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Zu Gast im KuLa und ein kleiner Löwe mit Geschenk

... und als Geschenk.

Heute darf ich bei Steph im Kleinen Kuriositätenladen Gast sein.
Dort gibt es im Laufe des Tages eine richtig leckere Schoko-Karamelmousse im Mandelhippenkörbchen. Schaut mal vorbei.


Der Gastpost wurde über die Facebookgruppe "Übern Tellerrand" organisiert, eine tolle Organisation, die Blogs, die Gastblogger suchen und Blogs die mal in einen anderen Blog reinschnuppern möchten zusammenbringt.

Aber auch hier gibt es zumindest optisch was kleines neues, denn auch dieses Jahr werden alle Kinder in meiner Verwandtschaft wieder mit einer Zuckermodellierung zwangsbeglückt.


 
Für meinen Neffen und mein Patenkind Benni gab es zum 4. Geburtstag eine kleinen Löwen mit Geschenk, wie immer aus Modellierfondant.





Orangenbaiser mit zweierlei Varianten

Ende März wurde wieder etwas experimentiert. Als dann das Thema vom diesmonatigen "Ich backs mir" genannt wurde, habe ich mir das Rezept dann sozusagen aufgehoben, um es dann passend zu verbloggen.

ichbacksmir tastesheriff

Das man Baisers mit Fruchtpulver sehr gut aromatisieren kann, habe ich ja schon den diesem Rezept festgestellt. Nachdem mir meine Tüte Trockeneiweiß für den Tortenkram in die Hände gefallen ist habe ich es mal andersherum versucht.

Warum nicht das Eiweiß pulverisiert nehmen und anstatt mit Wasser Fruchtsaft zusammenrühren?

Gesagt-getan und kurz gesagt: es funktioniert und das sogar hervorragend. Man erhält blassgelb gefärbte Baisers mit fruchtigem Orangengeschmack, und das ganz ohne Aromastoffe.


Hier habe ich es mit Orangensaft versucht, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es mit Erdbeer- oder Himbeerpüree genau so gut funktioniert.

Eine Teil der Baisers habe ich vor dem Trocknen noch mit etwas Himbeerpulver bestäubt. Das macht nicht nur optisch was her, auch geschmacklich ergänzen sich Orange und Himbeere sehr gut.

Und noch eine klassische Paarung habe ich ausprobiert. Orange und Zartbitterschokolade sind ja auch eines der süßen Traumpaare, hier in Form der orangigen Baisers mit zarten Schokoladesprenkeln.
Lecker ANDERES WORT

Die Herstellung ist ganz einfach, sofern man Eiweißpulver in reiner Form hat (es gibt zum Teil auch zusammengepantschtes Zeug mit Puderzucker gemischt zu kaufen, das funktioniert aber nicht).
Das Pulver ist inzwischen online vor allem in Shops mit Motivtortenkram eigentlich ganz einfach zu finden. Es kann auch mit abgekochtem Wasser angerührt und aufgeschlagen als Ersatz für rohes Eiweiß in diversen Cremes und Mousses verwendet werden (es ist nämlich pasteurisiert und mir persönlich dadurch viel lieber).

Die EL sind mit einem amerikanischen Löffelset abgemessen und entsprechen jeweils 15 ml.


Orangenbaiser
 
2 EL Eiweißpulver (auch als Albumin erhältlich)
6 EL Orangensaft
200 g Haushaltszucker
 
etwas Fruchtpulver, bei mir Himbeere
etwas temperierte Zartbitterschokolade
 
Das Eiweißpulver mit dem Orangensaft mischen. Dazu zuerst die Hälfte des Saftes zugeben und alles zu einer zähen Paste rühren, erst dann den Rest (dann klumpt es nicht so).
Mit dem Handrührgerät zu einem luftigen Schaum aufschlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
 
Mit Hilfe eines Spritzbeutels mit Lochtülle kleine Tupfen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (eventuell werden 2 Bleche benötigt).
 
Den Ofen auf 120 °C vorheizen. Ungefähr ein Drittel der Baiser mit Himbeerpulver bestreuen.
Die Bleche in den Ofen stellen und die Temperatur auf 100°C reduzieren.
Mit einem Holzlöffel die Ofentür einen Spalt Ofen halten (der Dampf entweicht dann besser) und die Baiser ungefähr 90 Minuten lang vollständig trocknen lassen.
 
Komplett abkühlen lassen.
 
Ein weiteres Drittel der Baisers mit etwas temperierter Schokolade besprenkeln. Das geht am besten mit einem kleinen Gefrierbeutel, dem eine Ecke abgeschnitten wurde.
Die Schokolade fest werden lassen.
 
Und schon hat man eine ganze Auswahl an kleinen "Küsschen"
 



passend zur Jahreszeit - Heckenrosen

Ich hab mal wieder ein bisschen mit Blütenpaste gespielt. Das Ergebnis sind zwei Heckenrosenzweige, die aber etwas unterschiedlich aussehen.




Zum einen hatte ich nicht genug Blätter, deshalb ist ihre Anordnung auch nicht botanisch korrekt.

Und dann habe ich sie noch unterschiedlich eingefärbt, einmal die Farbe nur vorsichtig aufgetupft, da sie ja eigentlich nicht besonders "farbig" sind, aber das wurde leider irgendwie fleckig.



