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Eine kulinarische Weltreise - heute wird es griechisch

Letzte Woche waren wir mit Julia vom Schokohimmel im sonnigen Süden, genauer gesagt in Spanien.
Heute gehen wir nur eine kleine Ecke weiter, denn die kulinarische Weltreise macht Station in Griechenland.


Dort gibt es ja sehr viele Leckereien, die meisten davon sind aber eher herzhafterer Natur.

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In einer guten Tsatsiki könnte ich baden (wahrscheinlich eignet sie sich aber eher nur als Gesichtsmaske), Gyros, gegrillte oder frittierte Tintenfische  und Dolmades sind fast überall bekannt.

Aber es gibt auch einige unbekanntere Gerichte, die aber nicht minder lecker sind. Eine warme Hühnersuppe, mit Ei und Zitrone legiert (Avgolemono) oder ein Pastizio (Auflauf aus Hackfleisch, Nudeln, Bechamelsosse und Tomaten) bringt in den langsam lästig fallenden Wintertagen ein bisschen Sonne auf den Teller und wärmt gleichzeitig. Und Spanakopita  (Spinattäschchen mit Fetakäse) könnte ich jeden Tag essen.
Und auch welche, die mich zum Gruseln bringen. Taramsalata zum Beispiel, eine Fischrogencreme.

Die griechische Küche bietet viel Meeresgetier und Gemüse und schmeckt (oft) nach Oregano, Zitrone oder Orange.

Aber auch die süßen Sachen können sich sehen lassen. Zumindest Baklava ist vielen bekannt. Die griechische Variante verwendet dazu eher Pistazien als "Nusszutat" und ist mir persönlich lieber als die "Walnussvariante".
Quitten sind sehr beliebt und werden pochiert, gedünstet oder im Ofen gebacken. Mindestens genau so gern, wenn nicht noch mehr, essen die Griechen Reisbrei in allen Variationen.
Bei Halva und pochierten Früchten in Zuckersirup kann man sich seinen Zahnarzt zum Freund auf Lebenszeit machen. Und zu gern würde ich einmal Mastix probieren, der im griechischen Teil von Zypern teilweise wie Kaugummi gekaut wird.

Letztendlich habe ich mich natürlich dazu entschieden, hier ein süßes Rezept vorzustellen. Ein den Kourabiedes sehr ähnliches Rezept habe ich in meiner Weihnachtsbäckerei vorgestellt, jetzt sollte es also eher ein Dessert sein.

Und da das Buch "Die Welt in meiner Küche: Familienrezepte von Finnland bis Südafrika " von Tessa Kiros mit einem umfangreichen Griechenlandkapitel aufwarten kann und auch eines meiner meistgenutzten Alltagskochbücher ist, fiel mir die Wahl nicht schwer. Allerdings habe ich die Menge halbiert und das ganze war dann für 4 Personen ein süßes Mittagessen mit wirklich üppigen Portionen

Darf ich vorstellen?


Bougatsa

Dabei handelt es sich um eine Art in Filoteig verpackter Griessauflauf und ist mit fertig gekauftem Teig auch sehr schnell gemacht. Die Ursprungsvariante ist nur mit Vanille innen und Zimt oben drauf, man kann auch gerne mit Orangenschale oder Rosenwasser das Aroma variieren.
Das Essen ist ein Erlebnis für sich: zuerst knuspert man sich durch den zimtigen Deckel, um dann auf weiche Griesscreme zu stoßen, die intensiv nach Vanille schmeckt. Das Ganze ist eher gehaltvoll und schon etwas süß, deshalb haben wir ganz eigenmächtig noch Filets von Blutorangen dazu gegessen, was wunderbar gepasst hat und eine erfrischende fruchtige Komponente hineingebracht hat.


Bougatsa

Für die Teigschichten:
ca. 150 g Filoteig
Für die Griesscreme:
1 l Milch
150 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
85 g Griess
2 Eier
zusätzlich
125 g zerlassene Butter (davon kommen 2 EL in die Griesscreme, der Rest ist zum Bestreichen des Filoteigs)
Zum Bestreuen:
1 TL gemahlener Zimt
1TL Puderzucker (wenn gewünscht)
Für die Griesscreme werden Milch, Zucker und Vanille in eine Topf gegeben und unter gelegentlichem Rühren aufgekocht.
Den Griess in Form eines dünnen Strahls in die kochende Milch rieseln lassen.
Aufkochen lassen, dann die Temperatur auf schwache Hitze stellen und unter weiterem gelegentlichen Rühren den Griess 10 bis 15 Minuten eindicken lassen.
Vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen.
Eine Auflaufform vorbereiten, indem sie leicht mit etwas der geschmolzenen Butter ausgestrichen wird. Für das gelingen ist eine genügend große Auflaufform wichtig. Meine war ungefähr 20 x 25 cm groß und 8 cm tief.  Vor allem die Tiefe ist wichtig, da sonst die Griesscreme nicht hineinpasst.
Meine Auflaufform war ziemlich genau halb so groß wie die Filoteigblätter.
Deshalb konnte ich wie folgt die Form damit auskleiden:
Ein Blatt bündig mit der unteren (zum Koch hingerichteten) Kante in die Form legen, den überschüssigen Teig über die obere Kante hängen lassen.
Den Teig dünn mit Butter bepinseln. Dann das nächste Teigblatt so einlegen, das jetzt das Teigblatt mit der andern (oberen, vom Koch weiter weg befindlichen) Kante der Form bündig abschliesst und den Teig an der unteren Kante überhängen lassen.
Insgesamt 7 Teigblätter auf diese Weise einlegen. Dann die restlichen Filoteigblätter mit einem leicht angefeuchteten Tuch zudecken, damit sie nicht austrocknen.
Die Eier leicht verschlagen und mit 2 EL der geschmolzenen Butter unter den jetzt ausgequollenen Griess rühren.
In die ausgekleidete Auflaufform gießen und glatt streichen.
Jetzt werden die überlappenden Teigblätter nacheinander über die Griesscreme geklappt. Dazu immer wie bei den unteren Schichten jedes Teigblatt mit Butter bestreichen, bevor das folgende darüber geklappt wird.
Nun müssten noch ungefähr 4 Teigblätter übrig sein.
Diese werden quer halbiert und auch noch, immer mit Butter dünn eingestrichen, darüber gestapelt.
Damit man die Bougatsa später halbwegs ordentlich portionieren kann, wird es jetzt ziemlich kompliziert. Man muss nämlich einen Teil der oberen Teigblätter in Portionsgröße durchschneiden, aber nicht komplett bis zur Griesscreme (sonst quillt diese beim Backen raus).
Deshalb ein sehr scharfes Messer benutzen und den Teig vorsichtig mit der anderen Hand, die flach aufgelegt wird, festhalten. Ich habe 8 Portionen "gekennzeichnet".
Dann darf das Ganze endlich in den Ofen.
Auf mittlerer Schiene wird zuerst für 15 Minuten gebacken, dann die Temperatur auf 160°C herunterschalten und nochmals 45 Minuten backen. Nach Ablauf der Backzeit mit Zimt (und evtl. Puderzucker) bestäuben und für weitere 10 Minuten in den Ofen stellen.
Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen, da die Griesscreme sonst sehr leicht dabei herausgedrückt wird.



