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Tropical Breeze - (M)ein Sommertraum zum Löffeln oder auch Ananas-Kokosdessert im Glas

Da der Urlaub bei uns dieses Jahr ja so ziemlich flach fällt, hole ich ihn mir immer wieder auf andere Art.
Dieses Mal war die Grundlage ein großzügiges Probierpaket mit Kokosprodukten von Dr. Goerg und die Erinnerung an einen Urlaub in Kuba vor mehr als 10 Jahren (ist das wirklich schon so lange her?). Damals ernährte ich mich praktisch tagsüber am Strand von einer Art Pina-Colada-Slush (den ich heute wahrscheinlich nicht mal mehr von weitem anschauen würde). Und jedes Mal, wenn mir Ananas-Kokos unterkommt, kommt auch die Erinnerung an diesen Urlaub wieder.

Deshalb wollte ich auch unbedingt Ananas zu der Kokosnuss packen - nichts mit Experimenten bei der Geschmacksrichtung.

Dabei umso mehr bei der ganzen Herstellung. Zuerst sollte es ja ein Eis werden, aber das Wetter war mir so gar nicht danach. Frierend Eis essen, um Urlaubserinnerungen an die Tropen heraufzubeschwören funktioniert wahrscheinlich nicht so ganz. Obwohl es ja ganz nette Rezepte bei dem Hersteller der Kokosprodukte auf der Homepage gibt. Aber ich habe mein Gehirn etwas angestrengt und mir was eigenes überlegt.



Ich habe nämlich ein wunderbar fruchtiges Ananas-Ragout, verfeinert mit Karamell und Tonkabohne als unterste Schicht in meine Gläschen gepackt. Darauf folgt eine zugleich luftige und doch sehr cremige Kokosmousse mit besonders intensivem Kokosgeschmack (aus dem Kokosmus, das auch für die besondere Konsistenz verantwortlich ist). Noch was Knuspriges zwischenrein, mit noch mehr Kokos. Und oben drauf kam mein Lieblingsprodukt aus dem Probierpaket, die karamellisierten Kokoschips (die natürlich auch durch nochmals eine Lage Kokoscrumble ersetzt werden können.

Mein Rezept ist für 6 riesige (wie abgebildet) oder 12 normal große Portionen. Die Portionen, die ich gemacht habe waren viel zu mächtig. Nachdem ich gerade mal so die Hälfte geschafft habe hätte ein Tropisches Lüftchen nicht mehr ausgereicht, um mich wegzuwehen. Da hätte ich mein Dessert wohl eher "Tropical Hurricane" nennen müssen, denn ein Wirbelsturm wäre schon eher nötig gewesen, um mich auch nur noch einen Zentimeter von der Stelle zu bewegen.
Der Blick auf die Kalorienangaben auf der Verpackung des Kokosmuses zeigte mir auch dann (zum Teil, es sind ja auch noch ein paar andere Sachen drin) den Grund - dagegen ist eine Tafel Schokolade schon fast Diätkost. Aber wie sagt man so schön - Fett ist ein Geschmacksträger...

Ganz wichtig: UNBEDINGT wirklich gut gekühlt genießen, sonst schmeckt es nicht halb so gut (dann wird das Kokosfett wieder fester und die Konsistenz so besonders, richtig samtig und auf der Zunge schmelzend). ich war natürlich wieder mal ungeduldig und habe zu früh probiert - da schmeckte und fühlte sich das Ganze eher nach nasser Pappe und vergessenem Zucker an. Erst die Kühlung brachte die Aromen dazu, sich zu einem perfekten Genuss zu verbinden. Und durch die Kühlung wird das Kokosfett wieder fest, um dann im Mund wieder zu schmelzen (Vorsicht Klugscheißerei: dabei nimmt das Fett dann Wärme auf, was im Mund zu einem angenehm kühlenden Effekt führt, was mit den Reiz hier ausmacht).
Noch ein paar Hinweise zum Rezept:
Das Dessert kann vom Zeitaufwand etwas entschärft werden. Das Crumble kann bereits 2 bis 3 Tage vorher hergestellt werden, es muss nur bis zur Verwendung kühl und trocken z.B. in einer Plätzchendose aufbewahrt werden.                                                              Auch das Ananasragout nimmt es einem nicht übel, wenn es bereits am Vortag hergestellt wird. Dann kann es sein Aroma sogar besser entfalten und richtig gut durchziehen.           Nur die Creme selbst sollte nicht zu früh hergestellt werden (aber doch so lange vorher, dass man alles nochmal gut durchkühlen lassen kann). Ist sie einmal fest geworden, lässt sie sich nur noch unschön portionieren.
 

Tropical Breeze

Ananasragout:
600 g Ananas in Stücke geschnitten
60 g Zucker
30 g Butter
1/2 Tonkabohne, frisch gerieben (ersatzweise Vanille)

Kokoscrumble:
50 g weiche Butter
30 g brauner Zucker
20 g Haushaltszucker
25 g gemahlene Mandeln
25g  Kokosraspeln
40 g Mehl
10 g Kokosmehl (ggf. durch normales Mehl ersetzen)

Kokoscreme:
300 g Vollmilch
40 g Butter
1/2 Tonkabohne (ersatzweise Vanille)
75 g Zucker
30 g (Weizen-)Stärke (ersatzweise Vanillepuddingpulver)
3 Eigelbe
500 g Kokosnussmus
500 g geschlagene Sahne

zum Bestreuen: karamellisierte Kokoschips


Den Ofen auf 160° C vorheizen. Ein rechteckiges Backblech mit Backpapier auslegen. Dann für das Crumble einfach alle Zutaten verkneten. Auf das Backblech bröseln und in 10 Minuten goldbraun backen.

