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(fast) klassischer Marmorkuchen

Dieser Kuchen ist besonders saftig - viel Nüsse und kaum Mehl aber wiederum viel Ei. So bleibt er auch einige Tage frisch und ist trotzdem nicht trocken. Durch das ausgiebige Aufschlagen kommt der Kuchen komplett ohne Backpulver aus.


Er ist in Hannes Webers Buch "Lust auf Backen " im Kapitel Rührteig zu finden, aber mir kommt er eher wie ein Wiener Boden mit Nüssen vor. Aber auch hierfür wäre die Zubereitungsart nicht ganz konventionell, denn die Butter wird komplett aufgekocht und nicht nur geschmolzen.
Aber kenne mich da in den Begrifflichkeiten nicht so aus, das werden die Experten schon wissen.

Ich habe versucht, das Rezept etwas abwaschfreundlicher zu gestalten und die Kuvertüre nicht extra über einem Wasserbad geschmolzen. Wenn man etwas aufpasst, geht das auch wunderbar in der heißen Butter. Man sollte auch zweimal Eiweiß aufschlagen und dann jeweils untermischen - ich habe das auf einmal gemacht und dann die Hälfte raus gewogen (zur besseren Verständlichkeit lasse ich es in der Anleitung aber wie im Ursprungsrezept)

Aber mein Kuchen sah komplett anders aus - bei mir war der helle Teig deutlich dunkler als im Buch, man konnte die Nüsse richtig sehen - auf dem abgebildeten Foto sieht man keinen Hauch eines Nusshäutchens ?!


Marmorkuchen


heller Teig:
80 g weiche Butter
80 g weiße Kuvertüre
1/2 TL gemahlene Vanille
4 Eigelb
3 Eiweiß
70 g Zucker
1 Prise Salz
30 g Mehl
90 g Haselnüsse, geröstet und gemahlen
 

dunkler Teig:
80 g weiche Butter
80 g Zartbitterkuvertüre
1/2 TL gemahlene Vanille
4 Eigelb
3 Eiweiß

70 g Zucker
1 Prise Salz
30 g Mehl
90 g Haselnüsse, geröstet und gemahlen
Ofen auf 200 °C aufheizen, eine runde Kranzform mit ca. 26 cm Durchmesser sehr gut ausfetten und mit Mehl ausstreuen.

Zuerst den hellen Teig zubereiten, dann in genau gleicher Weise den dunklen.
 
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und aufkochen lassen. Von der Hitzequelle nehmen und kurz abkühlen lassen, bis nichts mehr blubbert. Die grob gehackte Kuvertüre zufügen, ungefähr 1 Minute stehen lassen und dann rühren, bis sich die Schokolade  vollends aufgelöst hat.
 
Eiklar steif schlagen und dabei den Zucker und das Salz einrieseln lassen.
 
In einer anderen Rührschüssel die Eigelbe mit der Vanille kurz durchmixen.
Die noch warme Butter-Kuvertüre-Mischung in einem dünnen Strahl unter weiterem Rühren einfließen lassen.
 
Das Mehl sieben und mit den Nüssen mischen, dann zusammen mit dem steif geschlagenen Eiweiß unter die Eigelb-Kuvertüremischung heben.
 
Den hellen Teig in die Kranzform geben und gleichmäßig verteilen.
 
Dann geht es zurück auf Anfang und das gleiche Spiel beginnt für den dunklen Teig, nur dieses Mal mit Zartbitterkuvertüre.
 
Den dunklen Teig auf den hellen in der Kranzform geben und mit einer Gabel spiralförmig durchmischen (so daß aber immer noch 2 Teige erkennbar sind).
 
Den Kuchen nun für 35 bis 40 Minuten in den Ofen geben. Dabei habe ich die Temperatur direkt nach dem Reinstellen (auf die mittlere Schiene) auf 180°C reduziert.
 
Natürlich sieht er mit etwas Puderzucker oder Schokoguss viel hübscher aus, aber unsere Gipser hatten (und haben) es nicht so mit der Schönheit von Kuchen - schmecken muss er (und das hat er).
 


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