Habt ihr Appetit auf mehr?

Dann besucht nächste Woche unbedingt Toni von "Backen macht froh". Ich verrate mal nicht zu viel, aber dort wird es wieder herzhaft und es geht in kühlere Regionen.

Und hier könnt ihr noch zu allen teilnehmenden Blogs reinspickeln:




Raspberry Velvet Cheesecake

Clara von Tastesheriff sucht wieder Rezepte, dieses Mal sollen Cheesecakes gebacken werden. Und ich suchte ein zweites Testrezept aus dem Lomelinobuch. Warum also nicht den Red Velvet Cheesecake ausprobieren. Im Gegensatz zu den üblichen Cheesecakerezepten wird hier kein Boden aus Kekskrümeln verwendet, sondern 2 Red Velvet Biskuits. Also für meine Herrschaften hier ideal, denen normalerweise der Krümelboden zu wenig „Teig“ für die cremige Käsemasse ist. Aber es bedeutet auch ein bisschen mehr Backaufwand, da die Böden und die Füllung getrennt gebacken werden müssen.


Um die Kalorienmenge etwas zu entschärfen, wollte ich die Frischkäse-Sahne-Puderzucker-Creme außen herum einfach weglassen. Und weil ich sowieso schon am Ändern des Rezeptes war, habe ich mir auch eine, wie ich finde, sehr leckere Variante der Red Velvet Böden einfallen lassen. Da ich kein Freund von zu viel Farbstoff im Essen bin, versuchte ich, die Biskuits mit Himbeerpulver rot einzufärben und dadurch noch einen fruchtigen Himbeergeschmack mit reinzubringen. Dazu habe ich die 2EL rote Farbe ersatzlos gestrichen und den EL Kakao durch 1 EL gemahlene gefriergetrocknete Himbeeren ersetzt.

Wie schon geschrieben, geschmacklich ergänzen sich die himbeerigen Böden sehr gut mit der zitronigen Cheesecakemasse. Nur optisch kommt die rote Farbe nicht wirklich durch. Beim Anschneiden sah der Kuchen irgendwie leicht bläulich-lila aus. Wer also Wert auf eine kräftig rote Farbe legt, kommt nicht um einen kräftigen Griff in den Farbtopf herum. Ich vermute, der Grund liegt am Natron, das zum Teig gegeben wird (und den pH-Wert des Teiges im Vergleich zudem normalen in Himbeeren erhöht, dabei verändern viele natürlichen „Farbstoffe“ ihre Farbe).

Aber wer amerikanische Cheesecakes mag sollte diese Variante (trotz optischen Einbußen, aber man kann das Ganze ja doch noch unter einer Cremeschicht verstecken) unbedingt mal ausprobieren.
 
Raspberry velvet cheesecake

Teig:
250 ml Milch
1 EL Essig
2 zimmerwarme Eier
200 ml Sonnenblumenöl
240 g Zucker
225 g Weizenmehl
2 EL Speisestärke
1 TL Natron
1 EL Himbeerpulver (oder Kakao)
(2 EL rote Speisefarbe)

Cheesecakemasse:
600 g Doppelrahmfrischkäse

140 g Zucker
Saft und geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
150 g Sauerrahm
2 Eier
1 EL Weizenmehl

Zum Bestreuen: etwas Puderzucker

Ich habe zuerst die Cheesecakefüllung zubereitet, da sie noch dem Abkühlen und vor dem Zusammenbau noch in den Tiefkühlschrank muss.

Ofen auf 160°C vorheizen. Eine runde Backformen mit ca. 20 cm Durchmesser komplett mit Backpapier auslegen (und ggf. von außen mit einer Schicht Alufolie abdichten). Da die Füllung im Wasserbad gegart wird, ein möglichst tiefes Backblech in den Ofen schieben und mit erhitzen. In Einem Topf/Wasserkocher Wasser zum Kochen bringen.         

Frischkäse, Zucker und die zitronigen Zutaten vermischen. Die Eier gründlich unterrühren, dann die restlichen Zutaten zugeben und nochmals verrühren.

Die Mischung in die Springform geben und auf das Blech im heißen Ofen stellen. Rund um die Springform soviel heißes Wasser in das Blech gießen, bis die Springform zur Hälfte in Wasser steht.

Ungefähr 50 Minuten backen, bis der Rand eher fest, die Mitte aber noch leicht wabblig ist (bei mir hat das 60 Minuten gedauert, aber mein Ofen ist manchmal etwas schwach auf der Brust).

In der Form komplett auskühlen lassen, dann die Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und im Gefrierschrank mindestens 2 Stunden tiefkühlen (so wird die Masse stabil genug, um sie auf die Böden zu geben, kann aber auch eine Weile länger darin aushalten und somit gut schon am Vortag zubereitet werden).

Dann geht es endlich an die Red Velvet Böden.

...und schon wieder mit etwas Warterei los. Denn zuerst wird die Milch mit dem Essig gemischt und muss 30 Minuten ziehen (wobei sie leicht ausflockt und Raumtemperatur annimmt). Man kann aber auch eine Abkürzung nehmen und direkt Buttermilch verwenden.

2 Springformen mit 20 cm Durchmesser fetten und ausmelieren (da ich immer noch keine zwei habe, habe ich 2 Tortenringe auf die passende Größe eingestellt und diese auf das große rechteckige Backblech, dass ich zuvor mit Backpapier ausgelegt habe).

Ofen auf 175°C vorheizen.

Sämtliche flüssigen Zutaten in einer großen Rührschüssel verrühren.

Mehl mit allen anderen trockenen Zutaten gut mischen und zu der Eiermischung geben. 1 Minute lang aufschlagen, dann gleichmäßig auf die Formen verteilen und im Ofen ungefähr 30 Minuten lang backen (Garprobe nicht vergessen).

Auch diese Böden komplett auskühlen lassen.