Beim zweiten Sträußchen habe ich dann die Farbe mit etwas weiß vermischt und so ging es dann auch viel besser



Tiramisutorte mit Toffeeäpfeln und etwas in eigener Sache - der Umzug geht los

Im letzten Post schrieb ich von der Verzögerung unseres Umzugs - und zack werde ich auf einmal davon überrollt. Unserem Hausherrn fiel ziemlich spontan ein, dass das Brückenwochenende zum ersten Mai doch ein guter Umzugstermin wäre. Da unsere Treppe (und noch ein paar andere Sachen) immer noch nicht fertig ist (aber bis dahin auf jeden Fall kindersicher), bin ich doch einigermaßen aus den Wolken gefallen und jetzt etwas geplättet. Trotz vielem Ausmisten in letzter Zeit gibt es hier massig zu tun - daheim packen und auf der Baustelle noch Treppe streichen, den Fußboden im Wohnzimmer ölen,... alles meine Arbeit, die bis dahin erledigt sein sollte. Ein paar Sachen sind urplötzlich auch schon umgezogen - unter anderem der Tisch, den ich als Untergrund zum Fotografieren immer benutze (und der auch normalerweise meine Laptopunterlage ist).
Hier geht es also drunter und drüber, ich werde kaum zum Backen (und noch weniger zum Bloggen)und auch nicht besonders oft zum Beantworten von Kommentaren usw. kommen.
Aber ein paar Beiträge habe ich noch vorbereitet, deshalb wird es auch immer wieder mal einen Post geben. Und dann hoffe ich, dass in 2 bis 3 Wochen das schlimmste überstanden ist und ich auch wieder etwas Zeit und Muse haben werde, was Süßes frisch zu produzieren (was hier in den letzten 2 Wochen schon fast nicht mehr gemacht wurde - mein Blog lebt gerade aus dem Vorrat).

Den Anfang macht diese Tiramisutorte von Adolf Andersen, die mich schon eine Weile anlachte, bevor sie in endlich den Backofen kam. Das ist zwar schon wieder eine Weile her, aber ich habe sie mir extra für den Umzug aufgehoben.


Als ich sie gebacken habe, hatte ich einen großen Becher Mascarpone übrig, den ich mir ursprünglich für etwas anderes besorgt hatte und konnte sie in Angriff nehmen. Das besondere an ihr ist, dass sie massig viel Mascarpone und wenig Sahne, dafür aber auch Milch in der Creme enthält. Die Mokkatränke habe ich weggelassen, da Kinder mitessen, dafür waren Toffeeäpfel drin, die meine Idee waren und auch geschmacklich sehr gut dazu gepasst haben.

Deshalb hatte ich ein wenig Angst, dass die Creme nicht luftig werden würde und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Ich wollte die Mascarpone etwas aufschlagen und habe dabei wohl etwas zu heftig gerührt - und dabei hat sie sich komplett verflüssigt. Da reichte die Bindungskraft von Ei und dem bisschen Gelatine nicht mehr aus, um eine halbwegs standfeste Creme zu bekommen. Deshalb musste ich mit 2 EL Sofortgelatine etwas nachhelfen (da mir die Zeit auch noch ausging).

Und das Ergebnis: platt wie ein Flunder, aber geschmacklich sehr lecker. Sie würden sich wohl besser als kleine Petit-Four-Würfelchen wie die Tiramisuschnitten von Maren machen.


Tiramistorte mit Toffeeäpfeln

Mandelbiskuit:
40 g Butter, verflüssigt
25 g Weizenmehl
25 g Weizenstärke
3 Eigelb
20 g Marzipanrohmasse
1/4 TL gemahlene Vanille
1 Prise Salz
3 Eiweiß
60 g Zucker

Zum Bestreichen:
50 g dunkle Kuvertüre

Mascarponesahne:
80 ml Milch
100 g Zucker
3 Eigelb
500 g Mascarpone
2 Blatt Gelatine, eingeweicht
70 g Sahne

Toffeeäpfel:
3 große nicht zu saure Äpfel
30 g Butter
70 g Zucker

Zum Bestreuen:
40 g Kakaopulver

Tränke (optional):
100 ml Espresso
80 ml Mokkalikör

Zuerst die Mandelbiskuits herstellen. Dazu 2 Backbleche mit Backpapier auslegen, auf das jeweils 1 Kreis mit 26 cm Durchmesser aufgezeichnet ist.

Ofen auf 190°C vorheizen.
Marzipan bei mittlerer Stufe in der Mikro leicht erwärmen, so verteilt es sich besser im Teig.
Mit Eigelb, Vanille und Salz schaumig aufschlagen.
Eiweiß und Zucker zu Schnee schlagen, eine kleinen Teil unter die Eigelbmasse rühren, dann den Rest zusammen mit Mehl und Stärke unterheben.

Mit einem Gummispatel innerhalb der Kreise auf dem Backpapier glatt streichen und ungefähr 8 Minuten backen.

Sofort nach dem Backen mit der Kuvertüre dünn bestreichen, dann die Schokolade fest werden lassen.

In der Zwischenzeit die Mascarponecreme herstellen.
Die Milch mit dem Zucker in einem kleinen Topf mischen und zum Kochen bringen. Die Eigelbe in einer hitzefesten Schüssel bereitstellen und leicht verschlagen. Die heisse Milch unter Rühren zu den Eigelben geben, dann die ganze Mischung wieder in den Topf schütten und unter weiterem Rühren auf 85°C (oder bis die Creme merklich eindickt) erhitzen. Mascarpone nur leicht glatt rühren und unter die Eicreme heben.
Sahne steif schlagen. Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und ebenfalls in einem kleinen Topf unter leichtem Erhitzen auflösen, dann zur Sahne geben und gut unterschlagen.
Die Sahne unter die Ei-Mascarponemischung heben.

