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süße Grissini-Hexenbesen

Ab und zu brauchen wir keinen Kuchen zum Kaffee, uns reicht auch eine Kleinigkeit zum Knabbern. Vor allem meine Große ist so ein Knabbermäuschen. Sie knuspert sich auch gerne mal nur durch eine Reiswaffel statt einem Stück Kuchen.




Hier gibt es ja schon ein Grissinirezept, allerdings ein herzhaftes, deshalb wollte ich auch mal süße probieren. Diese Grissini standen auch schon eine Weile auf meiner Nachbackliste, eigentlich seit ich das Buch "Liebes Bisschen" von Laura Seebacher in den Händen hatte.

Und weil ich im Hinterkopf noch das Märchenevent von Julia hatte, habe ich mir eine etwas extravagantere Form für die Grissinis ausgedacht.



Im Kindergarten der Kleinen ist gerade Hänsel und Gretel großes Thema und dort gibt es bekanntlich ja eine ziemlich böse Hexe. Sie hat sicher nicht nur ein süßes Lebkuchenhaus, sondern auch zur stilgerechten Fortbewegung einen süßen Hexenbesen in der Ecke stehen.
Deshalb gibt es heute eine Rezept inklusive Anleitung dafür, damit die kleine Hexen dort draußen sich auch auf einen Besen schwingen können.

Natürlich eignen sich die knusprigen Grissini auch als Knabberkram für eine kleine Faschingsparty.

Eigentlich sind sie gar nicht richtig süß. Der Teig ist weder süß noch salzig, nur die Orangennote durch die geriebene Schale im Teig wird eben mit süß assoziiert. Hauptsächlich die Schokoladenhülle sorgt letztendlich für die Süße. Bei mir ist es eine dünne Schicht Zartbitterschokolade, im Original eine dicke Schicht eingefärbter weißer Schokolade.
Ein bisschen kniffelig ist der Teig aber zum Bearbeiten, er ist sehr weich.

Damit die Hexen ihren Schalthebel auch findet, habe ich ihr ihn teilweise mit ein paar Zuckerstreuseln gekennzeichnet, bei ein paar klebt der Staub von unterm Hexensofa dran ;-)


Orangen Grissinis oder süsse Hexenbesen

250 g Mehl (eventuell etwas mehr)
20 g frische Hefe
170 g lauwarmes Wasser
1 TL Salz
1 TL Zucker
geriebene Schale einer unbehandelten Orange
50 ml mildes Olivenöl
 
ca. 100 g Zartbitterschokolade
 
Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde formen. Die Hefe, etwas Wasser und den Zucker in die Mulde geben und mit etwas Mehl glatt rühren.
15 Minuten stehen lassen.
 
Die restlichen Zutaten zugeben und alles zu einem homogenen Teig kneten. Wenn der Teig sehr weich und klebrig ist, noch etwas Mehl unterkneten.
Mit einem feuchten Tuch abgedeckt ca. 45 Minuten gehenlassen. Dann durchkneten und eine weitere Stunde abgedeckt nochmals gehen lassen.
 
Ofen auf 190° C vorheizen.

Mit Hilfe von etwas Mehl den Teig zu einem Rechteck mit ca. 25 x 40 cm Größe auswellen (ungefähr 1 cm dick) und in schmale Streifen schneiden (bei mir waren es ca. 25 mit jeweils 1,5 cm Breite und 25 cm Länge).

 
 
Diese leicht in die Länge ziehen und wie auf den Bildern eine Schleife legen, die mit dem Messer durchgeschnitten wird. So erhält man 3 "Besenbüschel", die noch einmal der Länge nach halbiert werden.



 
Auf ungefähr drei mit Backpapier ausgelegten Blechen verteilen und im Ofen 25 Minuten backen.
 
Nach dem Abkühlen mit temperierter Schokolade bestreichen und nach Wunsch mit Zuckerstreuseln bestreuen.
 
Ich schwing mich jetzt mal auf meinen Besen und guck ob der Ofen schon warm ist, Hänsel wartet schon ...


Apfel-Nuss-Schnecken mit Zimtguss

Clara von Tastesheriff sucht nach Zimtschnecken und heute gibt es wie auf so vielen Blogs meine Variante dazu.
ich backs mir aktion tastesheriff

Gebacken waren sie schon länger, nur nicht verbloggt, wie so oft kam ein anderes Rezept, das noch dringender unters Volk gebracht werden musste, dazwischen.

 
Obwohl sie dieses Schiksal in der Warteschleife eigentlich gar nicht verdient hatten.

Der Apfel in der Füllung macht die Schnecken besonders saftig und sie schmecken dadurch auch am nächsten Tag noch gut.

Den Zimt findet man nicht innen drin bei den Nüssen, sondern oben drauf. Der Guss sollte nur mal eine farbliche Variante zum normal weißen Guss sein, aber den werde ich jetzt öfters verwenden (er schmeckt nämlich auch lecker). Meine Mädels haben gemeint, das sei Karamell, vor allem, da ich die Schnecken nicht komplett damit glasiert, sondern ihn (mehr oder weniger hübsch) nur darüber geträufelt habe.


