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Buchvorstellung: Manuela Kjeilen - Die Backfee süß & salzig

Das sollte mein Beitrag für die "Jeden Tag ein Buch" -Woche sein, die zuerst leider verschoben bzw. deren Konzept jetzt komplett überarbeitet wurde.
Ich hätte dieses Mal nur ein Buch, und zwar dieses hier gehabt, da ich meine "Munition" sowieso schon in den letzten Wochen hier verballert hatte, zum Beispiel mit dem Patisseriebuch von William Curley. Und ganz ehrlich gesagt - ich habe jetzt wohl auch keine Lust mehr - weder darauf ein Buch, auf Herz und Nieren zu prüfen noch auf Testbacken und dann das Schreiben. Und ich glaube, meinen Lesern wird es auch langsam so gehen. Es wird auch mal wieder Zeit für was selbst Zusammengebasteltes.

Ich wollte diese Rezension aber nicht weiter aufschieben bis genauer Ablauf und Details veröffentlicht sind. Wer aber auf dem Laufenden bleiben will, kann sich gerne auf der offiziellen Facebookseite von "Jeden Tag ein Buch" informieren.


Nichtsdestotrotz müsst ihr jetzt hier noch mal durch. Aber ihr werdet es wahrscheinlich nicht bereuen, denn ein Buch das sich fast ausschließlich mit Hefegebäck beschäftigt war mir so noch nicht bekannt. Und das erste Buch von Manuela Kjeilen hat mir ja auch ziemlich gut gefallen. Und ich glaube, den Lesern hier auch.

Manuela Kjeilen ist immer noch eine der bekanntesten Bloggerinnen Norwegens. Auf Passionforbaking lässt die 5-fache Mutter ihrer kreativen Ader freien Lauf und tobt sich mit Süßem aller Art aus. Hier wird das Herz jedes Hobbybäckers und Zuckerjunkies schwach. Wie schon im ersten auf deutsch erschienenen Buch Die Backfee: Zuckersüß *hat sie auch hier im zweiten die meisten Bilder selbst fotografiert.
Wenn ich richtig kapiert habe (ich bin dem norwegischen nicht ganz so mächtig, außer femty-femty und Tak for Maten kann ich gar nichts) dann hat sie bereits 5 Bücher veröffentlicht.
Die Bilder sind auch wieder im gleichen Stil - Sixties und pastellig. Ein paar hübsche Dekoartikel, aber nicht zu heftig - das Gebäck bleibt im Mittelpunkt. Alles wirklich sehr rosa-mädchenhaft und auch manchmal leicht kitschig, aber (je nach Veranlagung und Stimmungslage) auch schön.

(Und psst, nicht weitersagen, aber ich glaube, auf manchen Bildern hat sie sogar den gleichen Pulli wie im ersten Buch an).


Schon an der Einleitung merkt man wieder, mit welcher Leidenschaft Manuela bäckt und was für ein Familienmensch sie ist. Sie schreibt warmherzig über die Erinnerungen an ihre Großmutter und warum sie unbedingt ein Buch über Hefegebäck schreiben wollte.

Nach ein paar Tipps für gelungenes Hefegebäck geht es auch direkt in die Rezepte.

Insgesamt finden sich 60 Rezepte für fluffiges Gebäck mit Hefe, ein paar  hefelose "Ausreisser" wie Granola Bars, Vanille-Mandel-Biscotti, oder Knäckebrot finden sich auch darunter.

Die überwiegende Anzahl, ungefähr 2/3, sind süß. Der Rest ist entweder neutral wie z.B. Breakfast Buns oder Croissants und kann für süße oder herzhafte Beläge verwendet werden oder ist eindeutig herzhaft wie Rosmarin-Knoblauch-Rolls oder die beiden Pizzateige (einer davon ist mit Feta im Teig, das ist auf jeden Fall auch noch ein Versuch wert).


Die Rezepte decken fast die ganze Bandbreite an dem, was mit Hefeteig möglich ist ab.
Schnecken und Buns (eine Art gefülltes süßes Brötchen), Brioches, Plunder, Fettgebackenes wie Donuts oder auch im Ofen gebackene Donuts genauso wie Ciabatta, Baguette oder Pizza.
Nur Blechkuchen habe ich keinen gefunden (aber vielleicht gibt es dafür in Skandinavien keine Tradition).
Aber dafür wird man mit Rezepten für Vanille-Milchreis-Buns, Ananasbrioches, Karamell-(mit Daimstückchen) und S´mores-Buns oderZitronendonuts belohnt.

