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Buchvorstellung HomeMade Sommer

Und nun mein zweiter und auch letzter Beitrag zu "Jeden Tag ein Buch" von Arthurs Tochter kocht - und wieder nichts rein süßes.
Ich wollte eigentlich noch ein drittes Buch, ein reines Patisseriebuch vorstellen, es gab aber Lieferschwierigkeiten, und so wird das eben aufgeschoben.

Aber bei diesem Buch werden auch die Schleckermäulchen nicht enttäuscht sein.
   
Logodesign by Ariane Bill
Nach "Home Made. Natürlich hausgemacht "* und ihrem erfolgreichen Winterwohlfühlbuch "Winter. Home Made "* gab es von Yvette van Boven als bisher letztes Buch in ihrer Homemade-Reihe das  mir vorliegende Sommerbuch "Home Made. Sommer "*. Es ist mein erstes von ihr (aber ich liebäugele schon noch mit dem "Natürlich Hausgemacht").


 
Die Autorin ist eine niederländische Köchin mit eigenem Restaurant in Amsterdam und einer großen Familie in Holland, die gern ihren Sommer in der Provence verbringt, aber auch zeitweise in Paris lebt. Das Sommerbuch ist ihr drittes auf deutsch erschienenes Buch aus der Home Made -Reihe.
 
Das Cover und das Zitat zu Beginn des Buches sagt eigentlich auch schon alles über die Stimmung, die das Buch verbreitet:
 
You are my Sunshine, my only Sunshine
You make me happy when skies are grey
You"ll Never know dear how much I love you
Please don't take my Sunshine away
 
Für mich Sommer pur.
 
Beim ersten Durchblättern merkt man:  hier ist neben dem Sommer das Selbermachen Motto. Nicht nur für den Leser, der wahrscheinlich viele Gerichte nachkochen will, auch im Buch selbst: alle Rezepte, Fotos, Illustrationen, ihre schon bekannten Scherenschnitte und das Layout stammen von Yvette und ihrem Mann Oof Verschuren.
 
In einem kurzen Vorwort erzählt Yvette etwas zum Buch, was sie inspirierte und Einfluss auf die Rezepte hatte. So handelt der Sommerband von ihrem jetzigen Leben in Amsterdam und Paris und der Provence. Es soll hauptsächlich schnelle Rezepte geben, so dass man bei schönem Wetter nicht lange am Herd stehen muss.
 
Die weitere Aufteilung des Buches:
  • Frühstück, Brunch und kleine Mahlzeiten
  • Kuchen
  • Drinks
  • Snacks und Vorspeisen
  • Hauptgerichte
  • Desserts
macht Lust, gleich los zu blättern.
 
Und dort findet man dann neben vielen verführerischen Rezepten Zeichnungen, die die Rezepte auflockern und so fotografierte Gerichte, wie sie eben gekocht wurden. Beim Grillen sieht man dunkle Rauchwolken und kann sie auch schon fast riechen, so natürlich ist alles abgebildet. Und man sieht die Sonne aus den Bildern strahlen.

 
Alle Rezepte sind genau und verständlich, in einem ganz persönlichen und eigenen Stil von Yvette (immer mit einem kleinen Augenzwinkern) beschrieben und zu wirklich jedem gibt es eine Abbildung. Und bei Rezepttiteln wie Tarte Tatin mit Aubergine , roter Zwiebel und Pinoli" oder Ziegenjoghurtparfait mit Cranberrycrunch fühlt man sich vom Regen direkt in den Urlaub versetzt.
 
Yvette und ihr Mann Oof haben es geschafft, dem Buch viel Liebe und Leben einzuhauchen, dass sich auch automatisch auf den Leser überträgt. Schöne landschaftliche und lebensnahe Fotografien runden das Buch ab und die Aufmachung der Rezepte erscheint immer wieder in einem anderen Format und Design. So kommt keine Langeweile auf beim Durchblättern und man wird immer wieder von Neuem überrascht.

Ganz am Ende des Buches findet man zweierlei Übersichten - einmal nach Zutaten (finde ich sehr gut, spart Zeit beim Blättern) und einmal nach Art des Gerichts (also der Kapitelaufteilung).
 
Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten beim aussuchen meiner Testrezepte. Nicht weil ich nichts gefunden hätte, aber ich wollte fast die alles nachkochen. Und dann sollten wenigstens die Testrezepte ja auch auf einen süßen Blog passen. Wer kann sich aber einfach mal so zwischen Irish-Coffee-Sahneeis, den ultimativen puffy pancakes oder einer Aprikosentarte mit Orangenblüten und Honig entscheiden? Das muss wohl überlegt sein ...


Im Endeffekt wird wohl noch so einiges mehr an süßem und auch nicht so süßem auf unserem Tisch (oder auch auf unserm Grill- ich sag nur Bierdosenhähnchen) landen.

Das haben wir letztendlich nachgemacht:

  • Fougasse provencale - einfach so gut, dass meine (etwas pingelige) Große sie seither immer wieder "bestellt" hat.
  • Schweinerücken mit warmer Cremolata - einfach sehr lecker und schmackhaft, und seither noch 2 mal gekocht.
  • Zitronen-Jasmin-Limo - lecker fruchtig, nicht zu süß und sommerlich frisch
  • Lemon Thins - hauchdünne zarte Zitronenkekse. Muss ich mehr schreiben? Nachbacken! Sofort!
  • süßer Rub - eigentlich ein Grillgewürz, aber wir haben Hähnchenbrüste damit eingerieben. Sehr gut.

