/

Himbeer-Joghurt-Eis im Meringuenestchen (oder auch nicht)

Dieses Eis ist das perfekte Rezept für Tage im Dauernebel wie wir hier im Herbst. Die meisten Zutaten habe zumindest ich schon im Haus, muss also nicht durch die graue Suppe auf Einkaufstour fahren. Man braucht nämlich nur 4. Himbeeren-Joghurt- etwas Zucker und eine Spritzer Zitrone, kein Tröpfchen Sahne. Also eigentlich auch fast ein Eis für die schlanke Linie ;-) (Wenn ich meine Rezepte hier in letzter Zeit so lese dann glauben wohl alle, ich bin langsam auf dem Abnehmtripp. Ich kann euch glaubhaft versichern, dass scheint nur so - demnächst gibt es die volle Kaloriendröhnung).
Geschmacklich holt es den Sommer zurück und auch die Farbe bringt etwas Abwechslung ins öde Grau.


Es ist mehr als schnell und ohne größere Schweißausbrüche zusammengerührt. Man benötigt für das Eis an sich eigentlich nur den Kühlschrank und eine Eismaschine (oder auch nur Popsicleförmchen). Der Herd bleibt kalt. Und wer wenig Zeit hat, lässt die Himbeerkerne drin und nimmt nur eine Gabel zum Zerdrücken der Beeren.
Trotzdem wird man mit einem sehr fruchtigen und doch cremigen Eis (der Grund dafür ist der griechische Joghurt, hier könnt ihr dazu mehr lesen) belohnt. Schön säuerlich, für mich also genau richtig und sogar meine Mädels mochten es trotzdem (ob es wohl an der Farbe lag?).

Die Meringuenestchen machen die Sache natürlich etwas aufwendiger - und die Küche dann etwas wärmer. Aber das ist bei dem Schmuddelwetter ja gar nicht so übel. Und sie sind ja nicht Pflicht, obwohl sie ja schon wirklich hübsch anzusehen sind und dem Ganzen noch das Krönchen aufsetzen (auch geschmacklich, wir mögen eben so Baiserkram ganz gerne). Und außerdem dümpelt bei mir fast immer eine Portion eingefrorenes Eiweiß im Tiefkühlschrank, das mal verwertet werden will.

Beide Rezepte bzw. Ideen habe ich aus meiner Eisbibel, dem Buch "The Perfect Scoop " von David Lebovitz.


Himbeer-Joghurt-Eis im Meringuenestchen

Eis:
480 g griechischer Joghurt
150 g Zucker
240 g Himbeeren
1 Spritzer Zitronensaft


Meringuenestchen:
2 Eiweiß
70 g Zucker
etwas gemahlene Vanille

Zuerst das Eis zubereiten. Dazu einfach die Himbeeren zerkleinern. Das geht mit einem Pürierstab, mit einer Gabel oder, wie ich es gemacht habe, mit einer Passiermühle (auch Flotte Lotte genannt). Wer mag, drückt die Himbeeren noch durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Da meine Passiermühle Wechselscheiben hat, kann ich mir das sparen, wenn ich die Scheibe mit den kleinsten Löchern einlege. So werden nämlich schon alle Kerne zurückgehalten.
Den Zucker, Zitronensaft und Joghurt zum Himbeerpüree geben und gut verrühren. Eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sich der Zucker vollständig auflöst.

In der Zwischenzeit die Eiweiße mit dem Handrührgerät sehr schaumig schlagen. Darauf achten, dass die Rühschüssel und -besen komplett fettfrei sind (sonst wird da nichts steif). Langsam den Zucker einrieseln lassen und dabei weiterschlagen, bis die Masse steif ist und glänzt. Beim Probieren oder Verreiben zwischen den Fingern sollten kaum mehr Zuckerkristalle zu spüren sein.

Ofen auf 100°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen und mit 2 Esslöffeln 8 Häufchen darauf verteilen. Wie auf dem Bild gezeigt die Häufchen etwas in die Breite zu flacheren Kreisen verstreichen und in die Mitte eine Kuhle (für die Eiskugel) formen.



Die Bleche in den Ofen stellen und 20 min backen, dann einen Kochlöffel so in die Tür klemmen, dass ein Spalt offen bleibt und noch ungefähr 40 min weiter trocknen lassen.
Dann ausschalten, die Ofentür schließen und eine weitere Stunde im Ofen trocknen lassen.

Sobald die Meringuen im Ofen sind und die Stunde Ruhezeit für das Eis vorbei ist, kann dieses in die Eismaschine gegeben werden. Je nach Maschine hat man nach ungefähr 35 Minuten ein schön pinkfarbenes Eis, das ggf. noch ca. 2 Stunden nachgefroren werden muss (auch abhängig von der Eismaschine).

Sobald das Eis fertig ist nur noch jeweils eine dicke Kugel in ein Nestchen setzen und loslöffeln.

Viel Spaß dabei!



1 Kommentar:

  1. Ich sehe, Du übst schon für das Weihnachtsessen. Das wäre die perfekte Nachspeise. Bei mir würde nur statt dem Meringuenestchen geschlagene Sahne darunter liegen. :-) Sieht aber bei Dir alles sehr hübsch aus.

    Liebe Grüße
    Anna

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt los!