Für das Ananasragout den Zucker in einem kleinen Topf unter ständigem Beobachten bernsteinfarben karamellisieren lassen. Die Butter zugeben (schäumt stark auf!) und mit einer Gabel unterrühren. Dann die Ananasstücke in den Topf geben, gut umrühren und bei mittlerer Hitze so lange dünsten, bis die Ananas gerade so weich ist. Vom Herd nehmen und komplett abkühlen lassen.

Zum Schluss die Kokoscreme herstellen. Dazu von der Milch ca. 40 bis 50 ml abnehmen und diesen Teil  in einer kleinen Schüssel mit der Speisestärke glatt rühren. Die restliche Milch zusammen mit der Tonkabohne (oder Vanille), Butter und Zucker aufkochen lassen. Wird eine Vanilleschote verwendet, dieses jetzt entfernen. Ansonsten gleich die angerührte Speisestärke-Milchmischung sowie die Eigelbe gut unterrühren und nochmals aufkochen lassen.
Zum Abkühlen beiseite stellen.

In der Zwischenzeit das Kokosmus, falls es fest ist, im nur warmen Wasserbad verflüssigen. Erst unter den Tonkapudding rühren, wenn dieser Raumtemperatur erreicht hat. Sollte die Mischung jetzt geronnen aussehen (dann war etwas zu warm), nochmals stehen lassen, bis die Mischung wirklich Raumtemperatur (ca. 20 °C) hat. Dann mit dem Pürierstab gründlich durcharbeiten, bis die Mischung glatt aussieht. Zum Schluss die Sahne unterheben.
Dann folgt der Zusammenbau. Da ich große Gläser genommen habe, schreibe ich auch diese Mengenangaben auf.
In 6 Gläser je ungefähr 100 g Ananasragout (mit der Flüssigkeit geben), bei 12 Gläsern eben nur die Hälfte. Darauf eine Schicht Kokoscreme (habe ich vergessen zu wiegen) mit ungefähr 2 bis 3 cm Dicke (bei kleineren Gläsern nur halb so dick). Darauf habe ich 30 g Crumble verteilt (die Menge würde ich bei kleineren Gläsern beibehalten, sonst ist es evtl. gar so wenig) und alles mit der restlichen Kokoscreme bedeckt. 

Im Kühlschrank komplett durchkühlen lassen und vor dem Servieren mit einem Stück frischer Ananas und den karamellisierten Kokoschips (oder ein paar Crumblestückchen) betreuen.
Ich hoffe, ich habe euch jetzt ein bisschen Sommer zurückgebracht!

Die Produkte von Dr. Goerg wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt, was aber keinerlei Auswirkung über meine Meinung zu diesen Produkten hatte.


Johannisbeertarte mit Pistazien

Wenn es etwas Gebackenes gibt, was hier selten zu finden ist, dann sind das neben Cookies auch Tartes.

Ich backs mir und Tastesheriff mal wieder, dieses mal zum Thema Tartes (Diese hier war nicht zum Thema geplant, schon vorher gemacht, aber nicht gebloggt):

ichbacksmir tastesheriff

Ich kann euch keinen direkten Grund nennen, vielleicht sind Tartes meinen Mitessern nicht "kuchig" genug? Jedenfalls sind Rührkuchen und Co. doch deutlich beliebter.


Aber für Johannisbeeren gibt es fast keine bessere Möglichkeit sie zu Verbacken als in einer knusprigen Tarte (oder natürlich in einem schwäbischen Träubleskuchen - für den hatte ich aber leider nicht genug der säuerlichen Früchtchen).


Deshalb kramte ich mal wieder Christophe Felders Buch "Die hohe Schule der Patisserie" raus und probierte sein Rezept für eine Tarte mit roten Beeren und Pistazien aus.
Wer besonders buttrigen Mürbteig mag, der liegt hier genau richtig. Im Vergleich zum Zucker spart er nämlich dabei in der Teigunterlage nicht.
Was mich etwas verwundert hat ist, das der Teig nicht vorgebacken wird (was ihm meiner Meinung nach gut getan hätte) und das er für den Guss laut Rezepttext die Pistazien im Ganzen verwendet (was man auf den Bildern so nicht sieht). Aber egal, zumindest die Kleine mag ja die grünen "Nüssle" (die auch der einzige Grund sind, warum sie Jagdwurst mag) sehr gerne und die Große pickt sie wenigstens nicht raus.

Frisch war die Tarte geschmacklich in Ordnung, aber jetzt nicht unbedingt die kulinarische Entdeckung des Jahres. Ob das daran lag, dass ich nur Johannisbeeren und keine gemischten Beeren verwendet habe? Wer weiß? Vielleicht probiert ja noch jemand das Rezept aus und erzählts mir dann...
Seltsamerweise hat sie uns aber am nächsten Tag, durchgezogen und frisch aus dem Kühlschrank viel besser geschmeckt :-)

Johannisbeertarte mit Pistazien 

feiner Mürbteig:
185 g weiche Butter
1 kleines Eigelb (10 g, wenn es mehr wiegt, einfach die entsprechende Grammzahl weniger Milch nehmen)
25 g lauwarme Milch
1TL Zucker
1 TL Fleur de Sel
250 g Mehl
 
Belag:
200 g Johannisbeeren, frisch oder tiefgekühlt (bereits von den Rispen entfernt)
 
Guss:
3 Eier
25 g gemahlene Mandeln
100 g Zucker
150 g flüssige Schlagsahne
30 g ganze geröstete Pistazien
25 g Butter, geschmolzen
1/2 EL Mehl
(nach Wunsch: 1/2 EL Kirschwasser, ich habe einen Tropfen Bittermandelaroma genommen)
 
Für den Mürbteig einfach alle Zutaten zu einem homogenen Teig verkneten und dann abgedeckt ungefähr 60 Minuten kühl stellen.
 