Für die Toffeeäpfel, die Äpfel schälen, entkernen und in ungefähr 1 cm große Würfel schneiden.
Butter in einem Topf erhitzen, bis sie schäumt, dann den Zucker zugeben (als dünne Schicht auf dem Topfboden, also einen eher großen Topf wählen) und hellbraun karamellisieren lassen. Die Äpfel zugeben und unterheben. Nur noch ungefähr 2 Minuten kochen, sonst werden die Äpfel matschig.

Jetzt folgt der Zusammenbau:
Den ersten Biskuitboden auf eine Servierplatte (Schokoladenseite nach unten) stellen. Einen Tortenring auf 26 cm einstellen und damit durch Drücken auf den Biskuitboden die Ränder begradigen (auch gleich beim zweiten Boden machen).
(Mit der Hälfte der Tränkflüssigkeit bestreichen, soweit verwendet)
Tortenring gleich an Ort und Stelle belassen und die Toffeeäpfel einfüllen, dabei außen einen 2 cm breiten Rand lassen.
Die Hälfte der Mascarponecreme einfüllen.
Den zweiten Boden auflegen (,erneut Tränken) und die restliche Creme einfüllen.
Im Kühlschrank mindesten 3 h kalt stellen, dann erst den Tortenring entfernen und mit dem Kakaopulver bestreuen.

In diesem Sinne: Viele Worte, wenig Torte ;-)


Weizenmischbrot mit Joghurt

Das wahrscheinlich letzte Brot aus meinem jetzigen Backofen. Unsere Backhausfrau Christa hat schon wieder ihren Ofen angeschmissen und somit ist für mich schon eine Weile wieder Schluss mit Brot backen (und das nächste backe ich hoffentlich in der neuen Küche - so ein Umzug kann sich ganz schön verzögern).


Dieses Brot wollte ich euch aber nicht vorenthalten, auch wenn es schon eine Weile her ist, als ich es gebacken habe. Denn war fast noch schneller weg als das Farmhouse Tin Loaf, das meine Mädels begeistert gegessen haben. Bei diesem hier hat nämlich auch der Hausherr kräftig zugegriffen.
Nach einem Tag war nur noch das Riebele (ein Endstück) übrig, und das war noch schön saftig.


Außer dem Joghurt im Titel kommt noch Sauerteig (bei mir in Form eines der Tütchen mit dem pastösen Fertigsauerteig aus dem Mühlenladen/ gibts aber auch im Supermarkt) in den Teig.

Beides macht das Brot schön säuerlich. Der kleine Anteil an Roggenmehl sorgt für eine etwas erdig-rustikalere Note und eine bessere Frischhaltung als mit reinem Weizenmehl. Durch den hohen Weizenmehlanteil wird aber zusammen mit der Hefe trotzdem eine luftig lockere Krume erreicht.

Grundlage war ein Rezept aus der Backbibel von Allam/MacGuiness, das ich aber etwas angepasst habe (und ich wollte nicht anfangen, wegen 2 bis 3 Broten mir einen Sauerteig heranzuziehen, da lohnt sich der Aufwand und Rohwareneinsatz nicht wirklich).
Ich habe wieder mal gemerkt, dass meine alte Küchenmaschine beim Kneten von größeren Hefeteigmengen langsam an ihre Grenzen kommt. Geht das Euch auch so - entweder schnauft die Maschine ganz schön beim Kneten oder kaum habt ihr mal mehr als 6 Eier für Biskuit in der Schüssel, schon schwappt der Teig raus (und die Mädels freuen sich über den zusätzlichen Teig zum Aufschlecken - und ich mich übers zusätzliche Putzen)?
Mein Traum wäre nicht wie bei so vielen der Designklassiker schlechthin (die rote Kitchen Aid), sondern diese Kenwood hier. Die würde bestimmt nicht beim Anblick der 8 Packungen Puderzucker in Stöhnen ausbrechen, wenn ich mal wieder Gelatinefondant machen will...
Deshalb gibt es in diesem Rezept nur die Angaben für einen einzelnen, nicht zu großen Brotlaib, der dafür aber auch nicht altbacken wird.


Weizenmischbrot mit Joghurt

1 Beutel Sauerteig, fertig zur Verwendung (75 g Inhalt)
110 g Roggenmehl, Type 1150
340 g Weizenmehl, Type 550
50 g Naturjoghurt
250 ml Wasser
10 g Hefe
1 EL brauner Zucker
10 g Salz

Zuerst alle Zutaten in eine Schüssel geben. Ich habe das Handrührgerät mit Knethaken und eine verschließbare Schüssel genommen. Zuerst 4 Minuten auf niedriger, dann 6 Minuten auf mittlerer Stufe kneten. Der Teig wird mit der Zeit immer glatter und elastischer.
Denn Deckel auf die Schüssel (oder auch ein angefeuchtetes Küchentuch) legen und 30 Minuten gehen lassen.