Wie im Vorgängerbuch erstreckt sich fast jedes Rezept über 4 Seiten, davon sind ungefähr 2 1/2 Bilder der Arbeitsschritte und des Ergebnisses. Nach einer kleinen persönlichen Einleitung zum Rezept folgen die Mengenangaben und anschließend die Auflistung der Zutaten, dann Beschreibung im Fließtext (manchmal inkl. Variationstipps).
Die Zutaten sind durchweg eigentlich gängig und in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Was mich etwas stört, ist das in fast allen Rezepten laut Text der Ofen gleich zu Beginn vorgeheizt werden soll. Das ist absolut unnötig (und auch ganz schöne Energieverschwendung), denn der Hefeteig muss ja auch noch aufgehen. Bei durchschnittlich 20 Minuten Knetzeit (sie nutzt ihre Küchenmaschine dafür ausgiebig, ich finde das ein bisschen unnötig lange)und 45 Minuten Gärdauer läuft der Ofen dann schon über eine Stunde, bevor das Gebäck überhaupt geformt wird.
Die Bilder sind gewohnt hübsch anzusehen in ihrem typisch pastelligen und liebevollen Stil.

 
Und noch ein kleines Problem habe ich mit dem Buch. Die meisten Rezepte basieren auf 3 (die eigentlich zwei sind) Grundrezepten. Es gibt 2 identische Grundrezepte - der für süßes Hefegebäck ist genau gleich wie das Rezept für Brioche - und noch eine Teigvariante mit Vanillepuddingpulver.
Da ist oft hauptsächlich im Aussehen und in der Füllung oder im Belag Abwechslung drin und diese sind vorwiegend amerikanisch oder skandinavisch orientiert (mit Kokos, Brownies, Daims, Lemon Curd,...). Aber so lange das Ergebnis schmeckt...und sie ist dabei ja auch ziemlich einfallsreich.

Das waren meine Testrezepte:
Noch fest auf der Nachbackliste sind die gebackenen Donuts und Applefritters (die ausgestochenen Mittelteile von Donuts mit Zimt und Äpfeln locker zu Kugeln gepresst und frittiert), aber mir hat leider die Gelegenheit zum Ausprobieren gefehlt.

Für Brote und Brötchen gibt es sicher bessere Bücher. Die meisten Rezepte dazu haben mich nicht so von Hocker gehauen, aber für Anfänger sind sie wahrscheinlich ok. Nur manchmal werden auch Begrifflichkeiten durcheinandergeworfen (da wird mal ein Vorteig mit Hefe als Sauerteig bezeichnet...).

Nichtsdestotrotz ein nettes und auch zauberhaftes Buch, aber sicher kein Muss für ernsthafte Bäcker, die gerne experimentieren.

Wer Lust auf das Buch bekommen hat:

Manuela Kjeilen *
Die Backfee. Süß und salzig: Brote, Brioches, Baguettes, Croissants, Buns, Rolls *
ISBN 978-3772473739
Verlag BusseSeewald

Noch mal ein Dankeschön an den Verlag BusseSeewald für die freundliche Überlassung des Buchs zur Rezension. Meine Meinung zu diesem Buch und dieser Artikel sind davon nicht beeinflusst.

Alle mit * versehenen Links sind Affiliate Links


Himbeer-Joghurt-Eis im Meringuenestchen (oder auch nicht)

Dieses Eis ist das perfekte Rezept für Tage im Dauernebel wie wir hier im Herbst. Die meisten Zutaten habe zumindest ich schon im Haus, muss also nicht durch die graue Suppe auf Einkaufstour fahren. Man braucht nämlich nur 4. Himbeeren-Joghurt- etwas Zucker und eine Spritzer Zitrone, kein Tröpfchen Sahne. Also eigentlich auch fast ein Eis für die schlanke Linie ;-) (Wenn ich meine Rezepte hier in letzter Zeit so lese dann glauben wohl alle, ich bin langsam auf dem Abnehmtripp. Ich kann euch glaubhaft versichern, dass scheint nur so - demnächst gibt es die volle Kaloriendröhnung).
Geschmacklich holt es den Sommer zurück und auch die Farbe bringt etwas Abwechslung ins öde Grau.


Es ist mehr als schnell und ohne größere Schweißausbrüche zusammengerührt. Man benötigt für das Eis an sich eigentlich nur den Kühlschrank und eine Eismaschine (oder auch nur Popsicleförmchen). Der Herd bleibt kalt. Und wer wenig Zeit hat, lässt die Himbeerkerne drin und nimmt nur eine Gabel zum Zerdrücken der Beeren.
Trotzdem wird man mit einem sehr fruchtigen und doch cremigen Eis (der Grund dafür ist der griechische Joghurt, hier könnt ihr dazu mehr lesen) belohnt. Schön säuerlich, für mich also genau richtig und sogar meine Mädels mochten es trotzdem (ob es wohl an der Farbe lag?).