Für den Zusammenbau einen davon auf die Servierplatte legen, die (an)gefrorene Cheesecakefüllung darauflegen und mit dem zweiten Boden bedecken.

Komplett auftauen lassen, ggf. den Rand der Cheesecakefüllung etwas glatt streichen und kurz vor dem Verzehr mit etwas Puderzucker bestäuben.




Buchvorstellung: Manuela Kjeilen - Die Backfee Zuckersüß

Der Verlag Lifestyle Busse Seewald hat sich wohl zur Aufgabe gemacht, die schönsten Backbücher des deutschen Buchhandels auf den Markt zu bringen.


Nach dem Buch "Süße Liebe"* von Asa Swanberg im letzten Sommer ist jetzt das Backbuch "Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen"* von Manuela Kjeilen erschienen. Wieder mit wunderschönen Fotos, dieses mal aber mehr im pastelligen Stil der sechziger Jahre.

Manuela Kjeilen ist eine der bekanntesten Bloggerinnen Norwegens. Auf Passionforbaking lässt die 5-fache Mutter ihrer kreativen Ader freien Lauf und tobt sich mit Süßem aller Art aus. Hier wird das Herz jedes Hobbybäckers und Zuckerjunkies schwach. Seit ich durch das Buch die Seite entdeckt habe, könnte ich mich jedes mal, wenn ich sie aufrufe, festlesen. Wie es sich als Bloggerin gehört, hat sie auch die meisten Bilder des Buches selbst fotographiert.
Die Bilder sind wie der Blog. Nicht übervoll mit Dekoartikeln, aber ein paar hübsche Accesoires. Alles sehr pastellig und auch manchmal leicht kitschig, aber sehr schön. Und total im Sixties-Stil (der wohl auch der bevorzugte Kleidungsstil der Autorin ist, wie man auf den zahlreichen Bildern von ihr sehen kann - aber die Anzahl der Fotos von ihr hält sich noch in erträglichen Grenzen).


Beim ersten Aufschlagen war ich wirklich begeistert, weil es einfach nur so schön anzuschauen war (oh Mann, ich glaube, ich bin langsam auch vom Rosa-Virus, an dem meine beiden Prinzessinnen leiden, erkrankt - und das obwohl ich rosa eigentlich schon immer gehasst habe).
Die Autorin hat eine eindeutige Schwäche für Oreokekse und Frischkäse. Insgesamt sehr amerikanisch angehaucht, das fällt auch beim schnellen Durchblättern auf.

Das Buch beginnt mit einem sympathischen Vorwort, es gibt ein paar Backtipps und noch Hinweise für ein Starterpaket. Da die Autorin doch einiges mit Fondant und für Cupcakes mit unterschiedlichen Tüllen usw. arbeitet, sollte man sich das gut anschauen. Allerdings kann man ihre Rezepte auch ohne das "Zuckerdrumherum" zubereiten.

Dann geht es direkt mit folgenden Kapiteln los:
  • Cupcakes
  • Cookies
  • Kuchen
  • Sweets
Bei den Cupcakes stellt sie "ihr" Grundrezept mit (fertiger) Vanillesauce vor, was mich persönlich etwas gestört hat, aber die kann auch durch Sahne oder Milch und etwas Vanille ersetzt werden.
Zu jedem der 19 Cupcake Rezepte gibt es ein Frosting (bekannte wie Vanilla Cream Cheese, Italian Meringue, aber auch nicht so süße Alternativen).
Viele Cupcakes werden noch extra zum Topping mit z.B. Lemon Curd oder Konditorcreme gefüllt.
So entstehen dann so interessante Zusammenstellungen wie Schoko-Lakritz-Cupcakes mit Zitronenfüllung (im Buch hat das ganze aber einen poetischeren Namen) oder Oreo Brownies Cupcakes (mit Himbeertopping und Schokosauce). Zwischen den Cupcakerezepten finden sich aber auch noch weitere Rezepte, wie z.B. für Marshmallowfondant und auch Anleitungen zum perfekten Spritzen des Frostings oder der Herstellung von Dekorationen aus Fondant (Knöpfe, Blümchen,...).
Also ein "Allroundpaket" für Cupcakefans.



Mich persönlich hat aber das folgende Kapitel noch mehr angesprochen. Hier gibt es Cookies in Töpfchen (Baked Cookie Cups), Moon Pies (hatte ich noch nie gehört) Oreo Chocolate Cheeesecake Cookies oder auch Cookies mit Kartoffelchips und Schokolade (die mache ich auf jeden Fall!). Und natürlich dürfen Macarons nicht fehlen, hier Schoko-Salzkaramell und Erdbeere.



Dann geht es an die Kuchen. Hier ist alles zu finden: vom einfachen Rührkuchen, der kein Butter und an dessen Stelle geschlagene Sahne enthält, über die mit SugarVeil dekorierte Torte bis hin zu Cheesecakes und Brownies. Auf ein Rezept haben sich meine beiden gleich gestürzt, eine "Vintage Vanilla Candy Cake", komplett mit Perlen aus den Zuckerarmkettchen von früher bedeckt (aber auch das Kuchenrezept dazu ist interessant, es enthält nämlich nur Eiweiß, aber anders als Angel Food Cake auch Butter). Viele Brownierezepte, z.B. mit Daims und Kaffemeringue- oder Keksteigtopping. Auch Caramel Crunch Brwonies hören sich für mich sehr lecker an.
Und auch wieder Dekotipps, z. B. zum Herstellen von Zuckerrosen oder zum arbeiten mit dem oben genannten SugarVeil Icing oder kleine Extrarezepte zum Herstellen von. Fruchtsirups o.ä.


Im Kapitel Sweets geht es um kleinere Naschereien. Dabei handelt es sich vorwiegend um unterschiedlich dekorierte Cakepops und Marshmallows in verschiedenen Geschmacksrichtungen, aber auch Baiser und ein Peanut brittle mit Cranberries und Schokolade.

Am Schluss gibt es noch ein ausführliches Register und -hier ganz wichtig, wegen dem Zuckerdekokram- eine Seite mit Bezugsquellen.