Die Rezepte haben alle gut funktioniert, Zutatenmengen, Zeitangaben und Rezeptbeschreibungen waren zuverlässig.

Man merkt: alles ist komplett auf den Sommer ausgerichtet, auch die Nachspeisen und sogar die Getränken, die alle sehr erfrischend (roter Eistee, Minzlimonade, Cava Sangria,...) und nicht zu süß sind. Sehr gut haben mir auch die Rezepte für Marmeladen und Sirupe gefallen.


Bei den Hauptgerichten kann jeder etwas finden, sowohl Fleischesser als auch für Vegetarier (aber eher Salate und Beilagen).
Sehr gut haben mir auch die Rezepte für Marmeladen und Sirupe gefallen.

Als Fazit lässt sich sagen: teilweise ungewöhnliche Rezeptkreationen, aber leicht leicht verständlich beschrieben, schaffen es zusammen mit den wunderschönen Fotos das Buch zu einem der Highlights in meine Kochbuchregal zu machen (das nicht nur aus Backbüchern besteht ;-)). Ich nehme es immer  wieder zur Hand (vor allem wenn ich ein bisschen "Sonne" brauche), blättere darin herum und finde neue Rezepte, die ich dann unbedingt nachkochen möchte.

Yvette van Boven
Home Made. Sommer *
Dumont - Verlag
ISBN: 978-3832194680

Nochmal ein Dankeschön an den Dumont-Verlag, der mir das Buch zur Rezension überlassen hat.
Dennoch beschreibt dieser Artikel meine eigene unbeeinflusste Meinung zu diesem Buch.







alle mit *versehenen Links sind Affiliate-Links

Lemon Thins

Diese süßen kleinen Knusperkekse machen dem Namen des Buches, aus denen sie stammen wieder alle Ehre. Sie sind mein letztes Testrezept vor der Buchvorstellung aus Home Made. Sommer und bestätigen weiter den guten Eindruck den das Buch bisher hinterlassen hat. Deshalb sind sie zwar das letzte Testrezept, aber sicher nicht das letzte nachgemachte aus dem Buch.


Dort werden sie zu einer Mousse au chocolat mit Kirschsauce serviert. Wir haben aber beschlossen, dass sie sich auch zu einer Kugel Zitroneneis sehr gut machen und sie deshalb dazu genossen.

Sie schmecken sehr zart, fein und knusprig und dazu noch intensiv nach Zitrone - einfach nach mehr.
Das einzige kniffelige an der Sache ist, nicht die Zeit zu vergessen, die sie im Backofen sind. Sie sind nämlich innerhalb von 5 bis 6 Minuten schon fertig und haben dann bereits einen goldbraunen Rand. Wer(wie ich mit dem letzten Blech) nicht scharf aufpasst, hat unter Umständen bei 2 Minuten länger schon Kohlekekse produziert.

Und Vorsicht beim Transportieren der heißen Kekse auf ein Gitter zum Abkühlen. Sie sind nämlich direkt aus dem Ofen noch sehr weich (aber dadurch auch leicht formbar und lassen sich so unter Umständen zu Eisbehältnissen formen) und haben die Konsistenz von Pfannkuchen. Dadurch sind sie aber eben auch leicht kaputtbar.

Lemon Thins

2 Eier
125 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
geriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
85 g weiche Butter
85 g Mehl
1 Prise Salz
 
Den Ofen auf 200°C vorheizen. 2 oder besser 3 Bleche mit Backpapier auslegen.
Eier, Zucker und Vanille mit dem Rührgerät hellschaumig aufschlagen, dann die Zitrone zufügen.
Abwechselnd Die Butter und das Mehl, gemischt mit dem Salz zufügen. Mit Hilfe von 2 Teelöffeln kleine Häufchen mit ungefähr 4 bis 5 cm Abstand auf die Bleche setzen (sie laufen stark breit) und die Kekse in ca. 5 Minuten backen. Sie sollten einen goldbraunen Rand bekommen.

Nach dem Backen vorsichtig auf ein Gitter legen und dort auskühlen lassen.
 



Buchvorstellung "Kinder kocht!"

Mein erster Beitrag für die 3. "Jeden Tag ein Buch" - Woche von Arthurs Tochter kocht. Wie immer werden in dieser Woche auf sehr vielen Blogs "Genussbücher" im weiteren Sinne des Wortes vorgestellt. Bei mir macht dieses Mal ein gar nicht so süßes Buch den Anfang.



Logodesign by Ariane Bill
Hier ist der Name Programm. "Kinder kocht!: Wir kochen und backen uns durch das ganze Jahr" aus dem AT-Verlag ist ein für mich ganz außergewöhnliches Kinderkochbuch, vom Inhalt über das Layout bis zum Umfang. Vor allem, da ich bisher nur die Kinderkochbücher aus meiner Jugend kannte - relativ kleine Büchlein, manchmal auch fast nur im Heftformat, mit wenigen Rezepten und dabei vor allem die üblichen Verdächtigen wie Pfannkuchen, Milchreis und Griessbrei - mehr wurde früher den Kinder oft nicht zugetraut - und wenn, dann wurde auch mal auf Fertigprodukte zurückgegriffen.