Apfel-Nuss-Schnecken mit Zimtguss

Hefeteig:
400 g  Mehl (Type 550) 
50 g Zucker
1 große Prise Salz
1/2 Würfel Hefe
125 ml Milch
70 g weiche Butter
1 Ei

Füllung:
100 g gemahlene Nüsse
3 EL Zucker
1 EL Vanillezucker
4 EL Sahne
1 säuerlicher Apfel, grob gerieben

Guss:
50 g Puderzucker
1 TL Zimt
etwas Zitronensaft

Für den Teig alle trockenen Zutaten sowie die Butter in Stückchen (so gut das eben mit weicher Butter geht, sie sollten am Rand entlang verteilt werden) in eine große Schüssel geben.  Eine Kuhle in der Mitte formen.
Dann die Hefe zerbröckeln und mit der Milch in die Kuhle geben. Mit ein bisschen Mehl vom Rand der Kuhle glatt rühren und 10  Minuten stehen lassen. 
Mit dem Handrührgerät oder von Hand sehr lange zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr klebrig sein. 

Den Teig abdecken und 45 min gehen lassen. 
Ofen auf 200°C vorheizen.

In der Zwischenzeit die Füllung und den Guss zubereiten. Dazu einfach die jeweiligen Zutaten glatt rühren. Beim Guss allerdings zu Anfang nur sehr wenig Zitronensaft nehmen und dann tropfenweise erhöhen, bis eine zähfließende Konsistenz erreicht ist.


Ofen auf 200°C vorheizen.
Kurz durchkneten , nochmals zudecken und 10 min ruhen lassen, dann zu einer ca. 5 mm dicken Platte ausrollen. Die Füllung darauf streichen und alles von der langen Seite aus zu einer festen Rolle aufwickeln. 
In ungefähr 2 cm dicke Scheiben schneiden und diese auf zwei Blechen (mit Backpapier ausgelegt) verteilen und zugedeckt nochmals 30 min gehen lassen.

Mit Kondensmilch bestreichen und 15 Minuten im heißen Ofen goldbraun backen.
Nach dem Herausnehmen noch heiß mit dem Guss beträufeln.



Süße Grüße,

Uuuups, schon ein Jahr alt...

Genau heute vor einem Jahr habe ich den ersten "richtigen" Post online gestellt.

Und in diesem Jahr hat sich doch auch einiges getan:
  • ich habe ungefähr 200 mehr oder weniger süße Posts verfasst und dabei nur ein paar Kilo zugenommen (wir waren ja schließlich auch schon vorher scharf auf Süßes)
  • über Bloglovin, Facebook und Google+ habe ich jetzt insgesamt 143 "Verfolger" und freue mich tierisch über jeden mehr
  • Diese und auch ein paar andere Menschen haben meine Blog jetzt insgesamt fast 49000 mal angeklickt und sich hoffentlich auch ein paar Rezepte mitgenommen, diese ausprobiert und das Ergebnis hoffentlich mit Genuss verspeist
  • ich habe wenigstens ansatzweise meine Fotografierkünste verbessert. Seht mal selbst:
das war eines meiner ersten Bilder
 
 
und das eines der letzten


  • Ich durfte bei Moeys Kitchen, Wolkenfees Küchenwerkstatt, Barbaras Spielwiese und Arthurs Tochter kocht Gastposts veröffentlichen und habe mich sehr darüber gefreut
  • ich habe mit viel Spaß bei einigen Blogevents teilgenommen und mir dabei mal mehr, mal weniger kreative Rezepte einfallen lassen (oder auch den Anstoss genutzt, eine schon lang ausgebrühtete Idee zu verwirklichen)
  • mein Koch- und Backbuchregal war schon vorher gut bestückt, in der Zwischenzeit platzt es allerdings aus allen Nähten (zum Glück ziehen wir bald um, dann kann ich vielleicht meine Bücher etwas unauffälliger verteilen)
  • vorher hatte ich weniger als Null html-Kenntnisse, jetzt kann ich wenigstens Eventbanner einbinden
  • ich habe einige nette Menschen über das Internet kennengelernt, was ich mir vorher gar nicht vorstellen konnte

Eins der Highlights in diesem Jahr war aber auch, dass es eins von meinen Rezepten in das Bloggerkochbuch von Braun und Zorra von 1 x umrühren bitte geschafft hat.

Und deshalb möchte ich mich bei den besten Lesern überhaupt bedanken und 2 Exemplare des Buchs an Euch verlosen (ok, ich gebe zu, ich war zu faul, eine richtige Verlosung mit noch tolleren Preisen zu organisieren, aber ich habe ja auch die Entschuldigung, dass wir bald umziehen und bis dahin noch einiges zu Bauen haben...).



Was ihr tun müsst?

Eigentlich gar nichts, nur bis zum 16.02 2014 unter diesem Post einen Kommentar hinterlassen. Gerne dürft ihr mir auch schreiben, was Euch hier gut oder auch nicht so gut gefällt - es soll hier ja schließlich auch immer schöner werden.
Die einzigste Bedingung ist, dass eine Kontaktmöglichkeit hinterlassen wird. Das kann eine Linkadresse zum jeweiligen Blog (auf dem dann eine Kontaktmöglichkeit zu finden ist) oder eine Emailadresse sein.
Und das ganze ist auch unabhängig von irgendwelchen Däumchen auf Facebook (ich mag "Däumchenfang" auf diese Art nicht so gerne).

Nach Ablauf des Datums, werden meine beiden Helferinnchen und ich in fein säuberlicher Handarbeit Lose beschriften (zum Glück geht die Große ja schon in die erste Klasse und will immer schreiben üben) und die Gewinner unter Aufsicht unseres gestrengen Hausherrn ziehen.