Aber ein Buch soll ja nicht nur optisch überzeugen, hauptsächlich kommt es auf die Rezeptbeschreibung und das Endergebnis an.
Jedes Rezept erstreckt sich über 4 Seiten, davon sind ungefähr 2 1/2 Bilder der Arbeitsschritte und des Ergebnisses. Nach einer kleinen persönlichen Einleitung folgen die Mengenangaben (Vorsicht: Manuela backt für eine Großfamilie! So sind die Rezepte z.B. für 24 Cupcakes, einem normalen Haushalt reicht die Hälfte).
Anschließend die Auflistung der Zutaten, dann Beschreibung im Fließtext (manchmal inkl. Variationstipps).
Die Zutaten sind bis auf ein paar Ausnahmen (Lakritzpulver, die Aromen für die Marshmallows) eigentlich gängig und in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Nur eben das Handwerkszeug für die manchmal etwas aufwendigeren Dekorationen nicht (manches braucht man nicht unbedingt, zum Ausdünnen eines Randes geht auch für den Anfang mal nur ein Zahnstocher und die Handfläche, was die Autorin leider nicht schreibt).

Die Rezepte (und auch Anleitungen) lesen sich schlüssig, nicht nur bei den von mir ausprobierten folgenden Rezepten:

Wie man unschwer herauslesen kann, gefällt mir das Buch wirklich gut.

Und wer neugierig geworden ist:

Manuela Kjeilen
Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen *
Verlag Lifestyle Busse Seewald
ISBN : 978-3772473746








Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag Lifestyle Busse Seewald zur Verfügung gestellt, was meine persönliche Meinung zum Buch aber in keinster Weise beeinflusst hat.

Alle mit * versehenen Links sind Affiliate Links







Whipped Vanilla Cream Cake

Mein letztes Testrezept von Manuela Kljeien und ihrem Buch Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen war für mich kein unbekanntes. Diesen ungewöhnlichen Kuchen habe ich schon mit fast identischen Zutaten nach einem Rezept von Rose Levy Beranbaum gebacken. Daher wusste ich was mich erwartet:


Ein sehr leckerer, flaumig weicher Kuchen, der eine relativ flache Oberfläche behält, aber auch ein bisschen mimosenhaft ist (und leicht wieder zusammenfällt). Geschmacklich und von der Textur finde ich den Kuchen einfach toll. Er ist ein bisschen wie ein sehr saftiger luftiger Biskuit mit sahnigem Geschmack.
Das besondere ist, dass für diesen Kuchen kein Gramm Fett in seiner gewohnten Form als Butter oder Öl verwendet wird. Der ganze Fettgehalt stammt aus der Sahne (und ist im Endeffekt nicht geringer als bei einem Rührkuchen).
Aber die Zubereitungsart finde ich sehr interessant. Es wird nämlich zuerst die Sahne steif geschlagen und darin die Eier emulgiert. Dadurch entsteht eine extrem fluffige Masse, die auch noch sehr schnell zusammengerührt ist.
Aber das ist es auch, was den Kuchen etwas heikel macht. Sahne und Eier sollten Zimmertemperatur haben, sonst verbinden sich beide nicht richtig. Und dann darf er auf keinen Fall zu kurz gebacken werden (oder auch nur an ihm gerüttelt werden, solange er noch nicht durchgebacken ist, sonst geht ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Puste aus). Ein bisschen hilft, eine Gugelhupf- oder Kranzform zu nehmen, da sich der Kuchen dabei am inneren Rand auch noch etwas „festhalten“ kann.
 Whipped Vanilla Cream Cake

350 g Sahne
230 g Zucker
¼ TL gemahlene Vanille
3 zimmerwarme Eier
225 g Weizenmehl
15 g Maisstärke
2 TL Backpulver

Ofen auf 190°C vorheizen. Die Backform (bei mir eine Kranzform mit 26 cm Durchmesser) einfetten und melieren.
Sahne steif schlagen, dabei Zucker und Vanille einrieseln lassen. Eier einzeln unterschlagen.
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und mit einem Spatel unter die Ei-Sahnemischung heben.
In die Form geben und 40 Minuten backen. Sehr vorsichtig eine Garprobe machen (mit einem Holzstäbchen). Die Oberfläche des Kuchens sollte zurückfedern, wenn man mit dem Finger leicht draufdrückt. Passiert das nicht, ist der Kuchen noch nicht gar. Dan lieber noch 5 Minuten länger backen.
Den Kuchen in der Form 15 Minuten abkühlen lassen und erst dann vorsichtig den Rand mit Hilfe eines Messers von der Form lösen und den Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen.

Schmeckt am besten mit einem Hauch von Puderzucker bestäubt oder einem Klecks Schlagsahne.



Apfel-Zimt-Torte mit gebräunter Butter oder Turmbau zu Bab(f)el


…uff, der wohl längste Titel aller Zeiten.

 
Zur Zeit stapeln sich bei mir die neuen Backbücher. Damit sich keines ungerecht behandelt fühlt, wechsle ich schön ab beim Backen. Heute ist mein erstes Rezept aus Linda Lomelinos Buch „Torten “ dran. Sie hat einen richtig typischen Tortenstil. Alle sind im Durchmesser eher klein (um die 15 cm) und dafür umso höher zu richtigen Türmen aufgestapelt. Auch diese hier hat 4 Teigschichten und dazwischen noch Apfelkompott. Überhaupt steckt der Kuchen voller Äpfel in den verschiedensten Verarbeitungsformen. Für den Teig werden Apfelmus und geraspelte Äpfel verwendet, als Füllung dann weich gekochte Apfelwürfel. Daher kommt auch „mein“ Name. Unsere Große hatte, als sie noch um einiges kleiner war, ein paar lustige Wortkreationen. Statt  „Apfel“ wollte sie immer eine „Babfel“ (viel öfters wollte sie aber Baubibärle, das sagte sie zu Gummibären).

Außen rum kommt eine amerikanische Buttercreme, d. h. sehr viel Butter und Zucker. Hier ein bisschen variiert, indem die Butter gebräunt wurde. Dadurch erhält das ganze eine viel interessantere Geschmacksnote (in Richtung nussig, karamellig), ist mir persönlich aber trotzdem insgesamt immer noch viel zu süß. Aber das ist ja Geschmackssache. Ich bin dem Vorschlag der Autorin gefolgt und habe noch etwas Zimt hinzugefügt.

Das Innenleben selbst gleicht das Frosting etwas aus, denn es ist gar nicht so süß, wie auch die hier verwendete Zuckermenge vermuten lässt. Dafür aber durch die vielen Äpfel sehr saftig und es wird kräftig mit Zimt gewürzt.

Wenn es mal eine Wiederholung gibt, dann kommt für uns nur eine dünne Schicht Schlagsahne außen rum, dass passt in meiner Vorstellung fast noch besser als die Buttercreme (ist aber eben nicht ganz so standfest und leicht in die Spiralform zu bringen).