Denn Backofen auf 180°C vorheizen und eine Tarteform mit 28 cm Durchmesser (und wenn möglich mit Hebeboden) bereitstellen. Sie muss nicht eingefettet werden, der Boden hat genug Butter, damit sich die Tarte später gut löst.
 
Für den Guss zuerst die Eier schaumig aufschlagen, dann alle restlichen Zutaten (bis auf die Pistazien) zugeben und weitere 2 Minuten schlagen.
 
Den Mürbteig in der Größe der Tarteform ausrollen und die Form damit auslegen(oder einfach mit den Händen reindrücken).
 
Die Johannisbeeren und die Pistazien auf dem Mürbteig verteilen und den Guss darauf gießen.

 
Die Tarte 40 Minuten im heißen Ofen goldbraun backen.
Zum Abkühlen auf ein Kuchengitter stellen und erst nach dem vollständigen Auskühlen vorsichtig aus der Form nehmen.
 
Am besten vor dem Servieren noch leicht mit Puderzucker bestäuben.

Die apfeligsten Apfelcupcakes, die ihr je backen werdet

Heute fiel meine Wahl auf ein Rezept aus dem Buch Fruchtig süß - Frische Patisserie-Ideenvon Kris Goegebeur (das ich nicht besitze - ausnahmsweise ;-)  ). Für die aufwendigeren Machwerke fehlte mir ein bisschen die Zeit, deshalb habe ich mich an das vermutlich einfachste Rezept des ganzen Buches gewagt: Apfelcupcakes. Hier werden die Cupcakes generell nach einem immer sehr ähnlichen Grundrezept mit unterschiedlichen Fruchtpürees und "Einlagen" gebacken. Auch die Deko ist immer sehr ähnlich - ein Marzipandeckelchen und eine Einmalpipette mit einem Schuss des entsprechenden Saftes darin.


Und damit sind das nicht ganz normale, hier handelt es sich um besonders "apfelige". Zu den Pflichtapfelstückchen in den Cupcakes kommt nämlich noch eine gehörige Portion pürierter Apfel in den Teig. Mir war nicht ganz klar, ob ich die Apfel zu Püree kochen sollte oder nicht, deshalb habe ich sie einfach mal so wie sie waren (also roh, nicht mit Haut und Haaren - Kerne und Schale habe ich schon entfernt) durch den Häcksler gejagt und zu einem feinen Mus verarbeitet.

Ein bisschen war ich ja schon skeptisch - bei soviel Apfel im Verhältnis zum Ei (und die Zuckermenge machte mich auch ein bisschen stutzig), und befürchtete, dass mir im Ofen alles zusammenfallen würde.
Aber mein Mut Leichtsinn wurde ausnahmsweise nicht mit einer Küchenkatastrophe belohnt. Die Cupcakes gingen gut auf, waren von der Konsistenz genau richtig und wenn man sich den Fettgehalt anguckt darf man sich gerne auch noch ein zweites genehmigen.



Die Deko musste bei mir allerdings anders sein - wegen ein paar Cupcakes wollte ich nicht zum Laborfachhandel und Pipetten besorgen. Deshalb gab es bei mir nur eine Marzipanauflage (dann erinnert das ganze zusammen geschmacklich sehr lecker an Bratäpfel), die von mir noch in Form von Äpfeln mit Pulverfarbe bemalt wurden.


Apfelcupcakes


Fruchtpüree:
200 g Apfelstücke

Teig:
175 g des Fruchtpürees
175 g Puderzucker
2 Eier
140 g Mehl
6 g Backpulver
25 g Traubenkernöl
45 ml Sahne

1 Apfel, in Würfel geschnitten und mit etwas Zitronensaft bepinselt

zur Dekoration: evtl. 50 g Marzipan, mit 50 g Puderzucker verknetet

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein Muffinblech mit 12 Vertiefungen mit den entsprechenden Förmchen auslegen.

Die Apfelstücke für das Fruchtpüree im Universalzerkleiner zu einem feinen Mus verarbeiten.

Die restliche Zubereitung selbst geht sehr schnell. 175 g des Fruchtmuses mit dem Zucker verrühren.
Eier unterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Zum Schluss noch Das Öl und die Sahne ebenfalls unterrühren und die Apfelstücke unterheben.

Auf die 12 Vertiefungen verteilen und in ungefähr 25 Minuten goldbraun backen. Dabei das restliche Apfelmus auslöffeln und schon mal das Kuchengitter rausholen, auf dem die Cupcakes abkühlen sollen.

Wer auch eine Marzipandecke mag, sollte die Marzipan-Puderzuckermasse auf etwas Puderzucker dünn ausrollen und mit einem runden Ausstecher in der Größe der Cupcakes ausstechen. Die Kreise lassen sich dann mit etwas Apfelgelee, Aprikosenkonfitüre oder ähnlichem ankleben.