Die Meringuenestchen machen die Sache natürlich etwas aufwendiger - und die Küche dann etwas wärmer. Aber das ist bei dem Schmuddelwetter ja gar nicht so übel. Und sie sind ja nicht Pflicht, obwohl sie ja schon wirklich hübsch anzusehen sind und dem Ganzen noch das Krönchen aufsetzen (auch geschmacklich, wir mögen eben so Baiserkram ganz gerne). Und außerdem dümpelt bei mir fast immer eine Portion eingefrorenes Eiweiß im Tiefkühlschrank, das mal verwertet werden will.

Beide Rezepte bzw. Ideen habe ich aus meiner Eisbibel, dem Buch "The Perfect Scoop " von David Lebovitz.


Himbeer-Joghurt-Eis im Meringuenestchen

Eis:
480 g griechischer Joghurt
150 g Zucker
240 g Himbeeren
1 Spritzer Zitronensaft


Meringuenestchen:
2 Eiweiß
70 g Zucker
etwas gemahlene Vanille

Zuerst das Eis zubereiten. Dazu einfach die Himbeeren zerkleinern. Das geht mit einem Pürierstab, mit einer Gabel oder, wie ich es gemacht habe, mit einer Passiermühle (auch Flotte Lotte genannt). Wer mag, drückt die Himbeeren noch durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Da meine Passiermühle Wechselscheiben hat, kann ich mir das sparen, wenn ich die Scheibe mit den kleinsten Löchern einlege. So werden nämlich schon alle Kerne zurückgehalten.
Den Zucker, Zitronensaft und Joghurt zum Himbeerpüree geben und gut verrühren. Eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit sich der Zucker vollständig auflöst.

In der Zwischenzeit die Eiweiße mit dem Handrührgerät sehr schaumig schlagen. Darauf achten, dass die Rühschüssel und -besen komplett fettfrei sind (sonst wird da nichts steif). Langsam den Zucker einrieseln lassen und dabei weiterschlagen, bis die Masse steif ist und glänzt. Beim Probieren oder Verreiben zwischen den Fingern sollten kaum mehr Zuckerkristalle zu spüren sein.

Ofen auf 100°C vorheizen. 2 Backbleche mit Papier auslegen und mit 2 Esslöffeln 8 Häufchen darauf verteilen. Wie auf dem Bild gezeigt die Häufchen etwas in die Breite zu flacheren Kreisen verstreichen und in die Mitte eine Kuhle (für die Eiskugel) formen.



Die Bleche in den Ofen stellen und 20 min backen, dann einen Kochlöffel so in die Tür klemmen, dass ein Spalt offen bleibt und noch ungefähr 40 min weiter trocknen lassen.
Dann ausschalten, die Ofentür schließen und eine weitere Stunde im Ofen trocknen lassen.

Sobald die Meringuen im Ofen sind und die Stunde Ruhezeit für das Eis vorbei ist, kann dieses in die Eismaschine gegeben werden. Je nach Maschine hat man nach ungefähr 35 Minuten ein schön pinkfarbenes Eis, das ggf. noch ca. 2 Stunden nachgefroren werden muss (auch abhängig von der Eismaschine).

Sobald das Eis fertig ist nur noch jeweils eine dicke Kugel in ein Nestchen setzen und loslöffeln.

Viel Spaß dabei!



Ein Teil meiner Weihnachtsgutsle

Ich habe ein paar Klassiker, die ich jedes Jahr zu Weihnachten backe und die auch immer sein müssen, komme was wolle.

Letztes Jahr habe ich schon ganz fleißig diese Rezepte fast alle gebloggt, jetzt habe ich fast keine mehr für dieses Jahr übrig.
Aber ein bisschen Weihnachtsstimmung will ich hier ja schon verbreiten und damit sie nicht komplett untergehen, habe ich für euch eine kleine Zusammenfassung der Dauerbrenner von uns, die es dieses Jahr auch wieder gibt.
Denn wenn ich diese Rezepte jedes Jahr mache zeigt bei meinem Ausprobierwahn ja schon, dass sie sehr lecker sein müssen.

Gleichzeitig zeige ich euch noch diejenigen, die es dieses Jahr wahrscheinlich nicht auf den Weihnachtsteller schaffen werden. Nicht weil sie nicht schmecken, sondern einfach deshalb, weil neben den "Must-Haves" ein paar neue schon auch dabei sein müssen (und wir auch nicht bis Ostern Gutsle essen möchten) - meine Mutter hat immer über 20 Sorten gemacht, aber das ist doch etwas zu viel des Guten für einen 4-Personen-Haushalt.