Die Arbeitsfläche leicht bemehlen und den Teig zu einem ca. 2,5 cm dicken Rechteck ausrollen. Den Teig an der Längsseite gedanklich dritteln und zuerst das rechte, dann das linke Drittel auf das mittlere einschlagen. Um 90° drehen, nochmals auswellen und auf die gleiche Weise wieder einschlagen.

Weitere 30 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Zu einem länglichen Laib formen. Das geht am besten durch erneutes ausrollen auf 2,5 cm Dicke. Jetzt von der kurzen Seite aus die oberen Ecken wie 2 kleine Ohren einfalten und fest drücken, dann unter Spannung den Teig straff aufrollen. Abdecken und 10 Minuten auf der Arbeitsfläche liegen lassen.

Das Brot auf ein Backblech legen, dabei die Rolle noch in die länge ziehen, bis ein ca. 30 cm langer Laib entstanden ist. Ein Küchentuch mit etwas Wasser befeuchten und den Laib nochmals ungefähr 1 bis 1 1/2 Stunden gehen lassen. Das Volumen sollte sich um ungefähr 2/3 vergrößern.
Während der Teig geht (ca. 20 Minuten, bevor er in den Ofen kann), den Ofen auf 250°C vorheizen.
Das Brot in den Ofen schieben. Den Garraum mit Wasser aus einer Spritzflasche (oder einer auf den Ofenboden gegossenen Tasse Wasser) befeuchten und die Tür sofort schließen. Temperatur auf 220°C reduzieren.
Nach 30 Minuten kann nachgeschaut werden, ob das Brot fertig ist. klingt es beim Klopfen auf die Unterseite hohl, dann ist es fertig durchgebacken. Ansonsten noch maximal weitere 10 Minuten backen (bleibt es noch länger drin, wird die Kruste sehr hart und dick sowie das Innere trocken).

Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Noch leicht warm mit einem Hauch schmelzender Butter einfach himmlisch


Himmlische Wolke

Heute kommt ein genial einfaches Nachtischrezept, dass dazu auch noch genial lecker ist.



Ich glaube, von diesem Rezept gibt es genauso viele Varianten wie es Namen gibt. Mir ist es schon als "Rote Inge"/"Wilde Hilde"/"Rote Oma"/"Tote Oma" usw. über den Weg und auf den Teller gelaufen. Die Zusammensetzung und Verfahrensweise ist aber immer ziemlich ähnlich und basiert auf den gleichen 3 Grundzutaten: Schlagsahne, Baiser und gefrorene Himbeeren. Unsere Variante ist mit einem Hauch Vanille etwas luxuriöser und stammt aus dem "Kinder kocht!"-Buch, dass meine Mädels mit mir zusammen gerade testen.

Hier könnt ihr meine kleinste Helferin bei der Arbeit sehen - oder beim Versuch, was zu klauen... wer weiß das schließlich so genau...



Ich verspreche euch, einfacher geht es wirklich nicht. Man muss nur die Zeitangaben ungefähr einhalten. Wartet man zu kurz (was bei dem verführerischen Anblick durchaus passieren kann), sind die Himbeeren noch nicht ganz aufgetaut und dadurch etwas zu hart. Ich gebe ja zu, für einen Brunch ist es vielleicht etwas süß, aber über diese Wolke freut sich auch sicher der Osterhase (und noch ein paar mehr Süßschnäbel). Deshalb reiche ich das Rezept noch kurz vor Schluss bei Tina Tausendschön und ihrem österlichen Blogevent "Ach, du dickes Ei!" ein.




 
Himmlische Wolke
 
250 ml Schlagsahne
1 Päckchen Vanillezucker (wir: 1 TL selbstgemachter Vanillezucker)
75 g Baiser
250 g tiefgekühlte Himbeeren
 
Die Sahne und den Vanillezucker in eine Rührschüssel geben und steif schlagen. Die Baiser grob zerbröckeln. Das geht eigentlich ganz gut von Hand, man kann sie aber auch in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz darüber rollen oder dem Fleischklopfer nicht zu stark darauf schlagen.
 
Baiserbrösel und Himbeeren zu der Schlagsahne geben und nur grob vermengen.
Die Schüssel mit Inhalt für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, dabei alle halbe Stunde umrühren.
Zum Schluss in eine große Servierschüssel oder mehrere kleine Portionsschüsselchen umfüllen und genießen.
 
Als Deko bieten sich Minzeblättchen und ein paar Himbeeren an.
 





Schoko-Karamell-Kuchen

Heute habe ich für Euch das Rezept eines nur äußerlich unscheinbaren Kuchens nach Pierre Herme (LAROUSSE Schokolade ), das mich schon lange angelacht hat. Schokolade in einem "normalen" Kuchen ganz ohne Creme, das geht auch unter der Woche. Und wir haben uns freudig geopfert und den ganzen Kuchen innerhalb kürzester Zeit aufgegessen.




Durch wenig Mehl saftig, sehr schokoladig und mit einem dezenten Karamellgeschmack - dafür würde ich so manche Torte stehen lassen.


Das besondere an dem Kuchen, ist das zuerst ein Butterkaramell aus dem ganzen Zucker gekocht wird. Dadurch ist der Kuchen nicht ganz so süß. Hierbei ist allerdings wichtig, die Butter wirklich durch kräftiges Rühren komplett in das Karamell einzuarbeiten und nochmals Aufzukochen, da man sonst auf Karamellstückchen beisst ( wenn sie klein sind ist das aber sicher auch nicht das schlechteste).