Dark Chocolate Chunk Cookies

Hier kommt die Schokoladensünde pur: extrem schokoladig mit massig knackigen Schokostückchen im Teig, dunkel durch eine kräftige Portion Kakao, knusprig, einfach lecker. Aussen crsipy, innen "chewy" - perfekt.


Das Rezept habe ich, wie schon so viele, von Dan Lepard aus seinem Buch "Short & Sweet" geklaut und nehme es sofort in die Liste der besten Schokocookies, die es gibt auf (jedenfalls derjenigen, die ich probiert habe).
Aber seine Schokodosis war mir doch zu heftig. Ich habe "nur" 200 g Schokostückchen statt der vorgeschlagenen 300 g genommen (schließlich wollten wir Keks mit Schokolade und  nicht Schokolade mit Keks).

Deshalb schreibe ich heute auch nicht lang rum sondern nur noch das:

AB AN DIE SCHÜSSELN! SOFORT LOSBACKEN! ABER EIN BISSCHEN PLÖTZLICH!!!!

Dann macht ihr nämlich das, was ich jetzt schon wieder mache, nämlich:


Dark Chocolate Chunk Cookies

125 g weiche Butter
175 brauner Zucker
25 g normaler Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
1 Ei
175 g Mehl
25 g Kakaopulver
1 TL Natron
200 g dunkle Schokolade (bei mir 70% Kakaogehalt), in Stückchen geschnitten
 
 

Backofen auf 170°C vorheizen. Butter mit beiden Zuckerarten und der Vanille schaumig schlagen.
Ei unterrühren.
 
Mehl mit Kakao und Natron mischen und zusammen mit den Schokostückchen ebenfalls unterrühren.
 
Mit einem EL kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und nur solange backen, bis sie aufgegangen sind und sich am Rand bräunen (Was ein bisschen schlecht zu erkennen ist. Das dauert ungefähr 12 bis 14 Minuten.
Mit dem restlichen Teig genau so verfahren (ich habe 2 Bleche mit jeweils ca. 12 Cookies herausbekommen).
 
Kurz auf dem Blech abkühlen lassen, bis sie etwas fester geworden sind, dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Drahtgitter setzen.
 
Dan Lepard schlägt vor, sich aus 2 Keksen und einer Kugel Vanille- oder Schokoeis ein Eiscremesandwich zu basteln - so kann man diese Kekse auch im Hochsommer stilgerecht verzehren.
 





Tonka-Zitrone-Cupcakes mit ein bisschen Himbeere

Wer jetzt hier ein "richtiges" Cupcake mit einem Berg Buttercreme oben drauf erwartet liegt leider falsch. Aber der Teig ist eben kein Muffinteig, sondern ein zarter und samtiger Sauerrahmteig.
 
 
Es musste mal wieder schnell gehen, aber es sollte doch was Süßes und Gebackenes auf dem Kaffeetisch stehen. Deshalb habe ich auf ein bewährtes Grundrezept für Buttercupcakes  von Rose Levy Beranbaum zurückgegriffen und dieses ein bisschen aufgepeppt. Statt Vanille im Teig gibt es Tonkabohne und Zitrone und für einen Farbtupfer sorgt eine einzelne Himbeere oben drauf.
 
Das ganze passte gut zusammen und sorgte für ein "Mmmmh" zum mittäglichen Kaffee.
Das Rezept ergibt ca. 12 bis 14 Cupcakes.
 
Genug geschrieben, schnell an die Rührschüsseln:

 

Tonkabohnen-Zitronen-Cupcake

 
Teig:
170 g Butter, weich
200 g Zucker
1 Prise Salz
geriebene Schaler einer unbehandelten Zitrone
1/4 Tonkabohne, gerieben
2 Eier
160 g saure Sahne (bei mir Schmand)
200 g Mehl (Type 405)
1 TL Backpulver
 
12 bis 14 große Himbeeren (TK oder frisch)
Ofen auf 175°C vorheizen, und die Vertiefungen eines Muffinblechs mit Papierförmchen auslegen.
 
Für den Teig Butter und Zucker mit Zitronenabrieb, geriebener Tonkabohne und Salz schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren ( jeweils ca. 1 min).
Mehl, Backpulver und Natron mischen. Abwechselnd in ca. 3 Portionen mit der sauren Sahne zugeben und jeweils gut unterrühren.

Die Muffinsförmchen fast eben voll füllen und in die Mitte eine Himbeere setzen.
In 25 Minuten goldbraun backen, dann aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten abkühlen lassen und dann aus dem Muffinblech lösen und auf einemKuchengitter vollständig auskühlen lassen.



Nicht wundern ...

ich hab mal wieder umgebaut.
Aber das ist wohl vorerst das wirklich letzte Mal (das alles rückgängig zu machen würde ich rein technisch wahrscheinlich gar nicht schaffen).
Alles was mir zu bunt war, habe ich rausgeschmissen. Facebook erreicht ihr über das kleine "f" in dem Button gleich rechts oben, genauso wie ein paar andere Social Media-Dienste.
Pinnen geht jetzt einfacher - nur auf das Bild und dann erscheint der Button.
Ich hoffe, meine neue "Tapete" gefällt euch auch.