Ich hoffe auf viele viele Kommentare und wünsche viel Glück!
 

Glühweinschnitten

Diese Schnitten eignen sich prima dazu, in der Winterzeit einen Rest ungetrunkenen Glühwein zu verwerten (bei uns zumindest wird immer mit einer Flasche gekämpft, auch wenn Oma und Opa mittrinken - ich tue es nämlich nicht). Und jetzt soll es ja endlich mal kälter werden und ein bisschen schneien.
Oder man kann sich auch ein bisschen Weihnachtsmarktstimmung in die Küche und auf den Kaffeetisch zurückholen, die Flasche extra für den Kuchen aufmachen und den Rest dazu trinken. Prost!

 
Eigentlich ist der Kuchen ein ganz normales Rührkuchenrezept, dem noch Glühwein zugefügt wird, wodurch die Schnitten sehr saftig-feucht werden (aber trotzdem locker) und sich auch gut ein paar Tage halten.
Wenn man ganz normalen Rotwein nimmt, sind es eben Rotweinschnitten. Aber so ist es meiner Meinung nach einfach etwas schmackhafter und würziger. In dieser Form schmeckt sogar mir der Glühwein (und ich bin bisher bekennende Kinderpunschtrinkerin). 
 

Glühweinschnitten

250 g Butter, weich
250 g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp Vanille, gemahlen
4 Eier
250 g Mehl (Type 405)
1 Päckchen Backpulver
125 ml Glühwein
150 g fein gehackte Schokolade (Zartbitter)
 

Ofen auf 180°C vorheizen, ein rechteckiges Backblech mit Backpapier auslegen
Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver und mischen und unter die Eimasse rühren.
Rotwein und Schokolade zugeben und vorsichtig unterheben.

Teig auf das Backblech geben und glatt streichen.
Im Backofen ca. 25 min backen.
Komplett abkühlen lassen und dann in Rechtecke schneiden.

Wer mag, kann noch aus Puderzucker und einem weiteren Schluck Glühwein einen schön rosa Guss zubereiten und auf den Schnitten verteilen.

backtechnisches Neuland für mich - vegane Dattel-Schoko-Muffins

Es gibt ja Blogs, die sich nur mit dem Backen veganer Cupcakes und Kuchen beschäftigen, für mich war das aber ganz was neues und ich hatte bisher auch kein Bedürfnis danach.

Ich erinnerte mich nur dunkel daran, irgendwo bei Dan Lepard in seinem Buch Short and Sweet mal einen Schokokuchen mit Datteln und ohne Ei gesehen zu haben. Daraufhin habe ich mir Datteln besorgt, weil ich neugierig war, wie sich ein solcher Kuchen bäckt und auch wie er schmeckt. Das er ganz vegan ist, war mir gar nicht bewusst, bis ich die Datteln einweichte und das Rezept erstmal ganz durchgelesen habe. Die Datteln lagen nämlich schon eine Weile rum und mussten jetzt endlich verbacken werden. Und da merkte ich auch erst, das geraspelte Karotten in den Kuchen sollen. Das geht bei uns gar nicht - Gemüse muss unsichtbar bleiben, sonst habe ich keine Mitesser mehr. Und 14 Muffins sind mir alleine doch zu viel. Also habe ich die Karotten kurzerhand nicht geraspelt sondern püriert. Mit einem guten Pürierstab geht das ohne Probleme (ansonsten eben zuerst Raspeln und dann Pürieren).

Dan Lepard beschreibt das Zusammenspiel und die Aufgaben der einzelnen Bestandteile so:
Die pürierten Datteln wirken als Emulgator für das Öl und übernehmen somit die Rolle des Eigelbs man merkt das auch sehr schnell beim Zusammenmixen, denn es entsteht eine mayoähnliche Masse, von der Farbe ähnlich wie mit Zucker aufgeschlagenem Ei.
Die Kombination aus (eiweißreicherem) Brotmehl und geraspelter Karotte ersetzt das Eiklar und hält die Krume zusammen.
Ich hatte ein bisschen Bammel, dass mir durch das Pürieren der Karotten dann doch alles zusammenfällt, deshalb habe ich lieber Muffins gemacht, das hält meistens durch die Größe leichter zusammen. Im Original wird der Teig in 2 Portionen in einer Springform mit 18 cm Durchmesser nacheinander gebacken und dann mit eine Kakaopuderzuckerglasur zusammengeklebt.
Aber schaut mal:




Sieht doch wunderbar aus. Und das Ergebnis war auch geschmacklich eine wirklich positive Überraschung: Sehr saftig, feucht, nicht zu süß und einfach lecker (mein Mann hat weder von den Datteln noch den Karotten etwas gemerkt - Mission erfolgreich!). Die Paranüsse geben neben ein bisschen Knack und haben einen wunderbar buttrigen Geschmack.

Ich war nach dem Probieren sogar froh, dass ich nur die halbe Packung der Datteln gebraucht habe, denn so kann es bald eine Wiederholung geben.