Bärentatzen
Meine absoluten Favoriten. Ohne die fällt Weihnachten aus.














Butterausstecherle mit Zitrone
mit Kindern einfach Pflichtprogramm













Himbeer-Schoko-Spiralen
Die sehen doch einfach so hübsch aus und schmecken dazu auch noch sooo gut...














gefülltes Spritzgebäck
Mit Spritzgebäck kriegt man mich sowieso und diese Version war etwas ganz besonderes - wird wiederholt.











Ischler Sterne
Der Teig ist der zarteste, den ich für Mürbteigplätzchen kenne und meine Große hat sie soeben ausdrücklich bestellt.











Vanillekipferl
Einfach der Klassiker schlechthin. Die dürfen nicht fehlen.











Weiche Schokoprinten
Meine Lieblingslebkuchen muss es einfach geben, aber sie wurden dieses Jahr etwas aufgehübscht.














Schokoküchlein mit Zimtganache
Waren sehr lecker, aber ich will dieses Jahr unbedingt Macarons mit Schokofüllung machen, deshalb müssen sie weichen.











Gewürzplätzchen
Soll es dieses Jahr auch geben, aber in einer neuen Variante.











Orangen-Mandel-Kugeln
Ich bin zum Entschluss gekommen, eine Sorte Nussgebäck muss reichen, dann fällt die Entscheidung wohl doch zu Gunsten von Vanillekipferl aus.














Schokoladenspritzgebäck
Auch eigentlich ein Lieblingsgebäck. Aber se müssen wohl zu Gunsten eines anderen schokoladigen Rezeptes von Pierre Hermé ihren Platz räumen (den schon fast berühmten Sablés au chocolat mit Meersalz)














Biberle
Werde ich vermutlich von meiner Mutter schnorren...











Haferflocken-Cranberry-Cookies
Passen auch gut so zwischendurch im Jahr, deshalb wird ihr Platz anderweitig besetzt und diese Cookies werden einfach mal zwischendurch gebacken.











Und dann dürfen noch die selbstgemachten Schokocrossies mit Haferfleks nicht fehlen, die ich letztes Jahr aber nicht mehr geschafft habe zu verbloggen.

Ich bin jetzt selbst doch etwas erschrocken, wie viele es schon sind, vor allem wenn ich meine Liste mit meinen Wunschkandidaten zum noch Ausprobieren sehe...
Ich fürchte, es wird doch bis Ostern Plätzchen geben ;-)



Schoko-Birnen-Gugelhupf - sponsored Post

Vor einer Weile wurde ich von www.meincupcake.de angeschrieben, ob ich nicht an einer Zusammenarbeit interessiert bin.
Schon als ich nur ganz kurz reinschaute wurde mir schnell klar - eindeutig ja.
Ich glaube, es ist fast der Onlineshop mit dem größten Angebot an Backzubehör und Kram zum Tortendekorieren, den ich kenne.


Sie schreiben selber von sich:

Der deutschsprachige Shop www.meincupcake.de existiert seit Anfang des Jahres 2010. Die Idee zur Gründung des Online-Shops stammt von der Geschäftsführerin, Frau Kyoungmi Handke. Sie ist selber leidenschaftliche Hobby-Bäckerin und hat bei der Umsetzung ihrer Rezepte immer wieder feststellen müssen, dass hochwertiges Zubehör zum Backen sowie zum Dekorieren von Torten, Cupcakes, Muffins und Cakepops in Deutschland nur sehr schwer zu finden ist. 

Bis heute kümmert sich Kyoungmi persönlich um den Einkauf der in unseren Online-Shops angebotenen Waren. Besonderen Wert legen wir auf ein breites Sortiment und höchste Qualität der Produkte. So umfasst unser Angebot derzeit über 5.000 verschiedene Artikel der bekanntesten Marken und Hersteller. Des Weiteren sind für uns eine rasche Bestellabwicklung sowie ein schneller und kompetenter Kundenservice besonders wichtig. Alle Bestellungen, die bis 14 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag bearbeitet und, sofern ein Zahlungseingang vorliegt oder es sich um einen Kauf auf Rechnung handelt, umgehend zum Versand bereitgestellt. Dementsprechend müssen unsere Kunden in aller Regel nicht länger als drei Werktage auf die Zustellung der Ware warten. 

 Neben www.meincupcake.de, gibt es eigene Shops für Backfans und Tortenkünstler in Österreich, Frankreich sowie Großbritannien und auch ein richtiges Ladengeschäft in Köln.
 