Schokoladen-Karamell-Kuchen

225 g Schokolade mit 60% Kakaogehalt
130 g Butter
1 Prise Meersalz
150 g Zucker
70 g Mehl
5 g Backpulver
4 Eier, getrennt

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine kleine Kastenform mit ungefähr 22 cm Länge mit Butter fetten und ausmelieren.
Die Schokolade fein hacken und die Butter würfeln.

In einem weiten Topf den Zucker in einer dünnen Schicht ausstreuen und bei mittlerer Hitze goldbraun karamellisieren lassen. Vom Herd nehmen und die Butter Stück für Stück unterrühren (am besten mit einem Holzspatel). Vorsicht, kann spritzen!
Es kann sein, dass nicht die komplette Butter sich so einarbeiten lässt. Das macht nichts, denn das Ganze wird sowieso nochmals unter Rühren aufgekocht, dann sollte sich wirklich alles zu einer einheitlichen Masse verbunden haben.

Die gehackte Schokolade zum heißen Butterkaramell geben, kurz stehen lassen und dann unterrühren. Eier trennen und jeweils die Eigelbe nacheinander komplett unter das Schokokaramell einarbeiten (dazu kann immer noch der Holzspatel verwendet werden).

Die Eiweiße steif  schlagen und unterheben.

Mehl und Backpulver mischen und noch als letztes unterheben.

Die Masse in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen.

Nach gut 40 Minuten dringt ein verführerisch schokoladiger Duft aus dem Backofen und erinnert einen daran, dass der Kuchen nun fertig ist und herauswill.
Jetzt nur noch aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen (das ist der schwierigste Teil), bevor er angeschnitten werden kann.

Kastenweißbrot oder Farmhouse Tin Loaf nach Dan Lepard

Zur Zeit kann ich ein paar lange aufgesparte Brotrezepte ausprobieren, da unsere Backhausfrau gerade Urlaub macht und dadurch die wöchentlichen Brotlieferungen der Oma mit Backhausbrot ausfallen. Meine Kinder sind durch das selbstgebackenen Holzbackofenbrot von ihr schon ein wenig verwöhnt und wollen kein Bäckerbrot essen, es schmeckt ihnen einfach nicht.


Warum das jetzt aber ein Bauernhofbrot ist kann ich nicht genau sagen. Vielleicht, weil es dem Bauern genügend Zeit lässt, dazwischen immer wieder was zu arbeiten anstatt ständig dem Blubbernden Teig zuzugucken.

Auf jeden Fall ist es aber ein kleines Weißbrot mit einer geringen Hefezugabe zum Vorteig, der lange stehen gelassen wird. Dadurch wird der Teig aromatischer und hält die Feuchtigkeit besser.

Dan Lepard hat eine spezielle Knettechnik entwickelt, indem er den Teig mehrmals nur sehr kurz in Abständen von 10 bis 15 Minuten bearbeitet. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da der Teig zu Beginn extrem klebrig wirkt, was sich normalerweise aber schon nach dem zweiten Kneten erheblich verbessert.

Leider hat es uns nur einen Tag gereicht, aber es wurde gleich Nachschub bestellt (also war es wieder nix mit noch mehr Rezepte ausprobieren).



Farmhouse Tin Loaf

Vorteig:
225 ml lauwarmes Wasser
5 g Hefe
175 g Mehl Type 550

Hauptteig:
175 g Mehl Type 550
1 TL Salz
25 g Butter

Öl zum Kneten

Die Zutaten zum Vorteig werden in einer verschließbaren Schüssel mit einem Holzkochlöffel verrührt und für ungefähr 4 Stunden oder auch über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen.

Nach dieser Zeit wird die Butter mit den Fingern in den Mehlanteil (das in eine große Schüssel geschüttet wurde) für den Hauptteig gerieben, bis sie nicht mehr sichtbar ist. Das Salz untermischen.

Den Vorteig komplett zugeben und alles so kurz wie möglich zu einem klebrigen Teig verkneten.
Mit einem Tuch zudecken und 10 Minuten stehen lassen.
Den Teig sanft und nur kurz (ca. 10 Knetbewegungen) mit eingeölten Händen durchkneten, dann 15 Minuten abgedeckt stehen lassen, nochmals auf gleiche Weise kneten, abdecken und weitere 15 Minuten stehen lassen. Jetzt folgt eine Teigruhe (abgedeckt) von 30 Minuten.

Eine kleine Kastenform von ca. 20 cm Länge buttern und ausmehlen.
Den Teig auf einer geölten Arbeitsfläche zu einem ungefähr 2 cm Rechteck flach drücken, dessen eine Seite ungefähr 16 cm lang ist. Von dieser Seite her straff aufrollen und in die Kastenform legen.

Mit einem Küchentuch zudecken und ca. 90 Minuten gehen lassen.
Nach 70 Minuten den Backofen auf 220°C vorheizen.

Den fertig gegangenen Teig in den Backofen stellen. Mit einer Sprühflasche (wie zum Pflanzen besprühen) etwas Wasser in den Backofen spritzen (bis die Oberfläche des Brotes glänzt) und schnell die Tür verschließen.
Nach 20 Minuten Backzeit die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot in weiteren 25 Minuten fertig backen.
Aus der Form nehmen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen.

Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen.




