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Zitronen-Mohn-Gugl mit Olivenöl im Miniformat

Ich bin schon wieder am Testbacken. Dieses Mal aus dem für mich in dieser Herbstbüchertestaktion bisher schönsten Buch. Und zwar aus William & Suzue Curleys "Patisserie ".
 
Ich stelle euch das Buch noch genauer vor, wenn ich genügend Rezepte ausprobiert habe. Nur mal soviel vorneweg: alleine schon zum Anschauen lohnt sich der Kauf ;-)  (naja, ich muss zugeben, es ist nicht ganz ein Schnäppchen, aber Weihnachten kommt ja auch bald...).

 
Mein erstes Rezept stammt aus dem Kapitel Kuchen& Küchlein und ist mit Zitrone und Mohn eine im angelsächsischen Raum eigentlich sehr klassische Kombination. Zitrone für den saftig-fruchtigen Geschmack, Mohn für den Biss und ein lustiges Knistern beim Essen (und natürlich auch ein bisschen Aroma). Hier findet ihr eine andere Version der Kombination Zitrusfrüchte-Mohn (allerdings mit noch nicht so hübschem Foto).
 
Was für mich das Rezept interessant machte, ist die Verwendung von Olivenöl.
Curley stellt eine sehr beliebte Pralinensorte mit Rosmarin und Olivenöl her - und sie wollten das dort verwendete Olivenöl auch anderweitig verarbeiten. Dabei ist dieses Rezept herausgekommen.
Wichtig ist ein fruchtig feines, nicht zu herbes Olivenöl. Und es sollte euch auch schmecken, den der Geschmack kommt schon durch.

 
Ich muss aber zwei Änderungen gestehen: ich hatte keine passenden Guglformen mit 7 cm Durchmesser und deshalb Miniguglformen genommen.
Die Fondantglasur, die er verwendet hatte ich auch nicht und habe deshalb nur ein bisschen Puderzucker darauf schneien lassen. Obwohl eine Puderzucker-Zitronenglasur sicher auch nicht zu verachten ist.
 
Geschmacklich haben sie uns sehr gut geschmeckt, sogar meinen beiden skeptischen Mädels (was sind das für dunkle Punkte...). Sehr luftig locker, saftig und weder zu stark nach Mohn noch zu stark zitronig. Überhaupt nicht sauer, da nur Zitronenschale verwendet wird.
Da keine Butter verwendet wird, bleiben die Minis auch im Kühlschrank schön weich. Das ist besonders von Vorteil, wenn sie mit einem Frosting verziert werden sollen, das gekühlt werden muss.

Das Rezept reicht für ungefähr 45 Minigugl.
 
William Curley 

Zitronen-Mohn-Gugl mit Olivenöl


155 g Zucker
1 Eier (ca. 50 g ohne Schale gewogen)
80 ml Olivenöl
110 ml Milch
10 g frisch geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
5 g Mohnsamen
145 g Mehl (Type 405)
3 g  Backpulver
1 Prise Salz

Glasur:
im Original 100 g Fondant mit 30 ml Läuterzucker

bei mir 100 g Puderzucker und Zitronensaft (nur so viel, bis der Guss sehr dickflüssig ist)
 
 
Ofen auf 180°C vorheizen. Eine Miniguglform ausfetten und ausmelieren.
 
Eier und Zucker mit dem Schneebesen und dem Handrührgerät sehr schaumig schlagen, die Masse wird dabei sehr hell.

Olivenöl, Milch, Zitronenschale und Öl in einer Schüssel glatt rühren und dann unter den Eischaum rühren.

Zum Schluss Mehl, Salz und Backpulver mischen und vorsichtig unterheben.
Den Teig abdecken und eine Stunde kühl stellen.

Mit einem Spritzbeutel in die Förmchen geben und ca. 12 Minuten backen - bis sich der Rand hellbraun verfärbt und sie gut aufgegangen sind

Kurz abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen.
Nach Wunsch mit Puderzucker oder Glasur verzieren.

Im Originalrezept werden die Gugl direkt aus dem Ofen aus der Form genommen, glasiert und nochmals 30 Sekunden bei 220°C im Ofen gebacken. So entsteht eine knackige Zuckerschicht um die Gugl herum.



Kommentare:

  1. Liebe Barbara!
    Da sind sie ja, Deine Olivenölgugls. Die Verwendung von mildem Olivenöl ist wirklich wichtig, das ist mir bei meinem Pistazienkuchen auch aufgefallen.sonst wird's zu dominant.
    Dieses Buch ist doch der Knaller, oder? Ich freue mich schon auf deine Rezension. Ich muss es immerzu anschauen, so schön ist es.
    Dann wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag. Ich habe mir zum Backen heute ein Rezept von Christophe Michalak vorgenommen.
    Liebe Grüße
    Maren

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    1. Dann bin ich mal auf dein Rezept gespannt!
      Und es stimmt, ich nehme das Buch auch immer wieder nur zum mal Gucken in die Hand. Die Rezension kommt bald, aber vorher gibt es noch zwei weitere Testrezepte.

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  2. Von dem Buch habe ich unterschiedliches gehört. Ich hab's bislang leider noch nicht anschauen können.
    Die Kombination von Olivenöl, Mohn und Zitrone klingt uaf jeden Fall gut - ich habe leider nur eine 16er Guglform. Muss ich wohl wieder rechnen. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Na im Rechnen hast du doch schon Übung ;-)
      Aber wenn du erst richtig aus dem Buch bäckst, dann bleibt das Rechnen zwangsläufig nicht aus (es ist diesbezüglich ähnlich wie das Schokoladebuch aufgebaut - und die Mengenangaben hauen nicht immer ganz so hin).
      Darf ich fragen, was Du sonst noch von dem Buch gehört hast?

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  3. Das sieht wirklich toll aus! :) Wie hast du es geschafft, dass die Gugls so hübsch aufeinander bleiben, Zuckerguss oder aufgespiest? ;) Ich bin auf jeden Fall begeistert, wirklich schöne Fotos! :)
    Alles Liebe

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    1. Ganz brutal aufgespiesst, mit einem Schaschlikspiess Danach hatten sie dann eben ein Loch, aber das ist niemandem aufgefallen ;-)

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  4. Liebe Barbara, wie hast du denn um Himmels Willen diesen tollen Gugl-Turm gestapelt?? Das sieht ja nach meditativer Stundenarbeit aus... Das rezept klingt sehr spannend!
    Liebe Grüße,
    Daniela

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    1. Gestapelt ist relativ - das ging ganz schnell. Ich war nämlich sehr gemein und habe die armen Kleinen mit einem Schaschlikspiess gnadenlos durchbohrt ;-)

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  5. Die sehen ja herzig aus! Und schon eine Neuerscheinung in der Hand. Hab mir gleich einmal ihre Sachen auf fb angesehen. Tolles Pralinenangebot, dass sie da haben. lg Anna

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