/

Maronenmousse mit Hagebuttensauce

Wenn man bloggt, gibt es viele "erste Male" - der erste Post, der erste Besucher, der erste erhaltene Kommentar, die Teilnahme am ersten Blogevent... diese Liste lässt sich wohl beliebig erweitern.
Und bei mir kommen dazu noch viele erste Male an Zutaten, die ich sonst nie und nimmer verwendet hätte.
So auch hier bei dieser Maronenmousse.


Bisher habe ich die vorgegarten Maronen in ihren eingeschweißten Packs eher misstrauisch beäugt. Besonders appetitlich sehen sie ja auch wirklich nicht aus (ich schreib jetzt lieber nicht, an was ich da immer denken muss, sonst lest ihr nicht weiter und das wäre mehr als schade).

Und nach dieser Mousse weiß ich, dass ich wirklich was verpasst habe. Wenn ich das schon vor 10 Jahren probiert hätte, wäre ich jetzt wahrscheinlich 10 kg schwerer (naja, vielleicht hat es ja doch was positives, dass ich solange damit gewartete habe...).
Der Geschmack ist nicht leicht zu beschreiben, leicht süß und erdig, irgendwie herbstlich. In einem herzhaften Gericht kann ich sie mir deshalb immer noch nicht richtig vorstellen, aber der Anfang ist jetzt mal gemacht.

Dieses Mousse ist erfreulich unaufwendig und macht so richtig, richtig was her. Optisch vielleicht nicht, aber geschmacklich. Ich würde jetzt mal behaupten, euer Weihnachtsdessert ist gesichert!

Die Hagebuttensauce passt hervorragend dazu und setzt einen säuerlich-fruchtigen Kontrast zu der milchige-süßen und seeeehr luftigen Mousse.


Es lohnt sich also eigentlich, den ganzen Pack Maronen zu Püree zu verarbeiten (bei mir waren das 200 g - nehmt dann aber nur 200 ml Milch zum Aufkochen!) und gleich mindestens die doppelte Menge zuzubereiten. Wenn ihr diese Menge hier nehmt, habt ihr ca. 4 kleinere Portionen.


Maronenmousse mit Hagebuttensauce


Maronenpüree:
60 g vorgegarte Maronen
80 ml Milch
1 Msp. gemahlene Vanille

Maronenmousse:
120 g des oben hergestellten Maronenpürees
5 g gemahlene Gelatine, 5 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht
40 g Zucker
45 ml Wasser
etwas geriebene Orangenschale
200 g Sahne
(optional: eine kleinen Schuss Rum, 20 ml)

Hagebuttensauce:
ca. 50 g Hägenmark / Hagebuttenmarmelade
1 TL Zitronensaft
etwas Wasser (je nachdem wie dünnflüssig die Sauce sein soll, lieber etwas weniger)

Maronen, Milch und Vanille in einem kleinen Topf mischen. Zum Kochen bringen und ca. 4 Minuten köcheln.
Etwas Abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.

Für die Mousse das Wasser mit dem Zucker und der Orangenschale aufkochen.
Das Maronenpüree zugeben, glatt rühren und nochmals aufkochen lassen.
Von der Hitzequelle nehmen und die Gelatine in der heißen Flüssigkeit unter rühren auflösen.
Abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Sahne luftig aufschlagen und nach dem Abkühlen der Maronenmasse vorsichtig unterheben.

Im Kühlschrank gelieren lassen, dann in einen mit Sterntülle versehenen Spritzbeutel füllen und in dekorative Gläser spritzen. Nach Wunsch mit Schokoladendekor verzieren.

Für die Sauce einfach alle Zutaten glatt rühren.

Kurz vor dem Servieren oder auch erst bei Tisch die Hagebuttensauce darüberträufeln.




Kommentare:

  1. Hmm das sieht klasse aus! Ein richtig schönes Dessert!
    Auch deine Fotos sid klasse geworden ;)

    Das mit dem Maronen kenne ich total :D ih finde sie auch eher ,... naija gewöhnungsbedürftig. zumindest optisch betrachtet ^^ aber vielleicht ringe ich mih doch mal durch meine Meinung etwas zu verändern... schauen wir mal :D

    Liebe Grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich sehe, wir sind da einer Meinung ;-). Ich konnte mich auch lange nicht überwinden und jetzt bin ich froh, es probiert zu haben. Das schaffts Du auch :-)))

      Löschen
  2. Eine schöne Idee. Ich mag Maronen sehr gerne und kaufe schon lange jedes Jahr einige dieser Maronenpackungen. Aber du hast schon recht, das sieht nicht so chick aus diese eingeschweißten Dinger. Da denkt man ja an sonst was, wenn man die Maronen so noch nicht probiert hat. :D

    LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ...und der, der sie erst mal probiert hat, kauft sie dann immer wieder. Zumindest weiß ich jetzt, warum es so viele von diesen Packungen gibt - der Inhalt überzeugt eben manchmal mehr als die Optik.

      Löschen
  3. Ich liebe übrigens Maronen. :-)

    Und Deine Mousse stelle ich mir traumhaft vor.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir! Wie schon geschrieben, ich war auch sehr erstaunt wie einfach und doch lecker das Ganze ist.

      Löschen
  4. Ich bin verrückt nach Maronenreis mit Schlagsahne. Da habe ich heuer erst einmal gehabt. Leider... Das Mousse stelle ich mir aber auch sehr lecker vor. Ich hatte geröstete, geschälte Maronen in einer Packung. Die schmeckten hervorragend und sahen auch wunderschön aus. Woher bekommst Du denn dieses Hägenmark? Das habe ich noch nirgends gesehen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anna, Eis ist bestimmt auch sehr lecker...
      Hägenmark ist eigentlich nichts anderes als eine lokale Bezeichnung für Hagebuttenkonfitüre, die man bei uns auch öfters im gut sortierten Supermarkt findet. Ich habe es mal im Rezept ergänzt.

      Bei uns gibt es in der Nähe ein Dorf, in dem mehrere Hersteller ansässig sind (Auendorf), die ein sehr hochwertiges Hägenmark herstellen.

      Liebe Grüße,
      Barbara

      Löschen

Ich freue mich über jeden Kommentar, also schreibt los!