Unsere Osterlämmchen

Wir testen gerade ein richtig tolles Kinderkochbuch für die nächste Buchwoche von Arthurs Tochter kocht. Es handelt sich dabei um "Kinder kocht!" von Claudia Seifert und Co.

Da es gerade so gut passt (Ostern steht vor der Tür und wir haben eine Lämmchenform gewonnen), musste  dieses Rezept natürlich als erstes in den Ofen. Leider waren sie wohl 5 Minuten zu lang darin, sie sehen nämlich braun gebrannt wie frisch aus dem Urlaub aus.

Ein saftiger Marzipanrührteig mit Dinkelmehl sorgt für schmackhafte und nicht zu süße Lämmchen.

Wir haben sie getreu dem Rezept mit weißer Schokolade, aber ohne Kokosflocken (Mama, das schmeckt ja überhaupt gar nie nicht...) verziert. Leider etwas lustlos, da es schon Mittag war.

Deshalb sind unsere jetzt keine richtigen Kunstwerke der Patisserie, aber um 2 Kinder glücklich zu machen genau richtig.

Unsere Lämmchenform ist ziemlich klein, sie fasst nur die halbe Menge des angegebenen Teigs. Deshalb haben wir auf 2x gebacken. Für ein normal großes Lamm ist die Teigmenge genau richtig.


Osterlämmchen

100 g Marzipan
80 g Butter, weich
40 g Zucker
2 Eier
2 EL Milch
85 g Dinkelmehl (Type 630 oder normales Weizenmehl)
20 g Speisestärke
1 TL Backpulver

zum Verzieren: ca. 50 g weiße Kuvertüre und wer mag 2 EL Kokosflocken

 

Ofen auf 180°C vorheizen, die Lammform fetten, dann zusammensetzen und ausmelieren.
 
Für den Teig das Marzipan in der Mikrowelle bei halber Leistung in ungefähr 30 Sekunden weich werden lassen. Mit der Butter und dem Zucker schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und unterrühren.

In die Form füllen (bei der kleinen Form nur die Hälfte des Teiges).

Eine große Form wird ungefähr 45 Minuten gebacken, bei der kleinen reichen 25.

Nach dem Backen 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Mit der kleinen Form diese erneut einfetten, zusammensetzen und ausmelieren. Die zweite Hälfte des Teiges ebenso ausbacken.

Zum Verzieren wird zuerst der Boden des Lämmchens eben abgeschnitten und das Lämmchen auf eine stabile Unterlage gestellt.

in einem Topf Wasser aufkochen und von der Hitzequelle ziehen. Die Weiße Schokolade hacken, in eine hitzefeste Schüssel geben und über dem Topf mit dem heißen Wasser schmelzen.
Die Schokolade in einen kleinen Gefrierbeutel füllen, eine Ecke abschneiden und Locken oder ähnliches auf das Schaf malen. Zum Schluss noch die Kokosraspeln als Wolle drauf ...fertig!
 



Brownie-Muffins mit Marshmallows

Mit diesem Backwerk ging es mir wie zur Zeit mit meinen Kindern. Die haben neben Königin und Prinzessin (der Königpapa ist immer schon gestorben) und Baby- und Kindkatze ein neues Lieblingsspiel: "Heimagenten".
Dabei verschwinden sie (wie das "Ge" von Geheimagenten) immer wieder (eigentlich sind sie ja komplett unsichtbar - meinen sie), krabbeln unter Tischen und Stühlen durch, um woanders plötzlich wieder aufzutauchen und stellen einem ständig, während man kocht oder was anderes macht, irgendwelche Sachen hinter die Füße (man muss dann ganz erstaunt sein und sagen "Oh wo kommt den jetzt die Barbie oder XYZ auf einmal her", während man sich vom Stolpern wieder aufrappelt und die Frisur wieder in Ordnung bringt).
Und ein Geheimagent zieht sich natürlich auch passend an... Kennt Ihr noch diese Oberkörperkondome von früher? Also diese selbstgestrickten Skimasken, bei denen nur die Augenschlitze offen sind, Schal, Mütze und Mundschutz sind einfach an einem Stück gestrickt? Das war anfangs noch die Verkleidung für das Spiel, zum Glück wurde ihnen dabei aber zu warm...

Diese Muffins waren auch eine Weile verschwunden, und zwar irgendwo bei den Postingentwürfen. Aber bei mir ist nicht nur "Aussenrum" Frühjahrsputz angesagt, auch die Backwerke, die immer wieder etwas "dringenderem" weichen mussten, werden jetzt hervorgekramt -  meist sind sie nämlich völlig zu UNrecht in der Versenkung verschwunden.

Aber endlich mal zum Thema:
Hier tauchten an allen möglichen Stellen während des Backens nicht meine Mädels sondern Marshmallow-Blubber-Blasen auf, von denen dann auf der Oberfläche eine leichte Karamellkruste übrig bleibt, der größte Teil der  Marshmallows ist aber nach dem Backen einfach unsichtbar (und in den Brownieteig gesickert).

Dadurch wird das Ganze doch eher sehr süß (was die Gewürze leicht ausgleichen). Wer aber sehr saftige Brownies mag, ist hier genau richtig. Und die gerösteten Marshmallowflecken oben sehen zwar nicht besonders schick aus, schmecken dafür aber umso besser.


