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Florentiner Apfelkuchen

... diesen wird es wohl so schnell nicht mehr geben.
Das erste Testrezept aus Hannes Webers "Lust auf Backen " entsprach so überhaupt nicht meinen Vorstellungen. Die knackige Mandelschicht auf den Äpfeln sah so verführerisch aus und mit der dunklen Erinnerung an einen Apfelkuchen gleichen Namens und sehr ähnlichen Aussehens mit einer apfeligen Rührteigfüllung von Adolf Andersen (aber wie im Nachhinein bemerkt mit ganz anderer Füllung als dieser hier) überlegte ich nicht lange und legte los. Schließlich erwarteten 3 hungrige Bauarbeiter einen Kuchen.
 
  
Doch schon das genauere Durchlesen des Rezepts hätte mich stutzig machen sollen.
Auf einen klassischen, aber etwas anders zubereiteten Mürbteig kam nämlich das, was ich normalerweise zum Vanillepudding kochen nehme.
Mir kam das zu dem Zeitpunkt nicht besonders komisch vor.
Sagen wir mal so - der Kuchen war nicht schlecht - aber eben überhaupt nicht das was ich mit der Erinnerung an den anderen Florentiner Apfelkuchen erwartet hatte. In meiner Vorstellung sollte es Kuchen geben - RICHTIGEN Kuchen.
Nicht Vanillepudding mit Äpfeln. Wobei die Mandelschicht oben drauf echt was hat...
 
Der Mürbteig ist ein normaler 1-2-3-Teig und funktioniert auf diese Machart sehr gut (aber ich hatte das vorher schon öfter auf diese Art mit der schaumig geschlagenen Butter gemacht). Es ist nur etwas wenig Teig und dadurch nur eine sehr dünne Schicht (und den Rand konnte ich dadurch nicht so hoch ziehen wie im Rezept).
 
Jetzt aber der Kuchen für echte Vanillepuddingfans:
 

Florentiner Apfelkuchen

 
Mürbteig:
100 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Eigelb
150 g Mehl (Type 405)
1/2 TL geriebene Zitronenschale
 
Füllung:
5 säuerliche Äpfel, geschält, entkernt und in 1 cm dicke Spalten geschnitten
2 EL Aprikosenmarmelade
800 ml Milch (in 650 ml und 150 ml aufgeteilt)
85 g Zucker
65 g Vanille-Puddingpulver
2 Eigelb
 
Belag:
75 g Butter
90 g Rohrzucker
90 g Honig
100 g Mandelblättchen
 
Für den Mürbeteig die weiche Butter mit Zucker, Milch, Salz und Zitronenschale in eine Schüssel geben und schaumig rühren.
Mehl sieben und anschließend zur Buttermischung geben und einkneten. Nicht lange kneten!
Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
 
Den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
 
Den Mürbteig ausrollen (auf 38 cm Durchmesser) und in eine Form mit 28 cm Durchmesser legen.
 
Den Mürbteig mit der Aprikosenmarmelade bestreichen und die Äpfel darauf legen.
 
Für die Vanillecreme in einem Topf 650 ml Milch mit Zucker aufkochen. Puddingpulver mit Eigelben und 150 ml Milch vermischen, in die kochende Milch geben und unter Rühren aufkochen.

 
Den belegten Mürbteig mit der gekochten Vanillecreme übergießen und sofort in den 190 Grad heißen Backofen schieben und ca. 30 Minuten backen.
Nach 25 Minuten Backzeit die Florentiner-Masse Butter, Zucker und Honig in einem Topf aufkochen und ca. 4 Minuten kochen lassen, dann die Mandelblättchen untermischen.
 
Nach 30 Minuten Backzeit den Kuchen mit der Florentinermasse bestreichen und den Kuchen weitere ca. 30 Minuten backen, bis der Rand sowie die Oberfläche des Kuchen eine goldgelbe Farbe ausweisen.
 
Den Kuchen komplett auskühlen lassen und aus der Form nehmen.

Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  2. Liebe Barbara,
    da ich Vanillepudding sehr gerne mag, schmelze ich gerade vor dem PC-Bildschirm förmlich dahin... so ein leckerer Apfelkuchen - genau mein Geschmack!! :-)

    Viele Grüße,
    Claudi

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    1. Hallo Claudi,

      dann musst du wohl oder übel ran und den Kuchen auch mal backen, denn er ist wirklich sehr vanillepuddinglich ;-)

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  3. oh .... ja ... aussehen tut er ja wirlich sehr gut ....
    ich würde jetzt auch eher einen festeren Boden erwarten .... mit dem Pudding ist das wohl nicht so ...
    ABER wie schon gesagt .... lecker seiht er aus ... sehr lecker :D

    Nochmal liebe Grüße ... Katja

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    1. Die Knusperschicht oben drauf ist schon auch lecker. Wahrscheinlich probiere ich die noch mit einer anderen Apfelfüllung und etwas dickerem Boden aus, damit er dann uns auch wirklich schmeckt.

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  4. Was michier wundert ist, dass in der Zutatenliste Backpulver nicht erwähnt wird, aber plötzlich in der Verarbeitung auftaucht. ZU dem wird von einem normalen 1-2-3-Teig gesprochen. Mürbeteig mit Backpulver drinnen höre ich hier zum erstne Mal, Normal ist der Tieg nicht.

    Dass das hier noch keinen aufgefallen ist…*wunder*

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