Hier ist das ganz anders. Das Buch lädt mit der Genehmigung der Autorinnen zum Vollklecksen und - spritzen ein, Eselsohren dürfen genknickt werden - Hauptsache es wird benutzt.


Und so sah es aus, als wir das Buch bekommen haben. Meine beiden Bücherexpertinnen unter sich beim Aussuchen der Testrezepte:



Die Autorinnen selbst, Claudia Seifert, Gesa Sander, Julias Hoersch und Nelly Mager sind alle seit ihrer Kindheit begeisterte Köchinnen, teilweise inzwischen auch mit kochfreudigen Kindern.

Ein erstes Durchblättern sorgte bei meinen Kindern (und mir) für glänzende Augen. Die Kleine holte sich gleich ein Blatt Papier und schnitt es in kleine Streifen - sie hat sich meine Methode zum Rezeptekennzeichnen schon abgeschaut (Klebezettel bekommt sie nämlich nicht, wenn sie mit mir Kochbuchgucken spielt, sonst kleben die überall, nicht nur im Buch).
Aber das Buch ist viel mehr als ein reines Kochbuch. Es ist ein richtiges Mitmachbuch - es gibt Platz zum Kartoffelstempeln und eigene Notizen. Im Herbst darf man den Kastanienmännchen Namen geben, im Frühling gibt es eine Anleitung zum Blütenkränze basteln. Dadurch regt es die Kinder immer wieder zum Durchblättern an (zumindest meine). Und dazu, das Buch wirklich als "ihres" zu betrachten und es auch dazu zu machen.
Dieses Gefühl wird auch durch die abwechslungsreiche, bunte Gestaltung des gesamten Buches erweckt. Die Seiten sind grafisch mit Zeichnungen und verschiedenen Schriften gestaltet und mit Fotos zu einem Ganzen zusammengesetzt, ein bisschen wie ein Fotoalbum. Keine Seite sieht gleich aus, aber alle fröhlich und kindgerecht.


Hier gibt es für wirklich jeden Geschmack etwas - mal was Süßes wie kleine Erdbeerpavlovas, dann wieder was herzhaftes wie gebackene Ofenkartoffelköpfe. Schön viel Gemüse und auch fruchtiges kommt nicht zu kurz. Zu meiner Verwunderung sehr sehr sehr viele Rezepte, oft lustig dekoriert und die Kinder können sich dabei richtig austoben und dürfen nicht nur mal kurz rühren.

Inhaltlich ist diese Buch grob nach den Jahreszeiten mit passenden Rezepten und zusätzlichen passenden Themen eingeteilt. So lernen die Kinder schon beim Blättern durch das Buch ein bisschen, was saisonale Küche bedeutet - Beeren gibt es bei uns eben je nach Sorte nur im Frühling und Sommer.

Den Beginn macht ein direkt an die Kinder und Jugendlichen gerichtetes Vorwort. Hier werden Herr von Schlau und Oma Kluge vorgestellt, die im Laufe des Buches zu den Rezepten immer wieder Tipps oder auch nur lustige Sprüche von sich geben und ein paar Anwendungshinweise gegeben (Mengen, Schwierigkeit der Rezepte).


Dann kommen "Infos rund ums Kochen" - was brauche ich an Geräten und Zutaten, wie schneide ich was, welche Kochmethoden gibt es, wie sieht gesunde Ernährung aus.

Dann geht es an die Rezepte in folgender Kapitelaufteilung:
  • Frühling (Holunderbrause), Schoko-Eier-Nester)
  • Junges Gemüse (Gemüsesuppe mit Griessklösschen; Zuckerschotensalat)
  • Eier (Spiegeleier im Paprikaring)
  • Sommer (Eisfrüchte am Stil, Focaccia)
  • Beeren ((Johannisbeerkuchen, Himbeershake)
  • Freibad (Donuts, Reissalat)
  • Rund um die Welt (Couscous, Hühnercurry mit Fufu)
  • Herbst (Kürbissuppe,Apple Pie)
  • Survival (Stockbrot, Schokobananen)
  • Äpfel (Tarte Tatin, Apfel-Kürbisgratin)
  • Winter (Lebkuchen, Schneemänner)
  • Kartoffeln (Bratkartoffeln mit Spiegelei und Schinken)
  • Mir geht’s nicht gut (Hühnersuppe, heiße Zitrone, Hustensaft)
  • Silvester (falsche Berliner, Glückskekse)
Denn Abschluss macht ein ausführliches Rezepteregister.


Die Rezepte sind einfach und klar formuliert, so dass die Kinder den Anweisungen gut folgen können. Meist ist pro Doppelseite ein Rezept dargestellt, auf der einen Seite Text mit Zutaten und Anleitung, auf der anderen das Bild. Sämtliche Rezepte sind bebildert, auch der Hustensaft aus Zwiebeln :-).