Brownie-Muffins mit Marshmallows

200 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
250 g weiche Butter in Würfeln
250 g brauner Zucker
4 Eier
185 g Mehl, Type 405
35 g Kakaopulver
1/2 TL Backpulver
2 TL Zimt
1/2 TL Ingwer, gemahlen
 
100 g Marshmallows
 
Backofen auf 175°C vorheizen, Muffinblech mit Papierförmchen auslegen (evtl. 2 oder noch zusätzliche Einzelförmchen benutzen, die Teigmenge ergibt ungefähr 20 Muffins).
 
Schokolade und Butter bei mittlerer Hitze in einem kleinen Topf schmelzen lassen und dann wieder leicht abkühlen lassen.
 
Zucker und Eier mischen. Schokoladen-Butter-Mix unterrühren.
 
Alle restlichen trockenen Zutaten (außer Marshmallows) mischen und unter den Teig rühren.
 
Marshmallows grob zerkleinern. Das geht am besten mit einer leicht eingeölten Küchenschere, aber auch mit einem Messer.
Die Stücke unter den Teig heben und alles auf die Förmchen verteilen.
 
Ungefähr 18 Minuten backen. Sie sollten innen noch feucht, aber durchgebacken sein.
 

Weil das ganze als Mitbringsel in die Schule gedacht war und meine Große eigentlich mit Schokoglasur und Smarties bestellt hatte, haben wie sie noch so verziert:



Ein süßes Grüßle,

In eigener Sache

Hallo ihr,

ich melde mich mal kurz in eigener Sache.
Wie auf den ersten Blick schon zu sehen gab es einen spontane Früjahrsputz heute morgen hier auf dem Blog. Ich wollte es einfach ein bisschen frischer haben, weniger bunt, am besten beschreibt es sich wohl mit "cleaner".
Ich hoffe Euch gefällt das neue Layout.

Zum zweiten ist mein Blog heute bei Heimgourmet "Blog des Tages". Wer Lust hat, kann aus diesem Grund hier ein kleines Interview mit mir nachlesen.

Das wars auch schon wieder, das nächste mal gibt es dann wieder was Süßes



Aprikosen-Joghurttorte mit Lemon Myrtle

Das Mango-Himbeer-Schichtdessert hat uns so gut geschmeckt, das ich nochmal Lemon Myrtle in etwas Süßem verwenden wollte. Da kam der 4.Geburtstag unserer Kleinen gerade recht und ich habe das zitronige Kräutlein dieses Mal in einer Torte mit Joghurt und Aprikosen kombiniert.

Das Experiment hat mich nicht enttäuscht und wir wurden mit einer lecker fruchtigen und fast schon sommerlichen Torte belohnt, die sicher nicht das Ende meiner Lemon-Myrtle-Experimente darstellen wird.

Als Basis diente wieder mein Standard-Biskuitrezept (ich habe immer noch kein besseres gefunden, denn der Biskuit hat genau die richtige Konsistenz, locker, nicht zu feucht und nicht zu trocken).
Darauf stapeln sich Aprikosen und eine locker-leichte und nicht zu süße Joghurtcreme (mit Lemon Myrtle) zusammen mit einem weiteren Biskuitboden und das ganze wird von Aprikosenpüree schön orangefarben abgeschlossen.
Die grünen Pistazienkerne bilden nicht nur farblich einen schönen Kontrast, sie passen auch geschmacklich sehr gut dazu und unsere Kleine liebt sie. Pistazien sind die einzigen Nüsse, die sie mag, vorwiegend in Form von "Nüssleswurst" (Jagdwurst, die fast einzige Wurstsorte die sie ist, sie ist sonst eher der Käsetyp - aber bitte nur der mit dem weißen Rand).


Aprikosen-Joghurt-Torte mit Lemon Myrtle
Biskuitboden:
3 Eier
6 EL heisses Wasser
150 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1 gestr. TL Backpulver

Füllung:
1 große Dose Aprikosen, abgetropft und 180 g für den Guss abgenommen

Joghurtmousse:
360 g Naturjoghurt
30 g Puderzucker
1 gehäufter TL Lemon Myrtle
14 g gemahlene Gelatine (1 1/2 Päckchen)
70 g Zucker
360 g Sahne

Guss:
180 g pürierte Aprikosen (siehe Füllung)
70 ml Wasser
1 Päckchen Tortenguss

Deko:
100 g Sahne, cremig geschlagen
1 Handvoll geröstete Pistazien, grob gehackt


Zuerst den Biskuitboden herstellen. Dazu den Ofen auf 180° C vorheizen. Für eine runde Torte eine Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.

Die Eier mit dem Wasser auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver zusammen sieben unter die Eimasse heben, dann die Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Joghurtmousse zubereiten. Dazu die Gelatine nach Packungsanweisung direkt in einem kleinen Topf einweichen.
Joghurt mit Lemon Myrtle und Puderzucker glatt rühren.
Sahne mit dem Zucker cremig aufschlagen (aber nicht ganz steif) und kühl stellen.
Bei milder Hitze die Gelatine auflösen und ungefähr 1/3 der Joghurtmischung noch auf der warmen Herdplatte unterrühren, dann herunternehmen und zur restlichen Joghurtmischung geben. Gründlich unterschlagen und anschließend die Sahne locker unterheben.

Den abgekühlten Biskuit in 2 Böden schneiden und einen davon auf eine Tortenplatte legen. Mit einem Tortenring umschließen und die abgetropften Aprikosenhälften darauf verteilen (180g der Aprikosen für den Guss beiseite stellen und später pürieren).
Gut 2/3 der Joghurtcreme darauf verteilen und glatt streichen.
Den zweiten Biskuitboden einlegen und die restliche Joghurtcreme darauf glatt streichen.