Dattel-Schoko-Muffins

200 g kochendes Wasser
100g g entsteinte Datteln, grob gehackt
150 ml Sonnenblumenöl
1 EL Apfelessig
75g gehackte Paranüsse, in einer Pfanne leicht geröstet
150 g geraspelte oder pürierte Karotten
150 g Zucker
175 g Weizenmehl Type 1050
3 EL Kakaopulver
1 TL Lebkuchengewürz
1 TL gemahlener Ingwer
3 TL Backpulver
 
Backofen auf 180°C vorheizen. Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Man erhält ungefähr 14 Muffins.
 
Die Datteln mit dem kochenden Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach im Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren. Dazu zuerst die Datteln mit wenig Wasser zerkleinern und erst dann das restliche Einweichwasser zugeben und weitermixen. Zum Schluss den Essig zugeben und bei laufendem Pürierstab/Mixer das Öl einlaufen lassen. Dabei ändert sich Farbe und Konsistenz von dünnflüssig und dunkelbraun zu einer schaumigen mayonaisseartigen hellgelben Konsistenz.
In eine Schüssel geben und Nüsse, Karottenpüree sowie Zucker unterrühren.
Die restlichen Zutaten mischen und unterheben.
 
Auf die Förmchen verteilen und 20 Minuten backen.
 
Wer mag kann noch eine Kako-Puderzuckerglasur darüber verteilen.


Würstchenkranz

Dieses Rezept ist jetzt nicht die totale Neuerfindung. Eigentlich sind es nur, wie es früher genannt wurde, "Würstchen im Schlafrock", also Würstchen in Blätterteig verpackt und knusprig gebacken.

Aber es macht, wie ich finde, ordentlich was her. Wenn man einen halbwegs runden Kranz hinkriegt und mal von meinem nicht so schönen Bild absieht, zuerst einmal optisch (und mitten in den Kranz rein kann man ja noch mehr essbares dekorativ reinlegen ;-)). Und dann auch noch für die Hüften - Blätterteig ist zwar richtig lecker, aber leider auch eine kleine Kalorienbombe.

Mit fertigem Blätterteig (aber bitte einem mit echter Butter) so  einfach und schnell gemacht, dass der Hausherr nebst Kindern nicht mitkriegt, das man schon wieder in der Küche werkelt und erst vom verführerischen Duft aus dem Ofen dorthin gelockt wird.

Ich hatte keine der Minisaitenwürstchen zu Hause, nur die normal Großen, die unser Metzger ziemlich lange macht. Deshalb kann es sein, dass ihr die Menge an Würstchen oder ggf. die Länge etwas anpassen müsst. Schöner wird es natürlich mit nicht zerschnippelten ganzen Kleinen.




ca. 450 g Blätterteig (mit Butter) falls TK aufgetaut
18 kleine Saitenwürstchen (ca. 5 bis 6 cm lang) oder 6 normale, jeweils in 3 Stücke geschnitten
1 Ei, verschlagen

Ofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Blätterteig in Streifen von ungefähr 4 x 12 cm Größe zuschneiden, Abschnitte und Reste zur Seite legen (man braucht ungefähr 50 g).

Jedes Würstchen/Wurststückchen in einen der Streifen einwickeln.

Aus den Blätterteigresten auf dem Blech einen Kreis legen (Durchmesser ca. 25 cm). Dieser dient als "Befestigung" für die Würstchen, damit alles besser zusammenhält. Deshalb die Teigreste gut zusammendrücken, sie müssen ja auch nicht besonders aufgehen.

Den Kreis mit etwas von dem verschlagenen Ei bestreichen und die Würstchenrollen mit gleichmäßigem leichtem Abstand darauf verteilen (sind sie zu eng, kann der Teig nicht richtig aufgehen).

Auch die Röllchen noch mit Ei bestreichen und ab in den Ofen.

Nach 25 Minuten stehen sowieso schon alle in der Küche und der Kranz muss nur noch auf eine schönen Platte (also nicht so wie bei mir) gerettet werden, um ihn stilvoll zu servieren, bevor er bis auf den letzten Krümel vernichtet wird.



Ein Katastrophenkuchen - Birnen-Kaffeekuchen

Heute lasse ich nur nachträglich etwas Backfrust ab und es gibt kein Rezept. Ich habe auch eine Weile überlegt, ob ich das überhaupt jemanden antun kann, aber vielleicht geht bei euch ja auch mal was gehörigst in die Hose.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich festgestellt habe, dass Rezepte eines Drei-Sterne-Kochs für mich wohl zu hoch sind. Auch wenn es sich um einen schnöden Rührkuchen handelt
Beim Adventskalender von Highendfood habe ich das eigentlich supertolle Buch I love New York: Mein New York Kochbuch  von Daniel Humm gewonnen. Um daraus endlich mal etwas zu machen, war der Birnen-Kaffeekuchen als erster Kuchen des neuen Jahres angesagt.
Wobei der Kaffee nicht in den Kuchen kommt sondern dazu getrunken wird.
Der Teig eigentlich eine ganz normale amerikanisch angehauchte Mischung (mit Creme fraiche, ok etwas mehr Fett und Zucker als bei Rose Levy Beranbaum, aber man muss ja alles mal ausprobieren...), Birnen, sehr viele Birnen als Fruchteinlage (das haben schon andere Blogger gemerkt, deshalb habe ich die Menge schon reduziert), noch eine "Marmormischung für etwas Farbe und Geschmack und oben drauf Streusel.

So war der Plan.