Ich habe mir folgende Artikel ausgesucht (nachdem ich gefühlt eine Woche nur mit Stöbern beschäftigt war und immer wieder hin und her überlegt habe - habe ich schon mal geschrieben, dass ich mich mit Entscheidungen irgendwie schwer tue?):
 
 
Damit ihr nicht leer ausgeht, habe ich für Euch zumindest ein Rezept dabei, dass ich mit Hilfe des erhaltenen Zubehörs gebacken und dekoriert habe.

 
Aber nicht nur irgendeins. Es ist ein ganz spezieller Gugelhupf, von dem ihr ohne Reue noch ein Stückchen mehr vernaschen könnt. So braucht ihr euch nicht wundern, warum auf dem Anschnittbild keine Birne zu sehen ist - die sind nämlich komplett püriert im Teig versteckt. Dadurch wird der Kuchen wunderbar saftig, und das "mit ohne" Butter und praktisch nur einem Schuss Öl (wir müssen gerade milchproduktfrei kochen und backen). Durch das Aufkochen des wird auch der letzte Rest Schokogeschmack aus dem Kakaopulver herausgeholt - probiert es aus, das lohnt sich wirklich.
 
Das Rezept habe ich mal wieder von Dan Lepard geklaut. Der nennt in "The Alchemists Chocolate Cake" und für solche Backexperimente bin ich ja sowieso immer zu haben. Laut seinen Angaben hat dieser Schoko-Birnen-Kuchen nur ein Viertel des Zuckers und die Hälfte des Fettgehalts eines typischen (englischen) Rührkuchens.
Ich finde das Rezept passt ganz wunderbar in die Vorweihnachtszeit. Dann hat man nämlich beim Kuchen schon ein paar Kalorien gespart (und das noch ohne geschmackliche Abstriche) und kann sich noch ein paar Plätzchen oder Lebkuchen genehmigen.
Wer mag kann auch noch etwas Zimt in den Teig geben, das schmeckt bestimmt auch sehr gut. Oder etwas kleingeschnittene Schokolade, aber dann war es nichts mit Kaloriensparen:-)

 

Schoko-Birnen Gugelhupf

 
1 Dose Birnenhälften mit Saft (425 ml Inhalt)
75 g Kakaopulver
125 g Zucker
1/2 TL gemahlene Vanille
50 ml Walnussöl (schmeckt bestimmt super, hatte ich aber nicht, nur normales Sonnenblumenöl)
3 Eier
225 g Mehl
2 1/2 TL Backpulver
 
Zuerst die Birnen abgießen und dabei den Saft auffangen. Das müssten so ungefähr 125 ml sein.
 
Den Saft zusammen mit dem Kakaopulver und dem Zucker in einem kleinen Topf aufkochen. Dabei ständig gut rühren, sonst brennt die Masse unten an.
Nach dem ersten Aufblubbern sofort vom Herd nehmen und in eine hohe Rührschüssel geben, zusammen mit den Birnenhälften und Vanille (in der Schüssel solltet ihr auch mit dem Pürierstab hantieren können).
 
15 Minuten abkühlen lassen. In dieser Zeit die Gugelhupfform ausfetten und den Ofen auf 170° C vorheizen.
 
Mit dem Pürierstab zu einer glatten Mischung pürieren.
 
Die Eier zugeben und unterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und gut unterheben.
 
In die Form füllen und 40 Minuten lang backen (Garprobe nicht vergessen).
 


Adventskalender

In meinem Testpaket von Silikomart war auch ein Adventskalender zum Selberbefüllen.
Die Idee kommt mir sehr entgegen, da ich eigentlich zum Adventskalenderbasteln zu untalentiert (und faul) bin, aber ja gerne mal in der Küche was rumexperimentiere.


Hier ging der erste Versuch mit einer Fruchtganache durch einen Rechenfehler meinerseits total daneben - sogar tiefgekühlt waren die einzelnen Teile noch sehr weich (yippieh, ich habe eine neue Art, weiches Eis zu machen erfunden ;-)  ).


Also habe ich mich von Pierre Herme inspirieren lassen und sein Rezept für die Pralinen "Balthazar" für uns etwas angepasst.
Der gute Mann weiß was schmeckt und gelingt, was man von mir ja nicht immer behaupten kann.
Und was passt besser in einen schokoladigen Adventskalender als ein dezenter Hauch von Zimt?

Wie ihr sehen könnt, beinhaltet das Paket eine Form mit 25 süßen Weihnachtsmotiven. 24 davon werden in die Palette mit den Vertiefungen gelegt, die dann in die Kalenderschachtel geschoben wird. Das letzte ist für den Tag danach (oder wie bei mir schon für lange vorher ...)

Meine Ganache lies sich nach dem Kristallisieren wunderbar leicht aus den Förmchen lösen und die Gussteile hatte eine schön glänzende Oberfläche, was sich für Schokoladengiessformen auch gehört.