Den Guss nach Packungsanleitung herstellen, dabei statt Fruchtsaft/Wasser aber die pürierten Aprikosen und 70 ml Wasser verwenden. Bei Bedarf etwas nachsüßen.
Sofort auf der Joghurtcreme verteilen, die dadurch leicht anschmilzt und in dekorativen Blasen an manchen Stellen nach oben blubbert (so kann man ein halbwegs schönes Marmormuster reinziehen).

Mindestens 4 h kalt stellen, damit die Füllung auch richtig fest wird.
Den Tortenring entfernen und mit der Sahne den Rand einstreichen.
Pistazien aufstreuen und dann kann es auch schon losgehen - guten Appetit






Schokoeis mit gerösteten Marshmallows

Heute gibt es endlich wieder Eis zum Löffeln. Und zwar eine meiner liebsten Eissorten- wie könnte es anders sein: natürlich Schokolade. Und meine Mädels wollten ein Eis mit Marshmallows, deshalb habe ich einfach beides kombiniert.


Und das passt genau zum diesmonatigen Blogevent bei Zorra, Petra von Obers trifft Sahne sucht Lieblingslöffelessen. Ich habe jetzt zwar keinen direkten Lieblingslöffel, aber dieser Eislöffel kommt na ran, weil man damit meinen Lieblingsnachtisch, Eis, sehr gut Löffeln kann.

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

Diese Sorte stammt aus der Schokolade. Die Kochschule . Ich habe vor längerer Zeit das "milchigste Schokoladeneis der Welt" nach Jeni Britton Bauer gemacht, dass uns sehr gut geschmeckt hat. Dieses Mal sollte es ein anderes Rezept zum Vergleich sein.
Mit diesem Rezept erhält man ein eher herbes, nicht zu süßes Eis. Dadurch fällt die Süße der gerösteten Marshmallows auch gar nicht so sehr ins Gewicht und macht das Eis auch kindertauglich.


Der Honig dient als natürlicher Ersatz von Invertzuckersirup und sorgt für Geschmeidigkeit.
Milchpulver im Eis ist für den Hausgebrauch vielleicht nicht ganz üblich. Aber es ist in Form von Magermilchpulver in jedem halbwegs gut sortierten Supermarkt in Form von Magermilchpulver erhältlich (bei Kondensmilch und den Kaffeeweissern). Der Sinn hinter dem Zusatz ist die Erhöhung der Trockenmasse. Das wiederum senkt den Gefrierpunkt und dadurch erhält man ein cremigeres Eis..
Wer keines hat, kann die einfach 50 g Sahne mehr nehmen und lässt die Mischung dann nicht nur aufkochen, sondern im offenen Topf 5 Minuten köcheln, dann erhöht sich auch etwas die Trockenmasse.

Bei den Marshmallows ist Vorsicht angesagt. Bitte nicht zu dunkel rösten, sonst schmeckt es nur angebrannt und nicht karamellig. Und möglichst wenig anfassen, nachdem sie geröstet sind, sie kleben wie Hölle sind sehr anhänglich.

Ergibt ungefähr 1000 ml.

 
Schokoladeneis mit gerösteten Marshmallows
 
180 g dunkle Schokolade mit 70% Kakaogehalt
660 ml Vollmilch
20 g flüssige Schlagsahne
30 g Milchpulver
70 g Zucker
60 g Honig
 
100 g Minimarshmallows (oder mit einer Schere zerkleinerte normale)
 
Die Schokolade fein hacken und in der Mikrowelle (Auftaustufe oder 500 Watt) schmelzen, dabei häufig umrühren, um zu verhindern, dass die Schokolade anbrennt.
In einem Topf die restlichen Zutaten gut verrühren und bei milder Hitze erwärmen, bis sich das Milchpulver aufgelöst hat (erhitz man zu schnell oder gibt es in heiße Flüssigkeit, dann klumpt es).
Ein Drittel der heißen Milchmischung über die geschmolzene Schokolade gießen und gut mit einem Spatel in kreisenden Bewegungen unterrühren.
Mit dem 2. und letzten Drittel ebenso verfahren.
Nochmals in den Topf geben und auf 85°C erhitzen (Temperatur 2 Minuten halten), dabei glatt rühren (notfalls mit dem Stabmixer kurz durchmixen).
 
Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen ("Reifen" - dadurch verbessert sich Konsistenz und Geschmack).
 
Am nächsten Tag die Marshmallows auf einem Backblech dicht an dicht ausbreiten. Mit einem Küchenbrenner hellbraun rösten. Einige Minuten abkühlen lassen, dann durch Schütteln umdrehen (sonst klebt ihr fest) und die andere Seite karamellisieren.
 
In die Eismaschine füllen und nach Gebrauchsanweisung einfrieren.
Eine Schicht Marshmallows in den vorgesehenen Aufbewahrungsbehälter geben, darauf eine Lage der fertigen Eiscreme. So weiter einschichten, bis alles aufgebraucht ist (ggf. umrühren für eine gleichmäßigere Verteilung).
Vor dem Servieren noch mindestens 2 Stunden im Gefrierschrank fester werden lassen, dann portionieren und nach Wunsch servieren.