Aber damit hatte es sich schon. Der Kuchen war schnell zusammengerührt und nach Vorschrift Rezept alles in eine sogar etwas GRÖSSERE Kastenform gestapelt. Und damit nahm die Katastrophe ihren Lauf. Nach 30 Minuten im Ofen roch es angebrannt (und das bei nur 160°C?). Ein kurzer Kontrollblick - da blubbert schön Teig am Rand der Streusel hoch, sieht ja alles (noch) ganz lecker aus - bis mein Blick weiter nach unten wanderte. Am Boden des Ofens sammelten sich schon etwas größere übergelaufene Haufen Teig, die sich langsam aber sicher in Holzkohle verwandelten. Schnell mal mit dem Messer rausgekratzt und das ganze weiter beobachtet - und es ging spannend weiter.

Der Kuchen entwickelte nämlich eine Eigenleben und dabei auch großen Hunger. Ähnlich einem Walfischmaul verschluckte der ständig hoch- und überblubbernde Teig langsam aber sicher die schönen Streusel - bis fast auf den letzten Krümel.
Nach einer Stunde Backzeit stand mir der Schweiß auf der Stirn, ich fühlte mich vom ständigen Abkratzen des Herdbodens auch schon fast komplett durchgebacken (man beachte die hübschen Brandblasen an meinen Händen...). Obwohl ich gar war, der Kuchen war es noch lange nicht. Kurzes Anstupsen der Form (obwohl eigentlich schon schön braun) löste nur eine weitere Teigwoge aus. Da brauchte ich nicht mal eine Garprobe zu machen, das sah sogar ich mit bloßem Auge, dass da irgendwie was nicht stimmte.

Ich war so genervt, dass ich die Temperatur einfach hochdrehte und die schon leicht angekokelte schön gebräunte Oberfläche mit Alufolie abdeckte. Der Kuchen brauchte nochmal geschlagene 30 Minuten.

Nach kurzem Abkühlen wollte ich ihn aus der Form stürzen, der Kuchen konnte sich aber nicht so ganz dazu entscheiden. Die Hälfte kam mit, die andere Hälfte weigerte sich und blieb wie mit Haftcreme festgeklebt in der Form. Da war Rauslöffeln und "Zusammenkleben" angesagt.

Später wollte ich ihn noch umdrehen, damit wirklich die Oberseite zu sehen ist. Dabei brach er mir auch noch quer auseinander....



und geschmacklich war er jetzt auch nicht wirklich so bemerkenswert, das ich mir die Mühe mache, hier das Rezept aufzuschreiben. Andere haben ihn wohl besser hinbekommen, schaut mal hier: Chef Hansen

Ich hoffe, ich habe das backen nicht komplett verlernt...




Briochettes in Diamantenform

Das erste Mal gesehen habe ich diese essbaren Diamanten bei Sarah von (no)plainvanillakitchen und musste sofort an meine beiden Prinzessinnen denken. Diese wiederum hat sie von Irenes Leckereien. Dort findet ihr die Originalbeschreibung mit einem etwas anderen Rezept. Jetzt habe ich es endlich geschafft, meine "Muss-ich-unbedingt-Probieren-Liste" um wenigstens ein Rezept zu dezimieren (jetzt stehen ja nur noch ungefähr 587 drauf).


Ich wollte ein anderes Briocherezept ausprobieren, die Form allerdings abkupfern, um meinen Mädchen eine Freude zu machen.
Mein Rezept ist deutlich reichhaltiger als Irenes und stammt aus dem Buch I love New York: Mein New York Kochbuch von Daniel Humm (und wird dort für karamellisierte Apfelbrioches verwendet). Das Ergebnis ist wunderbar zart, ein Gebäck das praktisch auf der Zunge zergeht (bei der Menge an Butter bleibt ihm aber auch praktisch nichts anderes übrig), ähnelt aber auch stark dem Briochegrundrezept von Michel Roux. Nur die Salzmenge habe ich deutlich reduziert, die 2 1/2 TL vom Original erschienen mir recht hoch.

Ich habe mal auch Bildchen der Bauanleitung gemacht, aber schöner kann man es bei Irene direkt sehen.

Briochettes in Diamantenform

Teig:
360 g Mehl (Type 550)
4 Eier
3 EL Milch
30 g Hefe
60 g Zucker
1 TL Salz
225 g weiche Butter, gewürfelt
 
Kondensmilch zum Bestreichen
Hagelzucker zum Bestreuen
Bis auf die Butter alle Zutaten zu einem homogenen Teig kneten. Das geht von Hand oder auch in der Küchenmaschine. Wenn ein einheitlicher Teig entstanden ist, dies noch eine Weile weiterkneten (als Richtwert mit der Küchenmaschine bei mittlerer Geschwindigkeit ungefähr 5 Minuten).

Dann Stück für Stück die Butter zugeben und jeweils vollständig einarbeiten. Das dauert ganz schön lange.
Den Teig in eine verschließbare Schüssel geben, 45 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen und dann über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.

Am nächsten Tag den Teig in 12 gleich große Stücke teilen und diese oval oder rechteckig sehr dünn ausrollen.



Wie auf dem Bild im Abstand von 2 bis 3 cm einschneiden (dabei nicht bis zum Rand schneiden!) und aufwickeln.






Diese Rolle dann schneckenförmig aufrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (jeweils 6 Schnecken).

Mit einem angefeuchteten sauberen Küchentuch abdecken und nochmals 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.