Mir persönlich gefällt das Kapitel "Rund um die Welt" besonders gut.  Es zeigt Rezepte, die mit Passbildern von Kindern aus dem jeweiligen Land ergänzt werden und regt an, auch mal bisher unbekannte Speisen oder Gemüsesorten wie Süßkartoffeln auszuprobieren.

Durch das Selberkochen werden die Kinder dazu animiert, etwas zu probieren, das sie fertig vorgesetzt wahrscheinlich einfach verweigern würden (bei meine ist das immer so - kenn ich nicht, ess ich nicht)

Wir haben folgende Rezepte ausprobiert:
  • Osterlamm ein saftiger Kuchen mit Marzipan, vor allem das Dekorieren macht den Kindern Spass
  • himmlische Wolke der Name sagt schon alles oder?
  • Geschnetzeltes mit Pilzen und Spätzle genau so wie es Kindern (jedenfalls meinen schmeckt. Und wenn Spätzle dabei sind, stimmt sowieso alles
  • Rhabarber-Himbeer-Limonade wenn es heiß gewesen wäre, hätte ich geglaubt, sie wäre verdunstet, so schnell war sie weg
Und das wird sicher noch nicht alles gewesen sein, zuviele Zettelchen sind noch im Buch verteilt.

Aber wir haben nicht nur daraus gekocht:


Auch die Kresse-Eierköpfe haben wir nachgebastelt

Wer Lust auf mehr bekommen hat:

Claudia Seifert, Gesa Sander und Co.
Kinder kocht!: Wir kochen und backen uns durch das ganze Jahr *
AT-Verlag
ISBN 978-3-03800-770-8








 
An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an den AT-Verlag.Das Buch wurde mir für diese Rezension zur Verfügung gestellt, was meine Meinung (und die meiner Kinder) in keinster Weise beeinflusst hat.
Die mit * gekennzeichneten Links sind Affililate Links.

Rhabarber-Himbeer-Limonade

Schon wieder ein Getränk. Und wieder eine etwas außergewöhnlichere Kombination.
Wir sind auf den Geschmack gekommen, Limonade selbst zu machen. Ich finde es einfach klasse, dass man den Zuckergehalt selbst halbwegs steuern kann, je nachdem wie viel Sirup man nimmt. Und es ist nichts unerwünschtes wie Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen drin.


Diese Limo habe ich aber nicht als Sirup hergestellt, sondern direkt die Limo, da es ein letztes Testrezept aus unserem Kinderkochbuch "Kinder kocht!" für die nächste Themenwoche "Jeden Tag ein Buch" sein soll. Und um zu testen, ob ein Rezept funktioniert, muss ich mich natürlich genau an das Rezept halten.

Der Geschmack ist wunderbar fruchtig (wobei, ebenso wie in der Farbe, die Himbeeren dominieren, der Rhabarber sorgt für ein fein säuerliches Hintergrundaroma). Die Weinsteinsäure sorgt für leichtes Britzeln. Ich denke, wer sie nicht bekommen kann (gibt es normalerweise in der Apotheke), müsste sie aber auch mit Zitronensäure ersetzen können.
Und es war ja klar, dass eine rötlich-rosa Limo meine Mädels begeistert. Die Große konnte gar nicht genug davon bekommen und ruckzuck war unser Vorrat vernichtet. Ich muss allerdings zugeben, dass wir nur 1/3 der unten angegebenen Menge zubereitet haben.

Wenn ich weiterhin Sirups herstelle, werde ich mir wohl überlegen müssen ;-) ein paar gut zu sterilisierende Flaschen mit Bügelverschluss zu kaufen (gibt es unter anderem hier ein paar sehr schöne).


Rhabarber - Himbeer-Limonade

 
3 Stangen Rhabarber
150 g Himbeeren (bei mir TK)
300 g Zucker
1 TL Weinsteinsäure
3 l Wasser
 
5 Flaschen mit 0,75 ml Volumen (am besten sterilisiert)
 
Rhabarber in Stücke schneiden. Frische Himbeeren waschen und abtropfen lassen, bei TK nicht nötig. Mit den restlichen Zutaten in einen großen Topf füllen und zusammen aufkochen. Zum Abkühlen beiseite stellen, dann abdecken und im Kühlschrank einen Tag ziehen lassen.
Durch ein Sieb gießen, um die Fruchtstücke zu entfernen und mit Hilfe eines Trichters in saubere Flaschen füllen.
 
Laut Rezept hält sich die Limo im Kühlschrank 2 Wochen.
Bei uns hat das zubereitete Drittel nicht mal einen Tag gehalten - dann war es weg.

 


Kaffeenusskuchen mit Schokotrüffelüberraschung

Eigentlich hatte es dieser Kuchen aus dem Buch "Süße Liebe: Kuchen, Torten und andere Köstlichkeiten" nie auf meine Nachbackliste geschafft. Einfach weil ich Kaffee nicht mag, egal in welcher Form (aber hauptsächlich zum Trinken). In letzter Zeit habe ich aber langsam Gefallen an einem dezenten Kaffeegeschmack zum Beispiel in Schokolade gefunden - und dann hatte ihn, so glaubte ich, Maren von MaLus Köstlichkeiten in einer wunderschönen Kranzform nachgebacken. Allerdings habe ich ihn bei ihr nicht mehr gefunden, vielleicht war es doch jemand anders - derjenige, der sich angesprochen fühlt darf einer alten Frau mit Gedächtnisschwäche gerne auf die Sprünge helfen.


