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monstermäßig lecker - Schokoladenshortbread mit Sahnekaramell

Ab einem gewissen Alter der Kinder kommt man nicht umhin, irgendwas zu Halloween in sein (Back-)Repertoire aufzunehmen. Die Große ist jetzt so weit, dass sie dieses Jahr wahrscheinlich auch mit ihren Freundinnen durchs Dorf ziehen wird und Ausschau nach anderen gruseligen Gestalten und Süßem oder Saurem halten wird (und wir sollten dann wohl auch was bereithalten).
Obwohl die Auswahl an gruseligen Gestalten bei knappen 500 Einwohnern nicht so groß ausfallen wird, befürchte ich jetzt schon ein paar schlaflose Nächte, da ihre Fantasie zur Zeit uns doch ab und an nachts aufweckt (nachts um 2 essen keine Piraten unser Haus auf und bei Tag schon sowieso nicht...).


Ich überlegte hin und her, von Glubschaugen über Knochenfinger bis zu Mumien. Nichts wollte mir so recht behagen - und die Mädels habe ich lieber nicht gefragt, sonst hätte ich einfach alles machen müssen. Und dann trudelte ein Testpaket von Silikomart ein, darin enthalten neben einer Prinzessinnenbackform und einem Selbstbauadventskalender (den ich euch noch kurz vor Advent zeigen werde) dieses Cookie-Choc- Set aus Keksausstecher und 6 Silikongießförmchen für Schokolade namens "Cookie Monster".


Jetzt brauchte ich bezüglich des Aussehens nicht mehr lange überlegen - die Form konnte ich direkt dafür ausprobieren.
Nur wollte ich was anderes als Schokolade reingießen. Da das Silikon Temperaturen bis 230°C aushält, kam ich auf die Idee als Auflage für die Kekse ein nicht zu knackiges, aber auch nicht zu weiches Sahnekaramell zu kochen.


Für die Wahl der Unterlage kam mir Persis von Yumlaut (früher: Ein Keks für unterwegs) dann zu Hilfe. Bei ihr läuft gerade noch ein Event zum Thema Shortbread, bei dem ich unbedingt auch ein Rezept einreichen wollte.
Und was passt besser zu Karamell als Schokolade? Eigentlich nichts!

Yumlaut

Und so habe ich euch heute ein Rezept für dieses monstermäßig leckere Schokoladen-Karamellshortbread. Oben knackig und wunderbar karamellig, unten durch das Reismehl sensationell mürb und nicht zu kräftig schokoladig oder süß, sondern leicht salzig. Der perfekte Ausgleich zu der Süße oben, zusammen ein Genuss!
Da das Shortbread aber doch so sehr mürb ist, dass der Keks beim Reinbeißen fast unter der Karamellauflage weg wegbröselt, sind wir dazu übergegangen, sie umgedreht zu Essen, also mit Monster nach unten (so muss man sich beim Essen auch nicht so sehr gruseln ;-)  )

Jetzt muss ich nur schauen, dass bis Halloween noch ein paar übrig sind...

Übrigens: die Förmchen gibt es auch mit Weihnachts-, Oster- und noch anderen Motiven, man darf also zu allen Jahreszeiten Shortbread oder andere Kekse damit backen und genießen.
Wer keine der Förmchen besitzt, kann das Karamell auch dünn auf eine Silikonbackmatte streichen und nach dem Erstarren in passende Stücke schneiden.
Es wäre nicht schlecht gewesen, mehr als die 6 Gießförmchen zu haben. Aber das Karamell erstarrt recht schnell und lässt sich dann ganz leicht ohne Beschädigungen aus der Form lösen. Wenn man den Rest im Topf warmhält (aber nicht weiter kocht), kann man die Förmchen gleich nochmal füllen.

Mit meinem Rezept und dem Silikomartset erhaltet ihr ungefähr 28 Shortbreadkekse und 14 Karamellmonster. Wer überall Karamell mag, sollte also die doppelte Menge zubereiten. Aber die Kekse sind auch so einfach lecker, dass sie auch ohne fast von alleine verschwinden.


Schokoladenshortbread mit Sahnekaramell

Shortbread:
205 g Weizenmehl Type 405
35 g Reismehl
40 g Kakaopulver
5 g Salz
210 g Butter, weich
105 g Zucker
 
Sahnekaramell:
25 g Butter
100 g Zucker
1 TL Honig
100 g Sahne
 
zum Zusammensetzen:
etwas nussnougatcreme oder temperierte Schokolade
 
Die Sahnekaramellauflage kann schon einige Zeit vorher zubereitet werden. Sie muss nur kühl und trocken gelagert werden.
 