Backofen auf 175 °C vorheizen. Briochettes mit Kondensmilch bestreichen und Hagelzucker bestreuen.
Im heißen Backofen in 20 Minuten goldbraun ausbacken und entweder noch warm oder abgekühlt servieren.


Giantcupcake mit Fillys

Fast ein Jahr musste dieses Kuchenform auf ihren Einsatz warten. Passiert Euch das auch manchmal? Ihr kauft etwas ( bei mir meistens was für meine Zuckerarbeiten), oder lasst Euch wie in diesem Fall von anderen (zwei kleinen Mädchen) überzeugen, dass genau dieses noch unbedingt benötigt wird- und dann steht es ewig nur rum?
Und so ganz überzeugt bin ich auch noch nicht davon, da der Teig im Cupcakeoberteil doch einiges schneller gar ist als im Unterteil. Aber...


sieht doch schick aus, oder?
So ein großer Cupcake sorgt, jedenfalls auf einem Kindergeburtstag, für mindestens genauso große Augen.

Und weil ich so langsam aber sicher festgestellt habe, dass bei einem Kindergeburtstag die Kuchensorte eher nebensächlich ist (Creme- und Sahnetorten werden einfach nicht beachtet), habe ich es mir mit dem Innenleben ziemlich leicht gemacht.

Ein ganz normaler, aber leicht zuckerreduzierter Vanillerührkuchen versteckt sich unter der Fondanthaube. Um ihn aber an das bunte Äußere anzupassen, habe ich noch eine Handvoll Zuckerstreusel in den Teig geschmissen - leider mit mittelmäßigen Erfolg. Nur die blauen und rosafarbenen hinterließen ganz leichte Farbtupfer im Teig. Zusammengeklebt und zum Eindecken bestrichen ist das ganze mit einer leicht aufgeschlagenen Schokoladenganache, was schnell herzustellen ist und eigentlich immer schmeckt.



Als Dekoration dienten 3 von mir aus Modellierfondant und Blütenpaste im Verhältnis 50: 50 selbst geknetete Fillys und eine kleine Rose, die ich noch aus Blütenpastenresten schnell zusammenbastelte.


Meine Große hatte zu Weihnachten viel Fillykram bekommen und 1 der Pferdchen durfte dann bei mir Modell sitzen, um sie möglichst originalgetreu hinzubekommen.
Beim Weißen wurde mir leider der Kopf ein bisschen zu groß. Oder hat der vielleicht schon was vom Kuchen genascht? Wer weiß...




Giantcupcake mit Vanillerührteig

Rührteig:
250 g Butter, weich
200 g Zucker
1 Prise Salz
1/4 TL Vanille, gemahlen
5 Eier
500 g Mehl (Type 405)
1 Päckchen Backpulver
50 ml Milch
optional: 40 g bunte Zuckerstreusel

Schokoladenganache:
100 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
100 g Vollmilchschokolade
200 g Sahne

Fondantdecke:
ca. 400 g Rollfondant (davon bleibt aber etwas übrig, da man größer ausrollen muss)

150 g temperierte Zartbitterkuvertüre zum Bestreichen des unteren Cupcaketeils

Dekomaterial nach Wunsch (Zuckerstreusel,...)
 

Ofen auf 180°C vorheizen, die Form gut ausfetten und melieren.

Für den Teig Butter und Zucker mit der Vanille und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd in ca. 3 Portionen mit der Milch zugeben und jeweils gut unterrühren. Wenn gewünscht, zum Schluss noch die Zuckerstreusel unterheben.

Ca. 2/3 des Teiges in den größeren Teil der Backform geben, die das Unterteil darstellt, den Rest in den anderen. In die Mitte eine leichte Kuhle formen und dabei den Teig etwas an den Rändern hochstreichen, damit der Kuchen etwas gleichmäßiger bäckt
Im Backofen ca. 55 min backen und Garprobe nicht vergessen. Notfalls den kleineren Teil der Form mit Alufolie abdecken.

In der Form auskühlen lassen und vor dem Herausnehmen bei beiden Teile den "Hupf" entlang der oberen Kante abschneiden.

In der Zwischenzeit Ganache zubereiten. Dazu die Schokolade schmelzen. Sahne in einem kleinen Topf aufkochen und in 3 Portionen nacheinander sorgfältig unter die Schokolade rühren.
Auf Raumtemperatur abkühlen lassen, dann cremig aufschlagen (wenn die Ganache zu kalt ist, wird sie beim Aufschlagen oft leicht grieselig).

Den Cupcake mit Hilfe einer Ganacheschicht zusammensetzen. Um die richtige Form zu bekommen, an den Stellen, die beim Backen keinen Teig abgekriegt haben, mit kleingeschnittenen Stücken der abgeschnittenen Hupfe und Ganache auffüllen und mit etwas mehr Ganache sauber "verspachteln".

Die Oberfläche des oberen Teils des Cupcakes gleichmässig dünn mit Ganache einstreichen.
Die Unterseite mit der temperierten Kuvertüre überziehen und den Kuchen dann ungefähr 20 Minuten kalt stellen, damit die Ganache sich verfestigt.

Zum Schluss den Rollfondant ungefähr 3 bis 5 mm dick zu einem etwas größeren Kreis als benötigt ausrollen (umso dicker, umso leichter geht das eindecken). Locker auf die jetzt ziemlich feste Ganache legen und mit den Händen sanft andrücken.
Den unteren Rand mit einem scharfen Messer gerade abschneiden.