Mein Problem ist im Moment nur noch der fehlende "Print-Friendly" Button, der sich irgendwo zwischendrin verabschiedet hat. Wohl ungefähr zu dem Zeitpunkt, als sich aus dem Nichts sämtliche Posts und Kommentare verdoppelt haben (????) und ich von Hand alles löschen musste.
Ich habe jetzt in der Seitenleiste die Printfunktion aufgenommen. Wer nur ein einzelnes Rezept ausdrucken will, muss dafür aber direkt den Post anklicken. Und wer weiß, wie ich es wieder unter jeden Post kriege - immer her damit (die Anleitung von Print Friendly direkt funktioniert nämlich nicht). Dank Maja von Moey´s kitchen ist dieses Problem gelöst und es kann wieder fleissig ausgedruckt werden. Noch mal ein ganz dickes Dankeschön!

Die nächsten 4 Wochen wird es ganz normal mit den Rezepten weitergehen, ich selbst werde aber nicht so schnell auf Kommentare und Fragen antworten können, denn unser Hausherr hat Urlaub und damit ist fleißig Baustelle angesagt.

Bis dann,...


Mogelpackung - Zucchini-Schokokuchen mit Pistazien

Ab und zu muss ich meine Mitesser doch ein bisschen beschwindeln. Vor allem dann, wenn sie mal wieder so gar kein Gemüse essen wollen. Oder dann, wenn wie jetzt die Zucchini in vollem Saft stehen und auch schon mal unverhofft eine dicke fette Monsterzucchini unversehens vor der Tür liegt.
Dieser Kuchen eignet sich hervorragend dazu, schmackhaft gegen die Zucchinischwemme im Garten vorzugehen. Um nicht ertappt zu werden, muss ich aber schon einige Tricks anwenden.
Zuerst muss die Zucchini geschält werden, damit keine verräterisch grünen Punkte im Kuchen auftauchen. Dann muss sie möglichst fein geraspelt werden, dass man auch an der Kruste möglichst nichts sieht. Um eventuell doch feststellbaren Geschmacksabweichungen entgegenzuwirken gehört ein kräftiges Gewürz oder eben Kakao rein (hier Zimt). Und zu guter Letzt muss ich den Kuchen frühmorgens, wenn alle anderen noch schlafen, backen, damit ich nicht erwischt werde - und falls doch noch jemand am Kuchen was merkt sollte ich eine passende Ausrede haben (was der Kuchen ist heute besonders saftig - das liegt bestimmt an den größeren Eiern, die ich heute genommen habe...).

 

So habe ich meinen Zwergen samt Hausherr schon mit Erfolg Zucchinikuchen mit Frischkäse oder eben jetzt auch dieses Rezept von Myriam Zumbühl untergejubelt.

Wer sich in vollem Bewusstsein für diesen Kuchen entscheidet (oder ihn eben als Schoko-Pistazienkuchen vorgesetzt bekommt), wird mit einem saftigen aber nicht glitschigen Kuchen belohnt. Er schmeckt nicht zu süß (ist aber auch ein bisschen von der verwendeten Schokolade abhängig) und fällt optisch  eben durch die grünen Pistazien auf. Zimt mag ich ja sowieso sehr gerne, deshalb habe ich auch die volle Dosis genommen.

Mir hat er sehr gut geschmeckt (und auch den Mitessern). Ich könnte mir vorstellen, das statt Pistazien auch Cashew- oder Macadamianüsse sehr gut in den Kuchen passen. Oder auch Wal- oder Pekannüsse. Welche Nuss nun euer Liebling ist, ist mir relativ wurscht (schwäbisch für egal), aber macht unbedingt diesen Kuchen!


Zucchini-Schokokuchen mit Pistazien


 
ca. 280 g Zucchini
3 Eier
160 g Zucker
250 ml Sonnenblumenöl
1/4 TL gemahlene Vanille
330 g Mehl
4 TL Zimt
1 Prise geriebene Muskatnuss
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
100 g grob gehackte Pistazien
90 g gehackte Zartbitterschokolade
 
Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Kastenform ausfetten und mit Mehl ausstreuen.
 
Die Zucchini raspeln und in einem Sieb abtropfen lassen (evtl. auch etwas mit dem Löffel ausdrücken).
Für den Teig Eier und Zucker mit dem Schneebesen sehr schaumig rühren. Vanille zugeben und das Öl in einem dünnen Strahl bei ständigem Rühren einfließen lassen.

Mehl, Backpulver, die Gewürze und das Salz mischen. Zusammen mit den Pistazien und der Schokolade unterheben .

 
Den fertigen Teig in die Form geben und ca. 60 Minuten backen (Garprobe nicht vergessen). Den Kuchen kurz abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf die Servierplatte stellen.

 
 
Der Kuchen würde sicher auch mit etwas Schokoladenglasur wunderbar schmecken, aber ich wollte es ja nicht gleich übertreiben :-)



Mirabellenmousse

Ich halte Mirabellen nicht wirklich besonders zum Backen geeignet. Außer in nicht so hohen Mengen wie bei den Muffins wie hier im letzten Jahr ziehen sie beim Backen sehr viel Saft und machen aus vielem eine matschige, recht saure Pampe. Und auch dem Aroma tut langes Backen irgendwie nicht so gut.
Geschmacklich mag ich sie aber sehr gerne mit ihrem zarten Häutchen und dem sehr sauren, aber doch an Pflaumen erinnernden Aroma.
Deshalb habe ich auch gerne zugegriffen, als unser jetzt ehemaliger Nachbar uns anbettelte die Erlaubnis gab, seinen Mirabellenbaum zu plündern. Seine Frau wird trotz Kochen eines ganzen Jahresvorrats an Mirabellenmarmelade für die ganze Familie und 7 Kindern einfach nicht Herr mit dem sehr ertragreichen Baum. Er sieht immer noch mehr gelb als grün aus:-)


Ich habe mich für ein Fruchtmousse entschieden, das im Grundrezept von Michel Roux ist und eigentlich mit Himbeeren gemacht wird (das Buch habe ich übrigens hier schon mal vorgestellt und die Erdbeermousse nach gleichem Rezept findet ihr auch hier).

