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Bloggerwichteln - weihnachtliche Geschenke aus der Küche

Auch ich habe beim Bloggerwichteln von Sarah aus dem Knusperstübchen mitgemacht.

Banner-Blogger-Wichteln

Meine Tauschpartnerin war Sia von Sia´s Soulfood und ich hoffe, ich habe ihren Geschmack mit dem von mir verschickten Paket halbwegs getroffen.
Ich habe mich mal etwas an dem, was eben "Soulfood" für mich ist, orientiert.

Aber zuerst kommt das Paket, dass ich von ihr erhalten habe:


Der Postbote brachte mir ein Paket mit 3 liebevoll weihnachtlich verpackten Köstlichkeiten. Es waren würziger Winterhonig (mit Mandarine, Sternanis und Zimt), Traubensenf und winterlicher Spekulatiusschokolade enthalten. Natürlich musste alles gleich probiert werden und (was mich gar nicht verwundert hat) - es hat auch alles sehr lecker geschmeckt. Vor allem der Traubensenf hat mich positiv überrascht, da ich mir nicht so recht vorstellen konnte, wie er schmeckt.

Wer neugierig auf die Rezepte ist, sollte sich dringend bei Sia umschauen. Und bei ihr gibt es auch noch viel mehr Köstlichkeiten. Vor allem auch immer wieder ein paar Vitamine und Gesundes mehr als bei mir hier ;-), nämlich auch Herzhaftes. Ich kannte den Blog schon vorher, war dort aber nur etwas unregelmäßig zu Gast. Das ändert sich so langsam, denn sie hat tolle Rezepte (ja, wir ernähren uns eigentlich ganz normal und nicht nur von Süßem und dazu hole ich mir auch Ideen von Blogs) und macht sehr schöne Bilder.

Der Inhalt des von mir verschickten Päckchens war komplett süß und bestand aus einer Mischung meiner bis dahin gebackenen Weihnachtsgutsle, einer hoffentlich heil angekommenen Flasche Orangenkardamomsirup und Maronen-Mandeltrüffeln (meiner ersten "richtigen" Pralinen).
Vor lauter Aufregung habe ich vergessen, ein Bild vom Gesamtpaket zu machen, aber bei Sia könnt ihr es euch hier anschauen.

Die Rezepte der Gutsle findet ihr zum Teil schon hier auf dem Blog (die Printen, Vanillekipferl, Bärentatzen, Zimtschneckenkekse, Sesam-Schoko-Florentiner, Anistaler) der restliche Teil kommt aus anderen Quellen (Minzgrübchen, Florentiner Ringli) oder erst noch mit der Zeit (Kokosspritzgebäck, Ausstecher mit Zimtzucker).

Der Orangen-Kardamom-Sirup von Bettina Matthaei machte kurz nach Erscheinen ihres Buches Das große Buch der Gewürze eine ganze Rund durch die Bloggerwelt. Da muss ich dann wohl nicht mehr viel schreiben, wie lecker er ist. Jetzt hatte ich endlich die passende Ausrede, mir auch ein paar Fläschchen davon zu köcheln - das Bloggerwichteln.
Wenn ihr nicht ganz so eine Schweinerei macht wie ich, dann habt ihr am Schluss 3 Fläschchen Sirup à ca. 200 ml. Verwendungsmöglichkeiten findet ihr am Ende des Rezepts.
Wichtig dabei: Ihr müsst wirklich sauber arbeiten! Und füllt den Sirup am besten noch sehr heiß ab. Ich musste die Arbeit nach der ersten Flasche unterbrechen und konnte dann erst später die restlichen Flaschen abfüllen, die mir dann leider verdorben sind, trotz ausgekochten Flaschen (eine davon war aber zum Probieren geöffnet und dann wahrscheinlich auch zu warm gelagert).

meine süße Werkstatt


Orangensirup mit Kardamom

Zutaten & Zubereitung
1 l frisch gepressten Orangensaft mit 400 g Kristallzucker auf kochen. 12 Kardamomkapseln im Mörser anstoßen. 2 Zitronen auspressen, mit Kardamom und 2 Lorbeerblättern (nach Belieben frisch oder getrocknet) zum Orangensaft geben. Im offenen Topf 30–40 Min. sprudelnd kochen. Der Saft dickt dabei sirupartig ein. Lorbeer und Kardamomkapseln entfernen. In saubere, heiß ausgespülte Flaschen füllen.

Kühl und dunkel – am besten im Kühlschrank – lagern. Noch ungeöffnet mind. 6 Monate haltbar.