Jetzt nur noch nach Wunsch verzieren. Wir haben ein Zuckerfilly oben drauf gesetzt und Zuckerstreusel darüber gestreut. Damit diese auch halten, muss man die Stellen, an denen sie kleben sollen, ganz dünn mit Wasser einpinseln.


Millefeuille Milena

Ich habe lange hin und herüberlegt, was die Geburtstagstorte meiner Großen zum 7. Geburtstag werden sollte. Nach gefühlten 100 verschiedenen Rezepten, die ich mir angesehen hatte, versuchte ich mich soweit einzuschränken, dass es etwas aufwendigeres sein durfte (die zweite Torte stand nämlich schon fest und geht ruckzuck)und ich ein Rezept von Pierre Herme aus PH10 austesten wollte.
Da kam die Kochpoetin mit ihrer "Seerose" um die Ecke und ich war fest entschlossen: das wird es. Alles schon schön umgerechnet also nur noch loslegen. Aber dann kamen wieder Bedenken: Klappt der Biskuit in der Zusammensetzung wirklich? Die Trockenfrüchte wären hier auch nicht so beliebt und würden wahrscheinlich von allen Kindern mühevoll herausgepuhlt werden (um dann mit viel weniger Mühe auf dem Tisch und dem Teppich verteilt zu werden). Also habe ich diese Torte einfach mal etwas verschoben (die Zutaten waren nämlich größtenteils schon besorgt) Und mich für die Millefeuille Milena entschieden.


Eine Millefeuille bedeutet "tausend Schichten" und ist ein französischer Klassiker. Die meisten der Schichten bekommt er durch den typischerweise verwendeten Blätterteig.
Hier sind noch 2 Schichten Joconde-Biscuit und Minzecreme sowie eine Schicht aus roten Beerenfrüchten enthalten.

Den Kuchen sollte es also an Heiligabend, dem Geburtstag meiner Großen, geben. Leider waren in Hermés Rezept für den Joconde Biskuit doch sehr viele haushaltsunübliche Inhaltsstoffe wie Sorbit oder Emulgator aufgeführt. Also ging ich für diesen Teil fremd, blieb aber in Frankreich und spickelte bei Christophe Felder ab, dessen Biskuit mit ganz normalen Zutaten auskommt.

Das besondere am Joconde-Biskuit ist die Verwendung von Mandeln und sehr wenig Mehl Außerdem wird ein Teil des Eiklars zu Schnee geschlagen und so untergehoben.

Den Minzsirup zum Tränken der Joconde-Böden habe ich mir gespart, da so richtig feuchten Biskuit hier niemand essen mag.

Und um kleine Eipartikel und die gehackte Minze größtmöglich aus der Creme zu entfernen und Kinderprotest vorzubeugen, habe ich die fertige Minzcreme noch durch ein feinmaschiges Sieb gestrichen.

Den Blätterteig habe ich nicht selbst hergestellt (dazu fehlte mir die Zeit), sondern ein gutes Fertigprodukt genommen, dass ich an der Oberfläche noch mit Butter bestrichen habe.

Geschmacklich war sie wirklich genial. Der knusprige Blätterteig allein ist schon sehr lecker mit seiner Karamellschicht. Dann eine flaumige Minzcreme, gefolgt von einem luftigen Mandelbiskuit und in der Mitte eine leckere Fruchtschicht aus Erdbeeren und Himbeeren. Diese ist nicht zu geleeartig sondern lässt sich wunderbar löffeln.


Millefeuille Milena

karamellisierter Blätterteig:
300 g Blätterteig
40 g Zucker
25 g Puderzucker
 

Joconde Biskuit:
3 Eier
3 Eigelb
187 g gemahlene Mandeln
116 g Zucker
3 Eiklar
66 g Zucker

Früchtekompott:
20 g Gelatine
40 g Zitronensaft
280 g Himbeeren
550 g Erdbeeren

Minzcreme:
18 g Gelatine
100 g Wasser
212 g Zucker
27 g frische Minzeblätter, gehackt
6 Eigelbe
650 g Sahne

Blätterteigplatten:
Backofen auf 230° C vorheizen.
Der Blätterteig wird in 2 Teilen gebacken. Die erste Hälfte Blätterteig auf einem mit Papier ausgelegten Backblech auf 26 x26 cm Größe zurechtlegen (evtl. schneiden) und mit einer Gabel etwas löchern. Insgesamt wird der Teig 20 bis 25 Minuten gebacken. Dazu die Teigplatte mit dem Zucker bestreuen und in den Ofen schieben, dabei sofort nach dem Reinschieben die Temperatut auf 190°C reduzieren. Nach ungefähr 10 Minuten Backzeit ein Gitter auf den Teig legen, um ein übermäßiges Aufgehen zu verhindern.
Nach weiteren 8 Minuten, den Blätterteig herausnehmen, den Ofen wieder hochheizen auf 250°C und mit Hilfe eines weiteren Backbleches die Teigplatte umdrehen. Mit Puderzucker bestreuen und fertig backen (dabei karamellisiert der Puderzucker) bis auf die oben genannte Gesamtbackzeit von 20 bis 25 Minuten.
Mit der zweiten Hälfte des Teiges ebenso verfahren, diese dann aber nach dem Backen in 2 13 cm breite Streifen schneiden.

Biskuit:
Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Einen rechteckigen Backrahmen auf ca. 26 x 26 cm Größe einstellen darauf stellen.