Milchschokoladenganache mit Zimt

 
90 g flüssige Sahne
10 g Zucker
5 g Zimt
70 g Schokolade mit 60% Kakaogehalt
110 g Schokolade mit 32% Kakaogehalt
30 g weiche Butter, gewürfelt
 
 
Die Schokolade fein hacken und in einer Schüssel über einem Wasserbad schmelzen. Die Schüssel vom Wasserbad nehmen.
 
Den Zucker als dünne Schicht auf den Boden eines kleinen Topfes streuen. Zimt darüberstreuen und ohne Rühren erhitzen, bis sich ein goldbraunes Karamell gebildet hat.
Die Sahne unterrühren und die Mischung aufkochen lassen. Dabei gut rühren, damit sich das Karamell komplett löst.
 
Die Zimtsahne über die geschmolzene Schokolade geben und in Spiralen von innen nach außen rühren, bis sich eine homogene Mischung gebildet hat.
Bei einer Temperatur zwischen 40 und 45°C die Butter Würfel für Würfel zugeben, dabei weiter in Spiralen rühren.
Sobald auch hier alles homogen vermischt ist, die Ganache in die Silikonform gießen.
Zum Festwerden in den Kühlschrank geben und dort mindestens 4 h, besser über Nacht kristallisieren lassen.
Aus der Form lösen, in die einzelnen Kästchen verteilen und hoffen, dass die Kinder mal vergessen einen Tag aufzumachen ;-)
 

 
Da ich nicht genau wusste, wie viel Ganache ich brauche, hatte ich ungefähr ein Viertel zu viel gemacht. Wenn ihr keine weiteren Silikonförmchen habt, könnt ihr die Mischung auch direkt in der Schüssel fest werden lassen und dann mit Teelöffeln kleine Kugeln formen und diese wie Trüffeln in Kakaopulver wälzen.


Ausprobiert: die Lambertz-Geschenktruhe - Sponsored Post

Heute gibt es ausnahmsweise mal nichts Selbstgebackenes. "Nur" eine gute Alternative zu Selbstgebackenem. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht alle, die hier bei mir oder auch auf anderen Foodblogs mitlesen, ebenso viel Zeit oder Muse mitbringen, um alles selbst zu machen.

Aber trotzdem muss keiner auf süßen Genuss verzichten, vor allem nicht zur Genusszeit schlechthin, der Weihnachtszeit. Denn im Handel gibt es (neben manchen nicht so guten) einige sehr gute Markenprodukte wie diese hier in der Geschenkebox enthaltenen.


Ich muss zugeben, ich wusste schon ungefähr, auf was ich mich einlasse und habe mich deshalb auch sehr auf die vielen Lebkuchen, Dominosteine und anderen Leckereien gefreut. Ich glaube, es gibt kaum jemanden, der noch nie ein Produkt von Lambertz oder einer seiner Tochterfirmen wie Kinkartz, Weiss (ist zufälligerweise bei uns ganz in der Nähe in Ulm) oder Haeberlein-Metzger probiert hat. Und wahrscheinlich haben schon manche eurer Omas, Uromas oder aus noch weiter zurückliegenden Generationen mit Hochgenuss Lebkuchen von einer dieser Firmen zu Weihnachten verzehrt, denn Lambertz wurde (als ältestes Unternehmen der Firmengruppe) schon 1688 in Aachen gegründet und steht seit damals für Qualität. Vor allem für seine Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen, Mozartkugeln (da könnte ich mich reinlegen....) und Dominosteine ist Lambertz nicht nur in Deutschland bekannt sondern gehört damit auch zu den weltweit führenden Anbietern für Backwaren dieser Art.

Jetzt aber zur Geschenktruhe. Als das große Paket bei uns gut verpackt ankam und ich nur kurz bemerkte "Das werden die Lebkuchen sein" war die Kleine nicht mehr zu bremsen.
Sie rannte zur Schublade, holte die Schere und hievte sich die noch verschlossene, mit 1,7 kg Weihnachtsgebäck prall gefüllte, Schachtel vom Tisch.
Bevor ich richtig reagieren konnte, hatte sie den Karton schon zur Hälfte offen...

Ich habe sie dann doch lieber gebremst, denn ich wollte nicht wirklich, dass die edle, mit alten Firmenmotiven bedruckte Truhe aus echtem Holz, in der die einzelnen Gebäcke noch verpackt sind, aus Versehen beschädigt wird.
Dann wurde die Truhe zuerst andächtig bestaunt (Sind da wirklich so viele Lebkuchen drin?), bevor sie vorsichtig geöffnet wurde - und die Kinder dann noch das weihnachtlich rote Einschlagpapier zurückschlagen durften.