Apfel-Zimt-Torte mit gebräunter Butter

Teig:
150 g Butter
3 zimmerwarme Eier
120 g Zucker
120 g brauner Zucker
1 TL gemahlene Vanille
180 g Weizenmehl
2 TL Backpulver
1 ½ TL Natron
150 g Apfelmus
250 g Apfelraspeln (ca. 2 Äpfel)

Apfelkompott:
300 g Apfelwürfel
75 ml Wasser
40 g brauner Zucker
¼ TL Vanille, gemahlen 

Buttercreme:
200 g Butter
150 g Puderzucker
75 g flüssige Sahne
1 Prise Zimt

Dekoration:
Im Original 1 Miniapfel, bei mir ein Apfelschnitz, mit Zitrone bepinselt

Ofen auf 175°C vorheizen. Zwei runde Backformen mit 15 cm Durchmesser einfetten und melieren. Ich habe nur eine mit 18 cm, deshalb habe ich die genommen und noch zusätzlich einen Tortenring auf den gleichen Durchmesser eingestellt und diesen auf den mit einer Silikonmatte ausgelegten Rost gestellt. Dann habe ich die Silikonmatte etwas eingerollt und die Springform daneben gestellt. So konnte ich beide Böden gleichzeitig backen.
Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen.
Eier, beide Zuckersorten und die Vanille auf höchster Stufe mit dem Schaumbesen sehr luftig aufschlagen, bis ein hellgelber Schaum entstanden ist.
Die Butter unter weiterem Schlagen in einem dünnen Strahl dazugeben und schlagen, bis sie homogen eingearbeitet ist.
Die trockenen Zutaten mischen und unterheben.
Apfelmus und geraspelte Äpfel hinzufügen und unterheben.
Gleichmäßig auf die beiden Formen verteilen und 40 bis 45 Minuten lang backen.
Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen. Nach 10 Minuten die Form lösen und entfernen.
Solange die Böden backen, kann die Füllung und das Frosting zubereitet werden.

Für die Creme die Butter schmelzen. Weiter erhitzen, bis sie zu zischen beginnt. Solange sie noch zischt und schäumt, ist noch Wasser in der Butter und sie bräunt noch nicht. Sobald man nichts mehr hört, muss man aber aufpassen. Jetzt nimmt sie sehr schnell eine goldbraune Farbe an und riecht karamellig. Schnell von der Hitzequelle ziehen, sonst verbrennt sie. In eine kalte Schüssel gießen und abdecken. Etwas abkühlen lassen, dann im Kühlschrank wieder leicht stocken lassen. Das dauert seine Zeit, deshalb kann jetzt das Kompott zubereitet werden.
Den Topf nur leicht ausreiben, dann alle Zutaten für das Kompott hineingeben und ohne Deckel die Äpfel in 10 bis 15 Minuten weich kochen. Dabei verdunstet auch die meiste Flüssigkeit. Ebenfalls abkühlen lassen.

Die leicht gestockte Butter aus dem Kühlschrank nehmen und schaumig schlagen. Puderzucker und Sahne und, falls gewünscht, den Zimt zugeben und nochmals sehr luftig aufschlagen. Zu Beginn sieht die Creme  vielleicht etwas geronnen aus, das gibt sich aber beim Aufschlagen.

Dann geht es an den Zusammenbau. Die abgekühlten Böden jeweils horizontal halbieren. Jetzt hat man 4 Böden. Den ersten auf die Servierplatte legen und mit1/3 des Apfelkompotts bedecken. Immer abwechselnd so weiter verfahren, bis der letzte Boden aufgelegt werden kann. Dieser sollte die untere Hälfte eines Bodens sein und mit der Schnittseite nach unten aufgelegt werden. So erhält man schöne Kanten.
Mit eine dünnen Schicht Creme bestreichen und diese im Kühlschrank etwas fest werden lassen.
Dann die Torte samt Servierplatte auf eine Drehteller stellen und mit der restlichen Creme nochmals eine Schicht auftragen (geht am besten mit einer kleinen Palette). Diese Palette oder der Rücken eines Löffels werden dann zum Einziehen des Spiralmusters verwendet.

Dazu die Spitze der Palette leicht in die Mitte der Tortenoberfläche drücken, den Drehteller drehen Die Palette immer gleich halten, aber beim Drehen der Platte so in Richtung Rand bewegen, dass eine Spirale entsteht.
Am Rand genau so verfahren, allerdings nur in Ringen das Muster eindrücken.

In die Mitte den Apfel oder den Schnitz setzen und schon kann serviert werden.

 

2 1/2 Gewinner des Braun-Bloggerkochbuchs und Lemon-Myrtle-Schichtdessert mit Mango und Himbeere

Heute gibt es die Gewinner des Braun Bloggerkochbuchs. Nach einer spannenden Losziehungszeremonie und einem kleineren Streit, wer denn das erste Los ziehen darf, gibt es 2 glückliche Gewinner und für den Rest einen Trostpreis: ein sehr leckeres Rezept, bei dem man auch den Pürierstab braucht, dass aber nicht im Kochbuch zu finden ist.

Und die Gewinner sind:
Elena von heute gibt es
Julia Kitzsteiner von Kochliebe

Und der halbe Gewinner?

Das ist noch ein 3. der Kochbücher, zu dem ich mich einfach entschlossen habe, da ich mich über jeden ihrer Kommentare bei mir freue ... ich hatte nämlich noch eins der Kochbücher aufgehoben, quasi für schlechte Zeiten. Aber es ist doch viel schöner, jemandem eine kleine Freude zu machen und deshalb geht noch ein Exemplar auf die Reise zu einer neuen Besitzerin - und zwar zu MaLu von MaLus Köstlichkeiten.

Die Kochbücher gehen in den nächsten Tagen auf die Reise.


Für den Rest und zum ersten Bloggeburtstag für Melanie von Mangoseele kommt jetzt der Trostpreis:

Bei Steph vom Kuriositätenladen machte ich vor einer Weile eine tolle Gewürzentdeckung: Lemon Myrtle.

Wie der Name schon sagt, schmeckt es nach Zitrone, ohne aber die Säure mit rein zu bringen. Aber das ist es nicht allein, irgendwie macht es das Ganze "runder" als nur Zitronenabrieb.

Bisher habe ich hauptsächlich Fisch damit gewürzt, jetzt musste dieser leckere zitronige Geschmack auch mal in was Süßes.



Ich hatte noch Quark und eine Mango, der meine beiden Süßen nicht so ganz trauten. Zusätzlich wollte ich noch eine kräftige Farbe und etwas Biss, also habe ich noch Himbeeren und zerstoßene Amarettini genommen.