Verwendung:
– Mit Prosecco oder Mineralwasser
– In Tee und Espresso
– Zu Vanilleeis, dunkler Mousse au Chocolat oder zu Crepes
– Für Vinaigrettes und Dressings



Auch Pralinen standen schon lange auf meiner Liste der mal auszuprobierenden süßen Sachen. einer der Hauptgründe, warum ich bisher noch keine gemacht habe war die meist recht große Menge, die man aus einem Rezept erhält, kombiniert mit der Angst vor der Versuchung, dann alle selbst aufzuessen. Und ich konnte mich dann auch nie wirklich entscheiden, welche Sorte es denn dann sein soll. Auch hier ging es mir so, bis ich die Maronenmousse einen Tag bevor ich eigentlich Jasmin- oder Szechuanpfefferpralinen machen wollte ausprobiert hatte. Das hat alle meine noch relativ wagen Pläne umgeworfen, so gut hat mir das Mousse geschmeckt und zudem war noch etwas Maronenpüree übrig, mit dem ich dann unbedingt noch was richtig Schokoladiges machen wollte.
Und das war kein Fehler. Ich finde schon wieder, das es nur ein Fehler war, dass nicht schon früher gemacht zu haben.
Das Rezept habe ich bei William-Curley in seinem Buch Schokolade gefunden und mit ein paar winzigen Änderungen direkt nachgemacht. Aber Vorsicht: das gibt wirklich unendlich viele Pralinen. Sorgt dafür, dass ihr ein paar verschenken müsst, sonst kugelt ihr euch bald.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu kleine Trüffelkugeln gespritzt habe, aber mir hat die im Rezept angegebene Menge an Überzugsmasse bei weitem nicht gereicht. Ich habe dann einen Teil der restlichen Pralinen in Kakaopulver gewälzt.



Maronen-Mandel-Trüffel

Zutaten:
330 g Sahne
30 g flüssiger Honig (Originalrezept: Invertzucker)
125 g Maronenpüree nach diesem Rezept hier oder siehe unten
380 g Edelbitterschokolade mit 65% Kakaogehalt, gehackt (oder eine Mischung aus 70 %iger und 60%iger Schokolade, jeweils 190 g)
125 g Milchschokolade mit 32% Kakaogehalt, gehackt
225 g dunkles Nougat (aus dem Backregal, keine Nussnougatcreme!;Originalrezept selbstgemachtes Nougat)
50 g weiche Butter

Überzug:
100 g geröstete Mandelsplitter
500 g temperierte Edelbitterschokolade

Zubereitung:

2 Backbleche mit Backpapier belegen.

sahne und Honig in einem kleinen Topf aufkochen. Von der Hitzequelle nehmen und das Maronenpüree einrühren, bis es sich komplett aufgelöst hat.

In einer Schüssel auf einem Wasserbad beide Schokoladesorten schmelzen( bei ca. 45°C).
Die etwas abgekühlte Maronensahne zugeben und langsam unterrühren, bis die Masse wieder homogen ist.
Nougat in Würfeln zugeben, etwas weich werden lassen und dann ebenfalls komplett unterrühren.
Zum Schluss die Butter in Würfeln zugeben und solange rühren, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist.
Vom Wasserbad nehmen und die so entstandene Ganache etwa eine Stunde abkühlen lassen, am besten im Kühlschrank.

Mit Hilfe eines Spritzbeutels und einer Lochtülle mit ca. 12 mm Durchmesser. kleine Häufchen mit 2 cm Durchmesser auf die Backpapiere spritzen.

An einem kühlen und trockenen Ort in ca. 2 Stunden fest werden lassen.

Zum Überziehen die temperierte Schokolade (Methode: hier) mit den gehackten Mandeln mischen und die Pralinen mit einer Gabel vollständig eintauchen (es muss nicht unbedingt eine Pralinengabel sein!).

Mit Hilfe einer zweiten Gabel auf dem Papier absetzen und die Umhüllung vollständig fest werden lassen.

Kühl, trocken und möglichst luftdicht/vor Fremdgerüchen geschützt aufbewahren.

Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.






Kommentare:

  1. Liebe Barbara,
    wie schön, dass du das Rezept von dem Sirup nochmal gepostet hast. Der klingt ja wirklich lecker! Und was heißt, du warst faul?! Soo viele verschiedene Plätzchen! Da warst du doch super fleißig! Und alle schmecken lecker!
    Vielen Dank nochmal und liebste Grüße
    Maren

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    1. Gern geschehen! Und zum Glück haben sie geschmeckt!

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  2. Liebe Barbara,
    natürlich hast du meinen Geschmack getroffen :-) Es war alles so lecker :-) Die Betonung liegt auf WAR, denn alles außer dem Sirup (der wurde schon mit Sekt probiert) hat nichts überlebt;-)
    Viele liebe Grüße
    Sia

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    1. Dann bin ich auch bei dir froh, dass dir alles geschmeckt hat!

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  3. Liebe Barbara,
    was für ein schönes Wichtelpaket. Der Sirup klingt ja himmlisch... und die Plätzchenauswahl Woooow!
    Liebe Grüße
    Sarah

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    1. Danke Dir Sarah. Der Sirup schmeckt (zumindest mir) auch wirklich gut ;-)

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