Gießförmchen und Silikonbackmatte bereitstellen.
Butter, Zucker und Honig bei mittelhoher Hitze in einem kleinen Topf erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist.
Sahne zugießen und unter Rühren aufkochen lassen. Weiter Köcheln lassen, bis sich die zuerst weiße Masse langsam goldbraun verfärbt. Immer wieder mit dem Zuckerthermometer (oder einem anderem mit ähnlich hoher Temperaturskala) die Temperatur prüfen.
Sobald 125°C erreicht sind, die Förmchen mit etwas Karamell füllen und dieses mit einem Teigspatel oder einer Palette glatt streichen. Den Topf bei ganz kleiner Hitze warm stellen, damit sich das Karamell nicht verfestigt.
Das Karamell in den Förmchen 2 bis 3 Minuten anziehen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf die Backmatte legen.
Erneut füllen.
Wem die Geduld fehlt, alles Karamell in Form zu bringen, der gießt den Rest einfach auf die Silikonbackmatte und streicht es dünn aus.
Vor der Weiterverwendung vollständig erkalten lassen.
 
Für das Shortbread Butter und Zucker bei schaumig schlagen.
Die trockenen Zutaten mischen und nur kurz unterkneten. Die Masse sollte sich nur gerade so zu einem Teig verbunden haben.
Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
 
Nach dieser Zeit den Ofen auf 160°C vorheizen.
Den Teig 3 mm dick ausrollen und mit dem Ausstecher Rechtecke ausstechen.
2 Backbleche mit Backpapier auslegen und die Kekse darauf verteilen.
in 12 bis 15 Minuten knusprig und nicht zu dunkel backen.
 
Sobald das Shortbread abgekühlt ist, kann das Sahnekaramell mit etwas Nuss-Nougatcreme oder temperierter Schokolade auf den Keksen festgeklebt werden.

Gruselt euch nicht zu sehr beim Reinbeißen!

Ich finde die Monster eigentlich eher süß als gruselig ;-)

Kommentare:

  1. Hmm die Kekse sehen wirklich super aus ^^ Und da ich Toffee liebe stelle ich sie mir auch unheimlich lecker vor ^^ Außerden, seinen wir mal ehrlich, ist das Motiv genial! Hach ja, Halloween ist was tolles. a

    Liebe Grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

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    1. Hallo Chrissy, da hast Du recht das Motiv ist einfach goldig. Sonst wäre ich Halloweentechnisch doch etwas aufgeschmissen gewesen.

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  2. Ach, ich freue mich so, dass Du ein Rezept eingereicht hast, und dann so ein tolles noch dazu!

    Dir von Dir erwähnte Weihnachtsform bekam ich im letzten Jahr von Silikomart. Ich mag sie gern, obwohl ich zuerst die gleichen Einwände wie Du hatte, was die Herstellung von nur sechs Auflegern gleichzeitig betrifft. Aber im Kühlschrank härten sie wirklich sehr fix aus, so dass man bald die nächste Portion in Angriff nehmen kann.

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    1. OK, gut zu wissen, dann kann ich mich auch noch an Schokomonstern versuchen ;-).
      Du hattest glaube ich welche mit auch ganz süßen Schneemännern drauf?

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  3. Liebe Barbara,
    Die sehen nicht nur (gruselig) - süß aus ...
    SO kannte ich das Rezept auch noch nicht... mit einem Anteil REISmehl
    Und dann diese Karamell-Aufleger ... die Rezepte nehme ich mir auf jeden Fall schon mal mit.

    Zauberhafte Grüße ... Katja

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    1. Das Reismehl soll das ganze besonders mürbe machen. Aber falls Du keines hast denke ich mir, dass auch Speisestärke einen ähnlichen Effekt hat.

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  4. Hmmm...

    Ich klicke mich gerade für die Abstimmung durch alle teilnehmenden Rezepte & von Deinen Keksen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Die Kombination mit Karamell hört sich sehr lecker an.

    Liebe Grüße, Janine

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  5. Sehen super lecker aus! Gratuliere zu Deinem Gewinn! Das Rezept werde ich sicher ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Anna

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