Die Mousse selbst ist durch die italienische Meringue das perfekte Sommerdessert: sehr locker und luftig, aber auch eher sauer. Die Mirabellen ergeben ein sehr dünnflüssiges Püree. Darum musste ich die Gelatinemenge im Vergleich zum Originalrezept etwas erhöhen.
Aber ihr werdet erstaunt sein, wie luftig und cremig das Mousse zugleich ist.

Das Rezept reicht für ungefähr 6 bis 8 Portionen, je nachdem wie groß die zu befüllenden Gläser sind und wie voll man sie macht.

Von der italienischen Meringue bleibt etwas übrig. Aber sie hält sich im Kühlschrank sauber verpackt und luftdicht verschlossen ohne Probleme 2 bis 3 Tage, um kann dann nochmals für eine Mousse verwendet werden (oder für eine Eisbombe wie baked Alaska). Ich habe aus dem Rest eine genauso leckere Himbeermousse gemacht (mit den gleichen Proportionen der Zutaten, allerdings auf die übrig gebliebene Meringuemasse umgerechnet). Diese sollte dann aber wirklich schnellstmöglich verzehrt werden - was allerdings überhaupt kein Problem darstellt.


Mirabellenmousse


italienische Meringue:
2 Eiweiß
120 g Zucker
30 ml Wasser

Mousse:
5 g Gelatine
400 g Mirabellen, entsteint gewogen
120 g italienische Meringue (von oben)
100 ml Sahne
2 EL Himbeergeist (optional)

Zuerst wird aus den Mirabellen ganz schnell ein Kompott gekocht, indem man sie in einen Topf gibt und nur solange erhitzt, bis sie zu Blubbern anfangen und weicher werden. Das geht wirklich sehr schnell. Um die Häutchen zu entfernen nun das ganze durch eine Passiermühle/Flotte Lotte drehen. Alternativ kann das Kompott auch püriert und durch ein Sieb gestrichen werden.
 
Die Gelatine für die Mousse in Wasser (oder dem Himbeergeist ) einweichen.
 
Dann geht's an die Meringuemasse. Dazu Wasser und Zucker in einem Topf mischen. Aufkochen lassen und bis 121°C weiter erhitzen (mit dem Zuckerthermometer kontrollieren). Das dauert seine Zeit, deshalb in der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen. Beim Erreichen von 121°C den Zuckersirup sofort in einem dünnen Strahl unter Weiterschlagen zu den Eiweißen geben und bei kleinster Stufe ca. 15 min weiterrühren, bis die Masse erkaltet ist.
 
Zum Fertigstellen der Mousse mit einem Schneebesen das Baiser unter die pürierten Mirabellen heben. Sahne steif schlagen und auch unterheben. Gelatine bei milder Hitze auflösen. Zum Temperaturangleich etwas von der Mousse einrühren, dann die Gelatinemischung zügig aber vorsichtig unter die restliche Eiweiß-Mirabellenmischung heben.
In Portionsgläser o.ä. füllen, mind. 4 h kalt stellen und nach Wunsch dekorieren (z. B. mit gehackten Pistazienoder Minzeblättchen).
 


Endlich wieder: Madeleines, dieses Mal mit Zitronenmarzipanfüllung

Ich weiß, vor einer ewig langen Zeit habe ich versprochen, jeden Monat eine neues Madeleinesrezept zu posten - um es gleich wieder nicht zu machen.
Wir mögen diese kleinen Dinger weiterhin sehr gerne, aber irgendwie kamen mal wieder so viele andere Rezepte dazwischen.

 
Aber endlich habe ich es wieder mal geschafft - und ich habe mir sogar ein eigenes Rezept dazu einfallen lassen, inspiriert von der muschelähnlichen Backform.
Denn wenn man besonders Glück hat, findet man in einer Muschel eine Perle (wir haben das noch nie, jedenfalls nicht in einer echten, aber das liegt bestimmt nur daran, dass wir nicht so leicht zum Muschelsuchen kommen :-) ) Bei diesem Rezept ist jeder ein glücklicher Schatzsucher - in jeder kleinen Muschel ist eine Perle aus fruchtigem Zitronenmarzipan versteckt. Und die passt geschmacklich perfekt zu dem vanilligen Grundteig

(Und gerade fällt mir auf, das es hier ja langsam nur so wimmelt an Zitronenrezepten, die Zitrone scheint im Sommer die Schokolade als meine Lieblingszutat irgendwie abzuhängen).
 
Das Rezept ergibt ungefähr 18 bis 20 mittelgroße Muscheln mit kleinem Schatz.


Vanillemadeleines mit Zitronenmarzipanperle


Teig:
150 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/3 TL gemahlene Vanille

Zitronenmarzipan:
50 g Marzipanrohmasse
fein geriebene Schale 1/2 unbehandelten Zitrone



Butter in einem kleinen Topf schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. 
Ofen auf 180°C vorheizen und die Madeleinesform ausbuttern (eine Blechform auch leicht ausmelieren).