Was sich darin befindet ist laut Beschreibung das Beste aus dem Hause Lambertz:
  • eine Blechdose „Zum Fest“ mit 300 g gemischter Lebkuchen, Dominosteinen und Zimtsternen,
  • 200 g Mozartkugeln
  • 100 g Mandel-Spitzkuchen
  • 100 g Dessert-Spitzkuchen
  • 200 g Schoko-Printen
  • 200 g Schoko-Lebkuchen
  • 200 g Schoko-Spekulatius
  • 175 g Domino-Mischung
  • 100 g Honig-Saft-Printen
  • 200 g Lambertz-Time (Lebkuchenmischung)

...und wird wohl auch von Lambertz selbst an Staatsoberhäupter und andere wichtige Persönlichkeiten verschenkt. Da fühlte ich mich ja schon ein wenig geschmeichelt...

Und andere wahrscheinlich auch. Jetzt zu Weihnachten wäre die Geschenktruhe sicher ein besonderes Geschenk für Geniesser, die Schokolade und Lebkuchen lieben. Und sehr schön finde ich die Möglichkeit, die Truhe direkt verschicken zu lassen und sie trotzdem zu personalisieren,
 indem eine per Post zuvor an Lambertz geschickte Karte mit in das Paket gelegt wird.

 
Wir machten uns zuerst an die Dose "Zum Fest", da hier schon eine schöne Auswahl an Gebäcken enthalten ist. Natürlich waren zuerst die Dominosteine in den Mündern meiner Töchter verschwunden (unser Hausherr durfte noch nicht, war aber mehr als neidisch und sagte immer wieder, wir sollen ihm auch was aufheben) - vor allem die weißen.


Ich mag mehr mit Schokolade überzogene Lebkuchen, am besten noch mit Nüssen/Mandeln oder etwas anderem Knusprigen (wie in den Honigprinten) und wurde geschmacklich nicht enttäuscht. Was mich aber am meisten überrascht hat, waren die Zimtsterne. Normalerweise verschmähe ich die immer, die Angelegenheit war mir bisher immer zu trocken. Aber diese hier waren ganz anders - außen leicht knusprig, innen saftig, nussig und natürlich zimtig. Einfach lecker!


Über die Mozartkugeln muss ich nichts extra schreiben - nur mmmmh reicht wohl...

Die Truhe steht jetzt sozusagen griffbereit im Wohnzimmer und ist noch nicht ganz ihres leckeren Inhalts beraubt. Ich befürchte allerdings, dass der Inhalt bei weitem nicht bis Weihnachten durchhält.

Und wer nicht ganz so großen Lebkuchenhunger hat, der wird im Onlineshop trotzdem noch fündig. Es gibt auch kleinere Geschenkverpackungen oder auch das komplette Programm von #Lambertz in Einzelverpackungen.

Ich bedanke mich noch herzlich bei der Firma Lambertz, die uns das Paket zum Probieren zur Verfügung gestellt hat.



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Verflixt und zugeknöpft - LemonCurd-Himbeer-Schnecken

Eigentlich ein richtiges Sommergebäck, denn diese Schnecken kommen eher sehr sauer daher. Aber sauer im positiven Sinn von erfrischend-fruchtig. Aber gerade im Winter kann man auch mal ganz gut einen süßen Vitamin-C-Stoß gebrauchen.


Allerdings hätte ich sie wohl vor dem Backen wohl wirklich besser zugeknöpft als hinterher, damit die Füllung aus Lemon Curd sich nicht so sehr verdünnisiert. Geschmacklich war sie eindeutig noch da, aber optisch war sie fast nicht mehr wahrnehmbar. Und vielleicht hätten die Schnecken dann nach dem Backen nicht mehr so locker gewickelt ausgesehen, was sie vorher eindeutig nicht waren.

Um die optischen Mängel etwas zu vertuschen, habe ich dann doch lieber einen dicken Zuckerguss draufgemacht und zur Ablenkung ein paar bunte Knöpfe drauf drapiert.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Die Backfee. Süß und salzig " von Manuela Kjeilen. Dort dreht es sich hauptsächlich um Hefegebäck in allen Variationen.