Vor allem die Quarkmousse hatte es mir angetan, so lecker war sie. Eigentlich ist hier so alles drin, was man im Winter ein bisschen vermisst: Fruchtig und süß, aber nur leicht säuerlich, knusprig und doch cremig, sonnige Farben und ....

Einen Haken hat das ganze allerdings: man kann es nicht zu lange im Voraus herstellen, sonst verliert sich die Knusprigkeit der Amarettinibrösel und sie werden leicht matschig.


Lemon-Myrtle-Schichtdessert mit Mango und Himbeeren


1 Mango, fein gewürfelt
250 g Quark
250 g Sahne
1 TL Lemon Myrtle
5 TL Vanillezucker
100 g Amarettini, zerstoßen
125 g Himbeeren

Zuerst die Mangowürfel mit 1 TL des Vanillezuckers vermischen und 10 Minuten stehen lassen.

In der Zwischenzeit den Quark glatt rühren. Die Sahne locker cremig aufschlagen und die restlichen 4 TL Vanillezucker sowie die Lemon Myrtle zugeben. Unter den Quark heben.

Die Hälfte der Mangowürfel passieren und das Püree bei bedarf noch etwas nachsüßen.

Dann kann schon das Schichten beginnen. Dazu einen Spritzbeutel mit einer großen Sterntülle versehen und die Creme hineingeben (es kann sein, dass nicht alles auf einmal reinpasst)
4 höhere Gläser bereithalten und mit einer Schicht Quarkcreme beginnen.

Darauf die Himbeeren verteilen (4 zur Deko beiseite lassen) und dann wie folgt weitermachen:
Quarkcreme
Amarettinibrösel
Quarkcreme
Mangowürfel
Quarkcreme
Amarettinibrösel
Quarcreme

Zum Schluss mit dem Mangopüree und einer Himbeere sowie ein bisschen Lemon Myrtle dekorieren und schon ist das Ganze fertig.

Wer auch noch ein leckeres Mangorezept hat, darf das sicher gerne noch bis 20. Februar auch an Melanie schicken:





Portobello Road Cupcakes

Heute kommt mein zweites Testrezept aus Manuela Kjeilen  "Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen ".


Nach den leckeren Keksen, war ich sehr gespannt, wie hier das Ergebnis ist. Sie bäckt die meisten ihrer Sachen sehr amerikanisch angehaucht mit Deko im Stil der Sechziger (das kann man auch hier auf ihrem Blog gut sehen).
Bei diesem Rezept handelt es sich um Apfelcupcakes mit Ananas-Mango-Frischkäse und Zitrone im Teig. Oben drauf ist ein Vanilla Cream Cheese Frosting, gemischt mit Konditorcreme.
Den Frischkäse mit Ananasgeschmack (gibt es z.B. von Buko) hatte ich noch nie probiert und war positiv überrascht, wie fruchtig er pur geschmeckt hat (und das ohne E-Nummern sondern nur Ananas, etwas Puderzucker und, wahrscheinlich zum Andicken, Kartoffelstärke).

Das Originalrezept ist für 24 Cupcakes, ich habe die Menge halbiert und diese Menge auch hier hingeschrieben.
Das Rezept für die Konditorcreme ergibt fast die doppelte benötigte Menge, aber sie kann auch gut 4 bis 5 Tage aufbewahrt werden und für noch etwas anderes verwendet werden (oder so genascht werden, ist ja eigentlich nichts anderes als Vanillepudding, ich habe sie für Doughnuts als Füllung verwendet).
Die komplette Puddingcreme aus Cream-Cheese-Frosting und Konditorcreme ähnelt einer deutschen Buttercreme, nur eben noch mit Frischkäse (und ist nicht ganz so gerinnungsanfällig und viel weniger süß als Frosting pur).



Portobello Road Cupcakes

Cupcaketeig:
100 g Butter
125 g Zucker
1 TL Vanillezucker
2 Eier
125 g Frischkäse mit Ananas-Geschmack (z. B. von Buko)
30 ml Zitronensaft
geriebene Schale einer halben unbehandelten Zitrone
210 g Mehl
1 TL Backpulver
2 kleine oder 1 großer Apfel, geschält, entkernt und gewürfelt
 
Konditorcreme:
125 ml Milch
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Eigelb
20 g Zucker
10 g Maisstärke
 
Cream Cheese Frosting:
1/2 TL gemahlene Vanille
100 g Butter
120 g Puderzucker
100 Frischkäse (Natur)
2 TL Zitronensaft
 
Fertige Puddingcreme: Cream Cheese Frosting und 100 g der Konditorcreme
 
Zuerst die Konditorcreme zubereiten. Dazu wird die Milch mit der Vanille aufgekocht. In einer hitzefesten kleinen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker und der Stärke glatt rühren. Die kochende Milch unter Rühren langsam zugeben und sehr gut verrühren. Dann das Ganze zurück in den Topf geben und unter weiterem Rühren aufkochen lassen. Die Mischung ungefähr noch 5 Minuten leicht blubbern lassen (damit der Stärkegeschmack verschwindet, dabei aber immer schön rühren).
Die Creme ggf. in eine kleine Schüssel füllen, direkt auf die Creme eine Frischhaltefolie drücken (dann bildet sich keine Haut) und zum Abkühlen beiseite stellen.
 
Dann geht's an die Cupcakes.
Den Ofen auf 180°C vorheizen und ein Muffinblech mit 12 Vertiefungen mit Papierförmchen auslegen.
Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach einander zufügen, dabei das erste Ei ungefähr eine Minute lang gut unterschlagen, erst dann das zweite und danach nochmals schön schaumig schlagen.
Frischkäse, Zitronensaft und -schale zugeben und unterrühren.
Mehl und Backpulver gut mischen und unter die Teigmasse heben.
Den Teig gleichmäßig auf die 12 Vertiefungen verteilen, Manuela macht das mit einem Eiskugelportionierer.
Die Apfelstückchen auf den Teig streuen, dann das Blech für 25 Minuten in den heißen Ofen schieben. Nach dem Backen aus den Förmchen nehmen und vollständig auskühlen lassen.
 
Für das Cream Cheese Frosting werden Vanille und Butter schaumig geschlagen. Die restlichen Zutaten dazugeben und mit dem Handrührgerät sehr luftig aufschlagen.
100 g der komplett abgekühlten Konditorcreme zugeben und solange unterschlagen, bis sich alles homogen verbunden hat.
 
Die Creme in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und in Form einer Rose auf jedes Cupcake spritzen. Dazu wird in der Mitte begonnen und eng spiralförmig nach außen gespritzt. Zum Abschluss wird die Tülle nach unten in Richtung Teig geführt.