Sämtliche trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen.
Die Eier mit dem Zucker und der Vanille mit Hilfe eines Schneebesens verrühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und mit der flüssigen Butter auf die Eimasse geben. Nur so lange unterrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.
für ungefähr 3 h in den Kühlschrank stellen.

Marzipan mit der Zitronenschale verkneten und 18 bis 20 kleine Kugeln formen (ungefähr kichererbsengroß).
 Ofen auf 180°C vorheizen und die Madeleinesform ausbuttern (eine Blechform auch leicht ausmelieren).



Den Teig die Vertiefungen der Form füllen (3/4 voll), eine der Marzipanperlen hineinlegen und mit etwas Teig bedecken.
Im heißen Ofen in 12 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen und mit dem restlichen Teig nochmals auf gleiche Art Madeleines backen.

Und weil sie so schön handlich sind eignen sie sich wunderbar für ein Picknick. Hier wird beim Wegknabbern nicht mal groß gekrümelt und wer sagt denn, das man beim Picknick nur herzhaftes Essen darf? Deshalb reiche ich mein Rezept gleich mal weiter zu "Meine Küchenschlacht" und ihrem Event "Lust auf Picknick" .

Mein aktuelles Blog Event

Ich geh jetzt die Picknickdecke rauskramen...



würzige gebackene Ananas

Heute gibt es mal wieder einen Ausflug in die Gewürzeküche.
Ein schnell gemachtes und einfaches Dessert, das pur oder noch besser mit Vanilleeis (zum Beispiel nach diesem Rezept) trotzdem richtig luxuriös und exotisch wirkt.

Zuerst fällt natürlich die für Ananas etwas außergewöhnliche Präsentation auf - mit Schale und dann auch noch heiß und mit Karamellkruste. Der Clou daran ist aber eigentlich der in Süßspeisen ungewohnte sehr würzige Geschmack von Muskat und Koriander, der aus der Ananas beinahe ein Geschmackswunder macht. Das Rezept habe ich von Bettina Matthaei aus dem großen Buch der Gewürze, allerdings mit verringerter Gewürz - (und Zucker-)dosis. Mir wird Muskat schnell zu penetrant und aufdringlich und auch Koriander mag ich sehr gerne, aber nicht, wenn er zu sehr im Vordergrund steht.
Und ich muss sagen, mehr davon wäre mir definitiv zu viel gewesen. So war es zwar schön würzig, aber man konnte auch noch Ananas schmecken.

Eine etwas exotischer Konkurrenz für heiße Himbeeren mit Vanilleeis.


Würzige gebackene Ananas

1 Ananas (extra sweet)
1/4 Muskatnuss, frisch gerieben
1 TL Koriander, frisch gemahlen
60 g brauner Zucker
2 EL Zitronensaft
 
zum Servieren: Vanilleeis und Minzeblättchen
 
Den Ofen auf 200° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen (oder eine sehr große Auflaufform nehmen.
 
Die Ananas ungeschält in 2 cm dicke Stücke schneiden und nebeneinander auf das Backblech /in die Form legen.
 
In einer kleinen Schüssel Muskat, Kariander, Zucker und Zitronensaft mischen. Gleichmäßig auf den Ananascheiben verteilen.

 
Im Backofen 35 Minuten backen. Dabei entsteht ein Sirup ,der später mit serviert werden kann.
Noch heiß mit dem Eis und dem Grünzeug servieren.

 

Birne-Helene-Würfel

Ein schönes, schon fast herbstliches Rezept von Matthias Ludwigs, wieder aus seinem Buch Törtchen und Tartelettes .
 
 
Die kleinen Würfel bestehen aus einem saftigen Schoko-Mandelbiskuit, einer gehaltvollen und schön festen Schokomousse und einer dafür um so lockereren Vanillemousse.
 
Ein paar mehr oder weniger freiwillige Änderungen hatte ich allerdings zum Originalrezept.
Ich brauchte eine größere Menge als nur die 10 Würfelchen aus seinem Rezept (er verwendet auch nur die Hälfte des gebackenen Biskuitbodens). Deshalb habe ich die Mengen für die Füllungen verdoppelt.
Eigentlich hätte ich dann aber mehr Eigelbe gebraucht, als bei der Biskuitherstellung angefallen sind (nochmals 3), was ich aber vermeiden wollte, da das Verhältnis eigentlich so schön ausgeglichen war und ich nicht schon wieder Eiweiß einfrieren wollte.
Deshalb habe ich einfach die Gelatinemenge erhöht und das hat dann auch gepasst.
 
Die Birnen werden im Original in Vanillesirup gedünstet - das war mir an dem Tag aber ziemlich egal und ich habe auf schnöde Dosenbirnen zurückgegriffen.
 