Auf jeden Fall hat mir der Kuchen, wo auch immer ich ihn außerhalb des Buches gesehen habe, derart gefallen, dass ich ihn auch in den Ofen schieben wollte. Außerdem sieht er so harmlos aus, das mein Mann nicht auf die Idee kommt, was neues zu probieren und wenn er denn dann ein Stück auf dem Teller und probiert hat, schmeckt es ihm als Kaffeetrinker auf jeden Fall. Leider habe ich keine so schicke Kranzform, deshalb wollte ich ihn auf andere Art aufpeppen und habe noch vor dem Backen eine Schokotrüffelmasse in Form von kleinen Kugeln drin versteckt - auch dieses Geschmacksexperiment war erfolgreich (die Kombination Nuss - Schoko - Kaffee ist ja eigentlich auch ein Klassiker). Und verführte meine beiden Prinzessinnen samt Cousine auch zum erstmaligen Kaffeeverzehr, wenn auch in trockener Form. Allerdings muss ich zugeben, dass es der Großen nicht ganz geschmeckt hat. Aber da kommt sie wahrscheinlich nach mir, ich war früher auch extrem empfindlich (auf die Bitterstoffe).

Unserem Hausherrn hat das untergeschobenen Experiment aber so gut geschmeckt , dass er sich ein diiiickes zweites Stück genehmigte (und wahrscheinlich die 2 beim Umzug verlorenen Kilos bald wieder drauf hat;-)  ).

Die Trüffelfüllung erfordert allerdings ein bisschen Vorplanung, denn sie muss mindestens 1 Stunde im Kühlschrank fest werden. Wenn sie dort länger steht ist das aber auch kein Problem und so kann man sie auch schon am Vorabend zubereiten und am nächsten Tag gleich loslegen.
Auch die Teigmenge habe ich für eine normale Kastenform mit 30 cm Länge angepasst und um 1/4 reduziert, damit nichts überläuft und mir den neuen Backofen vers...


Kaffee - Nuss -Kuchen mit Schokotrüffelfüllung


Schokotrüffelmasse:
140 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
50 g flüssige Schlagsahne

Teig:
90 ml Milch
4 gehäufte EL lösliches Kaffeepulver
225 g weiche Butter
225 g Zucker
3 Eier
300 g Weizenmehl Type 405
150 g gemahlenen Haselnüsse
2 TL Backpulver

Zuerst die Schokotrüffelmasse zubereiten. Dazu die Sahne in einem kleinen Topf erhitzen und von der Hitzequelle ziehen. Die Schokolade fein hacken und unter die Sahne rühren. Sollte die Hitze nicht mehr ausreichen, um die Schokolade vollständig zu schmelzen, auf dem Herd mit kleinster Stufe unter ständigem Rühren solange erwärmen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Etwas Abkühlen lassen, dann im Kühlschrank in ungefähr 1 Stunde oder länger fest werden lassen.

Dann kann der Teig begonnen werden. Zu Beginn aber zuerst den Ofen auf 170°C vorheizen und eine Kastenform mit 30 cm Länge fetten und ausmelieren.
Milch und Kaffeepulver in eine kleine Schüssel geben und rühren, bis sich das Pulver aufgelöst hat.
Butter und Zucker so lange schaumig schlagen, bis sich eine hellgelbe, luftige Masse gebildet hat.
Die Eier einzel jeweils 30 Sekunden lang unterschlagen.

Mehl, Nüsse und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Kaffeemilch in ca. 3 Portionen unterheben.

Die Hälfte des Teiges in die Kastenform geben.
Aus der Schokotrüffelmasse mit Hilfe von 2 Teelöffeln (und notfalls auch den Händen) kleine Kugeln oder eiförmige Gebilde formen und in 2 Reihen der Länge nach in die Kastenform legen, am besten dicht an dicht, so dass auch später jedes Kuchenstück eine gleich große Schokodosis erhält.
Mit dem restlichen Teig bedecken und ungefähr 60 Minuten auf der untersten Schiene (bei Ober- und Unterhitze) backen.

Sobald der Kuchen fertig ist (Garprobe), ungefähr 10 Minuten lang abkühlen lassen und dann aus der Form auf ein Kuchengitter stürzen.
Nach dem vollständigen Abkühlen kann der Kuchen, mit etwas Puderzucker oder auch Kakao bestäubt, serviert werden.


Gibt es auf der Alb keinen Rhabarber?

Doch eignetlich schon, sogar mehr als letztes Jahr. Aber wie ihr ja wisst, ist bei mir zur Zeit backtechnisch wenig los. Deshalb kam mir heute Nacht spontan einfach die Idee, meine Rhabarberrezepte vom letzten Jahr aufzuwärmen und euch in einem Sammelpost nochmal zu zeigen. Sie waren nämlich allesamt sehr lecker (wenn auch die Fotos vielleicht nicht ganz so ansprechend sind) und wie es aussieht kann ich die Rhabarbersaison nicht wirklich zum Backen nutzen (aber es kommt noch auf jeden Fall ein Rhabarber-Himbeersirup in der nächsten Woche, der Ansatz steht schon im Kühlschrank).