Zwetschgenkompott mit Zimt und Sternanis

Ein superschnelles Rezept, wenn die Zwetschgen erst mal entsteint sind.

Meine kamen aus der Tiefkühltruhe, da war diese Arbeit schon im letzten Sommer erledigt. Nachdem Maren bei sich geschrieben hatte, dass sie bei sich dort nur blau sieht (vor lauter Blaubeeren), merkte ich, dass das bei mir genau so ist, allerdings sind es bei mir Unmengen an Zwetschgen. Damit wir beim demnächst anstehenden Umzug nicht einen ganzen Kofferraum voll tiefgekühlter Zwetschgen transportieren müssen, kam mir das Rezept von Nigel Slater aus Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube mit der etwas ungewöhnlicheren Würzung genau gelegen. 
 

Zimt kommt bei mir ja an fast alles mit Zwetschgen ran, aber darauf, auch Sternanis zu verwenden, wäre ich von alleine wohl vorerst nicht gekommen.
Nigel Slater verspeist das Kompott zum Frühstück. Das macht mein Magen nicht mehr mit (jaja, das Alter…). Aber als Nachtisch nehme ich gerne davon eine Schüssel extra. Wobei es sicher nicht nur pur sehr lecker schmeckt, sondern auch in Kombination mit Grießbrei, Milchreis oder auch zu Waffeln.
Nigel Slater hat mich wieder sehr erstaunt. Er versteht es, durch eine Kleinigkeit aus dem Normalen etwas viel Raffinierteres zu zaubern.
 

Zimt-Sternanis-Zwetschgen

500 g Zwetschgen (oder auch Pflaumen), entsteint
4 EL Wasser
2 EL Zucker
1 Zimtstange
2 Sternanis-Blüten

Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen. So lange Köcheln, bis die Zwetschgen weich sind, aber noch nicht musig. Das dauert ungefähr 10 bis 20 Minuten.

Direkt warm servieren oder im Sirup abkühlen lassen und mit diesem kalt essen.




Oreo Cheesecake & Chocolate Cookies

Cheesecake Cookies? Das hatte ich noch nie gehört, fand dann aber schnell heraus, was das zu bedeuten hat.

In diesen Keksen von Manuela Kjeilen, meinem ersten Testrezept aus ihrem Buch Die Backfee. Zuckersüß: Zarte Cupcakes, Cookies, Kuchen und andere Versuchungen wird nämlich kein einziges Ei verwendet. Die Bindung der trockenen Zutaten übernimmt eine gehörige Portion Frischkäse. Wie es mir scheint, eine der allerliebsten Zutaten der Autorin (das werdet ihr auch in meinen anderen Testrezepten merken).
Zusammen mit den Oreokeksen, die ebenfalls immer wieder in diesem Buch Verwendung finden (man kann sie aber gut durch irgendwelche anderen Schokokekse nach Wahl ersetzen). In ein Paar Wochen gibt es dann eine richtige Buchvortsellung, bis dahin könnt ihr euch schon mal den Mund auf ihrem tollen Blog wässrig schauen:
Passion4Baking


Ich war gespannt, wie das funktioniert, es klappte aber besser als gedacht. Das einzige Vertrackte daran ist, dass die Kekse direkt nach dem Backen noch sehr weich ist (was aber auch an der vielen Schokolade liegen kann) und sich nicht ohne zu zerbrechen, vom Blech heben lassen. Deshalb besser komplett darauf liegend abkühlen lassen.

Da ich kein Kaffeetrinker bin (ich bin da ein bisschen ein Weichei und laufe danach knallrot an, inklusive Herzrasen), war ich mir nicht sicher, ob ich die Cookies durch den Teelöffel Kaffeepulver überhaupt mögen würde. Aber ich war positiv überrascht. Man schmeckt ihn zwar raus, aber er scheint eher den Schokoladengeschmack zu verstärken, als direkt nach Kaffee zu schmecken. Sicher nicht mein letzter Versuch, mit Kaffee zu backen - und in so geringen Dosierungen macht er mir auch nichts aus.

Außen Knusprig, innen schön weich, aber durchsetzt von knusprigen Keksstückchen und knackiger Schokolade - der perfekte Keks für den Schokoholic.

Wer also Lust hat auf sehr leckere Cookies und eine große Dosis Schoko hat - sofort an den Herd!





Oreo Cheesecake & Chocolate Cookies

130 g Frischkäse (mit Zimmertemperatur)
3 EL Kakaopulver
120 g weiche Butter
225 g Zucker
1 TL lösliches Kaffeepulver oder sehr starken Kaffee
1 Packung Oreokekse (ca. 170 g)

180 g Weizenmehl
135 g Schokolade mit 70 % Kakaogehalt, grob gehackt

 
Ofen auf 190°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen.
Frischkäse, Kakaopulver und Butter in eine Schüssel schaumig schlagen. Zucker und Kaffeepulver hinzufügen und weiterschlagen, bis eine sehr luftige Masse entstanden ist.
Die Oreokekse trennen und die weiße Füllung herauskratzen. Diese den Kindern oder der Katze zum Essen geben. Die schwarzen Hüllen mit z.B. einem Mixer fein zerkleinern.

Von diesen Bröseln 4 EL zum Teig geben und zusammen mit dem Mehl und der Schokolade mit Hilfe eines Teigschabers gut unterheben.
Aus dem Teig ca. 25 gleich große Kugeln formen (z.B. mit einem Esslöffel). Diese in den restlichen Keksbröseln wälzen und dann auf das Backblech setzen.

12 bis 15 Minuten backen, dann auf dem Blech komplett abkühlen lassen (sonst zerbrechen sie leicht).

Boston Cream Donuts

Irgendwie lustig. Alles was gerade bei mir an Süßem in der Küche produziert wurde passt auf einmal zu irgendeinem Blogevent.



So ist es auch mit diesen Dingern . Wir bereiten langsam aber sicher unseren Umzug vor und ich sortiere ungefähr 2000 Taschenbücher. Dabei fiel mir die Stephanie Plum-Reihe von Janet Evanovich in die Hände, die ich vor ungefähr 15 Jahren (oder ein bisschen mehr) geradezu verschlungen habe, und auch seither immer wieder herausgeholt habe, um sie nochmals zu lesen. Ich konnte nicht anders und musste kurz durchblättern. Und da fiel mein Blick auf das Wort Donut, gefüllt mit Vanillecreme.
Ich erinnerte mich daran, daß das die Lieblingssorte der Hauptperson ist und dachte mir, die könnte ich auch mal machen...