Und dann kam noch die Vanillemousse. Stellt auch die helle Schicht auf dem Bild ungefähr dreimal so hoch und x 20 (die Anzahl der geschnitrtenen Würfel) vor, dann wisst ihr wie viel sich im Kühlschrank und auf dem Fußboden verteilt hat. Ich hatte, warum auch immer, in meiner Blödheit den Backrahmen zwischendurch irgendwie gelockert und nicht mehr fest gemacht. Es ist mir immer noch rätselhaft.
Vanillemousse rein und ab in den Kühlschrank - nach 10 Minuten wollte ich was rausholen und da kam mir schon die Vanillemousse entgegen.
Schnell auf die Arbeitsfläche gesetzt und dabei den Fußboden noch mit verkleckert.
Während ich den Kühlschrank auswischte (und die ausgelaufene Mousse entsorgte, dann gibt es eben weniger oben drauf...). verteilte sich der Rest auf der Arbeitsfläche  - ich hatte den Backrahmen natürlich immer noch nicht festgezogen.
Zum Glück war die aber gerade frisch sauber gemacht und deshalb habe ich die Creme einfach in den Backrahmen zurückgeschippt musste ich diesen Teil nicht wegschmeißen. Ganz ohne Vanillecreme wäre nämlich auch nicht so schön gewesen.
Könnt ihr euch die Ferkelei vorstellen? Das haben meine Mädels bisher unter den größten Anstrengungen noch nicht geschafft...

Zu guter Letzt: das Rezept ergibt ungefähr 20 Würfel, je nachdem wie groß man schneidet.


Birne - Helene - Würfel

Schoko-Mandel-Biskuit:
2 Eier
70 g Puderzucker
70 g gemahlene Mandeln
3 Eiweiß ( die Eigelbe werden für die Füllungen verwendet)
45 g Zucker
55 g Mehl
20 g Kakaopulver
25 g Butter, geschmolzen

Fruchtfüllung:
1 große Dose Williams-Christ-Birnen, gut abgetropft und in Spalten geschnitten

Schokoladenmousse:
3 g gemahlene Gelatine
160 g Schokolade mit 70% Kakaogehalt
2 Eigelb
40 g Zucker
300 g Sahne

Vanillemousse
4 g gemahlene Gelatine, eingeweicht
70 g Milch
70 g flüssige Sahne
Mark einer  halben Vanilleschote oder 1/4 TL gemahlene Vanille
1 Eigelb
40 g Zucker
220 g Sahne

 
Zuerst den Boden herstellen. Dazu den Ofen auf 190° C vorheizen. Am besten einen eckigen Backrahmen auf eine Größe von ca. 30 x 40 cm einstellen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gestellt.
Die ganzen Eier, Puderzucker und die gemahlenen Mandeln auf höchster Stufe mit dem Schlagbesen hell schaumig aufschlagen (mindestens 5 Minuten). Es soll eine sehr helle und luftige Masse geben.
 
Die Eiweiße in einer blitzeblanken Schüssel steif schlagen und dabei den Zucker langsam einrieseln lassen.
1/3 dieser Baisermasse unter die Eimasse rühren, den Rest direkt darauf geben.
 
Mehl und Kakao zusammen sieben und zur Eimasse auf den Baiser geben. Alles zusammen vorsichtig unterheben,
 
1 EL dieser Masse zur flüssigen Butter geben, dann diese Mischung unter die restliche Masse ziehen.


Biskuitmasse in den Backrahmen geben und ca. 10 bis 12 min backen. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Füllungen vorbereiten.
Dazu die Gelatine für Schoko- und Vanillemousse jeweils in einer kleinen Schüssel mit etwas Wasser mindestens 5 Minuten quellen lassen (länger macht nichts aus).

Für die Schokoladenmousse die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und beiseite stellen.
Die Sahne cremig aufschlagen.
Die Eigelbe in einer hitzefesten Schüssel mit dem Zucker mischen. Auf dem selben kochenden Wasserbad zusammen mit dem Zucker luftig aufschlagen (und dabei wenn es geht auf mindesten 70°C erhitzen). Gelatine dazugeben und unter weiterem Schlagen komplett auflösen.
Jetzt muss schnell gearbeitet werden. Zuerst 1/3 der Sahne unter die geschmolzene und leicht abgekühlte Schokolade ziehen, dann sofort der Eigelbschaum und dann die restliche Sahne. Möglichst wenig rühren, nur locker unterheben, damit soviel Volumen wie möglich bestehen bleibt.

Jetzt kann mit dem Zusammenbau begonnen werden.

Den Biskuit auf eine Größe von 20 x 30 cm halbieren und eines der Rechtecke auf eine Servierplatte legen. Den Backrahmen auf die passenden Größe einstellen und passgenau um den Biskuit stellen.
Die in Spalten geschnittenen Birnen gleichmäßig in Reihen darauf legen und mit der Schokomousse bedecken.
Den zweiten Biskuitboden einlegen. Das Ganze kühl stellen, bis die Vanillecreme zubereitet ist.

Dafür Milch, die kleinere Sahnemenge (70g) und Vanille in einem Topf aufkochen.
Eigelb mit dem Zucker glatt rühren und etwas von der heißen Vanillemilch zugeben und schnell verrühren. Die Mischung zurück in den Topf geben und unter weiterem Rühren kurz aufwallen lassen.
Vom Herd nehmen und die eingeweichte Gelatine unterrühren. Abkühlen lassen, bis die Mischung Zimmertemperatur hat. Dann die Sahne cremig aufschlagen und unterheben.
Auf dem oberen Biskuitboden verteilen und kühl stellen.

Meine Deko bestand nur aus der Vanillemousse, die ich in etwas "Berge und Täler" verstrichen habe und aufgesiebtem Zimt. Matthias Ludwigs macht es hübscher und komplizierter mit Babybirnen und einem Zimtguss (aber ich hatte den Birnensirup schon entsorgt).