ich mir mit dem Marzipan zusammen richtig gut vor.

      Liebe Grüße,
      Barbara

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    2. Gestern habe ich die Küchlein gebacken. Leider langts nicht für einen Blogbeitrag, denn die Küchlein wurden fast noch warm eingepackt und quer durch Niedersachsen gekarrt, aber wenigstens ein schnelles Beweisbild habe ich extra für Dich geknipst:

      http://imageshack.com/a/img538/4449/ZYcw82.jpg

      Statt Beeren gab es Apfelspalten; obendrauf streute ich eine dünne Schicht Zimt-Zucker. War sehr, sehr lecker und wird bestimmt noch einmal wiederholt.

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