...schwupps stand ich an der Friteuse. (Ok es hat schon ein bisschen gedauert, der Hefeteig musste ja noch aufgehen).

Und dann sah ich kurz darauf die Ankündigung zu Zorras derzeitigem Blogevent zusammen mit Bella kocht: Roadtrip durch die USA

Blog-Event XVC - Kulinarischer Roadtrip durch die USA (Einsendeschluss 15. Februar 2014)

Das passte ja wie die Faust aufs Auge - und dann auch noch zur langsam in Hochform kommenden Faschingszeit.

Und schmecken tut das ganze auch noch. Ein saftiger Hefeteigkringel wird mit vanilliger Konditorcreme in das mittige Loch gefüllt und das Ganze noch mit Schokolade überzogen. Das kann doch nur gut sein...
Es sieht zwar mehr aus wie ein Berliner mit Schokoguss, aber im Grunde ist der Unterschied ja auch nicht so riesig (gibt es überhaupt einen?).

Der Teig ergibt ca. 20 Donuts. Wenn die Creme nicht ausreicht (das hängt ein bißchen von der Größe des Loches in der Mitte ab), kann man die restlichen auch nur in Zucker und Zimt wälzen oder eben ohne Füllung mit Schokolade überziehen.


Boston Cream Donuts

Hefeteig:
100 ml Milch, lauwarm
2 EL Wasser
2 TL Trockenhefe
50 g Zucker
350 g Mehl
50 g weiche Butter
2 Eier
1 EL Vanillezucker

Konditorcreme:
125 ml Milch
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Eigelb
20 g Zucker
10 g Maisstärke
 
Schokoladenguss:
ca. 200 g temperierte Schokolade

Zum Frittieren:
ca. 500 ml Sonnenblumenöl

Für den Hefeteig das Mehl in eine verschließbare Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. In die Mulde die Milch und das Wasser gießen sowie darin die Hefe mit einem EL des Zuckers auflösen.
10 Minuten stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten zugeben und zu einem homogenen Teig verkneten. 30 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und weitere 30 Minuten gehen lassen.
 
Solange der Hefeteig geht  die Konditorcreme zubereiten. Dazu wird die Milch mit der Vanille aufgekocht. In einer hitzefesten kleinen Schüssel das Eigelb mit dem Zucker und der Stärke glatt rühren. Die kochende Milch unter Rühren langsam zugeben und sehr gut verrühren. Dann das Ganze zurück in den Topf geben und unter weiterem Rühren aufkochen lassen. Die Mischung ungefähr noch 5 Minuten leicht blubbern lassen (damit der Stärkegeschmack verschwindet, dabei aber immer schön rühren).
Die Creme ggf. in eine kleine Schüssel füllen, direkt auf die Creme eine Frischhaltefolie drücken (dann bildet sich keine Haut) und zum Abkühlen beiseite stellen.

Den fertig gegangenen Hefeteig kurz durchkneten und ungefähr 1 cm dick ausrollen. Mit einer runden Form (ich habe eine kleine Schüssel mit 7 cm Durchmesser genommen) Kreise ausstechen. Das innere Loch habe ich mit dem breiten Ende einer Spritztülle (ca. 2 cm Durchmesser) ausgestochen. Restlichen Teig wieder zusammenkneten, auswellen und weitere Donuts ausstechen.

Die Donuts nochmals 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit kann das Öl erhitzt werden. Das geht am besten in einer Fritteuse, aber auch ein Topf auf dem Herd eignet sich.
Sie werden bei 170°C frittiert. Das Erreichen der Temperatur prüft man am besten mit einem Thermometer (bei der Fritteuse nicht notwendig) oder mit dem Stil eines Holzkochlöffels. Wenn kleine Luftbläschen aufsteigen ist die richtige Temperatur erreicht.
Zuerst eine Seite der Donuts, dann umdrehen und die andere goldbraun ausbacken. Immer in Portionen zu 3 bis 4 Stück, bei mehr kühlt das Öl zu sehr ab und das Gebäck saugt sich mit Fett voll.

Abkühlen lassen und dann das Loch mit der Vanillecreme füllen (am besten mit einem Spritzbeutel und der Lochtülle) und die Oberfläche mit Schokolade überziehen.

Schmeckt ganz frisch am besten. 

Himbeer Cranachan nach Nigel Slater

Schon der Name hört sich knusprig-krachig an, oder? Die Schotten haben also den Namen für ihr Nationaldessert genau passend gewählt.



Nigel Slater beschreibt die Kombination in seinem Buch Tender | Obst: Vom Apfel bis zur Weintraube die Kombination aus Haferflocken und Himbeeren als magisch. Dem kann ich nur zustimmen. Hier ist alles drin: cremig, weich und knusprig genauso wie sahnig, fruchtig und karamellig. Denn beim Mischen der heißen Haferflocken auf dem ebenfalls heißen Backblech mit dem Zucker passiert wirklich etwas magisches: der Zucker schmilzt und karamelisiert leicht, wodurch sich um einen Teil der Haferflocken ein knusprig-süßer Mantel bildet.

Und das fast im Handumdrehen ohne viel Aufwand mit Karamell kochen usw.
Deshalb heute auch nicht soviel Vorgeschreibsel sondern gleich ein tolles Rezept.

Himbeer-Cranachan

175 g Haferflocken (ich habe blütenzarte genommen)
80 g heller Muscovado-Zucker
300 ml Creme double
150 g Himbeeren (bei mir TK aus dem letzten Sommer, aber aufgetaut)
 
Ich habe mich nicht an den Backofengrill getraut, weil ich Angst hatte, die Haferflocken gleich zu verbrennen und deshalb den Backofen nur auf 200°C vorgeheizt.

Die Haferflocken auf ein Backblech geben und goldbraun anrösten, dabei mit Adleraugen beobachten. Der Unterschied zwischen knusprig und verbrannt kann nur ein paar Sekunden bedeuten.

Den Zucker sofort unter die heißen Haferflocken mischen.

Die Creme double leicht cremig schlagen. Sie soll aber nicht steif werden.

Frische Himbeeren leicht zerdrücken (bei aufgetauten erledigt sich dieser Schritt von selbst) und mit der Haferflocken-Zucker-Mischung unter die Creme double heben.

Entweder in eine große oder 4 kleine Schüsseln füllen und noch eine Stunde kalt stellen, bevor das Cranachan serviert werden kann.



Zufälligerweise passt das Rezept sehr gut zum gerade laufenden Haferflockenevent vom Küchenplausch (war aber nicht so geplant, das Cranachan war schon aufgegessen, bevor ich es sah).

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