Los geht's mit meinen bisher einzigsten Macarons:
Rhabarber-Anis-Macarons



Dann gab es im letzten Jahr noch eine relativ einfache Torte nach Adolf Andersen für diejenigen, die gerne den puren Rhabarbergeschmack mögen:
Rhabarber-Vanille-Sahnetorte



Und noch eine Rhabarber-Ananas-Torte (fast) nach Bernd Siefert:
Rhabarber-Ananas-Torte


Wie ihr seht, auch nicht berauschend viele Rezepte, aber vielleicht gefällt euch das eine oder andere ja.

Sommer zum Trinken - Zitronen-Jasmin-Sirup für Limonade

Heute gibt es das erste in meiner neuen Küche für den Blog produzierte Rezept. Und da es mal wieder schnell gehen musste (ich räume gerade noch alles ein, um und sortiere wieder mal aus), gibt es auch nur ein ganz schnelles Rezept - und mit dem Induktionskochfeld vom neuen Herd ging es sogar noch schneller als gewohnt ;-)


Bei uns teilt sich die Familie in 2 Trinkerfraktionen. Zuerst war es eine große, die nur "Papasprudel" ( klare Zitronenlimo oder wie man bei uns auch sagt: süßer Sprudel) trank, nämlich unser Hausherr samt Nachwuchs und eine kleine, nämlich mich, die "Mamasprudel" (Mineralwasser) zu sich nimmt. Zum Glück hat sich das gewendet - wir sind jetzt ziemlich gleich auf, meine Große trinkt die meiste Zeit auch Mineralwasser (den Zahnarzt und mich freuts).
Und weil ich ja gerne alles mal selber probiere und dabei noch gerne was untermische, gefiel mir beim Durchblättern die Rezeptvariation für Zitronenlimo mit zusätzlichen getrockneten Jasminblüten (die ich mal wieder für was anderes besorgt hatte, aber noch nicht zum backen gekommen war) aus dem Buch "Home Made. Sommer " von Yvette van Boven auf den ersten Blick.
Mit dem selbstgemachten Sirup kann ich mir nämlich eine Limo so dosieren, dass sie mir nicht zu süß wird, wie normalerweise, und da gebe ich doch auch mal gerne einen Schuss rein.

Im Rezept sind Süße und Säure gut ausgewogen. Bei gemäßigter oder auch normaler Verwendung zieht es einem nicht vor zuviel Zitrone die Falten aus dem Gesicht und auch die Haare auf den Zähnen kleben vor zuviel Zucker nicht zusammen.
Der Jasmin bringt einen leicht herben, blumigen und etwas honigartig-süßlichen Geschmack in den Sirup. Für mit zuerst ziemlich exotisch und gewöhnungsbedürftig, aber dann fand ich die Kombination mit Zitrone sehr gut. Auf jeden Fall einen Versuch wert. Im Originalrezept ist es die doppelte Menge wie hier, aber ich hatte einfach nicht genügend Zitronen da. Und es sollte ja auch nur mal ein Test sein - sicher nicht der letzte selbstgekochte Sirup.


Zitronen-Jasmin-Sirup

175 g Zucker
Saft von 3 Zitronen (150 ml)
1/2 Hand voll Jasminblüten, getrocknet
 
Zitronensaft und Zucker in einem kleinen Topf mischen. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und nur solange erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Von der Kochstelle ziehen und die Jasminblüten unterrühren. 1 Stunde ziehen lassen und dann den Sirup direkt in zuvor sterilisierte Flaschen abfüllen.
Wer sicher ist, dass der Sirup innerhalb der nächsten 3 bis 4 Tage verbraucht wird, kann auch auf das Sterilisieren verzichten.
 
Zum Sterilisieren werden die Flaschen zuerst gründlich gesäubert und noch feucht in den kalten Backofen gegeben (feuchte Hitze ist effektiver als trockene). Auf 150°C aufheizen und sobald die Temperatur erreicht ist, weitere 15 Minuten lang erhitzen, dann ausschalten. Sofern sich die Deckel entfernen lassen, diese 5 Minuten in einem Topf mit kochendem Wasser auskochen. Dann ist alles zum Füllen bereit.


Back dir den Sommer - Fougasse provencale

Das hier schmeckt nach Sommer pur, das verspreche ich Euch.

Fougasse kannte ich bisher nur als "normales"  französisches Brot in eben einer etwas anderen Form. Yvette van Boven hat in ihrem Buch "Home Made. Sommer " aber eine absolut umwerfende (nicht zu) süße Version davon.


Ich muss zugeben, an der Form muss ich noch etwas arbeiten, wahrscheinlich hätte ich das ganze dünner ausrollen sollen oder aber vor dem Backen noch etwas auseinanderziehen - beim nächsten Mal dann.

Das besondere hier ist, dass in den Teig eigentlich kein Wasser (nur notfalls  zum Auffüllen der Saftmenge) sondern Orangensaft, Orangenblütenwasser und Olivenöl kommen. Der Saft sorgt für eine sonnig gelbe Farbe und zusammen mit dem Orangenblütenwasser für einen unerwarteten, aber sehr leckeren Geschmack (ich fühlte mich irgendwie an das Orangeneis am Stiel von früher erinnert).

