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Zwetschgen-Brownie-Tartelettes

Donna Hay ist eine bekannte Größe in der Kochbuchszene - für mich aber bisher nicht. In der Zwischenzeit hat sie über 20 Kochbücher veröffentlicht. Ich kannte zwar den Namen (und die Begeisterung mancher Blogger für sie), hatte aber keines ihrer Bücher und auch noch nie eines ihrer Rezepte ausprobiert.
Das sollte sich mit ihrem im August neu erschienenen Buch "Die neuen Klassiker " ändern.
Ich doch sehr gespannt, ob uns ihre Rezepte schmecken.


Natürlich habe ich mich zuerst in die "Süß"-Abteilung des Buches gemacht und dort lachten mich (und meine Mädels) kleine schokoladige Tartes mit Himbeeren an.
Passend zu den ersten wenigen Zwetschgen, die wir Anfang September (so lange musste das Rezept jetzt leider warten) hatten, haben wir die Himbeeren durch Zwetschgen ersetzt (ich hatte kurz zuvor bei Nigel Slater einen Zwetschgen-Schokokuchen gesehen, dann musste das doch einfach passen).


Das Original ist noch von einer Schokoladenganache gekrönt, was mir für einen Alltagskuchen, was es bei uns sein sollte, doch zu heftig war - in den Törtchen ist schließlich auch nicht wenig Schoki.

Der Teig ist mehr als fix zusammengerührt, ihr braucht nicht mal ein Rührgerät. Für einen Brownieteig wandern die kleinen Tartelettes erstaunlich lange in den Ofen. Meine zumindest waren danach aber dennoch saftig.
Ganz frisch schmeckten sie zuerst doch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Schokolade war sehr herb und ihr kräftiges Aroma erschlug den Geschmack der Zwetschgen beinahe. Nach einem Tag Ruhepause freundeten sich meine beiden Hauptdarsteller doch noch an und so richtig gut durchgezogen waren sie uns viel lieber als zuvor.

Und wer keine Zwetschgen hat, der darf gerne auch wie im Original 250 g Himbeeren verwenden.

So, genug Worte für ein solch kleines und schnelles Rezept -
Nur noch: ihr benötigt 4 Minitartesförmchen mit ungefähr 10 bis 12 cm Durchmesser (wir haben dann zum Verzehr die kleinen Tartes jeweils halbiert).

Zwetschgen-Brownie-Tartelettes


Teig:
200 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt, grob gehackt
60 g Butter
90 g braunerZucker
60 ml flüssige Sahne
3 Eier
35 g Mehl

Belag:
ca. 12 Zwetschgen

Ofen auf 150 °C vorheizen. 4 kleine Tartesformen (am besten mit Hebeboden) ausfetten und mit Mehl ausstreuen.

Schokolade grob zerkleinern und mit Butter, Zucker und Sahne in einem kleinen Topf auf niedriger Stufe schmelzen lassen. Zu einer homogenen Masse verrühren und zum leichten Abkühlen beiseite stellen.

In der Zwischenzeit Eier und Mehl verrühren. Die Schokoladenmasse dazugeben und untermischen. 
 
Gleichmäßig auf die 4 Förmchen verteilen.

Für den Belag die Zwetschgen zuerst halbieren, den Stein entfernen und dann jede Hälfte nochmals halbieren. Wir haben versucht, Sonnenblumen und Margeriten auf die Tartelettes zu legen.


Nach ungefähr 35 bis 40 Minuten im Backofen auf der untersten Schiene sind die süßen Teilchen fertig.
 
Wer mag, macht noch die Schokoladenganache dazu:
 
300 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt, grob gehackt
250 ml flüssige Sahne
 
Beide Zutaten bei milder Hitze in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen, bis die Schokolade geschmolzen ist. Dabei nicht Kochen lassen!
Vor dem Garnieren der Tartelettes die Ganache etwas anziehen lassen, dann geht das besser.
 





Kommentare:

  1. Gerade gestern habe ich das Buch noch einmal druchgeblättert auf der Suche nach einem schnellen Backwerk und nichts gefunden. Aber wenn du so schwärmst, werde ich es wohl noch einmal verscuhen müssen. :-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Hallo Eva, du wirst doch nicht von der aufwendigeren Tortenbäckerei abkommen! Aber ich würde mich schon interessieren, was du mit deinem doch langsam vielleicht etwas verwöhnten Gaumen dazu sagst.

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  2. Deine Zwetschgen-Brownie-Tartelettes sehen wir Kunstwerke aus. Fast zu schade zum Essen. Bei Brownies machte ich auch schon die Erfahrung, dass sich der volle Geschmack erst am nächsten Tag entfaltet.
    Liebe Grüße, Renate

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    1. Danke dir für das Kompliment. Aber eigentlich sind die Zwetschgen ja nur recht sparsam im Kreis gelegt ;-) . Manchmal ist es schon lustig - manche Gebäcke werden mit dem Alter besser, obwohl man es nicht erwartete und manche Sachen, von denen man denkt, sie würden länger halten, schmecken dann über Haupt nicht mehr.

      Liebe Grüße,
      Barbara

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  3. Die habe ich auch schon gemacht (mit Birnen statt Himbeeren und wie Du ohne Ganache). Sehr, sehr lecker! Und danke für Deinen "Segen" bezüglich der Mandeltörtchen-Version mit Apfel. Ich glaube, die werde ich diese Woche noc in Angriff nehmen.

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