Der Hefeteig zu diesen Schnecken ist ein eher reichhaltiger, der durch einen verhältnismäßig hohen Buttergehalt an Briocheteig erinnert (naja, es hat mich auch irritiert, das im Buch dieser Teig unter dem Namen "süßes Hefegebäck" abgedruckt ist und 4 Seiten später das haargenau gleiche mit dem Titel "Brioche").
Er enthält Milchpulver (gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt als Magermilchpulver, ist also nicht so schwer aufzutreiben), viel Eier und eine extrem hohe Menge an Hefe.
Der hohe Hefeanteil ist mir schon öfters bei skandinavischem Gebäck aufgefallen (Leila Lindholm macht es auch so) und obwohl ich Testrezepte sonst eigentlich immer genau nachbacke, habe ich hier die Hefemenge halbiert. Dafür bekam der Teig dann eben die doppelte Gärdauer, so gleicht sich das auch wieder aus. Aber ich wusste schon im Voraus, das wir selbst den etwas starken Hefegeschmack sonst nicht so mögen würden.

Das Lemon Curd kann man gut schon einen Tag im Voraus machen, dann ist es auch schön abgekühlt und lässt sich leichter verstreichen. Im Vergleich zu dem im Sommer vorgestellten Lemon Curd nach Heston Blumenthal hat es verhältnismäßig viel Ei und Zitrone drin. Dadurch kommt auch der Eigeschmack mehr durch und es schmeckt viel säuerlicher.


Lemon-Curd-Himbeer-Schnecken

Lemon Curd:
Saft von ca. 2 unbehandelte Zitronen (100 ml)
2 TL geriebene Schale der unbehandelten Zitrone
60 g Butter, gewürfelt
75 g brauner Zucker
4 Eigelbe

Hefeteig:
400 g  Mehl (Type 550) 
35 g Milchpulver
50 g Zucker
1/4 TL Salz
42 g frische Hefe (ein Würfel)
50 ml Wasser
3 Eier
1 Eigelb
150 g zimmerwarme Butter, gewürfelt

zusätzliche Füllung:
150 g Himbeeren

zum Bestreichen vor dem Backen:
1 Eiweiß

Puderzuckerglasur:
250 g Puderzucker
Saft von ungefähr einer Zitrone


Die Zitronen waschen, die benötigte Menge an Schale mit einer Reibe abhobeln und auspressen. 100 ml Saft abmessen (bei mir waren das genau die 2 Zitronen).
Saft und Schalenabrieb der Zitrone mit den restlichen Zutaten in eine kleine Schüssel geben und auf ein kochendes Wasserbad stellen. Der Boden der Schüssel sollte das heiße Wasser nicht berühren. Unter ständigem Rühren bei erwärmen, bis die Masse deutlich andickt.
Da ich wusste, dass der Curd noch in den Schnecken mit gebacken wird, habe ich es dann mit dem Erhitzen gut sein lassen. Zum pur Essen die Hitze reduzieren und die Temperatur unter Rühren noch 10 Minuten halten.
Abkühlen lassen.
 
Für den Teig alle trockenen Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben. In die Mitte eine Mulde formen und darin das Wasser reingeben. Die Hefe unter leichtem Rühren im Wasser auflösen. 
Die restlichen Zutaten zugeben und auf mittlerer Stufe ca. 20 Minuten kneten. Der Teig erscheint zu Beginn etwas weich, das wird aber.
 
Den Teig abdecken und 45 Minuten gehen lassen(auf das doppelte Volumen). 

Backofen auf 180°C vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
 
Den Teig zu einem Rechteck von ca. 50 x 30 cm Kantenlänge ausrollen. 
Das Lemon Curd aufstreichen, die Himbeeren leicht zerdrücken und darauf verteilen.

Von der längeren Seite aus straff zu einer Rolle aufwickeln. Diese Rolle in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und die Schnecken auf die Backbleche setzen.

Abdecken und nochmals 10 Minuten gehen lassen. Mit dem Eiweiß bestreichen und beide Bleche gleichzeitig bei Umluft goldbraun ausbacken.

in der Zwischenzeit kann die Puderzuckerglasur zubereitet werden.
Dazu den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit soviel Zitronensaft glatt rühren, bis eine sehr dicke Paste entsteht.

Die noch heißen Schnecken damit bestreichen (dann wird der Guss schneller fest) und, wer mag, noch mit ein bisschen Deko verzieren.
Rosa Zuckerstreusel würden sich sicher auch ganz gut darauf machen


Die Gewinner meiner Auslosung

Wir haben fleißig in der Lostrommel gerührt und meine beiden Glücksfeen haben gezogen (deshalb gab es auch zwei Gewinner und nicht einen oder drei - das hätte Streit gegeben).




Falls ihr meine wunderschöne deutliche Handschrift nicht lesen könnt:
die glücklichen Gewinner sind
Andibandi
und
Mandy

Ich werde die Gewinner kontaktieren, um die nötigen Daten an Wayfair weiterleiten zu können.

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Gewinn!
Ihr dürft mir gerne schreiben, was ihr euch ausgesucht habt, ich bin ja schließlich nicht neugierig ;-)