Eier, Eigelbe und geriebene Mandeln und die erste Portion Zucker in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen der Küchenmaschine ungefähr 15 Minuten stark schlagen, bis eine hellgelbe, nur leicht fließende Creme entstanden ist. Eischnee steif schlagen und dabei die zweite Zuckermenge einrieseln lassen. Unter die Mandelcreme heben. Mehl auf die Masse sieben und vorsichtig mit einem Spatel unterheben.
Eine Hälfte in den Backrahmen geben und ungefähr 12 Minuten backen. der Biskuit sollte auf leichten Fingerdruck nachgeben. Mit einem Messer aus dem Backrahmen lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Die zweite Teighälfte ebenso backen.

Früchtekompott:
Ich habe eingefrorene Früchte genommen. Diese komplett auftauen lassen und dann pürieren.
Gelatine nach Packungsanleitung einweichen und bei milder Hitze auflösen. 1/4 des Früchtepürees und den Zitronensaft einrühren, dann diese Mischung zum restlichen Püree geben und kräftig unterrühren. Stehen lassen, bis das Kompott etwas anzieht.

In der Zwischenzeit die Minzcreme zubereiten.
Gelatine nach Packungsanleitung einweichen.
Wasser und Zucker aufkochen, Minze zugeben und 20 Minuten ziehen lassen.
Eigelbe mit 25 ml des Sirups in einem heißen Wasserbad zur Rose abziehen (unter Rühren erhitzen, bis die Eimasse deutlich eindickt, was bei ungefähr 85°C geschieht). Aus dem Wasserbad nehmen, Gelatine zugeben und diese unter weiterem Rühren auflösen.
Restlichen Sirup unterheben..
Sahne mit einem Schneebesen schaumig aufschlagen und unter die Eigelb-Sirupmasse heben.


Zusammenbau:
Einen Backrahmen mit 26 x26 cm Größe auf eine Platte legen.Die Hälfte der Minzecreme einfüllen. Mit einem Jocondeboden bedecken. Das Früchtekompott darauf verteilen und den zweiten Jocondeboden auflegen. Restliche Minzcreme als letzte Schicht aufbringen.
30 Minuten in den Gefrierschrank stellen.

In der Zwischenzeit auf der Servierplatte die große Blätterteigplatte bereitlegen.
Die schmaleren Platten in so große Rechtecke schneiden, wie die einzelnen Stücke später sein sollen.

Die angefrorene Füllung aus dem Backrahmen direkt auf die große Blätterteigplatte geben.Eventuell nochmals den Backrahmen darum stellen. Die zugeschnittenen Rechtecke daruf wieder wie eine Platte anordnen.
Im Kühlschrank eine Stunde weiter fest werden lassen, danach aus dem Rahmen nehmen.
Evtl. mit frischen Früchten und Minzeblättern ausgarnieren und fertig aufschneiden.


Das ist die halbe Menge des Rezeptes aus dem Buch pH10 und kann auch für 2 kleine Schnitten für jeweils 3 bis 4 Personen genommen werden.

Ich glaube, das Aufschreiben hat jetzt fast länger gedauert als das Backen.






Schokoladen-Zitronen-Madeleines

Unsere Begeisterung für Madeleines ist noch nicht abgeflaut. Aber irgendwie kamen die Weihnachtsplätzchen dazwischen, deren Rezepte ich natürlich auch alle vor Weihnachten unters Volk bringen wollte. Aber jetzt ist es endlich wieder so weit, es gibt ein neues Rezept. Schon Mitte Dezember gebacken und verspeist, da man sich ja nicht nur von Plätzchen ernähren kann.

Dieses Mal nach einem Rezept von Pierre Herme aus dem LAROUSSE Schokolade und in der Variante Schokolade-Zitrone.

Laut Rezept sollte man den Teig eine Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Bei mir waren es nur 2 h, aber das reicht auch, um den schönen "Hupf" zu bekommen.

Geschmacklich eher herb und nicht zu süß durch die etwas ungewöhnliche Kombination aus Schokolade und Zitrone. Also nicht unbedingt bei Kindern beliebt, eher was für Fans dunkler Schokolade und etwas außergewöhnlicherer Geschmackserlebnisse. Aber wie gewohnt zart-schmelzend, luftig und lecker-buttrig.

Schokoladen-Zitronen-Madeleines

90 g Zucker
geriebene Schale 1/4 Zitrone
100 g weiche Butter
2 Eier
70 g Mehl
20 g Kakaopulver
2 g Backpulver
1 Prise Salz
 
Den Zitronenanrieb mit einem Löffelrücken unter den Zucker reiben, bis dieser etwas feucht und körnig wird.
Butter cremig rühren und zuerst den Zitronenzucker, dann die Eier unterschlagen.
Mehl, Kakao, Salz und Backpulver mischen und kurz unterrühren.
Den Teig abgedeckt im Kühlschrank mindestens 2 h ruhen lassen.
 
Ofen auf 220°C vorheizen.
Madeleinesform ausfetten und leicht ausmelieren.
Den Teig einfüllen und das Ganze im heißen Ofen ungefähr 12 bis 15 Minuten backen. Dabei soll man die Ofentür mit einem eingeklemmten Holzkochlöffel einen Spalt offen halten.

Ergibt ca. 12 Stück, je nach Größe der einzelnen Förmchen.