Das Olivenöl macht das Gebäck außen knusprig und innen mürb, eine schöne Konsistenz.

Meine Große hat ein ganzes alleine gegessene und das mag was heißen.


Fougasse provencale
 


650 g  Mehl (Type 550)  
150 g brauner Zucker
1 Prise Salz
2 Päckchen Trockenhefe (ich: 50 g Frischhefe)
2 Eier
1 unbehandelte Orange
100 ml Olivenöl
1 EL Orangenblütenwasser
bei Trockenhefe: 3 bis 4 EL Wasser

zum Bestäuben: etwas Puderzucker

Für den Teig alle trockenen Zutaten (außer, wenn verwendet, die Trockenhefe)in eine große Schüssel geben. 
 
Bei Trockenhefe: In die Mitte eine Kuhle formen und dort die Hefe mit den 3 bis4 EL Wasser verrühren 15 Minuten stehen.
Bei Frischhefe: nur in kleine Stückchen bröckeln und mit der Teigbereitung weitermachen.

Orange waschen und die Schale abreiben sowie den Saft auspressen. Eier, geriebene Orangenschale und den ausgepressten Saft sowie Orangenblütenwasser und Olivenöl in einem Messbecher verquirlen. Nachschauen, wie viel Flüssigkeit man hat und ggf.  mit Wasser (oder wenn man hat, mehr Saft) auf 350 ml auffüllen.

Zur Mehlmischung gießen und mit dem Handrührgerät oder von Hand zu einem geschmeidigen Teig verkneten (dauert von Hand ca. 10 min, mit Rührgerät ca. 5). Der Teig darf nicht mehr zu klebrig sein, notfalls etwas Mehl zugeben. 

Den Teig in so viele Stücke teilen, wie man Fougasses backen möchte (am besten 2 große oder 4 kleine). Mit einem feuchten Tuch abdecken und 60 min gehen lassen. 
 
Die Stücke zu länglichen Ovalen mit ungefähr 2 cm Dicke ausrollen und blattförmig einschneiden. Dazu einen  langen Schnitt in der Mitte und auf jeder "Blattseite je 3 zur Mitte gerichtete schräge Schnitte.
Nochmals zudecken und weitere 30 min gehen lassen, dann mit etwas Olivenöl bestreichen.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C vorheizen und in 15 bis 20 Minuten knusprig braun backen.

Zum Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.


schwäbische Dinkelseelen

Unsere Backhausfrau hatte sehr lange Urlaub, deshalb kam auch dieses Rezept endlich wieder mal zum Einsatz. Bei meiner Mutter gibt es diese Seelen sehr oft, aber meist in Form von Wasserwecken (also rund und nicht länglich).


Das Rezept stammt noch aus meiner Unizeit und ist so ziemlich das sinnvollste, das ich dort gelernt habe (oder wenigstens das, was ich am meisten davon im Moment noch brauchen kann).

Dort war es fester Bestandteil des getreidetechnologischen Praktikums und auch zu allen Feierlichkeiten des lebensmitteltechnologischen Instituts war es Pflichtprogramm.

Der Teig wird ziemlich feucht und lange (kalt) geführt, ist aber nicht besonders aufwendig zu machen. Ist er mal geknetet, muss er nur noch in den Kühlschrank und am nächsten Tag geformt werden.

Diese Vorgehensweise verhindert ein zu starkes Gehen, sorgt aber für ein gutes Aroma und durch eine stärkere Verquellung der Mehlinhaltsstoffe für eine gute Frischhaltung.

Und ich verspreche auch, sie sind besser als alle Seelen, die man beim Bäcker bekommt (die sind nämlich meistens aus Weizenmehl und  Nordlichter bekommen dort ja sowieso keine).

Das Rezept ergibt ungefähr 17 Seelen

 
Schwäbische Dinkelseelen

1 kg Dinkelmehl, Type 630
20 g Hefe
25 g Salz
30 g Zucker
700 bis 750 g Wasser (kühl)

grobes Salz, Kümmel

Für den Teig einfach alle Zutaten ungefähr 10 Minuten verkneten (entweder von Hand oder in der Maschine). Man braucht eine sehr große, am besten verschließbare Schüssel, am besten ungefähr 2,5 mal so groß oder größer als das Volumen des Mehls (also vor der Teigbereitung aufpassen! Der Teig geht später sehr stark auf). Der Teig wirkt zu Beginn sehr schmierig und feucht das gibt sich aber etwas. Bei Bedarf immer wieder die Hände etwas anfeuchten, dann klebt es nicht ganz so.

Am besten mit einem Deckel, notfalls mit Frischhaltefolie verschließen und für ungefähr 10 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Wer schlaflose Nächte hat, kann den Teig während dieser Zeit gerne auch mal zusammenschlagen, dann geht er nicht ganz so extrem auf und verfestigt sich wieder etwas.

Am nächsten Tag 3 Backbleche mit Backpapier und eine Schüssel Wasser vorbereiten (und dazwischen noch kurz den Kühlschrank auswischen, wenn die Schüssel doch zu klein war).
Mit nassen Händen Portionen von ca. 100 g abnehmen und auf dem Backpapier zu einem länglichen Rechteck flach drücken. Dieses dann parallel der Längsseite mittig einmal auf die halbe Breite zusammenfalten.



Nochmals mit Wasser bestreichen und ungefähr 45 Minuten gehen lassen.

In dieser Zeit den Backofen auf 250°C vorheizen.
Wer mag, bestreut die Seelen direkt vor dem Backen mit grobem Brezelsalz und Kümmel (oder auch etwas geriebenem Käse).

Das Blech in den Ofen schieben und mit einer Spritzflasche eine gute Portion Wasser hinterherspritzen und schnell verschließen (oder eine Tasse Wasser auf den Ofenboden schütten).

15 bis 17 Minuten backen, dann sollten sie goldbraun sein.

Mit den beiden anderen Blechen genauso verfahren.

Die erste wird bei uns immer gleich noch warm, nur mit Butter bestrichen gegessen



Erdbeerschnitten

Bald beginnt die richtige Erdbeersaison mit heimischen Beeren. Jedes Jahr wird es schwieriger, die Kinder davon abzuhalten, sich auf die meist geschmacksfreien frühen Beeren im Supermarkt zu stürzen. Um uns ein bisschen darauf einzustimmen, habe ich deshalb mit einem kleinen Rest tiefgekühlter Erdbeeren Erdbeerschnitten mit Mascarpone und Kardamom gemacht.
Die Kombination klingt vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, ist es aber auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden, Kardamom und Erdbeere ergänzen sich nämlich hervorragend.
 
Grundlage war mein erster Wiener Boden, den ich in meinem Leben gebacken habe (ich kann das selbst nicht glauben, dass ich das so lange nicht ausprobiert habe). Bisher gab es bei mir immer meinen normalen Biskuit (ohne Butter, dafür aber mit heißem Wasser), der sehr saftig und fluffig ist.
Dieser hier ist weniger süß und feucht, dadurch deutlich leichter zu schneiden und "standhafter". Er würde sicher ein Tränken mit Sirup oder was alkoholischem nicht übel nehmen.
 
Um eine luftige Creme zu erhalten, ist hier wichtig, die Sahne und Mascarpone nicht nur zu mischen, sondern richtig aufzuschlagen. Die Mischung wird zwar nicht so fest wie Sahne pur, man kann aber eine deutliche Volumenzunahme und Verfestigung bemerken.
 

Erdbeerschnitten mit Kardamom
Wiener Boden:

2 Eier
85 g Zucker
1 Prise gemahlene Vanille
1 Prise Salz
65 g Mehl
20 g Speisestärke
40 g Butter, geschmolzen

Erdbeermascarponefüllung:

4 g gemahlene Gelatine (1/2 Päckchen)
200 g pürierte Erdbeeren
50 g Zucker
1/4 TL frisch gemahlener Kardamom
250 g Mascarpone
100 g Sahne

Dekoration:

200 g Sahne
einige Waffelröllchen,
etwas pürierte Erdbeeren
 
Zuerst den Boden herstellen. Dazu den Ofen auf 190° C vorheizen. Ich habe einen eckigen Backrahmen mit ca. 20 x 23 cm Kantenlänge genommen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestellt.
Die Eier, Zucker Salz und Vanille auf höchster Stufe hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
Mehl, Speisestärke zusammen sieben  und unter die Eimasse heben, dann die Butter untermelieren.
Biskuitmasse in die Form geben und ca. 20 bis 25  min backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten.
Dazu die Gelatine mit 2 EL Wasser 5 Minuten quellen lassen.
Erdbeeren und Zucker sowie Kardamom mischen.
Mascarpone zusammen mit der Sahne in eine Rührschüssel geben und locker aufschlagen. Das braucht mindestens 4 Minuten.

Die eingeweichte Gelatine in einem kleinen Topf zusammen mit 3 EL des Erdbeerpürees auflösen. Noch auf der Hitzequelle das restliche Erdbeerpüree zugeben.

Sobald es leicht anzieht (sich verfestigt) zügig unter die Mascarponesahne heben.

Den Wiener Boden der Länge nach halbieren, so dass man 2 Streifen mit je 10 x 23 cm erhält.

Einen davon auf die Servierplatte legen und warten, bis die Mascarpone-Beerenmischung sich auch leicht verfestigt hat (ich musste eigentlich gar nicht warten).
Die Hälfte davon auf den Boden geben und bis zum Rand glatt ausstreichen (wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt einen Backrahmen und stellt ihn außen rum, ich habe aber keinen gebraucht, die Füllung wurde so schnell stabil). Mit dem zweiten Boden bedecken und die restliche Füllung darauf verteilen (geht am besten mit einer kleinen Palette). Auch an der Rändern die evtl. leicht herausgedrückte Creme glatt streichen.

Für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, dann die Sahne steif schlagen, den Rand damit einstreichen (ich habe mit einem Dekorkamm Linien reingezogen) und oben nach eigenem Geschmack Rosetten oder ähnliches aufspritzen.
Erdbeerpüree aufträufeln und mit Keksen dekorieren.

Ich hoffe euch schmeckts genau so wie uns!